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Ein Jahr ohne Käufe

Allgemeine Spiele-Themen
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Dicebattle
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Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 23. April 2019, 00:54

Hallo brettspielbegesterte Menschen!

Ich wollte in diesem Treat die Möglichkeit nutzen um über meine Erfahrungen zu berichten wie es ist, ein Jahr lang ohne Brettspielneuanschaffungen beim Hobby dranzubleiben. Ein Thema wie ich finde dass immer wieder als ein guter Vorsatz am Anfang des Jahres auftaucht gepaart mit den Wunsch eigene Sammlung mal, wenigstens jedes Spiel einmal, durchzuspielen. Dazu werde ich immer wieder eim Monatsrückblick geben wo ich bestimmte Gedanken zu dem Thema verliere und euch erzähle was ich so gespielt habe.

Noch mal vorweg paar Gedanken warum das ganze. Ich habe gemerkt, dass ich es schade finde manche Spiele nur ein zwei mal in einem Jahr gespielt zu haben, die Neuanschaffungen kosten ganz schön viel Geld, allein letztes Jahr habe ich an die 500Eur für das Hobby ausgegeben. Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit Brettspielen ohne ständig einem Hype hinterherzulaufen und einen konsumkritischen Blick auf das Hobby.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 23. April 2019, 00:54

Januar

Hier hab ich keinen einzigen Gedanken daran verschwendet mir etwas neues anzuschaffen. Nach der Weihnachtzeit hatte ich ein Spiel, dass jede Woche auf den Tisch kamm und zwar "Keforge". Unter dem Baum lag ein neues Deck und das musste erkundet und gespielt werden. Ich finde solche Spiele wie Keyforge haben einen unglaublich hohen Wiederspielreiz und sind mit 10EUR das Deck sehr günstig. Ich hab allein das eine Deck bis zu 30mal gespielt und habe aber drei verschidene, ohen die Standartdecks in der Starterbox. Zusätzlich hab ich "Kanagawa" zu Weihnachtzeit bekommen. Ein Designtechnisch wunderschönes Spiel, wo einfach jede*r miteinsteigen kann, sowohl ein Gelegenheitsspieler*in als auch Expert*in.
Weitere Spiele waren: Star Realms, Dominion, Kingdomino.

Hier ist mir eingefallen, das ich nicht nur meine Sammlung habe die schon sehr variantenreich an Spielen ist, sondern auch noch von Leuten aus meiner Spielergruppe. Neben meinen 80Titeln, haben meine Freunde noch zusätzliche 100Stück, die weitere Spielerlebnisse bieten. Wir achten darauf dass wir nicht die gleichen Spiele kaufen/besitzen und leihen uns gegenseitig Spiele. Da ich meine Gruppe von meinem Vorsatz erzählt habe, haben wir ausgemacht, dass wenn der SpieleAbend bei mir stattfindet wir nur Spiele aus meiner Sammlung spielen.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 23. April 2019, 00:56

Februar

In diesem Monat wurden einige Spiele gespielt vor allem wurde aber viel Zeit in Konsole investiert. Es ging nicht um Soloplay, sondern zu zweit um ein Abenteuer bei BaldursGate-Universum. Dazwischen haben wir viele Stunden mit Ultra*Quest verbracht, ein Spiel der 100Abenteuer. Meiner Meinung noch mehr Abenteuer, wir haben ungelogen nach 40Stunden immer noch nicht den Sieg errungen und ich hab schon die dritte Bande angefangen. Aber solche Abenteuer-Spiele spielen sich meiner Meinung nach öfter und länger. Die Regeln sind klar und kurz, d.h. mensch kommt auch schnell wieder rein auch nach einer Pause.
Weitere Spiele waren: Keyforge, Das Ältere Zeichen, Viceroy.

Also für diesen Monat ist das Stichpunkt: Geschichte und Abenteuer. Solche Spiele will mensch gerne immerwieder spielen, vor allem wenn es nicht geradlinige Entwicklung ist, sondern immerwieder was neues bietet.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 23. April 2019, 00:57

März

Diesen Monat bin ich fast schwach geworden. Der Grund war das Spiel auf PS4 und zwar "Blood Bowl" was sich genau so wie das Brettspiel spielt. Es ist ein rundenbasiertes strategisches Spiel mit Würfeln. Und da hab ich kurz überlegt, warum nicht das Miniaturenspiel "BlitzBowl" holen? Aber nach dem ich realisiert habe, dass es sich wieder um einen zwei Personenspiel handelt und dann noch einer Thematik, dass in meinen Freundeskreis zwei Leute anspricht, hab ich es aus meiner Wunschliste gestrichen. Und es war Spielemesse in der Stadt. Dieses Jahr war alles super entspannt, denn ich bin nicht vom Verlag zum nächsten um die Angebote zu vergleichen und auch nicht eine Stunde lang in der Flomarktschlange anstehen. Ich war einfach mit paar Freunden zum Spielen da. Und es war super! Zusätzlich die Spielesammlung durch den Flohmarkt um 7Spiele schlanker gemacht;)
Weitere Spiele die gespielt wurden: Smalworld, Zug um Zug, Drop it, Räuber der Nordsee, Teotihuacan, Newton

Also wichtige Lektion diesen Monat: Spielemesse= Spielen! nicht kaufen.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 3. Mai 2019, 10:17

April

Diesen Monat hab ich etwas Neues ausprobiert und zwar Pen & Paper Rollenspiel. Da ich wiederum nicht in ein Werk Geld investieren wollte und zum erstem mal so eine Art von Spiel ausprobieren wollte, hab ich nach einer einfachen kostenlosen Variante gesucht. Und bin bei "Destiny Beginner" gelandet. Ein sehr einfaches gut strukturiertes System, das vor allem auf Imagination basiert und einem W66. Es gibt schon einige Szenaries und viele Tipps um eigene Abenteuer zu kreieren. Ich habe die Rolle vom Erzähler eingenommen und die Gruppe an mutigen Helden bestand aus drei Freunden. Es ist eine spannende Erfahrung, einwenig als würde mensch ein Buch lesen, einen Film schauen und Theater spielen. Wir hatten einen tollen Abend und wollen die Abenteuer in einem Modus von einer Sitzung pro Monat fortsetzen. Ich hatte über die Feiertage mehr Zeit zum spielen, also es ist 'ne Menge auf den Tisch gekommen.

Was ich sonst aus der Sammlung gespielt habe: Nations, Splendor, Ganz schön clever, Noch mal!, Roll for the Galaxy, Dungeon Fighters, Coloretto, Sushi Go, Vegas, Nations-das Würfelspiel

Lektion für diesen Monat: Manchmal braucht es nur ein wenig Imagination für ein Spiel.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Rastaman » 3. Mai 2019, 15:02

Dicebattle hat geschrieben:einem W66.


Wie geht das denn in der Praxis?

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Florian-SpieLama » 3. Mai 2019, 15:37

Ich glaube das heisst man wirft 1 W6 zweimal und jeder Wurf ist eine Ziffer einer 2-stelligen Zahl.
Also erster Wurf 4 und zweiter Wurf 1 dann wäre das Ergebnis 41.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 3. Mai 2019, 15:41

Florian-SpieLama hat geschrieben:Ich glaube das heisst man wirft 1 W6 zweimal und jeder Wurf ist eine Ziffer einer 2-stelligen Zahl.
Also erster Wurf 4 und zweiter Wurf 1 dann wäre das Ergebnis 41.
Rastaman hat geschrieben:
Dicebattle hat geschrieben:einem W66.


Wie geht das denn in der Praxis?


Richtig Florian.
Es sind einfach zwei verschidenfarbige sechsseitige Würfel. Einer zeigt die Zehner an, der andere die einser Zahl. Zum schuß ist es kein vollständiger W66, aber das System berücksichtigt das ganze, d.h. wenn einer deiner Werte 46 ist und du den Wert um 1 erhöchst bekommst du eine 51.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Thygra » 3. Mai 2019, 15:43

Also eigentlich ein W36. :)
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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Florian-SpieLama » 3. Mai 2019, 16:01

Ein W36 der von 11 bis 66 mit Lücken geht :P

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Mitspieler » 3. Mai 2019, 23:12

Dicebattle hat geschrieben:Hallo brettspielbegesterte Menschen!

Ich wollte in diesem Treat die Möglichkeit nutzen um über meine Erfahrungen zu berichten wie es ist, ein Jahr lang ohne Brettspielneuanschaffungen beim Hobby dranzubleiben.

Noch mal vorweg paar Gedanken warum das ganze. Ich habe gemerkt, dass ich es schade finde manche Spiele nur ein zwei mal in einem Jahr gespielt zu haben, die Neuanschaffungen kosten ganz schön viel Geld, allein letztes Jahr habe ich an die 500Eur für das Hobby ausgegeben. Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit Brettspielen ohne ständig einem Hype hinterherzulaufen und einen konsumkritischen Blick auf das Hobby.

Hey Dicebattle,
momentan bin ich etwas weniger aktiv im spielen.de-Forum, aber ich möchte Dir gerne ein Feedback geben:

Ich finde Dein "Projekt" sehr interessant.

Und vielen Dank, dass Du uns darüber auf dem Laufenden hältst.
Ich finde es spannend, mitzuverfolgen, wie es Dir dabei ergeht. Obwohl ich selber (aus finanziellen Gründen, aber auch aus Prinzip) nur sehr ausgewählt und (vergleichsweise) sehr selten Spiele kaufe, so weiß ich doch, dass es immer wieder sehr schwer ist, (scheinbar)tollen Spieleneuheiten zu widerstehen.
Da finde ich es schon klasse, dass Du das bisher so gut geschafft hast.





Es braucht natürlich nicht jeder Spieler so komplett auf Neuanschaffungen zu verzichten, wie Dicebattle es dieses Jahr versucht.
Und Dicebattle geht es bei seinem Projekt wohl auch mehr ums Finanzielle (und darum, sein persönliches Durchhaltevermögen zu stärken), also darum, eine zeitlang einfach kein Geld für Spiele auszugeben. Das bedeutet also nicht, dass er nicht trotzdem auch Neuheiten spielt.
In diesem Sinne wäre es natürlich fatal für die Spielebranche (und auch unfair ihr gegenüber), wenn jeder
Dicebattle hat geschrieben:brettspielbegeisterte Mensch
zwar die ganzen tollen Spiele spielen möchte, dafür aber kein Geld bezahlen möchte. ;)



Trotzdem möchte ich noch etwas weiter gehen; vielleicht in eine etwas andere Richtung:
Ich finde es oftmals einfach etwas schade ist, dass sich in Spielerkreisen anscheinend viele Menschen dazu verleiten lassen, mit dem großen Neuheitenansturm mitzuhalten und "immer auf dem Laufenden zu bleiben", was bei manchen wohl dazu führt, dass sie ständig Neuheiten kaufen und diese natürlich auch spielen wollen.
Das "Dumme" ist dabei halt nur, dass dieser Neuheitenstrom nie abebbt :D :rolleyes: , so dass man nie zur Ruhe kommt, sondern immer hinterherhinkt und derart beschäftigt mit dem "Hinterherkommen" und "Abarbeiten" ist,
dass dadurch die bereits gespielten Titel schon nach wenigen (oberflächlichen?) Partien oder nach wenigen Monaten in Vergessenheit geraten, und zwar auch viele gute Titel.

Das finde ich sehr schade, weil es den guten Spielen, die jahrelang entwickelt wurden und wirklich "Perlen" geworden sind, nicht gerecht wird, wenn sie nur als "Einwegprodukte" genutzt werden.

Ich zähle zumindest zu den Spielern, die auch nach vielen Jahren immer wieder gern ein Agricola, Alhambra, Caylus, RoboRally oder Die Macher hervorholen, und ich werde vermutlich auch in 10, 15 Jahren noch gerne Agricola oder Auf den Spuren von Marco Polo spielen.
Das hat aber für mich (allein schon aufgrund der ja nur begrenzten Gelegenheiten zum Spielen) die Konsequenz, dass ich mir 90% der Spieleneuheiten nicht anschaffe, sondern nur ganz gezielt ab und zu ein Spiel kaufe, von dem ich mir sehr sicher bin, dass es für mich wirklich ein ganz besonderes Spiel mit hohem Langzeitreiz sein wird und dementsprechend auch immer wieder neu gespielt (also "genutzt" und "erlebt") werden wird. :-)


Ist vielleicht auch Geschmackssache, ob man lieber einzelne Perlen immer wieder auskosten mag,
oder es als Abenteuer sieht, lieber jedesmal ein neues Spiel zu probieren und es dann aber aufgrund des nachrückenden Neuheitenberges als gespielt abzuhaken. Sicher, ich habe soeben die beiden "Extreme" genannt;
ein Großteil der Spieler praktiziert wohl eher eine individuelle Mischung aus Neuheitentest und Wiederspielens.
Aber ich habe dennoch den Eindruck, dass der extreme Neuheitennachschub zumindest tendenziell durchaus dazu führt, dass (auch gute Spiele) nicht mehr in dem Maße ausgekostet und ergründet werden, wie es ihr Potential und ihre Tiefe zulassen würde.

Dies Thema ist sicher schon öfters in Spieleforen diskutiert worden. ;)


Und ja, die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass es für eine florierende Wirtschaft (für die Spielebranche und für regelmäßiges Einkommen der Spieleredakteure usw) ja auch wichtig ist, dass die Neuheiten fleißig gekauft werden und nicht alle Spieler nur die guten alten Spiele spielen. Das ist mir auch klar. ;)

Trotzdem hat der in manchen Spieleforen sichtbare Spielekaufrausch für mich etwas den Beigeschmack von Wohlstands- oder gar Wegwerfgesellschaft; zumindest finde ich es ein wenig schade um die guten Spiele, wenn sie so schnell verstauben, nur weil permanent neue nachkommen.

(Ja, wir leben mittendrin in einer schnelllebigen Konsum-, Überfluss- und Wegwerfgesellschaft - das ist zu sehen, wohin wir auch schauen -, und es gibt viel "schwerwiegendere" Beispiele als den Spielebereich. Aber dies ist ein Spieleforum, und daher beziehe ich mich hier nur auf den Spielebereich. :shy: )
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Vielversprechende Neuheiten 2019:
Alubari: A Nice Cup Of Tea / Back to Caylus / Foothills / Glen More II: Chronicles / Maracaibo

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Rastaman » 4. Mai 2019, 07:55

Dicebattle hat geschrieben:Es sind einfach zwei verschidenfarbige sechsseitige Würfel. Einer zeigt die Zehner an, der andere die einser Zahl. Zum schuß ist es kein vollständiger W66, aber das System berücksichtigt das ganze, d.h. wenn einer deiner Werte 46 ist und du den Wert um 1 erhöchst bekommst du eine 51.


Wie Thygra schon sagte, ist dass dann ja nur ein W36. Wie man das als W66 bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 4. Mai 2019, 16:57

Rastaman hat geschrieben:
Dicebattle hat geschrieben:Es sind einfach zwei verschidenfarbige sechsseitige Würfel. Einer zeigt die Zehner an, der andere die einser Zahl. Zum schuß ist es kein vollständiger W66, aber das System berücksichtigt das ganze, d.h. wenn einer deiner Werte 46 ist und du den Wert um 1 erhöchst bekommst du eine 51.


Wie Thygra schon sagte, ist dass dann ja nur ein W36. Wie man das als W66 bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.


Ich habe die Bezeichnung aus dem Regelbuch übernommen und ich finde die macht in dem Regelgeflecht durchaus sinn.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Dicebattle » 4. Mai 2019, 16:59

Mitspieler hat geschrieben:...

Trotzdem hat der in manchen Spieleforen sichtbare Spielekaufrausch für mich etwas den Beigeschmack von Wohlstands- oder gar Wegwerfgesellschaft; zumindest finde ich es ein wenig schade um die guten Spiele, wenn sie so schnell verstauben, nur weil permanent neue nachkommen.


Es sind Aspekte die ich auch beleuchten möchte, das ist auf jedenfall mein Ansatz.
Ich erinnere mich noch daran was meine Motivation war sich beim Brettspielforum anzumelden, nämlich über von mir gespielten Spiele zu disskutieren, über Strategien, verschiedene Designs und Artwork in Austausch zu tretten. Aber ich muss sagen dass 90 % des Forums voll ist mit Ankündigungen und Wertungen von Neuheiten und An- und Verkauf, was nur den Hype mehrt und Menschen den Eindruck vermittelt euch fehlt was, deine Sammlung ist nicht vollständig usw.

Mitspieler hat geschrieben:(Ja, wir leben mittendrin in einer schnelllebigen Konsum-, Überfluss- und Wegwerfgesellschaft - das ist zu sehen, wohin wir auch schauen -, und es gibt viel "schwerwiegendere" Beispiele als den Spielebereich. Aber dies ist ein Spieleforum, und daher beziehe ich mich hier nur auf den Spielebereich. :shy: )


(Das ist voll ok, aber es passt in das Gesamtbild unserer Gesellschaft und wir können keine Bereiche ausklammern, sondern können überall anfangen was zu verändern.)

Und vielen dank für dein ausführliches Feedback!

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Mitspieler » 11. Mai 2019, 17:52

Ja, Deinen Worten, Eindrücken und Absichten kann ich da total zustimmen, Dicebattle.

Auch ich persönlich finde es schade, wenn die Freude am Spiel-Erlebnis zunehmend von einem "alles-ausprobier-Druck" sowie einer unruhigen, zwanghaften, fast gierigen Habsucht verdrängt wird. Denn genau in diesen fragwürdigen Strudel bzw in diese Ex-und-Hopp-Lebensweise gerät man doch ggf ziemlich schnell hinein, wenn man vom Typ her begeisterungsfähig ist (an sich ja nichts Schlechtes) und sich dann vom (verständlichen) Rausch der ganzen spannenden Messe- und tolle-Neuheiten-Berichte anstecken und mitreißen lässt...
Den Rest geben dem armen Spieler dann noch die Onlinehändler, die einem überall und ständig die achsotollen Sonderaktionen um die Ohren schlagen.. und in gewissen Spielforen liest man von den 1000plus-Sammlern ständig, was alles "must-haves" seien.. :rolleyes:

Angesichts dieser vielfachen "Manipulationen" und Reize muss man als begeisterungsfähiger Spielefan ja erst einmal lernen, "anschaffungstechnisch klug", "reizwiderstandsfähig", besonnen und durchaus auch bescheiden zu werden, um sich wieder mehr am einzelnen Spiel zu erfreuen und es in gesundem Rahmen wertzuschätzen..
Naja, so ungefähr sehe ich das (derzeit). :blush:


Danke Dir, Dicebattle, für Deine sympathische Stellungnahme.
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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Mixo » 12. Mai 2019, 09:51

Rastaman hat geschrieben:
Dicebattle hat geschrieben:Es sind einfach zwei verschidenfarbige sechsseitige Würfel. Einer zeigt die Zehner an, der andere die einser Zahl. Zum schuß ist es kein vollständiger W66, aber das System berücksichtigt das ganze, d.h. wenn einer deiner Werte 46 ist und du den Wert um 1 erhöchst bekommst du eine 51.


Wie Thygra schon sagte, ist dass dann ja nur ein W36. Wie man das als W66 bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.


Als „Schleierhaft“ würde ich es nicht gleich bezeichnen, insbes., wenn es eigentlich gar kein W36 ist sondern ein streng genommen ein W30 wenn man es auf die Anzahl der Werte bezieht. Wie würfelst du einen W3? In der Regel doch, indem du einen W6 nimmst und die Werte umdefinierst (1 und 2= 1, etc). Würdest du im Moment des Würfelns sagen, „Ich würfle W6 Halbe oder Ich würfele W3“?

Bei dem Würfelmodell mit 2W6 habe ich nunmal nur 30 unterschiedliche Ergebnisse und nicht 36 (wegen der Paschergebnisse), in deiner Definition sollte es also ein W30 sein. Für W36 zu implizieren, es wäre die einzig mögliche Aussage („ist mir schleierhaft“ finde ich kritisch, da W36 weder auf die Anzahl der Flächen (12) noch auf die Anzahl der unterschiedlichen Ergebnisse (30) passt.
Quatsch, sorry

Nebenbei: Die Bezeichnung W66 habe ich in Spielanleitungen schon gelesen, ich kann mich aber nicht an ein W36 erinnern.
Zuletzt geändert von Mixo am 12. Mai 2019, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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TheHunter
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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon TheHunter » 12. Mai 2019, 10:01

Mixo hat geschrieben:Als „Schleierhaft“ würde ich es nicht gleich bezeichnen, insbes., wenn es eigentlich gar kein W36 ist sondern ein streng genommen ein W30 wenn man es auf die Anzahl der Werte bezieht. [...] Bei dem Würfelmodell mit 2W6 habe ich nunmal nur 30 unterschiedliche Ergebnisse und nicht 36 (wegen der Paschergebnisse), in deiner Definition sollte es also ein W30 sein.

Wenn ich es richtig verstanden habe, zeigt der eine Würfel die Zehner-, der andere die Einerstelle an. Da sie verschiedenfarbig sind, ist es eindeutig, welcher Würfel für welche Stelle steht. Also hat man doch 36 Ergebnisse:

11 12 13 14 15 16
21 22 23 24 25 26
31 32 33 34 35 36
41 42 43 44 45 46
51 52 53 54 55 56
61 62 63 64 65 66

Der Pasch ist also nicht anders zu bewerten als ein Wurf, bei dem die beiden Würfel verschiedene Augenzahlen zeigen.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Mixo » 12. Mai 2019, 10:55

Du hast völlig recht - ich war die verworrene Verwirrung - sorry.

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Re: Ein Jahr ohne Käufe

Beitragvon Thygra » 12. Mai 2019, 20:10

Die Verwirrung rührt allgemein daher, dass der Begriff "Wx" nicht fest definiert ist. Er wird unterschiedlich verwendet. Manchmal bezeichnet er die Anzahl (W20) der möglichen Resultate, manchmal den Zahlenraum (W3), und manchmal weder das eine noch das andere (W66).
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