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Der Spielbetrieb - Spielehotel und Buchhotel Tschitscher -zuspieler.de-Artikel

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Der Spielbetrieb - Spielehotel und Buchhotel Tschitscher -zuspieler.de-Artikel

Beitragvon zuspieler » 24. Februar 2018, 10:03

Hinweis: Der folgende Artikel wurde 2010 auf zuspieler.de veröffentlicht. Mehr dazu unter viewtopic.php?f=63&t=390396.

dorfgasthof-tschitscher.jpg
Foto: Spiele- und Buchhotel Tschitscher
dorfgasthof-tschitscher.jpg (44.4 KiB) 339 mal betrachtet

Einige Gäste haben uns den Vogel gezeigt und sind umgedreht”, sagt Dieter Mayr-Hassler. Der Grund für die Aufregung: Im Hotel von Mayr-Hassler gibt es keine Fernseher, dafür jede Menge Brett- und Kartenspiele. Seit 1672 ist der Dorfgasthof Tschitscher im Familienbesitz. Doch Tradition alleine reicht heute nicht, um Besucher anzulocken. Mayr-Hassler grübelte daher vor einigen Jahren über eine neue Geschäftsidee und vermarktet sein Haus seitdem als Spiele-, Lese- und Hörbuch-Gasthof.

"Das ist modern und authentisch zugleich. So ein altes Gasthaus hat viele Geschichten zu erzählen Da passen Bücher wunderbar hinein. Und in den Tiroler Wirtshäusern wurde immer viel gespielt. Das G’wölb im Hotel Tschitscher mit 200 verschiedenen Karten- und Brettspielen ist eine moderne Auslegung und Erweiterung der alten Tradition", schreibt die Jury des Tourismuspreises Tirol Touristica. 2009 hat Mayr-Hassler an dem Wettbewerb teilgenommen. Er kam mit seinem Konzept bis ins Finale.

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. "Wir haben früher mit unserem Sohn, der heute 17 Jahre ist, oft gespielt. Diese Karten- und Brettspielen waren unser Grundstock, mit dem wir die Testphase starteten. Die Idee des Spielens kam gut an und wir feilten an einem stimmigen Konzept. Erst installierten wir ein Riesen-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht im Garten, dann bekamen alle Zimmer Spielenamen. Wir kauften weitere Spiele und suchten den Kontakt zu Spielern. Seit vier Jahren sind wir Mitglied und Spiele-Treff der Interessensgemeinschaft Spielen in Österreich von Ferdinand und Dagmar De Cassan, die das große Spielefest in Wien veranstalten", sagt Dieter Mayr-Hassler, Inhaber Dorfgasthof Tschitscher

Schach-Zimmer trifft Monopoly-Suite
Die Hotel-Besitzer haben den Rat der Experten ernst genommen. Profis empfehlen Mittelständlern, sich als Hotelier eine Nische zu suchen. Ein klares Profil begeistert Gäste. "Das Spiele-Thema war uns aber zu wenig, deshalb eine Bibliothek und Audiothek mit Hörbüchern. Somit sind wir ein stimmiges Anti-Fernseh-Hotel mit einem großen Spiele-Schwerpunkt", sagt Mayr-Hassler.

Das spiegelt sich im Ambiente wider. Die Einrichtung ist im wahrsten Sinne des Wortes verspielt. Die Zimmer sind nicht durchnummeriert, sondern tragen Namen. Sie heißen Backgammon, Domino oder Schach. In jedem Raum hängt ein großformatiges Ölgemälde zum entsprechenden Spiel. Ansonsten ähneln sich die Einrichtungen. Holztöne dominieren, Sessel laden zum herumlümmeln ein, die Doppelbetten sind mit weißen Laken bezogen. Wer es luxuriös mag, kann sich in der Monopoly-Suite ausbreiten. Für 48 Euro pro Nacht erhält der Reisende Frühstück, Schlaf- und Wohnzimmer sowie eine Badewanne.

Auch im Grünen stolpert man über Pöppel und Würfel. Im Garten steht eine Freiluft-Variante von Mensch Ärgere Dich nicht. Sechs mal sechs Meter ist sie groß. In der Nähe davon plätschert ein künstlicher Bach. Das kühle Wasser erfrischt die Füße von Wanderern und Radfahrern.

“Wir kaufen keine zu komplexen Spiele”
Wer nur beim Spielen abschalten kann, sollte einen Abstecher in das G’wölb machen. Hier warten alte Möbel und über 200 neue Brett- und Kartenspiele auf die Gäste. Im Regal liegen "Die Siedler von Catan", "Carcassonne" und "Dominion". Fast alle Klassiker sind vertreten von Abalone bis Zooloretto. Der Wirt kennt bei den meisten Spielen die Regeln auswendig und erklärt sie gerne. Wöchentlich organisiert er einen Spiele-Abend, bei dem er aufwändigere Werke mit Gästen spielt. "Wir erweitern unsere Sammlung jährlich. Wir suchen meist Familien-, Duell-und Kinder-Spiele aus. Vorwiegend nach unserem persönlichen Geschmack. Ein wichtiges Kriterium für Erwachsenen-Spiele ist, dass sie nicht zu komplex und schwierig sind. Echte Viel-Spieler nehmen ihre Spiele selber mit. Die meisten Gäste sind Gelegenheitsspieler und die wünschen sich Werke, die ich ihnen in fünf bis zehn Minuten erklären kann – besser noch schneller", sagt Mayr-Hassler.

Die Frage nach seinem momentanen Lieblingsspiel beantwortet er ungern. "Aber wenn ich mich entscheiden muss, ist es Dominion. Urlaubern empfehle ich zum Einsteigen Drachenwurf von Schmidt-Spiele und Engel-Bengel von Ravensburger. Und ein echter Fan bin ich – obwohl ich es noch nicht richtig gelernt habe – vom alten österreichischen Kartenspiel Tarok."

Kein typisches Familienhotel
"Der Tschitscher ist trotz aller Verspieltheit kein typisches Familienhotel", steht in einer Pressemitteilung. Mayr-Hassler erklärt. "Der deutschsprachige Gast erwartet hinter diesem Begriff, dass seine Kinder professionell betreut werden. Bei unserem Konzept sollen und müssen Eltern sich selbst mit ihren Kindern beschäftigen. Wir bieten das Umfeld dazu, sind bei der Auswahl der Spiele behilflich und erklären diese. Aber die Eltern sollen mit den Kindern spielen. Und ich sage gerne wir sind kein typisches Familienhotel – weil unser Konzept „Spielen – Lesen – und Hören“ nicht nur Familien vorbehalten ist. Auch junge Paare ohne Kinder oder ältere Paare, bei denen die Kinder groß sind, haben Freunde daran.”

"Zufallsgäste haben auch schon kopfschüttelnd unser Haus verlassen und gemeint, dass ein Fernseher heutzutage wohl Mindeststandard sei", berichtet Mayr-Hassler. Er entschloss sich, auf solche Besucher zu verzichten. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. "Wie alles neue, brauchte unser Konzept Zeit zum Reifen. Im Frühjahr 2007 waren wir mit dem Umbau fertig und veröffentlichten unsere erste Pressemeldung. Aber für das Geschäftsjahr 2007 war es schon ein wenig spät und 2008 lief auch eher zäh. Wir hatten die ersten neuen Gäste, aber es reichte nicht für Zuwächse“, sagt Mayr-Hassler. 2009 kam der Durchbruch. Die Übernachtungszahlen stiegen um 15 Prozent. „Und dieses Jahr werden wir voraussuchtlich wieder um zwölf bis 15 Prozent zulegen."

Hotel und Spieleresort Dorfgasthof Tschitscher im Internet: https://www.spielehotel.at/

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Re: Der Spielbetrieb - Spielehotel und Buchhotel Tschitscher -zuspieler.de-Artikel

Beitragvon zuspieler » 26. Februar 2018, 19:55

Es folgt eine aktuelle Pressemitteilung des Spiele- und Buchhotels Tschitscher.

Spiele- und Buchhotel Tschitscher hat geschrieben:Momo empfiehlt: Das Hotel in das die grauen Herren keinen Zutritt haben!

Mitten im Herzen Europas, umgeben von Bergen, aber nicht weit entfernt von den pulsierenden und hektischen Wirtschaftsmetropolen Europas, steht ein kleines besonderes Hotel, dass es sich zum Ziel gesetzt hat den Menschen wieder ihr wertvollstes Gut, nämlich die Zeit, zurück zu geben. Wie einst Momo in Michael Endes gleichnamigen Roman, kämpfen Heidi und Dieter Mayr-Hassler mit ihrem kleinen Spiele- und Buchhotel Tschitscher in Osttirol allein gegen die Übermacht der grauen Herren.

Unterstützt von Meister Hora haben sie es sich zum Ziel gesetzt, den Menschen ihre Zeit wieder zurück zu bringen und die Zeiträuber verschwinden zu lassen. Das Spiele- und Buchhotel verfügt über jene Schutz-Magie, welche die grauen Herren nicht überwinden können. Hier gehört einem seine Zeit wieder voll und ganz. Auf einmal hat man wieder die Zeit ein Buch zu lesen, mit der Familie einen Spieleabend zu verbringen oder einfach in ein Hörbuch zu versinken und sich von einem Sprecher mit einer sanften Stimme sein Lieblingsbuch vorlesen zu lassen.

Feinsinniges Erholungskonzept
Diese echte Entschleunigung und Verlangsamung der Zeit bringt uns in eine neue Erholungsdimension, mit dem kein sogenanntes Wellnesshotel mit seinen Bademantel- Karawanen mithalten kann. Im Hotel Tschitscher erwartet die Gäste ein subtiles Entspannungs- und Erholungskonzept, das nur Feingeister sofort und Normalsterbliche erst auf dem zweiten Blick oder nach dem ersten Urlaubstag entdecken. Der vom Gastgeber seinen Gästen auferlegte Fernsehverzicht ist ein wichtiger Teil, ja fast die Grundlage dieses feinsinnigen Abschalt- und Entschleunigungsprozesses. Um in Momo ś Geschichte zu bleiben, es ist eine Notwendigkeit, um die grauen Herren daran zu hindern, einem ein Zeitsparmodel einzureden. Wer herunterkommen will, wer Entspannung und Erholung sucht, muss zuerst das Loslassen lernen. Der erste Schritt beginnt beim Fernsehverzicht. Dadurch geht der Geist auf und der Körper kann sich auf den Ruhe- und Erholungsmodus umstellen.

Die äußeren Merkmale
Das Spiele- und Buchhotel Tschitscher besticht durch Größe und Kleinheit zugleich. Zum einen hat das Hotel nur sieben Zimmer und bietet für nur 14 bis 20 Hotelgäste Platz, zum anderen stehen diesen Gästen fast 700 Quadratmeter an Wohnfläche in ihrem Zimmern und in den unterschiedlich ausgestatteten und eingerichteten Aufenthaltsräumen des Hotels, sowie 7.500 Quadratmeter Garten zur Verfügung. Das Gebäude selbst ist ein 350 Jahre alter Guts- und Postgasthof, in dem das alte erhalten, liebevoll restauriert und mit neuen, modernen Einrichtungsgegenständen ergänzt wurde.

Nobel-Urlaubs-WG mit Concierge-Service
Der Morgen beginnt für unsere Gäste mit einem charmanten Frühstücksbuffet mit vornehmlich regionalen Spezialitäten, wie Apfelsaft vom Bauer des Nachbardorfes, Schinken vom Bauer um die Ecke und von der Chefin des Hauses nach überlieferten Familienrezepten gezauberten Gugelhupf oder Frühstückswaffeln.

Danach herrscht den ganzen Tag im Hotel gastronomische Anarchie. Die Lounge, wir nennen sie Extrazimmer, mit Selbstbedienungs-Getränke-Kühlschrank, Nespresso- Maschine und Gästekühlschrank sowie das Spiele-Zimmer (G ẃ ölb) stehen unseren Gästen zur freien Verfügung. Nur in der Stube (Frühstücksraum) bleibt noch ein klein wenig Ordnung aufrecht, dort hat jedes Hotelzimmer seinen festen Tisch, nicht nur zum Frühstücken. Sondern auch zum Genuss mitgebrachter Speisen. Teller und Besteck stehen am Buffet des Extrazimmers bereit. Am besten stellt man sich unser Hotel als lockere Urlaubs-WG vor: Da gibt es sieben Schlafzimmer und drei Gemeinschaftszimmer. Das Haus ist klein genug um allen zu begegnen und auch wieder groß genug um sich zurückzuziehen. Der große Vorteil gegenüber einer wirklichen Wohngemeinschaft oder eines Ferien-Appartements. Neben dem Frühstücksservice, wird bei uns auch durch (fast) unsichtbare Hand, alles gereinigt, aufgeräumt und die Betten gemacht. Man muss sich auch nicht um das Abspülen des Geschirrs oder der Gläser kümmern.

Außerdem bieten die Chefleute de Hauses auch eine Art Concierge-Service an. Wer einen Ratschlag für seine Urlaubsaktivität oder einen Restauranttip benötigt, wendet sich an den Hausherrn. Restaurant-Reservierungen oder die Buchung eines Bergführers oder andere Wünsche werden auch gerne erfüllt. Darüber hinaus gibt es von der Chefin des Hauses auch Lese- oder Hörbuchtips und der Chef macht gerne den Spieleberater. Auf Wunsch macht er auch den Spiele-Animateur, damit die Gäste voll betreut in die Welt der Brett- und Kartenspiele eintauchen können.

Die Entschleunigungs-Hilfsmittel
  • Alle sieben Zimmer haben Spielenamen. Hier ist man keine Nummer, hier schläft man in einem Spieleklassiker.
  • Alle Zimmer haben statt dem Fernseher einen CD-Spieler.
  • Eine Bibliothek mit ausgesuchten literarischen Werken, vom Klassiker, über Kinder- und Jugendliteratur bis hin zum modernen Bestseller-Krimi.
  • Eine Audiothek mit Musik-CDś undHörbüchern, in einer ähnlich breiten Palette, wie die in Papier gefassten Brüder.
  • Eine Spielothek mit allen bekannten Klassikern, die man noch aus seiner Kindheit kennt, ergänzt mit den schönen und spannendsten Spielneuheiten der vergangen 10 Jahre.
Das erzählen die Gäste
  • „Ein magischer Ort zum Herunterkommen und zum Loslassen“, meinte der Kötschacher Edelgreißler Herwig Ertl, der anlässlich seiner Genussfestspiele auf Schloss Lengberg im Spiele- und Buchhotel weilte.
  • „Ein echtes kleines Paradis mit vielen kleinen und liebevollen Details.“
  • „Ein verstecktes und unbekanntes Juwel, das man in einem Dorf in Osttirol nicht erwarten würde.“
  • „Eine geniale Idee und ein stimmiges Konzept“
  • „Euer Hotel hat eine Aura, die einem nicht mehr loslässt. Ihr habt den Begriff Erholung neu erfunden“
http://www.spielehotel.at

Das Spiele- und Buchhotel Tschitscher ist übrigens auch ein Teil der Familie der „Fabelhaften Hotels“, einem Zusammenschluss von außergewöhnlichen Hotels in Österreichs: Hotel mit Geschichten zum Weitererzählen: http://www.fabelhaftehotels.at.


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