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Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

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BGBandit
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon BGBandit » 31. Oktober 2015, 17:32

Chada & Thorn im Dauertest

Spielt sich eher mechanisch, macht ab Spaß. Nach einigen Abenteuern merkt man allerdings, dass sich die Abläufe wiederholen.
Leichter Einstieg in die Regeln. Richtet sich von daher genau an die Zielgruppe Gelegenheitsspieler/Familie

Wer es ausführlicher mag, kann gerne auf meiner Seite vorbeischauen. Unter Reviews und/oder Games findet ihr die Rezension


@ Lehni: Xenoshyft IST schwer, definitiv. Macht aber wirklich Spaß, wenn man erstmal dahinterkommt. Ich hab schon etliche Partien gespielt und noch nie gewonnen. Man wird aber besser, glaub mir

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Sascha 36

Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 1. November 2015, 12:48

Spieletag

Codenames - meist gespieltes Spiel an dem Tag und ich war begeistert wie gut es funktioniert, selbst für einen Partyspiel Ablehner wie mich.

Spyfall - fand ich okay, wahrscheinlich für Avalon oder Werwolf Fans sehr zu empfehlen, mich interessieren Deduktionsspiele nicht wirklich. Da hat mir Codenames einfach mehr zugesagt, auch wenn ich hier einfach nur den Mechanimus mit den Oberbegriffen gut finde, ob ich Agent bin oder nicht fand ich eher unwichtig.

La Granja - was soll ich sagen, dieses Spiel beinhaltet einfach alles was ich an Spielen liebe. Tolle Mechaniken, super Thema und fordert ,aber nicht überfordert, seine Mitspieler . Dazu ist die Wiederspielbarkeit und enorm und vor allem vermittelt La Granja einfach ein gutes Gefühl.

Grand Hotel Austria - wir haben es zu viert gespielt, die Regeln wurden gut erklärt und somit lief das ganze auch ziemlich zügig.
Das Zimmerpuzzle in Zusammenhang mit den Karten macht einfach Spaß, interessant fand ich wie oft die Pass Funktion benutzt wurde. Dabei ergab sich dann die Frage, ob die Mistkübel für den Rest des Spieles fehlen oder ob es sich nur auf die Runde bezieht. In der Regel haben wir es nicht gefunden, haben es dann aber so gespielt das man am Anfang der Runde alle Würfel wieder benutzt.
Das Spiel hat allen gut gefallen und ab der zweiten Runde lief es dann auch wirklich schnell und die Zugzeiten wurden kürzer.

Pi mal Pflaumen - Stichspiel mit sehr schöner an alte Biologie Bücher erinnernde Illustration von Dennis Lohausen . Ich mag Stichspiele sehr gerne und somit musste ich dies hier ausprobieren.
Regeln waren schnell erklärt, Cramer hat sich hier ein schnelles Stichspiel ausgedacht was an Spiele wie Abluxxen erinnert. Hat für mich das Zeug zum Klassiker.

Arkham Horror - ein Freund meinte mal Arkham Horror ist was für Fantasy Freunde die Spaß haben bei der Lohnsteuererklärung.
Ich hab das Spiel ja letztes Jahr komplett verkauft und es auch nie bereut. Der Aufbau dauerte schon 25 Minuten, dann wurde 3 Stunden gespielt und am Ende hatten wir gewonnen. Leider fängt mich die Atmosphäre von Arkham nicht mehr ein wie zum Anfang, deshalb nehme ich Abschied von Arkham und bedanke für spannende Stunden und unzählige Minuten an Regelerklärung.

Alles in allem schöner Tag mit netten Menschen und da nimmt man auch schon mal eine Downtime in Kauf.

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Dee
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Dee » 1. November 2015, 16:27

Kurzer Spieleabend gestern:

Isle of Skye zu fünft: Immer noch mein Anwärter für Spiel des Jahres 2016. :)

Euphoria zu fünft: Für mich eines der sehr guten Würfel-Einsetzspiele neben Marco Polo und Alien Frontiers. Leider gibt es eben viele Aktionen, sodass die Erklärung fast eine Stunde dauerte. Das Spiel danach ging mit 90 Minuten dagegen recht schnell. Aber bald kennen es alle, dann geht der Einstieg schneller. :)

Qwixx zu fünft: Ich hab definitiv zu früh zu viel abgestrichen. Sehr guter Absacker, wenn man nicht mehr zu viel nachdenken will. (Wobei manche am Tisch selbst mit Addition um kurz nach 0 Uhr überfordert waren. ;))

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Greifwin
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Greifwin » 1. November 2015, 19:46

Heute nur ein paar kleine, schnelle Sachen für zwischendurch - alles jeweils zu zweit:

Willkommen im Dungeon
Dead Mans Draw's
Hengist

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Sascha 36

Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 1. November 2015, 20:00

@ dee
Fühl dich nicht angegriffen von der Frage, aber wie kommt man auf eine Stunde Regelerklärung ? Über eine Stunde Regelerklärung hatten wir schon lange nicht mehr bei einem Spiel.

Isle of Skye - funktioniert super als 2 er Spiel, die Freundin findet es richtig gut und für mich wandert es direkt in die Top Ten 2015.

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Arnold
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Arnold » 1. November 2015, 20:28

Hallo, bei FÜNF Spielerinnen/Spieler und komplexen Spielen, wie Die Alchemisten, Marco Polo kommt man schnell auf 60 Minuten Spielregelerklärung.

Das hat weniger mit Dee als Spieleerklärer zu tun, als das die Anzahl mit Sicherheit zu mehr Fragen führt, als wenn man nur einem oder zwei Leuten das neue komplexe Spiel mit all seinen Möglichkeiten erklärt.

Wir haben dieses Zeitfenster in großen Runden auch immer schnell erreicht.

Guß Arnold

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BGBandit
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon BGBandit » 1. November 2015, 20:35

Re-Roll Weekend für den guten Zweck:

- Pingo Pingo: die Stimme auf dem Band ist etwas zu leise, aber macht irre Spaß in der richtigen Runde
- Bang Dice Game: ich liebe es, heute gab es richtige Duelle
- Rumpelstiltskin: Wahnsinn, was man aus 10 Karten für Taktik rausholen kann, super
- Codenames: der Kracher der Messe neben TIME STories
- Agent Undercover: kam nicht bei jedem gut an, manche Jungs hatten so arge Probleme, dass sie nach der ersten Runde keine Lust mehr hatten. Schon etwas knifflig, die richtigen Fragen zu stellen
- Gravity Maze. wurde von fast allen ausprobiert und für gut befunden; ich kann mich für solche Knobelspiele nicht unbedingt begeistern
- Discoveries: spielt sich wunderbar flockig locker runter und macht mir deswegen als Mehrspielerspiel sehr viel Spaß. Kaum Downtime

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Dee » 1. November 2015, 20:40

@Sascha: Ggf. waren es auch nur 45 Minuten. Kennst Du Euphoria denn? Es gibt eben sehr viele Mechanismen: Würfel einsetzen vs. Würfel verdrängen vs. Würfel zurückholen. Dann natürlich das Wissen der Arbeit und Menge der Arbeiter und die Artefaktkarten. Dann wiederum das Zusammenspiel der vier Fraktionen auf dem Brett und die Tunnel, außer bei Ikarus, die keinen Tunnel haben. Und dann hat man noch zwei Fraktionskarten, aber eine ist verdeckt. Und wird aufgedeckt. Und die Augenzahl der Würfel ist wichtig bei manchen Feldern, bei anderen wieder nicht. Und die Wissensleiste der vier Fraktionen schaltet Eigenschaften frei etc. Das Spiel hat einfach sehr viele Mechanismen, die ineinander greifen. Und da das Spiel mit der Auswahl der zwei Fraktionenskarten anfängt, muss bis dahin fast jedes Detail erklärt sein, weil sonst niemand die Kartentexte versteht (war bei uns zumindest so, dass alles nachgefragt wurde). Darüber hinaus war es spät für einige am Tisch (wir haben erst 21:30 Uhr angefangen mit dem Spielaufbau). ;)

Und natürlich kann das mit mir als Spielerklärer zu tun haben. Ich weiß, dass ich ab und an die falschen Begriffe wähle, was natürlich verwirrt (vor allem bei Euphoria mit der blöden Unterteilung von Waren und Ressourcen, die ich nie auseinanderhalten kann). Und ich plane in der Regel nicht vorher ein Spiel zu erklären, sondern ich erkläre es so, wie es mir gerade einfällt. Und das wirkt gerade bei Euphoria blöd, wenn ich immer sagen muss "Und das Feld macht das, aber das erkläre ich später genauer."

Insgesamt hatte ich das aber, wie Arnold sagt, bei komplexen Spielen immer: Kanban haben wir ne Stunde Erklärung gebraucht, um alle Mechanismen durchzuhaben, Aqua Sphere war nicht so viel weniger, auch bei Myrmes dauert die Erklärung ne Stunde. Selbst bei dem Funspiel Galaxy Trucker würde ich mit allen Erweiterungen ne dreiviertel Stunde einplanen für die unterschiedlichen Plättchen (und selbst dann würde das katastrophal enden, weil unter Zeitdruck keiner mehr weiß, was irgendwas tut – sprich, macht das nicht! *g*)

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Kyllcoaster
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Kyllcoaster » 1. November 2015, 21:24

Gestern jeweils zu Dritt

3 Partien '7 Wonders'
1 Partie 'Dead Man's Draw'
1 Partie 'Orleans'
1 Partie 'Seasons'
Und am Ende noch eine lustige Partie 'Love Letter'

Es war ein sehr schöner Spieletag

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Sascha 36

Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 1. November 2015, 22:47

Ich kenn Euphoria, zählt zu einem meiner liebsten Würfel Einsetz Spiele, fand das Spiel sehr gelungen.
Ich geb dir Recht das die Regel sich nicht sofort erschließt, viele kleine Teilregeln erhält, aber bei uns waren wir in 20 Minuten fertig.
Ansonsten empfehle ich immer eine Proberunde, bei Mombasa würde ich das zB empfehlen, der grandiose Kartenmechanismus erschließt sich schneller wenn man es einmal in einer Runde Probe spielt.
Hab es am Wochenende noch erlebt das Regelvorbereitung einfach alles ist, man sollte jedes Spiel wenigstens mal Probe gespielt haben wenn man es mit Leuten spielen wil, einmal die Regel lesen reicht absolut nicht. Oft kann man sich so manche negative Spielerfahrung so sparen.
Kanban hab ich damals auch über 60 Minuten Eegelerklärung genießen dürfen und ich fand es echt hart. Der Erkärer war gut, aber mir hilft da oft eher eine Proberunde als 60 Minuten nur zuzuhören.
Trotzdem ist das nicht als Kritik zu verstehen Dee, ich denke übers Regel erklären kann so manches Spiel gewinnen bzw verlieren.
Manchen Leuten brauche ich gar nicht mit 60 Minuten Regelerklärung kommen, da einige einfach nach 15 Minuten abschalten, anfangen ihr Handy zu benutzen oder sich zu unterhalten. Am Anfang hat mich das aufgeregt, mittlerweile weiß ich das man soviel Aufmerksamkeitsspanne nicht von jedem verlangen kann, egal wie toll man ein Spiel auch findet.
Zuletzt geändert von Sascha 36 am 2. November 2015, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Carmelo » 1. November 2015, 23:40

Zug um Zug Europa, wurde gleich ein zweites Mal wiederholt. Wieder sehr spannend.
Qwinto 3x Es ist immer das gleiche, man hofft auf hohe Zahlen und sie kommen einfach nicht. Super Spiel.
La Granja hier bin ich mir noch sicher, ob es ein Top-Spiel ist.
Targi wurde von uns zum ersten Mal gespielt. Ein gutes zweier Spiel. Die Idee ist alle Spiele aus dem Adventskalender (die wir bisher nocht nicht gespielt haben) zu spielen. Als nächstes kommt dann Glasstrasse.

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Sascha 36

Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 2. November 2015, 00:56

My Village - Eggert Pegasus
Brauch ich My Village wenn ich Village habe ? Klare Antwort hierauf ist Ja, My Village ist für mich das interessanteste Würfel Spiel was sich auf ein großes Spiel bezieht. My Village für mich so interessant wie Burgen von Burgund, welches ich für eins der besten Spiele halte die es in der Brettspielwelt gibt.
My Village ist nicht glücksgetrieben, es geht darum über viele viele Karten sich eine gut funktionierende Maschine aufzubauen und diese trotz Tod und Rattenplage am Laufen zu halten. Vom Spielgefühl sagt mir My Village noch mehr zu als Village. Die Züge funktionieren schnell, trotzdem ist dies Spiel eines was Zeit braucht. Hier wird nicht nur ne halbe Stunde nett gewürfelt, sondern hier hat man definitiv Vielspieler Kost die richtig Spaß macht. Ich hatte hier wenig erwartet und wurde mehr als angenehm überrascht.
Einziges Manko ist das man viel Platz braucht, aber da hab ich mit einem großen Tisch wenig Probleme.

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Dee » 2. November 2015, 06:57

@Sascha: Naja, wir sind eine Spielegruppe und treffen uns zum Spielen. Da ist auch sowas okay. Und am Ende hat es allen (außer der einen Person, die zu müde war) gefallen. Und alle sagten, dass das eigentliche Spielprinzip im Nachhinein sehr simpel zu begreifen ist.

Übrigens kannten am Tisch zwei Personen das Spiel und drei nicht. eine Proberunde wäre für die zwei verlorene Zeit gewesen. Für den Rest aber auch, die sind ja zum Spielen gekommen, nicht zum Ausprobieren. :) Proberunden mache ich nur mit einem Spielkollegen, der auch den Nerv dazu hat, nebenbei ständig in der Anleitung zu blättern. ^^

Gruß Dee

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 2. November 2015, 08:46

Das verstehe ich natürlich , ich meine mit Proberunde auch nur eine Runde in der die Abläufe erklärt werden. Quasi ein Rahdo runs through innerhalb von 20 Minuten. Ich hab damit gute Erfahrungen gemacht, aber letztlich soll es jeder so machen wie er es für richtig hält.

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Der Siedler
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Der Siedler » 2. November 2015, 09:32

Vllt solltet ihr zur Spielerklärdauer einen eigenen Thread eröffnen :)

Bei mir gab es gestern zwei Mal Schlafmütze zu dritt. Ganz nettes Konzentrationsspiel. Den Echtzeitdruck muss man sich aber selbst machen, sonst verkommt es zur Beschäftigungstherapie. Beide Male ging der Sieg an mich.
Gestern Nachmittag dann noch drei Mal Mysterium zu dritt, jeder wollte halt einmal der Geist sein. Zu dritt fehlen zwar die Hellsicht-Marker und jeder andere Spieler spielt zwei Spiritisten, da aber noch genug Kommunikation zwischen den Spiritisten aufkommt, macht es dennoch viel Spaß. Drei Mal auf einfacher Spielstufe gewonnen, nächstes Mal wird dann die Schwierigkeit erhöht, sonst ist es wirklich zu einfach. Ist aber bei meinem Cousin, für den es neu war, auch sehr gut angekommen und war wiederum sehr atmosphärisch. Kann Hunter und Crons besonders empfehlenswert nur unterstreichen!
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Winston
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Winston » 2. November 2015, 11:06

Am Wochende ein wenig mit meinem Vater gespielt.
Keltis: Das Orakel und Splendor. Beides kam bei ihm recht gut an.

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Der Siedler
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Der Siedler » 2. November 2015, 23:45

Heute auf dem Spieleabend der Würfelkiste Aachen eine kleine Überraschung erlebt.

Zuerst war überhaupt niemand für Brettspiele da, bis dann ein Paar hereinkam und den Verkäufer auf Englisch ansprach. Ich habe mich daraufhin auch bemerkbar gemacht und daraufhin haben wir den Abend zu dritt bestritten. Wie ich später herausfinden konnte, kommen Kate und James aus Oxford. Ich konnte also heute auf dem Spieleabend nicht nur meine Spielfähigkeiten, sondern auch mein Englisch etwas verbessern. Hoffe ich.

Gespielt wurden Römisch Pokern. Nichts besonderes, einzig die Idee mit den römischen Zahlen ist nett. Würde ich mir aber selbst nicht kaufen. Wenn man aber Lateinlehrer und gleichzeitig Würfelspielfanatiker ist, sollte dieses Spiel genau das richtige für einen sein. Gewonnen hat James, wenn ich mich recht erinnere, aber ich habe seinen Wert auch nicht nachgerechnet. Das tut es mir bei so einem Spiel dann doch nicht aus.
Außerdem 7 Wonders. Ist wohl auch in Oxford bekannt, jedenfalls brauchte ich es nicht erklären. Ich habe dieses Spiel leider viel zu oft zu dritt statt in größerer Besetzung gespielt, und leider auch noch nie mit irgendeiner Erweiterung. Zeit, dass zu ändern.
Als nächstes Spiel My Village. Jeder, der denkt, das sei eine knackige Würfelvariante von Village, ist auf dem kompletten Holzweg! Wir mussten uns zwar auch die Regeln selbst erarbeiten und es wurde sich er auch nicht einfacher dadurch, dass die beiden kein Deutsch sprachen, aber trotzdem finde ich zweieinhalb Stunden echt viel für dieses Spiel. Zumal es Klötzchenschieberei auf ganz hohem Niveau ist. Hier wird es sogar so weit getrieben, dass die Klötzchen, je nachdem wo sie stehen, völlig andere Bedeutungen haben. Pflüge, Münzen, Personen, Bier, Würfelmanipulationen, etc. pp., alles wird durch schwarze Holzprismen mit gleichseitig achteckiger Grundfläche dargestellt. Man hat etliche Aktionsmöglichkeiten, kann aber der Würfel wegen stets nur wenige davon nutzen. Das Spiel läuft rund, aber ich werde es mir nach dieser Erstpartie wohl eher nicht anschaffen. Haben wir eigentlich schon einen Thread zu dem Spiel?
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Sascha 36

Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 3. November 2015, 09:52

Klötzchenschieberei auf ganz hohem Niveau ?
Hm, habt ihr übrigens immer alle weißen Banner einer Zahl aktiviert, beschleunigt das Spiel ziemlich.
Ich finde My Village wirklich gut, würde es aber als eine gehobenere Form von Machi Koro bezeichnen.
Das Aufbauen einer Maschine funktioniert hier sehr gut, trotzdem ist es für mich ein andres weniger taktisches Spiel als Village.

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HDScurox
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon HDScurox » 3. November 2015, 12:32

Sascha 36 hat geschrieben:
Ich finde My Village wirklich gut, würde es aber als eine gehobenere Form von Machi Koro bezeichnen.
Das Aufbauen einer Maschine funktioniert hier sehr gut, trotzdem ist es für mich ein andres weniger taktisches Spiel als Village.


Wirklich?! Mein Eindruck ist bis jetzt ein ganz anderer. In my Village funktionieren unterschiedlichste Taktiken, die unterschiedlich gespielt werden müssen. Es gibt sozusagen zwei Obertaktiken: Möglichst viele gleiche Zahlen (weiße Banner) oder möglichst viele verschiedene, um möglichst flexibel zu sein. Daneben kann man dann unterschiedliche Zweige unterschiedlich stark kombinieren. Mit einem Mischmasch aus allem wird niemand erfolgreich sein. Der Vergleich mit Machi Koro hinkt meiner Meinung nach gewaltig, denn ich werfe nicht zwei Würfel und hoffe das ich was bekomme, ich mache aus einem Pool an Würfeln das Beste. Da bin ich deutlich weniger dem Würfelglück ausgeliefert. Ich habe aktuell sogar das Gefühl, dass Würfelglück kaum eine Rolle spielt, sofern man den Kniff Mal raus hat. Unsere Partien werden von Mal zu Mal taktischer und strategischer. Taktischer, weil wir die Bannerwerte langsam auswendig kennen und schneller werden im auszählen möglicher Würfelkombinationen, dadurch wird, besonder zu zweit, viel mehr darauf geachtet dem anderen nichts zu gönnen. Strategischer, weil unterschiedliche Strategien entwickelt und getestet werden (Reisen + Kirche z.B., da stellt sich dann die Frage, wie viel Handwerk brauch ich, um beides effizient zu betreiben, welche Augenzahlen passen am besten etc.).

my Village hinterlässt bei uns ein deutlich schöneres Spielgefühl als Village (welches nie wirklich ankam) alleine dadurch, dass man nicht gezwungen ist die Pestwürfel zu nehmen (das nervte mich an Village immer). Nur das Sterben, das lohnt sich in my Village nicht mehr ansatzweise so, wie in Village, das finde ich etwas schade.

Ach und bevor ich es vergesse: Die Ratte! Nervte sie uns am Anfang nur, ist sie mittlerweile ein wunderbar taktisches Element den Gegner zu ärgern.

Bisheriges Fazit: Super 2 Spieler Spiel, sehr gutes 3-4 Spieler Spiel.

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Lehni
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Lehni » 3. November 2015, 13:21

Mombasa zu dritt: Da gibt es eine ganz klare Lernkurve und es macht von mal zu mal mehr Spaß wenn man die Feinheiten entdeckt. Bisher habe ich immer mehr oder weniger ein zufälliges Startplättchen gewählt, nicht aber diesmal. Zur Auswahl waren Schritte auf der Mombasa Leiste und Schritte auf der Kairo Leiste. Also habe ich mir die Boni der beiden Leisten angeschaut. Zwar war mir Mombasa sympathischer, da hätte man mit Baumwolle billiger neue Karten erwerben können, aber Kairo war dann insofern verlockender, weil ich da Aussicht hatte in der 1.Runde mit einer Kaffee Mehrheit nochmals Schritte auf der Leiste zu bekommen und den Bonus dort richtig früh freizuschalten. Der Bonus war: Bezahle 2 Pfund und du erhälst 2 Diamanten + 1 Buchhalterpunkt. Ist zwar teuer, aber für den Buchhalterpunkt kann man sich ja wieder 1 Pfund nehmen und somit bezahlt man für 2 Diamanten nur 1 Pfund. Damit sollte die Diamantenleiste über kurz oder lang zu schaffen sein.

Ich sehe gerade, das Posting wird zu lang. Deshalb im Zeitraffer: Hat gut geklappt, kam sowohl auf der Buchhalterleiste relativ schnell auf den zusätzlichen Slot. Und Diamanten lief auch immer besser und besser, denn ich habe mir einen Diamanthändler nach dem anderen gekauft. Mein einziges Problem war, dass Bonusmarker immer knapp waren, denn ich wollte jede Runde den 1 Pfund = 2 Diamanten Vorteil nutzen. Bis Spielende kam ich bei den Diamanten ganz nach oben, weil das 2.Bonusmarker Feld auf der Kairo Leiste um ein Vielfaches besser ist: Bezahle 1 Pfund und du bekommst 2 Diamanten + 2 Buchhalterpunkte. Das Problem dabei: Jeder hat gesehen, dass ich bei Kairo voll investiert war. Deshalb wurde da sukzessiv angegriffen. Ich konnte aber den Kurswert halbwegs halten, war zwar nicht die größte Kompanie, aber nur 1 Pfund weniger wert als Cape Town. Da es einen Großaktionär bei Cape Twon gab und ich dort wenig hatte, sah ich mich zwar in Führung, aber es würde knapp werden. Genauso kam es dann auch. Meine zahlreichen Diamantenhändler brachten zusätzliche Anteile, bei Kairo war ich weit in Führung und auf der Diamantenleiste kam ich auf 60. Das hat gereicht, aber weniger klar als zuerst erhofft.

Was für ein Erlebnis! Allen hats sehr gut gefallen und ein Russian Railroad Extrem-Fan fand Mombasa sogar besser weil es interaktiver ist.

Codenames: Normalerweise mag ich solche Spiele nicht so besonders. also habe ich mal widerwillig mitgespielt. Und was soll ich sagen, es war toll! Ich bin sicher kein guter Spieler, das ist mir schon klar. Dafür fehlt mir ein wenig die Kreativität. Aber wer hier zu kreativ ist und zuviel will, der wird vielleicht auch nicht so erfolgreich sein. 2 Begiffe zu einem Oberbegriff zusammenfassen, das geht. Schauen, dass man auf keinen Fall den Attentäter dabei hat. Es hat uns Spaß gemacht und wurden dann sogar 2 Partien.

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Der Siedler » 3. November 2015, 16:06

Sascha 36 hat geschrieben:Klötzchenschieberei auf ganz hohem Niveau ?
Hm, habt ihr übrigens immer alle weißen Banner einer Zahl aktiviert, beschleunigt das Spiel ziemlich.
Ich finde My Village wirklich gut, würde es aber als eine gehobenere Form von Machi Koro bezeichnen..

Ja, das haben wir nicht vergessen, ist ja dann doch ziemlich grundlegend.
Aber für mich ist deine Beschreibung nicht sonderlich zutreffend. Klar, auch hier aktiviert man Gebäude mit zwei Würfeln, aber der Umfang des Spiels ist dann doch ein ganz anderer. Bei Machi Koro hantierst Du im Kern nur mit Geld. Bei My Village hast du allein fünf Güter, wenn ich mich recht erinnere. Und diese sind nicht mal besonders hauptsächlich für das Spiel: Geld und Zeit sind eher die Hauptzahlungsmittel. Das ist dann doch von der Komplexität her eine ganz andere Liga.

Edit: Was alles nicht heißen soll, dass das Spiel schlecht wäre. Im Gegenteil! Ich hatte nur etwas anderes erwartet und brauche höchstwahrscheinlich auch noch weitere Partien, um zu einer anständig fundierten Meinung zu kommen. Die Umstände gestern waren aber wieder schwierig und haben dem Spiel nicht allzu gut getan. Es ist für mich immer sehr anstrengend, wenn keiner in der Runde das Spiel kennt, sondern man es sich gemeinsam erarbeiten muss.
Montagabend in der Bude - Jeden Montagabend neu!

Ganz aktuell: Bericht #213 vom 11.12.2019 - Diesmal neudabei: Imhotep

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 3. November 2015, 18:18

Ich stimme dir in den meisten Punkten zu, das Machi Koro Beispiel beziehe ich eher auf das Engine Building Element, was hier bei Machi Koro bzw My Village absolut im Vordergrund steht. Momentan schieß ich mich eher stark auf die Felder ein, wo ich Geld bekomme was ich dann zum modifizieren der Würfel benutzen kann. Auch ist es wichtig zu verhindern das Mitspieler beim Handwerk immer die gleiche Zahl bekommen, da es sonst ziemlich schnell ärgerlich werden kann.
Für mich hat My Village wenig Glücksanteil zu bieten und das find ich super, Machi Koro gefiel mir erst mit der Großstadt Erweiterung , würde es aber nie als besseres Spiel sehen.

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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Sascha 36 » 3. November 2015, 23:00

Mombasa - Pegasus Eggert

Puh die Thematik Diskussion war dann schon komplett übertrieben, in dem Spiel merkt man jedenfalls nichts davon und ich hab nach der ersten Runde auch nicht mehr drüber nachgedacht.
Das Spiel selber gefällt mir richtig gut, unglaublich verzahnt, erinnert mich vom Kartenmechanismus sehr an Zhan Guo und kann es jedem Euro Gamer nur empfehlen.
Somit hab ich zwei Spiele von Herrn Pfister in meiner Top Ten 2015 , Isle of Skye und Mombasa.
Für die Anleitung geb ich direkt zwei Daumen, da hat Viktor Kobilke einfach einen super Job gemacht.

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ErichZann
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon ErichZann » 3. November 2015, 23:27

Mysterium...nett...aber mehr auch nicht, super schönes Material, sehr schöne Grafik aber viel Spiel ist da halt so nich dahinter, ich bin da glaube ich nicht die Zielgruppe.

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Dee
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Re: Der "Mein-letztes-Spiel"-Thread

Beitragvon Dee » 4. November 2015, 07:02

Siggil zu zweit: Erinnert vom Aufbau ein bisschen an Majong. Nur Karten, die offen liegen und nicht bedeckt sind, darf man nehmen. Wenn eine verdeckte Karte nicht mehr mit anderen Karten bedeckt ist, wird sie umgedreht. Dann sammelt man so lange gleiche Farben/Symbole oder Zahlen, bis man sich eines der Siggil kaufen kann. Daneben kann man beim Gegner auch Siggil stehlen. Das Spiel ist ganz nett und macht definitiv Spaß, aber es ist nicht der Renner. Ggf. ist es zu viert besser, wenn sich die Karte mehr aufteilen. So war es eher ein kleines hin und her.

7 Wonders - Duell zu zweit: (Copy&Paste) Erinnert vom Aufbau ein bisschen an Majong. Nur Karten, die offen liegen und nicht bedeckt sind, darf man nehmen. Wenn eine verdeckte Karte nicht mehr mit anderen Karten bedeckt ist, wird sie umgedreht. *g* Ansonsten sehr ähnlich zu 7 Wonders, bis auf, dass es sich ganz anders spielt, da es Sudden-Death-Elemente gibt. Entweder Militär komplett ausbauen oder 6 verschieden grüne Symbolkarten und sofort hat man gewonnen. Das hat beim ersten Spiel auch zugeschlagen: Der Gegner hatte 5 grüne Symbole. Drittes Zeitalter beginnt, er ist Startspieler. In der untersten Reihe lag das sechste grüne Symbol. Bam, Spiel vorbei! Das war sehr antiklimatisch.

7 Wonders - Duell zu zweit: Daher wollte ich es unbedingt nochmal spielen. :) Diesmal habe ich aufgepasst, dass er nicht so viele grüne Karten bekommt und diese lieber vernichtet. Dafür habe ich in Militär angegriffen und mir eine gelbe Gelddruckmaschine aufgebaut. Ressourcen hatte ich alle und konnte alle Wunder bauen. Am Ende habe ich mit 80 zu 30 Punkten gewonnen. Insgesamt: Sehr gutes Variante von 7 Wonders, die wie im großen Spiel verschiedene Strategien zulässt. Klasse!

Glasstraße zu zweit: Wir haben es falsch gespielt, weil wir kein Regelheft hatten und somit die 2-Spieler-Sonderregel verpasst haben. Spielte sich dennoch gut, auch wenn man als (neuer) Spieler bei der erste Kartenauswahl wie der Ochs vorm Berg steht. Ich hatte absolut keine Ahnung, in welche Richtung ich spielen sollte. Das ergab sich irgendwann. Der Mechanismus, wie Glas und Ziegel hergestellt werden, ist aber immer noch einer der besten, den ich kenne.

Blutige Herberge zu zweit: Thematisch sehr düster, was mich eigentlich nicht stört. (Gloom fand ich thematisch super.) Aber spielerisch fand ich es öde. Ja, man musste schon überlegen, wann man ein Haus baut, wann jemand umbringt, wann jemand vergräbt, aber so richtig spannend war das nicht. Und die eine Münze für den Gast, der überlebt, ist ein Witz. Die hätte man auch fast weglassen können und es hätte wenig am Spiel geändert. Und die Grafik geht gar nicht. Mir sind die Zeichnungen zu abstrakt und sprechen mich rein gar nicht an. Mein Spiel ist es nicht, muss ich nicht wieder spielen.

Tiny Epic Galaxies zu zweit: Der Vergleich mit Roll for the Galaxy drängt sich auf. Es gibt Würfel, es gibt Folgemechanismen, man ist im Weltraum. Würfeln, Aktionen wählen, auf Planeten landen oder in den Orbit fliegen und diese „einnehmen“. Standardtaktik ist wohl, dass man Energie hochtreibt, um erst mal alle Ausbaustufen zu machen, um alle Würfel und Schiffe zu bekommen. Das war etwas langweilig. Mir hat es in Summe dennoch gut gefallen, auch wenn mir RftG mehr zusagt.


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