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[RF] Im Schatten des Kaisers

Verfasst: 27. Oktober 2004, 23:30
von olli
Ja, ich schon wieder :-)

haben gerade eine sehr entspannte Partie "Im Schatten des Kaisers" hinter uns (ohne auch nur zweimal in die Regel zu schauen). Das Spiel hat zwar einen etwas spröden Charme, aber ist durchaus zu empfehlen (soweit ich das bis jetzt beurteilen kann).

Leider (leider, leider....) mußten wir nun doch eine Sache nachlesen und - siehe da - wir standen wieder auf dem Schlauch. Deshalb hier eine (hoffentilch letzte) Frage bezüglich der Aktionskarte "Kircheneinfluß".

Die Regel besagt: "....haben zusätzlich zum Kurfürsten eine Stimme."
Kann diese Karte auch auf ein geistliches Kurfürstentum gespielt werden, dessen Kurfürsten-Stuhl nicht besetzt ist?

Hierzu unser Beispiel: Spieler A hat 2 Barone und Spieler B hat 1 Paar in einem geistlichen Kurfürstentum sitzen. Da Gleichstand herrscht, bestimmt der Kaiser Spieler B zum Kurfürsten. Da Spieler B aber nur ein Paar dort hat, bleibt der Stuhl unbesetzt (ein fieser Kaiser).
Anschließend spielt Spieler A die Aktionskarte "Kircheneinfluß" auf dieses Kurfürstentum aus (so hat er bei der Kaiserwahl 2 Stimmen mehr, Spieler B hingegen nur eine!).

Wir haben nun fleissig über das Wörtchen "ZUSÄTZLICH" in obigem Satz semantisiert.....

Man kann obigen Satz nämlich auf zweierlei Arten deuten:
1) Das Vorhandensein eines Kurfürsten ist obligat (kein Kurfürst - keine Karte)
2) Man kann aber auch schlußfolgern: unabhängig davon, ob ein Kurfürst vorhanden ist, kann diese Karte gespielt werden (wie in unserem Fall).
Was ist denn nun korrekt?

Gruß
Olli

Re: [RF] Im Schatten des Kaisers

Verfasst: 28. Oktober 2004, 00:00
von Volker L.
olli schrieb:
>
> (...) Deshalb hier eine (hoffentilch letzte) Frage
> bezüglich der Aktionskarte "Kircheneinfluß".
>
> Die Regel besagt: "....haben zusätzlich zum Kurfürsten eine
> Stimme."
> Kann diese Karte auch auf ein geistliches Kurfürstentum
> gespielt werden, dessen Kurfürsten-Stuhl nicht besetzt ist?
>
> Hierzu unser Beispiel: Spieler A hat 2 Barone und Spieler B
> hat 1 Paar in einem geistlichen Kurfürstentum sitzen. Da
> Gleichstand herrscht, bestimmt der Kaiser Spieler B zum
> Kurfürsten. Da Spieler B aber nur ein Paar dort hat, bleibt
> der Stuhl unbesetzt (ein fieser Kaiser).
> Anschließend spielt Spieler A die Aktionskarte
> "Kircheneinfluß" auf dieses Kurfürstentum aus (so hat er bei
> der Kaiserwahl 2 Stimmen mehr, Spieler B hingegen nur eine!).

Hallo, Olli!
Leider hast Du den Kartentext nur unvollständig zitiert, deswegen
muss ich etwas herumstochern. Ist es nicht so, dass bei dieser
Karte (oder war es eine andere, ähnliche?) nur diejenigen Barone
und Ritter eine Stimme bekommen, [b]die dieselbe Farbe wie der
Kurfürst haben[/b]? In diesem Fall wäre das Spielen der Karte
auf ein Fürstentum, dessen Kuramt nicht besetzt ist, sinnlos.

Gruß, Volker

Re: [RF] Im Schatten des Kaisers

Verfasst: 28. Oktober 2004, 09:39
von Peter Gustav Bartschat
Der vollständige Satz beim "Kircheneinfluss" heißt in der Tat:

"Alle Adligen und Ritter in der Farbe des Kurfürsten haben zusätzlich zum Kurfürsten eine Stimme."

Also wird an die zusätzliche Stimme eine Bedingung geknüpft, nämlich farblich mit dem Kurfürsten übereinzustimmen. Kein Kurfürst = keine farbliche Übereinstimmung mit dem Kurfürsten = Bedingung nicht erfüllt = keine zusätzliche Stimme.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

Re: [RF] Im Schatten des Kaisers

Verfasst: 28. Oktober 2004, 21:43
von Ralf
Servus Olli,

die Karte "Kircheneinfluß" kann man nur sinnvoll spielen, wenn man einen eigenen
Kurfürsten unter den Bischöfen hat. Damit kann man die 1 Stimme, die man
durch den Kurfürsten sowieso hat um die Anzahl der eigenen Adligen und Ritter in diesem Kurfürstentum erweitern. Ist das Kurfürstenfeld leer, so kann diesem
Kurfürstentum diese Karte nicht zugeordnet werden. Ist das Kurfürstenfeld
eines Kurfürstentums leer, so nimmt dieses auf keinen Fall an der Kaiserwahl teil.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Bis dann

Ralf