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[SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

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DasTrip
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon DasTrip » 5. November 2014, 14:20

Glücksspiel ist aber in dem Konext, das schnörkeloseste und direkteste Wort. Wikipedia hin oder her.

Blackjack, Poker, Roulette usw. Sind Glückspiele weil man voraussichtlich auf das Glück angewiesen ist die richtigen Karten zu ziehen ider Feld zu erraten. Trotzdem kann man Taktik und Statistiken einfliessen lassen. Bei Poker setzt man auf die richtige Kartenkombination und Bluffen, bei Blackjack schätzt man ab ob noch ne Karte dazu genommen oder verzichet wird als Beispiel.

Die Spiele haben alle gemein, dass sie unglaublich Glücksabhängig sind.

Die anderen Begriffe wirken einfach sehr erzwungen und unschön.

Aber nur mein Eindruck. :-)

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Dacaldha
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Dacaldha » 5. November 2014, 15:12

DasTrip hat geschrieben:Glücksspiel ist aber in dem Konext, das schnörkeloseste und direkteste Wort. Wikipedia hin oder her.

Blackjack, Poker, Roulette usw. Sind Glückspiele weil man voraussichtlich auf das Glück angewiesen ist die richtigen Karten zu ziehen ider Feld zu erraten. Trotzdem kann man Taktik und Statistiken einfliessen lassen. Bei Poker setzt man auf die richtige Kartenkombination und Bluffen, bei Blackjack schätzt man ab ob noch ne Karte dazu genommen oder verzichet wird als Beispiel.

Die Spiele haben alle gemein, dass sie unglaublich Glücksabhängig sind.

Die anderen Begriffe wirken einfach sehr erzwungen und unschön.

Aber nur mein Eindruck. :-)


Aber Zockerspiel passt finde ich am besten als Pendant zum englischen Begriff "Press-your-luck" dieser Aspekt des Aufhörens, oder Weiterspielens und damit eben "Zocken" wird mit Zockerspiel einfach perfekt beschrieben.

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Mixo

RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Mixo » 5. November 2014, 15:55

Dacaldha hat geschrieben:Aber Zockerspiel passt finde ich am besten als Pendant zum englischen Begriff "Press-your-luck" dieser Aspekt des Aufhörens, oder Weiterspielens und damit eben "Zocken" wird mit Zockerspiel einfach perfekt beschrieben.


Das passt so leider nicht:

"Press-your-Luck" ist eine neutrale Bezeichnung für einen Mechanismus.

"Zocken" (und damit "verzocken") dürfte beim Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung eher negativ besetzt sein. Positiv dürften den Begriff "Zocken" wirklich nur Computerzocker sehen. Ich persönlich finde den Begriff im Bereich Brettspiel völlig daneben, ich kenne auch keinen meiner Mitspieler, der den Begriff nutzt.

Edit: Mal abgesehen davon ist ein "Zockerspiel" ein (Glücks-)Spielerspiel und damit wohl eher etwas wie ein weißer Schimmel

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Lorion42
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Lorion42 » 5. November 2014, 15:58

Ich halte es für sehr schwer Hauptmechanismen bei aktuellen Spielen zu definieren. Du hast als Beispiel für Auktionsspiel hier Funkenschlag stehen. Hier würde ich die Auktion wie auch das Verhandeln bei Siedler nicht als Kern des Spieles ansehen. Für mich ist Funkenschlag wie z.B. Steam oder Zug um Zug eine Art Verbindungsspiel bei des es darum geht ein Netzwerk aufzubauen. Die Auktion dient hier nur dazu eine bestimmte Aktion für spätere Runden zu erlangen (so wie die Rohstoffe bei Siedler). Modern Art könnte man als Auktionsspiel bezeichnen. Die meisten Spiele seit Siedler bestehen aus einer Vielzahl von Mechanismen. Ich würde hier wirklich eine Liste pro Spiel machen und die Mechanismen einteilen nach: Aktionswahl, Aktionen, Wertung.
Mehrheiten (der Plural ist wichtig) könnten z.B. bei der Aktionswahl oder bei der Wertung eine Rolle spielen. Die Spiele würden sich hier komplett unterscheiden. Würfel schränken in der Regel die Aktionen ein, die man durchführen kann (Troyes, Kniffel), könnten aber auch zur Auswertung von Konflikten genutzt werden (Risiko), ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ein Spiel nur daraus besteht Würfel zu erlangen und am Ende gewinnt derjenige der im letzten Zug die höchste Summe würfelt. Letzteres würden die meisten übrigens als Glücksspiel bezeichnen, obwohl es keinerlei Zock/Riskierenkomponente hat.

Ich finde es übrigens schade, dass Englisch sich zur Wissenschaftssprache entwickelt hat. Zunächst führt das dazu dass ein Wissenschaftler, der kein Englisch kann, nicht mehr ernst genommen wird, egal wie gut er sonst in seinem Fachgebiet ist. Des weiteren führt es dazu dass Muttersprachler Texte veröffentlichen, für die man nicht nur Fachenglisch braucht und die deshalb unglaublich schwer zu verstehen sind. Eigentlich sollte man Muttersprachlern verbieten in ihrer Sprache zu schreiben, wenn es international veröffentlicht wird ;) Aber anderes Thema.

Manchmal denke ich auch, wenn man es sich einfach machen möchte, könnte man auch Strategiespiel als Hauptmechanismus definieren. So groß ist der Unterschied zwischen einem Arbeiter-Einsetz-Spiel und einem Aktionspunktespiel nicht, dass man hier eine Unterscheidung bräuchte. Da finde ich den Unterschied zwischen Tabu und Dixit größer.

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darkpact
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon darkpact » 5. November 2014, 16:22

lorion hat geschrieben:Ich finde es übrigens schade, dass Englisch sich zur Wissenschaftssprache entwickelt hat.


Ist das mehr die Tatsache das es nur eine Sprache ist, oder im konkreten das Englische? Im ersten Fall hängt das am Zusammenwachsen der Bevölkerung. Im zweiten Fall kann ich nicht sagen wann Mandarin oder Hindi das übernehmen werden.

lorion hat geschrieben:Zunächst führt das dazu dass ein Wissenschaftler, der kein Englisch kann, nicht mehr ernst genommen wird, egal wie gut er sonst in seinem Fachgebiet ist.


Ich kenne keinen Wissenschaftler der kein Englisch kann, und falls doch, hat er das Geld sich einen Übersetzer zu nehmen, der as für ihn macht.

Ein anderer Punkt ist ja gerade das wir deutschen zu gut Englisch können. Viele Sachen werden ins Französische/Italienische/Spanische übersetzt, weil die meisten nicht sehr gut Englisch können oder es nicht anwenden wollen, so das es dafür einen Markt gibt. Gerade in Deutschland gibt es da vergleichsweise zu viele die Englisch können und sich schon vorher mit den englischsprachigen (bspw) Spielen eindecken und daher die Deutsche Übersetzung sich nicht immer lohnt.

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Dacaldha
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Dacaldha » 5. November 2014, 17:55

Mixo hat geschrieben:Das passt so leider nicht:

"Press-your-Luck" ist eine neutrale Bezeichnung für einen Mechanismus.

"Zocken" (und damit "verzocken") dürfte beim Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung eher negativ besetzt sein. Positiv dürften den Begriff "Zocken" wirklich nur Computerzocker sehen. Ich persönlich finde den Begriff im Bereich Brettspiel völlig daneben, ich kenne auch keinen meiner Mitspieler, der den Begriff nutzt.

Edit: Mal abgesehen davon ist ein "Zockerspiel" ein (Glücks-)Spielerspiel und damit wohl eher etwas wie ein weißer Schimmel


Wie das Wort zocken in der deutschen Sprache konnotiert ist macht doch da keinen Unterschied. zwischen zocken und verzocken liegt meiner Meinung nach doch noch ein kleiner Unterschied. Verzocken ist eben einen winzig kleinen Schrit zu weit gegangen zu sein und dadurch alles vorher gewonnen wieder zu verlieren. Meinst Du im englischsprachigen Raum ist das weniger negativ konnotiert? Und selbst wenn, wäre zocken noch immer am nächsten an Press your luck dran. wörtlich übersetzt wäre das ja "Drück-dein-Glück", was man sinngemäß wahrscheinlich mit "Reize dein Glück aus" übersetzen würde. Ausreizen bedeutet, dass man bis an die Grenze, bis zum Äußersten geht, um das maximale herauszuholen. und genau das ist zocken. Natürlich kann man sich auch VERzocken, wenn man eben diesen kleinen Schritt zu weit geht, aber das ist ja gerade der Reiz bei der Sache und wenn von vorne herein klar ist, dass es ein Spiel ist, bei dem es um nichts weiter als das Spiel geht (also kein echtes Geld oder sonstige Materialia) ist es ja auch nicht schlimm sich zu verzocken.

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon widow_s_cruse » 5. November 2014, 17:55

Hallo,

Mixo hat geschrieben:"Zocken" (und damit "verzocken") dürfte beim Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung eher negativ besetzt sein.


Das mag für weite Teilen von Deutschland stimmen. Aber nicht hier im kleinen Aibling, das Dorf im Äußersten Südosten der Republik am Rand der Alpen! :angel:
Liebe Grüße
Nils
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Sascha 36

RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Sascha 36 » 5. November 2014, 18:09

Verzocken hat nicht nur mit dem Spiel zu tun, wer sich im Leben verzockt bezieht sich in den meisten Fällen auf den negativen Ausgang eines Kostenpflichtigen Glückspiels und somit muss ich Mixo da absolut Recht geben.

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Mixo

RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Mixo » 5. November 2014, 18:23

@dalcadha und widow

Herr Duden sagt zum Thema "Zocken"

http://www.duden.de/rechtschreibung/zocken

1. (umgangssprachlich) Glücksspiele machen
2. (Jargon) (ein [Computer]spiel) spielen

Ihr könnt es drehen oder wenden wie ihr wollt - der Begriff "Zocken" ist nicht positiv besetzt. Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet "Glücksspiel" immer den Einsatz von Geld. Im "Gamerjargon" Computer spielen.

Das mag im kleinen Albingen anders sein, weil es da eine etablierte "Zockerbande" gibt, die durch häufige Präsenz zu einer Institution geworden ist, für den Rest den deutschsprachigen Raums hielte ich es aber für fehlgeleitet, den Mechanismus "Push your Luck" mit "Zockerspiel" zu übersetzen.

Dies gilt umsomehr, wenn man (die mir unverständliche) Ansicht hat, dass man "Wenigspieler" mit eingedeutschtelten Begriffen leichter erreichen kann. Mit dem Begriff "Zockerspiel" verbinden die bestimmt nicht "Push your Luck" sondern eher den Einsatz von Geld und das dürfte für die meisten (zurecht) abschreckend sein.

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Lorion42 » 5. November 2014, 18:32

Ich find den Vorschlag Riskieren-oder-Verlieren-Spiel auch nicht so schlecht ;)

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Dacaldha
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Dacaldha » 5. November 2014, 19:18

@ Mixo:

Ich habe ja auch nie gesagt, dass es positiv konnotiert sei.
Auch ist mir nicht klar warum man beim Wort zocken gleich an den Einsatz von Geld denken müsste. Es gibt unzählige Beispiele aus irgendwelchen Quizshows, wo der Kandidat oder die Kandidatin ins blaue rät und dann sagt der Kommentator oder Quizmaster oder was auch immer nicht selten so etwas wie "jetzt wird gezockt" oder "alter Zocker"
Aber ich fürchte wir werden da nicht mit unseren Meinungen zusammenkommen^^ Aber das macht auch nichts. Ich werde zocken auch im deutschen weiterhin neutral und nicht negativ besetzt empfinden, vielleicht auch deswegen, weil es mir einfach zu viel Spaß macht, besonders wenn ich dabei kein echtes Geld riskiere ;)
Und die Ansicht mit deutschen Begrifen Wenigspieler besser erreichen zu können habe ich auch nicht.

@ lorion: Das hört sich dann aber so an als ob man die Wahl hätte zwischen Riskieren oder Verlieren, was ja impliziert, dass jemand der riskiert nicht verlieren kann und jemand der nicht riskiert dadurch automatisch verliert, denn es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten ;) Was ich damit sagen will ist, das eine x oder y-Beziehung doch immer sagt, dass das eine das andere ausschließt. (Blamieren oder Kassieren, entweder ... oder ..., Hund oder Katze, Süßes oder Saures) ich denke Du verstehst, was ich meine ;)

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon widow_s_cruse » 6. November 2014, 12:43

Hallo,

aber mal im Ernst. :D

Mit Zocken und Verzocken werden hier doch zwei ungleiche Verhältnisse in einen Topf geworfen.

Zocken - man riskiert etwas (was nicht einmal Geld sein muss)

Verzocken - man hat über ein positives Verhältnis hinaus (ver/) gespielt

Aber es stimmt schon. Man kann mit dem Begriff anecken. Ich habe mich auch bei Banken um Sponsoring bemüht. Die weichen aber immer aus.
Ich vermute, die wollen mit ihrem Ruf unser Image nicht beeinträchtigen. Eigentlich schade - wo Banken doch sonst so gerne "Familien und Kinder" zum Aufpolieren des eigenen Images bemühen. :cool:
Liebe Grüße
Nils
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon SpieLama » 6. November 2014, 12:58

Ich habe gerade die Rückseite der Neuauflage von "Can't Stop" gelesen. Dort steht: "[...] Ein spannungsgeladenes Zockerspiel für die ganze Familie." Der Begriff Zockerspiel fällt auch in Rezensionen, siehe dazu http://www.franjos.de/spiele/csd.htm.

Bevor wir hier nur noch rumzocken: Hat jemand noch Vorschläge für Bauspiel beziehungsweise Deckbuilding?

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widow_s_cruse
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon widow_s_cruse » 6. November 2014, 16:15

zuspieler hat geschrieben: Deckbuilding?


Kartensatz-Optimierung?
Liebe Grüße
Nils
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Winston
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Winston » 6. November 2014, 16:19

widow_s_cruse hat geschrieben:
zuspieler hat geschrieben: Deckbuilding?


Kartensatz-Optimierung?


Es müssen ja nicht unbedingt Kartensätze sein.
Hmmm...Bausatz-Spiel. (Da denke ich an einen Lego Bausatz, wo ich aus den gleichen Teilen unterschiedliche Dinge bauen kann). Nicht zu verwechseln mit dem Satzbau Spiel :D .

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon SpieLama » 6. November 2014, 17:05

Freie Assoziationen von mir zum Thema Bauspiel:

  • Ich wähle aus vielen Karten/Würfeln/Plättchen/... einige aus, mit denen ich spiele: Mosaik, Bausatz, Werkzeugkasten, Ausrüstung, ...
  • Ich wähle aus vielen Karten/Würfel/Plättchen/... einige aus, mit denen ich eine Idee verfolge: Auf den Punkt bringen, fokusieren, Grundmotiv, Kerngedanke, Quintessenz,...
  • Ich wähle aus vielen Karten/Würfel/Plättchen/... einige aus, die gut zueinander passen: Kombinieren, Synergie, verbinden, koppeln, verzahnen, ...

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Dacaldha » 6. November 2014, 17:30

Die Schlagwörter Kombination und Synergie sind mir auch schon durch den Kopf gegangen. Das Wort Optimierung passt glaube ich ganz gut.

Allerdings klingt alles, was man aus diesen Schlüsselwörtern basteln könnte extrem gekünstelt.

Allgemein finde ich ja "Poolbuilding" eh besser als "Deckbuilding", da das zum Beispiel auch Würfel (Quarriors) und anderes mit einbezieht. Man kann ja danach noch weiter differenzieren.
Für Pool fällt mir aber so garkein deutscher Begriff ein, der das einfach und treffen beschreibt.

Vorratsoptimierung klingt halt echt kacke^^

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon SpieLama » 7. November 2014, 14:30

@Lorion: Ich habe mich bisher noch nicht zu Deinem Vorschlag "Unterteilung nach Aktionswahl, Aktionen, Wertung" geäußert, da ich immer noch darüber nachdenke.

@Dendenesbetrifft: Hier die Liste für unser Gespräch am Dienstag.



Wortliste

Rot steht für einen Vorschlag, mit dem ich noch nicht zufrieden bin. Orange steht für einen Vorschlag, der in die richtige Richtung geht. Grün steht für einen Vorschlag, der mir momentan gut gefällt.


  • Mein momentaner Favorit: ???
  • Englischer Begriff: Deck / Pool Building
  • Typische Spiele: Dominion, Magic, Quarriors, Orléans
Unser Sorgenkind. Bauspiel ist definitiv das falsche Wort. Zur besseren Übersicht zitiere ich mich mal selbst: "Freie Assoziationen von mir zum Thema Bauspiel:

Ich wähle aus vielen Karten/Würfeln/Plättchen/... einige aus, mit denen ich spiele: Mosaik, Bausatz, Werkzeugkasten, Ausrüstung, ...

Ich wähle aus vielen Karten/Würfel/Plättchen/... einige aus, mit denen ich eine Idee verfolge: Auf den Punkt bringen, fokusieren, Grundmotiv, Kerngedanke, Quintessenz,...

Ich wähle aus vielen Karten/Würfel/Plättchen/... einige aus, die gut zueinander passen: Kombinieren, Synergie, verbinden, koppeln, verzahnen, ...

Ich wähle aus vielen Karten/Würfen/Plättche/... einige aus, die mein Spiel antreiben: Motor, Antrieb, Maschine, ...


  • Mein momentaner Favorit: Handorganisationsspiel
  • Englischer Begriff: Hand Management
  • Typische Spiele: Mau Mau, Brügge
  • Hinweis: Nur weil man bei einem Spiel Karten von der Hand ausspielt, ist es nicht zwangsläufig ein Handmanagementspiel, siehe "7 Wonders" (Draftingspiel) oder "Dixit" (Kommunikationsspiel).


  • Mein momentaner Favorit: Auktionsspiel
  • Englischer Begriff: Auction/Bidding
  • Typisches Spiel: Funkenschlag


  • Mein momentaner Favorit: Auswahlspiel
  • Englischer Begriff: Drafting
  • Typische Spiele: 7 Wonders, Zug um Zug
  • Hinweis: Ich verstehe Drafting im weiteren Sinne. Drafting ist für mich ein Spiel bei dem ich zwischen mehreren offen ausliegenden Karten/Würfeln oder was auch immer wähle und damit (direkt oder später) etwas machen kann. Drafting im engeren Sinne wäre das aus "7 Wonders" bekannte Kartenkarussell.


  • Momentaner Begriff: Bewegungsspiel
  • Englischer Begriff: Action / Dexterity
  • Typische Spiele: Twister, Eiertanz
Bewegungsspiel und Geschicklichkeitsspiel in einer Kategorie zusammenzufassen?



  • Mein momentaner Favorit: Einsetzspiel
  • Englischer Begriff: Worker Placement
  • Typische Spiele: Agricola, Caylus


  • Mein momentaner Favorit: Geschicklichkeitsspiel
  • Englischer Begriff: Action / Dexterity
  • Typische Spiele: Jenga, Kubb
Bewegungsspiel und Geschicklichkeitsspiel in einer Kategorie zusammenzufassen?


  • Mein momentaner Favorit: Verhandlungsspiel
  • Englischer Begriff: Trading
  • Typische Spiele: Diplomacy, Basari, Bohnanza


  • Mein momentaner Favorit: Aktionspunktespiel
  • Englischer Begriff: Action Point Allowance System
  • Typische Spiele: Torres, Tikal


  • Mein momentaner Favorit: Bluffspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typische Spiele: Poker, Maka Bana


  • Mein momentaner Favorit: Deduktionsspiel
  • Englischer Begriff: Deduction
  • Typische Spiele: Cluedo, Mastermind


  • Mein momentaner Favorit: Gebietskontrollspiel
  • Englischer Begriff: Area Control / Area Influence
  • Typische Spiele: Risiko, Small World,


  • Mein momentaner Favorit: Kommunikationsspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typische Spiele: Tabu, Dixit, Concept


  • Mein momentaner Favorit: Laufspiel
  • Englischer Begriff: Roll / Spin and Move
  • Typische Spiele: Mensch ärgere Dich nicht, Leiterspiel, Backgammon


  • Mein momentaner Favorit: Legespiel
  • Englischer Begriff: Tile Placement
  • Typische Spiele: Carcassonne, Qwirkle


  • Mein momentaner Favorit:: Reaktionsspiel
  • Englischer Begriff: Pattern Recognition
  • Typische Spiele: Jungle Speed, Geistesblitz (oder wären das auch Suchspiele?)


  • Mein momentaner Favorit: Malspiel
  • Englischer Begriff: Line Drawing
  • Typische Spiele: Pictomania, Identik


  • Mein momentaner Favorit: Merkspiel
  • Englischer Begriff: Memory
  • Typische Spiele: Memory, Mamma Mia


  • Mein momentaner Favorit: Sammelspiel
  • Englischer Begriff:
  • Typische Spiele: Rummikub, Phase 10
  • Hinweis: Sammelkartenspiele sind mit dieser Kategorie nicht gemeint. Sie fallen in der Regel unter den Mechanismus Deckbauspiel.


  • Mein momentaner Favorit: Singspiel
  • Englischer Begriff: Singing
  • Typische Spiele: Singstar – Das Brettspiel


  • Mein momentaner Favorit: Stichspiel
  • Englischer Begriff: Trick-taking
  • Typische Spiele: Skat, Wizard


  • Mein momentaner Favorit: Suchspiel
  • Englischer Begriff: unter anderem Pattern Recognition
  • Typische Spiele: Boggle


  • Mein momentaner Favorit: Wettspiel
  • Englischer Begriff: Betting/Wagering
  • Typische Spiele: Camel Up oder Kopf an Kopf


  • Mein momentaner Favorit: Wissensspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typische Spiele: Trivial Pursuit


  • Mein momentaner Favorit: Zockerspiel
  • Englischer Begriff: Press Your Luck/Can't stop
  • Typische Spiele: Can't stop

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Florian-SpieLama
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Florian-SpieLama » 7. November 2014, 16:10

Zum Verhandlungsspiel: Wenn es nicht nur ums Handeln von Ressourcen geht, sondern auch um Verhandlungen wie beim Eisernen Thron mit Bündnisse schmieden usw. ist der englische Begriff negotiation. Zumindest hab ich das schon oft bei Vasel und Co. gehört.

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calux
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon calux » 10. November 2014, 20:19

Ich bin auf diese Diskussion erst heute gestoßen - und finde es eine hervorragende Idee, sich deutsche Begriffe für Spielmechaniken/Spielkategorien zu überlegen. Allerdings sollte man dabei maßvoll vorgehen. Es gibt einfach englische Begriffe, die durch ein deutsches Wort nicht oder nur mit einer sehr umständlichen Formulierung adäquat ersetzt werden können. Genauso gibt es aber englische Begriffe, bei denen man vollkommen problemlos eine gleichbedeutende deutsche Entsprechung verwenden kann und auch sollte.

Mal ein paar Gedanken von mir dazu:

Ein nicht ersetzbarer englischer Begriff ist für mich "Draft". Unter dieser Spielmechanik verstehe ich das Auswählen zB einer Karte aus einem Kartenstapel und das Weitergeben der übrigen Karten an den Nachbarn. So, wie man es aus einer Variante von Magic the Gathering oder auch Seven Wonders kennt. Der Begriff "Auswahlspiel" beschreibt diese Mechanik nicht hinreichend erschöpfend, ich kann auch keinen anderen deutschen Begriff finden, der dem auch nur nahe kommt. Warum nicht einfach bei "Draft" bleiben ?

Das Problem bei "Deck Building" sehe ich hingegen überhaupt nicht - "Deckbaupiel" ist die exakte deutsche Übersetzung und beschreibt ebenso wie das englische Wort die Spielmechanik. "Bauspiel" sind für mich Bauklötze und Lego.

Worker Placement = Arbeitereinsatz. Ebenfalls die (fast) exakte deutsche Übersetzung und genau so treffend. "Personaleinsatz" erinnert mich eher an die Personalplanung in meiner Firma, "Einsetzspiel" hingegen ist mir nicht exakt genug, was-wie-wo wird dort eingesetzt ? Ob die einzusetzenden Pöppel nun tatsächlich immer "Arbeiter" oder etwas anderes sind ist dabei genau so egal wie im Englischen meine ich. Insofern: Arbeitereinsatz.

Trading = Verhandlungsspiel, kann man nehmen. Ich würde wahrscheinlich eher "Handelsspiel" verwenden.

Hand Management = Handorganisationsspiel kling irgendwie auch etwas gequält, aber etwas Besseres fällt mir auch nicht ein. Gibt es davon wirklich so viele Spiele, daß man dafür eine eigene Kategorie braucht ?

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon SpieLama » 11. November 2014, 11:44

@Lorion: Ich habe Deinen Vorschlag Unterteilung nach "Aktionswahl, Aktionen, Wertung" durchgedacht und finde ihn nicht praktikabel. Wenn es Dich interessiert, erkläre ich Dir gerne am Telefon warum.

@Alle: Hier die momentanen Favoriten. Anmerkungen dazu?



Wortliste


  • Momentaner Favorit: Aktionspunktespiel
  • Englischer Begriff: Action Point Allowance System
  • Typische Spiele: Torres, Tikal

  • Momentaner Favorit: Auf-die-Hand-Spiel
  • Englischer Begriff: Drafting
  • Typische Spiele: 7 Wonders, Zug um Zug
  • Hinweis: Ich verstehe Drafting im weiteren Sinne. Drafting ist für mich ein Spiel bei dem ich zwischen mehreren offen ausliegenden Karten/Würfeln oder was auch immer wähle, diese aufnehme und damit (direkt oder später) etwas machen kann. Drafting im engeren Sinne wäre das aus "7 Wonders" bekannte Kartenkarussell.

  • Momentaner Favorit: Aus-der-Hand-Spiel
  • Englischer Begriff: Hand Management
  • Typische Spiele: Mau Mau, Brügge
  • Hinweis: Nur weil man bei einem Spiel Karten von der Hand ausspielt, ist es nicht zwangsläufig ein Handmanagementspiel, siehe "7 Wonders" (Auf-die-Hand-Spiel) oder "Dixit" (Kommunikationsspiel).

  • Momentaner Begriff: Bewegungsspiel
  • Englischer Begriff: Action / Dexterity
  • Typische Spiele: Twister, Eiertanz

  • Momentaner Favorit: Bluffspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typische Spiele: Poker, Maka Bana


  • Momentaner Favorit: Einsetzspiel
  • Englischer Begriff: Worker Placement
  • Typische Spiele: Agricola, Caylus

  • Momentaner Favorit: Eroberungsspiel
  • Englischer Begriff: Area Control / Area Influence
  • Typische Spiele: Risiko, Small World,

  • Momentaner Favorit: Geschicklichkeitsspiel
  • Englischer Begriff: Action / Dexterity
  • Typische Spiele: Jenga, Kubb

  • Momentaner Favorit: Kommunikationsspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typische Spiele: Tabu, Dixit, Concept

  • Momentaner Favorit: Laufspiel
  • Englischer Begriff: Roll / Spin and Move
  • Typische Spiele: Mensch ärgere Dich nicht, Leiterspiel, Backgammon

  • Momentaner Favorit: Legespiel
  • Englischer Begriff: Tile Placement
  • Typische Spiele: Carcassonne, Qwirkle

  • Momentaner Favorit: Phasenwahlspiel
  • Englischer Begriff: ???
  • Typisches Spiel: Puerto Rico

  • Momentaner Favorit: Malspiel
  • Englischer Begriff: Line Drawing
  • Typische Spiele: Pictomania, Identik

  • Momentaner Favorit: Merkspiel
  • Englischer Begriff: Memory
  • Typische Spiele: Memory, Mamma Mia

  • Momentaner Favorit:: Reaktionsspiel
  • Englischer Begriff: Pattern Recognition
  • Typische Spiele: Jungle Speed, Geistesblitz

  • Momentaner Favorit: Sammelspiel
  • Englischer Begriff:
  • Typische Spiele: Rummikub, Phase 10
  • Hinweis: Sammelkartenspiele sind mit dieser Kategorie nicht gemeint. Sie fallen in der Regel unter den Mechanismus Werkzeugkasten-Spiel.

  • Momentaner Favorit: Schlußfolgerungsspiel
  • Englischer Begriff: Deduction
  • Typische Spiele: Cluedo, Mastermind

  • Momentaner Favorit: Singspiel
  • Englischer Begriff: Singing
  • Typische Spiele: Singstar – Das Brettspiel

  • Momentaner Favorit: Stichspiel
  • Englischer Begriff: Trick-taking
  • Typische Spiele: Skat, Wizard

  • Momentaner Favorit: Suchspiel
  • Englischer Begriff: unter anderem Pattern Recognition
  • Typische Spiele: Boggle

  • Momentaner Favorit: Versteigerungsspiel
  • Englischer Begriff: Auction/Bidding
  • Typisches Spiel: Funkenschlag

  • Momentaner Favorit: Verhandlungsspiel
  • Englischer Begriff: Trading
  • Typische Spiele: Diplomacy, Basari, Bohnanza

  • Momentaner Favorit: Wettspiel
  • Englischer Begriff: Betting/Wagering
  • Typische Spiele: Camel Up oder Kopf an Kopf

  • Momentaner Favorit: Wissensspiel
  • Englischer Begriff: Trivia
  • Typische Spiele: Trivial Pursuit, Fauna

  • Momentaner Favorit: Werkzeugkasten-Spiel
  • Englischer Begriff: Deck / Pool Building
  • Typische Spiele: Dominion, Magic, Quarriors, Orléans

  • Momentaner Favorit: Zockerspiel
  • Englischer Begriff: Press Your Luck/Can't stop
  • Typische Spiele: Can't stop
Zuletzt geändert von SpieLama am 11. November 2014, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon SpieLama » 11. November 2014, 11:52

calux hat geschrieben:Ein nicht ersetzbarer englischer Begriff ist für mich "Draft". Unter dieser Spielmechanik verstehe ich das Auswählen zB einer Karte aus einem Kartenstapel und das Weitergeben der übrigen Karten an den Nachbarn. So, wie man es aus einer Variante von Magic the Gathering oder auch Seven Wonders kennt. Der Begriff "Auswahlspiel" beschreibt diese Mechanik nicht hinreichend erschöpfend, ich kann auch keinen anderen deutschen Begriff finden, der dem auch nur nahe kommt. Warum nicht einfach bei "Draft" bleiben ?

Ich verstehe unter Drafting nicht nur das aus "7 Wonders" bekannte Kartenkarrussel, sondern fasse den Begriff weiter. Siehe dazu auch die Definition auf BGG, http://boardgamegeek.com/boardgamemecha ... d-drafting: "Card drafting games are games where players pick cards from a limited subset, such as a common pool, to gain some immediate advantage or to assemble hands of cards that are used to meet objectives within the game. Ticket to Ride is a well-known card drafting game." Ob "Zug um Zug" eher ein Auf-die-Hand-Spiel oder ein Sammelspiel ist, darüber kann man streiten.

calux hat geschrieben:Das Problem bei "Deck Building" sehe ich hingegen überhaupt nicht - "Deckbaupiel" ist die exakte deutsche Übersetzung und beschreibt ebenso wie das englische Wort die Spielmechanik. "Bauspiel" sind für mich Bauklötze und Lego.

Deckbau ist mir zu eng gefasst, ein Deck besteht für mich aus Karten. Auf BGG heißt es deshalb auch "Deck/Pool Building".

calux hat geschrieben:Hand Management = Handorganisationsspiel kling irgendwie auch etwas gequält, aber etwas Besseres fällt mir auch nicht ein. Gibt es davon wirklich so viele Spiele, daß man dafür eine eigene Kategorie braucht ?

Ja :) .

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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Claspa » 11. November 2014, 14:16

zuspieler hat geschrieben:
  • Momentaner Favorit: Zockerspiel
  • Englischer Begriff: Press Your Luck/Can't stop
  • Typische Spiele: Can't stop


Press Your Luck / Push your luck ist im Englischen ein schöner Ausdruck, der mir sehr gut gefällt. "Zockerspiel" trifft es in meinen Augen nicht so ganz und weckt unpassende Assoziationen (Glückspiele, Casino, usw.)

Ich möchte folgende Möglichkeit dafür in die Runde werfen:
- Wie-weit-will-man-gehen-Spiel

Es sieht zwar geschrieben nicht so schön aus, aber es ist griffiger und geht leicht von der Zunge (Probiert's aus :P ).

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Zottelmonster
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Zottelmonster » 11. November 2014, 14:20

Ich habe ja noch ein Problem mit Verhandlungsspiel als deutsche Übersetzung für Trading. Ist Verhandlung nicht eher eine Beschreibung für neugotischen, also da verhandeln um all möglichen Mist, bevor Aktionen ausgeführt oder Gebote abgegeben werden.

Und Trading wäre für mich eher Handeln, denn dabei geht es doch um den Austausch von physisch im Spiel vorhandenen Gütern, bspw. Den Bohnenkarten in Bohnanza. Bohnanza hat beide Komponenten sehr stark, Verhandlung und Hendel, aber ich kann auch handeln (traden) ohne zu verhandeln, wenn bspw. feste Preise vom Spiel vorgegeben werden, wie in 18xx-Spielen. Obwohl man da nicht mit den Mitspielern handelt. Ich Suche noch mal ein besseres Beispiel.

Ebenso finde ich die Wortwahl für Drafting nicht glücklich. "Auf-die-Hand" als Übersetzung schließt ja die ganzen Kartenkarusselle aus. Die sind ja aber sehr oft gemeint mit Drafting. Den Ursprung hat der Begriff ja in der amerikanische Sportlandschaft, wo es alljährlich die Draft von Nachwuchsspielern in den großen Profiligen gibt. Dort werden dann die besten Nahwuchsspieler gedraftet, herausgezogen [wörtliche Übersetzung] oder ausgewählt. Daher würde ich vielleicht eher Auswahl oder Herausziehen als Deutschen Begriff vorschlagen. Wobei Auswahl natürlich sehr allgemein ist und die Gefahr besteht, dass man alles darunter fallen lässt.
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Thygra
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RE: [SpieLama 2.0] Deutsche Begriffe

Beitragvon Thygra » 11. November 2014, 15:26

Ich sehe auch einen großen Unterschied zwischen "Handel" und "Verhandlung", weshalb ich "Verhandlungsspiel" als unpassend empfinde. Eine optimale Lösung weiß ich zwar auch nicht, aber "Handelsspiel" fände ich zumindest weniger unpassend.
André Zottmann (geb. Bronswijk)
Thygra Spiele
(u. a. für Pegasus Spiele tätig)


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