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Ab wann stehen AutorInnenname auf dem Schachteldeckel?

Allgemeine Spiele-Themen
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Andrea Meyer

Ab wann stehen AutorInnenname auf dem Schachteldeckel?

Beitragvon Andrea Meyer » 12. August 2005, 11:24

Hallo,

einige Fragen an die SammlerInnen unter Euch:

a) Ab welchem Jahrgang findet sich auf den Deckeln von Spieleschachteln regelmäßig der AutorInnenname?
b) Gibt es zeitliche Unterschiede bei den verschiedenen Verlagen? Wenn ja, gerne spezifizieren.
c) Wie verhält es sich mit den Spielen von Alex Randolph vor diesem Zeitpunkt - ist sein Name schon früher auf dem Deckel zu finden?

Wichtig: Es geht mir nicht um die Nennung des Autors/der Autorin auf der Schachtelrückseite.

Besten Dank
Viele Grüße

Andrea Meyer

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Michael Blumöhr
Kennerspieler
Beiträge: 292
Wohnort: Griesheim
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Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Michael Blumöhr » 12. August 2005, 11:37

Hallo,

um da Einiges verifizieren zu können, müßte ich jetzt in meinem Spielekeller sein :-)

a) kann man wohl nur für jeden Verlag individuell beantworten, was schon auch die Antwort für b) ist, aber prinzipiell fängt das irgendwann in den 80er Jahren an.
So hatte sie Hans im Glück von Anfang an drauf (also ab 1984)
Mattel hatte sie ab 1987, da war das schon weit verbreitet.

c) Alex Randolph und Rudi Hofmann (!) haben das dank entsprechender Verträge auch schon wesentlich früher erreicht.

Grüße,
Michael

www.spielekreis-darmstadt.de

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Das Wiesel
Brettspieler
Beiträge: 84

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Das Wiesel » 12. August 2005, 15:04

Hallo Andrea,

die ältesten Schachtelnennungen, die ich spontan gefunden habe ist bei Ravensburger 1976, Boomerang von peter Pallat und auf der kompletten Casino-Serie (ging, glaube ich auch so um die '74 los).

Pelikan hatte auch bereits die Autoren direkt auf dem Schachteldeckel, ebenso die Heyne Taschenspiel-Serie (da kannst Du Tom Werneck fragen), beides aus den Siebzigern (Anfang, glaube ich).

Gruß
Wiesel

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Andreas Keirat

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Andreas Keirat » 13. August 2005, 07:59

Das Wiesel schrieb:
>
> Hallo Andrea,
>
> die ältesten Schachtelnennungen, die ich spontan gefunden
> habe ist bei Ravensburger 1976, Boomerang von peter Pallat
> und auf der kompletten Casino-Serie (ging, glaube ich auch so
> um die '74 los).
>
> Pelikan hatte auch bereits die Autoren direkt auf dem
> Schachteldeckel, ebenso die Heyne Taschenspiel-Serie (da
> kannst Du Tom Werneck fragen), beides aus den Siebzigern
> (Anfang, glaube ich).
>
> Gruß
> Wiesel

Ja, die kleineren Spiele der Casino-Reihe hatten fast alle den Autorennamen oben auf der Banderole. Bei den Heyne-Spielen war der Autor dagegen aber auf der Rückseite der Schachtel zu finden.
Die meisten Verlage fingen erst in den 80er Jahren mit den Namen auf den Schachteln an.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Berthold Heß

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Berthold Heß » 13. August 2005, 11:16

Hallo Andrea,

Deine Fragen kann systematisch sicher nur das Spiele-Archiv in Marburg und der ein oder andere "echte" Sammler beantworten. (Vielleicht fragst Du auch mal bei der ESG an?)

Ich kann nur einige Bruchstücke beitragen:

Die mir vorliegenden 3M-Spiele (ca. 1964 - 1975) tragen keinen Autorennamen - mit Ausnahme von Randolphs (!) TwixT (deutsche Ausgabe 1972), nicht aber Randolphs Breakthru (US-Ausgabe 1965).

Die frühen F.X.Schmid-Spiele (ab ca. 1972) tragen den Autorennamen vorne auf der Schachtel. Das gilt vor allem für die E-Serie (Bookcase-Schachtel), aber auch für einige "liegende" Spiele (Diabolo, Seeschlacht usw.)

Die Heyne-Taschenspiele (ab ca. 1972) tragen den Autorennamen nur auf der Rückseite.

Die Ravensburger Casinoserie trägt z. T. die Namen auf der Vorderseite (z. B. Randolphs Corona), z. T. keine Namen (Börsenspiel usw.).

Die DVA-Serie (ab 1973) trug den Autorennamen auf der Vorderseite der Buchschachtel.

Die Pelikan-Spiele der quadratischen Buchschachtel-Serie (ab ca. 1974) trugen den Namen auf der Vorderseite, einige "liegende" Spiele (Rudi Hoffman!) ebenfalls (Ogallalla, Minister).

Parker hatte ebenfalls den Namen vorn: Turnier 1976 (Randolph!)

Sicher ist also, dass seit Anfang der Siebzigerjahre in Deutschland schon Autorennamen überhaupt und dann auch zugleich auf der Vorderseite der Schachtel genannt wurden. (War es ein Trend, dies besonders bei Buchschachtel-Spielen zu tun? Um es wie bei Büchern zu regeln? Ich weiß es nicht, könnte es mir aber vorstellen.)

Sorry, aber richtig lösen lässt sich das nur, wenn man die Spiele nach Verlagen sortiert im Regal stehen hat und dann durchgeht. Für Deutschlad zumindest liegt der Ansatzpunkt bei 1973 und früher.

Viel Erfolg noch!
Bert

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Ernst Knauth

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Ernst Knauth » 13. August 2005, 11:39

Berthold Heß schrieb:
>
> Sorry, aber richtig lösen lässt sich das nur, wenn man die
> Spiele nach Verlagen sortiert im Regal stehen hat und dann
> durchgeht. Für Deutschlad zumindest liegt der Ansatzpunkt bei
> 1973 und früher.

Deutlich früher dürfte herausgekommen sein:
Der Sport-Vagabund von Gerd Krämer (Hausser Nr. 133/2).

Ob Gerd Krämer, der ja ein bekannter Sport-Reporter war, das Spiel auch wirklich selbst entwickelt hat, ist natürlich auch fraglich. Ein Datum ist nicht ersichtlich.

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Erwin Glonnegger

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Erwin Glonnegger » 14. August 2005, 11:09

Zum Thema "Autorenname auf dem Schachteldeckel" können Reinhold Wittig
von der Edition Perlhuhn und Dr. Bernward Thole vom Spielearchiv Marburg
einiges erzählen.

In Ravensburg hat schon der Verlagsgründer Otto Robert Maier Ende des
19. Jahrhunderts, wie es für einen Buchverleger selbstverständlich ist, den
Autorennamen oder sein Pseudonym (z.B. Otto Robert) auf dem Deckel
genannt.

Aus den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts nenne ich als Beispiele das
Spiel "Der Mittelstürmer bist Du" von Gerd Krämer (um 1957) und die
Spiele "Wolkenkuckuckshaus und "Farben und Formen" von Charles
Eames. Alle (etwa 20) in Ravensburg ab 1968 erschienenen Spiele von
Alex Randolph tragen seinen Namen auf dem Schachteldeckel. Ebenso
tragen die meisten der ab 1970 erschienen Spiele der "Casino-Serie" und
der kleineren "Traveller-Serie" Autorennamen.- Es gab übrigens auch
Autoren, die nicht genannt werden wollten.

Schönen Gruß. Erwin Glonnegger

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Andrea Meyer

Re: AutorInnenname auf dem Schachteldeckel

Beitragvon Andrea Meyer » 15. August 2005, 23:42

Hallo,

herzlichen Dank schon mal für die Hilfe. Ich recherchiere dann noch mal weiter.
Viele Grüße

Andrea Meyer


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