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"Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 25. Juni 2016, 09:06
von Malte
Wie steht ihr zu dem Thema, wenn ein Spiel AUCH solo spielbar ist?

Ich meine NICHT reine Solitärspiele (wie Bspw. Freitag), sondern Spiele, welche auch einen Solomodus anbieten (Bspw. Imperial Settlers, Five Tribes, German Railroads...).

a) Ist das für Euch ein Argument, das Kauf entscheidend ist?

b) Wieviel Spass habt ihr dann wirklich am Solomodus?

c) Wie oft wird wirklich solo gespielt? (Ein-, zweimal zum ausprobieren und das war es dann?)

d) Warum wird solo gespielt?
Weil das Spiel so komplex ist, dass zu selten Mitspieler zu finden sind?
Weil neue Wege zum Sieg ausprobiert werden möchten?
Weil man einfach gerne mit seinem Spiel etwas Zeit verbringen will und von schönen Mehrspielerpartien träumt?

e) In wie weit stört es Euch, dass oftmals die Solospielregeln, dass Spiel stark verfremden, weil ohne weiteres nicht die Mehrspielerregeln zum Einsatz kommen können?

f) Welche Spiele bieten Eurer Meinung nach ein wirklich gutes Spielgefühl im Solospiel?

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 25. Juni 2016, 09:24
von openMfly
a) Wenn der Solo-Modus ansprechend ist (und das Spiel an sich natürlich auch): definitiv ja! Sogar das Hauptkaufargument.

b) Sehr viel Spaß.

c) Bei mir zu 90%. Die meisten Spiele im Regal habe ich solo deutlich häufiger gespielt als in der Gruppe.

d) Dazu gibt es hier im Forum ja bereits genug Threads. Kurz: Brettspiele machen Spaß. Abwechslung zu PC-Spielen. Nicht oft genug Mitspieler an Ort und Stelle, gerade für komplexe Spiele mit Fantasy (u.ä.) Setting.

e) Wenn ich kurz über die guten Solo-Spiele nachdenke die ich hier so habe: am besten sind Koop-Spiele oder solche die einen KI-Gegner haben (Race for the Galaxy). Also Spiele, bei denen der Solo-Modus das Spiel nicht zu stark entfremdet.
Aber auch die Punktejagd macht mir bei richtig schönen Spielen Spaß. Bei Imperial Settlers haben mir bisher die Solo-Runden tatsächlich besser gefallen als die Mehrspielerpartien.

f) Alles was rein kooperativ ist eigenet sich super, oder eben reine Solo-Spiele. Wobei ich von letzteren nur ein einziges Exemplar besitze (Infection von VPG).

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 25. Juni 2016, 09:45
von Ben Ken
a) Definitiv. Allerdings nicht bei jedem Kauf. Kommt auf's Spiel an bzw. die Intension hinter dem Kauf.

b) Mir machen Solospiele großen Spaß! Am ehsten sind das natürlich LCG, aber auch kooperative Spiele. Es gibt einfach immer die Chance zu spielen, unabhängig von Laune oder Verfügbarkeit der Mitspieler.

c) LCGs immer. Andere Spiele nach Lust und Laune und Qualität des Solomodus.

d) Testphasen, Verfügbarkeit d. Mitspieler und Freude am Spiel (auch allein)

e) Naja, Abstriche muss man halt machen, wenn es kein reines Solospiel ist.

f) Diverse LCGs (HDR, SW, L:AMDBG), kooperative Spiele

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 25. Juni 2016, 10:34
von Sascha 36
A ) Ich finde das es immer mehr Spiele mit Solo Modus gibt ist einfach der Grund das es eine Nachfrage dafür gab.
Somit sehe ich es nicht nur als Verkaufsargument. Für mich ist die Solospielbarkeit zu 50 % ein Kaufgrund.
B) Ich spiele gerne solo, zum runterkommen nach Feierabend finde ich das ganz hervorragend und manchmal ziehe ich es auch dem Spiel mit einer großen Gruppe vor.
C) Mittlerweile ist der größte Teil wahrscheinlich solo, aber ich spiele auch jeden Tag, somit ist das gar nicht anders möglich.
D) siehe Antwort B
E) sehe ich nicht so, bei Spielen wie Imperial Settlers, Agricola, Le Havre etc kann ich das nicht nachvollziehen was du schreibst.
F) die meisten Rosenbergspiele, bei LCGs nur Herr der Ringe, Orleans Invasion, the Gallerist, Imperial Settlers 51st State, Pax Porfiriana, Freitag, Gingkopolis, Mage Knight, Superhelden, Star Realms

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 26. Juni 2016, 06:47
von Malte
Wow, ich hätte nicht gedacht, dass nur Befürworter sich hier melden.

Bei mir persönlich hält sich der Spielreiz, eine Solorunde vorzubereiten und dann zu spielen stark in Grenzen. Nur Imperial Settlers konnte mich zu fünf Solorunden über zeugen. Und das, obwohl einige Karten dann gar keinen Nutzen mehr haben.
Mir fiel aber auch auf, das der Spielreiz alleine am Tisch sehr überschaubar ist. Mir fehlen einfach die menschlichen Züge. Ich liebe es zu sehen, was der Mitspieler macht, zu analysieren welche Beweggründe er hatte, genau diesen einen Zug zu spielen.
Oft gibt es keine KI in Solospielen, sondern nur die eigene High score, die es zu über treffen gilt. Das ist mir spielerisch zu wenig.
Das geht auch so weit, das ich nicht einmal Brettspiele gerne am PC spiele (Yucata, BSW, etc.). Auch hier fehlt mir der Mensch gegenüber.

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 00:28
von Lehni
Mir geht es auch eher so wie Malte. Muss ich nicht unbeding haben.
An die Solo-Spieler eine Anschlussfrage: Ist für euch ein Solo-Spiel an sich eine tolle Sache und es gibt Situationen, wo ihr mehr Lust auf eine Solo-Partie habt als an einen Mehrpersonen Spieleabend? Oder ist es eher so, dass mal kein Spieleabend zustande kommt und dann spielt man halt als 2.Wahl auch gerne Solo.

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 00:36
von Sascha 36
Gibt definitiv Situationen wo ich eine Solopartie einem Spieleabend vorziehe. Also ist es auch des Öfteren die erste Wahl.
Spiele wie Herr der Ringe, Agricola, Mage Knight, Le Havre, Ora et Labora zB haben mich auch schon mal dazu gebracht an einem Spieleabend nicht teilzunehmen.

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 07:04
von Ben Ken
An sich eine tolle Sache. Ich finde es wie Sascha entspannend, bei größter Unabhängigkeit. Trotzdem hat das gesellschaftliche Spielen einen gleichhohen Wert für mich.

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 11:03
von Peterlerock
Ich kann den Reiz am Solospiel nachvollziehen, aber nicht nachempfinden.

Es würde mir einfach nicht passieren, dass ich mich zuhause alleine hinsetze, ein Brettspiel auspacke und losspiele.
Wenn ich dieses Bedürfnis verspüre, lade ich Mitspieler ein, oder ich setze mich an den PC und spiele eine Stunde Darkest Dungeon.

Jetzt sitz ich aber in der Bredouille, mein Verlag hat eine Solovariante angefordert.
Und da kenn ich mich halt so gar nicht aus. ;)

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 11:24
von Sascha 36
Für mich haben halt PCs bzw Konsolen keinen Reiz, abgesehen davon kann ich vor Konsolen eh nicht lange sitzen.
Was Solovarianten angeht so kannst du mit Sicherheit mal Ode anfragen ob er dir helfen kann, seine Solovarianten ( Ora et labora, La Granja ) fand ich sehr stimmig und vom Wiederspielwert sehr hoch.

Re: "Auch solo spielbar" - nur ein Verkaufsargument?

Verfasst: 27. Juni 2016, 19:42
von LiannaMaelie
Für mich hat das Solospiel null Reiz.
Allerdings hab ich auch Kinder zu beschäftigen und nachts, wenn sie schlafen, will ich mit meinem Mann zusammen etwas machen. Das ist uns sehr wichtig.
Habe ich unter tags mal Zeit, weil zB jemand anderes die Kinder beschäftigt, habe ich mehr als genug Hobbys, die auch gepflegt werden wollen oder ich bilde mich im Bereich Fotografie fort, weil mir das beruflich auch nützt. Und wenn ich darauf auch keine Lust haben sollte, spiele ich ein PC-Spiel (war früher sehr aktive Spielerin, jetzt kaum noch).