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Montagabend in der Bude

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Ben Ken
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Ben Ken » 26. April 2016, 23:59

Es muss ja nicht jedes Mal so lang sein. "Hauptsache ihr habt Spaß" oder wie will uns das ein Elektroriese momentan verkaufen!? Naja...
Kurzer Bericht. Schöne Sache. Bis zum nächsten Mal. ;)

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Greifwin
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Greifwin » 20. Juli 2016, 06:53

Wie steht es denn eigentlich um deine "großen Spielabende"? In "Neulich gespielt" bist du ja aktuell recht aktiv. Darf man auch wieder auf einen der ausführlichen Berichte hoffen? Fand das immer sehr lesenswert in der Vergangenheit. :)

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 11:26

Danke der Nachfrage, ich erläutere mal kurz das Konzept:
Den Bericht zu Spieleabend #73 habe ich seinerzeit nicht geschrieben und schiebe ihn seitdem vor mir her. Alle anderen Berichte (#74 bis #82) liegen aber fertig in der sprichwörtlichen Schublade. Ich wollte aber um jeden Preis die chronologische Veröffentlichung der Berichte beibehalten.
Deshalb werde ich mich jetzt dazu aufraffenn, den alten 73er-Bericht auch noch fertigzustellen und ihn dann zu veröffentlichen. Die anderen Berichte folgen dann im Abstand von jeweils ein paar Tagen, damit nicht der einzelne Bericht in der Masse untergeht. Du hast also in naher Zukunft eine ganze Menge zu lesen :D
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Greifwin » 20. Juli 2016, 11:39

Ahh sehr gut. Hatte schon befürchtet der Umzug hat da doch mehr zerrissen als gedacht. Aber dann bin ich mal gespannt was Ihr so getrieben habt. :)

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 12:11

Der Umzug war kein Problem, obwohl die Beteiligung seitdem schon etwas geringer ist. Hat uns aber nichts ausgemacht, zumal dann auch das ein oder andere Mal Symbiosen mit den restlichen WG-Bewohnern eingegangen wurden.
Jedoch, so viel kann ich vorwegnehmen, verlassen uns Arne und Mattes zum nächsten Semester zwecks Auslandsaufenthalt bzw. Praktikum, was uns vor größere Schwierigkeiten stellt. Hier müssen wir dringend Ausschau nach neuen Mitspielern halten, sonst wird der Spieleabend wahrscheinlich jede zweite Woche ausfallen.
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Vikingblood80 » 20. Juli 2016, 22:05

Der Siedler hat geschrieben:Ich wollte aber um jeden Preis die chronologische Veröffentlichung der Berichte beibehalten.


Klingt auch nach einer mir innewohnender Art des Perfektionismus. Ich rate dir: Poste die Beiträge einfach wenn sie fertig sind. Ich habe es oft nach deiner Entscheidung gemacht und mir damit selbst das Leben oft unheimlich schwer gemacht...auch beruflich.
Du quälst dich auch damit, weil im Hinterkopf ist der eine Beitrag #73 noch nicht fertig. Die anderen Beiträge können nix dafür.

Was fertig ist, ist fertig. Das befreit.

Es hat auch Nachteile wenn du es später postest. Deine Beiträge sind immer nett zu lesen, aber auch lang. Ich überfliege meist und lese genauer wenn Spiele dabei sind, die ich auch kenne und mag (z.B. Port Royal). Gleich 10 davon auf einmal? Mir pesönlich zu viel.
Auch der geht deraktuelle Bezug verloren. Postest du es aktuell, kann ich etwas "mitfiebern" (übertrieben gesprochen :) ) "Oh Der Siedler hatte nen Spieleabend..gestern". Cool. Ich habe vielleicht auch gespielt. Postest du es nach 2-3 Monaten. Spieleabend am 20.5.....hm was habe ich da gemacht? Keine Ahnung mehr...Interesse schwindet. Geht mir zumindest so.

Nur meine Meinung. Es bleibt deine Entscheidung.

VG André

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Sascha 36

Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Sascha 36 » 21. Juli 2016, 00:05

Mach mal ruhig weiter, auch wenn ihr wenig spielt was mich interessiert , zum Überfliegen ist es immer nett.
Wer soll schon nachvollziehen von wann ein Post letztendlich ist, also Hau raus die Dinger.

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 21. Juni 2018, 00:57

Mittwoch, 20.6.2018 | Spieleabend #150

Hundertfuffzig. Was für eine Hausnummer! Genau zwischen 148 und 150b), gegenüber von 137. Ihr kennt sicher auch solche Straßen, wo sich die Hausnummern wegen unterschiedlicher Grundstücksgrößen auf der einen und auf der anderen Seite etwas verschieben. Deshalb liegt in unserem Beispiel die 150 leider nicht genau gegenüber der 149. Aber der Spieleabend #150, soviel ist sicher, liegt genau zwischen #149 und, so Gott will, #151. Nüchtern betrachtet ist die Zahl gar nicht mal so hoch. Selbst wenn wir von einem Beginn der regelmäßigen Spieleabende erst im Dezember 2013 ausgehen (was deutlich zu spät angesetzt wäre), kommen wir in den viereinhalb vergangenen Jahren auf 234 Wochen, in denen ein Spieleabend hätte stattfinden können. Das macht eine Quote von 64,1%. Also unter zwei Dritteln. In anderen Worten: Jeder dritte Spieleabend ist ausgefallen. Das hört sich schon viel an, zugegeben. Aber wer will dieses stille Jubiläum schon nüchtern betrachten, wen interessieren diese ermüdenden Statistiken? Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, dass wir den hundertsten Spieleabend begangen haben. Schnell nachgeschaut, das war am 31.1.2017. Also eigentlich doch schon ganz schön lange her. Entscheidend ist aber nicht die virtuelle Zahl von 84+ ausgefallenen Spieleabenden, sondern die 150 tollen gemeinsamen Abende, die wir in den verschiedensten Besetzungen Woche für Woche gemeinsam verbracht haben, abwechselnd auf der einen und der anderen Seite der Straße. Auf der Hälfte der Strecke habe ich aufgehört, hier davon zu berichten. Anfangs war es ein fehlender Bericht, der die Veröffentlichungen durchbrochen hat. Dann fehlte mir schlicht und ergreifend der Anlass, den Thread wieder aufleben zu lassen. Die Zahl von 150 Spieleabenden nehme ich jetzt einfach mal zum solchen.
Wer ohne die fehlenden Spieleabende mit den laufenden Nummern 73 bis 149 übrigens nicht schlafen kann und deshalb seit zwei Jahren und zwei Monaten an chronischem Schlafentzug leidet, dem kann ich die Berichte rein theoretisch durchaus zugänglich machen. Denn paradoxerweise habe ich die Berichte zwar durchaus geschrieben, aber eben nicht veröffentlicht. Manchmal machen Menschen schon komische Dinge... Ich werde jetzt aber im Groben und Ganzen so tun, als hättet ihr alle fehlenden Berichte gelesen, auch wenn ihr ohne eine erschreckend hohe kriminelle Energie (incl. Einbruch, Diebstahl meines Laptops und Durchbrechen meiner Privatspäre oder den digitalen Alternativen dazu) gar nicht dazu in der Lage gewesen wärt. Wir spielen immer noch in der WG, die ich damals erst kurz zuvor bezogen hatte, haben allerdings einen Mitspieler (Arne) faktisch verloren und einen anderen (Eiko) hinzugewonnen. Alles andere ergibt sich dann schon, man kommt ganz gut in die Handlung rein. Also, obwohl aktuell eigentlich alle fünf Teilnehmer im Lande weilen, schwankt die Teilnehmerzahl aktuell stark. Einblick gefällig? Vor zwei Wochen waren wir zu fünft. Letzte Woche konnte kein einziger. Heute dann die goldene Mitte: Zu dritt mit der Stammbesetzung Mattes, Eiko und mir.

Los ging es mit Die Quacksalber von Quedlinburg, oder kurz Die Quedlinburger, wie ich es liebevoll nenne. Die offensichtliche Verkürzung benutzen kann ja schließlich jeder. Heute spielten wir fast komplett mit Set 1, nur die Pilze drehten wir um. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich hier jetzt mitten ins Spiel einsteige, aber seien wir ehrlich: Wer dieses Spiel immer noch nicht gespielt hat oder wenigstens weiß, worum es geht, dem brauche ich es jetzt auch nicht mehr zu erklären. Es ist jetzt immerhin schon vier Monate auf dem Markt und damit offiziell alt. Appropos Alt: Das gemütliche Bier zum Ende des Spieleabend ist so gut wie verschwunden. Ganz selten wird bei frühem Ende und größerer Runde nochmal eins auf die alten Zeiten getrunken, aber meistens bleiben die Kehlen trocken, zumindest was Alt und Pils angeht. Also, zurück zu den Pilzen auf Seite zwo: Man legt jeden gezogenen Pilz zunächst mal zur Seite. Am Ende der Runde darf man dann aussuchen, ob man ihn jetzt oder in einer späteren Runde in den Kessel legt. Der Effekt gefällt mir gut, auch wenn man dafür auf den tollen Kürbismotor verzichten muss. Bei mir lief es in dieser Partie wirklich außerordentlich gut, zumindest im Vergleich zu den anderen. Ich hatte zwar keine starken Synergien in meinem Beutel, aber am Ende eine stattliche Anzahl von 4er-Plättchen. Zusammen mit ein bisschen Glück und den bekannten Basis-Effekten der anderen Plättchen kann man damit sehr solide Ergebnisse erzielen. Ich bleibe mal thematisch auf unserer Straße und nenne als Hausnummer die Schwelle von 50 Punkten, die man zum Sieg meist überschreiten muss. Wobei die dicken Punkte selbstredend hinten zu erzielen sind, was dem Spannungsbogen guttut. Mattes hatte sagenhaftes Pech und trotz durchaus qualitativem Sackinhalt immer nur weiße Plempe in der Hand und dann im Kessel. Aber daraus lässt sich bekanntlich kein leckerer Trank brauen. Die Rede ist natürlich von den lästigen Knallerbsen. Eiko hob sich seinen heutigen Glücksvorrat ebenfalls für das Hauptspiel auf. Was nicht heißen soll, dass QvQ ein reines Glücksspiel ist. Man muss schon auch gut ziehen können! 37:42:55 treten den Beweis an, dass ich kein Knallerbsen-Magnet bin.

Einer, Zweier und Dreier zog ich dafür im folgenden Spiel magisch an, und wer Stone Age kennt, der weiß, dass das kein gutes Zeichen ist. Gefühlt die letzten zehn Spieleabende jedes Mal vorgeschlagen, heute dann endlich mal wieder gespielt. Kaum zu glauben, dass dieses Spiel schon zehn Jahre seit der Nominierung 2008 auf dem Buckel hat. Von seiner schlichten Eleganz hat es aber in der ganzen Zeit nichts verloren. Die Erweiterung dagegen brauche ich nicht, dadurch wurde der runde und schnörkellose Ablauf nur unnötig verkompliziert. Und so spielten wir auch heute wieder das Grundspiel pur, was trotzdem nur knapp unter zwei Stunden gedauert hat. Wie immer eine Kurzzusammenfassung der Strategien: Mattes versuchte mit minimalem Personal auszukommen, am Ende hatte er gerade einmal sechs Männeken in seinem Vorrat. Der Nachteil liegt auf der Hand, der Vorteil besteht darin, dass er sich schon früh nicht mehr um Ernährung zu kümmern brauchte. So hatte er Arbeitskraft frei fürs Rohstoffsammeln und Hüttenbauen, denn das hatte er am Ende insgesamt acht mal getan. Respekt! Eiko preschte überall nach vorne, denn oft genug bekam er die unverhoffte Möglichkeit, als Rundendritter doch noch einen Platz im Dorf zu ergattern. Einmal belegte er sogar beide möglichen Orte dort. Wir haben spaßeshalber am Ende mal die Summe an hinzugewonnem Werkzeug, Ackerbau und neuen Personen gebildet. Dabei kam Mattes auf acht, ich auf 13 und Eiko auf 18. Das spricht für sich. Da Eiko auch die Karten nicht vernachlässigt hatte, war ihm am Ende der Sieg sicher. Ich konnte mir mit sieben grünen Karten, meiner Paradedisziplin, gerade noch so den zweiten Platz erspielen. Aber das ganze Spiel wäre natürlich völlig anders ausgegangen, wenn die verdammten Würfel nicht von Eiko gezinkt worden wären! Er schien die richtig starken Würfe gepachtet zu haben, nur selten sah man bei ihm mal Augenzahlen unter vier. Mattes und ich dagegen schienen Eikos Glück ausbaden zu müssen; insbesondere bei der Jagd konnte ich von maximal einer Nahrung pro Jäger ausgehen. Wenn man diese extreme Ausprägung des Zufallseinflusses in der Steinzeit, die in den Geschichtsbüchern häufig verschwiegen wird, mit einbezieht, dann bin ich ganz klar der Sieger der Steine. Hach, wie gut ein Hand aufs Erz hier passen würde. Schade, dass der Bericht noch nicht zu Ende ist. 193:212:196 sind ein deutlicher Sieg für Eiko, wenn man beachtet, dass er bei Spielende noch mehr als ein Dutzend bunt gemischter Ressourcen in seinem Vorrat hatte. Um mit Wieland Herold zu sprechen: Stone Age? Gerne nächste Woche wieder. Morgen trifft sich unsere Runde schließlich nicht zum Spieleabend.

Eiko verabschiedete sich nach der nicht ganz so kurzen Runde Stone Age und für Mattes und mich war noch ein ganz kurzes Ründchen Knister drin, auch bekannt als Würfel Bingo. Immer wieder gut, um pro forma noch einen Absacker auf den Tisch zu bringen, ohne dafür länger als zehn Minuten zu benötigen. Außerdem war das Spiel damals für drei Euro neu auch ein echter Schnapper! Nur schade, dass eine Berichterstattung darüber so gar keinen Sinn ergibt: Oh, viele Dreien und auch recht viele Neunen, interessant. Ach was, auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Straßen konnte gebildet werden? Aber wegen der Abwesenheit von Zweien und Zwölfen wohl keine Straße ohne die Sieben. Hört, hört! Wisst ihr was, wenn euch der Spielverlauf nicht interessiert, dann nenne ich jetzt einfach den Punktestand: 54:59.

Am Ende saßen wir beiden da und uns war nichtmal bewusst, dass wir anlässlich unseres 150. Jubiläums durchaus mal ein Bier hätten zischen können. Aber darüber habe ich ja oben schon berichtet. Wie nützlich, dann brauche ich das Thema Bier hier im letzten Absatz ja gar nicht mehr anzusprechen. Den Blick ein wenig auf neue Spiele gelenkt, holte Mattes mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Dennoch: Bevor wir uns weiter in Concordia, Die Staufer, Broom Service und Istanbul ergehen, wird demnächst lieber mal was Neues gespielt. Und gerade bin ich wirklich froh, dass ihr die letzten Berichte nicht kennt, denn sonst würde ich mich mit dieser 37. Wiederholung unwiderruflich lächerlich machen. Insbesondere, wenn wir nächstes Mal doch wieder Ginkgopolis spielen. Wobei das auch wirklich ein schönes Spiel... Ich glaube, ich halte besser die Finger still und geh schlafen. Sonst verliere ich meine frisch reaktivierte Leserschaft in einen nicht deaktiverbaren Leserschlaf bis zum Spieleabend #238. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon zuspieler » 21. Juni 2018, 08:23

*YEAH* Es gibt den Montagabend noch. Daumen hoch dafür und danke für den Bericht. Ich lese solche Spieleindrücke immer gerne.

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Dee » 23. Juni 2018, 08:22

Willkommen zurück. Ich lese diese Spielberichte von Dir auch immer gerne, da sie unterhaltsam sind.

Gruß Dee

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 5. Juli 2018, 01:58

Mittwoch, 4.7.2018 | Spieleabend #152

Eieiei. Das fängt ja schon wieder gut an: Kaum habe ich mich zum hundertfünfzigsten Spieleabend aufgerappelt mal wieder einen Bericht online zu stellen, fehlt auch schon der nächste. Denn hierbei handelt es sich um Bericht 152. Jedoch: Ich will nicht den gleichen Fehler wie vor zwei Jahren machen und darauf warten, dass ich irgendwann noch einmal einen Bericht über Abend #151 abfasse. Mag sein, dass ich das noch tue. Aber den Bericht kann ich dann auch später noch hochladen. Heute müsst ihr mit dem brandaktuellen Spieleabend von vor wenigen Stunden vorlieb nehmen. Mit dabei: Eiko, Erik, Mattes, ich. David konnte nich'. Ich hatte mir ausnahmsweise keine Gedanken zum Programm gemacht, wenn man das überhaupt so nennen kann. Natürlich kommt am Ende trotzdem immer eine brauchbare Auswahl raus, dafür habe ich ja genug richtig gute Spiele auf dem Regal. Und nein, dass ist keine hemdsärmlige Übersetzung des englischen on the shelf - Bei mir stehen die Spiele tatsächlich auf dem Regal. Trotzdem, und so viel darf ich vorwegnehmen, neigen die Spieleabende ohne Fahrplan dazu, etwas gewöhnlich zu werden. Natürlich, wie sollen meine Mitspieler auch neue Spiele vorschlagen, die kennen sie ja per definitionem noch gar nicht. Aber das Muster vom guten alten Montagabend im Keller hat sich beibehalten: Lässt man die Mitspieler entscheiden, dann kommen oft dieselben soliden Vorschläge. Aber eben kein frischer Wind. Bin ich aber ja selbst Schuld, schließlich hätte ich ja - wie sonst so oft - eine Auswahl vorgeben können.

Begonnen haben wir mit Nimble, einem für uns neuen Spiel. Ja, okay, der Aufwärmer brachte frischen Wind. Er war aber das einzige neue für uns. Wobei, eigentlich nicht nur für uns, denn das Spiel ist frisch auf dem Markt, lediglich ein paar Vorabexemplare sind, nun ja, vorab an Rezensenten rausgegangen. Nimble ist mit ziemlicher Sicherheit das simpelste Spiel in meiner Sammlung. Wenn man mal von Klassikern mit neutralen Spielmaterial wie Mau-Mau und Konsorten absieht. Wobei sogar Mau-Mau mit vollständiger Erklärung der Sonderfunktionen verschiedener Kartenwerte mehr Regeln haben dürfte als Nimble. Nun gut, dann könnte ich auch einfach mal anfangen und sie erläutern: Jeder bekommt den gleichen Satz von 30 Karten. Jede Karte hat zwei Farben: Einen farbigen Kreis in der Mitte und einen farbigen Rand drumherum. Ganz einfach. Die Farben sind zwar etwas komisch, um es auch jedweden Farbfehlsichtigen recht zu machen, aber für den Normalsichtigen ist das allerhöchstens eine zusätzliche Herausforderung. Herausforderung wobei den nun?! Jaja, schon gut: Wir wollen unsere Karten loswerden, und zwar durch Ablegen. Regelkonformes Ablegen, bevor einer auf dumme Ideen kommt. Man muss nämlich auf eine ausliegende Karte mit einer bestimmten Kreisfarbe immer eine Karte mit derselben Randfarbe spielen. Sprich: Kartenmitte mit Kartenrand bedienen. Regeltechnisch einfach, dafür aber im Eifer des Gefechts umso schwerer umzusetzen. Denn natürlich handelt es sich bei Nimble nicht um eine meditative Übung, sondern um ein hektisches Simultan-Kartenablegen. Da kommt einem auch schonmal ein Spieler zuvor oder man selbst einem anderen, was natürlich umso schöner ist. Man blättert unentwegt durch seinen Kartenstapel, hält immer wieder nach Ablegemöglichkeiten Ausschau und rattert seine Karten runter, was Tisch und Hände aushalten. Die ganz gewieften blättern im Stapel auch zurück, was aber nur Karte für Karte geschehen darf. Kurzum: Nimble ist ein intensives Echtzeiterlebnis mit Hirnverzwirblungspotential. 0:1:0:6 - Es wird deutlich, dass etwas Übung hier nicht schadet. Ich hatte schon die ein oder andere Runde gespielt, sogar auch alleine geübt, also war es keine Überraschung, dass die anderen keine Schnitte hatten. Außer Erik, der im siebten Spiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entscheiden konnte. Im Gegensatz zur allgemeinen Rezeption kam das Spiel bei uns gut an, und wird sicher noch häufiger als knackiger Aufwärmer vor einem großen Hauptspiel dienen.

Apropos Hauptspiel: Die Gemeinschaft entschied sich für Die Siedler von Catan - Das alte Ägypten, im Prinzip einer Neuauflage des ehemaligen historischen Szenarios Cheops. Wir bauen an der Pyramide mit, und wer sich dort am wenigsten beteiligt, muss mit einem Strafpunkt rechnen. Alle anderen bekommen einen Pluspunkt. Ansonsten spielen wir das altbekannte Basisspiel, bis auf eine Ausnahme: Die Hilfe der Götter offenbart sich uns in zehn Götterkarten, von denen pro Zug eine angewandt werden kann. Diese Karten sind auch als Variate Die Helfer von Catan für das Basisspiel erhältlich (gewesen?) und bspw. in Star Trek Catan als einzige Abweichung zum normalen Siedeln enthalten. Nichts Neues also. Insgesamt ergibt sich sicher kein schlechtes Spiel, schließlich reden wir hier immer noch von einem Jahrhundertmeisterwerk! Jedoch: Die Eleganz des Grundspiels geht verloren. Nichts ist wirklich schwierig. Die Regeländerungen sind rasch erklärt. Aber die zehn Götterkarten wollen erst einmal verstanden werden, der Pyramidenbau spielt anfangs keine Rolle, sodass man ihn den Mitspielern später noch einmal ins Gedächtnis rufen muss. Am Ende haben wir eine zähe und zu lange dauernde Partie Siedler gespielt, ohne dass die Pyramide und die Götter ihre Stärken so richtig ausspielen konnten. Vielleicht lag es an der Unbekanntheit der neuen Elemente, vielleicht auch an der Grübelneigung einiger Mitspieler. Wir waren uns jedenfalls einig, dass Ägypten sicher eine schöne Abwechslung ist, wir diese Abwechslung vom Siedeln aber gar nicht brauchen: Eine klassische Runde Siedeln hätte es auch getan. 11:6:5:8 waren für mich verhältnismäßig knapp, denn ich hatte vor Eikos Siegeszug noch zehn Punkte, fiel dann aber leider dem Fluch des Pharaos zum Opfer. Egal, deutlicher Zweiter war ich so und so.

Eiko verabschiedete sich schon fast, weil sich aber ein sehr kurzer Absacker abzeichnete, blieb er noch für die erste Runde von Der Große Wurf. Ein klasse Spiel in so vielerlei Hinsicht! Man hat einen spannenden Spielverlauf, sowohl als aktiver als auch als passiver Spieler. Versuch ich es noch einmal? Oder lass ich es gut sein? Im Optimalfall räume ich die Arena leer und der Mitspieler muss den besagten großen Wurf ausführen und alle seine Würfel werfen. Obwohl es immer wieder vorkommt, sorgt es jedes Mal für die zu erwartenden Reaktionen: Der verantwortliche Mitspieler wird verflucht, man würfelt mit allem, was man hat - Und im Extremfall schließt sich für den folgeden Spieler gleich noch ein Großer Wurf an. Ein weiterer kluger Schachzug des Spiels sind die X-Seiten der Würfel: So kommen beständig Würfel aus dem Spiel und der Pool wird immer kleiner. Fachfranzösisch: Das Spiel terminiert. Schade, dass ich nur die französische und nicht die chinesische Ausgabe habe, denn dann hätte ich getrost fachchinesisch schreiben dürfen. Nicht zuletzt spielt auch das Geschick eine Rolle. Man will liegende Würfel durchaus nochmal zum Rollen bringen, und zwar möglichst viele. Das hinzubekommen erfordert aber ein glückliches Händchen.
Erik war heute übrigens in Bestform und zwang den hinter ihm sitzenden Mattes übertrieben häufig zum Werfen all seiner Sechsseiter. Wir haben leider nicht genau mitgezählt, aber das Dutzend wurde bestimmt überschritten. Auch nach einer Dreiviertelstunde war uns das Spiel noch nicht langweilig, insbesondere da wir uns noch eine interessante Bierneuheit genehmigten. Nun ja, von neu kann hier auch nicht wirklich die Rede sein, schließlich kam das Bier nur ein Jahr später auf den Markt als das Cheops-Szenario für Catan, auf dem die Ägypten-Ausgabe beruht. Aber für uns war es halt neu, das gute Bolten Ur-Weizen. Dem geneigten Leser mag Bolten - wenn überhaupt - als Altbierbrauerei bekannt sein, und zwar nicht irgendeine, sondern die vorgeblich älteste der Welt. Jetzt im Sommer ist ein Alt aber schon etwas sehr schwer und dunkel, da greift man gerne mal zu einem Weizen. Und umso schöner ist es, wenn es das auch von der liebgewonnenen Brauerei des Vertrauens gibt. Bolten Ur-Weizen schmeckt übrigens nicht wie ein typisches Weizen, aber trotzdem total frisch und süffig. Dadurch lässt sich auch erklären, wieso es am Ende sogar ein zweites für Erik und mich wurde. Aber ich schweife ab. Erik gewann unseren Würfelwettstreit souverän mit 1:6:1:1, wobei Eiko wie gesagt nur bei Runde eins dabei war. Zu einem gepflegten Bier passt dieses Spiel einfach perfekt, nach wie vor eine dicke Empfehlung!

Der Schluss schloss sich nahtlos an Mattes lang ersehnten Sieg im Absacker an. Nachdem nun jeder mindestens einmal gewonnen hatte, konnten wir uns endlich zurücklehnen und noch ein bisschen erzählen. Zwar nicht über den letzten Tatort, weil im Moment nunmal Sommerpause ist, aber Erik nutzte die Gelegenheit und lud uns zu seinem Geburtstag am nächsten Freitag ein. Ich kündigte für nächste Woche schonmal das zweitneuste Spiel von Stefan Feld an, nämlich Das Orakel von Delphi. Das haben wir auch viel zu lange nicht mehr gespielt. Das Ägypten-Siedler kommt dafür jetzt erstmal auf den Stapel hinter dem Subwoofer, wo ich es so schnell hoffentlich nicht wiederfinde. Nicht das wir uns falsch verstehen: Ich bin nach wie vor Der Siedler, aber diese Variante hat einfach nicht den Spielfluss, denn ich von einem Catan-Spiel erwarte. Trotzdem werde ich dem teuberschen Universum natürlich die Treue halten. Hand aufs Erz,

Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 12. Juli 2018, 01:31

Mittwoch, 11.7.2018 | Spieleabend #153

Mitten in den letzten Zügen dieser WM pfeifen wir gepflegt auf das Halbfinale Kroatien - England und widmeten uns stattdessen der spannenden Begegnung Erik - Mattes - Eiko - ich. Da ich aber in Sachen Fußball völlig unbedarft bin, werde ich an dieser Stelle mit den Fußball-Analogien aufhören und in den normalen Berichtsmodus übergehen. Na gut, wenn mir noch ein richtig lustiger einfällt, werde ich ihn euch schon nicht vorenthalten. Aber jetzt mitten rein ins Geschehen, frei nach dem Motto: Ein Spieleabend dauert drei Stunden und am Ende gewinne ich.

Als Aufwärmer hatte ich San Juan ausgewählt. Ich kann nichts dafür: Solche Spiele sind einfach genau meins. Einen kleinen Motor aufbauen und anfangen, ihn laufen zu lassen. Dabei selbstredend immer auf der Hut sein, damit man das Umschalten vom Aufbauen der Maschinerie zum vollen Ausnutzen derselben nicht verpasst. San Juan bedient genau diese Aufbaustrategie in einer Dreiviertelstunde. Wobei die Spielzeit in meinem Kopf deutlich kürzer angesiedelt war, was später noch zum Problem werden sollte. Zunächst aber hatte ich meinen Spaß: Gleich in der ersten Runde konnte ich eine Silbermine bauen, kurz danach ein Aquädukt: Meine Versorgung war gesichert. Lediglich das Vekaufen der Waren war bis zum Schluss ein Nadelöhr in meiner Stratgie, dass ich aber geschickt umschiffen konnte: Mit der Bibliothek verdoppelt man ja bekanntlich sein Privileg. Und wählt man dann den Händler als eigene Rolle, kann man ganze drei Waren verkaufen, und die Lagerungsprobleme verwandeln sich in eine volle Hand. Erik versuchte es mit einer Minimalbasis an Produktionsgebäuden und ging von Anfang an auf violette Bauwerke, weil er die passende 6er-Karte gleich zu Beginn auf der Hand hielt. Eiko hatte insbesondere beim Verkauf viele Boni für alles mögliche, sodass er häufig zwei Zusatzkarten einstreichen konnte. Mattes baute violette Gebäude per Steinbruch günstiger und bekam über das Armenhaus nach so gut wie jedem Bau eine Karte zurück, weil er sich (fast) pleite gebaut hatte. Seine Kapelle kam aber zu spät, um noch den Sieg zu bringen. 30:31:26:33 sind ein ziemlich knapper Ergebnis. Das zeigt, dass verschiedenste Strategien durchaus eine Chance haben: Erik bezahlte so gut wie alles mit dem Schwarzmarkt, also mit Waren, die direkt von den Produktionsgebäuden kamen. Lange Zeit hielt er es nur mit zwei Indigoküpereien durch. Ich dagegen hatte eine anständig ausgebaute Produktionsabteilung und bekam auch ohne Boni nicht selten sechs, sieben Karten. Trotzdem lag er am Ende nur drei Punkte hinter mir. San Juan spielen wir recht regelmäßig jedes halbe Jahr einmal. Eigentlich gefällt es mir besser, ich würde es gerne öfter auf den Tisch bringen. Das Problem ist die Spieldauer, denn für einen Aufwärmer ist es (zumindest bei uns) eigentlich eher zu lang als zu kurz.

Das war mir aber heute total egal. Ja, ich hab es schon fast ein wenig kommen sehen, trotzdem gierte ich nach einem anständigen Hauptspiel wie etwas Das Orakel von Delphi. Und wo das jetzt schonmal fettgedruckt ist, nehmen wir doch einfach das. Es stellte sich heraus, dass Mattes an diesem mythologischen Wettrennen noch nie teilgenommen hatte. Wahrscheinlich war er da jeweils im Ausland. Zumindest nicht in Aachen. Und wenn doch, dann jedenfalls nicht bei uns auf dem Spieleabend, sonst wüsste er jawohl noch davon! Jedenfalls musste ich ihm das ganze Spiel neu erklären, die anderen konnten ihre Regelkenntnisse dabei immerhin nochmal auffrischen. Ehe wir dann losspielen konnten, war es schon fast neun Uhr und (zumindest mir) ziemlich klar: Das wird nichts mehr mit Eikos neu gesetztem Ende des Spieleabends um zehn Uhr. Trotzdem schipperten wir los und Mattes fand nach anfänglicher Orientierungslosigkeit doch gut ins Spiel. Bei mir blieben wie immer die Monster sehr lange liegen, und auch die Opfergaben wollten heute nicht so richtig ihren Weg zu den Tempeln finden. Wobei die Monster eigentlich durchaus etwas besser hätten funktionieren dürfen, schließlich hatte ich im ersten Drittel des Spiels einen epischen Kampf mit einem monströsen [Hier Namen einer griechischen Sagengestalt einsetzen], den ich auch nach sechs Würfelwürfen nicht für mich entscheiden konnte. Aber meine Gunstplättchen war ich los... Egal, in meinem letzten Spielzug war ich bestens bewaffnet und erledigte die übrigen Monster beide im ersten Wurf. Und für das dritte Monster hatte ich mir zuvor bereits professionelle Hilfe von Ares geholt. Im Mittelteil wähnte ich mich schon gut abgeschlagen, viel zu oft konnte ich keinen Götterschritt bei fremden Würfelwürfen gehen. Aber immerhin musste ich keinen Zug aussetzen. Die verdiente Belohnung für null Wundenkarten war mir aber auch nicht vergönnt, weil just in dem Moment, als ich mit fünf Schilden und ohne Wundenkarten dastand, der Titanenwürfel eine Sechs zeigte. Aber egal, am Ende legte ich einen lupenreinen Zieleinlauf hin, den mir keiner noch im gleichen Zug nachmachen konnte: 10:11*:11:12 erfüllte Aufgaben bescherten mir den Sieg und die Gunst des Zeus. Behauptet zumindest die Spielanleitung. Mal gucken, ob ich davon was merke. Besonders fußballinteressiert kann Zeus jedenfalls nicht sein, denn ich bin mir sicher, dass bisher deutlich mehr Deutsche als Südkoreaner oder Mexikaner dieses Spiel gewonnen haben. Aber das ist ein anderes Thema.
Das Spiel konnte gerade noch so zu Ende gebracht werden, weil Eiko sein selbstgesetztes Limit am Ende um eine geschlagene Stunde übertreten musste. Hier offenbart sich tatsächlich ein tieferes Problem: Will man ein komplex(er)es Hauptspiel in die Mitte des Abends setzen, dann ist dieser schlicht und einfach nicht um zehn vorbei. Es sei denn, man spielt als Aufwärmer ein extrem kurzes Spiel. San Juan und Delphi zusammen provozieren aber offenbar im schlimmsten Fall einen Spielabbruch, und den will ich natürlich eigentlich vermeiden. Wenn hier jemand Tipps zum Umgang mit Zeitlimits auf dem Spieleabend hat, dann immer her damit! Ich will nämlich eigentlich nicht hinnehmen, dass man nur noch einstündige Hauptspiele spielen kann, um dann pünktlich um 22:00 fertig zu sein.

Zum Schluss, dann schon ohne Eiko, der bereits bei Eriks letztem Zug von Delphi den Abend verlassen hatte, gab es noch zwei Runden Knister. Ein Sieg für mich, eine Katastrophe für mich, wo sich Mattes den Sieg holte. Erik machte es augenscheinlich Spaß, schließlich hatte er nach der Revanche verlangt und hätte auch noch eine dritte Runde angeschlossen, auf die ich aber keine Lust mehr hatte. 49:42:52 sowie 48:61:x, wobei x für 30 steht. Ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, meine lächerliche Punktzahl direkt neben Mattes' amtliches Ergebnis zu setzen. Aber so geht es ja auch.

Die Revanche war vorbei, die dritte Runde abgelehnt, da ergab die Zugrecherche die baldige Ankunft der nächsten passenden Linie ab Westbahnhof. Ziemlich zackig machten sich die beiden auf, aber wegen der ausgedehnten ersten beiden Spiele war es ja auch schon spät geworden. Aus meiner Sicht hat sich der zeitliche und wohl auch gedankliche Mehraufwand aber durchaus gelohnt. Die Abwechslung macht es wahrscheinlich: Immer nur Hirnverbruzzler machen nichtmal Atze Schröder Spaß, aber ständig nur Hauptspiel-Häppchen machen eben auch nicht satt. Man sollte darauf achten, dass man Aufwärmer und Hauptspiel besser aufeinander abstimmt. Und was heißt hier überhaupt man? Eine nicht weiter geannte verbandliche Stimme dazu: "Wir müssen jetzt nach Verantwortlichen suchen, dürfen aber nichts überstürzen. Der gesamte Montagabend steht geschlossen hinter Dem Siedler, wir erwarten aber in Zukunft eine solide Zeitplanung und weniger Möglichkeiten für die Uhr, sich in den gefährlichen 23:00-Raum durchzuspielen. Wir sind davon überzeugt, dass er dieser Verantwortung gerecht wird und halten an seiner Personalie fest." Wenn wir ehrlich sind, dann haben sie einfach keinen anderen. Also, wenn ihr mich fragt. Aber ich mache natürlich trotzdem weiter. Ist doch Ehrensache. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Dee » 12. Juli 2018, 18:14

Wenn hier jemand Tipps zum Umgang mit Zeitlimits auf dem Spieleabend hat, dann immer her damit!
Ihr scheint eher sehr spät anzufangen, oder? Unsere Spieleabende gehen immer von 18 bis 23 Uhr und da hat man genug Zeit, auch große Brocken zu spielen. Wenn es aber zeitlich nicht eher geht, nehmt das Hauptspiel zuerst und spart Euch auf einen Aufwärmer. Ist ja kein Fußballspiel, wo man ohne Aufwärmprogramm Krämpfe bekommt ... ;)

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Florian-SpieLama » 12. Juli 2018, 21:49

Das wäre auch mein Tipp gewesen. Erst das Große Hauptspiel des Abends. Dann kann man abschätzen, ob und für was noch Zeit ist. Manchmal gibt es dann nun mal nur 1 Spiel, manchmal hat man noch Zeit für 2 kurze oder man macht insgesamt 2 "mittellange/1-Stunde"-Spiele.

Das Zeitlimit ist ja vermutlich durch Arbeit und Schlafenszeiten usw. gesetzt. Da muss sich die Struktur des Abends fügen (die meiner Meinung nach auch unwichtig(er) ist). Und es ist immer einfacher zu spielen und zu schauen was dann noch geht, als einen Plan vorher auszurechnen. "40 min für Aufwärmer-A, dann 90 min für Hauptspiel-B und dann 20 min für Absacker-C" klappt einfach nicht. Also immer nur Spiel für Spiel gucken und dann ist im Zweifel der Abend auch mal 25 Minuten eher zu Ende.

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 19. Juli 2018, 01:52

Mittwoch, 18.7.2018 | Spieleabend #154

Im Juli sind in unserer Spielerunde stets Geburtstagswochen angesagt. Erik hatte vergangenen Freitag Geburstag, am Samstag feiere ich meinen Geburts- und auch meinen Namenstag. Aber das ist noch Zukunftsmusik, zunächst mussten wir ein Geschenk für Erik suchen. Wir hatten Mattes zu seinem Geburstag vor ein paar Monaten einen Besuch im Esacpe Raum geschenkt, der allen sehr viel Freude gemacht hatte. Da stand natürlich die Idee im Raum, gleich nochmal das Gleiche zu verschenken. Haben wir dann auch gemacht, aber - ihr ahnt es schon - in der spieleabendtauglichen Version. Die Kosmos-Spiele sind zwar überall hochgelobt worden, waren uns dann aber für ein Geburtstagsgeschenk dann doch etwas zu wenig. Deshalb entschieden wir uns für ein anderes Esacpe-Raum-Spiel. Und weil ich kein Freund davon bin, Dinge solange zu vertagen, bis sie in Vergessenheit geraten, haben wir gleich heute Nägel mit Köpfen gemacht und uns diesen mysteriösen Fall als Hauptspiel vorgenommen.

Vorher stand aber - aller guten Ratschläge seit dem letzten Bericht zum Trotz - ein Aufwärmer an. Mit der Angabe von anderthalb Stunden für das Rätselspiel schien es mir aber auch wirklich nicht vermessen, zuvor einen kleinen Aufwärmer zu spielen: Hook! brachte die Runde schon zum Stöhnen, bevor ich es überhaupt ausgepackt hatte. Gott sei's gedankt, dass ich einen noch unliebsameren Vertreter derselben Gattung am Start hatte, nämlich Quick, sodass ich Hook! dann ohne weitere Probleme durchbringen konnte. Manch einem liegt das stressige Reagieren naturgemäß mehr als manch anderem, und da die Spieler bei Hook! der Reihe nach ausscheiden, wird so manche Koordinationsschwäche hier nur allzu offenbar. Macht aber nichts, denn allzu lang müssen die Ausgeschiedenen meist nicht warten, bis einer der Piraten sich durchgesetzt hat. Auf die Papageien, die eigentlichen Siegpunkte, kommt es am Ende nur in den seltensten Fällen an, viel mehr geht es um das pure Überleben. Und das schaffte heute David am Besten: Er wurde 1., Erik. 3, Mattes zusammen mit Eiko 4. und ich immerhin 2., wobei ich wahrscheinlich gewonnen hätte, wenn wir bis zur Papegeienwertung gekommen wären. Sind wir aber nunmal nicht, also war David glücklicher Sieger, obwohl er zwar nur mit lächerlich wenig Papageien, aber immerhin mit dem Leben davongekommen war.

Als Hauptspiel folgte dann Das Geheimnis des Refugiums von Dr. Gravely. Erik las die Vorbemerkungen laut vor, in denen ingesamt wenig Neues stand. Wer schonmal ein solches Spiel gespielt hat, braucht dieses Heftchen kaum. Einzig der Hinweis auf atmosphärisch passende Musik war für uns von Nutzen: Wir wählten eine Playlist mit den größten Hits von Claude Debussy. Vielleicht hieß sie auch Das Beste aus 30 Jahren Claude Debussy, ich bin mir da nicht mehr so sicher. Jedenfalls passte sie ganz vortrefflich zu der feinen, aber dennoch psychisch sehr belastenden Stimmung des Falls. Klar, ich will euch hier nichts spoilern, aber so viel sei verraten: Wir begeben uns zur seelischen Heilung in eine Kuranstalt, eben in jenes Refugium des Dr. Gravely. Dort erwartet uns aber nicht alles so, wie wir es uns vorgestellt hätten. Vielleicht ahnt der ein oder andere schon, in welche Richtung es geht: Eine abgelegene Nervenheilanstalt, in der nicht alles mit rechten Dingen zugeht... Den Anfang machen mysteriöse Schriftstücke, und dann versinkt man immer tiefer und tiefer im Fall. Den Rest müsst ihr selbst herausfinden - Und das solltet ihr auch! Beim Kauf war ich mir nicht so sicher, ob wir da ein wirklich gutes Geschenk ausgewählt hatten, aber nach der Partie war ich durchweg überzeugt. Es gibt Rätsel, die durchaus verschiedene Sinne ansprechen. Bei den Brands ist es mir häufig zu verkopft, hier braucht man auch häufiger seine Hände. Wer schonmal im Aachen auf dem Weihnachtsmarkt (oder auch auf einem anderen dieser vorweihnachtlichen pseudoatmosphärischen Fress-, Sauf- und Konsumfeste) war, weiß jetzt vielleicht, wovon ich rede. Wir bekommen im Fall auch eine Option geboten, die uns den Fall wahlweise etwas tiefer erkunden lässt - oder auch eben nicht. Und wir finden in den spieltreibenden Umschlägen immer wieder neue Umschläge, sodass sich aus einem Rätsel nicht nur ablaufstechnisch die nächsten speisen, sondern auch ganz nachvollziehbar über das Spielsystem. Jedem Umschlag ist nämlich ein Rätsel zugeordnet, das man mit Material von der Vorderseite des Umschlags und Materialien aus früheren Umschlägen lösen muss. Man muss zwar auch alte Hinweise hie und da mit einbeziehen, aber größtenteils verlaufen die Rätsel recht linear, sodass man nicht den roten Faden verliert. Im Gegensatz zu manchem Kosmos-Exit-Fall benötigten wir hier an keiner Stelle einen Hinweis. Alles war nach etwas Überlegen klar, vielleicht einen Ticken zu einfach, aber nie trivial. Wer bisher nur die Escape-Räume anderer Verlage kennt, dem kann ich hier eine dicke Empfehlung aussprechen. Durch das größere Format erlaubt dieser Thinkfun-Titel andere Rätselarten als kleinere Spiele und nutzt dieses Potential auch. Auch für Einsteiger ist dieser Fall sehr spielenswert. Wir haben es übrigens nach etwa einer Stunde und zwanzig Minuten geschafft. Schade, dass man es nicht nochmal spielen kann. Aber cool, dass es jemand anders nochmal spielen kann, denn man zerstört kein Material. Die Spielanleitung selbst schlägt vor, das Spiel an Freunde weiter zu verleihen - Eine große Geste vom Verlag!

Zum Abschluss folgte ein Ründchen Mascerade - Früher regelrechter Klassiker, heute nur noch sehr selten auf dem Tisch. Wobei sich hier auch wieder zeigt, welche Mitspieler mehr und welche weniger in der Materie sind: David hätte mir das Spiel aus dem Stegreif erklären können, Erik war fast völlig raus aus dem gesamten Spielkonzept. Das ist natürlich nach so langer Spielabstinenz überhaupt nicht schlimm, aber eben doch interessant. Wir spielten eine relativ lange Runde mit viel Verwirrung und wenig neuem Geld. Und das, obwohl wir die Standard-Personen für das Spiel zu fünft wählten. ich siegte 10:7:10:8:13, wobei es viel länger auch wirklich nicht hätte dauern können. Leider wurde bei jeder Abfragerunde extrem lange überlegt, statt eine Ansage (wie meist üblich) einfach abzunicken oder eben direkt anzuzweifeln. Das zog das Spiel für seine Verhältnisse in die Länge, Spaß hatten wir aber trotzdem. Neben Tempel des Schreckens und Werwölfe Vollmondnacht wäre Mascarade eines der Spiele, die als Großgruppenspiele bei uns etabliert sind. Nur eben Großgruppenspiele für kleine Großgruppen.

Nach Ende der Partie drohte die Runde fast direkt auseinanderzubrechen, und das obwohl ich mich doch so auf ein Feierabendbier gefreut hatte! Erik ließ sich dann aber doch noch auf ein Bolten Ur-Weizen ein, ebenso Mattes, und da war der Kasten auch schon Geschichte. Wir erzählten ein wenig über unsere Eltern und deren Ansprüche und Probleme, über Davids bevorstehende Hochzeit und über dies und das. Fast so wie in den Anfangszeiten, als nach jedem Spieleabend ein Bierchen und ein wenig Plauderei wie selbstverständlich dazugehörten. Es wäre wirklich nicht verkehrt, wenn man das wieder etablieren könnte. Und der Anfang dafür ist ja schon gemacht. Ein anständiges Spieleprogramm mit gemütlicher Geselligkeit zu vereinen - Das kriegen wir schon hin! Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 9. August 2018, 00:26

Mittwoch, 8.8.2018 | Spieleabend #156

Das heiße Wetter macht eine kleine Pause und gönnt uns eine kurze Abkühlung, aber an komplexe Brüter ist dennoch nicht zu denken - Schon gar nicht, wenn wieder Vollbesetzung angesagt ist. So gab es einen weiteren ziemlich seichten Abend, der natürlich auch Spaß bereiten kann, aber eben auch für das spielerische Sommerloch steht. Die allermeisten Gelegenheitsspieler fänden wahrscheinlich auch unser heutiges Programm schon ambitioniert. Aber wenn ich mich am 156. Spieleabend plötzlich mit Wenigspielern vergleichen muss, um nicht die Motivation zu verlieren, dann merkt ihr schon: Den ganz großen Wurf braucht ihr heute nicht zu erwarten. Aber es ist auch nicht leicht, hier Abhilfe zu schaffen. Die Fünferbesetzung ist traditionell schwierig, hinzu kommt Eikos zeitliche Limitierung und die große Spielevielfalt ist inzwischen auch eine Medaille mit zwei Seiten: Zum Einen bieten sich so natürlich auch genügend Spiele für fünf Leute an, gar keine Frage. Zum Anderen sind manche dieser Spiele schon so in Vergessenheit geraten, dass ich sie quasi neu erklären muss, wodurch ihr vermeintlicher Bekanntheitsvorteil sich als, naja, vermeintlich erweist. Mhh, hätte ich einen anderen Anspruch an meine Berichte, dann müsste ich diesen Satz wohl nochmal neu schreiben. Aber ich habe keinen anderen Anspruch an sie, sondern genau den, den ich nunmal habe. Es ist also alles gut. Was für ein Glück! Mattes, Eiko, Erik, David und ich konnten also getrost losspielen.

Magic Maze war mal wieder angesagt. In Szenario neun spielt man de facto mit einer Person weniger. Diese Person sitzt aber natürlich weiterhin am Tisch und nimmt auch am Spiel teil. Aber sie bekommt kein Aktionsplättchen, sondern den roten Pöppel, mit dem sie die Aktionen der anderen vier ein wenig koordinieren kann. Einziges Manko an der Geschichte: Die anderen Spieler dürfen nicht mehr an den Tu-was!-Stein, sprich gar nicht mehr miteinander kommunizieren! Das macht es deutlich schwieriger, und das haben wir auch gemerkt. Die ersten beiden Anläufe waren recht schnell vorbei, weil typische und vermeidbare Fehler wie Nichtbeachtung der Zeit oder der Kameras begangen wurden. Danach machte sich ein Lerneffekt bemerkbar, aber trotzdem kam uns dieses Szenario bockschwer vor. In insgesamt vier Versuchen wollte es uns einfach nicht gelingen! Wobei ich am Ende nicht mehr ganz sicher war, ob wir wirklich nur mit den vorgesehenen 17 Plättchen gespielt haben. Okay, ich habe gerade nochmal nachgeschaut: Sicher nicht. Wir hatten nämlich vier Kameras im Spiel, bis Plättchen 17 sind es aber nur zwei Stück. Die Vermutung liegt nahe, dass ich die anfangs aussortierten Plättchen mit den laufenden Nummern 18 und höher am Ende doch in den Stapel gemischt habe. Das erklärt natürlich, wieso es uns einfach nicht gelingen wollte. Dafür, dass wir quasi dauerhaft auf höchstem Schwierigkeitsgrad spielten, waren wir am Ende erstaunlich nah an einem Sieg dran. Nächstes Mal müssen wir dann unbedingt dieses verdammte neunte Szenario knacken, was bei lediglich 17 Teilen im Einkaufszentrum auch kein Problem sein sollte. Mann, Mann, Mann... Wären es heute nicht zehn Grad kühler als gestern gewesen, dann würde ich es glatt auf die Hitze schieben. So werde ich schlicht und ergreifend behaupten, ich wollte uns eine Herausforderung bereiten! Genau: Fördern und fordern!

Getreu diesem Motto ging es weiter mit Alexander Pfisters Mombasa Isle of Skye. Ein schönes Spiel, mit zwei versierten Spielern gut in einer halben Stunde machbar, zu fünft eher in anderthalb. Na gut, ganz so lang war es dann doch nicht, aber die angegebene Stunde haben wir dicke gesprengt. Und das, obwohl wir ganz regelgetreu zu fünft nur fünf statt der üblichen sechs Runden spielten. Diemal ging es vermehrt um Tiere, und zwar über die Plättchen für Schafe und für Tiere um Bauernhöfe, und zweitens um Gewässer: Das größte abgeschlossene Gewässer und die meisten Schiffe wurden belohnt. Die Tierplättchen wurden anfangs gewertet, wo es tendentiell eher weniger Punkte gibt, die Gewässerplättchen eher in den letzten Runden. Sprich: Mehr Punkte. Und so machte es am Ende gar nichts aus, dass ich die süßen Schäfchen und die stattlichen Hochlandrinder links liegen ließ und mir früh einen anständigen See aus fünf Plättchen mit fünf Schiffen zurechtlegte. Zu fünft werden die Entscheidungen gegen Ende zwar etwas schwieriger und so wird auch gerne etwas mehr nachgedacht, aber es ist und bleibt ein echt gutes Spiel. Ein Spiel übrigens, für das ich ein Händchen zu haben scheine: 52:44:47:68:57 bescheinigen mir abermals, dass ich offenbar meist nicht die falschesten Preise festlege. Sprachfüchse werden mir sagen, dass es sowas wie falscheste Preise gar nicht gibt, worauf der geneigte Logikfuchs nur erwidern kann, dass man etwas, was es gar nicht gibt, dann ja wohl auch nicht festlegen kann. Womit die Aussage korrekt wäre. Will sagen: Isle of Skye - Läuft bei mir. Und ja, das war schon das Hauptspiel. Klar, säßen Mattes und ich zu zweit da, würde es gut und gerne als Aufwärmer vor einem ordentlichen Hauptspiel taugen. Saßen wir aber nicht, deshalb blieb es beim Kennerspielniveau in der Mitte des Abends.

Gier könnte man mir vorwerfen: Immer komplexere Spiele, immer längere Spieleabende mit maximaler Spieleeffizienz. Und den Vorwurf möchte ich mir natürlich nicht machen lassen. Deshalb gab es einen ganz und gar genügsamen Absacker: Gier eben. Man zieht Karten vom Gegner. Man wägt ab, ob da wohl noch was geht. Man ärgert sich, wenn man es scheinbar doch übertrieben hat. Und man freut sich über all die kleinen Kniffe, die der virtuose Autor an allen Ecken eingebaut hat, um das Push-Your-Luck-Erlebnis zu veredeln. Die Rede ist wiederum von Alexander Pfister. Eiko war nur in der ersten von vier Runden vorbei, denn dann schlug es zehn (bestimmt, auch wenn wir es trotz offenen Fensters nicht hörten) und er machte sich vom Acker. Wir anderen spielten bei einem leckeren Weizen noch drei weitere Runden. Und als wir dann mal im Flow drin waren, lief das Spiel richtig angenehm. Vielleicht schon zu angenehm; ich weiß nicht, ob es als Evergreen taugen würde oder dafür dann doch zu simpel ist. Jetzt habe ich es jedenfalls nochmal in Erinnerung gerufen und es wird sich zeigen, ob die anderen es nochmal nachfragen. Meine Einschätzung ist: Taugliches Kartenspiel, bringt die Risikoabwägung auf den Punkt, kombiniert mit genügend kleinen Regeldetails hie und da, um es nicht trivial werden zu lassen. Die Runde zu fünft endete 3:3:4:7:5, die drei Runden zu viert in Summe mit 10:14:17:12.

Da David seine Freundin abholen musste, war der Abend dann auch recht bald vorbei, was mir aber nichts ausmachte. Solange nicht um zehn Uhr mit Eikos persönlichem Ende des Spieleabends eine allgemeine Aufbruchstimmung eingeläutet wird, will ich mich auch nicht beschweren. Nächstes Mal kann Erik schonmal nicht, er reist nochmal nach Zürich, wo er ja ein Semester studiert hat. Mattes hat nichts verlauten lassen, mit ihm und Eiko rechne ich also fest, und David schaut nochmal. Also so ähnlich wie immer. Nur mit der Ausnahme, dass ich demnächst auch mal echte Hauptgänge auf die Speisekarte setzen werde, für die Eiko aber auch sicher gerne eine halbe Stunde länger bleiben wird. Ich auf jeden Fall würde es für die Spiele, die mir da vorschweben, zu jeder Tages- und Nachtzeit tun. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 16. August 2018, 02:42

Mittwoch, 15.8.2018 | Spieleabend #157

Leute, ihr kennt das Spiel ja schon: Manchmal komme ich einfach viel zu spät zum Schreiben des Berichts, aber ich will es euch trotzdem nicht schuldig bleiben. Und dann fallen die Berichte eben meist etwas kürzer aus. Prägnanter. Ja, auch etwas schludriger. Aber wer weiß, vielleicht gefällt das dem ein oder anderen? Ich habe mir sagen lassen, dass es wohl Leser geben soll, die die Berichte ohnehin nur überfliegen. Geht man so mit einem Gesamtkunstwerk um? Ich denke nicht. Um auch diesen lesefaulen Lesern die Chance zu geben, einen angemessenen Umgang mit meinem Werk an den Tag zu legen, müssen also notgedrungen hin und wieder auch solche Kurzberichte sein. Sonst würde ich mir ja jede Woche eine nächtliche Stunde für die Katz um die Ohren hauen. So sind es im Monat nur drei plus eine halbe für minimalistische Berichte wie diesen. Zeit sparen leicht gemacht! Präsentiert von Mattes und mir.

Splendor war eine ziemlich lange Zeit gar nicht hier in Aachen, sondern bei mir zu Hause. Zuerst hatte ich es mit im Urlaub, dann dachte ich mir, dass man es ja vielleicht auch außerhalb des Urlaubs mal spielen könnte. Was dann nicht geschah, weshalb ich es umso dringender auch mal außerhalb des Urlaubs spielen wollte, damit es nicht die ganze Zeit umsonst in der Heimat statt in Aachen lagerte. Nachdem es dann tatsächlich auch mal gespielt wurde - Aha! Hat es sich also doch gelohnt, es nicht gleich wieder mit nach Aachen zu nehmen! - nun also heute die Wiederbegrüßung in der WG. Klassische Zweierpartie, ich baute mir eine ziemlich solide Basis. Wahrscheinlich sogar zu solide, gegen einen wahren Splendor-Experten würde ich so wahrscheinlich nicht gewinnen. Zumal ich trotzdem nur einen Adeligen holen konnte. Nicht, dass Mattes mir die anderen weggeschnappt hätte, dazu kam es nicht mehr. Er hatte nämlich noch aus den Partien zu dritt und zu viert in Erinnerung, dass die Karten der untersten Reihe irgendwann aufgebraucht sein würden und man sich erst dann Gedanken machen müsste, wie man auf seine fünfzehn Punkte kommt. Tja, zu zweit ist dem nicht ganz so. Und so überrumpelte ich ihn ziemlich mit einem nicht zu knapp übers Ziel geschossenen 12:18. Die Splendor-Erweiterung ist eigentlich ein Pflichtkauf. Und das hat jetzt nichts mit meinem Sieg zu tun, sondern vielmehr damit, dass Splendor ein klasse Spiel ist. Wieso es allerdings ein klasse Spiel ist, und ob das vielleicht etwas mit meinem Sieg zu tun hat, verrate ich nicht.

Lang ersehnt, endlich mal wieder realisiert: Ein anständiges, komplexes Hauptspiel. Mombasa nahm diese Rolle heute ein. Wir waren nur zu zweit, hatten genügend Zeit, da stand einer ausgedehnten Partie unseres Lieblings-Brockens nichts im Wege. Ich startete direkt mit drei Schritten auf der Mombasa-Leiste, die mit Baumwoll-Boni lockte. Und da Mombasa bei uns ja immer sehr beliebt ist, schien mir das nicht die schlechteste Idee zu sein. Es ging ruhig los: Wenig Expansion auf dem Feld, viel Buchhalterei von meiner Seite. Der vierte Slot war bei mir schnell freigelegt, der fünfte erst für die letzten beiden Runden - Aber immerhin. Bei Mattes lief es mit den Zusatzslots deutlich schlechter, obwohl gerade die Diamanten bei ihm in den ersten Runden nur so herabregneten. Ein Feld vor dem wichtigen Feld zum Freischalten der weiteren Kartenablagemöglichkeit (Okay, Slot ist doch irgendwie griffiger) verwandelte sich der Regen dann aber in eine akute Edelsteindürre. Und die Buchhalterleiste glückte ihm noch weniger. Ich verbrachte die Partie hauptsächlich damit, die nächsten Runden zu planen, um die Buchhalter sinnvoll nutzen zu können. Wer schonmal Mombasa gespielt hat, weiß, dass diese Verzahnung der aktuellen Runde mit den Aktionen der Folgerunden selbst für ein Spiel dieses Kalibers anspruchsvoll ist. Strategisch machte ich hin und wieder Schritte auf der Mombasa-Leiste und vernachlässigte die anderen zusehends. Mir war klar: Dort würde ich das Leistenende problemlos erreichen und dann auch noch mit sehr wertvollen Anteilen rechnen können. Mattes' Vorzeigekompanie Cairo machte sich auch nicht schlecht, aber er hatte eben keine zehn Anteile von Orange (wie ich von Schwarz), sondern nur fünf. Klar, dafür war er mir bei Mombasa etwas auf die Pelle gerückt, aber alles in allem war es zusammen mit den Punkten per Bürokratie ein recht klarer Sieg: 145:196. Ich würde gerne mal ausprobieren, wie es sich komplett ohne die rechte Leiste mit all den komplizierten Büchern spielt. Na gut, sagen wir nur mit den Schritten bis zum Extra-Slot. Ohne die Vorausplanung in die nächsten beiden Runden ergibt sich wahrscheinlich durchaus ein anderes Spielgefühl. Andererseits kann man dann auch die Promo nicht mehr benutzen, mit der wir heute erstmals gespielt haben: Ein Mehrheitenfeld für Buchhalter, sowie ein paar neue Bücher, die beim Überschreiten Geld kosten und hintenraus dafür umso mehr Punkte geben. Verändert das Spiel nur in Nuancen, ist aber für Buchspieler wie mich eine nette Sache.

Zum Schluss Star Realms, oder wie Mattes es stets anfragt: Das Spiel, wo man im Weltraum mit diesen Schiffen gegeneinander Schaden macht. Normalerweise habe ich hier ein echt glückliches Händchen, aber in der ersten Partie habe ich voll eins auf die Mütze bekommen: 48:X. Nach den ersten Zügen war mir klar, dass das für mich kein gutes Ende nehmen würde. Wenigstens war es dann schnell vorbei. Die Revanche lief auch nicht wirklich rund, aber immerhin konnte ich ein paar Karten rausschmeißen, einen kleinen Fokus auf Gelb legen und so am Ende X:31 gewinnen. War allerdings deutlich knapper als die 31 Restleben es erahnen lassen. Die Erweiterungen zu Star Realms sind übrigens alles andere als ein Pflichtkauf. Als Geschenk würde ich mich wohl über sie freuen, aber ich verspüre in diesem Spiel so gar keinen Drang nach mehr Karten. Ein paar Mal im Jahr bei nem Bier (heute übrigens ohne) stratgieloses Anarcho-Weltraum-Dominion macht ja schon Spaß, aber hier zählt für meinen Geschmack deutlich zu wenig das Können der Kontrahenten und viel zu sehr der Dusel der Duellanten.

Ja, ich erinnere mich an meine Ankündigung, es würde ein kurzer Bericht. Ja, ich mach endlich Schluss. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 23. August 2018, 01:50

Mittwoch, 22.8.2018 | Spieleabend #158

Letztes Mal hatte ich euch einen kurzen Bericht versprochen, nur um dann doch wieder ausgiebig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Also habe ich im Prinzip noch eine Kurzform gut. Und da ich klausurbedingt Schlaf zu kompensieren habe, löse ich mein Guthaben gleich mal ein für den heutigen Spieleabend in der momentan treuen Dreier-Besetzung Mattes, Eiko, ich.

Mit Azul ging es los. Eiko schien die Lehren aus der letzten Partie bereits wieder vergessen zu haben und bauet relativ zusammenhangslos vor sich hin. So sammelt man natürlich eher wenig Punkte. Mattes und ich tasteten uns beide von oben links in die Fliesenfläche hinein und machten gut Punkte. Ich ließ ihm dabei mehr als einmal eine gute Kombination an Kacheln liegen, ohne die er vielleicht nicht gewonnen hätte. Andererseits ist es trotz der überschaubaren Auslage dann eben doch nicht immer so überschaubar, was die Gegner damit dann wohl anstellen können. 73:58:70 stellten also ein verdientes Ergebnis für Mattes dar. Merke: Beim nächsten Mal zwar nicht in Grübelstarre verfallen, aber dennoch sorgfältiger darauf achten, was man zumindest dem linken Nachbarn so an Vorlagen überlässt. Und der linke Nachbar könnte für die nächsten Partien durchaus mein einziger Nachbar sein. Ich fahre nämlich mit meinem Vater an die Mecklenburgische Seenplatte und spiele mit dem Gedanken, das aktuelle Spiel des Jahres ins Reisegepäck zu packen. Aktionskarten, Rohstoffmanagement und Gebäudefunktionen sind nicht so sein Ding. Mit abstrakten Spielen, deren Regeln zwar leicht zu erlernen sind, die aber trotzdem eine überzeugende Spieltiefe bieten, kann ich ihn aber doch häufig kriegen. Und in dieses Schema passt Azul ziemlich gut rein. Hinzu kommt, dass mir das Spiel zunehmend besser gefällt. War ich nach der ersten Partie noch ganz und gar nicht überzeugt, bin ich gerade regelrecht gehyped und könnte jetzt gleich noch eine Partie vertragen. Aber Halt, ich wollte ja schleunigst ins Bett und deshalb auch den Bericht kurz fassen!

Concordia Gallia diente als Hauptspiel. Die Gallia-Karte erfindet das Spiel nicht neu, aber bietet eine gelungene Abwechslung. Die zwei Karten aus dem Grundspiel war ich auch so langsam mal satt. Mit nun insgesamt vier Karten hole ich Concordia durchaus gerne öfter raus. Insbesondere, wenn es so gut läuft wie heute. Strategie: Ziegel, Getreide, Tuch produzieren. Mit diesen Rohstoffen neue, möglichst alle solche Städte besiedeln - Am Besten eine in jeder Provinz. Mit dem Weber Tuchproduktion noch stärker ausnutzen. Überschüssiges Tuch verkaufen, dafür fehlendes Baumaterial einkaufen. Karten kaufen, und zwar Jupiter (Städte) und Saturn (Provinzen). Zum Kartenkauf die beiden Konsuln anwerben, um noch flexibler zu sein und noch mehr Jupiter- und Saturn-Karten ins Deck zu holen. Die restlichen Wertungen vernachlässigen, dafür Städte in allen Proinzen bauen. Siehe da, diese kleine Extremstrategie ging perfekt auf. Nur drei Kolonisten, keine Tuch- und so gut wie keine Werkzeugproduktion. 111:83:128 - Gut anderthalb Stunden ohne große Downtime, eine klare Strategie mit Erfolg, so macht mir Concordia Spaß. Mal schauen, ob da nicht doch nochmal irgendwann die zweite Kartenerweiterung im Warenkorb landet...

Zum Schluss zu zweit Würfel Bohnanza. Ich bin geneigt, gutes altes davor zu setzen, schließlich hat dieses Spiel wie alle anderen in der Amigo-Schachtel auch enorm an Bedeutung für uns verloren. Früher war ein Kartenspiel-Absacker quasi sicher gesetzt. Heute gibt es oft keinen Absacker oder (zu zweit) zumindest keinen aus dem großen Stapel derer von Amigo und Konsorten. Außer, man entdeckt halt zufällig Würfel Bohnanza. Menschen können es ja mit Wahrscheinlichkeiten nicht so gut, wenn es ein wenig komplizierter oder unintuitiv wird. Manche Spiele machen es uns aber leicht und erlauben sehr simple Kalkulationen. Bei Camel Up oder den Quacksalbern liegen Chance und Risiko auf der Hand. Nicht so hier: Durch die zwei unterschiedlichen Würfel und die ständig wachen Augen der Mitspieler muss man sich wirklich gut überlegen, welche Würfel man nochmal werfen möchte. Dabei wird auch die ein oder andere Entscheidung getroffen, die auf den ersten Blick vielleicht unverständlich wirkt. Aber ich bin mir so gut wie sicher, dass man immer noch viel zu stark auf seinen Bauch hört. Der hat aber leider nur leckere Bohnen im Sinn und nicht die güldenen Bohnentaler. 11:13 bescheinigen mir, dass ich entweder mehr Glück hatte oder in die Welt der Würfelwahrscheinlichkeiten ein klein wenig mehr eingetaucht bin als Mattes. Da ich weiß, dass Mattes die Berichte mitliest, behaupte ich höflicherweise, dass mit Sicherheit nur das Glück auf meiner Seite war. Ihr wisst Bescheid.

Eiko hat vor seinem Verschwinden übrigens noch angekündigt, nur noch jede zweite Woche zu erscheinen. Kalkuliert man mit ein, dass er bis zehn Uhr ohnehin nur drei Viertel des Spieleabends miterlebt, dann ist er jetzt nur noch ein gutes Drittel der Gesamtzeit anwesend. Nicht mehr wirklich viel. Ich kann es aber nicht ändern, und wer weiß wofür es gut ist. So können wir in den Wochen seiner Abwesenheit getrost ohne Zeitdruck planen und auch mal etwas Größeres auspacken. Oder nachher gemütlich ein Bier zischen, ohne das jemand vorher die Runde verlässt. Wenn wir dann doch mal zu fünft sind, haben wir ja trotzdem genügend Spiele, und auf einen reinen Kartenspielabend hätte ich auch mal Lust. Ob man fünf Stück an einem Abend schafft? Sollte es einmal soweit kommen, wird das mein erklärtes Ziel sein! Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 6. September 2018, 02:07

Mittwoch, 5.9.2018 | Spieleabend #159

Eigentlich sollte man ja meinen, dass man einen Text schreibt, damit er auch (gerne) gelesen wird. Das gilt bestimmt nicht für alle Arten von Texten, aber für so einen Spieleabendbericht in einem Hobby-Forum ganz bestimmt. Was aber, wenn man schon keine Recht Lust zum Schreiben hat - Wie soll man den Leser dann dazu animieren, sich Absatz für Absatz durch die Geschehnisse auf einem fremden Spieleabend zu arbeiten? Vielleicht durch eine melancholische Einleitung wie diese, die nach fast fünf Jahren auf die Idee kommt, den Sinn der ganzen Übung in Frage zu stellen? Weiß nicht, kommt mir irgendwie nicht so schlüssig vor. Aber da ich gerade eh nicht besonders viel Lust aufs Schreiben habe, soll mir diese Pseudo-Metaebene fürs Erste reichen. Ob Eiko, Erik und Mattes nach dem Spieleabend noch willens gewesen wären, einen Bericht darüber abzufassen, darf ohnehin bezweifelt werden. Aber aufs Spielen hatten sie Lust. Oder zumindest waren sie heute da.

Los ging es mit Die Quacksalber von Quedlinburg. Erstpartie für Erik, wodurch die Kaufphase bei ihm etwas länger dauerte. Und auch die ein oder andere andere Spielsituation wurde für meinen Geschmack etwas zu sehr ausgelotet. Insbesondere in der Wertung, wo es echt nicht mehr viele Entscheidungen zu treffen gibt, musste ich gefühlt jeden Schritt einzeln anmoderieren. Das nervt dann schon ein bisschen. Aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet und in Wirklichkeit waren meine Mitspieler voll bei der Sache. Ach ne, doch nicht: 56:58:55:71 Punkte nehmen mir jede Möglichkeit, mich hier sympathisch in den Hintergrund zu stellen. Letzter Versuch: Eiko hatte auch echt Pech mit den Knallerbsen, während es bei mir unverschämt gut lief. Trotzdem darf eine Partie QvQ keine 70 Minuten dauern.

Und es wurde nicht besser: Broom Service war das Ausweichspiel für Notre Dame, das ich eigentlich gerne als Hauptspiel gesehen hätte. Erik war davon aber letztes Mal nicht so überzeugt. Er schlug Roll for the Galaxy vor, was wiederum für Mattes neu gewesen wäre. Also Broom Servie als guter Kompromiss. Denkste. Die Rückseite wollten wir mal ausprobieren, nichtahnend dass man dann die Berg-, Hügel- und Waldplättchen mit hinzu nehmen muss. Nach und nach kamen Nachfragen zu den seltsamen Achtecken auf dem Plan, die sich allesamt als verpflichtende Plätze für all diese Plättchen herausstellten. Die Erklärungen dauerten nicht lange, mussten aber im Laufe des Spiels mehrfach wiederholt werden. Der Plan war einfach viel voller als auf der Vorderseite, und das schon vor Spielbeginn. Vielleicht durch die ganzen Zusatzeffekte in den Varianten, vielleicht auch durch den anderen Plan oder die Tagesstimmung, jedenfalls war diese Partie ein Graus. Es kam so gar kein Spielfluss auf. Das raffinierte Spiel mit den Rollenkarten und dem Mut, eine Karte als mutig auszuspielen, ging heute überhaupt nicht auf. Wir spielten gut und gerne zwei Stunden und waren es schon nach der Hälfte der Zeit über. Das Punktefeld hatte sich aufgeteilt und Eiko und mich vorne und Mattes und Erik hinten. Denn wir beide hatten den Schritt zu punkteträchtigeren Gefilden gewagt und waren daher extra zum nächstgelegenen Teleport-Feld gereist. Mattes und Erik nutzten kein solches und kamen daher von der linken Planhälfte nicht weg. Die begrenzenden Wolken taten ihr Übriges. Jedes Mal wurde überlegt, ob eine Rolle nun mutig oder feige gespielt werden sollte - Selbst in früher glasklaren Fällen, wo es nur um das Aufspiel in der Folgerunde ging. Klar, auch hier kann man einiges Abwägen. Sollte man aber nicht, denn so gespielt verliert Broom Service seinen Reiz. Der schnelle, aus dem Bauch heraus gespielte Schlagabtausch hatte heute nichts von seiner Leichtigkeit. Ob nun Notre Dame oder Roll for the Galaxy oder sonstwas: Mehr Spaß als mit Broom Service hätten wir wahrscheinlich auch mit Schweine Würfeln gehabt. 91:77:72:107 bedeuteten zwar den zweiten Sieg des Abends für mich, aber der war mir schon nach einer Stunde Spielzeit ziemlich egal. Mein Spielziel war das Erreichen des Spielendes ohne weitere Restriktionen an meinen Punktestand. Und das kommt echt selten vor.

Eiko war weg, es folgte Der Große Wurf. Der einzige Titel heute, der hielt, was er versprochen hatte: Kurzweilige Unterhaltung mit spannenden Wendungen, emotionale Reaktionen auf einen schnellen Spielfluss. Und vor allem: Flaute bei mir, Glückssträhne bei Erik. Oder sollte es tatsächlich daran liegen, dass er besser spielt als ich? Besser wirft? Die Wahrscheinlichkeiten besser abwägt? Wer weiß. Hauptsache, es macht Spaß. Ich habe übrigens gehört, dass dieser große Wurf eine Neuauflage bekommt, die sich jeder, der Würfel nicht so abgrundtief hasst, dass er deshalb auf Süßstoff im Kaffee umgestiegen ist, einmal anschauen sollte. Satz zu kompliziert? Hier in kurz: Geiles Spiel kommt bald neu! Guckst Du! Okay, jetzt habe ich es vielleicht ein bisschen übertrieben, aber wer will mir das bei einem Spielstand von X:3:3:0 verdenken?

Versteht ihr jetzt meine akute Unlust, diesen drögen Abend niederzuschreiben? Diese elendigen Wartezeiten gehen oft genug von mir aus, aber heute hatte ich das Gefühl, selbst eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck hätte bei uns zwanzig Minuten gedauert. Keine besonderen Spiele, eigentlich - ach was heißt hier eigentlich? - wirklich nichts zu berichten, und dann soll etwas Geistreiches her, weil ich es sonst schließlich genausogut lassen könnte. Welch ein Glück, dass solche Abende sehr selten sind. Einige kommen nicht über solides Mittelmaß hinaus, viele sind auch richtig gut, aber träge sind die Wenigsten. Und damit hätten wir auch die Berechtigung dieses Berichts: Diesen gottlob so seltenen Zustand eines (fast) durchweg drögen, dahindämmernden Abends festzuhalten. Soll nicht wieder vorkommen. Hand aufs Erz,

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Ganz aktuell: Bericht #160 vom 12.9.2018 - Mal wieder dabei: Notre Dame und Land Unter

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Björn-spielbox
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Björn-spielbox » 6. September 2018, 07:16

Es gibt manchmal solche Spieleabende, die einfach nicht zünden... Beim nächsten Mal flutscht es dann wieder :-)
Und es ist auch mal gut von anderen darüber zu lesen.

Viel Spaß beim nächsten Mal!

Grüße aus Hannover,
Björn



Der Siedler hat geschrieben:Mittwoch, 5.9.2018 | Spieleabend #159

Versteht ihr jetzt meine akute Unlust, diesen drögen Abend niederzuschreiben? Diese elendigen Wartezeiten gehen oft genug von mir aus, aber heute hatte ich das Gefühl, selbst eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck hätte bei uns zwanzig Minuten gedauert. Keine besonderen Spiele, eigentlich - ach was heißt hier eigentlich? - wirklich nichts zu berichten, und dann soll etwas Geistreiches her, weil ich es sonst schließlich genausogut lassen könnte. Welch ein Glück, dass solche Abende sehr selten sind. Einige kommen nicht über solides Mittelmaß hinaus, viele sind auch richtig gut, aber träge sind die Wenigsten. Und damit hätten wir auch die Berechtigung dieses Berichts: Diesen gottlob so seltenen Zustand eines (fast) durchweg drögen, dahindämmernden Abends festzuhalten. Soll nicht wieder vorkommen. Hand aufs Erz,

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Florian-SpieLama
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Florian-SpieLama » 6. September 2018, 12:01

Bei uns kommt das mit den drögen Abenden meistens dann vor, wenn die Spielauswahl sich hinzieht. Da merkt man schon, dass die Leute gar nicht so richtig Lust haben und irgendwer mit der Entscheidung unzufrieden ist und dann das Tempo etwas verschleppt.

Das kommt nicht oft vor und wenn die Auswahl sich zieht wird es meistens doch noch was. Nur wenn es schleppend war, war auch die Auswahl des Spiels schon schleppend.

Vielleicht hatten alle auch einen anstrengenden/komischen Tag und/oder das Wetter war doof. Nächstes mal wird es bestimmt wieder besser und du wirst mehr Freude haben :)

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 13. September 2018, 02:46

Mittwoch, 12.9.2018 | Spieleabend #160

Auf Regen folgt gewöhnlich Sonnenschein. Nach den beiden freundlichen Kommentaren letzte Woche habe ich mich natürlich auch diese Woche wieder auf den Spieleabend gefreut, schließlich kann es ja nicht zwei Mal in Folge schiefgehen. Außerdem hatte ich diesmal auch die Spieleauswahl mit etwas mehr Mühe betrieben, was zugegebenermaßen in den letzten Wochen teilweise etwas gelitten hat. Angekündigt hatten sich David mit seiner Freundin Judith, Mattes und ich selbst habe mich natürlich auch fristgerecht bei mir angemeldet.

Zu Beginn gab es eine Premiere, bei der schon vorher klar war, dass es wahrscheinlich keine Wiederholung geben wird. Die Rede ist aber nicht von einem Exit-Spiel, eher von einem Ess-it-Spiel. Okay, der kam flach, aber nicht flacher als die Schokoladentäfelchen in der Catan Schokoladen Edition. Ja, richtig gehört. Also für den Fall, dass ihr euch den Bericht selbst vorlest. Ansonsten richtig gelesen. Von meinem Onkel vor einiger Zeit zu Weihnachten geschenkt bekommen, war es nun wirklich mal an der Zeit, dieses Gimmick auf den Tisch zu bringen, bevor in ein paar Wochen die Schokolade abgelaufen wäre. Spielerisch haben wir es mit einer heruntergebrochenen Siedler-Verhunzung zu tun, bei der der Würfelwurf durch das Drehen eines Pfeils auf einer Scheibe ersetzt wird. Ganz so plump ist es dann aber doch nicht, weil man durchaus für seine Siedlungen Einkünfte bekommt, aber nicht für alle. Geregelt ist das, wie auch die Einkünfte der Städte, über eine farbliche Zuordnung auf der Drehscheibe. Der Räuber hat sein eigenes Feld auf der Scheibe genau wie ein Jokerrohstoff, den wir auch dringend brauchten: Lehm fiel nämlich so gut wie gar nicht, was auch beim Schoko-Siedeln in der Anfangsphase problematisch sein kann. Und eine problematische Anfangsphase ist beim Schoko-Siedeln insbesondere deshalb problematisch, weil das Spiel nur aus der Anfangsphase besteht: Bei fünf Siegpunkten ist Schluss. Klar, dass es hier mehr die Leckereien ankommt, die nach Ende der Partie verspeist werden dürfen. Vorne auf der Packung als feinste belgische Schokolade beworben, enttäuscht diese tatsächlich nicht und liegt weit über dem Niveau der üblichen Adventskalender-Schokolädchen. 4:4,5:5:4 lautete das eher uninteressante Resultat dieser Partie, denn hier kommt es wirklich vor allem aufs Glück an. Mattes fand auch das Spielerlebnis so knackig, dass er es sich durchaus nochmal als Aufwärmer oder auch Absacker vorstellen könnte. Die Schokolade wäre dann natürlich nicht mehr dabei, sondern man müsste mit Spielsteinen aus einem Exemplar Siedler nachhelfen. Denn, und das sollte ich vielleicht nicht unerwähnt lassen, die Schokotäfelchen sind hier das Spielmaterial! Straßen, Siedlungen, Städte und Ritter sind auf den Etiketten abgedruckt und müssen in eine ordentliche Auslage gebracht werden, ehe man sie nach getanem Siedelwerk verzehren darf. Dabei war David sicher der fleißigste, aber mir schmeckte die Nascherei wie bereits angedeutet auch sehr gut. Ob ich das mechanisch doch eher schwache Spiel aber ohne den Schoko-Gag nochmal bräuchte, da bin ich mir nicht so sicher. Dann lieber nochmal das richtige Siedler mit der Ritter-Sport-Erweiterung Der Schokoladenmarkt. Treue Leser werden sich erinnern...

Danach folgte ohne große Widerrede Notre Dame. Da Erik letzte Woche ja sein Veto eingelegt hatte, nutzte ich heute die Gelegenheit es ihm zu ersparen. Klar, so musste es Judith komplett neu erklärt werden, aber da das gleichzeitig als Auffrischung für die beiden anderen diente, war die halbe Stunde (oder eher weniger) alles andere als verschwendete Zeit. Denn Mattes und David brauchten für ihre Verhältnisse erstaunlich lang, um das Spiel wiederzuerkennen. Bis zum Auspacken des Materials hieß es "Nie gesehen!". Von der Spielleistung her traf das aber eher auf mich zu. Ich kam auf keinen grünen Zweig und brachte es einfach nicht fertig, genug Steine auf die Felder zu bringen. Immer wieder wurde ich Opfer der Ratten oder musste wegen akuten Steinmangels welche von woanders zum aktuellen Ort stellen. So kann man sich natürlich auf lange Sicht keine funktionierende Strategiebasis aufbauen. Bei der Kathedrale war ich zwar in den Durchgängen A und B dabei, aber dafür bekam ich im Hospital keinen Fuß in die Tür und hatte obendrein ständig zu wenig Geld, um jemanden zu bestechen. Allein die Kutschfahrten liefen bei mir ganz gut. Bis auf Durchgang C kam ich mit meiner steinlosen Strategie sogar erstaunlich gut durch, aber dann ging bei David die Punkte-Kaskade los und ich war immer noch damit beschäftigt, einen meiner fünf Steine für die nächste halbgare Aktion vom einen zum anderen Feld zu versetzen. Erstaunlicherweise ging es von uns vieren recht vielen so, dass es am Ende scheinbar an allen Ressourcen mangelte. Ich glaube aber nicht, dass hier ein Fehler im Spieldesign vorliegt, sondern dass wir einfach nicht gut genug vorgesorgt haben, was ganz besonders Steine anging. Und Geld natürlich. Ach ja, und Pestheilung. 50:34:39:43 werfen kein gutes Licht auf mich. Nur Judith - hier in ihrer Erstpartie - schnitt schlechter ab, und sie hatte bis zum Ende Probleme mit der Symbolik, was eine strategische Spielweise natürlich nicht einfacher machte. Wichtig aber: Das Spiel dauerte ohne Erklärung nur 75 Minuten, und fühlte sich damit schnell gespielt an. Ich bekam zwar nichts auf die Reihe, hatte aber das gute Gefühl von Nächstes Mal läuft's besser! und hätte morgen Lust, es nochmal richtig zu machen.

Zum Schluss gab es eine für unsere Verhältnisse lange Findung des Absackers, aber ich setzte mich schlussendlich mit Land Unter! durch. David hatte keine Lust auf das Spiel, um ganz ehrlich zu sein. Da ich aber die Chance nutzen wollte, dass wir recht früh mit dem Hauptspiel fertig geworden waren, und ich auch nicht viel Lust auf die nächste Partie Port Royal hatte, bekam ich meinen Willen. Dafür hat David bei seinem nächsten Spieleabend sicher einen gut. Und ich weiß auch schon, welches Spiel er sich nicht wünschen wird. Kurze Rekapitulation nach geschätzten vier Jahren, worum es eigentlich geht: Wir spielen Wetterkarten mit Werten von 1 bis 60. In der Mitte liegen zwei Flutkarten mit Werten von 1 bis 12, sagen wir 7 und 11. Wer die höchste Wetterkarte spielt, bekommt die 7 und trickreicherweise bekommt der Spieler mit der zweithöchsten Wetterkarte dann die andere, also in unserem Beispiel die 11. Wer dann die höchste Flutkarte vor sich liegen hat, verliert ein Leben. Wozu dann der Quatsch mit der 7, die 11 ist doch ohnehin höher? Nun, man überdeckt Flutkarten im Laufe des Spiels. Wenn der Spieler mit der 11 sich also jetzt eine kleine Karte angelt, dann kann es für den anderen mit seiner 7 durchaus noch eng werden. So geht es zwölf Runden lang, dann gibt es für übrige Leben Punkte. Was machen wir also? Einschätzen, in welche Zahlenregion die anderen gehen könnten, um dann antizyklisch zu spielen und bloß nicht die zweithöchste Karte zu spielen. Denn das ist meistens mit dem Verlust eines Lebens verbunden. Wer aber hoch spielt, wenn alle kleine Werte abschmeißen, der hat nichts zu befürchten. Und andersrum genauso.
Jetzt kommt aber erst der eigentliche Clou: Man spielt mit seinem Blatt und der zugehörigen Anzahl Leben und gibt diese Kombi Karten und Leben dann nach links weiter. Am Ende hat jeder einmal mit jedem Blatt gespielt, sodass man im Laufe der Partie die Blätter kennenlernt und durchaus taktisch spielen kann. In manchen Fällen mit schlechten Blättern, wie Judith anfangs eins hatte, kann man dann so gut wie nichts dagegen tun, gegen die Wand gespielt zu werden. Am Ende hatten wir noch eine relativ lange Diskussion darüber, inwiefern sich das Spiel an dieser Stelle vielleicht sogar ein wenig aufhängt. Da mit Judiths Blatt aber keiner die entsprechende Runde überleben konnte, fand ich das nicht so schlimm. David hat es aber schlicht und ergreifend nicht gefallen, wie stark man sich hier die anderen Blätter merken muss und auch mithalten muss, welche Karten schon gefallen sind. Das muss man zwar bei so gut wie jedem klassischen Kartenspiel, aber hier wird es durch die vier Runden mit denselben Blättern nochmal deutlich verschärft. Ich kann schon verstehen, dass das einem zu viel werden kann. Deshalb habe ich mir die Mühe auch gar nicht erst in besonderem Maße gemacht und trotzdem 4:0:6:8 gewonnen. Mir hat es Spaß gemacht, Mattes auch, David bräuchte es nicht nochmal. Da er aber inzwischen nicht mehr ganz so treu mit von der Partie ist wie Mattes, wird sich bestimmt noch einmal eine Gelegenheit für Land Unter ergeben.

Wir erzählten noch eine Weile über dies und das, zum Beispiel über die Möglichkeiten der Gestaltung des Familiennamens, sprich das ganze Thema Doppelname, Namen des Partners annehmen, ausländische Sitten dazu, etc.pp. Spannend, aber eine wirkliche Faktenbasis hatten wir auch nicht. Wobei ich es jetzt auch nicht so interessant fände, dass ich mich hierzu informieren würde, bevor ich es mal wirklich brauche. Ein Rouletteprofessor war ebenfalls Thema bei uns: Der Kerl kann angeblich zwischen dem Eindrehen der Kugel in den Kessel und dem Ende der Wettzeit quasi berechnen, wohin die Kugel fliegt, und das mit einer Abweichung von ein paar Zahlen. Die anderen waren recht schnell davon überzeugt, dass so was zwar schwierig, aber machbar sein könnte. Ich bin da eher skeptisch, schließlich ist die Bahn der Kugel teilweise so komplex und zumindest scheinbar unvorhersehbar, dass mir eine Berechnung im Kopf als unmöglich erscheint. Aber was langweile ich euch mit unseren Gesprächsthemen, in Wirklichkeit ist der Bericht schon lang genug. Ich bin sehr froh sagen zu können, dass wir einen schönen Abend hatten. Ja, wahrscheinlich sollte ich wieder besser im Voraus planen, welche Spiele auf der Tagesordnung landen. Hand aufs Erz,

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