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Monopoly: Hausregeln

Verfasst: 18. November 2007, 13:13
von Friedemann Vorländer
Ich habe gestern ein relativ altes Monopolyspiel gekauft und heute das erste Mal seit langem Monopoly gespielt. Da jeder mit anderen Regeln spielt, habe ich mir mal die Originalregeln durchgelesen und mit erstaunen festgestellt, dass das Feld "Frei Parken" überhaupt keine Funktion hat.

Auch andere Regeln fand ich erstaunlich, so zum Beispiel, das man immer beliebig viele Häuser bauen darf, sobald alle Straßen verteilt sind und man ein Monopol für die entsprechende Straße hat und sofern man die einzelnen Farben gleichmäßig bebaut. Da diese (u.a.) Regeln nach meiner Ansicht ziemlich unvollkommen sind, stellt sich mit die Frage, welche Regeln ihr ergänzt oder modifiziert.

Re: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 13:24
von Big Daddy
Hallo Friedemann,

das Feld "Frei Parken" hat genau die Funktion die drauf steht, nämlich frei parken, d.h. es muss keine Miete gezahlt werden und dass tut manchmal ziemlich gut!

Mit freundlichen Grüßen
Big Daddy

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 13:41
von sporb
Monopoly dürfte wohl trotz seiner Simplizität zu den am falschesten/hausgeregelsten gespielten Spielen überhaupt gehören, noch vor Risiko.

cu, sporb (Achtung, dieses Posting enthält eine Meinung, wenn nichts anderes dabeisteht!)

Re: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 13:53
von Andreas Keirat
Friedemann Vorländer schrieb:
>
> Ich habe gestern ein relativ altes Monopolyspiel gekauft und
> heute das erste Mal seit langem Monopoly gespielt. Da jeder
> mit anderen Regeln spielt, habe ich mir mal die
> Originalregeln durchgelesen und mit erstaunen festgestellt,
> dass das Feld "Frei Parken" überhaupt keine Funktion hat.
>
> Auch andere Regeln fand ich erstaunlich, so zum Beispiel, das
> man immer beliebig viele Häuser bauen darf, sobald alle
> Straßen verteilt sind und man ein Monopol für die
> entsprechende Straße hat und sofern man die einzelnen Farben
> gleichmäßig bebaut. Da diese (u.a.) Regeln nach meiner
> Ansicht ziemlich unvollkommen sind, stellt sich mit die
> Frage, welche Regeln ihr ergänzt oder modifiziert.

Wie legen alles Geld, welches durch die Ereignis-/Gemeinschaftskarten ins Spiel kommen, ins Zentrum des Spielplans. Wenn jemand FREI PARKEN erreicht, bekommt er diesen Einsatz. Ausgeschlossen sind dabei immer die Steuereintreibungsfelder, die sich um die Schloßallee herum tummeln...

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(findet es eine Kunst, einen Mitspieler möglichst lange bluten zu lassen, ohne daß er Pleite geht, damit man seine Los-4000 DM auch noch oft mit einsacken kann...)

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 14:03
von Hartmut Th.
"Andreas Keirat" hat am 18.11.2007 geschrieben:
> Friedemann Vorländer schrieb:
...
> Wie legen alles Geld, welches durch die
> Ereignis-/Gemeinschaftskarten ins Spiel kommen, ins Zentrum
> des Spielplans. Wenn jemand FREI PARKEN erreicht, bekommt
> er diesen Einsatz. Ausgeschlossen sind dabei immer die
> Steuereintreibungsfelder, die sich um die Schloßallee herum
> tummeln...

Das scheint mir eine sehr verbreitete "Hausregel" zu sein, einschließlich der Ausschluss-Regel mit den Kosten der Felder, denn GENAU SO habe ich das früher (so um 1970 herum) auch immer mit meinen Eltern und Freunden gespielt - anders würde ich das auch heute nicht tun, auch wenn mir die Originalregeln durchaus bekannt sind (nur kommt Monopoly praktisch nicht mehr auf den Tisch). Das ist quasi eine echte "Volksregel". Wenn man bedenkt, dass lebendige Sprache auch die Regeln im Duden beeinflusst, kann man sich schon fragen, warum das in der O-Regel eines Monopoly im Jahre 2007 nicht schon drinsteht, und sei es auch nur als vorgeschlagene Variante.

@Friedemann: Dich frage ich mal nach der Dir geläufigen (Haus-)regel, die den Kauf von Häusern auf Straßenreihen in eigenem Besitz beschränken sollte, so eine Regel (außer: gleichmäßige Verteilung) ist mir nämlich nicht bekannt. Z.B. Bad- und Turmstraße konnte (und kann) man mit 10.000 mal eben mit Hotels pflastern (jeweils 4 Häuser und Hotel a 1.000), wenn man das nötige Kleingeld über hat. Wie hast Du das sonst gespielt?

> (findet es eine Kunst, einen Mitspieler möglichst lange
> bluten zu lassen, ohne daß er Pleite geht, damit man seine
> Los-4000 DM auch noch oft mit einsacken kann...)

@Andreas: das gehört nun aber wirklich nicht hierher, vielleicht eher in den Tierquäler-Thread ;-)

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 14:11
von Fluxx
Hartmut Th. schrieb:
> @Friedemann: Dich frage ich mal nach der Dir geläufigen
> (Haus-)regel, die den Kauf von Häusern auf Straßenreihen in
> eigenem Besitz beschränken sollte, so eine Regel (außer:
> gleichmäßige Verteilung) ist mir nämlich nicht bekannt. Z.B.
> Bad- und Turmstraße konnte (und kann) man mit 10.000 mal eben
> mit Hotels pflastern (jeweils 4 Häuser und Hotel a 1.000),
> wenn man das nötige Kleingeld über hat. Wie hast Du das sonst
> gespielt?

Ich kann hier nicht für Friedemann sprechen aber ich meine mich zu erinnern aml auf Leute gestoßen zu sein, die das Spiel so spielen, dass man erst dann Häuser/Hotels bauen darf wenn alle Straßen so getauscht wurden, dass jeder nur noch komplette Straßenzüge hat (ich glaube Bahnhöfe zählen dabei nicht mit). Hat den schönen Effekt, dass man einfach mal das Häusrebauen komplett blokieren kann in dem ma sich weigert die letzte Straße abzugeben - dadurch dauert das Spiel so richtig schön lange, da man durch LOS meist mehr Geld bekommt als man bei einer umrundung so an Miete etc zahlen muss - dh. niemand wird je pleite ;)

Gruß

Fluxx

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 14:12
von Andreas Keirat
Hartmut Th. schrieb:
>
> "Andreas Keirat" hat am 18.11.2007 geschrieben:
> > Friedemann Vorländer schrieb:
> ...
> > Wie legen alles Geld, welches durch die
> > Ereignis-/Gemeinschaftskarten ins Spiel kommen, ins Zentrum
> > des Spielplans. Wenn jemand FREI PARKEN erreicht, bekommt
> > er diesen Einsatz. Ausgeschlossen sind dabei immer die
> > Steuereintreibungsfelder, die sich um die Schloßallee herum
> > tummeln...
>
> Das scheint mir eine sehr verbreitete "Hausregel" zu sein,
> einschließlich der Ausschluss-Regel mit den Kosten der
> Felder, denn GENAU SO habe ich das früher (so um 1970 herum)
> auch immer mit meinen Eltern und Freunden gespielt - anders
> würde ich das auch heute nicht tun, auch wenn mir die
> Originalregeln durchaus bekannt sind (nur kommt Monopoly
> praktisch nicht mehr auf den Tisch). Das ist quasi eine echte
> "Volksregel". Wenn man bedenkt, dass lebendige Sprache auch
> die Regeln im Duden beeinflusst, kann man sich schon fragen,
> warum das in der O-Regel eines Monopoly im Jahre 2007 nicht
> schon drinsteht, und sei es auch nur als vorgeschlagene
> Variante.
>
> @Friedemann: Dich frage ich mal nach der Dir geläufigen
> (Haus-)regel, die den Kauf von Häusern auf Straßenreihen in
> eigenem Besitz beschränken sollte, so eine Regel (außer:
> gleichmäßige Verteilung) ist mir nämlich nicht bekannt. Z.B.
> Bad- und Turmstraße konnte (und kann) man mit 10.000 mal eben
> mit Hotels pflastern (jeweils 4 Häuser und Hotel a 1.000),
> wenn man das nötige Kleingeld über hat. Wie hast Du das sonst
> gespielt?
>
> > (findet es eine Kunst, einen Mitspieler möglichst lange
> > bluten zu lassen, ohne daß er Pleite geht, damit man seine
> > Los-4000 DM auch noch oft mit einsacken kann...)
>
> @Andreas: das gehört nun aber wirklich nicht hierher,
> vielleicht eher in den Tierquäler-Thread ;-)
>
> verspielte Grüße, Hartmut

*ouch* Ok, ich spende nen Euro in die Kasse...

Eine Beschränkung der Bauregeln kenne ich ebenfalls. Man darf in seinem Zug nur maximal ein Gebäude auf jedes Feld einer Farbe setzen. Die Häuser symbolisieren dann quasi Bauabschnitte für ein Hotel (das kann ja auch nicht ratz-fatz errichtet werden. Wenn man dann noch die Hausregel nimmt, daß man nur Gebäude errichten darf, wenn man auf einem Feld der entsprechenden Farbe ist (Quasi als Architekt den Bau des Hotels/Hauses überwachen muß - heutzutage ist das Pflicht beim Hausbau!!!), zieht sich das Spiel allerdings enorm.

Ach, wenn ich das so lese, wird es glaube ich mal wieder Zeit für ein Speed-Monopoly. 2 Stunden Spielzeit, reichster Spieler hat gewonnen. Da wird dann flott getauscht.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de


>
> - Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 15:12
von Marten Holst
Moin,

> Wenn man dann noch die
> Hausregel nimmt, daß man nur Gebäude errichten darf, wenn
> man auf einem Feld der entsprechenden Farbe ist (Quasi als
> Architekt den Bau des Hotels/Hauses überwachen muß -

Upps, das ist ne Hausregel? Bei "Frei Parken" bin ich ja gewohnt, dass die "Mitte abgreifen" nicht durch die Regeln gedeckt war, aber hier hätte ich doch gedacht...

Regelauszug

Verfasst: 18. November 2007, 15:53
von Pucky
Huhu,
bin erstaunt wie verwirrend das hier in meiner Monopolyregel beschrieben ist *g*

(Luxusausgabe eines unbestimmten Jahres)
"Die Spieler dürfen erst dann Häuser aufstellen, wenn sämtliche Grundstücke verkauft sind. Häuser können nur von der Bank gekauft werden und dürfen nur auf Grundstücken einer Farbengruppe errichtet werden, die sich vollständig im Besitz eines Spielers befinden, z.B.: Wenn es einem Spieler gelingt, Rathausplatz, Hauptstraße und Bahnhofstraße zu besitzen, d.h. eine vollständige Farbengruppe kann er jederzeit, solange sie ihm gehört, ein Haus oder mehrere Häuser von der Bank kaufen und auf den Grundstücken aufstellen. Das nächste Haus das er kauft, muß auf einem der noch unbesetzten Grundstücke aufgestellt werden oder einer anderen Farbengruppe, die er besitzt. Der Preis, den er für jedes Haus zahlen muß, steht auf der Besitzrechtskarte des Grundstückes.
Ein Spieler kann, in Übereinstimmung mit den obigen Regeln, jederzeit so viele Häuser kaufen und aufstellen, wie er will und wie es seine Geldmittel gestatten. Er muß aber gleichmäßig bauen, d.h. er darf auf einem Grundstück erst dan ein weiteres Haus aufstellen, wenn auf allen anderen Grundstücken der Farbengruppe jeweils die geliche Anzahl Häuser erreichtet ist. Er darf also z.B. auf einem Grundstück das dritte Haus erst dann bauen, wenn auf allen anderen Grundstücken der Farbengruppe je 2 Hauser stehen.
Auf einem Grundstück dürfen bis zu 4 Häuser gebaut werden.
Hotels
ein Spieler muß 4 Häuser auf jedem Grundstück einer vollständigen Farbengruppe haben, ehe er ein Hotelgebäude kaufen darf...."

hmmm ich glaube ich habe es (nun doch nicht)verstanden, aber klingt trotzdem unnötig kompliziert *g*
- ich muß alle Straßen einer Farbe haben
-kaufen so viel ich will
-ich muß nicht auf der Straße stehen (bin mir nicht sicher, ob ich auf grün auch auf meiner roten Straße bauen darf...)
-aber ich muß gleichmässig innerhalb einer Farbengruppe bauen.
und und das verwirrt mich,
-ich muss glaube ich nicht mal an der Reihe sein (?)
das kommt aus der Interpretation der Regel
"Mangel an Gebäuden" heraus
"... Wollen 2 oder mehr Spieler mehr Häuser oder Hotels kaufen als die Bank verfügbar hat, müssen die Häuser oder Hotels an den Meistbietenden versteigert werden."

--------------------------------------------------

Habe aber gemerkt, dass wir so ziemlich alle Regeln unbeachtet gelassen haben z.B. auch
-wer ein Feld betritt, hat Kaufrecht (soweit bei uns auch), kauft er nicht, wird versteigert...

Nun gut,denke mal Monopoly gehört wohl zu den Spielen, mit den quotentechnisch am wenigsten gelesenen Regeln. Regeln werden eher vererbt und somit entstehen flüsterposttechnisch eben Hausregeln :-)

Gruß
Frank

RE: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 16:14
von Roland G. Hülsmann
Hartmut Th. schrieb:

> Wenn man bedenkt, dass lebendige Sprache auch
> die Regeln im Duden beeinflusst, kann man sich schon
> fragen, warum das in der O-Regel eines Monopoly im
> Jahre 2007 nicht schon drinsteht, und sei es auch nur
> als vorgeschlagene Variante.

Nun, in meiner Regel aus dem Jahre 1995 steht unter "SPIELVARIANTEN":

"3. Alle Steuern, Renovierungskosten und Bußgelder werden auf das Felf "Frei Parken" gelegt. Der Spieler, der das Feld "Frei Parken" als nächster erreicht oder sich gerade auf dem Feld befindet, wenn die Einzahlung erfolgt, darf diese Summe kassieren."

Gruß
Roland

Re: Monopoly

Verfasst: 18. November 2007, 21:31
von Ulrich Roth
Friedemann Vorländer schrieb:

> Da diese (u.a.) Regeln nach meiner
> Ansicht ziemlich unvollkommen sind, stellt sich mit die
> Frage, welche Regeln ihr ergänzt oder modifiziert.

Spielt niemand von euch mit der Variante, dass grundsätzlich alle Grundstücke versteigert werden?
Das sollte den Glücksfaktor brutalstmöglich reduzieren...

(Verfeinerte Version: Wer draufgekommen ist, steigert nicht mit, hat aber dann die Option, selbst zum Höchstgebot zu kaufen).

Im Übrigen frage ich mich, wie bei Turnieren gespielt wird. Ich erinnere mich dunkel, dass da auch schon Titel verteidigt wurden - doch wohl kaum nach den Originalregeln?

RE: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 00:18
von Hartmut Th.
"Roland G. Hülsmann" hat am 18.11.2007 geschrieben:
> Hartmut Th. schrieb:
>
>> Wenn man bedenkt, dass lebendige Sprache auch
>> die Regeln im Duden beeinflusst, kann man sich schon
>> fragen, warum das in der O-Regel eines Monopoly im
>> Jahre 2007 nicht schon drinsteht, und sei es auch nur
>> als vorgeschlagene Variante.
>
> Nun, in meiner Regel aus dem Jahre 1995 steht unter
> "SPIELVARIANTEN":
>
> "3. Alle Steuern, Renovierungskosten und Bußgelder werden
> auf das Felf "Frei Parken" gelegt. Der Spieler, der das
> Feld "Frei Parken" als nächster erreicht oder sich gerade
> auf dem Feld befindet, wenn die Einzahlung erfolgt, darf
> diese Summe kassieren."
>
> Gruß
> Roland

mein fehler. Friedemann hatte ja von einem "alten" Monopoly gesprochen und ich habe mir lange kein neueres Monopoly angesehen. Danke für die Klärung!

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

Re: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 09:23
von Michael Weber
Ulrich Roth schrieb:
> Im Übrigen frage ich mich, wie bei Turnieren gespielt wird.
> Ich erinnere mich dunkel, dass da auch schon Titel verteidigt
> wurden - doch wohl kaum nach den Originalregeln?

Doch, ich glaube, genau nach denen, weil die relativ ausgewogen sind und nicht die Dynamik des gedachten Monopolys durch eine Hausregel zerstören.

Re: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 12:35
von WeePee
Tatsächlich zerstören viele Hausregeln die Ausgewogenheit der Straßen in Monopoly.


Ein Großteil der Hausregeln vergrößert das vorhandene Geld der Spieler (wer auf das Frei-Parken-Feld kommt, erhält alle Ausgaben/Strafen, die vorher von anderen Spielern gezahlt wurden) und reduziert somit die Wichtigkeit der "kleinen" Straßen und vergrößert die Wichtigkeit der "großen" Straßen.

Ein anderer Teil verringert den "Zufallsaspekt" und verlängert somit meistens das Spiel (Häuser bauen, erst wenn alle Straßen verkauft sind; Straßen werden grundsätzlich versteigert), ohne dass es tatsächlich zu neuen Varianten kommt.


Ich persönlich finde die Originalspielregeln tatsächlich die Besten. Alle Hausregeln, die ich so kenne, verbessern das Spiel in keinster Weise.

Liebe Grüße
Wolfram

Re: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 13:15
von Smuker
Ich hab bei meinem Monopoly 60 Jahre Edition einige Hausregel vorschläge am Ende die in vielen Fanhaushalten gespielt werden.

RE: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 19:29
von Friedemann Vorländer
Ich habe das Spiel so kennengelernt, dass man nur Häuser auf dem Feld bauen darf, auf dem man gerade steht; Voraussetzung dabei war, dass man alle Straßen dieser Farbe besaß. Die Regel führt aber nur zu einer sehr langen Spielzeit ohne den Glücksfaktor zu verringern.

An der Originalregel (gleichmäßige Bebauung überall) stört mich, dass das Spiel sehr schnell kippen kann, wenn alle Straßenkarten verteilt sind. Wer zu diesem Zeitpunkt kein Geld besitzt um Häuser zu bauen (was natürlich häufig auf einen strategischen Fehler zurückzuführen ist) oder aber von keiner Farbe alle Häuser besitzt (was leicht vorkommen kann) hat praktisch keine Chance.

Ich habe zuletzt folgende Regel angedacht: Man darf immer nur bauen, wenn ein beliebiger Spieler über Los kommt, und zwar auf jeder Straße maximal 1 Haus, (Vollständigkeit der Farbe und gleichmäßige Bebauung vorausgesetzt). Wer im Gefängnis sitzt, darf dabei aber nicht bauen (weil das Gefängnis im späteren Spielverlauf nach den normalen Regeln der beste Ort ist). Außerdem sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, einen Spieler zum Verkauf einer Straße zu zwingen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Spieler keine Farben vervollständigen können. Vorschlag für die Ausgestaltung: Spieler muss bereits 2 Straßen der Farbe besitzen (kein Zwangskauf Schlossalle/Parkallee) und den 4fachen Nominalwert bezahlen.

RE: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 22:58
von Hartmut Th.
"Friedemann Vorländer" hat am 19.11.2007 geschrieben:
> Ich habe das Spiel so kennengelernt, dass man nur Häuser
> auf dem Feld bauen darf, auf dem man gerade steht;

Das kann in der Tat dauern...

> An der Originalregel (gleichmäßige Bebauung überall) stört
> mich, dass das Spiel sehr schnell kippen kann, wenn alle
> Straßenkarten verteilt sind.

Hab ich wohl auch immer falsch gespielt. Wer einen vollständigen Straßenzug hatte, drufte bauen, egal wieviele Karten noch nicht verkauft waren. Aber wen stört schon 'ne Regel. wenn andere auch Spaß machen :-)

> Ich habe zuletzt folgende Regel angedacht:...

Wie schon gesagt, ich spiele es kaum mehr, werde ich wohl nicht ausprobieren. Alternativ kam mir die Idee, man könne das Bauen nicht nur beim genauen Treffen eines Feldes sondern auch vorüberziehen an eigenen Straßenzügen gestatten. Gilt dann beim Erreichen bzw. Vorbeiziehn am erstbesten Straßenfeld der Gruppe für alle Felder der Gruppe, d.h. in diesem Zug darf man dort bauen, einmal pro Umlauf. Ob man zusätzlich das Bauen beschränken sollte (nur ein Haus Zuwachs pro Feld) weiß ich nicht, verzögert das Geschehen dann zu sehr.

Mehr zu Monopoly (v.a. Übersicht der bekannten Ausgaben) gibt es auf den Seiten von Albert Veldhuis : http://www.muurkrant.nl/monopoly/

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

Re: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 23:33
von Roland G. Hülsmann
Ulrich Roth schrieb:

> Im Übrigen frage ich mich, wie bei Turnieren gespielt wird.
> Ich erinnere mich dunkel, dass da auch schon Titel
> verteidigtwurden - doch wohl kaum nach den Originalregeln?

Ich denke, gerade nach den Originalregeln!
Denn fast alle Hausregeln erhöhen den ohnehin vorhandenen Glücksfaktor teilweise sogar erheblich (oder ziehen das Spiel ohne wirkliche Verminderung desselben in die Länge). Gerade die Frei-Parken-Hausregel ist pures Glück, was unter Umständen spielentscheidend sein kann. Wenn ich nur Bauen kann, wenn ich auf meine Straße komme, gehört selbst dazu großes Glück, während die Originalregel vorsieht, dass man jederzeit - unter Einhaltung der Bauregeln - bauen kann, auch wenn ein anderer Spieler am Zug ist. Ansonsten ist natürlich das Verhandlungsgeschick ein wesentlicher Bestandteil des Spieles, ebenso das Abschätzen des Wertes eines Grundstückes beim Ersteigern. Bei meiner Ausgabe (Luxus Ausgane des Buch-Clubs) lag sogar ein Buch mit Strategie- und Taktiktips dabei.

Auch wenn ich Monopoly schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt habe (das letzte Spiel war die Pokemon-Ausgabe meiner Tochter), würde ich mal schätzen, dass der Glücksanteil mit dem Siedler-Grundspiel vergleichbar ist: Bei gleichmäßiger Verteilung des Würfelglücks auf die Mitspieler gewinnt der bessere Spieler, aber nicht immer ist das Würfelglück gleichmäßig verteilt.

Gruß
Roland

RE: Monopoly

Verfasst: 19. November 2007, 23:43
von sporb
Die beste Hausregel ist immernoch, Monopoly prinzipiell nicht zu spielen...

cu, sporb (Achtung, dieses Posting enthält eine Meinung, wenn nichts anderes dabeisteht!)

RE: Monopoly

Verfasst: 20. November 2007, 03:09
von Marten Holst
Wenn mich nicht alles täuscht, wurde auch einmal der Titel bei einer nicht ganz teilnehmerarmen WM verteidigt - irgendwas geht also wahrscheinlich doch.

Allerdings mag Siedler vielleicht nicht mehr Strategie enthalten (obwohl ich tippe, dass schon), aber es enthält in jedem Fall mehr strategisch aussehende Entscheidungen - alleine das ist schon was wert :-)

RE: Monopoly

Verfasst: 20. November 2007, 15:04
von peer
Hi,
Marten Holst schrieb:
>
> Wenn mich nicht alles täuscht, wurde auch einmal der Titel
> bei einer nicht ganz teilnehmerarmen WM verteidigt -
> irgendwas geht also wahrscheinlich doch.

Ja, und im drauffolgenden Jahr kam der Gewinner wieder ins Finale - die Spielbox schrieb damals, dass er dann nur zweiter wurde, da er anfänglich nur Wasser- und E-Werk (!) hatte...

ciao
peer

RE: Monopoly

Verfasst: 21. November 2007, 12:12
von Marflow
Hallo Hartmut,

der sofortige Bau von Hotels auf Bad- und Turmstraße ist aber nur möglich, wenn noch acht Häuser im Vorrat liegen. Dies ist eine wichtige Regel, da sie taktisch ausgenutzt werden kann. So ist es in unseren Runden üblich, zunächst einmal nur 4 Häuser pro Straße zu bauen. Dadurch wird oft verhindert, dass auf der Schlossallee ein Hotel errichtet werden kann.

Nice Dice

Wolfram