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Neulich gespielt (2018)

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hgzwopjp
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon hgzwopjp » 28. November 2018, 00:35

PS. Wird der Server eigentlich mal gefixt, daß er nicht mehr zufällig die Hälfte der Anfragen willkürlich mit einem 403-Forbidden zu beantworten? Das hat kürzlich angefangen und ist total nervig, vor allem bei Freds mit vielen Bildern, wo dann bei jedem Reload ein anderer Teil der Bilder nicht geladen werden kann...

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SpieLama
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon SpieLama » 28. November 2018, 00:58

hgzwopjp hat geschrieben:PS. Wird der Server eigentlich mal gefixt, daß er nicht mehr zufällig die Hälfte der Anfragen willkürlich mit einem 403-Forbidden zu beantworten? Das hat kürzlich angefangen und ist total nervig, vor allem bei Freds mit vielen Bildern, wo dann bei jedem Reload ein anderer Teil der Bilder nicht geladen werden kann...

Damit wir nicht die "Neulich gespielt"-Diskussion kapern, habe ich dazu einen eigenen Beitrag eröffnet, siehe viewtopic.php?f=63&t=393331.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 28. November 2018, 06:19

Du hast Recht, das vergaß ich zu erwähnen. Wir spielten mit Standard-Spielplan, die Orte der Aktionen lassen sich variieren (ähnlich zu Istanbul), damit spielt es sich vermutlich anders.

Und ja, auch die Ernährungsphase ist deutlich einfacher als bei Tzolkin, wobei in unserer Runde manche es mehrfach nicht schafften.

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Lehni
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 29. November 2018, 23:59

Coimbra zu viert: Nach der Erklärung dachte ich erst: Du meine Güte, alles konstruiert. Ein 100% abstraktes Spiel. Das Spiel hat mir dann aber nicht schlecht gefallen.
So funktionierts in Kürze: Würfeln; Würfel aussuchen und eigenen Chip darunter legen, damit man später weiß wer den Würfel genommen hat. Der Würfel kommt dann in eine von 4 Spalten. Dann wird in der Reihenfolge der Würfelzahl eine Karte gekauft. je höher die Würfelzahl, desto mehr muss man bezahlen, aber man darf früher aussuchen. Die gekauften Karten legt man zu sich. Viele bringen Einmaleffekte, nämlich auf Leisten steigen. Die Würfelfarbe löst dann das Einkommen dieser Leiste aus.
Im Prinzip ist es ein abstraktes Kartenspiel, bei dem man sich überlegt ob man viel bezahlen will um früh auszusuchen. Und sich gleichzeitig mit den Karten ein Einkommen aufbaut.
Alles solide, nicht ganz mein Fall, aber 6/10 kann man dafür schon geben.

Lift Off ist thematischer als Coimbra. Kommt auch mit gar nicht so viel Regeln aus.
So funktionierts: Wir draften 3 Aktionskarten und spielen diese dann. Damit verbessern wir uns in ein paar Technologien und verbessern unsere Rakete. All das hat das Ziel bessere Missionen schaffen zu können. Die bringen Punkte und Fähigkeiten. Wichtig sind dann auch Aufträge und das wars dann auch schon. Auch wenn wir Startschwierigkeiten hatten, das Spiel ist glaube ich Kennerniveau. Wenn man sich reingräbt, ist es bestimmt ein tolles Spiel. Ich hatte aber nicht so große Lust dazu, denn das was wir machen, fühlt sich nicht besonders spannend an. Für mich gerade schwer zu bewerten, weil es bestimmt gut ist und noch was zu erforschen gibt. Vielleicht liegts am fehlenden Spielplan, der nur Ablage ist. Aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen. 5/10

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 2. Dezember 2018, 13:13

Wir schaffen es in letzter Zeit, leider fast gar nicht zu spielen, dennoch haben wir über die Zeit doch auch neue Dinge ausprobieren können.

Azul mit der Erweiterung aus der Goodie Box 2018:
Azul bleibt für uns wirklich ein tolles Spiel, was locker leicht und irgendwie sehr elegant ist. Da wir in der diesjährigen Goodie Box 3 von 5 Spielerweiterungen haben wollten, haben wir uns zum ersten Mal die Box so geholt. Leider haben wir bisher erst nur die Azul Erweiterung spielen können, die ja aus 3 Mini-Erweiterungen besteht. Einmal 2x Steine, die man nutzen kann, um einmal einen Stein doppelt zu werten. Dann noch zwei Fabrikplättchen mit individuellen Fähigkeiten, die irgendwie gut dazu passen, aber auch nicht gemusst hätten.
Die 2x Plättchen fanden wir sehr gut und spielen damit wohl öfter. Die Fabrikplättchen waren ganz amüsant, stoppen aber leicht den Flow des Spiels und müssen nicht sein. Werden wir zur Abwechslung sicher öfter mal benutzen, aber eben nicht immer.

Reef:
Reef wird ja irgendwie als neues Azul gewertet und daher waren wir gespannt, wie es sich spielt. Also wir sind beide der Meinung, dass es für uns absolut unnötig und öde war. Natürlich denkt man schon mehr nach als bei Azul, da man vorallem in die Zukunft plant, aber irgendwie hat es uns keinen Spaß gemacht und wir brauchen es nicht noch einmal zu spielen. Es hat uns einfach nicht überzeugt. Es war aber jetzt auch nicht so schlimm, dass wir es nicht mitspielen würden. Es war für uns nur einfach ein Spiel unter vielen, das man weder gespielt noch gekauft haben muss. Ich denke auch, dass es weniger für Kinder und damit für Familien geeignet ist als Azul.

Great Western Trail mit Erweiterung Rails to the North:
Wir haben Great Western Trail noch nicht so lange, allerdings ist es schon jetzt einer unserer Lieblinge! Wir lieben das Spiel wirklich sehr, lieben die Varianz, die vielen Strategiemöglichkeiten und auch die angenehme Anforderung an uns (nicht anstrengend, aber auch nicht öde). Deswegen haben wir das Spiel seitdem schon sehr gespielt, auch wenn wir natürlich das Spiel ohne Erweiterung noch mehr hätten auskosten können. Aber da wir die Erweiterung für ca. 18 € kaufen konnten, mussten wir einfach zuschlagen.
Und ganz ehrlich, wir sind begeistert! Im Endeffekt gibt es mehr Möglichkeiten der Bahnhofsvorsteher-Plättchen, der Häuser, eine weitere Standardaktion und weniger Orte der Belieferung, bzw. ist es schwieriger, zu beliefern. Aber das funktioniert wirklich super!
Mein Mann hat nicht die neuen Möglichkeiten genutzt und ist vor allem auf Bahnhöfe und Kühe gegangen. Ich dagegen bin komplett auf die neue Möglichkeit gegangen und habe sehr viele Orte mit Häusern versehen, sodass ich viele Orte zum Beliefern freigeschaltet und genutzt habe. Und wir beide fanden es einfach sehr schön und es hat für uns das Spiel noch verbessert. Denn beide Möglichkeiten waren super und es gibt so eben noch mehr Varianz an Strategien.
Wir werden in Zukunft zu zweit nur mit Erweiterung spielen. Allerdings werden wir mit anderen ohne Erweiterung spielen, da bislang die Gäste immer leicht überfordert waren und viel nachdenken mussten und dann ist die Erweiterung nichts.

Terraforming Mars mit Präludium und Hellas & Elysium:
So, zuletzt noch Terraforming Mars mit Präludium und Hellas & Elysium. Wir haben ehrlich gesagt von Präludium viel erwartet und von den Spielbrettern nicht viel, da wir falsch informiert waren. Wir dachten, dass bei den Spielbrettern nur die Ansammlung der Orte verändert wurden, nicht aber die Meilensteine und Herausforderungen. Doch durch das Ändern der Meilensteine ändert sich wirklich die Strategie und ein anderes Spielbrett bietet demnach wirklich eine Erweiterung der Spielweise.
Präludium dagegen soll ja eben die Anfangszeit verändern, da man schon mit gewissen Dingen startet. Doch diese sind weniger ausgeprägt als erwartet und wirklich schneller wurde man dadurch nicht. Präludium ist demnach nett zu haben und wenn man es hat, würde ich es schon immer dazu packen, aber irgendwie hat es vom Spielgefühl sehr wenig geändert.
Daher muss ich wirklich gestehen, dass ich die Hellas & Elysium Erweiterung super finde und Präludium okay.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 2. Dezember 2018, 14:40

Ich fand die Mischung aus Startkonzern plzs Präludium-Karten gut. Aber es beschleunigt das Spiel nicht wirklich.

Und Hellas und Elysium mit neuen Meilensteinen und Herausforderungen sind echt klasse.

Schaut Euch auch noch Venus an, das beschleunigt das Spiel wirklich etwas.

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Mitspieler
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Mitspieler » 2. Dezember 2018, 17:10

Maery hat geschrieben:Great Western Trail mit Erweiterung Rails to the North:
Wir haben Great Western Trail noch nicht so lange, allerdings ist es schon jetzt einer unserer Lieblinge! Wir lieben das Spiel wirklich sehr, lieben die Varianz, die vielen Strategiemöglichkeiten und auch die angenehme Anforderung an uns (nicht anstrengend, aber auch nicht öde). Deswegen haben wir das Spiel seitdem schon sehr gespielt, auch wenn wir natürlich das Spiel ohne Erweiterung noch mehr hätten auskosten können. Aber da wir die Erweiterung für ca. 18 € kaufen konnten, mussten wir einfach zuschlagen.
Und ganz ehrlich, wir sind begeistert!

Erstmal vielen Dank allgemein für Deine Postings mit den schön anschaulichen Spieleindrücken!

Zu GWT: Ich habe die Erweiterung noch nie gespielt, aber von den Bildern her macht sie auf mich den Eindruck, als führe sie das Grundspiel, das ein paar schön thematische Ansätze bietet, leider vom atmosphärischen Spieleindruck weg
und böte lediglich sehr trocken-mechanische Zusätze an. Und die sind leider auch grafisch besonders trocken (fast abstrakt) dargestellt.
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lanzi
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon lanzi » 3. Dezember 2018, 10:10

in den letzten 1 1/2 Wochen:

als 2er
2x Viticulture (vielleicht unser Liebling momentan?)
1x Deckscape Raub in Venedig
1x Stone Age - immer wieder einfach schön

als 3er
1x Luxor - hat mich positiv überrascht, schön.
1x Pioneers - spiele ich immer gerne mit

als 4er
1x Jump Drive - Race for the Galaxy-Verschnitt, schnell, nicht übel
1x Eiszeit - ist okay, aber man merkt das "Alter"
1x Azul - damit werde ich nicht warm

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 3. Dezember 2018, 13:39

@Dee
Meinst du bei der Venus-Erweiterung die Solarphase? Mit der und dem Draften spielen wir zu zweit immer.

@Mitspieler
Ja, es geht schon weg von der einfachen Kuh-Transportation durch das Land hin zum Expandieren mit eigenen Häusern. Von den möglichen Strategien ist es aber wirklich spannend, da man so einfach immer anders entscheiden kann und noch viel variieren kann. Wir hatten auch vorher eher skeptisch die Erweiterung betrachtet und wollten erst kleinere Gimmicks zur Variation der Bahnhofsplättchen oder Hauser holen. Doch die ganzen kleinen Mini-Erweiterungen aus früheren Goodie Boxen oder Adventskalendern sind hier auch enthalten, sodass sich auch das schon lohnt (wenn man die noch nicht hat).

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Der Siedler
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Der Siedler » 3. Dezember 2018, 16:07

Spiele-Wochenende: 7 Wonders Duel, Zwischen zwei Schlössern, Schwindelmeister, Gugong, Teotihuacan, Neom, Hexenhaus, Burger VS. Pizza, Knapp daneben. Teotihuacan hat mir richtig gut (!) gefallen, nach einzwei weiteren Partien werde ich es mir dann wohl auch zulegen. Neom, Schwindelmeister und Knapp daneben haben mir auf ihre jeweilige Weise auch gut gefallen. Mit Gugong bin ich nicht warm geworden, den Rest kannte ich schon.
Montagabend in der Bude - Jeden Montagabend neu!

Ganz aktuell: Bericht #171 vom 11.12.2018 - Diesmal: Weihnachtsspieleabend

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Lehni
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 3. Dezember 2018, 17:19

Endlich mal Blackout Hong Kong gespielt und es war der Knaller! Nach Coimbra (siehe oben) war ich schon sehr gespannt wie das andere Eggertspiel sein würde. Ich werde die auch ein wenig vergleichen, beides sind anspruchsvolle Eurogames, allerdings im Gegansatz zu Coimbra hat Blackout ein Thema. Und das kommt auch gut durch die Waren und das Erkunden durch. Kurz zum Ablauf: Erst wird gewürfelt und dann planen wir, welche Karten wir spielen wollen. Da gibt es spannende Entscheidungen zu treffen, welche Karte und vor allem wohin die gespielt wird, denn es gibt 3 Reihen. Das ist aus meiner Sicht auch das Herzstück des Spieles. Ich kam bei Blackout trotz hoher Komplexität gut rein, weil die Phase übersichtlich am Tableau stehen - wie übrigens auch bei Coimbra. Die Grafik der Karten gefällt mir bei Blackout besser als bei Coimbra, beim Spielbrett ist es umgekehrt. Bei Blackout spitzt sich das Spiel auch schön zu und man will noch unbedingt den großen Bezirk abschließen. Ich habe noch einige Essen Spiele nicht gespielt, aber bisher ist Blackout mein Highlight. 9/10

Fuji zu viert. Ein kooperatives Würfelspiel, wo man hinter dem Sichtschirm würfelt. Herzstück ist: Alle würfeln gleichzeitig und planen wo sie hingehen wollen. Auf jedem Feld ist angegeben welche Zahlen zusammengezählt werden bzw. welche Würfelfarbe. Man darf nicht über konkrete Zahlen reden, aber wir kennen es ja schon von "The Game": Da kommen Aussagen wie "Ein wenig habe ich schon" usw. Es geht wohl auch darum ein Vokabular zu finden um ohne Nennen von Zahlen dem anderen mitzuteilen wie gut man ist. Sehr gut finde ich, dass man verschiedene Levels spielen kann. Auch gut ist, dass sich der Mechanismus sehr neu anfühlt. Nicht so gut ist, dass die Spannung nicht anzieht und wir am Ende das gleiche machen wie die Runden zuvor. Gut finde ich, dass es verschiedene Levels und Szenarien gibt. Nicht so gut ist, dass es sich nur um eine andere Anordnung der Felder handelt. Fuji ist ok und die Partie hat mir Spaß gemacht. 7/10

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Mitspieler » 3. Dezember 2018, 22:36

Maery hat geschrieben:@Mitspieler
Von den möglichen Strategien ist es aber wirklich spannend, da man so einfach immer anders entscheiden kann und noch viel variieren kann. Wir hatten auch vorher eher skeptisch die Erweiterung betrachtet und wollten erst kleinere Gimmicks zur Variation der Bahnhofsplättchen oder Hauser holen. Doch die ganzen kleinen Mini-Erweiterungen aus früheren Goodie Boxen oder Adventskalendern sind hier auch enthalten, sodass sich auch das schon lohnt (wenn man die noch nicht hat).

Wenn Du sagst, dass Ihr es spannend findet, glaub ich Dir das, Maery. Vielen Dank für Deine Erklärungen!
Aber so richtig vorstellen kann ich mir den besonderen Reiz noch nicht. Klingt mir zu sehr nach abstrakter Knobelei. ;)
Aber das muss man wohl individuell beim tatsächlichen Spielen herausfinden.
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 4. Dezember 2018, 06:52

@Maery: Ich weiß den Namen der Phase nicht, aber da, wo man einen der Marker vorrückt, die das Spielende einläuten.

@Lehni: Mir hat Blackout Hongkong auch sehr gut gefallen. Interessant, dass Du ein Thema ausmachen konntest. Für mich war es nur abstrakte Würfel über abstrakte Karten auf eine abstrakte Karte setzen. Sprich, wenn Du die Bilder und Grafiken weglässt, spielt es sich exakt genauso.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 4. Dezember 2018, 13:42

Dee hat geschrieben:@Lehni: Mir hat Blackout Hongkong auch sehr gut gefallen. Interessant, dass Du ein Thema ausmachen konntest. Für mich war es nur abstrakte Würfel über abstrakte Karten auf eine abstrakte Karte setzen. Sprich, wenn Du die Bilder und Grafiken weglässt, spielt es sich exakt genauso.

Ich fand die Ärztin, die dann Medizin braucht um jemanden zu heilen oder dass sich bei der Erkundung jemand verletzt, sehr stimmig. Auch mal andere Rohstoffe als Holz oder Lehm. Auch diese Aufgaben - keine Ahnung wie die genau heißen - hatten zum Titel passende Waren, die man bezahlen mußte. Thema habe ich persönlich schon gespürt. Ach ja, und Batterie als Joker!

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ErichZann
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 4. Dezember 2018, 15:21

Dee hat geschrieben: Sprich, wenn Du die Bilder und Grafiken weglässt, spielt es sich exakt genauso.


Naja das trifft ja auf fast jedes Eurogame zu.
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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 4. Dezember 2018, 22:19

Aber nur fast. Und ich mag Eurogames, wo Du die Grafik nicht einfach weglassen kannst, weil sich das Spiel danach nur noch erschwert spielen würde. Als Beispiel "Rokoko". Auch nur ein Eurogame mit Deckbuilding und Area Control. Aber lass mal alle Grafiken weg. Und erkläre, wieso man nur mit der einen goldene Karte andere neue Karten aus der Auslage nehmen darf. Ich finde, da trägt das Thema tatsächlich das Spiel. Gleiches gilt für Myrmes, wo ich mir nicht vorstellen kann, dass die Ammen, Larven, Soldaten und Arbeiter einfach weggelassen werden können und das Spiel danach noch einen Sinn ergibt.

PS: Sicherheitshalber nochmal: Blackout Hongkong ist echt klasse, nur das Thema kommt mir eben nicht wirklich sehr stark vor.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 6. Dezember 2018, 21:33

Scythe : Fenris-Kampagne zu dritt: Wir haben die erste Partie der Kampagne von „Scythe: Aufstieg des Fenris“ gespielt. Insgesamt gibt es 8, Nummer 1 verändert sehr wenig. Es gibt ein paar Marker und ein extra Ziel, aber sonst funktioniert alles wie im Grundspiel. Ich hatte mir Anna (Polonia) als Volk ausgesucht, da ich die Fähigkeit der doppelten Auswahl bei Begegnungskarten ganz cool finde.

Mein Ziel war recht klar: Als erstes das gemeinsame Ziel holen (so viele Rekruten wie Arbeiter haben), dann die Rekruten weiter ausbauen, die Begegnungen nebenbei abgrasen und natürlich einen Mech bauen, damit ich über die Flüsse gehen kann. Irgendwie gelang das ganz gut. Ich hatte meine sechs Sterne auf den Plan, während die anderen gerade mal zwei oder drei hatten. Zusätzlich habe ich das Ende so schnell forciert, dass nicht alle aus der unteren Ansehens-Region herausgekommen sind.

Am Ende gewann ich ziemlich klar mit 73 Punkten gegenüber den anderen mit 43 und 35 (oder irgendwo da). Hat mich irgendwie gewundert, aber okay. Am Spielende durfte man noch auf eine bestimmte Art wählen, wie der Spielverlauf nächste Partie ist. Ich bin gespannt, ob ich exakt wieder das Gleiche mache oder ob ich mich tatsächlich irgendwo an die neuen Gegebenheit anpassen muss. (Wertung: 9,0)
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20181128_scythe.jpg (85.8 KiB) 226 mal betrachtet

CO2 – Second Chance zu dritt als Koop: Ich hab schon einige Male was zum Spiel geschrieben. Dieses Mal die erste Runde mit mehr Spielern als kooperatives Spiel. Es war sehr fordernd und wir haben sicherlich nicht alles im Blick gehabt. Aber per Zufall hatten wir bis zur letzten Dekade jeder die richtige Infrastruktur gebaut und wir konnten so alle Ziele erfüllen. Mit den schmutzigen Kraftwerken hat wir recht wenig Ärger, dafür sammelten wir zu viele Siegpunkte durch Kraftwerksbau und Wissensleisten.

Etwas schade war, dass wir die letzte Dekade ausrechnen konnten. Das heißt, wir wussten genau, welche Ziele wir noch brauchten und wer diese erledigen kann, sodass von zwei Spielern die Züge vorprogrammiert waren. Der dritte Spieler war die einzige Variable, da er sein persönliches Ziel echt nur durch Zufall gerade noch so erfüllen konnte. Da gefallen mir Koop-Spiele mir etwas mehr Zufall doch besser. Dennoch: Nach wie vor ein gutes Spiel! (Wertung: 8,5)
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Clans of Caledonia zu viert: Langsam habe ich alle Clans durch. Dieses Mal spielte ich mit dem Milchclan, also nur noch Milch produzieren und verkaufen. Clevererweise fällt mir jetzt ein, hätte ich auf dem Markt auch noch billig Milch kaufen können, aber gebraucht habe ich es nicht wirklich. Am Ende gewann ich recht hoch mit 153 Punkten, was vor allem an den Aufträgen lag, die ich gut und lukrativ erfüllen konnte. Spieler 2 holte mit 131 Punkten auch ein sehr respektables Ergebnis, zumal es erst das zweite Spiel (nach einem halben Jahr Pause) für die Person war. Und Spieler 3 hat während des Spiels seine Strategie geändert und ist damit eher nicht gut weggekommen. Immerhin kann man so etwas aus dem Spiel lernen. ;) (Wertung: 10,0)

Clans of Caledonia bei Nacht: Die schwarze Kühe schlafen alle schon …
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Decrypto zu viert in zwei Teams: Nach wie vor das bessere „Codenames“ – solange man es nicht erklären muss. Aber wir kannten es alle. Sehr spaßig und kurzweilig und große Wartephase. Und echt interessant, dass unserer geratene Baum am Ende ein Hubschrauber war. Oder noch besser die Farbe, die sich als Toilette entpuppte. Die Gegner wählten aber auch echt gute Begriffe. (Wertung: 9,0)

Gugong zu fünft: Auch dazu habe ich letztens schon beim Messebericht was geschrieben. Es spielt sich gut, ist aber schon grübellastig. Interessanterweise waren aber alle eher länger am überlegen und Züge korrigieren. Auf der anderen Seite waren wir in 90 Minuten durch.

Ich selbst habe leider nichts auf die Reihe bekommen und war letzter. Immerhin waren zwei andere Spieler nur zwei Punkte vor mir. Der Sieger konnte während des Spiels über die Mauer immer 3 Punkte abstauben, was etwas blöd war. Zwei Arbeiter (der große als 2 + 1) reinsetzen, Wertung auslösen, Arbeiter zurücknehmen, neu freischalten, erneut einsetzen, wieder Wertung auslösen etc. Das kam mir irgendwie komisch vor. Und der Trostpreis für die anderen, die dann Arbeiter etc. kaufen konnten, war auch irgendwann rum, wenn alles ausgegeben war.

Gugong ist ein gutes Spiel, aber ähnlich wie Orleans begeistert es mich nicht wirklich. (Wertung: 7,5)

PS: Die Komponenten der Deluxe-Ausgabe sind aber der Hammer. Extrem dicke Pappe, Holzsteinchen statt Pappmarker, echte Arbeiter anstatt viereckiger Würfel, Schiffe mit Vertiefungen. Ziemlich geil! Und das bei Kickstarter für den Preis, was Gugong jetzt als Normalversion im Handel kostet.
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20181205_gugong.jpg (84.12 KiB) 226 mal betrachtet

Flamme Rouge zu fünft mit allen Erweiterungen: Die beiden Vorabsprinter konnten sich das ganze Spiel über recht gut vom restlichen Feld getrennt halten. Vor allem am Berg kam sich der Pult in die Quere und behinderte sich eher gegenseitig als dass sie den Führenden einholten. Der gewann dann auch ganz allein mit beiden Fahrern, während die anderen noch zwei oder drei Runden gebraucht hätten, um ins Ziel zu rollen.

Die Meteo-Erweiterung ist nett, aber nicht zwingend. Gefreut habe ich mich auf den Regen und die damit verbundenen Stürze – die leider nicht triggerten, weil der Regen an einer Steigung war, wo wir eh alle ausgebremst wurde und uns kein einziges Mal blockierten. Schade! Dennoch ein super Spiel. (Wertung: 9,5)

Foto-Finish bei Flamme Rouge war nicht notwendig … Weiß gewann mit Abstand!
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Pile-up Rush zu fünft: Noch ein Absacker zu fünft. Wieder spaßig und Titel erfolgreich verteidigt. Simples Stapeln macht einfach Spaß. (Wertung: 9,0)

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Lehni
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 7. Dezember 2018, 01:20

Alles tolle Spiele, Dee. Schöne Bilder, lese deine Berichte sehr gerne.
Scythe Kampagne: Klingt ein wenig wie Charterstone. Was ändert sich denn von Kampagne zu Kampagne?
Gugong zu 5. und in 90 Minuten durch? Das finde ich toll, weil zu fünft Spiele oft länger dauern.

Wir spielten wieder Blackout zu viert: Es ging recht flott, gute 2 Stunden. Ich wollte mich auf das Erkunden fokusieren und habe deshalb geschaut, dass ich immer auf genau 5 Personen auf der Hand kam. Denn dann verletzt sich einer und man kann am Ende der Runde mit 4 Karten wieder einen Stapel aufnehmen. In der 1.Runde habe ich mit der Ärztin meinen 2er in Blau geheilt. Glaube, dass das ein guter Anfang ist. Leider habe ich in der 1.Runde noch so sehr die Farben beachtet. Habe im ganzen Spiel weder den 4.Slot noch die 0-6 Karten freigeschaltet. Einmal hätte es fast geklappt, aber ich hatt keine 4 Waren. Ich glaube, dass 0-6 Karten gut mit dem Erkunden zusammenwirkt.
Ich hatte bei Spielende dank 4x GPS Chip die ganz große Erkundung mit glaube 18 oder 12 Punkten geschafft. Ein tolles Gefühl. Ich konnte auch den mittleren großen Bezirk sichern. Nur in der letzten Runde habe ich etwas zu hoch gepokert: Es war keine richtig tolle Karte da, deshalb habe ich ohne Ziel in meiner Auslage gepasst und gehofft, dass die anderen was machen. Aber denkste, auch alle gepasst und so ging ich in der letzten Runde ohne Ziel. Aber trotzdem konnte ich noch sinnvolle Sachen machen, z.B. die Politikerin spielen. Die erlaubt mir für 1 Reis einen Ort inter Kontrolle zu bringen. Finde ich gerade sehr stark diese Karte. Werde ich versuchen das nächste mal wieder zu bekommen.
War auch wieder ein Knaller, einer wird es sich sicher kaufen - obwohl er immer nur ganz wenige Spiele pro Jahr nimmt. Die anderen waren auch schwer begeistert. Da gibts noch viele Karten, Kombos und Strategien zu entdecken (9/10)

Dragonwood: Ein einfaches Monsterkampf- und Würfelspiel. Du kannst entweder kämpfen oder 1 Karte nehmen. Zum Kämpfen spielst du Karten gleicher Zahl oder Farbe aus oder eine Straße. Pro Karte gibt es 1 Würfel. Da die Zahlen von 1 bis 15 oder so gehen, ist es leichter eine Straße zu sammeln als Gleiche. Dafür hat aber das Monster angegeben wieviel man je nach Angriffsart (Straße ist eine, gleiche Farbe ist eine andere) würfeln muss. Bei einer Straße hat mal also mehr Würfel, muss aber auch mehr schaffen. Interessant machen es auch die Ausrüstungen, die einen Vorteil bringen. Regeln sind sehr simpel, das Kartensammeln macht Spaß. Ich habe voll auf Fähigkeiten gespielt und dann haushoch gewonnen. Ich fands simpel, aber ok. (6/10)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 7. Dezember 2018, 07:31

Scythe Kampagne: Klingt ein wenig wie Charterstone. Was ändert sich denn von Kampagne zu Kampagne?
Nee, Scythe macht im Gegensatz zu Charterstone Spaß, weil das normale Spiel ja schon sehr gut ist. Da wir erst eine Partie hatten, kann ich Dir nicht sagen, was sich noch alles ändert. Will ja auch nicht zu viel vorwegnehmen. Vielleicht so viel: In Partie Zwei gibt es Allianzen und die Ziele für die Siegpunktmarker hat sich um Einiges geändert. Ich weiß aber noch nicht, wie sich das aufs Spiel selbst auswirkt.

Gugong zu 5. und in 90 Minuten durch? Das finde ich toll, weil zu fünft Spiele oft länger dauern.
Jo, ging wider Erwarten sehr schnell. Du kannst ja rechnen: Jeder Spieler hat pro Runde 4-6 Züge (nehmen wir die Mitte 5). Und es gibt 4 Runden, also 20 Züge pro Spieler. Bei uns also 5*20 = 100 Züge. Ich gebe zu, dass mir das daher mit 90/100 = 54 Sekunden pro Zug im Mittel sehr wenig vorkommt. Auf der anderen Seite kannst Du normalerweise schon grob überlegen, was Du machen willst. Außer Deine Vordermänner und -frauen tauschen genau die Karte weg, die Du auch ersetzen wolltest.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 13. Dezember 2018, 09:16

Wir haben Seasons zum ersten Mal gespielt.
Seasons.jpg
Seasons.jpg (642.63 KiB) 85 mal betrachtet

Wir haben schon viel Gutes zum Spiel gehört und uns aber gefragt, ob man das Spiel benötigt, wenn man Everdell hat.
Ja, das Spiel hat eindeutig seine Daseinsberechtigung!
Es hat viele coole Mechanismen, die es zu einem tollen Spiel machen (Ersteindruck). Dass man sich vorher entscheiden muss, in welcher Reihenfolge man die Karten ausspielen möchte, das Würfeln mit den tollen Würfeln und die Schritt-Marker, die stark an das Gefahren-Level von Dinosaur Island erinnern. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächste Runde. War aber nur die erste Partie, also noch kann sich alles ändern.

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ErichZann
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 13. Dezember 2018, 11:55

Gestern eine Runde Carpe Diem zu zweit, tja was soll ich sagen, es ist nicht hübsch, der Grafiker der für die Rückseiten der Plättchen verantwortlich war, sollte nochmal nen Lehrgang in Druckvorstufe belegen (Tja wenn der Monitor nicht richtig kalibriert ist...warum man sowas nicht beim Testdruck sofort sieht und korrigiert ist mir für einen professionellen Verlag ein absolutes Rätsel), aber sonst ist es eine nette Plätchenlegerei mit klassischen Feldschen Punktsalat, man hat irgendwie nicht so den überblick wer vorne liegt, vor allem die Endwertung mit den Schornsteinen verändert nochmal einiges und die Zwischenwertungen sind im Vergleich dazu eher schwach, deshalb habe ich auch mit über 15 Punkten Rückstand verloren (mein Gegner hat einfach mehr Villen gebaut). Fazit, nett aber hässlich und jetzt auch nix besonderes, kann man haben muss man aber nicht. Ich glaube Feld hat immer ca. 50 Prototypen auf Halde und immer wenn das Geld knapp wird, haut er kurz ein Spiel raus (Vorsicht Ironie!) :D

Danach eine Runde Star Scrappers: Cave In. Interessantes Kartenspiel, wir holen uns aus einer Auslage Karten von 4 ver. Fraktionen und versuchen in der Mine ver. Kristalle zu schürfen die am Ende Siegpunkte geben, Karten die ich ausspiele lege ich in der Reihenfolge for mir übereinander in der ich sie gespielt habe, der Gegner kann anstatt Aktionen auszuführen nun meine Basis überfallen und von meinen ausgespielten Karten seine Kartenhand auf 7 Karten auffüllen, d.h. man behält immer im Blick was der Gegner so für Karten liegen hat, etwas schwer zu erklären aber das Spiel spielt sich locker nur glaube ich ist 2 Spieler nicht die Idealbesetzung, denke zu dritt oder viert ist die Interaktion nochmal höher und die Spielzeit angemessener, zu zweit zieht sich das Spiel etwas. Bleibt erst mal in der Sammlung da die Grafik super ist und das Thema cool.
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