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Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

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Florian-SpieLama
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Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Florian-SpieLama » 11. September 2017, 01:03

Jetzt mal eine blöde Frage und bitte nicht als doofe Anmache verstehen, aber ist euch das nicht zu stressig und wo liegt der Mehrwert darin, ein Spiel möglichst früh oder direkt beim Release zu holen?

Für mich wirkt das aus euren Erzählungen hier oder aus anderen Threads, dass ihr euch da richtig Arbeit mit macht und Listen vorbereitet und euch informiert, um dann eine To-do- bzw. Einkaufsliste in Essen zu haben.
Aber setzt man sich damit nicht selber unter Druck und beraubt sich des über die Messe Schlenderns? Wird es dann nicht eine Jagd unter Zeitdruck ("weil ich muss mir noch Spiel XY und AB angucken") statt ein vergnüglicher Tag?
Und ist ein Spiel 2 Monate später schlechter als an dem Tag?
Klar man könnte was verpassen, aber ohne dem ganzen Erkundigungen, weiß ich ja gar nichts von vielen Spielen. Und was ich nicht kenne, kann ich nicht vermissen.
Ich finde das Warten ist ein Segen, weil mit der Zeit die Community richtig gute Titel rausfiltert.

Meint ihr wirklich der Aufwand lohnt sich und Spiel XY in der Kleinstauflage vom Miniverlag Z, dass ihr nur durch mühevolles Vorinformieren und durchforsten gefunden habt, bringt mehr Spielspaß (um den Aufwand/Preis zu rechtfertigen) gegenüber den Titel der paar Wochen nach der Spiel sowieso in aller Munde ist?

Das sind ehrliche Fragen und ich hoffe keiner fühlte sich angegriffen.

Ich entschuldige mich übrigens fürs Offtopic. Wenn sich ein neuer Thread lohnt, soll Sebastian das abkapseln. Das war nur der für mich neueste Thread mit so einem Thema und da kamen mir die Fragen in den Sinn.

[Anmerkung von Sebastian: Ich habe das Thema abgetrennt. Der Beitrag wurde ursprünglich unter viewtopic.php?f=45&t=390989 veröffentlicht]
Zuletzt geändert von Florian-SpieLama am 11. September 2017, 05:00, insgesamt 1-mal geändert.

Bona-SpieLama
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Re: SPIEL '17 – Neue BGG-Liste

Beitragvon Bona-SpieLama » 11. September 2017, 03:00

Im Grunde hast du recht, aber:
Ich suche mir für eine solch große Spielmesse das raus, was mich optisch, thematisch und vom Material interessiert. Wenn ich zur Spiel ohne Plan gehe nach dem Motto "ich gucke mal, was die so haben", kann es sein, dass ich später von Spielen erfahre, die ich vorher hätte anspielen können. Dabei geht es nicht zwingend um das Kaufen, sondern darum, dass ich hätte in der Zeit, wo ich nur für mich uninteressante Spiele sehe, woanders das spielen können, was mich interessieren könnte.
So wie im letzten Jahr mit Scythe: Spiel interessant gefunden, Stand notiert, probegespielt und gekauft.
Und manchmal ist probespielen besser als sich nur ein Video im Internet anzusehen.
Je nachdem, wie man den Tag nutzen möchte, macht das schon Sinn, wenn man vorher Ideen hat, was einem interessiert.
Und wenn man damit fertig ist, dann kann man immer noch planlos die Hallen so durchgehen und gucken, was es sonst noch so geben könnte. Bisher bin ich damit gut zurecht gekommen. Das was du meinst, kann man später ja immer noch machen. Das Internet mit rausgefilterten Titeln hast du immer, die Messe ist aber begrenzt und da möchte man schon das erleben, was man erleben möchte. Und deswegen gehe ich ja auch auf die Messe, um eben neue Spiele kennenzulernen.
Wenn das der Hintergrund wäre "Spiele, die ich nicht kenne, vermisse ich nicht", dann dürfte man nicht mehr nach Essen fahren, weil man könnte ja evtl. was Interessantes für sich entdecken. :)
Das erinnert mich wieder an den für Messen beliebte Spruch und das Phänomen: "Eigentlich wollte ich dieses Jahr nichts kaufen!"
"Wärst du mal zu hause geblieben, dann hättest du davon nichts gewusst und du würdest es nicht haben wollen"
Und dieser Spruch gilt für jede Verbrauchermesse.
Mit einfach nur gucken "ohne Sinn und Verstand" bzw. "planlos" komme ich wenn überhaupt halb so weit.
Ich habe jetzt 6 Spiele, die ich auf jeden Fall kennenlernen möchte, die gehe ich in Ruhe durch, wo ich mitspielen kann, da mache ich das und wenn ich das durch habe, dann mache ich mir auch einen lockeren restlichen Tag und bin zufrieden, dass ich zumindest das erledigt habe, was ich mir vorgenommen habe und habe vielleicht mehr freude als jemand, der sich denkt: "Scheiße, schon 15 Uhr und ich habe noch nichts gefunden, was mich interessiert". Mit einem kleinen Interessen-Plan wäre das dann nicht passiert.
Und wenn Hunter&Cron schon diese Tipps geben, dann sagt das ja auch schon was aus, denn die wissen, wovon sie reden und mit einer Liste fällt die Spiel doch um einiges leichter aus finde ich.

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Re: SPIEL '17 – Neue BGG-Liste

Beitragvon Florian-SpieLama » 11. September 2017, 05:02

Gute Punkte und sehe ich auch ein.
Kriegst du aber deinen Plan immer locker durch oder war das Umsetzen schon mal hektisch/stressig?

Bona-SpieLama
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 11. September 2017, 16:37

Sagen wir so, dieses Jahr etwas zeitlich knapp, weil ich beruflich viel am Lernen bin. Da ich diese Woche Urlaub habe und mal abschalten kann, nutze ich die Zeit dafür, das kann ein paar Stunden dauern.
Letztes Jahr bin ich etwa zwei Monate vor der Messe angefangen, mir auf YT Messe-Vorschauen anzusehen, was so die angesagtesten Spiele sind. Da filtere ich erstmal nur optisches aus, vergleiche zusätzlich die BGG-Liste, alle Spiele die auf deutsch sind, und dann hat man das nach wenigen Stunden. Da ich nun ja meine 6 Spiele habe, filtere ich diese nun nochmal, um was es grob geht. Muss ich aber nicht, denn diese 6 Spiele sollten zeitlich schaffbar sein, sie zumindest auf der Messe grob anzusehen. Also letztes jahr hatte ich mir etwas mehr Arbeit gemacht, macht aber auch Spaß, denn man hat ja nacher was davon.

Ideenlos
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Ideenlos » 11. September 2017, 17:24

Florian-SpieLama hat geschrieben:.

Meint ihr wirklich der Aufwand lohnt sich und Spiel XY in der Kleinstauflage vom Miniverlag Z, dass ihr nur durch mühevolles Vorinformieren und durchforsten gefunden habt, bringt mehr Spielspaß (um den Aufwand/Preis zu rechtfertigen) gegenüber den Titel der paar Wochen nach der Spiel sowieso in aller Munde ist?


Die Frage ist aber auch welche Titel in aller Munde wären, wenn sich keiner informiert. ;-)

Zunächst eine Gegenfrage, bevor ich später mehr Zeit für eine Antwort habe:
Warst du schon mal in Essen?

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rekath16
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon rekath16 » 11. September 2017, 18:15

Ich holte mir meine Spiele bisher immer NACH dem gemütlichen Schlendern kurz vor Feierabend.
Letztes Jahr ging das allerdings gewaltig in die Hose. Emojito von Desillas war ausverkauft und ebenso Great Western Trail; die waren morgens noch da.
Dieses Mal komme ich nicht drum herum, das zu ändern, v.a. wegen Feuerlands bescheuerter Regel, dass samstags (dieses Mal unser Tag) die Vorbestellungen bis 13 Uhr abgeholt werden müssen. Das verursacht wieder nur Stress (zum Parkhaus rennen etc.) denn bis um 19 Uhr will ich Charterstone ganz sicher nicht rumschleppen.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Florian-SpieLama » 11. September 2017, 21:00

Ideenlos hat geschrieben:
Die Frage ist aber auch welche Titel in aller Munde wären, wenn sich keiner informiert. ;-)

Zunächst eine Gegenfrage, bevor ich später mehr Zeit für eine Antwort habe:
Warst du schon mal in Essen?


Ja. Allerdings nicht als Besucher. Ich arbeite da.

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Dee
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Dee » 11. September 2017, 22:13

Es kommt sicher darauf an, was man auf der Messe will. Ich möchte mir vor allem die Spiele ausländischer Verlage anschauen, die meist in D nicht erhältlich sind. Die deutschen Verlage ignoriere ich meist, weil ich deren Spiele auch später noch bekommen kann.

Und nur drüberschlendern bringt mir keinen Spaß. Entweder schaut man sich dann auch viel Unsinn an. Oder man kommt nicht sehr weit. Ich möchte gerne die Spiele spielen, die meinem Spieleprofil entsprechen.

Und vor allem: Das Vorselektieren macht mir Spaß. Da merkt man wieder, wie kreativ und lebendig die Branche ist.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Florian-SpieLama » 11. September 2017, 23:30

Ich glaube es kristallisieren sich zwei Gründe raus, warum ich da so anders bin bzw. diese ganze Vorbereitung nicht so nachvollziehen kann.

a) Weil ich auf der Messe sowieso nicht Probespiele. Es ist mir zu laut, hektisch und einfach zu voll dafür. Allerdings musste ich bisher auch noch nie Probespielen. Vielleicht gefällt mir fast alles und/oder ich bin leicht zu beeindrucken. Aber es reicht mir, wenn ich aus Videorezensionen und Foren informiere und dann kaufe. Bisher gab es noch keinen Fehlkauf.

b) Ich bin nicht auf der Jagd nach Exoten und will in meiner Sammlung nur komplett deutschsprachige Spiele. Ich komm mit dem Mainstream gut zu recht. Es reicht, dass ich trotzdem mehr Spiele als ich mir leisten kann will (recht große Want-Liste) und besitze mehr als ich spielen kann.

Zum Verständnis, dass sind kein gezielten Erkundigungen, dass die Spiele kriege ich mit, wenn ich die Kanäle zur Unterhaltung schaue. So schaue ich jede Rezension auf Spielama und hier lese ich auch so gut wie alles (außer Basar und Regelfragen).

Solang es euch Spaß macht und ihr es für sinnvoll/nötig erachtet, gönne ich es euch. Ich bin wohl einfach ein anderer Typ vom Kaufverhalten.

Und zu der Frage mit dem raus kristallisieren, wenn die Leute nicht vorher forschen. Ich glaube es gibt genug Titel von denen man auch weiß, ohne vorzuarbeiten. Also ich denke auch ohne Leute die privat vorarbeiten gibt es Titel die in aller Munde kommen. Z.B. durch die Presse die extra informiert wird und Infos weitergibt oder durch Reviews nach der Messe, sowie der Bericht von Zufallsfunden.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 12. September 2017, 00:32

Was das Probespielen betrifft, ist es tatsächlich etwas zu laut, aber ich unternehme da ja kein Spieletag, dafür gibt es andere Veranstaltungen, wo es ums Spielen geht. Wobei manche machen das sicherlich mit dem Ziel, einfach nur neue Spiele zu spielen. Mir reicht es i.d.R. es nur kurz anzuspielen, ob das Spiel was für mich ist. Wennb ich ein video nur sehe, denke ich mir oft: Toll, aber nur vom zusehen weiß ich nicht, ob es mir Spaß macht, ich muss das selber ausprobieren. Vom zusehen kann ich nur entscheiden, ob es interessant sein könnte.
Wofür auch Messen gut sind: Promo-Aktionen. Ohne sie hätte ich heute noch nicht den Promo-Charackter für Winter der Toten bekommen, und das kostenlos! Und wenn man aufpasst, ergattert man das ein oder andere noch, was man so nicht kriegt :cool:

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Dee » 12. September 2017, 08:00

Bei mir ist es auch eher so, dass ich ein Spiel anspielen muss, um zu schauen, ob es mir gefällt. Selbst dann hatte ich schon mehrfach die Situation, dass es sich zuhause ganz anders/schlechter spielte.

Ich versuche Zufallskäufe ohne vorher Spielen zu vermeiden. Denn in sehr vielen Fällen taugt das Spiel danach für mich nichts. Und das gilt auch für die Spiele, die positiv in aller Munde sind.

Übrigens sehe ich Presse und Co. auch als eine Art der Messevorbereitung. Und dann steuert man bei Interesse sicherlich auch gezielt diese Spiele an.

Dafür lese und schaue ich vermutlich aber auch wenig/keine Previews und Co. ungezielt im Voraus. Ich schau lieber anhand der Messeliste, welche Spiele mich interessieren und schaue die Berichte gezielt an.

PS: Schlendern habe ich in meinem ersten Messejahr gemacht. Ich fand das sehr konfus und irgendwie unbefriedigend, am Ende so viele für mich interessante Titel nicht angeschaut zu haben. Seit dem bereite ich mich auf die Messe vor.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 12. September 2017, 11:33

Beim ersten mal auf der Spiel habe ich auch schon eine Liste gemacht, allerdings nur so, dass ich mir Spiele aufgeschrieben habe, die ich bereits kenne. Entweder ältere (die man versucht günstig zu bekommen) oder neue Spiele, welche ich bereits in einer Brettspielgruppe spielen konnte und gerade erst auf den Markt kamen. 2015 war das zB. mit Pandemie-Die Heilung so. Und Elysium auch.
Letzten Endes brachte die Liste aber kaum was, weil man ja gesehen hat, was es da noch alles für andere neue Spiele gibt. Seitdem gehe ich da auch anders vor.

Arnold
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Arnold » 12. September 2017, 13:37

Ich lese hier gerne mit. Wirft es mich doch in Anfänge der Spiel :shy:

Interessant zu lesen, wie sich die Aktivitäten vor und während der Messe im Laufe der Jahrzente entwickelt haben.

Schlendern ist der richtige Ausdruck in den frühen Jahren. Womit sollten wir auch vorab wissen, welche Spiele dort sein werden. Goodies o.ä. Geschenke, Minierweiterungen gab es noch gar nicht. Es war immer eine rießige Überraschung, was und wer da war. Ich erinnere mich an einen Stand von einem Herrn Klaus Zoch, der plötzlich mit Bauklötze in den 80er Jahren einen Stand hatte und den kleinen aber feinen Stand von Karin und Reinhold Wittig oder Jean du Poel, alles in Eigenregie mit "Miniverlag".

Später gab es am Ravenburger Stand ( ich glaube, der war immer der größte ) mit Klappe Auf :D von Ingolf Lück eine Einwegkamera zu gewinnen. ( übrigens: meine Frau hatte diese selbstverständlich gewonnen, hat sich also dahingehend nichts geändert :) ).

Verweilen, ja das haben wir mit den Kindern ausgiebig gekonnt. Es gab eine Halle mit Spielplatzgeräten oder kleine Stände, die einfach zum Verweilen einluden. Alles war total entspannt, es blieb sogar Zeit zum Windeln wechseln. Schrecklich das Jahr in Halle mit Nintendo und Donkey Kong :(

Heute 30 Jahre später: Ich muss zugeben ich bereite mich via Internet vor. Ich haste von Vorhaben zu Vorhaben. Schnell zu HiG, schnell die Promos von Quadropolis einhamsen, schnell eins der wenigen Ausgaben eines gewünschten Spieles ergattern, wenn nicht vorbestellt werden konnte.

Immer mehr Hallen erfordern immer weitere Wege. Schnell zur nächsten Halle, aber auf dem Weg werde ich aufgehalten. Was sehe ich da? Mein geplanter Sachverstand schaltet um in emotionalem Modus. Wie schön, wie interessant, habe ich ja gar nicht recherchiert. Erklären lassen, Bauchgefühl entscheidet und schwups mitgenommen.

Oh , es wird langsam dunkel draußen, vorbei, wieder nicht alles gesehen und bestimmt das eine und andere verpasst, aber ich habe euch, die mich bestimmt auf die eine oder andere Perle nochmal hier im Forum darauf hinweisen.

Fazit: Egal in welchem Jahrzent, ich liebe die Spiel und freue mich jedes Jahr wider auf ein Neues.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Florian-SpieLama » 12. September 2017, 13:43

Schön geschrieben Arnold und es freut mich mit welcher Freude du der Spiel entgegen fieberst. :)

Ich bin erst kurz dabei, aber auch mir macht die Messe viel Spaß und ist ein Highlight im Jahr.

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 12. September 2017, 15:19

Ach, die Spiel ist einfach das zweitwichtigste Fest im Jahr, gleich hinter Weihnachten. Warum nur zweitwichtigste?
Ganz einfach: Favoriten auf der Spiel aussuchen und zu Weihnachten sich wünschen, insofern nicht schon gekauft :D
Deshalb sucht man sich ja so viele Spiele raus, dass man noch Toleranzen hat :)

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ElPeludo
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon ElPeludo » 12. September 2017, 16:49

Ich war zwar das letzte Jahr zum ersten Mal auf der Spiel, aber ich habe mich auch vorbereitet und hatte eine Liste mit Spielen dabei, die mich interessierten, hatte auch einige Spiele vorbestellt. Mittags dann noch zum Mathtrade Treffpunkt und die Spiele aus der BGG Auktion verkaufen (das war tatsächlich stressig, aber auch irgendwie extrem witzig!). Morgens sind wir dann meist direkt zu einem Stand mit den "heißen Spielen" gegangen um eine Chance zu haben diese zu testen, oder zu kaufen (wobei ich mich nirgends wirklich angestellt habe, dafür war mir die Zeit zu schade). Ansonsten fand ich das super vorbereitet zu sein und auch der Rest unserer Gruppe (wir waren zu viert) fand das glaub ich nicht so schlecht, weil wir somit immer ein Ziel hatten. Meist haben wir das aber eingebaut und sind trotzdem durch die Hallen geschlendert, aber es entstand halt nicht die gruppentypische Wartezeit, weil keiner einen Plan hat, oder eine Entscheidung treffen mag. Frei nach: "Wo gehen wir jetzt hin? -Keine Ahnung, mir egal... - Ok, Stand XYZ, wir schauen uns Spiel XYZ an".
und ich seh das auch so: das Listen erstellen, Spiele durchwühlen vorher ist super und steigert die Vorfreude! :)

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 12. September 2017, 18:05

Ich glaube auch, so ein Quatsch wie bei der Gamescom wird es bei einer Spiel nie geben, dass man sich 5Std. und mehr für ein einziges Spiel anstellt, nur um es 10min. Oder wie lange (an)spielen zu können. Wenn ich auf der Spiel 15min. warte, bis die Gruppe fertig ist, dann ist das ok. Ich frage auch immer, ob die Gruppe noch etwas Zeit benötigt, oder ob sie bald fertig ist. Ansonsten frage ich an anderer Stelle oder ich komme später nochmal vorbei. Kam bei Pandemie Legacy 2015 sogar so, dass ich quer einsteigen durfte, weil jemand gegangen ist. Da wurde dann das nötigste kurz erklärt, das klassische Pandemie kennt man ja und so konnte man sich schnell einarbeiten. Letztes Jahr bei Great Western Trail ging es auch nur noch so, aber das könnte man vergessen, weil es Richtung Feierabend ging und mir nur kurz gesagt wurde, was ich wie machen kann. Da hatte ich leider nicht viel von, aber kleinen Einblick gab es immerhin.

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Dee
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Dee » 17. September 2017, 20:39

Ich glaube auch, so ein Quatsch wie bei der Gamescom wird es bei einer Spiel nie geben, dass man sich 5Std. und mehr für ein einziges Spiel anstellt, nur um es 10min. Oder wie lange (an)spielen zu können.
Nicht ganz das Gleiche, aber die Schlange bei FFG auf der Gencon war schon ähnlich lang. Da stand man sicher auch eine Stunde oder länger, nur um dann in deren Shop etwas kaufen zu können (was man danach vermutlich im Laden ebenfalls bekommt).

Aber ich stimme Dir zu. Ich bin auf der SPIEL, um zu spielen, nicht um zu warten. Wenn ein Spiel nicht frei ist, dann frage ich nach einem Termin (vor allem für Samstag eine sehr gute Lösung, weil man da eh keine Plätze irgendwo bekommt). Oder ich schau es mir nur an und gehe dann wieder. Ich bin bisher noch nicht daran gestorben, irgendein Spiel nicht spielen zu können. :)

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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 18. September 2017, 16:39

Dee hat geschrieben:
Aber ich stimme Dir zu. Ich bin auf der SPIEL, um zu spielen, nicht um zu warten. Wenn ein Spiel nicht frei ist, dann frage ich nach einem Termin (vor allem für Samstag eine sehr gute Lösung, weil man da eh keine Plätze irgendwo bekommt). Oder ich schau es mir nur an und gehe dann wieder. Ich bin bisher noch nicht daran gestorben, irgendein Spiel nicht spielen zu können. :)


Das lustige ist, letztes Jahr war es genau umgekehrt bei Seafall! Ich habe mit einem Erklärbär für das Spiel einen (unverbindlichen) Termin ausgemacht, aber ni9cht, weil es zu voll war, neine, weil sich niemand dafür finden ließ :)
Und selbst nach abgemachter Uhrzeit dauerte es noch, bis der Erklärbär einen Vorschlag machte, es nur grob kurz zu erklären, ohne das man es richtig anfängt zu spielen. Da im nachhinein jedoch dann doch mal ein paar leute dazustießen, erklärte er das Spiel richtig und wir spielten doch noch. Aber bis es soweit war, habe ich dann die anderen Dinge, dir mir wichtig waren solange vorgezogen. ich mache das also wie du. Terraforming mars wollte ich auch spielen, da gab es aber keine freien Plätze mehr, klar, bei so einem Hype...
Also nur kurz zugesehen, brachte aber auch nicht viel, da die Gruppe schon mitten im Spiel war, also dachte ich mir auch, irgendwann wird man es irgenwo sicher mal spielen. Inzwischen ist es mir sowieso gleichgültig, gibt mehr als genug anderes. Ich bin nicht mit einem bestimmten Spiel verheiratet, dass ich da Ewigkeiten für rumstehe. Und notfalls kommen wir wieder beim YT-Video an. Gefällt es mir da schon, dann kaufe ich es eben, egal ob vorher gespielt oder nicht. Geht dann leider nur nicht, wenn man sich unsicher ist aber im Zweifel lasse ich erstmal die Finger von.

Ricki
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Ricki » 18. September 2017, 19:59

Für mich ist der Essenbesuch Urlaub. Und Urlaub wäre es nicht, wenn ich mich da total stressen würde. Wir sind zwar jeden Tag auf der Messe, aber wir schlendern gemütlich und sind dann auch mal nur Vormittags oder nur Nachmittags da und ansonsten in der Innenstadt unterwegs.

Normalerweise informiere ich mich vorab schon über ein paar Highlights. Ich bin da aber eher der Familienspieler. Ich hab das Gefühl, da ist das eh alles etwas unkomplizierter/entspannter/mir fällt kein passendes Wort ein. Dieses Jahr ist es aber leider bisher nicht so. Bin beruflich so eingespannt, dass ich bis auf 2 oder 3 Sachen, die ich auch direkt über Facebook mitbekommen habe, gar nichts auf dem Schirm habe.

Ich neige aber auch oft zu Spontankäufen auf der Messe. Entweder, weil ich es günstig finde, weil ich es angespielt habe oder (leider viel zu oft!) weil mir das Artwork so gut gefällt. Der Grafikerfluch! :D

Leider leider sind aber auch immer noch unangespielte Spiele von 2016 (und von 2015 :/ ) im Schrank. Meistens liegt das aber daran, dass ich zu optimistisch kaufe. Wir spielen zu zweit. Wir machen zwar öfters mal einen Spieleabend, aber so oft dann auch nicht und dann spielen wir eh oft das Gleiche.

Wieder loswerden wollte ich aber nie etwas. Vielleicht bin ich da auch einfach nicht anspruchsvoll.

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Bona-SpieLama
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Re: Spiel 2017: Gemütlich schlendern oder unter Zeitdruck Spiele abholen?

Beitragvon Bona-SpieLama » 18. September 2017, 22:47

Das könnte ich z.B. gar nicht, 13€ Eintritt zahlen und dann nur wenige Stunden dort verbringen, dafür gibt es viel zu viel zu erleben, was man als Vielspieler gar nicht alles schafft. Das könnte ich nicht, mir eine Dauerkarte holen, die dementsprechend deutlich teurer ist, nur um dann praktisch einen oder zwei ganze Tage auf die kompletten Messetage zu verteilen und den Rest in einer Innenstadt zu verbringen, was ich auch sonst irgendwann immer wieder machen kann und kostenlos ist. Wenn ich mir für alle Tage Urlaub nehmen würde, woran ich evtl. auch schon mal dran gedacht habe, aber ich sehr gerne auch Zeit für Weihnachten und Sommerurlaub nutze, dann würde ich auf jeden Fall die Zeit voll ausnutzen. Ob nach Schnäppchen suchen, die vorher rausgesuchten "Must Have-Spiele" kaufen (welche es mit großer Wahrscheinlichkeit später nicht günstiger im Einzelhandel zu bekommen sind), oder überall zu schauen, wo man mitspielen kann, was einem interessiert.
in der Psychologie gibt es zwar keinen Unterschied zwischen positivem und negativem Stress (beide gleich gesundheitsschädlich), aber in dem Fall sehe ich das nicht als solchen Stress, sondern daraus mache ich ein Erlebnis und habe ein positives Gefühl, dass ich den tag voll genutzt habe und ich alles das mitgenommen habe, was ich mir notiert habe. Ob nur Eindrücke oder/und materiell, das ist egal. Und wenn ich dann dabei NOCH mehr eingesackt habe, als ich erhofft habe, wie zB. Geschenke allgemein, geschenkte Promos, verlasse ich brav genau zur Schließung und keine 5min vorher (es sei denn, ich habe wirklich genug und nichts lohnt sich mehr) erschöpt aber überglücklich die Messehallen. Da macht es mir auch nicht viel aus, müde zu sein, dass der Rücken leicht schmerzt (passiert nicht bei der Spiel, da man dort ja auch immer wieder mal sitzt, wo sich der Rücken entspannt, aber andere Messen) oder die Beine bzw. Füße vom vielen laufen weh tun (trifft ebenfalls eher weniger auf die Spiel zu).
Wenn man das Spielchen mit Verbrauchermessen schon einige jahre mitmacht, oder mitgemacht hat (2 versch. Motorradmessen und 2 verschiedene4 modellbahnmessen), dann ist man das gewohnt und entwickelt eine Art Tradition oder Ritual. Klingt alles übertrieben, ist es aber in Wahrheit nicht. Man macht einfach alles mit, weiß, was auf einen zu kommt, freut sich, weil es zum hobby gehört und das wars. Und dabei ist es völlig egal, für welches Hobby. Da ist der Tag von Eröffnung bis Ende verplant und dann schaut ma, was man so daraus macht.
Der einzige Unterschied zu anderen messen ist: Ich plane bei anderen messen nichts weiter, nur das, was ich unbedingt noch suche (Modellbahn) und sonst lasse ich mich da überraschen.

Was ich auch sehr interessant finde ist, dass man ältere unangerührte Spiele im Schrank hat, aber man immer das Gleiche spielt. Gut, jedem das seine, aber bei uns in den Gruppen sehen wir schon zu, dass wir alles, besoinders das neue spielen, dafür sind die Messen ja da. Und es macht Spaß, wenn man in der Gruppe neue Spiele spielt, die wer vorher au der Messe gekauft hat. Da muss dann erstmal das neue her. vorausgesetzt, die Sache mit dem Regelwerk lernen passt. Ob zusammen am Spieletag lernen, oder vorher, das ist egal. Kommt drauf an, wie viel Zeit man hat. In unserer Freitagsgruppe fangen wir um 16 uhr an und hören gegen 23 Uhr auf, da ist Zeit genug, sich nochmal intensiv mit dem Regelwerk zu beschäftigen, wenn das Spiel nicht ein 35-seitiges Regelheft ist (bei solchen muss man dann vorbereiten, klar)


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