Seite 1 von 1

[RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 03:50
von Steffen S.
Hallo zusammen,

jetzt habe ich StP so oft gespielt, und dann ist mir jetzt (in Abwesenheit des Regelheftes...) doch was nicht klar. Es betrifft die Schlussabrechnung: In dieser ergeben 10 übrig gebliebene Gulden ja in 1 Siegpunkt. Werden diese Gulden umgewandelt?

Folgende Situation:

Spieler A hat 73 Siegpunkte (ohne "Gulden-Bonus"), und 22 Gulden übrig. Ergibt 75 Siegpunkte.

Spieler B hat 75 Siegpunkte (erneut ohne "Gulden-Bonus"), und 8 Gulden übrig. Er bleibt also bei 8 Gulden.

Ich erinnere mich an den Regelsatz, dass bei Gleichstand der Spieler mit mehr Restgeld gewinnt. Doch welcher ist das nun? Spieler A hat zwar mehr Geld (22), aber er hat ja 20 Gulden in 2 Siegpunkte "verwandelt", stünde bei "Wandlung" also bei 75 Siegpunkten + 2 Gulden (6 weniger als Spieler B mit 75+8 G.). Oder hat doch Spieler A gewonnen, da er bei Spielende den höheren absoluten Geldbetrag hatte?

Danke für Eure Hilfe!

Gruß,
Steffen

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 04:20
von Volker L.
Hallo, Steffen!

Deine Frage tauchte schonmal auf und wurde dahingehend beantwortet,
das das Geld [i]nicht[/i] abgegeben wird - Spieler A hat also gewonnen.
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=93380&t=93378

nächtliche Grüße, Volker

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 10:31
von Steffen S.
Hallo Volker,

danke für die Antwort. Ich denke dennoch darüber nach, die "falsche" Interpretation (i.S.v.: 10->1 SP Umwandlung) zu verwenden. Erscheint mir, unabhängig von der Verlagsaussage, fairer.

Gruß,
Steffen

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 15:16
von Eric Humrich
Fairer? Das verstehe ich nicht so ganz, warum sollte das fairer sein?

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 17:12
von Arne Hoffmann
Moin Eric,

ich denke, es kommt hier auf die Sichtweise an - ich halte die Regel von HiG auch für fairer und zwar aus folgendem Grund: Wenn ich mir für Geld Karten kaufe, so besitzen die im Allgemeinen ein größeres Potential für Siegpunkte, als es das pure Behalten des Geldes am Ende hätte. Somit habe ich bei Punktgleichstand mit mehr Geld aus meinem eingesetzten Geld mehr herausgeholt und hätte für theoretisch folgende Runden noch ein größeres Potential für weitere Punkte.

Steffen sieht es halt anders: Er schaut darauf, wer in weniger Rechenschritten auf die Siegpunktzahl gekommen ist - quasi zuerst über die Punktlinie gelaufen ist. Wenn Gebäude und Adlige schon ausreichen, soll halt dieser Spieler besser stehen als einer, der zusätzlich noch Punkte über sein Geld machen muß.

Beide Versionen sind vertretbar und haben ihr Für und Wider. Wie gesagt, ich halte die erste Version für "fairer" - aber Fairness ist ja auch subjektiv geprägt. :-)

Tschö,

- Arne - (gewinnt langsam Gefallen an Sankt Petersburg)

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 2. Oktober 2004, 21:54
von Michael Schramm
Hi Arne,

irgendwie habe ich Probleme mit Deiner Interpretation. Für mich - ich interpretiere jetzt natürlich auch! - meint Steffen, dass die Fairniss in seiner Sichtweise daraus besteht, dass der Geldwert nur einmal zählt und nicht wie bei der HiG-Regel zweimal.

Also wenn ich Punkte kaufe, muss ich dafür tatschlich zahlen und kann dann auch nur das Restgeld zum Schluss vergleichen. Daher hat ein Spieler mit 73 Punkten die Chance, für seine 22 Gulden noch zwei Punkte gutzumachen und hat danach noch 2 Gulden, der mit 75 Punkten kann nichts kaufen und bleibt bei 75 - aber er hat noch 8 Gulden und ist so duer Sieger.

Wie gesagt, dass ist dann eine Hausrgel, HiG gibt eine andere Ausegung vor.Aber so ganz glücklich macht mich diese Regel tatsächlich nicht.

nice dice, man sieht sich in Essen

Michael

PS: War dieses Jahr wieder unmöglich, beim Karls-Pöppeln dabei zu sein, aber ich habe noch Hoffnung für die nächsten Jahre!!!!!

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 3. Oktober 2004, 14:48
von Steffen S.
Hallo Michael,

danke für deinen Kommentar - genau so habe ich ihn gemeint. Der "Geldsparer" bekommt seinen Bonus quasi doppelt, das ist der Kernpunkt.
Wir können ein Extremum konstruieren: Ein Spieler endet mit 62 Punkten und 9 Gulden, ein anderer mit 61 Punkten und 10 Gulden. Es gewinnt Spieler zwei, dessen 1 Mehrgulden ihn um zwei Punkte am Mitspieler vorbeikatapultiert ( erst 1 Bonuspunkt, dann "mehr Restgeld". Eine eher seltene Situation (wenn auch im PC-Spiel bei mir bereits in 3-4 Partien passiert), die aber meinen Standpunkt vielleicht klarer hervortreten lässt.

Gruß,
Steffen (wird die "Wandlung" verwenden, trotz HiG ;))

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 3. Oktober 2004, 17:35
von Volker L.
Steffen S. schrieb:
>
> Hallo Michael,
>
> danke für deinen Kommentar - genau so habe ich ihn gemeint.
> Der "Geldsparer" bekommt seinen Bonus quasi doppelt, das ist
> der Kernpunkt.

Dabei lässt Du aber ausser Acht, dass beim Kauf von siegpunktbringenden Karten ein sehr viel günstigerer Umtauschkurs vorliegt. Ein Gebäude mit X Siegpunkten kostet 3X + 2 Rubel - Du kriegst also für 8 Rubel 2 und für 11 Rubel 3 Siegpunkte - in der Endwertung für 10 Rubel nur 1 Siegpunkt. Es lohnt sich also keineswegs, auf die Endwertung zu sparen, übriges Geld am Ende ist Geld, das man in den letzten 2 oder 3 Wertungen bekommen hat und nicht mehr sinnvoll ausgeben konnte (weil keine Karten mehr da waren, deren Wertung noch bevorsteht).

> Gruß,
> Steffen (wird die "Wandlung" verwenden, trotz HiG ;))

Gruß, Volker (der die offizielle HiG-Wertung besser findet als Deine Hausvariante)

Re: [RF] Sankt Petersburg

Verfasst: 3. Oktober 2004, 18:36
von Arne Hoffmann
Moin Volker,

jetzt danke ich Dir für Deine detailliertere Ausführung zu meiner eher umgangssprachlichen Erklärung. Die genaue Formel für den Zusammenhang zwischen Siegpunkten und Geld war mir nicht bekannt, halt nur, dass es besser ist, sein Geld in Siegpunkte zu investieren als es für die Endwertung aufzusparen. ;-)

Schöne Grüße

- Arne -