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[RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 09:48
von Christian Koppmeyer
In der Phase "Versetzen des Vogtes" steht in der Regel, das Verhandlungen unter den Spielern erlaubt, Tauschgeschäfte aber verboten sind.
Wie habe ich mir das vorzustellen? Was wird da eigentlich genau verhandelt? Geht es da nur um "Ich setze den Vogt zwei Felder vor und du setzt ihn bitte nicht wieder zurück?" Was genau ist verhandelbar? Wie spielt ihr das?
CK
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 10:02
von Olav Müller
"Christian Koppmeyer" hat am 05.01.2006 geschrieben:
> Wie habe ich mir das vorzustellen? Was wird da eigentlich
> genau verhandelt? Geht es da nur um "Ich setze den Vogt
> zwei Felder vor und du setzt ihn bitte nicht wieder
> zurück?" Was genau ist verhandelbar? Wie spielt ihr das?
Normalerweise wird bei uns tatsächlich nicht viel verhandelt. Wenn aber, dann auch mal so Sachen wie: Ich bin Startspieler und lasse Dir in der nächsten Runde das ... Gebäude, wenn Du jetzt zwei Schritte nach vorn gehst ...
Hauptsächlich aber: Wenn wir alle einen zahlen, bekommt Olav sein Gebäude nicht ...
CU,
Olav
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 10:24
von Eric
Verhandlungen sind eben Absprachen, die die Spieler treffen. Die können gehen von:
"Wenn wir beide 3 zahlen, dann kann der Spieler auf der Goldmine kein Gold produzieren", wenn der Vogt zum Beispiel 4-6 Felder benötigt, um diesen Stand zu erreichen und man damit nicht sicher ist, ob es sich überhaupt lohnt Geld zu investieren wenn der andere Spieler dann nicht mitzieht...
bis hin zu Drohungen: "Wenn Du den Vogt zurückziehst ziehe ich den noch weiter zurück, dann bekommst Du auch nichts..."
Man versucht eben gute Argumente zu finden, warum die anderen ausgerechnet den Vogt in die Richtung ziehen sollen, in der man ihn sowieso haben will... weil dadurch kann man selbst sparen oder einige Sachen werden erst dann durch die "Überzeugungsarbeit" möglich.
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 11:12
von Dietrich
Moin, moin,
wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Regeltext: "Weiterhin ist kein Spieler an sein Wort gebunden, wenn er an der Reihe ist."
Was mich allerdings stutzig macht, ist der nächste Satz: "Der Voigt kann nicht weiter als auf das erste Feld nach der Brücke zurück (d. h. die Spezialgebäude sind immer aktiv) ..."
Das bedeutet wiederum, dass - im Gegensatz zum Klammertext - in den ersten Spielrunden derjenige, der auf das erste neutrale (rosa) Feld setzt, seinen Ertrag, seine Tauschmöglichkeit oder seine Bautätigkeit je nach erstem Plättchen sicher hat.
Zwecks Ausgewogenheit ("wenn du zurückziehst, ziehe ich noch weiter zurück") wäre es besser, wenn der Voigt bis auf die Brücke zuückgezogen werden kann! Vielleicht ist ja in der 2. Auflage dieses geändert, oder gibt es einen Grund, das nicht zu tun?
MfG
Dietrich
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 11:31
von Droegi
Hallo Dietrich,
"erstes Feld nach der Brücke" heißt Wirtshaus. Du mußt aus der Sichtweise des Vogtes die Sache betrachten. Es ist also nichts sicher.
Schöne Grüße
Droegi
PS: ich finde es besser, wenn solche Absprachen/Drohungen/Versprechen nicht gemacht werden.
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 11:48
von Dietrich
Moin, moin Droegi,
das wäre eine gute Erklärung!
Wir sind bei der Deutung ("nach der Brücke zurück") vom Straßenverlauf, beginnend bei dem Tor (also der Burg), ausgegangen.
Ich finde es super, dass bei diesem Spiel alles Spieltechnische auf dem Plan aufgedruckt ist (mit kleinen Auslassungen, die ja in der 2. Auflage behoben sein werden).
Aber selbst da gab es in unserer Runde einen Verbesserungsvorschlag: Um die Reihenfolge des Abarbeitens (im Straßenverlauf) noch deutlicher zu machen, könnte man die Burg am Ende der Straße entstehen lassen, da dann die Phase 6 beginnt - zumal das Spiel ja auch bei Vervollständigung der Burg beendet ist, die Burg also nicht von Anfang an (vor der Stadt) vorhanden ist.
MfG
Dietrich
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 11:57
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Dietrich schrieb:
>
> Aber selbst da gab es in unserer Runde einen
> Verbesserungsvorschlag: Um die Reihenfolge des Abarbeitens
> (im Straßenverlauf) noch deutlicher zu machen, könnte man die
> Burg am Ende der Straße entstehen lassen
Das macht logisch allerdings nicht viel Sinn. Warum sollte sich die Stadt einige Kilometer entfernt von der Burg-Baustelle gründen, um dann in Richtung der Burg zu wachsen?
Ansonsten wäre auch ein Rundweg um die Burgbaustelle denkbar => Raus aus der Burg (wie jetzt auch), alle Felder abgrasen und wieder rein in die Burg und die Burg bauen. Dann würde die Stadt in alle Richtungen um die Burg wachsen.
Gruß Carsten (der irgendwie auch in alle Richtungen wächst, wobei nur die Breitenänderung von der Umwelt registriert wird ;-) )
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 12:03
von Michi
Hallo,
das Thema gab's schon: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=123065&t=122951
Wieso der Vogt nicht über die Brücke soll, leutet mir auch nicht ein. Allerdings hab ich es bisher noch nie erlebt, dass er überhaupt blos in die Nähe der Brücke gekommen wäre. Vielleicht sind meine Spielrunden zu geizig. ;-)
Tschö,
Michi
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 12:07
von Dietrich
Moin, moin,
ich das fand ich ja auch (nicht das mit Deiner Breitenänderung - habe dasselbe Problem ;) ) unlogisch!
Doch kam es vor, dass wir feststellten: "Ach ja, da stehen noch Arbeiter auf der Burgbaustelle, die haben wir beinahe vergessen!" - und das, obwohl es dort etliche Siegpunkte und eine Gunst des Königs zu erheischen gab.
MfG
Dietrich
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 12:31
von Christian Hildenbrand
Droegi schrieb:
> "erstes Feld nach der Brücke" heißt Wirtshaus. Du mußt aus
> der Sichtweise des Vogtes die Sache betrachten. Es ist also
> nichts sicher.
Hallo Droegi,
da muss ich Dir leider widersprechen ... das erste Feld nach der Brücke ist das erste neutrale Gebäude. In der neuen Regel wird dieses klarer beschrieben sein.
Viele Grüße,
Christian (im Urlaub)
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 12:51
von Dietrich
Moin, moin
schade; den Vogt zurückzuziehen auf die Brücke (sur le pont ... ;) ) wäre besser, damit zu Beginn niemand einen Vorteil hat.
MfG Dietrich
(Lohnt sich - ebenso wie nach Carcassonne - eine Urlaubsreise nach Caylus?)
[OT] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 15:28
von Marten Holst
Lieber Carsten,
>> Aber selbst da gab es in unserer Runde einen
>> Verbesserungsvorschlag: Um die Reihenfolge des Abarbeitens
>> (im Straßenverlauf) noch deutlicher zu machen, könnte man die
>> Burg am Ende der Straße entstehen lassen
>
> Das macht logisch allerdings nicht viel Sinn.
[i]eigentlich[/i] macht gar nichts Sinn, es ergibt höchstens einen.
Wollte ich ja nur mal gesagt haben :)
Re: [RF] Caylus
Verfasst: 5. Januar 2006, 20:08
von Droegi
OK, dann widersprich mir ruhig. Ich habe es so gelernt und in der BSW geht der Vogt auch bis dorthin zurück.
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 01:30
von Marten Holst
Moin,
> OK, dann widersprich mir ruhig. Ich habe es so gelernt und
> in der BSW geht der Vogt auch bis dorthin zurück.
ich denke dann aber, dass er das nicht mehr lange tun wird :-) Die Regeln sind halt andersrum - und nebenbei finde ich diesen immensen Vorteil, ein sicheres Nachbrückenfeld zu haben, doch sehr überschaubar :-)
Tschüß
Marten
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 06:18
von Christian Hildenbrand
Marten Holst schrieb:
>
> Moin,
>
> > OK, dann widersprich mir ruhig. Ich habe es so gelernt und
> > in der BSW geht der Vogt auch bis dorthin zurück.
>
> ich denke dann aber, dass er das nicht mehr lange tun wird
> :-)
Jo, Mail ging gerade raus an Madmax... :-)
Christian
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 10:11
von Thomas
Grundsätzlich finde ich die Regelauslegung "erstes Feld nach der Brücke = Wirtshaus" auch besser und sinnvoller, da ich es auch nicht einleuchtend finde, warum ein Feld aktiv bleiben darf.
Allerdings wirft diese Regelauslegung einen andere Frage auf !
Wenn er nämlich auf dem Wirtshaus steht, ist auch die Brücke nicht mehr aktiv, d.h. alle Spieler die dann noch mit ihrem "Vogt-verschiebe-Zug" dran wären, sind das nicht mehr !
Re: [OT] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 14:32
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Marten Holst schrieb:
>
> > Das macht logisch allerdings nicht viel Sinn.
>
> [i]eigentlich[/i] macht gar nichts Sinn, es ergibt höchstens
> einen.
Auf weia, der Marten klingt jetzt schon wie der Maik. Da haben sich wohl 2 Haarspalter gefunden, die [i]eigentlich[/i] auch keine Ahnung von der Sprache haben ;-)
Gruß Carsten (der mehr Ahnung als Motorräder hat)
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 14:40
von Marten Holst
Moin,
> Grundsätzlich finde ich die Regelauslegung "erstes Feld
> nach der Brücke = Wirtshaus" auch besser und sinnvoller, da
> ich es auch nicht einleuchtend finde, warum ein Feld aktiv
> bleiben darf.
Sind nicht alle Regeln irgendwie willkürlich? Beim Schach gibt es diese komische Ähngpassäng-Regel, beim Skat den Null - der ergibt auch irgendwie keinen Sinn. Ich könnte in diesem Falle mehrere Argumente für oder wider Vogt über die Brücke zurück nennen, nur ob die stichhaltig sind? Ich persönlich vermute, dass es für die Spielbalance vollständig schnuppe sein dürfte - wann wird das schon einmal in der Praxis vorkommen? Und wie groß ist der Schaden für welchen Spieler an welcher Position? Beziehungsweise umgekehrt der Nutzen?
Also steht hier "einheitliche Rosaregelung" gegen einfachere Regel (das Brückenargument hatte ich auch schon gehört). Es sei denn, Ystari hat tatsächlich tiefere Gründe, und die werden sich mit dem Spiel besser auskennen als ich nach vielleicht gerade mal 20 Partien. :-)
Tschüß
Marten
RE: [OT] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 14:41
von Marten Holst
Tjaha,
Haare spalten übe ich ja auch täglich an meinem Hinterkopf :-)
Tschüß
Marten
RE: [OT] Caylus
Verfasst: 6. Januar 2006, 16:55
von Christian Hildenbrand
Marten Holst schrieb:
>
> Tjaha,
>
> Haare spalten übe ich ja auch täglich an meinem Hinterkopf :-)
>
> Tschüß
> Marten
In der stillen aber vergeblichen Hoffnung, dass es noch mal mehr werden? *scnr*
Christian
RE: [RF] Caylus
Verfasst: 8. Januar 2006, 22:20
von Heinrich Tegethoff
Sorry, can not resist:
Thomas schrieb:
> Allerdings wirft diese Regelauslegung einen andere Frage auf !
> Wenn er nämlich auf dem Wirtshaus steht, ist auch die Brücke
> nicht mehr aktiv, d.h. alle Spieler die dann noch mit ihrem
> "Vogt-verschiebe-Zug" dran wären, sind das nicht mehr !
Reingefallen! Da steht kein Arbeiter auf der Brücke, also ist sie immer aktiv,
so per Definition. Aber genau wegen solcher Haarspaltereien (muß man die
Brücke denn überspringen; kann man auch auch die Ställe zurückschieben
und wird dann doch noch das Wirtshaus aktiv?) ist die Regel "Vogt geht nicht
über die Brücke" (Punkt) einfach und richtig, auch wenn dann ein sicheres
rosa Gebäude entsteht. Es regt sich doch auch keiner auf, dass das letzte
rosa Gebäude in der ersten Runde so wahnsinnig unsicher ist!
Servus,
Heinz