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Montagabend in der Bude

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Ben Ken
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Ben Ken » 26. April 2016, 23:59

Es muss ja nicht jedes Mal so lang sein. "Hauptsache ihr habt Spaß" oder wie will uns das ein Elektroriese momentan verkaufen!? Naja...
Kurzer Bericht. Schöne Sache. Bis zum nächsten Mal. ;)

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Greifwin
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Greifwin » 20. Juli 2016, 06:53

Wie steht es denn eigentlich um deine "großen Spielabende"? In "Neulich gespielt" bist du ja aktuell recht aktiv. Darf man auch wieder auf einen der ausführlichen Berichte hoffen? Fand das immer sehr lesenswert in der Vergangenheit. :)

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 11:26

Danke der Nachfrage, ich erläutere mal kurz das Konzept:
Den Bericht zu Spieleabend #73 habe ich seinerzeit nicht geschrieben und schiebe ihn seitdem vor mir her. Alle anderen Berichte (#74 bis #82) liegen aber fertig in der sprichwörtlichen Schublade. Ich wollte aber um jeden Preis die chronologische Veröffentlichung der Berichte beibehalten.
Deshalb werde ich mich jetzt dazu aufraffenn, den alten 73er-Bericht auch noch fertigzustellen und ihn dann zu veröffentlichen. Die anderen Berichte folgen dann im Abstand von jeweils ein paar Tagen, damit nicht der einzelne Bericht in der Masse untergeht. Du hast also in naher Zukunft eine ganze Menge zu lesen :D
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Greifwin
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Greifwin » 20. Juli 2016, 11:39

Ahh sehr gut. Hatte schon befürchtet der Umzug hat da doch mehr zerrissen als gedacht. Aber dann bin ich mal gespannt was Ihr so getrieben habt. :)

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 12:11

Der Umzug war kein Problem, obwohl die Beteiligung seitdem schon etwas geringer ist. Hat uns aber nichts ausgemacht, zumal dann auch das ein oder andere Mal Symbiosen mit den restlichen WG-Bewohnern eingegangen wurden.
Jedoch, so viel kann ich vorwegnehmen, verlassen uns Arne und Mattes zum nächsten Semester zwecks Auslandsaufenthalt bzw. Praktikum, was uns vor größere Schwierigkeiten stellt. Hier müssen wir dringend Ausschau nach neuen Mitspielern halten, sonst wird der Spieleabend wahrscheinlich jede zweite Woche ausfallen.
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Vikingblood80 » 20. Juli 2016, 22:05

Der Siedler hat geschrieben:Ich wollte aber um jeden Preis die chronologische Veröffentlichung der Berichte beibehalten.


Klingt auch nach einer mir innewohnender Art des Perfektionismus. Ich rate dir: Poste die Beiträge einfach wenn sie fertig sind. Ich habe es oft nach deiner Entscheidung gemacht und mir damit selbst das Leben oft unheimlich schwer gemacht...auch beruflich.
Du quälst dich auch damit, weil im Hinterkopf ist der eine Beitrag #73 noch nicht fertig. Die anderen Beiträge können nix dafür.

Was fertig ist, ist fertig. Das befreit.

Es hat auch Nachteile wenn du es später postest. Deine Beiträge sind immer nett zu lesen, aber auch lang. Ich überfliege meist und lese genauer wenn Spiele dabei sind, die ich auch kenne und mag (z.B. Port Royal). Gleich 10 davon auf einmal? Mir pesönlich zu viel.
Auch der geht deraktuelle Bezug verloren. Postest du es aktuell, kann ich etwas "mitfiebern" (übertrieben gesprochen :) ) "Oh Der Siedler hatte nen Spieleabend..gestern". Cool. Ich habe vielleicht auch gespielt. Postest du es nach 2-3 Monaten. Spieleabend am 20.5.....hm was habe ich da gemacht? Keine Ahnung mehr...Interesse schwindet. Geht mir zumindest so.

Nur meine Meinung. Es bleibt deine Entscheidung.

VG André

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Sascha 36

Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Sascha 36 » 21. Juli 2016, 00:05

Mach mal ruhig weiter, auch wenn ihr wenig spielt was mich interessiert , zum Überfliegen ist es immer nett.
Wer soll schon nachvollziehen von wann ein Post letztendlich ist, also Hau raus die Dinger.

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 21. Juni 2018, 00:57

Mittwoch, 20.6.2018 | Spieleabend #150

Hundertfuffzig. Was für eine Hausnummer! Genau zwischen 148 und 150b), gegenüber von 137. Ihr kennt sicher auch solche Straßen, wo sich die Hausnummern wegen unterschiedlicher Grundstücksgrößen auf der einen und auf der anderen Seite etwas verschieben. Deshalb liegt in unserem Beispiel die 150 leider nicht genau gegenüber der 149. Aber der Spieleabend #150, soviel ist sicher, liegt genau zwischen #149 und, so Gott will, #151. Nüchtern betrachtet ist die Zahl gar nicht mal so hoch. Selbst wenn wir von einem Beginn der regelmäßigen Spieleabende erst im Dezember 2013 ausgehen (was deutlich zu spät angesetzt wäre), kommen wir in den viereinhalb vergangenen Jahren auf 234 Wochen, in denen ein Spieleabend hätte stattfinden können. Das macht eine Quote von 64,1%. Also unter zwei Dritteln. In anderen Worten: Jeder dritte Spieleabend ist ausgefallen. Das hört sich schon viel an, zugegeben. Aber wer will dieses stille Jubiläum schon nüchtern betrachten, wen interessieren diese ermüdenden Statistiken? Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, dass wir den hundertsten Spieleabend begangen haben. Schnell nachgeschaut, das war am 31.1.2017. Also eigentlich doch schon ganz schön lange her. Entscheidend ist aber nicht die virtuelle Zahl von 84+ ausgefallenen Spieleabenden, sondern die 150 tollen gemeinsamen Abende, die wir in den verschiedensten Besetzungen Woche für Woche gemeinsam verbracht haben, abwechselnd auf der einen und der anderen Seite der Straße. Auf der Hälfte der Strecke habe ich aufgehört, hier davon zu berichten. Anfangs war es ein fehlender Bericht, der die Veröffentlichungen durchbrochen hat. Dann fehlte mir schlicht und ergreifend der Anlass, den Thread wieder aufleben zu lassen. Die Zahl von 150 Spieleabenden nehme ich jetzt einfach mal zum solchen.
Wer ohne die fehlenden Spieleabende mit den laufenden Nummern 73 bis 149 übrigens nicht schlafen kann und deshalb seit zwei Jahren und zwei Monaten an chronischem Schlafentzug leidet, dem kann ich die Berichte rein theoretisch durchaus zugänglich machen. Denn paradoxerweise habe ich die Berichte zwar durchaus geschrieben, aber eben nicht veröffentlicht. Manchmal machen Menschen schon komische Dinge... Ich werde jetzt aber im Groben und Ganzen so tun, als hättet ihr alle fehlenden Berichte gelesen, auch wenn ihr ohne eine erschreckend hohe kriminelle Energie (incl. Einbruch, Diebstahl meines Laptops und Durchbrechen meiner Privatspäre oder den digitalen Alternativen dazu) gar nicht dazu in der Lage gewesen wärt. Wir spielen immer noch in der WG, die ich damals erst kurz zuvor bezogen hatte, haben allerdings einen Mitspieler (Arne) faktisch verloren und einen anderen (Eiko) hinzugewonnen. Alles andere ergibt sich dann schon, man kommt ganz gut in die Handlung rein. Also, obwohl aktuell eigentlich alle fünf Teilnehmer im Lande weilen, schwankt die Teilnehmerzahl aktuell stark. Einblick gefällig? Vor zwei Wochen waren wir zu fünft. Letzte Woche konnte kein einziger. Heute dann die goldene Mitte: Zu dritt mit der Stammbesetzung Mattes, Eiko und mir.

Los ging es mit Die Quacksalber von Quedlinburg, oder kurz Die Quedlinburger, wie ich es liebevoll nenne. Die offensichtliche Verkürzung benutzen kann ja schließlich jeder. Heute spielten wir fast komplett mit Set 1, nur die Pilze drehten wir um. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich hier jetzt mitten ins Spiel einsteige, aber seien wir ehrlich: Wer dieses Spiel immer noch nicht gespielt hat oder wenigstens weiß, worum es geht, dem brauche ich es jetzt auch nicht mehr zu erklären. Es ist jetzt immerhin schon vier Monate auf dem Markt und damit offiziell alt. Appropos Alt: Das gemütliche Bier zum Ende des Spieleabend ist so gut wie verschwunden. Ganz selten wird bei frühem Ende und größerer Runde nochmal eins auf die alten Zeiten getrunken, aber meistens bleiben die Kehlen trocken, zumindest was Alt und Pils angeht. Also, zurück zu den Pilzen auf Seite zwo: Man legt jeden gezogenen Pilz zunächst mal zur Seite. Am Ende der Runde darf man dann aussuchen, ob man ihn jetzt oder in einer späteren Runde in den Kessel legt. Der Effekt gefällt mir gut, auch wenn man dafür auf den tollen Kürbismotor verzichten muss. Bei mir lief es in dieser Partie wirklich außerordentlich gut, zumindest im Vergleich zu den anderen. Ich hatte zwar keine starken Synergien in meinem Beutel, aber am Ende eine stattliche Anzahl von 4er-Plättchen. Zusammen mit ein bisschen Glück und den bekannten Basis-Effekten der anderen Plättchen kann man damit sehr solide Ergebnisse erzielen. Ich bleibe mal thematisch auf unserer Straße und nenne als Hausnummer die Schwelle von 50 Punkten, die man zum Sieg meist überschreiten muss. Wobei die dicken Punkte selbstredend hinten zu erzielen sind, was dem Spannungsbogen guttut. Mattes hatte sagenhaftes Pech und trotz durchaus qualitativem Sackinhalt immer nur weiße Plempe in der Hand und dann im Kessel. Aber daraus lässt sich bekanntlich kein leckerer Trank brauen. Die Rede ist natürlich von den lästigen Knallerbsen. Eiko hob sich seinen heutigen Glücksvorrat ebenfalls für das Hauptspiel auf. Was nicht heißen soll, dass QvQ ein reines Glücksspiel ist. Man muss schon auch gut ziehen können! 37:42:55 treten den Beweis an, dass ich kein Knallerbsen-Magnet bin.

Einer, Zweier und Dreier zog ich dafür im folgenden Spiel magisch an, und wer Stone Age kennt, der weiß, dass das kein gutes Zeichen ist. Gefühlt die letzten zehn Spieleabende jedes Mal vorgeschlagen, heute dann endlich mal wieder gespielt. Kaum zu glauben, dass dieses Spiel schon zehn Jahre seit der Nominierung 2008 auf dem Buckel hat. Von seiner schlichten Eleganz hat es aber in der ganzen Zeit nichts verloren. Die Erweiterung dagegen brauche ich nicht, dadurch wurde der runde und schnörkellose Ablauf nur unnötig verkompliziert. Und so spielten wir auch heute wieder das Grundspiel pur, was trotzdem nur knapp unter zwei Stunden gedauert hat. Wie immer eine Kurzzusammenfassung der Strategien: Mattes versuchte mit minimalem Personal auszukommen, am Ende hatte er gerade einmal sechs Männeken in seinem Vorrat. Der Nachteil liegt auf der Hand, der Vorteil besteht darin, dass er sich schon früh nicht mehr um Ernährung zu kümmern brauchte. So hatte er Arbeitskraft frei fürs Rohstoffsammeln und Hüttenbauen, denn das hatte er am Ende insgesamt acht mal getan. Respekt! Eiko preschte überall nach vorne, denn oft genug bekam er die unverhoffte Möglichkeit, als Rundendritter doch noch einen Platz im Dorf zu ergattern. Einmal belegte er sogar beide möglichen Orte dort. Wir haben spaßeshalber am Ende mal die Summe an hinzugewonnem Werkzeug, Ackerbau und neuen Personen gebildet. Dabei kam Mattes auf acht, ich auf 13 und Eiko auf 18. Das spricht für sich. Da Eiko auch die Karten nicht vernachlässigt hatte, war ihm am Ende der Sieg sicher. Ich konnte mir mit sieben grünen Karten, meiner Paradedisziplin, gerade noch so den zweiten Platz erspielen. Aber das ganze Spiel wäre natürlich völlig anders ausgegangen, wenn die verdammten Würfel nicht von Eiko gezinkt worden wären! Er schien die richtig starken Würfe gepachtet zu haben, nur selten sah man bei ihm mal Augenzahlen unter vier. Mattes und ich dagegen schienen Eikos Glück ausbaden zu müssen; insbesondere bei der Jagd konnte ich von maximal einer Nahrung pro Jäger ausgehen. Wenn man diese extreme Ausprägung des Zufallseinflusses in der Steinzeit, die in den Geschichtsbüchern häufig verschwiegen wird, mit einbezieht, dann bin ich ganz klar der Sieger der Steine. Hach, wie gut ein Hand aufs Erz hier passen würde. Schade, dass der Bericht noch nicht zu Ende ist. 193:212:196 sind ein deutlicher Sieg für Eiko, wenn man beachtet, dass er bei Spielende noch mehr als ein Dutzend bunt gemischter Ressourcen in seinem Vorrat hatte. Um mit Wieland Herold zu sprechen: Stone Age? Gerne nächste Woche wieder. Morgen trifft sich unsere Runde schließlich nicht zum Spieleabend.

Eiko verabschiedete sich nach der nicht ganz so kurzen Runde Stone Age und für Mattes und mich war noch ein ganz kurzes Ründchen Knister drin, auch bekannt als Würfel Bingo. Immer wieder gut, um pro forma noch einen Absacker auf den Tisch zu bringen, ohne dafür länger als zehn Minuten zu benötigen. Außerdem war das Spiel damals für drei Euro neu auch ein echter Schnapper! Nur schade, dass eine Berichterstattung darüber so gar keinen Sinn ergibt: Oh, viele Dreien und auch recht viele Neunen, interessant. Ach was, auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Straßen konnte gebildet werden? Aber wegen der Abwesenheit von Zweien und Zwölfen wohl keine Straße ohne die Sieben. Hört, hört! Wisst ihr was, wenn euch der Spielverlauf nicht interessiert, dann nenne ich jetzt einfach den Punktestand: 54:59.

Am Ende saßen wir beiden da und uns war nichtmal bewusst, dass wir anlässlich unseres 150. Jubiläums durchaus mal ein Bier hätten zischen können. Aber darüber habe ich ja oben schon berichtet. Wie nützlich, dann brauche ich das Thema Bier hier im letzten Absatz ja gar nicht mehr anzusprechen. Den Blick ein wenig auf neue Spiele gelenkt, holte Mattes mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Dennoch: Bevor wir uns weiter in Concordia, Die Staufer, Broom Service und Istanbul ergehen, wird demnächst lieber mal was Neues gespielt. Und gerade bin ich wirklich froh, dass ihr die letzten Berichte nicht kennt, denn sonst würde ich mich mit dieser 37. Wiederholung unwiderruflich lächerlich machen. Insbesondere, wenn wir nächstes Mal doch wieder Ginkgopolis spielen. Wobei das auch wirklich ein schönes Spiel... Ich glaube, ich halte besser die Finger still und geh schlafen. Sonst verliere ich meine frisch reaktivierte Leserschaft in einen nicht deaktiverbaren Leserschlaf bis zum Spieleabend #238. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon zuspieler » 21. Juni 2018, 08:23

*YEAH* Es gibt den Montagabend noch. Daumen hoch dafür und danke für den Bericht. Ich lese solche Spieleindrücke immer gerne.

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Dee » 23. Juni 2018, 08:22

Willkommen zurück. Ich lese diese Spielberichte von Dir auch immer gerne, da sie unterhaltsam sind.

Gruß Dee

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Der Siedler
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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 5. Juli 2018, 01:58

Mittwoch, 4.7.2018 | Spieleabend #152

Eieiei. Das fängt ja schon wieder gut an: Kaum habe ich mich zum hundertfünfzigsten Spieleabend aufgerappelt mal wieder einen Bericht online zu stellen, fehlt auch schon der nächste. Denn hierbei handelt es sich um Bericht 152. Jedoch: Ich will nicht den gleichen Fehler wie vor zwei Jahren machen und darauf warten, dass ich irgendwann noch einmal einen Bericht über Abend #151 abfasse. Mag sein, dass ich das noch tue. Aber den Bericht kann ich dann auch später noch hochladen. Heute müsst ihr mit dem brandaktuellen Spieleabend von vor wenigen Stunden vorlieb nehmen. Mit dabei: Eiko, Erik, Mattes, ich. David konnte nich'. Ich hatte mir ausnahmsweise keine Gedanken zum Programm gemacht, wenn man das überhaupt so nennen kann. Natürlich kommt am Ende trotzdem immer eine brauchbare Auswahl raus, dafür habe ich ja genug richtig gute Spiele auf dem Regal. Und nein, dass ist keine hemdsärmlige Übersetzung des englischen on the shelf - Bei mir stehen die Spiele tatsächlich auf dem Regal. Trotzdem, und so viel darf ich vorwegnehmen, neigen die Spieleabende ohne Fahrplan dazu, etwas gewöhnlich zu werden. Natürlich, wie sollen meine Mitspieler auch neue Spiele vorschlagen, die kennen sie ja per definitionem noch gar nicht. Aber das Muster vom guten alten Montagabend im Keller hat sich beibehalten: Lässt man die Mitspieler entscheiden, dann kommen oft dieselben soliden Vorschläge. Aber eben kein frischer Wind. Bin ich aber ja selbst Schuld, schließlich hätte ich ja - wie sonst so oft - eine Auswahl vorgeben können.

Begonnen haben wir mit Nimble, einem für uns neuen Spiel. Ja, okay, der Aufwärmer brachte frischen Wind. Er war aber das einzige neue für uns. Wobei, eigentlich nicht nur für uns, denn das Spiel ist frisch auf dem Markt, lediglich ein paar Vorabexemplare sind, nun ja, vorab an Rezensenten rausgegangen. Nimble ist mit ziemlicher Sicherheit das simpelste Spiel in meiner Sammlung. Wenn man mal von Klassikern mit neutralen Spielmaterial wie Mau-Mau und Konsorten absieht. Wobei sogar Mau-Mau mit vollständiger Erklärung der Sonderfunktionen verschiedener Kartenwerte mehr Regeln haben dürfte als Nimble. Nun gut, dann könnte ich auch einfach mal anfangen und sie erläutern: Jeder bekommt den gleichen Satz von 30 Karten. Jede Karte hat zwei Farben: Einen farbigen Kreis in der Mitte und einen farbigen Rand drumherum. Ganz einfach. Die Farben sind zwar etwas komisch, um es auch jedweden Farbfehlsichtigen recht zu machen, aber für den Normalsichtigen ist das allerhöchstens eine zusätzliche Herausforderung. Herausforderung wobei den nun?! Jaja, schon gut: Wir wollen unsere Karten loswerden, und zwar durch Ablegen. Regelkonformes Ablegen, bevor einer auf dumme Ideen kommt. Man muss nämlich auf eine ausliegende Karte mit einer bestimmten Kreisfarbe immer eine Karte mit derselben Randfarbe spielen. Sprich: Kartenmitte mit Kartenrand bedienen. Regeltechnisch einfach, dafür aber im Eifer des Gefechts umso schwerer umzusetzen. Denn natürlich handelt es sich bei Nimble nicht um eine meditative Übung, sondern um ein hektisches Simultan-Kartenablegen. Da kommt einem auch schonmal ein Spieler zuvor oder man selbst einem anderen, was natürlich umso schöner ist. Man blättert unentwegt durch seinen Kartenstapel, hält immer wieder nach Ablegemöglichkeiten Ausschau und rattert seine Karten runter, was Tisch und Hände aushalten. Die ganz gewieften blättern im Stapel auch zurück, was aber nur Karte für Karte geschehen darf. Kurzum: Nimble ist ein intensives Echtzeiterlebnis mit Hirnverzwirblungspotential. 0:1:0:6 - Es wird deutlich, dass etwas Übung hier nicht schadet. Ich hatte schon die ein oder andere Runde gespielt, sogar auch alleine geübt, also war es keine Überraschung, dass die anderen keine Schnitte hatten. Außer Erik, der im siebten Spiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entscheiden konnte. Im Gegensatz zur allgemeinen Rezeption kam das Spiel bei uns gut an, und wird sicher noch häufiger als knackiger Aufwärmer vor einem großen Hauptspiel dienen.

Apropos Hauptspiel: Die Gemeinschaft entschied sich für Die Siedler von Catan - Das alte Ägypten, im Prinzip einer Neuauflage des ehemaligen historischen Szenarios Cheops. Wir bauen an der Pyramide mit, und wer sich dort am wenigsten beteiligt, muss mit einem Strafpunkt rechnen. Alle anderen bekommen einen Pluspunkt. Ansonsten spielen wir das altbekannte Basisspiel, bis auf eine Ausnahme: Die Hilfe der Götter offenbart sich uns in zehn Götterkarten, von denen pro Zug eine angewandt werden kann. Diese Karten sind auch als Variate Die Helfer von Catan für das Basisspiel erhältlich (gewesen?) und bspw. in Star Trek Catan als einzige Abweichung zum normalen Siedeln enthalten. Nichts Neues also. Insgesamt ergibt sich sicher kein schlechtes Spiel, schließlich reden wir hier immer noch von einem Jahrhundertmeisterwerk! Jedoch: Die Eleganz des Grundspiels geht verloren. Nichts ist wirklich schwierig. Die Regeländerungen sind rasch erklärt. Aber die zehn Götterkarten wollen erst einmal verstanden werden, der Pyramidenbau spielt anfangs keine Rolle, sodass man ihn den Mitspielern später noch einmal ins Gedächtnis rufen muss. Am Ende haben wir eine zähe und zu lange dauernde Partie Siedler gespielt, ohne dass die Pyramide und die Götter ihre Stärken so richtig ausspielen konnten. Vielleicht lag es an der Unbekanntheit der neuen Elemente, vielleicht auch an der Grübelneigung einiger Mitspieler. Wir waren uns jedenfalls einig, dass Ägypten sicher eine schöne Abwechslung ist, wir diese Abwechslung vom Siedeln aber gar nicht brauchen: Eine klassische Runde Siedeln hätte es auch getan. 11:6:5:8 waren für mich verhältnismäßig knapp, denn ich hatte vor Eikos Siegeszug noch zehn Punkte, fiel dann aber leider dem Fluch des Pharaos zum Opfer. Egal, deutlicher Zweiter war ich so und so.

Eiko verabschiedete sich schon fast, weil sich aber ein sehr kurzer Absacker abzeichnete, blieb er noch für die erste Runde von Der Große Wurf. Ein klasse Spiel in so vielerlei Hinsicht! Man hat einen spannenden Spielverlauf, sowohl als aktiver als auch als passiver Spieler. Versuch ich es noch einmal? Oder lass ich es gut sein? Im Optimalfall räume ich die Arena leer und der Mitspieler muss den besagten großen Wurf ausführen und alle seine Würfel werfen. Obwohl es immer wieder vorkommt, sorgt es jedes Mal für die zu erwartenden Reaktionen: Der verantwortliche Mitspieler wird verflucht, man würfelt mit allem, was man hat - Und im Extremfall schließt sich für den folgeden Spieler gleich noch ein Großer Wurf an. Ein weiterer kluger Schachzug des Spiels sind die X-Seiten der Würfel: So kommen beständig Würfel aus dem Spiel und der Pool wird immer kleiner. Fachfranzösisch: Das Spiel terminiert. Schade, dass ich nur die französische und nicht die chinesische Ausgabe habe, denn dann hätte ich getrost fachchinesisch schreiben dürfen. Nicht zuletzt spielt auch das Geschick eine Rolle. Man will liegende Würfel durchaus nochmal zum Rollen bringen, und zwar möglichst viele. Das hinzubekommen erfordert aber ein glückliches Händchen.
Erik war heute übrigens in Bestform und zwang den hinter ihm sitzenden Mattes übertrieben häufig zum Werfen all seiner Sechsseiter. Wir haben leider nicht genau mitgezählt, aber das Dutzend wurde bestimmt überschritten. Auch nach einer Dreiviertelstunde war uns das Spiel noch nicht langweilig, insbesondere da wir uns noch eine interessante Bierneuheit genehmigten. Nun ja, von neu kann hier auch nicht wirklich die Rede sein, schließlich kam das Bier nur ein Jahr später auf den Markt als das Cheops-Szenario für Catan, auf dem die Ägypten-Ausgabe beruht. Aber für uns war es halt neu, das gute Bolten Ur-Weizen. Dem geneigten Leser mag Bolten - wenn überhaupt - als Altbierbrauerei bekannt sein, und zwar nicht irgendeine, sondern die vorgeblich älteste der Welt. Jetzt im Sommer ist ein Alt aber schon etwas sehr schwer und dunkel, da greift man gerne mal zu einem Weizen. Und umso schöner ist es, wenn es das auch von der liebgewonnenen Brauerei des Vertrauens gibt. Bolten Ur-Weizen schmeckt übrigens nicht wie ein typisches Weizen, aber trotzdem total frisch und süffig. Dadurch lässt sich auch erklären, wieso es am Ende sogar ein zweites für Erik und mich wurde. Aber ich schweife ab. Erik gewann unseren Würfelwettstreit souverän mit 1:6:1:1, wobei Eiko wie gesagt nur bei Runde eins dabei war. Zu einem gepflegten Bier passt dieses Spiel einfach perfekt, nach wie vor eine dicke Empfehlung!

Der Schluss schloss sich nahtlos an Mattes lang ersehnten Sieg im Absacker an. Nachdem nun jeder mindestens einmal gewonnen hatte, konnten wir uns endlich zurücklehnen und noch ein bisschen erzählen. Zwar nicht über den letzten Tatort, weil im Moment nunmal Sommerpause ist, aber Erik nutzte die Gelegenheit und lud uns zu seinem Geburtstag am nächsten Freitag ein. Ich kündigte für nächste Woche schonmal das zweitneuste Spiel von Stefan Feld an, nämlich Das Orakel von Delphi. Das haben wir auch viel zu lange nicht mehr gespielt. Das Ägypten-Siedler kommt dafür jetzt erstmal auf den Stapel hinter dem Subwoofer, wo ich es so schnell hoffentlich nicht wiederfinde. Nicht das wir uns falsch verstehen: Ich bin nach wie vor Der Siedler, aber diese Variante hat einfach nicht den Spielfluss, denn ich von einem Catan-Spiel erwarte. Trotzdem werde ich dem teuberschen Universum natürlich die Treue halten. Hand aufs Erz,

Der Siedler
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Ganz aktuell: Bericht #153 vom 11.7.2018 - Mal wieder gespielt: Das Orakel von Delphi

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Der Siedler » 12. Juli 2018, 01:31

Mittwoch, 11.7.2018 | Spieleabend #153

Mitten in den letzten Zügen dieser WM pfeifen wir gepflegt auf das Halbfinale Kroatien - England und widmeten uns stattdessen der spannenden Begegnung Erik - Mattes - Eiko - ich. Da ich aber in Sachen Fußball völlig unbedarft bin, werde ich an dieser Stelle mit den Fußball-Analogien aufhören und in den normalen Berichtsmodus übergehen. Na gut, wenn mir noch ein richtig lustiger einfällt, werde ich ihn euch schon nicht vorenthalten. Aber jetzt mitten rein ins Geschehen, frei nach dem Motto: Ein Spieleabend dauert drei Stunden und am Ende gewinne ich.

Als Aufwärmer hatte ich San Juan ausgewählt. Ich kann nichts dafür: Solche Spiele sind einfach genau meins. Einen kleinen Motor aufbauen und anfangen, ihn laufen zu lassen. Dabei selbstredend immer auf der Hut sein, damit man das Umschalten vom Aufbauen der Maschinerie zum vollen Ausnutzen derselben nicht verpasst. San Juan bedient genau diese Aufbaustrategie in einer Dreiviertelstunde. Wobei die Spielzeit in meinem Kopf deutlich kürzer angesiedelt war, was später noch zum Problem werden sollte. Zunächst aber hatte ich meinen Spaß: Gleich in der ersten Runde konnte ich eine Silbermine bauen, kurz danach ein Aquädukt: Meine Versorgung war gesichert. Lediglich das Vekaufen der Waren war bis zum Schluss ein Nadelöhr in meiner Stratgie, dass ich aber geschickt umschiffen konnte: Mit der Bibliothek verdoppelt man ja bekanntlich sein Privileg. Und wählt man dann den Händler als eigene Rolle, kann man ganze drei Waren verkaufen, und die Lagerungsprobleme verwandeln sich in eine volle Hand. Erik versuchte es mit einer Minimalbasis an Produktionsgebäuden und ging von Anfang an auf violette Bauwerke, weil er die passende 6er-Karte gleich zu Beginn auf der Hand hielt. Eiko hatte insbesondere beim Verkauf viele Boni für alles mögliche, sodass er häufig zwei Zusatzkarten einstreichen konnte. Mattes baute violette Gebäude per Steinbruch günstiger und bekam über das Armenhaus nach so gut wie jedem Bau eine Karte zurück, weil er sich (fast) pleite gebaut hatte. Seine Kapelle kam aber zu spät, um noch den Sieg zu bringen. 30:31:26:33 sind ein ziemlich knapper Ergebnis. Das zeigt, dass verschiedenste Strategien durchaus eine Chance haben: Erik bezahlte so gut wie alles mit dem Schwarzmarkt, also mit Waren, die direkt von den Produktionsgebäuden kamen. Lange Zeit hielt er es nur mit zwei Indigoküpereien durch. Ich dagegen hatte eine anständig ausgebaute Produktionsabteilung und bekam auch ohne Boni nicht selten sechs, sieben Karten. Trotzdem lag er am Ende nur drei Punkte hinter mir. San Juan spielen wir recht regelmäßig jedes halbe Jahr einmal. Eigentlich gefällt es mir besser, ich würde es gerne öfter auf den Tisch bringen. Das Problem ist die Spieldauer, denn für einen Aufwärmer ist es (zumindest bei uns) eigentlich eher zu lang als zu kurz.

Das war mir aber heute total egal. Ja, ich hab es schon fast ein wenig kommen sehen, trotzdem gierte ich nach einem anständigen Hauptspiel wie etwas Das Orakel von Delphi. Und wo das jetzt schonmal fettgedruckt ist, nehmen wir doch einfach das. Es stellte sich heraus, dass Mattes an diesem mythologischen Wettrennen noch nie teilgenommen hatte. Wahrscheinlich war er da jeweils im Ausland. Zumindest nicht in Aachen. Und wenn doch, dann jedenfalls nicht bei uns auf dem Spieleabend, sonst wüsste er jawohl noch davon! Jedenfalls musste ich ihm das ganze Spiel neu erklären, die anderen konnten ihre Regelkenntnisse dabei immerhin nochmal auffrischen. Ehe wir dann losspielen konnten, war es schon fast neun Uhr und (zumindest mir) ziemlich klar: Das wird nichts mehr mit Eikos neu gesetztem Ende des Spieleabends um zehn Uhr. Trotzdem schipperten wir los und Mattes fand nach anfänglicher Orientierungslosigkeit doch gut ins Spiel. Bei mir blieben wie immer die Monster sehr lange liegen, und auch die Opfergaben wollten heute nicht so richtig ihren Weg zu den Tempeln finden. Wobei die Monster eigentlich durchaus etwas besser hätten funktionieren dürfen, schließlich hatte ich im ersten Drittel des Spiels einen epischen Kampf mit einem monströsen [Hier Namen einer griechischen Sagengestalt einsetzen], den ich auch nach sechs Würfelwürfen nicht für mich entscheiden konnte. Aber meine Gunstplättchen war ich los... Egal, in meinem letzten Spielzug war ich bestens bewaffnet und erledigte die übrigen Monster beide im ersten Wurf. Und für das dritte Monster hatte ich mir zuvor bereits professionelle Hilfe von Ares geholt. Im Mittelteil wähnte ich mich schon gut abgeschlagen, viel zu oft konnte ich keinen Götterschritt bei fremden Würfelwürfen gehen. Aber immerhin musste ich keinen Zug aussetzen. Die verdiente Belohnung für null Wundenkarten war mir aber auch nicht vergönnt, weil just in dem Moment, als ich mit fünf Schilden und ohne Wundenkarten dastand, der Titanenwürfel eine Sechs zeigte. Aber egal, am Ende legte ich einen lupenreinen Zieleinlauf hin, den mir keiner noch im gleichen Zug nachmachen konnte: 10:11*:11:12 erfüllte Aufgaben bescherten mir den Sieg und die Gunst des Zeus. Behauptet zumindest die Spielanleitung. Mal gucken, ob ich davon was merke. Besonders fußballinteressiert kann Zeus jedenfalls nicht sein, denn ich bin mir sicher, dass bisher deutlich mehr Deutsche als Südkoreaner oder Mexikaner dieses Spiel gewonnen haben. Aber das ist ein anderes Thema.
Das Spiel konnte gerade noch so zu Ende gebracht werden, weil Eiko sein selbstgesetztes Limit am Ende um eine geschlagene Stunde übertreten musste. Hier offenbart sich tatsächlich ein tieferes Problem: Will man ein komplex(er)es Hauptspiel in die Mitte des Abends setzen, dann ist dieser schlicht und einfach nicht um zehn vorbei. Es sei denn, man spielt als Aufwärmer ein extrem kurzes Spiel. San Juan und Delphi zusammen provozieren aber offenbar im schlimmsten Fall einen Spielabbruch, und den will ich natürlich eigentlich vermeiden. Wenn hier jemand Tipps zum Umgang mit Zeitlimits auf dem Spieleabend hat, dann immer her damit! Ich will nämlich eigentlich nicht hinnehmen, dass man nur noch einstündige Hauptspiele spielen kann, um dann pünktlich um 22:00 fertig zu sein.

Zum Schluss, dann schon ohne Eiko, der bereits bei Eriks letztem Zug von Delphi den Abend verlassen hatte, gab es noch zwei Runden Knister. Ein Sieg für mich, eine Katastrophe für mich, wo sich Mattes den Sieg holte. Erik machte es augenscheinlich Spaß, schließlich hatte er nach der Revanche verlangt und hätte auch noch eine dritte Runde angeschlossen, auf die ich aber keine Lust mehr hatte. 49:42:52 sowie 48:61:x, wobei x für 30 steht. Ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, meine lächerliche Punktzahl direkt neben Mattes' amtliches Ergebnis zu setzen. Aber so geht es ja auch.

Die Revanche war vorbei, die dritte Runde abgelehnt, da ergab die Zugrecherche die baldige Ankunft der nächsten passenden Linie ab Westbahnhof. Ziemlich zackig machten sich die beiden auf, aber wegen der ausgedehnten ersten beiden Spiele war es ja auch schon spät geworden. Aus meiner Sicht hat sich der zeitliche und wohl auch gedankliche Mehraufwand aber durchaus gelohnt. Die Abwechslung macht es wahrscheinlich: Immer nur Hirnverbruzzler machen nichtmal Atze Schröder Spaß, aber ständig nur Hauptspiel-Häppchen machen eben auch nicht satt. Man sollte darauf achten, dass man Aufwärmer und Hauptspiel besser aufeinander abstimmt. Und was heißt hier überhaupt man? Eine nicht weiter geannte verbandliche Stimme dazu: "Wir müssen jetzt nach Verantwortlichen suchen, dürfen aber nichts überstürzen. Der gesamte Montagabend steht geschlossen hinter Dem Siedler, wir erwarten aber in Zukunft eine solide Zeitplanung und weniger Möglichkeiten für die Uhr, sich in den gefährlichen 23:00-Raum durchzuspielen. Wir sind davon überzeugt, dass er dieser Verantwortung gerecht wird und halten an seiner Personalie fest." Wenn wir ehrlich sind, dann haben sie einfach keinen anderen. Also, wenn ihr mich fragt. Aber ich mache natürlich trotzdem weiter. Ist doch Ehrensache. Hand aufs Erz,

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Dee » 12. Juli 2018, 18:14

Wenn hier jemand Tipps zum Umgang mit Zeitlimits auf dem Spieleabend hat, dann immer her damit!
Ihr scheint eher sehr spät anzufangen, oder? Unsere Spieleabende gehen immer von 18 bis 23 Uhr und da hat man genug Zeit, auch große Brocken zu spielen. Wenn es aber zeitlich nicht eher geht, nehmt das Hauptspiel zuerst und spart Euch auf einen Aufwärmer. Ist ja kein Fußballspiel, wo man ohne Aufwärmprogramm Krämpfe bekommt ... ;)

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Re: Montagabend in der Bude

Beitragvon Florian-SpieLama » 12. Juli 2018, 21:49

Das wäre auch mein Tipp gewesen. Erst das Große Hauptspiel des Abends. Dann kann man abschätzen, ob und für was noch Zeit ist. Manchmal gibt es dann nun mal nur 1 Spiel, manchmal hat man noch Zeit für 2 kurze oder man macht insgesamt 2 "mittellange/1-Stunde"-Spiele.

Das Zeitlimit ist ja vermutlich durch Arbeit und Schlafenszeiten usw. gesetzt. Da muss sich die Struktur des Abends fügen (die meiner Meinung nach auch unwichtig(er) ist). Und es ist immer einfacher zu spielen und zu schauen was dann noch geht, als einen Plan vorher auszurechnen. "40 min für Aufwärmer-A, dann 90 min für Hauptspiel-B und dann 20 min für Absacker-C" klappt einfach nicht. Also immer nur Spiel für Spiel gucken und dann ist im Zweifel der Abend auch mal 25 Minuten eher zu Ende.


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