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Brettspiele ausleihen

Allgemeine Spiele-Themen
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Christoph
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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Christoph » 7. Juli 2012, 15:00

Björn hat geschrieben:...wenn ich es bereits für das Doppelte des Verleihpreises (inkl. Versandkosten) schon neu kaufen kann?


Dachte ich auch zuerst, aber es fällt vermutlich (weiß ich leider nicht definitiv), wenn du ein größeres Spiel für 60,- (oder mehr) ausleihst nur einmal das Porto an und da passen noch gut 2-3 "kleine Spiele" mit in das Paket.

@ Ben: ist das so?

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben » 8. Juli 2012, 07:49

ja das ist selbstverständlich so. wie gehabt ist das angebot unschlagbar.
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Christoph
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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Christoph » 8. Juli 2012, 12:31

hehe ;)

Tut mir leid, dass ich euch verwechselt hab.

@Ben0815: ist das so?
@Ben: ich hab deinen langen Artikel auf deinem Blog gelesen und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich über die Thematik denken soll. Hast mich ganz schön ins Grübeln gebracht...
Testen werd ich die ganze Verleiherei auf jeden Fall mal...

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 13:48

Lange nichts mehr geschrieben. ... So. Ich finde nicht as Leihen und Kaufen sich gegenseitig einschneiden. Und neue Sachen, OVP, kannst du bei uns auch haben. Denn ich könnte viel mehr leihen und spielen und schauen was mir gefällt was ICH jemals kaufen könnte. Für 10 Euro kann ich 3-4 Spiele leihen und schauen was mir gefällt. Normalerweise müssste ich jetzt in den nächsten Laden rennen und schauen wo ichs jetzt her bekomm. Hier hast du aber die Option - entweder gleich gebraucht dabehalten oder (demnächst) NEU kaufen - alles aus einer Hand. Ab 15/20€ wollen wir auch versandkostenfrei machen. Auch rückwirkend wenn ich was kaufe. Und Blurays/Games usw. kannst du ja auch gleich mitnehmen.

MEINE IDEE: hinter dieser ganzen Sache war easy. Ich habe so oft bei uns im Forum gelesen "würd ich gern mal anspielen" - das hab ich auch bei den Videos in den Kommentaren oft gelesen. -> Dachte ich mir - wäre es nicht toll so was anzubieten. Und dann hab ich das mal selbst in die Hand genommen und den verleihshop kontaktiert. Da stehen wir jetzt. Wo es weiter geht, wird sich zeigen.

Das hier aber gleich ein bisschen Negativpropaganda kommt von wegen " ich zerstör den Einzelhandel "- find ich schon ein wenig doof.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 13:53

Björn hat geschrieben:Ich finde die Idee vom Leihen gar nicht so schlecht, allerdings würde ich mir nie Spiele ausleihen, die nur 15-30.- kosten, denn da rechnet es sich eigentlich nicht großartig.
Aber es gibt genug Spiele, die nie den Weg in einen normalen Spieleladen finden werden oder auch nie bei Alibaba auftauchen werden wie z.B. die Spiele der Flying Frogs.
Da wird es für mich mit dem Leihen interessant, den 40-70.- € in den Sand zu setzen, tut mir weh. Dann lieber erstmal ein paar Euros zahlen, Spiel ausprobieren und wenn es einem gefällt, danach kaufen.
Leihe macht doch nur bei teuren Spielen Sinn, wieso sollte ich mir Grimoria, Quirkle etc. ausleihen, wenn ich es bereits für das Doppelte des Verleihpreises (inkl. Versandkosten) schon neu kaufen kann?


Rein rechnerisch lohnt es sich auch bei billigeren Spielen - wenn du noch was dazubestellst was du sowieso haben wolltest. Oder wenn du den Kauf erwägst. Zur Zeit ist es sowieso so, dass ein Spiel nach 3 oder 4 leihen praktisch zum Einkaufpreis plus Steuer rausgeht. Da hast du dann ein nagelneues Eclipse für 40€

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Zottelmonster » 8. Juli 2012, 16:22

Ich finde die Idee Spiele testen zu können auch gut, obwohl ich einige der kritischen Punkte, die Ben in seinem Blog nennt nachvollziehen kann. Aber wenn ich Spiele gerne testen möchte, bevor ich sie kaufe, bleiben mir nicht viele Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Ich leihe mir ein Spiel aus. Entweder über den Online-Verleih oder in der Stadtbücherei. (In Stadtbüchereien geht das auch und zwar schon ziemlich lange, allerdings haben die meist kein berauschendes Repertoire.)

Möglichkeit 2: Ich kenne jemanden, der das Spiel besitzt. Das ist meist eine Möglichkeit für Gelegenheitsspieler, die einen Vielspieler als Freund haben, der sowieso alles hat.

Möglichkeit 3: Der Spieletreff. Hier sind allerdings auch nicht alle Neuheiten immer da und die Mitspieler wollen oft auch mal wieder was altes spielen, was man einfach anfangen kann. Außerdem gibt es nicht überall einen gut ausgestatteten Spieletreff.

Möglichkeit 4: Ich gucke mir das Spiel im Einzelhandel an. Eigentlich klingt das total gut und romantisch. Aber leider gibt es unheimlich wenig Läden, wie den Spieltraum in Osnabück, die das Know-How und die Ausstattund haben,d ass man Spiele wirklich antesten kann. In Bremen gibt es eine solche Möglichkeit nicht. Die beiden Spieleläden, die ein größeres Sortiment haben sind entweder zu klein um Spiele auszuprobieren oder sie sind von Tabletoppern und Sammelkartenspielern übervölkert, so dass auch hier keine Brettspieltische frei sind. Und auch in Hannmover würde mir nur das Fantasy-Inn ienfallen, die Spielfläche haben. Aber da ist die auch eher in P&P-, CCG- und Table-Top-Hand

Das ist eben das Problem, dass der Einzelhandel oft den Vorteil, den er bieten sollte, haptische Einrücke und gute Beratung, nur bedingt bieten kann. Wnn in meiner direkten Umgebung ein Laden wie der Spieltruam wäre, ich würde meine Spiele nur dort kaufen, weil das Ambiente, die Beratung und der Service stimmt.
Leider gibt es solche Läden nicht in jeder deutschen Großstadt oder gar öfter. So hat es durchaus Sinn, online Alternativen zu schaffen, die allen Spielebegeiterten helfen, unabhängig vom Wohnort.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 16:52

Der Bonus: wie beliefern auch alle möglichen büchereien Und andere videotheken. Was ich kaufe hat sozusagen eine positiven Effekt auf die deutsche medienwelt ;)

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben » 8. Juli 2012, 18:35

Zottelmonster,
was ich versucht habe in meinem Blog darzustellen, ist, dass Du all diese Möglichkeiten zum Ausprobieren bei guter Planung eigentlich gar nicht wirklich brauchst:

Wenn ein Spiel für Dich nur ansatzweise interessant aussieht, sodass du bereit wärst es auszuprobieren, und den den Kaufpreis auf die Mitspieler aufteilst o.ä.,
dann ist das Spiel im Verhältnis gesehen sehr erschwinglich, jedenfalls auf keinen Fall teurer als ein Kinobesuch, einen Abend ausgehen oder dergleichen.
Gefällt Dir ein Spiel dann und Du spielst es häufiger, hat es sich immer immer und immer mehr gelohnt.
Spielst Du ein Spiel nur zwei Mal und hast es dann für Dich durch, dann hat es sich für Dich und Deine Mitspieler preislich auch schon längst "gelohnt" -
rechne Dir das mal an nem für Dich relevanten Beispiel durch, Du wirst sehen, dass es stimmt!
Und selbst wenn du einen Spieleabend über 6 Stunden mit 3 neuen Spiele und 4 Mitspielern machst - es geht in Ordnung, ganz ohne Verleih oder Gebrauchtkauf.

@Ben: Deine Idee ist super und kommt bei vielen auch sicher gut an! Trotzdem können sich Ideen bei genauem Überlegen als nicht so gewissenhaft und eher schädlich herausstellen, und genau das hat es sich für mich, als ich mich damit auseinandergesetzt habe! Es ist meiner Meinung nach eher zerstörerisch und nur weil es Dich vllt. nicht betrifft, solltest Du trotzdem nocheinmal darüber nachdenken. Ich kann verstehen dass es für Dich "doof" ist, da Du nur Gutes beabsichtigt hast - die Kritik richtet sich ja auch nicht direkt gegen Dich sondern ist eine generelle Überlegung (zu der ich mich übrigens gerne belehren lasse!). Ich denke, dass sich viele Dinge dadurch ergeben, wie wir sie gewöhnt sind: Wenn man beim Spieleabend grundsätzlich teilt und Neues probiert, dann kann man sehr wohl viel viel mehr kaufen, als man es derzeit tut, und daher denke ich nicht, dass Verleihen da völlig in Ordnung ein "Mehr" bringt.
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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 18:52

"jedenfalls auf keinen Fall teurer als ein Kinobesuch, einen Abend ausgehen oder dergleichen."

Wenn ich mit Freunden ins Kino gehe, dann zahlen die zumeist ihr Ticket selbst. Wenn ich ein Brettspiel mitbringe verlange ich aber ja keine "Gebühr". Der Preis für X neue Brettspiele bleibt also an Person A hängen. (A wie Arschkarte) Also kann man dieses Argument des "splittens" nicht wirklich bringen. Und die wenigsten Menschen hier werden sich "mal schnell" nur weil es "ansatzweise interessant" aussieht jeden Monat 5 Brettspiele kaufen können. Das ist einfach Quatsch - salopp gesagt. Dein Argument macht auch Rezensionen überflüssig. Ich bin ja nicht Werbefernsehen sondern journalistisch unterwegs. GERADE WEIL man sich nicht alles kaufen kann.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben » 8. Juli 2012, 19:11

hm?
natürlich teilst du nicht das kino. aber gehst du mit 5 personen ins kino kostet das etwa 50 euro+ für 2 stunden. (gerechnet mit 10 pro person, die jeder selbst zahlt.)
spielst du mit 5 personen ein größeres brettspiel für etwa 2 Stunden, bist du auch bei etwa 50 euro (bei nur einer einzigen partie! und auch hier gerne gerechnet mit 10 pro person, die jeder selbst zahlt.).
vllt hast du mich falsch verstanden - aber bei mir geht diese rechnung 100% auf und ist garantiert kein quatsch...

und ob du das machst oder nicht und ob du dafür die a-karte bekommst, liegt bei dir.
ich zeige nur auf, wie es machbar wäre. und dabei würden alle profitieren.
in dem fall wäre es auch keine "gebühr", sondern eine gemeinschaftliche investition.
liegt im auge des betrachters und wie ich oben sagte bei den gewohnheiten des einzelnen. du denkst da meiner meinung nach zu sehr von deinem standpunkt aus.

ich sitze hier und grübel immernoch, da ich mich mit diesem konzept mal wieder selbst übertroffen habe ; ).
daher nochmal ein, diesmal weniger präziser, nachschlag:

ein praxisnahes beispiel:
kalkulieren wir ein, dass ein dickeres strategiespiel, sagen wir mal burgen von burgund etwa 2-3 stunden dauert,
man dafür aber nur zu dritt spielt (wann spielt man eurogames schon mal zu 5.? ich jedenfalls eher selten) das spiel aber auch nur 25€ kostet.
rechnen wir mal die schlechteste variante 25€/2h und teilen das durch 3 => 8 euro pro person für die erste partie.
realistisch sieht so ein spiel MINDESTENS, selbst wenn es eher nicht so der richtige bringer war, 2 partien, also nochmal durch 2 = 4 Euro.
realistisch sieht bei gutem kauf ein spiel aber viel viel mehr partien und auch noch mit verschiedenen mitspielern. also noch viel besser!
Burgen von Burgund, 2 partien für 4 euro. das sind schon flohmarktpreise. und das beste daran: mit jeder weiteren partien BEKOMME ich quasi geld! yuchee.
wer will nicht burgen von burgund spielen, wenn er auch noch geld dafür bekommt? okay, dieses argument können wir uns wirklich schenken - aber ich finde die rechnung grade einfach nur enorm!

was das nochmal zeigen soll. hätten wir jetzt mit burgen von burgund einen totalen fehlkauf gemacht, für doof befunden, weg damit - hätten wir trotzdem zu dritt jeder nur 4 euro bezahlt (und das im nahezu schlimmsten fall!). das sind die leihgebühren die ich zb bei der SO zahlen würde! und dabei besitze ich das spiel sogar schon direkt und muss nicht draufbezahlen, wenn ich es behalten möchte o.ä. die chance einen gewinn zu machen ist also höher, da ich nicht vorher gucken muss und dann denke "oh, gefällt mir, kaufe ich doch", sondern immer kaufe und hinterher denken kann "mist war nen fehlkauf, aber der kostet mich ja 0 euro extra und alle anderen spiele besitze ich automatisch!".

stellen wir uns nun einen spieleabend mit 8 spielern vor und 3 neuen spielen. jeder spielt jedes spiel mal. da kommen wir pro spiel auf ein ähnliches geld, da alle 3 spiele einfach durch 8 geteilt werden etc. (wobei das schon mit ein wenig mehr aufwand verbunden ist - klaro!)
ein spieleabend für 4 euro? ist doch gar kein problem! ich würde mich sogar besser damit fühlen, wenn ich derjenige wär, der immer bei anderen "spiele schnorrt", wenn ihr versteht was ich meine. und gleichzeitig hätte unsere spielegruppe eine kleine immer wachsende spielebibliothek. (wo wir wieder zum anderen problem komme - jede gruppe "braucht" jedes spiel prinzipiell nur ein mal). nehmen wir nun an jeder spieler kauft ein spiel pro monat für um die 20€ (was vllt schon mehr ist als manch einer würde... nehmen wir es einfach mal an!). mache ich 2 spieleabende im monat a "4 euro für 3 neue spiele" (und vllt 2 weitere um je eine zweite partie zu spielen, die dann aber ja kostenlos ist) - dann bezahle ich nach meiner (vllt etwas lückenhaften) rechnung um die 8 (sagen wir einfach mal 10) €, bekomme als gegenwert aber etwa 6 spiele! 6! daraus folgt: ich bezahle als einzelner die hälfte im monat, bekomme aber 6 fach so viele spiele. wieso habe ich das vorher nie gesehen?!
(rechnet zb ein spieleabend "ein spiel für 40, eins für 25 und ein kleines für 15 euro" = 80 euro, macht durch 8 = 10€ für die erste partie von 3 neuen spielen.
da aber zweite partie so gut wie garantiert - 5 euro pro person)

da ich das selbst bisher nicht so mache sondern immer der bimbo mit den spielen bin, muss ich das mal umgehend vorschlagen :D
das ist doch für alle eine super lösung, vorausgesetzt, man hat eine in etwa feste spielegruppe.
ich stelle mir das so vor, dass bei einem spieletreff o.ä. spiele vorgeschlagen werden und sich jeder der interesse hat es zu mindest mal mitzuspielen meldet, und es dann geteilt gekauft wird. so entstehen für jeden nur minimale kosten. und in meinem kopf würden so sogar noch mehr spiele bei uns durchgehen, als wenn einer alleine abwägen muss. ich finds genial und werde mir da wirklich mal was zu ausdenken, wie ich das hier in der gegend einführe...
dabei rechnet es sich umso besser, je mehr personen bei dem spieletreff sind, und je günstiger die spiele sind (ist klar).
ich denke da ist sowas wie 8-10 spieler aber auch schon recht optimal, sonst kommt man nämlich mit einem einzigen exemplar nicht hinterher (wenn zb ein 40 personen spieleklub nur 1 exemplar hat, kann man das ja nie an einem oder auch mehreren abenden so machen dass jeder der wollte es gespielt hat - und schon kauft manauf dauer mehr als man je schafft). aber das sind so abwägungen. ich fände es ja auch nicht gut, wenn 40 leute nur 1 spiel kaufen - macht wieder den markt kaputt... puh schwierig. ich geh jetzt baden und mach mir nochmal gedanken. bin auf eure meinungen gespannt!


okay ein problem ist mir noch aufgefallen:
was ist nun, wenn ich das spiel aber UNBEDINGT in meiner eigenen sammlung brauche (so einer bin ich, leider leider)?
ja dann wird sowas halt vorher geklärt oder dann abgestimmt oder sonstwas, wer es "haben" darf (er kann es ja jederzeit wieder mitbringen), am besten gleichverteilt,
und dann muss der depp (also wohl ich, leider) eben nochmal extra investieren, wenn es ihm so wichtig ist.
trotzdem ist das ja noch besser als das leihen, wo der eine ders behalten möchte draufzahlen muss, und jeder weitere genau so neu kaufen muss.
so besitzt man das spiel nach dem leihen quasi gleich ein mal und kann gemeinsam entscheiden wo es gelagert wird: bei einem privat oder an einem bestimmten spieleort etc.
da lässt sich als kreis ja sicherlich eine vernünftige lösung finden - das muss man aber gut ausbaldowern.
Zuletzt geändert von Ben am 8. Juli 2012, 19:51, insgesamt 1-mal geändert.
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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon El Grande » 8. Juli 2012, 20:02

[quote="Ben"]aber ob es wirklich eine illusion ist, dass man als einzelner etwas ausrichten kann, sei es richtung marktwirtschaft oder anderen belangen zb naturschutz? ich denke wenn man davon überzeugt ist, dann geht es einem damit auch gut, das richtige zu tun. man tut es dann gar nicht mehr so rechnerisch sondern automatisch, ist bei mir jedenfalls öfter mal so. ich zb denke nicht dass man alles immer so in extremen denken muss, aber in gewisser weise kann man seine handlungen schon gewissenhaft ausführen und kann sich immer denken "wenn es alle so machen würden wie ich, wäre die welt ein guter ort" oder so ähnlich... ; ) auch, wenn du vllt nicht direkt eine auswirkung sehen wirst, da hast du wohl recht... du alleine wirst die brettspiele nicht retten ;D mit dem wohltätigen-geld vergleich hast du übrigens auch recht. aber ist eben die frage wie man da seinen mittelweg zwischen "sparen" und "gutes tun" etc. findet.[/quote]

Die Frage ist doch wo man anfängt und wo man aufhört. Wen soll ich denn unterstützen? Den Bauern der faire Preise will, den Einzelhändler im Bereich Technik und Elektronik, oder im Bereich Brettspiel oder den dritte Welt Laden wo es fair gehandelten Kaffee und Schokolade gibt.
Alle zu unterstützen und jedem ein wenig mehr Geld als den allgemeinen Martktpreis zu geben lässt mein Geldbeutel absolut nicht zu. ich komm ja so grad über die Runden und muss jeden Kauf genau abwägen.


Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass du ein Spiel kaufst und dann vor dem Spielen von jedem Mitspieler 5 Euro verlangst?
Das fände ich schon arg komisch, da ich dann wohl keine Mitspieler mehr finden würde
Aber das würde bei uns sowieso nicht gehen, da sich bei uns sich immer mehrere Leute finden die sich das Spiel selbst kauft für den eigenen Fundus, zumindest wenn es gefällt. Und da ist Mage Knight keineswegs die Ausnahme.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 21:05

Also ich halte die "Idee" das jeder bei mir bezahlen muss wenn er was mit mir spielt nur damit ich jedes Spiel kaufen kann das mir über den Weg läuft um damit dem Einzelhandel zu stärken. Das ist ja absurd. Also vollkommen unabhängig vom Leihen um mehr spielen zu können oder einen Kauf vorher anzutesten.
Zuletzt geändert von Ben2 am 8. Juli 2012, 21:14, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Christoph » 8. Juli 2012, 21:10

Ich finde das "schreit" nach einer LamasLive/extraLamas-wieauchimmerihrdasdannnennt-Folge mit mindestens Ben, Ben und Basti und wen ihr sonst noch da reinnehmen könntet - vielleicht den Besitzer vom Spieletraum oder so, also mal die Einzelhändlersicht - ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Thema sehr viele interessiert.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 8. Juli 2012, 21:28

Ja leider trennen uns aber 400 Kilometer.....

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Zottelmonster » 8. Juli 2012, 23:29

Naja, die "Idee" des Mitbezahlens trägt ja viele Spieleclubs, -treffs und -vereine und ist so abwegig nicht. Wobei 4€ pro Abend ganz schön happig ist. Da würd eich nicht hinkommen. Was man so sieht, sind eher 1-2€ die Regel. Wenn man aber in seiner privaten Runde der einzige Spielebesitzerheinz ist, dann finde ich "Eintritt" nicht so glücklich. Ich würde dann eher die Verpflegung auf die anderen umlagern, obwohl das auch nicht so auf Gegenliebe stoßen wird.

Und natürlich haben Spiele einen relativ guten Austausch, was monetären Gegenwert angeht. Allerdings nichts im Gegensatz zu einem Buch.

Wenn ich mich an 600 Seiten Lied von Eis und Feuer setze, hab ich dafür 15€ bezhalt und bin irgendwas zwischen 15 und 24 Stunden beschäftigt (grob geschätzt), je langweiliger das Buch ist, desto länger lese und umso besser ist das Preis-Leistungsverhältnis. Macht doch Sinn, oder?

Nein, macht natürlich keinen Sinn. Denn es geht beim Lesen genau wie beim Spielen nicht um die Quantität der Zeit, sondern um die Qualität der Zeit. Dafür möchte ich auch gerne mein Geld ausgeben. Allerdings wüsste ich vorher gerne, ob es die Form von Qualität ist, die ich Suche. Daher das Beraten lassen, Testen, Rezensionen lesen. Und ja, es gibt Spiele, bei denen schlage ich blind zu (Earth Reborn, Descent 2nd, Speicherstadt, Dungeon Lords,...). Da gibt es genug von. Aber es gibt auch Spiele, bei denen wüsste ich gerne, was mich erwartet, und würde sie gerne einmal testen, bevor sie in meiner Sammlung landen. Und dafür sucht man eben Spieletreffs, Büchereien, Fachhandel oder so.

Und, Ben, die Rechnung geht eben nicht auf, weil es inzwischen so viele Neuheiten gibt. Und ich würde gerne eben 20 Spiele kaufen. Dafür habe ich aber

a) keine Mitspieler mit genügend Zeit

und

b) vielleicht nicht genug Brettspiel-Hobby-Budget (ändert sich hoffentlich)

Kaufe ich alle, werden von den neu gekauften, mindesten 3 nicht gespielt. Deshalb würde ich gerne aus den Spielen, die mich interessieren (viele), eingrenzen auf einige, die ich dann ungeniert kaufe.

So und morgen mache ich mir nochmal in Ruhe Gedanken, welchen Mehrwert das Brettspiele Leihen im Gegensatz zu Filmen und Musik hat.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben » 9. Juli 2012, 02:20

@basti:
nein, ich kaufe kein spiel und lasse andere bezahlen. ich kriege spiele geschenkt und lasse andere bezahlen! :D nein, quatsch, natürlich nicht!
das würde mir, so formuliert, auch komisch vorkommen, obwohl es in gewissem maße nur fair wäre - dass das uns allen allgemein unbehagen bereitet liegt ja an der gesellschaft. wie gesagt bin ich eigtl immer der, der die spiele mitbringt, mit ausnahmen. gut, liegt in der rezensentennatur - aber auch ohne wäre es nicht anders, da ich eben viel und viel verschiedenes spielen will. es wäre eigtl völlig normal, dass jemand der häufig "bedient" wird, sich auch mal revanchiert. so sollte jeder mal einladen, jeder mal hin und her fahren etc, sodass in etwa ein gleichgewicht (angemessen natürlich an die persone und deren mittel etc.) besteht. bei brettspielen sollte das auch so sein - wenn jemand dafür sorgt, dass andere einen abend spaß haben und dazu auch noch das material kauft, liegt es für mich völlig nahe, dass man diesem dankt oder was gegenleistet. wobei man sowas natürlich nicht rechnen kann oder gar sollte! doch mit der zeit, sind wir ehrlich, entwickelt man schon ein gefühl dafür, ob man sich ausgeglichen und wohl fühlt, oder eher immer das gefühl hat, beschnorrt zu werden. ganz grob gesagt. aber ich kenne es eben auch, dass das bei brettspielen nicht so der fall zu sein scheint - im gegenteil sagen die leute ins gesicht "ne ach soll der doch kaufen, ich spiel nur mit".

@ben:
zitat:"Also ich halte die "Idee" dass jeder bei mir bezahlen muss wenn er was mit mir spielt nur damit ich jedes Spiel kaufen kann das mir über den Weg läuft um damit dem Einzelhandel zu stärken." - ich habe kA ob du mich nicht verstehen möchtest, aber so wie du es formulierst war es absolut nicht gemeint. vllt beziehst du es auch auf bastis aussage, die so gesehen tatsächlich irgendwie absurd ist. bei uns in der gegend jedenfalls und auch in meinem kopf ist es ein völlig gängiges konzept, dass nicht immer einer der depp ist, der alles macht und zahlt. sollte vom normalen menschenverstand und -umgang her so sein und eigtl gar kein gesprächsthema brauchen! spricht man sich in einer gruppe mit ähnlichen interessen aber gezielt ab, wer auf was lust hat und man daher wie anschafft, kann man eben eine gute rechnung machen und jeder kann sich wohl dabei fühlen. das hat mit einem "ich verlange gebühr fürs spielen" überhaupt nicht das geringste zu tun. am rande erwähnt: selbst das, mit dem gebühr verlangen, wäre in gewisser weise auch absprechbar und gar nicht so abwegig - auf die idee würde ich in der form aber tatsächlich nicht kommen! und auch mit "wir stärken den einzelhandel in dem wir möglichst viel kaufen" hat es nichts zu tun; das könnte man ja immer sagen - möglichst viel umsetzen immer und überall. es geht hingegen darum, den einzelnen zu entlasten und sich gemeinsam darüber klar zu werden, was spiele im vergleich mit anderen gütern kosten und dass man sie sich gemeinsam locker leisten kann. und auch die einstellung vieler leute zu verändern, in alles mögliche zu investieren, nur nicht in brettspiele - und sowieso immer alles möglichst günstig und so, dass man selbst keinen schaden davon hat. am besten noch "ich kann ja bei anderen schnorren".

spielt man viel mit verschiedenen leuten, die selbst nicht ständig lust auf spielen haben, ist man wohl oft eher froh um ein spiel. spielt man aber oft mit den selben leuten, zu einem festen termin, dann liegt es schon nahe, sich darüber gedanken zu machen. wenn eh jeder mal irgendwo was kauft, dann sind alle glücklich, kein problem! ist das aber nicht der fall, und alle "spielen immer nur mit" wird ggf jemand unzufrieden - völlig zu recht! anderes beispiel: fährt man regelmäßig gemeinsam zum sport, dann ist völlig logisch, dass jeder auch mal fährt. fährt immer nur der eine, würde man sich irgendwann vllt auch mal wundern und das hinterfragen und unfair finden - sprit ist sehr teuer! (und es geht dabei nicht nur ums geld!) es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand schon etwas hat, es mal mitzubenutzen, klar. ist das aber die regel, wäre es in jedem bereich irgendwann auffällig und ungerecht. "mein nachbar hat schon ein auto, das kann ich ja mitbenutzen".

@zottel:
a)richtig, mit den vereinen etc. nur dass man hier im kleinen kreis noch gezielter abstimmen könnte, wer auf was lust hat und wie beteiligt wird. aber gibt es sicher auch schon irgendwo. ob 4€ happig sind, muss jeder für sich entscheiden. zahle ich im monat zwei mal 4 euro, sprich 8€/Monat und kann dafür 6 Top-Neuheiten meiner Wahl ganz oben auf der "möchte-ich-spielen"-Liste spielen, mehrfach, mehr oder weniger immer zugriff darauf haben bzw. damit auch direkt gekauft haben, dann ist mir das keineswegs zu viel. aber das lässt sich ja an die spielerinteressen anpassen. gibt man sich mit einem neuen spiel pro 2 wochen zufrieden o.ä. kommt man wie du sagst auf einen sehr viel niedrigeren "beitrag". mir gefällt nur die idee nicht, generell beitrag zu zahlen und dann wird im verein irgendwas gekauft. sondern wer an etwas interesse hat, der zahlt auch, die anderen nicht. ich will nicht für barbie the game bezahlen! für ein "descent 2nd" aber zb wäre ich gerne bereit einzusteigen, spiele sicher auch min 3-5 partien und komme so günstig ran; alleine kaufen will ich es hingegen eher weniger, vor allem da ich es eher in derselben gruppe spiele - wieso also nicht absprechen, dass das bald kommt und man es sich fest zu 5. besorgt? jeder 10-15€ und schon ist man doch für maximal 5€/partie dabei, und eine partie geht mehrere stunden. eine gute rechnung im vergleich zu einem cocktailabend. darum geht es! wieso muss ich mich schlecht fühlen, wenn ich versuche das mit iwem abzusprechen? wer diese logik nicht ansatzweise versteht, dem kann ich auch nicht helfen - das ist doch für alle fair, dass man sich bei interesse beteiligt, und nicht einer auf den 50-74€ oder so hängen bleibt und die anderen nur mitspielen, kostenlos!? [als gegenbeispiel: klar kann ich das spiel jetzt leihen und komme dann noch viel günstiger weg. aber ist mir ein so geniales brettspiel was so viel spaß für viele stunden bringt wirklich so wenig wert? kann ich da nicht 10€ oder so für ausgeben? wieso kann ich das dann bei anderen dingen? oder bin ich generell geizig? ist das richtig?]
b) dein argument was die qualität angeht, finde ich einen guten einwand! es geht natürlich nicht nur um die zeit und daher informiert man sich, schaut rezis etc. auch der einzelhändler kann hier helfen. der nächste schritt ist dann aber das spielen - und wenn man schon so weit ist (und die anspruchsvollen haben sich hier ja schon ein stück weit informiert), dann kann man es nach meiner methode ruhig kaufen und wird vermutlich keinen großen fehltritt machen. realistisch habe ich mich lange für kein spiel mehr interessiert, was dann plötzlich völliger müll war. und kommt es einmal vor, dann habe ich halt um die 2-4 euro in den sand gesetzt, hätte ich beim leihen aber völlig genau so! und abe ich bei einem kinobesuch auch so.
c) meine rechnung besagte nicht, dass man 20 spiele kaufen möchte und dann plötzlich auch alle kaufen kann. aber wenn du dir allein vllt 1 von 20 leisten kannst, kannst du dir in einer gruppe, wo jeder mal was kauft oder eben alle gemeinsam kaufen, viel mehr als nur 1/20 leisten. seid ihr z.B. zu 4. dann halt 4/20 wenn jeder so drauf ist wie du. auf dauer ist auf jeden fall ein plus da. man muss natürlich schon so kaufen, dass man auch zeit hat alles zu spielen. wer nur 1 mal im monat spielt, braucht sich nicht alle neuheiten kaufen, das führt zu absolut nichts! der sollte sich gut informieren. wenn du nicht genug mitspieler und zeit hast, dann bringt es dir aber doch auch absolut nichts, dir die spiele zu leihen anstatt zu kaufen, da du sie ja trotzdem nicht vernünftig spielen kannst. ändert nichts an dem fakt, dass wenn ich mich dann dazu entschließe es anzuspielen, es egal ist ob ich es leihe oder entsprechend kaufe. es sei denn, man ist sehr egoistisch und macht die rechnung so, dass man eben mit mehreren leuten leiht um wieder entsprechend mehr geld zu sparen. dann kann man selbst mehr testen - macht aber andere arm. und das finde ich nicht richtig. das ist als ob man videospiele raubt - dann spart man auch sehr viel geld und kann viel mehr testen, und die sind so gesehen noch viel zeitintensiver und teurer als brettspiele... das ist für mich kein vernünftiges argument, sondern ein egoistisches. das ist "ja die anderen geben mir zu viel auswahl, ich muss falsch handeln um überhaupt alle vorteile für mich rauszuholen", hoffe du verstehst wie ich das meine. und damit greife ich natürlich nicht dich direkt an, sondern das argument was du als überlegung in den raum gestellt hast!

-> also nochmal zusammengefasst: qualität guter einwand! aber gegen rezensionen und schlaumachen und wie viel budget etc - dazu habe ich alles eigtl gar nichts gesagt. das soll jeder handhaben wie er mag und so viel investieren an zeit und geld wie er mag und muss es an sich und seine gruppe anpassen. nur wenn man sich dann zu etwas entschließt (wodurch auch immer), dann sollte man auch fair dafür bezahlen. und das gilt für mich in allen bereichen, nicht nur bei brettspielen. das geht natürlich nicht perfekt (siehe bastis argument ganz oben - man kann nicht überall immer mehr geld investieren und alles unterstützen), aber man kann einen guten mittelweg finden und in die richtigen dinge auch mal investieren!

übrigens: toll, dass hier mitgemacht wird - spannend! :)
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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Zottelmonster » 9. Juli 2012, 07:53

@Ben:

zu a)
Die Rechnung mit den 4€ natürlich auf, wenn man einen Kreis mit 4-6 Leuten hat, die regelmäßig gemeinsam spielen. (Habe ich leider nicht in der Form, schnief.) Dann kann man aber auch sagen, jeder besorgt alle zwei/drei Monate ein Spiel und man kommt auf's gleiche raus. Dann hat man auch nicht dieses Bezahlproblem, was vom Ansatz her einigen schwer aufstößt. Im Endeffekt kommt aber das gleiche bei raus.
Ich bin hingegen gerne bereit, mir Descent 2nd zuzulegen, weil es erstmal schick aussieht und ich damit vielleciht spontan mehr Leuten zum Spielen bringe, weil man mal eben in anderthalb Stunden nen Dungeon stürmen kann. Und mit sowas lassen sich meine alten Rollenspielerkollegen bestimmt locken.

zu b)
Ja, prinzipiell stimme ich dir ja in vielen Punkten zu. Aber ich kann auch verstehen, wenn man spiele, für die man dann Geld ausgibt lieber einmal getestet hat. Und das das Leihen dann doch kostet schreckt mich davor dann doch ab. Daher nutze ich lieber den Spieletreff um die Ecke. Und klar, völliger Müll ist auch bei meinen Interessenfängern selten dabei, dazu setze ich mich zu viel damit auseinander, aber es gibt dann eben doch Spiele, die mich begeistern, meine Privatspielgesellen aber so gar nicht ansprechen (The New Era, Summoner Wars u.a.). Und weil ich das jetzt ein paarmal erlebt habe, bin ich da vorsichtiger geworden, obwohl ich die beiden inzwischen auch häufig genug auf den Tisch bekommen hab.

zu c)
Wenn ich nicht genügend Spieler habe, kann ich aber einmal gezielt leihen für den Tag, an dem wir mal spielen. Wenn es dann funkt, würd ich es auch gleich kaufen. Wenn es dann aber auf wenig Gegenliebe stößt, lohnt es sich ja nicht, kommt wohl nicht wieder auf den Tisch. Wenn aber die Aussicht auf eine zweite Partie vorhanden ist, lohnt sich der Kauf auf jeden Fall.
Und ich finde es ein bisschen unfair Raub (besser Diebtahl, da Raub ja Gewalteinwirkung impliziert, und selbst das ist bei kulturellen immatriellen Gütern ein grenzwertiges Konstrukt, aber ebenso ein anderes Thema) und Leihen in einen Topf zu werfen. Beim Leihen mache ich doch nicht viel anderes als die Spielesammlung, die eine regelmäßige Spielegruppe sich zulegt an jemand anderen zu deligieren. Das ist in Zeiten immer ausdifferenzierter Arbeitsteilung doch nicht so verwerflich.

So, jetzt wird aber erstmal Geld verdient, damit das in Brettspiele investiert werden kann.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 9. Juli 2012, 08:40

Zottelmonster hat geschrieben:zu b)
Ja, prinzipiell stimme ich dir ja in vielen Punkten zu. Aber ich kann auch verstehen, wenn man spiele, für die man dann Geld ausgibt lieber einmal getestet hat. Und das das Leihen dann doch kostet schreckt mich davor dann doch ab. Daher nutze ich lieber den Spieletreff um die Ecke. Und klar, völliger Müll ist auch bei meinen Interessenfängern selten dabei, dazu setze ich mich zu viel damit auseinander, aber es gibt dann eben doch Spiele, die mich begeistern, meine Privatspielgesellen aber so gar nicht ansprechen (The New Era, Summoner Wars u.a.). Und weil ich das jetzt ein paarmal erlebt habe, bin ich da vorsichtiger geworden, obwohl ich die beiden inzwischen auch häufig genug auf den Tisch bekommen hab.


Ich denke das liegt an der grundsätzlichen Überlegung. Das Leihen auch was kostet -> wenn man keinen Zugriff auf die neuesten Spiele hat etc, ist ja klar. Wobei ich "unsere" echt in Ordnung finde (muss ich ja, hab sie aufgestellt ;) ) Ich bin aber auch grundsätzlich Leihfreudig. Ich spiele auch echt gern xbox und ps3 und wenn ich da für 4€ oder 6€ eine Spiel spielen kann statt für 50 oder 60€ dann ist das IMMER unschlagbar. Nur Multiplayer Spiele kaufe ich mir mittlerweile - aber auch nur die Creme - logisch. Brettspiele sind aber inherent multiplayer klar. Daher auch eine ganz andere Sache. Nur die wenigsten haben einen derartigen Zugriff auf aktuelle Neuheiten wie wir. Warum nicht einen Anspiel-Service für die Allgemeinheit anbieten? Ich kann nach wie vor nicht nachvollziehen, warum das so schlecht sein soll. Und wenn dann noch hervorragende 3-4 mal gespielte Gebrauchte Spiele zu günstigen Preisen abfallen ist das ja auch ok. Ich flute damit ja auch nicht den Markt, sondern habe immer nur einzelne Exemplare zum Abverkauf.

Klar ist es schön, wenn ich einen Spielekreis habe, bei dem ich alles mal anspielen kann was mich schon immer interessiert hat. Aber mir selbst ging es jüngst mit Magister Navis so, dass keiner es hatte, ich inklusive. Aber das hat mir echt unter den Nägeln gebrannt. Ausgeliehen - und schon 4 mal gespielt. Für 4 Euro (nach Bens Rechnung muss ich also jetzt (4:4):4 machen - hat uns jetzt jeweils 25cent gekostet in dieser Woche pro person.
Im Vergleich zum Kauf muss ich nun 10 mal so oft (also 40 mal ) spielen, bevor ich hier ankommme. Während mich der Verleih immer gleich teuer kommt. Wenn ich also mal alle Jahre 2 mal was spielen will, hab ichs lieber mal geliehen. Und wenn ichs doch kaufen will - dann ist das doch top! Und wird sich noch viele Jahre lohnen - hat auch der Verleih keinen Geldschaden gemacht.

Ich finde gerade für den kleinen Geldbeutel - Spielefreak eine tolle ZUSATZoption - die man nicht schlecht machen braucht.

Mehr Spiele ist immer besser. :D


Und übrigens von wegen gutem Gewissen... Mit jedem Euro den man beim verleihshop lässt unterstützt man Spielama mit 12cent. Kann man ja auch im Hinterkopf haben.
Zuletzt geändert von Ben2 am 9. Juli 2012, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon W3rn3rs3n » 9. Juli 2012, 09:49

@Ben2:
1. Wird man jetzt in naher Zukunft direkt auf der Verleih-shop Seite sehen können für wieviel man das Spiel dann kaufen kan, falls man es behalten möchte?
2. Habe mich bereits mal angemeldet bevor du das mit dem einmaligem kostenlosen Leihen gesagt hast. Ist das dann noch iwie möglich?
3. Wie hoch sind die Versandkosten? Gibt es einen Wert ab dem es versandkostenfrei ist?

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 9. Juli 2012, 11:52

1. Ja wird man - ich habe heute erst wieder ein Meeting mit dem Programmierer. Bis Ende Juli soll bei uns alles fertig sein.

Es wird also ein "behalten" Preis angezeigt werden - als auch eine ganz normale "Kaufen" Funktion bei jedem Spiel - wie in jedem Handel auch.

2. Schreib einfach deine Kundennummer an b.schoenheiter@jakob.de - dann kümmer ich mich drum.

3. Zur Zeit sind die Versandkosten noch dabei - je € 2,45 für Paket Hin- und Rückversand + Versicherung - wir wollen aber versandkostenfrei liefern ab 15Euro - das wird intern noch diskutiert (weil es dann für alle 370.000 Produkte gelten muss)

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon W3rn3rs3n » 9. Juli 2012, 14:52

Danke für die schnelle Antwort Ben! Hört sich alles so an wie ichs mir wünsche. Dann warte ich mal noch ab, bis alles komplett steht (v.a. Behalten-Preis) und dann werd ich das Ganze mal testen!

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Revenger » 9. Juli 2012, 15:01

Ich habe 2 verschiedene Gruppen von Freunden, mit denen ich regelmäßig spiele.
Da haben wir es so gelöst, das wir gemeinsame immer 2 Spiele aussuchen, der eine kauft das, der andere das anderen und dann ungefähr so, das es sich die Waage hält.
So kommem gut Spiele zusammen und man teilt die Kosten.

Mit denen, mit denen wir nur ab und zu mal spielen kann man so einen Deal nicht machen.

Also ich finde bei einer sich regelmäßig treffenden Gruppe sollte man einen weg finden, die Ausgaben für das gemeinsame "was auch immer" zu teilen.

Zuerst hatten wir auch die Lösung, das ich immer gekauft habe und Geld dazubekommen habe von den "Mitspielern". Aber irgendwann waren die auf Spiele so heiß, das wir die dann doppelt haben, weil die anderen die guten Spiele nachgekauft haben. Da haben wir dann drüber gesprochen dass das doch eigentlich zu teuer ist, so wurde die "abwechselne kaufen" bzw die "2 Spiele kaufen" Idee geboren.

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben » 9. Juli 2012, 15:32

@revenger: finde ich super! sollte von meinem gefühl aus auch möglich sein sowas abzusprechen und so kauft man vllt nicht doppelt, aber immerhin mehr verschiedene spiele! wichtig dabei: man kauft mit überschaubar wenigen leuten.

wie ben oben jetzt rechnet, mit den 25 cent, ist wie ich vorher schon gesagt habe natürlich unschlagbar. (und dass das bei videospielen wo natürlich mehr oder weniger jeder einzelne ein spiel braucht leihen noch viel viel attraktiver ist, steht außer frage!)

wie gehabt: günstiger geht immer. alles nichts neues. und klar, der "raub" war vllt ein wenig übertrieben - aber es is schon wichtig, für die arbeit anderer zu bezahlen, so wie man es für die eigene arbeit auch möchte. verschiebe ich spielesammlungen hin und her, möglichst so geschickt dass man mit einem exemplar auskommt, dann ist das auch schon fast nicht mehr richtig für mein gefühl.
ist eben die frage wie man dazu steht. kauft man ein spiel, gewinnt der entwickler. leiht man ein spiel, kommt ein spiel auf ka sagen wir mal 100 kunden und der entwickler gewinnt nur 1 einziges mal. (wobei es sein könnte, dass es da noch spezielle verleihpreis-lizenzgebühren oder sowas gibt, da kenne ich mich nicht aus!)

ich finde es richtig, zu investieren und gehe sogar mit gutem beispiel voran: könnte mir ein videospiel gebraucht für die hälfte kaufen, oder es für nix leihen - aber ich kaufs jetzt einfach zum vollpreis, und vllt sogar beim händler um die ecke, der zwar viel viel teurer ist, aber ich hab schon so oft bei dem gestöbert und cds angehört - da darf er auch mal was für kriegen. ist richtig so. mir ist das bewusst geworden.

@zottel:
wenn ich nochmal so drüber nachdenke, finde ich, falls man die leute nicht hat etc., leihen zum ausprobieren auch echt noch okay. angenommen es gefällt und man kauft es dann, dann geht das voll in ordnung und man hat nur "probiert". das geht in richtung rezension, nur eben das angebot "ausprobieren gegen geld".

leihe ich aber gezielt nur um die kosten zu sparen und entwickler nicht zu unterstützen (weil ich dadurch einen vorteil habe, wie zb bei bens rechnung da mit den 25 cent) dann finde ich das nicht okay, sondern egoistisch. aber so sieht es eben jeder anders. ich meine das kanns doch nicht sein, dass 4 leute ein spiel öfters über mehrere tage spielen und irgendwo insgesamt 4 euro zahlen - vergleich das mal mit irgendeinem anderen angebot der welt. wenn alle so denken, gibt es einfach bald keine spiele mehr.


mir hat die ganze überlegerei jedenfalls richtig was gebracht und ich hab nochmal ordentlich was dazugelernt. danke dafür! :)
ich fahr dann mal in den elektromarkt um die ecke...
An dieser Stelle könnte Ihre Werbung stehen! :angel:

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Zottelmonster » 9. Juli 2012, 17:12

Ich bin ja auch ein großer Freund des Einzelhandels, weil das haptische Erleben etwas so unheimlich wertvolles ist. Deshlab kaufe ich dann dohc mal ein Spiel bei den Spieleläden in Bremen, auch wenn die eigentlich nicht genau machen, was ich von ihnen erwarten würde. Aber Mühe geben sie sich schon. (Descent-Promo-Event ich komme). Deshalb finde cih die Kritik ja auch bedenkenswert.

Aber das eigentliche Problem an der Geschichte ist doch, dass das Verleihexemplar vom Verleihshop oder der Spiele-Offensive genauso viel gekostet hat, wie das Exemplar, dass ich käuflich erwerben kann. (Oder irre ich mich da, Ben?) Aus diesem Grund wird es dann auch kein erträgliches Geschäft für Verlag und Autor. Wenn an der Stelle das Brettspiel als urheberrechtlich geschützte Schöpfung gilt, könnte man auch in Lizenzkonflikte kommen und von Verlagsseite Verleihexemplare extra verkaufen. Deutlich teurer, mit langlebigerem Material... Das wird bei Videospielen und Filmen doch auch gemacht.

Natürlich würde es für solche Dinge einen riesen Aufschrei geben. Aber ich fänd's berechtigt, da ich Spiele auch für urheberrechtlich schützenswert halte und somit kommt man auch in diesen ganzen Verwertungsrechtesumpf hinein...

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RE: Frage: Brettspiele leihen

Beitragvon Ben2 » 9. Juli 2012, 18:50

Also wer hätte gedacht, dass das hier in eine kleine EinzelhandelstöterJagd ausufert. Ich hatte ja eigentlich Freudenschreie erwartet. Wenn ein Verleih etwas macht, dann den Verkauf ankurbeln weil er einer viel größeren Masse die Möglichkeit gibt etwas anzuspielen. Ich habe jetzt schon mehrere Eclipse und Mage Knights und Villen des Wahnsinns VERKAUFT. Weil die Leute endlich mal die Chance haben es mal zu spielen. So führt der Verleih zu mehr Käufen weil mal einen Service hat der teils vom Einzelhandel gar nicht mehr geboten wird, oder weil man einfach keine Chance hat. Der Mietwagen oder Carsharing hat den Autokauf nicht getötet. Und die meisten Menschen, Ben, bekommen nicht alle Spiele vom Spieltraum für lau. Da finde ich dann Aussagen zum Thema Geld und Geldwert doch etwas daneben.
Zuletzt geändert von Ben2 am 9. Juli 2012, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.


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