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[RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 16:59
von miXa
Zwei Fragen zur Fortschrittskarte "Religion":
Text in der Regel:
"Du kannst einen Bevölkerungsstein eines anderen Spielers von einem benachbarten Feld auf ein von dir kontrolliertes Feld ziehen"
Frage 1:
Sind gegnerische Spielsteine, die neben einer meiner Städte stehen (aber nicht neben einem meiner eigenen Spielsteine), "benachbart"?
Frage 2:
"auf ein von dir kontrolliertes Feld" - habe ich da die (fast) freie Auswahl? Kann der Stein sich zu irgendeinem meiner Stapel auf der Landkarte gesellen (vorausgesetzt die Stapelregeln werden erfüllt), also auch in weit entfernte Gebiete, zu denen nicht notwendigerweise ein Zusammenhang besteht?
Bei Frage 1 haben wir uns neulich friedlich auf "ja" geeinigt, bei Frage 2 auch. Die Regel sagt zumindest nichts Gegenteiliges. Das sollte ja eigentlich schon reichen. Dennoch waren wir uns nicht so ganz sicher mit der Einschätzung.
Gruß
Micha
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 17:18
von Ralf Arnemann
War da nicht was, daß "kontrollierte Felder" nur Nicht-Städte-Felder sind?
Wir haben es auf jeden Fall so gespielt, daß man nur einen fremden Pöppel auf einen benachbarten eigenen Pöppel ziehen und dort konvertieren kann. Wenn das Stapellimit es zuläßt.
Sprich: Das "benachbart" bezieht sich m. E. genau auf das kontrollierte Feld.
RE: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 17:21
von Olav Müller
"miXa" hat am 18.09.2006 geschrieben:
> Text in der Regel:
> "Du kannst einen Bevölkerungsstein eines anderen Spielers
> von einem benachbarten Feld auf ein von dir kontrolliertes
> Feld ziehen"
>
> Frage 1:
> Sind gegnerische Spielsteine, die neben einer meiner Städte
> stehen (aber nicht neben einem meiner eigenen Spielsteine),
> "benachbart"?
Hm, die Frage hat sich uns, zugegeben, gar nicht gestellt. Wir sind intuitiv davon ausgegangen, dass das eigene, kontrollierte Feld sowie das ziehende Feld das gleiche ist. Also: Der Stapel, der um einen Stein wächst, weil er relilgiösen Zuwachs bekommt, muss direkt angrenzend zum überlaufenden Stapel des Gegners stehen. Warum sollte ein konvertierter auf einmal quer über den Plan beamen können? So viel Macht wollen wir der Religion nicht zugestehen.
CU,
Olav
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 17:24
von Braz
miXa schrieb:
> Frage 1:
> Sind gegnerische Spielsteine, die neben einer meiner Städte
> stehen (aber nicht neben einem meiner eigenen Spielsteine),
> "benachbart"?
>
gute Frage: Prinzipiell schon, aber ich gehe davon aus, daß mit diesem Satz nicht Städte gemeint sind (welche man eh nicht mehr aufwerten kann), sondern dieser Satz sich tatächlich lediglich auf das Einverleiben von fremden Steinen zu eigenen Steinen gilt.
Steht nicht in der Regel, ich weiß. ...aber so haben wir es gespielt!
> Frage 2:
> "auf ein von dir kontrolliertes Feld" - habe ich da die
> (fast) freie Auswahl? Kann der Stein sich zu irgendeinem
> meiner Stapel auf der Landkarte gesellen (vorausgesetzt die
> Stapelregeln werden erfüllt), also auch in weit entfernte
> Gebiete, zu denen nicht notwendigerweise ein Zusammenhang
> besteht?
Nop, du mußt mE direkt angrenzende Steine vertauschen...quasi in diesem Bevolkerungssechseck befindet sich ein Prediger, welcher genau die angrenzenden Bevölkerungen beeinflußt. Ein vertauschen dieser Steine mit irgendeinem deiner Stapel würde für mich keinen Sinn ergeben...denn das Sechseck (in dem der Prediger quasi sitzt) belabert ja das benachbarte feindliche Sechseck zum Überlaufen....
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 17:53
von miXa
Weshalb diese Frage bei uns überhaupt aufkam:
Spieler X spielt die Religion und möchte einen zu einer seiner Städte "benachbarten" Spielstein konvertieren (da steht in der Regel nichts davon, dass er das Feld, von dem aus er das macht, auch "kontrollieren" muss). Darf er das? Intuitiv sagten wir erst "Nee, den kann er ja ohnehin nicht auf die Stadt ziehen, also geht das alles nicht". Festzuhalten bleibt aber erst mal: in der Regel steht nur "benachbart", ohne Sonderbedingung "kontrolliert" oder "Spielstein".
Ausserdem sagt die Regel "auf ein von dir kontrolliertes Feld". Aha! Also muss der Stadt ja gar nicht in Stadt, der kann ja irgendwo hin. So unsere weitere Interpretation. Regel aufgeschlagen, gesucht. Da steht nix davon, dass der Stein GENAU auf das Feld ziehen soll, das als Basis für die Nachbarschaft dient.
Und wieso soll man etwas in eine Regel hineininterpretieren, was da nicht steht. Da hatten wir nun das Dilemma und haben abgestimmt.
Schon auffällig, dass ihr alle intuitiv erst genau die Regelauslegung genommen habt, die ich auch nehmen wollte. Aber einer meiner Mitspieler hat mich dann eines Besseren (oder Schlechteren" belehrt und wir haben uns nach eindringlich Regelstudium doch anders herum geeinigt.
Vom Spielgefühl kommt man zu dem Schluss, da hält einer eine Predigt und zieht einen Anhänger auf sein Feld. Das steht aber definitiv nicht so in der Regel. Also reine Interpretation. Ich bin also immer noch nicht so richtig schlau. Kennt jemand eventuell die englischen Regeln? Ferdinand?
Danke schon einmal fürs Mitdenken!
Micha
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 17:59
von Ralf Arnemann
Der Knackpunkt ist die Formulierung:
"von einem benachbarten Feld auf ein von dir kontrolliertes Feld ziehen"
Das sollte man m. E. schon so interpretieren, daß das "benachbart" sich auch auf das "kontrollierte" Feld bezieht.
Dann macht es nämlich direkt Sinn, und man muß nicht vergeblich die restliche Regel interpretieren.
Wenn man sich beim "benachbart" so wie Ihr das getan habt vom "kontrollierten Feld" löst - dann wird es völlig beliebig. Dann könnte man ja auch sagen, wieso überhaupt benachbart zum Spieler, steht dann auch nicht mehr drin.
Mit anderen Worten: Die ganze Sache mit der Nachbarschaft ist überhaupt nur möglich, wenn auch genau das Feld gemeint ist, auf das der Pöppel gezogen wird.
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 18:02
von miXa
Dass "kontrollierte" Felder keine Stadtfelder sind, steht nur in einem einzigen Zusammenhang - nämlich bei der Schlussberechnung.
Ich bin aus anderen Gründen (3 Felder Kontrolle = Nicht-Angriff) ohnehin schon etwas unglücklich mit der Interpretation Kontrolle = ausschliesslich Spielsteine.
"Kontrolle in der Endabrechnung" muss aber nicht unbedingt gleichzusetzen sein mit "Kontrolle für Angriffszwecke". Der Satz bei der Endabrechnung könnte ja lediglich zur Klärung der Abrechnung eingefügt worden sein. Um eben klarzustellen, dass eine Stadt nicht noch einen zusätzlichen Punkt für das Feld bekommt. Das diese Definition der "Kontrolle" in einem anderen Zusammenhang eine ungewollte Bedeutung bekommt, hat man vielleicht übersehen.
Ausserdem - bei der Religion ist nicht die Rede davon, dass ich das Feld, das als Basis für die Nachbarschaft dient, auch kontrollieren muss. Damit könnte auch eine Stadt Nachbarschaft herstellen.
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 18. September 2006, 18:08
von miXa
Verzeihung - unsere Beiträge haben sich gekreuzt (siehe meine Antwort auf deinen Beitrag oben).
Ich gebe Euch allen ja recht und finde die Interpretation auch plausibel. Bei der Partie, die wir spielten war ja schliesslich auch ich derjenige, dem der Unterkiefer runterfiel, weil da auf einaml so eine komische Deutung aufkam. Nur - ich habe letztendlich aus der Regel selbst keine Unterstützung für meine Sichtweise (die sich mit Deiner deckt) bekommen. Also habe ich mich "logischen", bzw. geschriebenen Argumenten gebeugt.
Aber ich sehe zumindest, dass da auch andere gestolpert wären.
Ist also eine Sache, auf die man sich vor Beginn einigen sollte. Sonst kommt wieder jemand mit den Regeln... ;)
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 19. September 2006, 09:28
von Mike Merten
miXa schrieb:
>
> Ausserdem - bei der Religion ist nicht die Rede davon, dass
> ich das Feld, das als Basis für die Nachbarschaft dient, auch
> kontrollieren muss. Damit könnte auch eine Stadt
> Nachbarschaft herstellen.
Genau das sehe ich anders. Das "benachbart" steht zunächst in dem Satz recht isoliert. Es stellt sich die Frage: "Wozu benachbart?" Das einzige, was der von Dir zitierte Regelpassus anbietet, ist "ein von dir kontrolliertes Feld", in das Du den Stein dann ziehst. Alle anderen Dinge, egal ob sonstige von Dir kontrillierten Felder oder die Chipstüte, werden nicht erwähnt. Warum Dinge als benachbart ansehen, die in dem Absatz gar nicht genannt werden?
Ich gebe zu, im Deutschunterricht haben mir Gedichtinterpretationen immer viel Spaß gemacht. Das übte für Regeln ungemein. ;)
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 19. September 2006, 10:26
von miXa
Ich denke, Du hast den Punkt getroffen!
So ist es wohl gemeint und Deine Lesart überzeugt mich.
Danke
Re: [RF] Tempus Religion
Verfasst: 19. September 2006, 12:31
von Dietrich
Moin, moin,
gibt es auf irgendeiner Seite die Originalregeln?
So könnte man sich selbst ein Bild machen.
Mit freundlichem Gruß
Dietrich