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[RF] Säulen von Venedig (Spiel-Ende)

Verfasst: 12. November 2006, 18:41
von Helmut Lehr
Hallo,
für das Spielende steht bei den "Säulen von Venedig", dass die letzten Säulen auf den Spielplan gestellt werden und danach keine Aktion mehr stattfindet.
Kann man sich diese letzte Aktion des Säulen-Hineinstellens nicht sparen, wenn mit den Säulen ohnehin nichts mehr angefangen wird?
Wer weiß Bescheid?

SG
Helmut

Re: [RF] Säulen von Venedig (Spiel-Ende)

Verfasst: 12. November 2006, 20:18
von Axel Bungart
Hallo Helmut,

im Grunde schon. Da das Aufstellen keine wirkliche Funktion mehr hat, kann man es sich auch sparen. Es sollte nur deutlich werden, dass der Spieler die Aktion auch durchfuehren will.

Gruss
Axel

Re: [RF] Säulen von Venedig (Spiel-Ende)

Verfasst: 12. November 2006, 20:45
von Knut Happel
Lieber Helmut,

Du hast in der Tat Recht (ebenso wie Axel):
Die Ausführung der letzten Pechtunker- Aktion kann man sich eigentlich sparen, da das Spiel endet, wenn der Spieler mit dem "letzten" Pechtunker an die Reihe kommt.

In meinem Spielrunden hat es sich - zumindest bei den Spielen, in denen der Führende den entscheidenden Pechtunker ausspielt - als Gewohnheit herausgestellt, dass der Sieger die verbleibenden Pfähle mit triumphaler Geste in der Lagune platziert. Auch wenn (oder vielleicht gerade weil) es vom Spielablauf nicht erforderlich ist .....

Knut (der sich die Grüße nicht spart).
www.die-saeulen-von-venedig.de

[OT] zweiteilige Betreffzeile gelungen :-)

Verfasst: 13. November 2006, 13:06
von raccoon
Hallo Helmut,

schöne Betreffzeile :) ! Die meisten hören ja leider beim Spiel-Titel auf, sodass man bei einer späteren Reserve über die Suchfunktion unzählige Threads mit der gleichen Betreffzeile erhält und dann aussortieren muss, was brauchbar ist - dabei ist Dein Klammerzusatz so nützlich.

Viele Grüße :)

raccoon (der hofft, das dieses Beispiel hier bald Schule macht)

Re: [RF] Säulen von Venedig (Spiel-Ende)

Verfasst: 13. November 2006, 22:09
von Friedel Hoffmann
Hallo, mal eine Frage an den Autor. Mich hat das Spiel in Essen an und für sich angesprochen und ich habe auch schon etliche Partien mit unterschiedlicher Anzahl der Mitspieler gespielt. Doch eines ist mir sauer aufgestossen. Sehr oft war es absehbar, dass nur noch ein Spieler gewinnen kann und auf das Setzen der letzten Säulen spielte. Das war unbefriedigend in meinen Augen. Was haben wir denn falsch gemacht?

Allgemeine (und besondere) Tipps für die Endphase bei "Die Säulen von Venedig"

Verfasst: 14. November 2006, 01:41
von Knut Happel
Lieber Friedel,

ich glaube nicht, dass Ihr etwas "falsch gemacht" habt.
Wenn ein Spieler sehr hoch führt, ist dieser entweder sehr geschickt gewesen oder hatte Glück, dass Deine Spielrunde ihm trotz seiner Führung noch reichlich Siegpunkte verschaffte (d.h. auf seine Pfahlmarker baute, am Canale Grande baute während er auf der Gondel saß ......).

Dass IN DER ENDPHASE mal vermeintlich nur ein Spieler gewinnen kann, ist eine Situation, die sich bei einem Spiel nicht vermeiden läßt, welches als Spielprinzip auch darauf beruht, dass Spieler anderen Spielern Punkte verschaffen.
Aber bei den allermeisten "Die Säulen von Venedig"- Partien kann man nach meinen Erfahrungen aus Testrunden auch da noch was machen .....


Ganz allgemein als Tipp für die Endphase des Spiels:

Die anderen Spieler sollten RECHTZEITIG dafür sorgen, dass auf den letzten verbliebenen Pfählen genügend eigene Pfahlmarker vorhanden sind. Denn dadurch kommen sie an Siegpunkte, obwohl das Spielende näher rückt.
Fällt das nahe Spielende den anderen Spieler erst auf, wenn ein Spieler deutlich führt und nur noch 2 Pfähle übrig sind ..... naja, dann wird es in der Tat schwierig, den Führenden noch am Sieg zu hindern, weil jetzt kein "Pechtunker" mehr gespielt werden kann.

Schwierig, aber nicht aussichtslos:


1.
Der Führende braucht einen "Pechtunker", um das Spiel zu beenden (da ihm keiner seiner Mitspieler diesen Gefallen tun wird).
Er kann a.) schon einen haben oder b.) noch einen brauchen.

Im Fall a.) sollten alle Spieler versuchen, als jeweilige Startspieler dem Führenden genau diesen "Pechtunker" durch Ziehen wegzuschnappen.
Gerade bei Runden mit 4+ Spielern ist der Führende ja sehr vielen Spielern ausgesetzt, die bei ihm ziehen wollen ..... Und dann muss der Führende sich wieder irgendwo einen "Pechtunker" "organisieren" --> siehe b.)
Der "Spion" scheint übrigens ein gutes Mittel zum rechtzeitigen Wegschnappen des "Pechtunkers" zu sein, hat aber den gewaltigen Nachteil, dass der ausspionierte Führende dann den "Spion" auf der Hand hat und sich damit auf die (recht leichte) Suche nach einem neuen "Pechtunker" machen kann.

Im Fall b.) muss der Führende als Startspieler versuchen, irgendwo einen "Pechtunker" durch Ziehen zu finden.
Wenn es tatsächlich in einem Spiel einen deutlich Führenden gibt, sollte vermieden werden, dass die "Pechtunker" sich bei einem Spieler sammeln und dieser bei 5 Handkarten 3 "Pechtunker" hat. Dadurch würde nämlich einem aufmerksamen Führenden eine zu gute Möglichkeit gegeben werden, als Startspieler mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei genau diesem Spieler eine ("Pechtunker"-) Karte zu ziehen ......
Außerdem: Der Führende hat natürlich ein Interesse daran, dass der Startspieler häufig wechselt, denn dadurch bekommt er selbst viele Chancen, als Startspieler einen "Pechtunker" zu ziehen. Der Startspieler wechselt, wenn ein "Ratsherr" oder "Baumeister" ausgespielt wird (diese Karten haben das entsprechende Symbol auf der Karte). Die anderen Spieler sollten - wenn möglich - dem Führenden die "Arbeit" überlassen, diese Karten zu spielen, um das Weiterreichen der Startspielerkarten zu forcieren. Denn diese Aktionen haben für den Führenden vielleicht sonst keinen Vorteil, da er ja den "Pechtunker" will ......

2.
Mit dem "Saboteur" können schon bebaute Pfähle freigeräumt werden. Dadurch entsteht neuer Platz für (punkteträchtige) Stadtteile, ohne dass ein "Pechtunker" gespielt werden muss und den Führenden zum Sieger macht.
In gewisser Weise ist der "Saboteur" also eine Art "Pechtunker" ohne aber das Spielende herbeizuführen ......

3.
Wenn gegen Ende kein "Pechtunker" mehr gespielt werden kann (weil der Führende sonst gewinnt), können oft trotzdem Stadtteile mit dem "Ratsherrn" aus dem Vorrat genommen oder mit dem "Baumeister" gebaut werden. Wer in diesen Situationen auf das Ausspielen dieser Karten "zockt" und deshalb einen "Spekulant" oder "Händler" spielt, kann Punkte machen, ohne mittels "Pechtunker" das Spielende herbeizuführen.

4.
Die Vorteile von "Saboteur", "Spekulant" oder "Händler" kann man sich natürlich ganz leicht auch mit dem "Bettler" verschaffen - leider gilt dies aber auch für einen aufmerksamen Führenden ;-)


Weiterhin viel Spaß - und die ein oder andere knifflige Aufholjagd - wünscht Dir und Deinen Mitspielern
Knut
www.die-saeulen-von-venedig.de

Re: Allgemeine (und besondere) Tipps für die Endphase bei "Die Säulen von Venedig"

Verfasst: 14. November 2006, 08:51
von Friedel Hoffmann
Danke für diese ausführliche Antwort. Wie anfangs gesagt, mir gefiel das Spiel auf der Messe sofort und es wird bestimmt noch öfters bei den HIESPIELCHEN auf dem Spieltisch landen.