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[RF] Feudalherren - Gleichstand beim Würfeln
Verfasst: 20. November 2011, 17:05
von janove
Hallo liebe Regelkundige,
in meiner letzten Partie Feudalherren (3 Spieler) tauchte folgende Situation auf:
beim Würfeln um eine Gunst (Tunier o.ä.) waren die Ergebnisse:
Spieler A: 7
Spieler B: 7
Spieler C: 6
Entsprechend der Regel würfelten A und B erneut:
Spieler A: 5
Spieler B: 4
Preisfrage: Wer bekommt die Gunst?
In unserem Spiel reklamierte Spieler C die Gunst für sich, da seine 6 nun höher war als der zweite Wurf von A und B. Ist das wirklich so gemeint?
Wer weiss Rat?
janove (der das Würfelglück, das er bei den Feudalherren hatte, lieber beim Colonial gehabt hätte)
Re: [RF] Feudalherren - Gleichstand beim Würfeln
Verfasst: 20. November 2011, 19:45
von janove
Hallo Klaus,
ja, das liegt irgendwie nahe :-)
aber das Wort "Stechen" kommt in der Regel nicht vor und das Argumnt von Spieler C war, dass Stechen eben etwas anderes sei als noch einmal würfeln.
gestochen scharfe Grüße
janove
Re: [RF] Feudalherren - Gleichstand beim Würfeln
Verfasst: 20. November 2011, 21:19
von Braz
*hehe Netter Versuch von Spieler C
Meines Erachtens ist dies zwar eine diskussionswürdige Anmerkung von Spieler C, ABER aus meiner Sicht ist die Sache dennoch rel. klar.
Warum?
Sollte es nicht gemäß der Logik bereits ausreichend sein, dass unter den höchsten Spielern des ersten Wurfs entschieden wird, was in jedem Spiel das ich kenne eigentlich der Fall ist, indem unter den beteiligten SPielern dann ausgewürfelt wird, wer "die Krone/Gunst nach Hause trägt", dann kann man immer noch mit der Reihenfolge der Vorgehensweise auf der Karte argumentieren....
Auf der Karte steht:
"Alle Barone können einen Schützen hinschicken. Der Sieger erhält die Gunst. Jeder Spieler, der am Turnier teilnimmt, würfelt mit 1 Würfel. Es wird auch einmal für den Champion des Königs gewürfelt. [b] Der höchste Wurf erhält die Gunst. Gleichstände werden neu gewürfelt. [/b]Gewinnt der Champion des Königs, behält dieser seine Gunst."
Es steht nicht auf der Karte: "Es wird auch einmal für den Champion des Königs gewürfelt. [b]Gleichstände werden neu gewürfelt. Der höchste Wurf erhält die Gunst. [/b] Gewinnt der Champion des Königs, behält dieser seine Gunst."
Also mal wirklich von dem rein Logischen, dass mE immer nur unter den Höchsten ausgewürfelt wird (die anderen sind bereits schon vorher raus), würde ich mit der zeitlichen Reihenfolge argumentieren:
1. Würfeln
2. Höchster Wurf gewinnt
3. Die Gleichstände werden neu gewürfelt
Der Logik von SPieler C folgend müsste es wohl heißen:
1. Würfeln
2. Die Gleichstände werden neu gewürfelt
3. Höchster Wurf gewinnt
...steht es aber nicht.... ;-)
Wirklich: Meines Erachtens ist die Sache daher rel. klar.
Es entscheidet der höchste Wurf. Gibt es Gleichstände, würfeln diese den Sieg unter sich aus.
Gruß
Braz
Re: [RF] Feudalherren - Gleichstand beim Würfeln
Verfasst: 20. November 2011, 23:03
von David Rosenberg
Hallo janove,
ok, ich gebe mich geschlagen... (für alle anderen: ich war Spieler C...) ;-)
Dennoch bin ich der Ansicht, dass ein erneutes Würfeln aller Gleichstände (wörtlich "reroll ties") und anschließendes Auswerten des Ergebnisses aller Teilnehmer ein durchaus realistischer Turniermechanismus in einem Tom Wham-Spiel gewesen wäre.
Die Herleitung von Braz kann ich gut nachvollziehen und erscheint mir nun mit Abstand betrachtet auch am wahrscheinlichsten, eindeutig formuliert ist die Regel in diesem Punkt aus meiner Sicht aber nicht.
Viele Grüße
David (der zwar Spieler C war, aber in dieser Spielsituation gar nicht von seiner Regelinterpretation profitierte...) ;-)
Re: [RF] Feudalherren - Gleichstand beim Würfeln
Verfasst: 21. November 2011, 08:47
von Axel Bungart
Hi David,
ich teile die Meinung von Braz.
Es gibt kein Spiel (korrigiere mich), bei dem [b]alle[/b] neu würfeln müssen, weil ein Teil der Spieler einen Tiebreak lösen müssen. Unlogisch!
Deswegen ist wohl auch noch keiner auf die Idee gekommen, das in einer Regel expressis verbis zu regeln.
Gruß
Axel (der sich fragt, ob einer Klopapierverpackung drauf steht, wie man es benutzt)