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Neulich gespielt (2019)

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Maery » 10. Februar 2019, 21:53

Wir haben leider nicht so viel spielen können, aber auch einige Neuheiten (für uns) dabei:

Villainous
Villainous-Collage.jpg
Villainous-Collage.jpg (720.49 KiB) 212 mal betrachtet

Von dem Spiel habe ich 2018 schon viel berichtet. Da es aber jetzt in gängigen Youtube-Kanälen oder Foren als so neu betitelt wird, noch einmal das Bild vom Material.
Wir mögen das Spiel immer noch gerne, mögen aber auch wirklich die Welt von Disney. Leider sind für uns noch keine wirklich tollen Bösewichte dabei, da die richtigen Kracher ja noch in der Hinterhand behalten werden. Wenn es keine Erweiterung gegeben hätte, hätten wir vielleicht das Spiel verkauft, da es uns zwar gefällt, aber wir doch mehr erwarten. Jetzt wurde aber auf Englisch eine Erweiterung angekündigt und wir freuen uns sehr! Abwechslung und hoffentlich mehr Kombinationsmöglichkeiten!

Roll Player
Seitdem wir es haben, haben wir es schon oft gespielt. Uns gefällt es als Absacker sehr gut, hoffen aber auf die Erweiterungen, da die das Spiel ja enorm verbessern sollen. Für uns ist es bisher ein gutes entspanntes Spiel mit schönem Artwork.
Lustigerweise hat ein neuer Spieler das als komplexeres Spiel betitelt, bei dem er schon überlegt, das irgendwie abzuschwächen. Hätten wir nie so wahrgenommen, da sieht man aber wieder die unterschiedliche Sichtweise von Kenner- und Familienspiel.

Millennium Blades
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Millennium Blades.jpg (938.95 KiB) 212 mal betrachtet

Wir haben lange überlegt, uns dieses Spiel zu holen. Mein Mann steht sehr auf Yu-Gi-Oh bzw. er hat es als Teenager gespielt und dementsprechend nostalgische Gefühle. Mir persönlich ist Yu-Gi-Oh aber zu aufwändig und zu unübersichtlich. Außerdem mag ich es nicht, immer das gleiche zu spielen und richtig Sinn macht es bei solchen Spielen ja nur, wenn man sich SEIN Deck zusammenstellt, optimiert und damit immer wieder gewinnt.
Bei Millennium Blades spielt man nun so ein Sammel-Karten-Spiel nach, aber viel viel besser!
Es ist einfach nur super lustig, spannend und einzigartig.
Man fängt mit individuellen Decks und Charakterfähigkeiten an, diese kann man aber beliebig kombinieren und es gibt auch viel Varianz. Im Spiel spielt man verschiedene Turniere und danach das Aufbessern seines Decks nach, indem man Booster-Packs kauft, gebrauchte Karten kauft usw. Obwohl ich keine nostalgischen Gefühle dazu habe, hat mir das wirklich Spaß gemacht, denn hier traut man sich, einfach mal sein Geld zu verplempern und zu gucken, welche seltene oder nicht seltene Karte man nun bekommen hat. Auch das Deck-Aufbauen macht so sehr viel Spaß, weil es immer wieder anders ist. Das gute bei den Turnieren ist, dass man trotz Niederlage keine großen Abstände zueinander hat, da es festgelegte Punkte gibt. Hat man also Pech und mit Abstand von 100 Punkten verloren, so kriegt man trotzdem Geld und auch Siegpunkte.
Das einzig aufwändige ist der Aufbau, denn es werden jedes Mal eine bestimmte Menge an Erweiterungen reingemischt, die man nach dem Spiel wieder entfernen muss. Da dieses Spiel aber auch eine relativ lange Spieldauer hat, ist das Verhältnis von Aufbau und Spiel gut.
Und obwohl ich die Anspielungen oft nicht verstehe und die Optik sehr extrem finde, muss ich doch die Rückseite wirklich loben. Durch das Design hat man bei jeder Karte das Gefühl, man kauft ein Booster-Pack!
Da macht Geld verplempern Spaß!

L.a.m.a
Extrem simples Glücksspiel, was aber einen gewissen Reiz ausübt. Man versucht seine Hand loszuwerden, da jede unterschiedliche Karte Minuspunkte bringt. Ich mag das Spiel, obwohl ich haushoch verloren habe, da ich einfach nur schlechte Kartenhände hatte.

Dice Forge
Dice Forge.jpg
Dice Forge.jpg (694.95 KiB) 212 mal betrachtet

Dieses Spiel hat ja eigentlich sehr schlechte Kritiken, da es relativ langweilig sein soll. Uns hat der Mechanismus aber interessiert und als wir es dann zum Bestpreis ergattern konnten, haben wir es ausprobiert.
Ich würde es vom Niveau mit Splendor, Azul usw. vergleichen, also relativ seichtes Spiel zum Einstieg oder als Absacker. Es ist wirklich sehr einfach zu spielen und die Varianz ist wirklich grottig, da es nicht einmal 2 unterschiedliche Kartenauslagen oder mögliche Vermischung gibt. Dennoch hat mir bisher jede Partie Spaß gemacht und durch das Glückselement, kann man einfach nicht bestimmte Strategien verfolgen.
Bislang bin ich auch gespannt auf die Erweiterung, warte aber erst einmal ab, was dort passieren soll.

Terraforming Mars mit allen Erweiterungen (Kolonies, Venus, ...)
Zuletzt haben wir noch Terraforming Mars mit allen Erweiterungen gespielt. Neu für uns waren Kolonies und Venus und ich muss sagen, dass ich von einer Erweiterung wirklich begeistert bin und die andere absolut unnötig fand, die ich nicht mal bemerkt habe.
Thematisch passend und wirklich wertvoll für das Spielerleben haben wir alle Kolonies wahrgenommen. Diese Erweiterung gibt noch mehr Strategiemöglichkeiten und vorher eher unliebsame Karten (z.B. Bakterien) sind hier nun richtig gut, da man durch die Kolonien je nach Auslage bestimmte Strategien sehr verbessern kann. Auch thematisch hat mir wirklich dieses Rumreisen im Raumschiff gefehlt, obwohl mir das nie bewusst war. In meinen Augen hat diese Erweiterung das Spiel thematisch erst rund gemacht und ich würde diese jedem empfehlen.
Venus ist dementsprechend die Erweiterung, die bei uns überhaupt nicht wahrgenommen wurde und daher auch nichts neues gebracht hat. War einfach nur ein weiteres Board, aber prinzipiell würde ich es nur wegen neuer Karten in Betracht ziehen, nicht weniger einer Vergrößerung des Spielspaßes.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 17. Februar 2019, 17:20

Teotihuacan zu zweit: Das Spiel steigt langsam zum „am meisten gespielten Eurogame des Monats“ auf. Diesmal wollten wir es aber wirklich mit richtigen Regeln spielen. Es wird zwar mit jeder Partie eingängiger, aber dennoch ist es echt eine Menge, an die man bei jeder Aktion denken muss. Ein- oder zweimal vergaßen wir auch wieder unseren Technologiebonus, aber dafür rückten Pyramiden-, Straße-der-Toten- und Eclipse-Marker alle zum richtigen Zeitpunkt voran.

Meine Strategie waren dieses Mal Masken, weil auf den Sperrfeldern bereits so viele offen lagen. Also sperrte ich alle Würfel ein und arbeitet nur damit. Langfristig zahlt sich das aus, aber ganz ohne eine Zweistrategie klappt das nicht. Ich ging zusätzlich noch auf Tempel (weil man die durch das Einsperren ja auch bekommt), schaffte es aber dennoch nur in einem Tempel nach oben. Interessant war, dass kaum ein Arbeiter von mit aufstieg, weil ich sie ja nur einsperrte bzw. mit ihnen Kakao erntete.

War wieder ein klasse Spiel, ich verlor auch nur knapp. Aber ich denke, es reicht jetzt erst einmal. (Wertung: 9,5)

Russian Railroads: German Railroads zu zweit: Auch ein Euro, auch sehr verzahnt, aber anders als Teo. Kurz noch die Regeln der Erweiterung überflogen (ich hatte sie noch nie gespielt) und schon waren wir nach über einem Jahr Pause wieder drin. Meine Standard-Strategie fruchtete: Ingenieure sind gut, aber vor allem der Streckenausbau für die Bonuspunkte frühzeitig zu erhalten, ist wichtig. Damit konnte ich mir dann auch neue Plättchen nehmen, um die Fragezeichen-Boni zu erreichen. Sehr gut gefallen hat mir in der Erweiterung die Gießereien. Die können sehr mächtig sein, wenn man sie geschickt einsetzt.

Am Ende gewann ich mit 105 Punkten Vorsprung, was ich anfangs nicht erwartet hätte, weil es zu langsam los ging. Aber gerade das ist wohl eines der besten Mechaniken bei RR. Jede Runde addieren sich mehr Punkte dazu, was äußerst befriedigend ist. Dafür spielt man nur 5-6 Runden, sodass der Bogen auch nicht überspannt wird. Bei Teo hat man zum Beispiel eher jede Runde das Gleiche und weniger einen gravierenden Fortschritt. RR ist für mich auch das bessere Spiel! (Wertung: 10)

Daneben spielten wir noch digital einmal Beat Saber auf der PS4 mit VR-Helm und dann noch einige Runden Keep Talking and Nobody Explodes, was tierisch viel Spaß macht. Nur die deutsche Anleitung ist nicht gut. Es fehlen sehr wichtige Grafiken und teils sind die Sachen zu klein und unleserlich abgedruckt.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 17. Februar 2019, 17:32

Snowblind zu viert: Nach langer Zeit wieder gespielt und es hat wieder Spaß gemacht. Es gab verschiedene Strategien: Eine Mitspielerin preschte sehr schnell zum Pol, nahm aber nur sehr wenig Nahrung mit. Leider überlebte sie auch den zweiten Schneesturm nicht und fror am Pol fest. Es ist schade, dass man dann nur noch Zuschauen darf, aber ich betone explizit immer wieder, dass man es nicht dazu kommen lassen sollte, dass so eine Situation überhaupt auch nur ansatzweise entstehen könnte. Ein anderer Mitspieler schleppte fast seine ganzen Vorräte bis zum Pol, was das andere Extrem war. Ich versuche den Mittelweg und das Essen auf den ersten drei Feldern zu verteilen. So hatte ich nach hinten genug Nahrung Richtung Pol, aber auch wieder genug auf dem Rückweg. Es starb niemand und alle kamen wohlbehalten zurück. Am Ende gewann ich ganz knapp mit einem Punkt. (Wertung: 7,5)

Century: Die Gewürzstraße: Ich weiß wieder, wieso ich das Spiel bisher nur einmal gespielt hatte. Die Interaktion ist gleich Null. Maximal gehen zwei Leute auf die gleiche Zielkarte, aber sonst baut eben jeder vor sich seine Engine aus, um Würfel fröhlich durchzutauschen und das war's. Ich versuchte mich selbst zu optimieren und möglich selten meine Karten wieder zurück auf die Hand zu nehmen. Andere waren aber effektiver und so verlor ich. Aber aufgrund des Solität-Spiels machte echt wenig Spaß. (Wertung: 5,5)

Auf den Spuren von Marco Polo zu viert: So geht ein gutes Spiel! Wir kamen uns an zahlreichen Stellen wieder in die Quere. Ich hatte leider keine optimale Strategie bzw. zögerte zu lang. Ich startete in Beijing und wollte nach Sumatra (2 Schritte). Dort bekam ich einen Freischritt als Bonus, aber der hätte mich zurück nach Beijing 4 Kamele oder weiter nach Kochi 10 Geld gekostet. Ich versuchte, die erste Runde dieses Zusatzgeld aufzutreiben und lief daher in er ersten Runde nicht nach Sumatra, sondern blieb stehen, was ein Fehler war. Denn auch in Runde 2 hatte ich nicht genug Münzen oder Kamele. Dennoch reiste ich dann endlich und ließ den Freischritt verfallen. Das Zögern in Runde 1 warf mich sehr zurück. Ein anderer Spieler erreichte aber auch vorher sehr gute Bonusfelder, die es in Beijing nicht gab. Und so wurde ich nur Zweiter mit weitem Abstand. Und dennoch hat es Spaß gemacht. (Wertung: 9,5)

Die zwei kleinen Spiele Lost Legacy und Love Letter erwähne ich nicht groß.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon ErichZann » 17. Februar 2019, 20:15

Letzten Mittwoch zum ersten mal Gaia Project zu dritt gespielt, weiss nicht mehr wie mein Volk hies (sahen aus wie Wookies nur in Grau). Mir gefiel es etwas besser als Terra, das kann aber auch am Thema liegen da mich SciFi einfach abholt. Ja was soll man sagen, auf der Eurogame Skala stimmt da alles und die ver. Völker bringen eine unheimliche Varianz, wobei ich das Gefühl hatte, dass die Sonderfunktionen nicht so krass durchkamen wie bei Terra. Für mich ist Terra/Gaia aber einfach eine kleine Stufe to much, bzw. bin ich einfach jemand der eher aus dem Bauch spielt und habe meist keine Chance. Was Eurogames angeht ist glaube ich sowas wie Great Western Trail das höchste der Gefühle und Spiele wie Räuber der Nordsee, Age of Empires, Alien Frontiers oder Islebound mein persönlicher Sweet Spot. Natürlich habe ich grandios verloren mit 114 zu 164 (die beiden andern waren tatsächlich Punktgleich). Ich würde es immer mitspielen, super Spiel aber ich brauch es nicht unbedingt in meiner Sammlung da ich immer zuerst zu was anderem greifen würde.
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Lorion42 » 18. Februar 2019, 00:35

Und eine weitere Partie Zwischen zwei Schlössern hinter mir. Hab wieder knapp verloren mit 59:59:58:58:60:43:43. Das Spiel macht echt immer Laune. Nur das Punkterechnen am Ende ist etwas nervig und fehleranfällig. Meiner Meinung nach aber das beste Spiel aus Essen 2018 und ich würde es jederzeit wieder spielen.


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