Anzeige

Neulich gespielt (2018)

Anzeige
Benutzeravatar
lanzi
Brettspieler
Beiträge: 69

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon lanzi » 22. Januar 2018, 10:36

Am Wochenende kamen auf den Tisch

Les Poilus (2er-Partie): einige Partien, alle verloren - ist "trotzdem" ganz gut.

The lost expedition (2er, kooperativ): drei Partien, 1x geschafft - gefällt mir besser als das erstgenannte kooperative Spiel, bei meiner Frau ist es andersrum.

Heaven & Ale (2er) - weiterhin feines Spiel

in 4er-Partien:
Isel of Skye, Einfach genial, First Class, Orleans

Benutzeravatar
Riche
Kennerspieler
Beiträge: 347
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Riche » 22. Januar 2018, 10:49

lanzi hat geschrieben:
in 4er-Partien:
Isel of Skye, Einfach genial, First Class, Orleans


Da trainiert jemand eindeutig für Bietigheim :)
Das werden auch meine Spiele für die nächsten Mittwoch Abende sein

Benutzeravatar
LiannaMaelie
Kennerspieler
Beiträge: 191
Wohnort: Passau
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon LiannaMaelie » 22. Januar 2018, 11:54

Legacy of Dragonholt. Wir haben nur bis nach der Charaktererstellung geschafft. Aber hat Spaß gemacht (trotz der vielen Rollenspiel-Klischees) und uns in gute, alte Pen&Paper Zeiten zurückversetzt. ;) Bin ja gespannt, wie es sich letztendlich dann spielt.

Benutzeravatar
Dicebattle
Brettspieler
Beiträge: 59

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dicebattle » 22. Januar 2018, 11:57

Les Poilus mit Erweiterung:
Zu dritt.Zwei mal auf Einfach einmal auf Experte. Alle drei mal verloren, aber mich hat überrascht, dass der Schwierigkeitsgrad von Einfach zum Experten nicht so krass ist und wir haben bei keinem Spiel gedacht es wäre unmöglich das Spiel zu gewinnen.

Antike II:
Wow! Was für eine Überraschung, das Spiel spielt sich so einfach und flott und bietet dennoch reichlich Optionen zum nachdenken. Wir haben zu dritt gespielt und waren nur auf schnelle expansion aus ohne kämpfe, zum Ende des Spiels hat aber doch eine große Schlacht alles entschieden. Im moment find ich das Spiel besser als Polis und hole vielleicht noch Antike-Duellum.

Exploding Kittens:
Hatten zu 5, zu 4 und dann zu dritt viel Spaß, vor allem die Nichtschpieler. Für mich leider zu glückslastig und jedes Spiel läuft nach einem gleichem Schema ab. Karten sammeln, schwächsten angreifen und dann hoffen, dass du nicht der erste bist der ne explodierende Katze ziehst.

Robinson Crusoe:
Szenario 1 zu zweit, Koch und Zimmermann. Ganz knapp in der 10 Runde gewonnen. Hatten super viel pech beim Wetter würfeln, zwei mal hintereinander zwei Schneewolken, dazu noch einmal Tier stärke 3 und dann noch mal Essen verdirbt, haben also in der Runde 8 und 9 jeder von uns 6 Lebenspunkte verloren.

Benutzeravatar
Lorion42
Kennerspieler
Beiträge: 1476
Wohnort: Bielefeld

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lorion42 » 23. Januar 2018, 11:17

Endlich nachdem es jahrelang bei mir im Regal lag habe ich jetzt Keyflower gespielt! Und wow ist das ein schönes elegantes Spiel. Man hat viele Möglichkeiten, es ist sehr viel interaktiver als die meisten anderen Strategiespiele und die Regeln sind trotzdem sehr schnell erklärt. Man merkt auch gar nicht, dass es bereits über 5 Jahre alt ist. Die Grafik war damals schon ein wenig altbacken und auch der Grund, warum es so lange im Schrank lag, aber eigentlich ist sogar die ziemlich süß und detailverliebt. Wird auf jeden Fall nochmal gespielt. Dazu kommt, dass ich das Spiel mit 60:53:49:37:22 für mich entscheiden konnte! Grüne Meeples sei Dank! Ich frag mich ob sich hier die Erweiterungen lohnen...

Anzeige
Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 23. Januar 2018, 12:59

Ja, Keyflower ist ein tolles Spiel. Zu lange schon nicht mehr gespielt.

Bei uns gab es:
Port Royal - Das Abenteuer beginnt fertig gespielt. Woow, spannendes Ende, mehr soll nicht verraten werden. Es wurde einiges aufgeklärt aber wie es weitergeht ist auch noch offen. Da muss es unbedingt eine Fortsetzung geben! Würde mich reizen es solo nochmals zu testen. Man nimmt je nach Spielfortschritt andere Wege und da habe ich noch nicht alles gesehen.

Rajas of the Ganges war spielerisch auch sehr gut. Angenehme Spieldauer, wenig Downtime. Der Glücksanteil hielt sich im Rahmen. Vielleicht wenn man das Spiel sehr gut kennt, kommt es mehr auf die Würfel an. Aber in unserer Erstpartie fiel kein Ungleichgewicht auf.
Interessant war, dass es kein knappes Rennen war, sondern einen klaren Sieger gab. Das hat etwas Spannung rausgenommen. Aber sowas kann ja bei jedem Spiel passieren. Insgesamt für mich durchaus ein Highlight 2017.

Charterstone habe ich bisher auch als Highlight angeführt, muss aber jetzt meine Meinung revidieren. Macht nach wie vor zwar Spaß, aber es hat aus meiner Sicht ein grundsätzliches Problem: Man macht viel und alle Spieler machen ähnliches Sachen und somit auch ähnlich viel Punkte. Entscheidend sind die Draufgaben durch Karten und gute eigene Gebäude. Die nimmt man aber von Partie zu Partie mit, somit machen bei uns immer wieder die gleichen Leute das Spiel untereinander aus. Natürlich sollte jemand, der nie gewonnen hat auch nicht die Kampagne gewinnen. Aber der hat vielleicht deshalb nie gewonnen, weil er jede Partie mit den gleichen Gebäuden oder Karten spielen muss. Wenn ich mit Port Royal Abenteuer vergleiche, da ändert sich die Geschichte und das Deck von Partie zu Partie. Aber es ist nicht so, dass einer mit einem besseren Schiff anfangen würde, sondern alle haben die gleiche Chancen. Bei Pandemic Legacy macht man es sich als Gruppe je nach Entscheidungen schwerer oder leichter in den Folgepartien, aber eben als Gruppe. Insofern habe ich mittlerweile größere Bedenken bei Charterstone und freue mich gar nicht so unbedingt auf die nächste Partie. Wir werden es natürlich noch zu Ende bringen, aber diese Kritik habe ich schon mehrfach gelesen. Trotzdem defintiv kein schlechtes Spiel, immerhin 5-6 Partien hatten wir großen Spaß und jetzt wird es halt ein wenig mühsamer.

Benutzeravatar
Dee
Kennerspieler
Beiträge: 1076

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 24. Januar 2018, 14:26

@Lehni: Ja, Risiko Evolution hat das als kompetitives Legacy-Spiel besser gelöst mit Volkwahl und Startpunkt. Es war am Anfang sogar so, dass die Verlierer weniger Siegpunkte brauchten. Bei uns geht Charterstone noch relativ gleichmäßig unter allen Spielern auf, aber man sieht eine Tendenz.

Benutzeravatar
ErichZann
Kennerspieler
Beiträge: 1461
Wohnort: Münster
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 24. Januar 2018, 16:52

Raiders of the North Sea zu dritt mit der Hall of Heroes Erweiterung. Ich mag ja das Grundspiel sehr gerne, es ist eines meiner liebsten WP Spiele momentan, es geht leicht von der Hand, die Regeln sind schnell erklärt, Grafik und Material sind allererste Sahne, da stimmt einfach alles. Die Erweiterung bringt ein weiteres Gebäude (die Met Halle) ins Spiel über das ich offen ausliegende Wikinger rekrutieren kann, dort bekomme ich sogar noch Met und etwas Silber. Met kann man dazu benutzen die Stärke vor dem Würfeln zu erhöhen, das kann sehr nützlich sein wenn die Crew eher schwach ist, hat man einen Ort überfallen wird ein Quest darauf gelegt, die zweite Option in der Met Halle ist nun ein solchen Questplätchen zu nehmen, dazu muss ich aber die vorgesehene Stärke des Quests in Form von Handkarten abwerfen, die Quests geben am Ende Siegpunkte und einen Einmalbonus...man kann auch 3er Sets sammeln von gleichen Quests (es gibt 3 ver.) und bekommt ein Reputationsplätchen mit einem tollen Bonus und weiteren Siegpunkten. Die Erweiterung macht das, was mMn eine gute Erweiterung tun soll, sie gibt mir ein paar mehr Optionen und Strategien ohne das Spiel zu überfrachten, als nächstes Testen wir die Fields of Fame Erweiterung...ob man beide gleichzeitig spielen muss, muss ich auch noch testen...denke aber, dass es dann etwas zuviel des guten ist.
Nazi Punks Fuck Off!!

Benutzeravatar
Maery
Brettspieler
Beiträge: 83
Wohnort: Bocholt
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 27. Januar 2018, 17:31

Santa's Workshop

Spiele-Offensive
Leider schaffen wir momentan wegen beruflichem Stress keine wirklichen Spielerunden. Dennoch haben wir zumindest Santas Workshop einmal spielen können. Ja, die Zeit dafür ist eigentlich vorbei, aber wir wollten das Spiel haben, bevor es nachher noch ausverkauft ist.
Und ich muss sagen, es ist thematisch wirklich ausgezeichnet, das Design ist absolut genial und es ist ein klassisches Worker Placement, was aber relativ simpel ist. Da wir andere Schwergewichte haben, ist das super, denn so kann man das auch mit anderen spielen und es eignet sich für eine relativ kurze Runde. Und ganz ehrlich, das Spiel muss nicht auf die Weihnachtszeit passen, das geht thematisch auch sonst. Und erwähnenswert ist außerdem, dass direkt eine Erweiterung enthalten ist, die es nochmal strategischer macht. Ähnlich zu einer Smallword Erweiterung kann so pro Runde ein Event Aktionen erschweren oder belohnen.

Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 3. Februar 2018, 19:23

Tybor der Baumeister

Spiele-Offensive
Tybor der Baumeister zu siebt. Ganz genau, wir haben zu 7. mit 2 Exemplaren gespielt. Ich war skeptisch, aber ich wurde positiv überrascht. Sicher, wir haben mit 45 Minuten etwas länger als sonst gespielt, aber es hat ohne Probleme funktioniert. Ob jeder gleich oft Startspieler ist, weiß ich nicht. Aber so entscheidend ist das auch nicht. Gut gefallen hat mir, dass soviele Gebäude in der Mitte liegen. Es geht natürlich bei 7 Spieler schnell runter, aber von jeder Farebe liegen genug aus. Spielerisch habe ich mich auf meinen Geheimauftrag konzentriert und gute Bürger bekommen. Tolles Erlebnis.

Gaia Project zu viert. War wieder ein schönes Erlebnis. Diesmal konnte ich gleich Anfangs einen schönen Vorsprung aufbauen aber mir war bewußt, dass sich das völlig umdrehen kann. Und tatsächlich wurde es am Schluß noch ordentlich knapp. Ich hatte das Volk, das mit Geld diverse Sachen kaufen kann. Das habe ch auch gut nützen können und habe früh mit den grünen Würfelchen Aktionen ausgeführt, die mit Punkte brachten. Die Völker sind eben so unterschiedliche, es bleibt am Schluß immer das Gefühl zurück, dass weniger das gute oder schlechte Spielen als das Volk entscheidend ist, wie man abschneidet. Ich hatte sowohl diese als auch letzte Partie das Gefühl mein Volk gut auszunützen. Und trotzdem wurde ich einmal 1. und einmal 4. Aber solange der Spielspaß passt.

Anzeige
Benutzeravatar
lanzi
Brettspieler
Beiträge: 69

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon lanzi » 4. Februar 2018, 14:20

Letztes Wochenende jeweils zu viert, jeweils meine ersten Partien:
Aquire - altes, heute noch schönes Spiel
Mein Traumhaus - einfach, schnell, gut
Caylus Magna Carta - schöne kleine Variante des großen Bruders

Am Donnerstag
2x Azul (zu dritt, zu viert): Meine ersten Partien, ja, sehr schönes Spiel
1x Clans of Caledonia (zu dritt): erste Partie, feiner Eindruck...werde es aber erst wieder spielen, wenn ich mit meiner bestellten Gleitsichtbrille zurechtkomme.

Am Freitag
1x The Lost Expedition - kooperativ zu zweit (gewonnen)
2x Les Poilus - zu zweit beide Partien verloren (1x hauchdünn)

Benutzeravatar
Emirio
Kennerspieler
Beiträge: 351
Wohnort: Pforzheim, Enzkreis
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Emirio » 4. Februar 2018, 17:02

Hab auch mal wieder gespielt...

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 1: Schiffbrüchig
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Forscher mit Freitag und Hund)
gewonnen: ja (43 Punkte)
-> 1/1 Versuch

Der thematische Anfang im Spiel "Robinson Crusoe" ist im Grunde immer derselbe: Du/ihr seid Schiffbrüchige und habt es mit Müh' und Not an Land einer kleinen Insel geschafft.
Nun ändert sich aber mit jedem der verschiedenen Szenarios das Setting und das Spiel spielt sich recht unterschiedlich.
In diesem Szenario ist man alleine auf der Insel und man versucht einfach nur genug Ressourcen (Nahrung zum überleben und Holz für das große Feuer) zu sammeln und einfach durchzuhalten. Das Szenario ist als Einstieg gedacht und jedem zu empfehlen, der das Spiel vorher noch nie gespielt hat.
Um die Ressourcen zu sammeln muss man nämlich erst einmal die Insel erkunden um neue Felder zu entdecken auf denen man Ressourcen einsammeln kann, aber auch um bestimmte Gegenstände freizuschalten, die man erst dann "bauen" kann (für ein Feuer braucht man Feuersteine aus den Bergen, für ein Seil Hanf aus einer Graslandschaft...). Erst einmal gebaut verhelfen diese Gegenstände einem im Spiel so manche Sache. Am Ende einer jeden Runde müssen alle Charaktere ernährt werden und sie erleiden Wunden, wenn kein Unterschlupft gebaut ist oder es regnet und die Dachstärke ist zu gering oder wilde Tiere greifen an und die Palisaden sind noch nicht aufgestellt...
All diese Ereignisse werden von einem Ereigniskartenstapel aufgedeckt und treten mitunter unerwartet ein. Dabei erzählt das Spiel auch kleinere Geschichten. Wenn man Ressourcen sammelt, Gegenstände herstellt oder neue Landschaften erforscht kann es immer wieder vorkommen, dass man eine Karte ziehen muss. Auf dieser steht dann beispielsweise, dass sich der Charakter aufgeschürft hat, was man mit einem Marker auf diesem Charakter anzeigt, und die Karte wird danach in das Ereignisdeck gemischt... Viel später im Spiel taucht diese Karte wieder auf und der Text wird fortgesetzt, die Wunde des Charakters fängt nun nämlich an zu Eidern. Wenn man jetzt kein Heilkraut hat, passieren schlimme Dinge.
Der Arbeiter-Einsatz Mechanismus des Spiels funktioniert anders als normal. Mit 2 Aktionssteinen kann man die Aktion sicher durchführen, aber meistens hat man keine Wahl, denn man braucht 2 Dinge in der Runde zugleich und muss sich aufteilen. In dieser "Hektik" kann man sich Wunden zuziehen oder Ereignisse finden statt (s.o.).
Der Schwierigkeitsgrad nimmt ebenfalls von Runde zu Runde zu, indem thematisch das Wetter schlechter wird und der Winter immer näher rückt.
Insgesamt ein sehr schönes Spiel und ein sehr einfaches Szenario. Für Einsteiger ins Spiel super geeignet, gibt aber schönere Szenarien als dieses.

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 2: Die verfluchte Insel
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Zimmermann und Koch mit Freitag)
gewonnen: ja (28 Punkte)
-> 1/1 Versuch

Im zweiten Szenario stellen die Charaktere fest, dass ihre Insel verflucht ist. Um diesen Fluch zu lösen müssen Kreuze auf verschiedenen Inselfeldern gebaut werden
Hier muss man sich schon mehr auf Erforschen und auf das Bauen konzentrieren, zudem braucht man ebenfalls viel Holz um die Kreuze herzustellen, zusätzlich zu dem, was man für sein Täglich Hab und Gut sowieso braucht. Hier tauchen auch erstmals die Tempel auf, die man ebenfalls erforschen kann. Darin lauern allerdingt Monster und Fallen, aber auch sehr lukrative Schätze, wenn man denn genug Glück hat.
Dieses Szenario hat mir nicht ganz so gut gefallen wie das erste. Vom Schwierigkeitsgrad her ist es aber schon schwerer geworden.

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 3: Jenny braucht Hilfe!
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Forscher (Raubein) und Soldat (Pessimist) mit Freitag)
gewonnen: ja (11 Punkte)
-> 1/2 Versuchen

In diesem Szenario hat es thematisch nicht jeder von unserer Crew auf die Insel geschafft. Jenny (nicht-spieler) ist auf Hoher See auf einer Klippe.
Unsere Aufgabe hier ist es ein Floss zu bauen und damit Jenny zu retten, bevor diese Verhungert, gleichzeitig sind aber auch alle anderen Aufgaben zu bewältigen wie Unterschlupf, Dach und Palisaden zu bauen, sowie sich um Nahrung und Materialbeschaffung zu kümmern. Ist Jenny erstmal gerettet, dann heißt es ein Rettungsboot zu bauen, wofür man ein Seil, ein Messer, 6 Holz und 4 Felle braucht! Das ist nicht wenig und Fälle gibt’s meist nur von Tieren die man jagen muss. Die machen einem aber AUA, wenn man nicht die Waffen gebaut hat, aber was soll man denn noch alles tun????
Das Szenario hat mir wieder viel Spaß gemacht. Ich konnte so richtig in die Geschichte eintauchen und mitfühlen wie es Jenny ergeht dort draußen. Panik macht sich breit... schnell schnell das Floss zusammenfrickeln um die Dame zu holen... öhm, wer kümmert sich eigentlich ums Essen? Warum liegt hier Stroh rum und warum muss ich den Gorilla erledigen?

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 4: Vulkaninsel
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Forscher und Missionar mit Freitag)
gewonnen: ja (34 Punkte)
-> 1/2 Versuchen

Bei diesem Szenario sind wir Schatzjäger und wollten auf die Insel, dass dabei unser Boot kaputt geht war nicht so geplant.
Naja, egal. Es steht ein Vulkanausbruch bevor und wir wollen die Tempel, die auf der Insel verstreut sind finden, erforschen und mit so vielen Schätzen wie möglich fliehen. Dabei werden ab einer bestimmten Runde Inselteile von der Lava zerstört. Wir müssen das ganze also sehr schnell erledigen. Wenn da nicht die ganzen Fallen und Monster wären, dann auch noch das miese Wetter und der ständige Hunger.
Ja thematisch passend, aber gefallen hat es mir nicht. Man ist jeder Runde hinterher sein Lager auf neue Inselteile zu verlegen, wenn das 2 mal nicht klappen sollte, weil die Erforschung neuer Inselteile fehlschlägt hat man schon verloren. Im Grunde passiert auch jedes Mal dasselbe: Man muss neue Inselfelder erkunden, hofft auf Tempel, muss diese erkunden und dann noch das Lager nachziehen. Drumrum noch für Nahrung und Ressourcen fürs neue Rettungsboot sorgen und das war’s.
Für mich war’s eher langweilig. aber von der Schwierigkeit her ein Brocken.

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 5: Insel der Kannibalen
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Zimmermann und Soldat mit Freitag und Jagdhund)
gewonnen: ja (43 Punkte)
-> 1/2 Versuchen

Wow, das Szenario hats in sich. Wir sind nicht nur Schiffbrüchige, die sich um alles Mögliche kümmern müssen, nein, auf der Gott verlassenen Insel treiben sich auch noch Kannibalen herum, die uns immer und immer wieder angreifen.
Wir müssen so schnell wie möglich die Kannibalendörfer finden (Erkundung neuer Inselfelder) und diese dann zerstören (mit Waffen, die wir uns erst noch bauen müssen, is klar!). Ziel ist es zur Stadt der Kannibalen auf der anderen Seite der Insel zu kommen und diese erfolgreich anzugreifen. Die Stadt wird im Laufe des Spiels immer schwächer, und zwar immer dann, wenn man eines der Dörfer vernichtet. So zieht man umher auf der Suche nach den Dörfern, baut sich parallel Waffen und das obligatorische Lager und der Ernährung halt. Dabei sollte man darauf achten nicht zu viele Inselfelder gleichzeitig aufzudecken, denn dann werden die Angriffe der Kannibalen stärker.
Hier muss man ein gesundes Mittelmaß finden zwischen Erkunden, Waffen, Gegenstände und Lager ausbauen, Ernährung ranschaffen... eigentlich von allem nur das absolut Nötigste, weil mehr Aktionssteine gibt es nicht.
Das Szenario habe ich nur mit einem zusätzlichen Charakter (dem Jagdhund) geschafft, der ein weiterer Aktionsstein (aber nur für Jagdaktionen) darstellt. Ohne diesen wird es noch eine ganze Spur härter.
Für mich bisher das stärkste Szenario, das mir am meisten Spaßgemacht hat.

Robinson Crusoe - Abenteuer auf der verfluchten Insel Grundspiel Szenario 6: Familie Robinson
Mitspieler: Alleine (Charaktere: Zimmermann und Forscherin mit Freitag und Hund)
gewonnen: nein (48 Punkte)
-> 0/1 Versuch

In diesem Szenario sind wir wiedermal auf einer Insel gestrandet. Dieses Mal ist uns aber klar, dass wir keine Hoffnung auf Rettung geben sollten, sondern lieber auf der Insel eine Familie gründen und den Rest unserer Tage dort verbringen.
Dieses Szenario kann man nun wieder sehr thematisch spielen, so wie ich es getan habe ;)
Im ersten Jahr haben wir unser Rettungsboot ausgeschlachtet um das Holz wiederzuverwenden. Ebenfalls haben wir uns am Unterschlupf versucht, allerdings sind wir daran gescheitert. Und beim Erforschen haben wir ein ausgetrocknetes Flussbett gefunden.
Im zweiten Jahr streifte ein Jaguar ums Lager. Wir haben einen Unterschlupf gebaut und dabei festgestellt, dass das Lager viel zu klein sein wird um unser ganzes Hab und Gut darin unter zu bringen. Gut, Problem von morgen... Zudem haben wir ein Seil gebaut und festgestellt, dass wir mehr und bessere Waffen benötigen. Eine weitere Wiese wurde erkundet und das Lager dorthin verlagert.
Im dritten Jahr machte uns ein Unwetter das Leben schwer. Wir haben die Schaufel gebaut um im nächsten Jahr der Überschwemmung Herr zu werden. Gleichzeitig hat der Zimmermann seine Falle aufgestellt um dem zunehmenden Hunger Herr zu werden. Freitag hat eine neue Landschaft entdeckt, die Berge im Norden. Dort hat er alte Seile gefunden, die wir genutzt haben um ein neues Dach auszustrecken.
Im vierten Jahr hat sich Mutlosigkeit breit gemacht und die Moral sank. Wir haben das Wasser der Überflutung mit Hilfe der Schaufel umgeleitet, ein Gehege gebaut, und noch mehr Berge erforscht.
Im fünften Jahr kam starker Wind auf, was die Herstellung weiterer Gegenstände schwer gemacht. Wir haben aber neuen Mut geschöpft, die Karte gebaut, aber am Messer gescheitert. Endlich haben wir das Leger aufgeräumt, was die Gruppenmoral wieder steigen ließ und es fing an zu schneien.
Im sechsten Jahr sind dicke Hecken um unser Lager gewachsen, was dieses befestigte, ein Rudel Wildhunde hatte sich über unsere Nahrungsquelle hergemacht und musste vertrieben werden, ansonsten haben wir uns das restliche Jahr ausgeruht und Wunden geleckt.
Im siebten Jahr hat sich Frost angekündigt. So haben wir einen Keller, ein Bett und das Messer gebaut. Mit großen Blättern konnten wir den monsunartigen Regenfall überstehen. Unser erstes Kind wurde geboren, was bedeutet, dass wir noch mehr zu Essen heranschaffen müssen!
Im Jahr Acht haben wir das Leger beheizt, den Bogen gebaut um aufgrund des Nahrungsmangels endlich jagen gehen zu können. Wir haben uns im Bett ausgeruht und die Forscherin hielt eine Moralpredigt (Eine Gute, die Moral stieg).
Im neunten Jahr machte sich eine Winterdepression breit und wir haben ein paar Böcke gejagt (FLEISCH!). Es wurden wieder Berge erforscht und beide Charaktere haben sich im Bett ausgeruht... Das zweite Kind wurde geboren.
Im zehnten Jahr ist ein weiteres gefräßiges Rudel aufgetaucht, das wir wieder verjagt haben. Zum Essen gab es Puma, der uns schwer zugesetzt hat, dadurch dass wir kein Heilmittel hatten. Wir haben uns einen Sack gebaut und Holz gesammelt.
Im vorletzten elften Jahr haben wir einen Tierangriff abgewehrt und erschöpfende Nächte gehabt. Wir haben nicht gejagt, aber gemeinsam das Feuer gebaut und Hügel gefunden und mit dem Sack auf Nahrungssammeln gegangen. Alle 3 Kinder wurden ernährt...
Im Jahre Zwölf hatten wir schlaflose Nächte, weil wir noch so viele Gegenstände bauen mussten: Trommeln, Schleuder, Feuerstelle, Heilmittel, Zaun und Garten wurden fertig gestellt.
Leider konnten wir am Ende nur zwei Kinder ernähren. Das dritte ist verhungert und beide Eltern ebenso.
Das Szenario hat mir wiedermal viel Spaß gemacht, allerdings dauert es durch die 12 Runden sehr lange. Die Siegbedingung alle 9 zufällig gezogenen Gegenstände zu bauen ist auch sehr schwer und etwas unthematisch, da am Ende Trommeln gebaut werden müssen... Warum? Zum Überleben unbedingt nötig?

Aus den Szenarien des Grundspiels gefallen mir vor allem "Jenny braucht Hilfe!", sowie "Insel der Kannibalen" und "Familie Robinson".
Wobei mir das letzte zu lange dauert und ich es auch nur einmal gespielt habe.

Grimoria - Die Magie des Buches
Mitspieler: 5 Spieler
Rang: Letzter

In Grimoria sind wir Hexen und Zauberer in Ausbildung ala Harry Potter.
In jeder Runde wählen die Spieler gleichzeitig einen verfügbaren Zauberspruch aus ihrem Zauberbuch aus und legen in die Seite ein Lesezeichen ein. Sobald alle fertig sind, markieren alle Spieler ihre Wahl auf dem Brett, dadurch wird die Spielerreihenfolge bestimmt. Spieler die Zauber gewählt haben, die sonst kein andere gewählt hat, kommen vor denen, die mehrere Spieler gewählt haben zum Zug. Durch die Zaubersprüche erhält man Geld, mehr Karten, greift Gegner an, wehrt Zauber ab, usw.
Jede Runde erhält jeder Spieler eine Karte aus der Auslage, die neue Fähigkeiten verleihen oder einfach nur Punkte einbringen. Jede Runde erhalten alle Spieler außerdem einen neuen verfügbaren Spruch, wobei alle den gleichen Pool an Sprüchen haben.
Mir gefällt das Spiel ziemlich gut. Die Auswahl der Zauber hätte man auch mit einer verdeckten Karte aus der Hand machen können, aber durch dieses Wertige "Zauberbuch" fühlt es sich tatsächlich "cooler" an. Ich wollte mich auf Schwarzmagie spezialisieren, aber die wurde immer mal wieder geblockt und ich wurde durch Angriffszauber ausgeraubt, so dass ich am Ende als Letzter dastand. Dennoch spiele ich es gerne wieder.

Dixit Grundspiel
Mitspieler: 5 Spieler
Rang: 4. Platz

Ein wunderschönes Spiel. Dieses Mal hat es nicht so gut geklappt, aber beim nächsten Mal wird’s bestimmt wieder!

Krazy Wordz - Das ultra-witzige WortErfindeUndErrate-Spiel
Mitspieler: 5 Spieler
Rang: 1. Platz (21 Punkte)

Jeder Spieler erhält am Anfang jeder Runde eine Karte, auf dem ein Begriff geschrieben steht (z.B.: Ein chinesisches Wort für Fahrrad). Außerdem erhält jeder Spieler zufällig 3 Vokale und 6 Konsonanten. Aus diesen Buchstaben muss nun ein Wort erfunden werden, das den Begriff möglichst gut trifft, denn in der zweiten Spielhälfte werden alle Begriffe der Spieler gemischt und in der Tischmitte ausgelegt. Alle Spieler müssen nun tippen, welcher Begriff zu welcher Karte gehören konnte. Man erhält Punkte für jede richtige Zuordnung, sowie für jeden richtigen Tipp von den Mitspielern von meinem Begriff. Wichtig dabei ist, dass keine existierenden Wörter gelegt werden dürfen. Um beim Beispiel von oben zu bleiben hat der Spieler das Wort "Xu" gelegt und alle anderen Spieler hatten sofort die Zuordnung gefunden.
Ein geniales Spiel. Ich finde es vor allem faszinierend, dass man "völlig" zufällig generierte Wörter so gut Begriffen zuordnen kann. Wie müssen Menschen ticken, dass man 5 Phantasiewörter den richtigen Begriffen zuordnen kann...

Festung 13 Partien (kompletter Stapel)
Mitspieler: 4 Spieler

Festung ist das dritte Spiel aus der neuen Fabelsaft-Mechanismus-Reihe vom Autor und Verlagsinhaber Friedemann Friese.
Hier geht es darum mit Kartenwerten Festungen anzugreifen und diese einzunehmen, dabei werden dann die angreifenden Karten zu Verteidigern und ein anderer Spieler, der diese Festung einnehmen will muss höhere Karten spielen. Dabei werden die Informationen wie stark der Angriff ist, bzw. wie stark die Befestigung ist geheim (verdeckt) gehalten und nur die beiden involvierten Spieler kennen die Werte ihrer Karten. Insgesamt eine sehr gute Idee, aber hat mich dann doch nicht überzeugt.
Das Spiel ist meiner Meinung nach das schwächste Spiel der Drei, allerdings empfand ich alle drei als nicht so sehr herausragend.

Colt Express - Gold am Ende der Bahn mit 1. Erweiterung: Postkutsche und Pferde
Mitspieler: Alleine (Testrunde)

Colt Express hat einen cleveren Programmiermechanismus, der allerdings auch mit Glück und "Ich-denke-was-du-denkst" verbunden ist.
Im Grund gibt es im Spiel 2 Phasen pro Runde. In der ersten spielen alle Spieler der Reihe nach Karten auf einen gemeinsamen Stapel und in der zweiten wird diese Programmierung dann Karte für Karte durchgeführt. Die Karten werden dabei offen, verdeckt, gleichzeitig, etc. ausgespielt, je nachdem was das aktuelle Ereignis gerade fordert. So kann man sich in manchen Runden besser auf das vorbereiten, was die anderen Spieler so tun, in anderen Runden eher schlechter.
In der zweiten Phase hat man dann doch nochmal die Chance seine vorherige Programmierung zu brechen, denn man hat sich nur auf die Art festgelegt, nicht das genaue "WIE". Programmiere ich Beispielsweise ein "Laufen" oder "Schießen", kann ich in der Ausführung entscheiden wohin ich laufe oder auf wen ich schieße, etc.
Während dem Spiel versucht man Beutestücke einzusammeln, die am Ende Siegpunkte bringen. Derjenige, der am meisten Patronen verballern konnte erhält auch nochmal zusätzliche SP.
Die 1. Erweiterung bringt nun noch eine Postkutsche mit ins Spiel, bei deren betreten man sich eine Geisel aussuchen kann, die einen das restliche Spiel begleitet. Diese Geisel bringt Nachteile mit sich (Faustschlag kann nicht mehr ausgeführt werden, Jede Runde einen neutralen Schaden, etc.), bringt aber am Ende nochmal ordentlich Geld (SP) in die Kasse. Zusätzlich fährt die Kutsche parallel zum Zug und man kann von ihr zum Zug und auch zurück springen.
Das zweite Modul der Erweiterung sind die Pferde. Es gibt jetzt keinen random-Mechanismus der Startposition jedes Spielers, sondern jeder entscheidet individuell aus welchem Waggon er startet. Die Pferde haben zudem noch eine Aktionsmöglichkeit während dem Spiel, so dass man mit ihnen schnell mal ein paar Waggons überspringen kann, vorausgesetzt an meiner Startposition galoppiert ein solches Tier, zum richtigen Zeitpunkt!
Ich finde die Erweiterung sehr gelungen und macht das Grundspiel deutlich besser.

Colt Express - Gold am Ende der Bahn mit 2. Erweiterung: Marshall und Gefangene
Mitspieler: Alleine (Testrunde)

Die zweite Erweiterung lässt einen Spieler zum Marshall werden, der im Grundspiel lediglich durch jeden Spieler mit Aktionskarten gesteuert werden konnte. Der Marshall-Spieler erhält jede Runde eine von 5 Aufgaben, die er bis zum Spielende erfüllt haben muss (nicht mehr als 2 Treffer pro Gegner, mindestens einen Postsack in Sicherheit gebracht, ein Pistolenmagazin leer geschossen, etc.). Wenn er 4 dieser Aufgaben erfüllt, hat der Marshall gewonnen, wenn nicht der reichste Bandit.
Der Marshall spielt sich leicht anders als die anderen Charaktere. Seine Aufgaben sind schwer zu erfüllen, dafür erhält er ab und an Doppelzüge und kann Banditen in das Gefängnis stecken. Die Banditen hingegen erhalten ebenfalls neue Möglichkeiten. So können sie beispielsweise einen Freund aus dem Gefängniswaggon befreien und erhalten bessere Zusatzfähigkeiten. Die Banditen-Spieler müssen auch "kooperativ" gegen den Marshall spielen, am Ende versucht dennoch jeder einzelne mit mehr Geld als die anderen dazustehen.
Diese Erweiterung ist einfach klasse, noch besser als die Erste.
Der Marshall wird ein viel größerer Gegner und die Banditen bekommen das Gefühl wirklich von dem verfolgt zu werden. Sie müssen sich gemeinsam wehren und trotzdem noch ihre eigenen Ziele verfolgen...
Bin mal gespannt, wie sich das Komplettspiel spielt, mit Kutsche, Pferde, Marshall-Spieler und Gefangenentransport. Könnte mir vorstellen, dass die Ausweichmöglichkeiten etwas zu viel werden, könnte aber auch genau richtig sein um den Banditen etwas mehr Chancen zu geben.
Den Zeitreisewagen muss ich auch noch ausprobieren, soll eine dieser guten Promoartikel sein und kein unbalanzierter Krust!!

Flash Point - Fire Rescue mit Erweiterung: Tragic Events, Schwierigkeit: Veteran
Mitspieler: Alleine (3 Charaktere: Alleskönner, Wärmebildkamera -> Maschinist, Einsatzleiter)
verloren: Haus eingestürzt.
4 Gerettete, 4 Gefahrstoffe, 2 Nieten

Das Feuerdeck und die Tragischen Ereignisse ersetzen die Brandherd-Mechanik aus dem Grundspiel.
Am Ende jeder Runde zieht der Spieler eine Karte aus dem Feuerdeck. Am Anfang des Spiels besteht dieser aus einer Vielzahl an einfachen "Das Feuer ausbreiten" Karten und einer Karte, die das Feuer zweimal ausbreitet, eine Event Karte ziehen lässt und den Ablagestapel zusammen mit einer weiteren Feuerverstärkungskarte wieder ins Deck mischt.
Das Spiel wurde dadurch gefühlt viel schwerer. Immer im unpassenden Zeitpunkt kamen doppelte Feuerausbreitungen, krasse Events (die aber auch positiv sein können). Mir hat diese Brandherdmechanik nie so wirklich gut gefallen, weil es zu Glücks lästig war. Von dieser Erweiterung habe ich mir viel versprochen, allerdings spielt auch hier der Zufall ganz groß mit, denn es kann vorkommen, dass die eine superböse Karte 3 Runden lang jeweils ganz oben im Deck vorkommt. Dadurch breitet sich das Feuer sehr schnell aus. Durch die meist positiven Events und die zusätzlichen Aktionspunkte die man bei der bösen Karte erhält wird das etwas abgemildert, aber der Zufall bleibt. Durch Event Karten kann man z.B. die Aktion Mannschaft auswechseln frei außerhalb der Runde ausführen, der Spieler am Zug erhält freie Aktionen zum Feuer löschen, aber auch, dass ein Windzug alle Türen und Fenster des Gebäudes zuschlägt und man dadurch wieder Aktionen zum Öffnen braucht.
Insgesamt gefällt mir diese Erweiterung sehr gut. Die neuen Charaktere habe ich noch nicht ausprobiert, kommt aber noch. Das Event-Deck finde ich super, funktioniert allerdings nur mit dem Feuerdeck zusammen, das ich noch weiter in Augenschein nehmen muss.


Sorry für den langen Post, ich hab’s einfach aus unserem internen Spielegruppe-Forum heraus editiert, kopiert und gepostet. Hoffe ihr hattet Spaß beim lesen ;)

Benutzeravatar
Arnold
Kennerspieler
Beiträge: 703

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Arnold » 6. Februar 2018, 09:17

In den letzten vier Wochen waren wir dauerhaft unterwegs. Wir waren in Andor.

Bonusbox und Die letzte Hoffnung. Zu zweit nehmen wir immer Kheera als Dritte mit.

Gestern zum ersten Mal Andor verlassen und mit Imhotep begonnen. Mit der Erweiterung gefällt uns Imhotep richtig gut. Sehr interessante Baupläne, die auch einen großen Ärgerfaktor mit sich bringen. Toll.

Benutzeravatar
Winston
Kennerspieler
Beiträge: 462

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Winston » 7. Februar 2018, 10:34

Maery hat geschrieben:
Maery hat geschrieben:Cyclades:
Sehr schönes Spiel mit schönem Artwork und coolem Spielprinzip. Mir fehlt nur noch mehr Variation bei den Göttern, aber das kriege ich ja durch Erweiterungen hin.


Erste Partie war ich ja noch begeistert. Hat sich dann doch leider von Partie zu Partie (auch mit mehr Mitspielern als zwei) gelegt. Inzwischen fühlen wir uns in dem Spiel einfach nur noch gespielt und teilweise chancenlos.
Bei anderen Spielen hat man bei Niederlagen kein mieses Gefühl und will es mit neuen Strategien erneut versuchen, aber hier weiß ich zwar woran eine Niederlage lag, hätte aber dennoch nichts anderes machen können.
Macht uns wirklich keinen Spaß mehr und das ist bei dem Artwork einfach nur schade.


Schade ... Ich finde das Spiel sehr gut. Bei uns war noch nie jemand chancenlos. Meistens ists am Ende so, dass mehrere Spieler theoretisch im selben Zug fertig werden könenn. Dann diskutieren wir eine ganze Weile herum, wer was machen sollte um den Sieg von xy zu verhindern. Möglichst von einem selbst ablenken heißt es dann ;)
Die großen Boxen braucht man meiner Meinung nach nicht. Zumindest nicht, wenn man es nicht oft spielt. Wir spielens im Jahr nur Pi x Daumen 5 Mal...da ist das unnötig. Was von Anfang an echt gut ist, ist die kleine Monuments Erweiterung. Ich finde, sie beschleunigt das Spiel und gibt einem mehr worauf man am Anfang arbeiten kann. Es gibt nur wenige zusätzliche Regeln und die Fähigkeiten sind ganz lustig...ganz abgesehen davon, dass die Gebäude toll aussehen :)

Letztes Wochenende haben wir
6nimmt, Wizard, Citadels und Majesty gespielt. Für ein paar waren neue Sachen dabei. Sind alle gut angekommen.

Benutzeravatar
zuspieler
Administrator
Beiträge: 6372
Wohnort: Wiesbaden
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon zuspieler » 11. Februar 2018, 21:04

Ich habe neulich unter anderem The Mind gespielt. Bei dem kooperativen Spiel müssen die Spieler Zahlenkarten in aufsteigender Reihenfolge ablegen ohne dabei miteinander zu sprechen. Zu zweit muss man dabei zwölf Level überstehen. Im ersten Level bekommt jeder Spieler eine Zahlenkarte, im zweiten Level zwei Zahlenkarten, im dritten Level drei Zahlenkarten und so weiter.

Die ersten drei Runden sind wir nicht über die ersten Level hinausgekommen, aber dann haben wir es bis in den elften Level geschafft. Mein Zweitspieleindruck: Ein faszinierendes Spiel, das eine ganz eigene Atmosphäre am Spieltisch schafft. Sehr gerne wieder.

Anzeige
Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 11. Februar 2018, 23:06

Great Western Trail zu dritt. Diesmal eher auf Cowboys gespielt. Ein lästiges Gebäude von einem Mitspieler gab es gleich am Start, aber davor konnte man glücklicherweise Personen einstellen und somit war das Geld oft weg. Deshalb hat dann aber auch Geldknappheit geherrscht. Spannende Partie.

Concordia Für mich genauso wie Great Western Trail immer wieder ein Genuss. Normalerweise tue ich mir bei dem Spiel schwer. Es läuft gut, aber zum Sieg reicht es nicht. Diesmal aber als Startspieler einen fatastischen Start gehabt, beide Siedlungen in der gleichen Region, gut produzieren können. Was ich auch zum ersten mal gemacht habe: Eher früh ein paar Karten gekauft. Lag wohl daran, dass ich einige Waren hatte. Zum Schluß dann viele Siedlungen am Plan und auch bei den Karten gut unterwegs.

Merlin haben vielleicht einige hier noch nicht gespielt, deshalb kurz: Man würfelt mit 4 Würfel: 3 Würfel seiner Farbe + 1 weißer. Mit den eigenen Würfel zieht man seine eigene Figur um Uhrzeigersinn weiter und macht das Feld, auf dem man landet. Mit dem weißen zieht man mit dem Merlin - diesmal aber in beide Richtungen. Wer dran kommt nimmt 1 Würfel und zieht und macht die Aktion. Das machen wir 4 Runden reihum, dann wird wieder gewürfelt. Nach 6 Durchgängen ist das Spiel aus.
Die Überlegungen sind somit: Ich habe z.B. 1,3,5 in meiner Farbe gewürfelt. Ich lande sicher auf dem 9. Feld. Dazwischen kann ich aber zuer 1, dann 3 spielen. Oder 1 und dann 5, oder 5 und dann 1 oder 3 usw.
Ihr seht worauf es hinausläuft: Ich such mir zusammen welche 3 Aktionen mir am liebsten sind aus einer größeren Menge an Aktionskombinatonen. Das Spiel spielt sich so wie es sich liest: Abstrakt und verkopft welche Aktionen den jetzt am besten wären.
Uns hat das Spiel nicht so toll gefallen. Ist sicher kein schlechter Feld aber sagen wir so: Ich freue mich wieder auf einen Feld bei alea, das sind dann schon eher meine Favoriten.

Benutzeravatar
ErichZann
Kennerspieler
Beiträge: 1461
Wohnort: Münster
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 11. Februar 2018, 23:38

Masmorra zu dritt...mir hat es trotz ein, zwei kleiner Regelfehler gefallen, die Idee der Monsterwürfel finde ich super da es zu viel Abwechslung führt. Wir haben das epische Spiel gespielt, leider fand ich etwas zu lange für das was es ist, das normale Spiel dagegen ist viel zu kurz mMn. Bleibt auf jeden Fall erst einmal in der Sammlung (habe ja auch alle Figuren bemalt), denke ist sicher auch zu zweit sehr spassig und dann evtl. auch episch etwas kürzer.
Nazi Punks Fuck Off!!

Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 18. Februar 2018, 23:19

The Mind: Jeder bekommt Karten. Dann muss man die in aufsteigender Reihenfolge spielen ohne miteinander zu kommunizieren. Es geht rein um die Länge der Pause. Wenn ich also beispielsweise die 1 habe, spiele ich sofort. Habe ich die 3, spiele ich auch ganz schnell. Habe ich die 23, warte ich mal ab.
Eine interessante Idee. Es geht darum sich zu synchronisieren. Somit ein ganz anderes Spiel. Es ist aber auch nicht 100% meine Art von Spiel. Es fehlt mir da der Wille oder Ehrgeiz sich zu synchronisieren. Außerdem, wenn einer 33 und der andere 34 hat, ist es nur mehr Zufall ob man stirbt oder nicht. Denoch, tolle Idee und bei vielen wird es sicher gut ankommen!

Lisboa: Gute Anleitung, viele Details aber schlußendlich dann doch nicht soo viel, als man anfangs denkt. Auch wenn man sieht, dass versucht wurde das Thema gut einzuarbeiten. Es fühlt sich für mich total abstrakt an. Der Bischof, der auf einem Rondel läuft und wo man dann Fähigkeiten erhält. Gebäude, die je nach Katastrophe in Zeile und Spalte unterschiedlich viel kosten usw. Ähnlich wie bei The Mind: Nicht 100% meine Art von Spielen. Das Thema is präsenter als z.B. von Stefan Feld, aber es fehlt die Eleganz oder Leichtigkeit. Und schlußendlich fühlt es sich dann doch wieder sehr abstrakt an. Wer diese Verknüpfung Thema & guter Mechanismus am besten hinbekommt: Pfister und Rosenberg.

Charterstone: Ich wiederhole mich, aber hier die Warnung: Wer kompetitiv spielen will, ist hier Fehl am Platz. Zu sehr bestimmt die Ausgangslage wer in einer Partie gewinnen kann. Manche haben aufgrund ihrer Gebäude und Karten wenig Chance, während andere mit tollen Kombos schon in eine Partie starten. Wenn man das ausblendet, macht das Spiel an sich schon Spaß. Man erreicht Ziele, baut, bring neue Karten ins Spiel. Und natürlich ändern diese neue Karten auch etwas am Start der kommenden Partie, aber leider zu wenig.

In diesem Zusammenhang: Ich freue mich bereits auf Rise of Queensdale. Da gab es ein interessantes Interview, wie der Aufholmechanismus so funktioniert und das klingt für mich ziemlicht toll: Es gewinnt, wer zuerst X Partien gewonnnen hat. Dieses Kampagnenziel hat einen großen Vorteil: Ich kann 7:0 hinten sein und trotzdem theoretisch mit 8 Siegen hintereinander noch gewinnen. Das wird auch durch was anderes begünstigt: Nach jedem Sieg, steigt mein Schwierigkeitsgrad an oder konkret: Um zu gewinnen muss ich mehr Siegpunkte erreichen. Darum wird es ein 7:0 auch nie geben, weil einer müßte dann z.B. 50 Punkte schaffen bevor der andere z.B. 10 hat. Wer gewinnt, bekommt als Belohnung einen permanenten Anfangsvorteil. Der gleicht wohl etwas die mehr verlangten Punkte aus. Wer verliert, verbessert seine Würfel und verdient mehr. Klingt gut für mich!

Benutzeravatar
Dee
Kennerspieler
Beiträge: 1076

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 25. Februar 2018, 00:54

Matryoshka zu fünft: In dem Kartenspiel versucht man entweder gleichfarbige, zusammenhängende Karten mit den Werten 1 bis 7 oder gleichwertige Karten verschiedener Farben zu sammeln. Hierzu bietet jemand eine Karte offen an. Die anderen geben verdeckt eine Karte als Gebot ab und einer erhält geheim den Zuschlag. Das macht man reihum und am Ende der Runde legt man seine Karte aus. Jede Runde werden es mehr Karten (dann 4, dann 6, dann 8 und am Ende 13), sodass die Sammlung wächst.

„Matryoshka“ erinnert ein bisschen an Arboretum. Eigentlich will man alle Karten auf der Hand behalten, um sie am Ende auszulegen, aber man muss zwingend ein Angebot bzw. Gegenangebot machen. Schwer ist es, am Anfang überhaupt zu wissen, was man sammeln soll, aber ab der zweiten Runde kamen alle gut hinein. Etwas negativ bei dem Spiel ist, dass es 10 unterschiedliche Farben gibt – davon dreimal blau in unterschiedlichen Tönen. Neben der Hintergrundfarbe ist auch die Umrandung der Karte anders und natürlich die Matryoshka, aber bei nicht optimaler Beleuchtung muss schon sehr genau hinschauen.

Evo zu fünft: In meinem Liebelingsevolutionsspiel bietet man auf Mutationsgene, welche die eigenen Dinos weiter laufen, mehr Kinder gebären oder hitze-/kältebeständig werden lassen. Danach versucht man sich auf der Landkarte mit unterschiedlichem Terrain auszubreiten und gut zu positionieren. Denn am Ende einer Runde gibt es sichere Gebiete, tödliche Gebiete, heiße und kalte. Und die Dinos überleben nur, wenn sie sich entsprechend entwickelt haben.

Mir gefällt das Spiel sehr gut (viel besser als Evolution), vor allem der Bietmechanismus auf die Mutationsgene ist sehr schön mit seinem Verdrängungsmechanismus. Dazu noch ein bisschen Zufall, ein bisschen Taktik und fertig ist ein sehr gutes Area-Control-Spiel vom Smallworld-Erfinder.

Krazy Words zu fünft: Das lustige Wortspiel zum Ende. Man erfindet mit unmöglich Buchstabenkombinationen unsinnige Wörter, welche lustige Begriffe erklären sollen. Danach sollen die anderen nach der Auswahl der Begriffe aller Spieler raten, welches Wort wohl zu welchem Begriff gehört. Sehr witzig und macht eigentlich in jeder Runde Spaß.
Zuletzt geändert von Dee am 18. März 2018, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Rüdiger76
Brettspieler
Beiträge: 74

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Rüdiger76 » 25. Februar 2018, 23:29

Die Akte Whitechapel

Spiele-Offensive
Ich ließ mich in den letzten Tagen wieder mal jagen und zwar gleich 2 x:

Die Akte Whitechapel Zum vierten Mal übernahm ich die Rolle von "Jack" (wird in unserer Spielgruppe immer reihum übernommen) und zum vierten Mal entkam ich den Häschern, wenn es auch zwischendurch sehr eng war. Durch die Erweiterung passen wir den Schwierigkeitsgrad, je nach Resultat, immer wiede neu an. In meiner Runde hatten die Polizisten u.a. die Fähigkeit "Hetzjagd" und ich wurde durch eine Karte "Verdächtiger Jack" in meinen Wahlmöglichkeiten, was Versteck und Tatorte angeht, eingeschränkt. Jetzt sind erst einmal andere dran, aber wenn ich dann irgendwann wieder "Jack" übernehme wird es sicher kein Zuckerschlecken für mich, denn es wird nicht leichter werden, im Gegenteil.

Der Whitehall-Mord Ich war ein wenig skeptisch, ob dieses Spiel nicht nur ein fader Abklatsch von "Die Akte Whitechapel" sein würde, aber ich habe mich gerirrt. Auch hier musste ich, gleich in der alleresten Partie, die Rolle des "Jack" übernehmen. Mehr als einmal stand ich kurz vor der Verhaftung und entkam oft mit mehr Glück als Verstand. Alles ist enger zusammen, die Polizei ist hier blitzschnell von einem Ende des Plans am anderen, alles ist eine einzige Jahd ohne Atempause - aber eine, die mir gefällt. Am Ende stand ein haarscharfer Sieg für mich. Noch zwei weitere Male wurde das Spiel gespielt, dieses Mal mit jeweils einem anderen Mitspieler in der Rolle des Gejagten. Beide hatten allerdings kein Glück und wurden gefasst, einer von beiden wegen eines wirklich sehr ärgerlichen Fehlers. Nun fehlt noch eine Person aus meiner Spielgruppe als "Jack", danach geht's dann wieder reihum von vorne los, mit angepasstem Schwierigkeitsgrad, je nach Resultat aus dem ersten Spiel.

Anzeige
Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 26. Februar 2018, 21:36

Mombasa von Pfister war schon länger nicht mehr am Tisch, deshalb aufgefrischt. Man kommt eigentlich relativ schnell wieder rein. Eine Perle, ein sehr interaktives Eurogame. Ich konnte mich dunkel erinnern, dass man die Expansion nicht vernachlässigen sollte, deshalb ein paar Kämpfer gekauft. Ich ging auf Saint Louis (oder so ähnlich) und habe mit mit Cairo ziemlich gematchet. Nach dieser Partie bleibt nur eines: Das muss schnell wieder gespielt werden, Eurogame mit ein wenig kämpfen ohne einen Spieler direkt anzugreifen - genau mein Geschmack.

Montana von Rüdiger Dorn: Ein einfaches Workerplacement Spiel. Schnell Waren sammeln um auf einem gemeinsamen Plan alle eigene Siedlungen zu errichten. Hier geht es um Effizienz und Geschwindigkeit. Da steckt durchaus mehr dahinter, aber insgesamt war mir das dann doch zu fleischlos. Für 45 Minuten fühlten wir uns gut unterhalten.

The Mind: Nachdem es in einer anderen Runde nicht wirklich gezündet hat, war es diesmal ein voller Erfolg. Zumindest die ersten 2 Partien. Dann hatte es sich ein wenig verbraucht. Ist aber das Geld klar wert.

Majesty zu viert: Geht sehr schnell und kann man sich schon reinsteigern. Gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich weiß nicht ob ich lieber Majesty oder Azul als Spiel des Jahres hätte. Beides klasse!

Benutzeravatar
Dee
Kennerspieler
Beiträge: 1076

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 28. Februar 2018, 11:14

Sticheln zu fünft: Ein Stichspiel ohne Bekennen. Dafür wählt jeder Spieler eine eigene Ärgerfarbe zu Beginn der Runde aus, die ihm Minuspunkte in Höhe des Kartenwertes beschert. Pluspunkte gibt es für alle anderen Farben, aber nur die Anzahl der Farben. Man bekommt oft ein Knoten im Hirn, was man denn nun sinnvoll rausspielt und wem der Stich eigentlich gerade ist. Ich habe leider die zweite Runde mit 33 Negativpunkten die ganze Statistik versaut. Bei zwei gespielten Runden (weil das Essen dann kam) konnte ich das aber auch nicht mehr korrigieren.

Tiefseeabenteuer zu fünft: Man taucht mit seinem Männchen in die Tiefe und birgt Schätze. Je mehr Schätze, desto schwerer kommt man nach oben. Je mehr Schätze, desto mehr Sauerstoff wird verbraucht. Sauerstoff, aus dem sich aber alle Taucher bedienen. Und so muss man genau entscheiden, ab wann man wieder auftaucht und wie viele Schätze man mitnehmen kann. Ich finde es ein super kleines und schnelles Push-Your-Luck-Spiel.

Istanbul zu fünft: Ein Klassiker, diesmal mit zufälligem Aufbau. Das hat meiner Taktik in die Hände gespielt, da zwei Warensorten, kleiner Markt und der Edelsteinhändler so nah beieinander lagen, dass ich ohne Probleme sehr schnell genügend Geld zusammen hatte, um mir alle 5 Rubine zu kaufen. Einzig am Anfang habe ich einen Abstecher zur Moschee gemacht, um meinen fünften Arbeiter zu holen. Eigentlich ist es schade, dass es so leicht war, mit der Strategie zu gewinnen. Auf der anderen Seite haben auch sonst alle bis auf einen Spieler den Edelsteinhändler ignoriert.

Charterstone zu fünft: Das siebte Spiel nach fast drei Monaten Pause machte mir wieder mehr Spaß. Nach wie vor spielen sich die Runden nicht außergewöhnlich anders zu denen davor, aber irgendwie ergibt sich doch immer eine leicht andere Strategie. Aus irgendeinem Grund habe ich gewonnen, auch wenn ich nicht ganz weiß, wie das passiert ist. Optimal war, dass ich aufgrund einer Rollen-Sonderfähigkeit meine Arbeiter zurückbekommen habe, sodass ich fast bis zum Spielende kein einziges Mal meine Arbeiter per extra Zug zurückholen musste. Ich freue mich auf die weiteren Partien.

PS@zuspieler: Könntest Du den 2017er-Thread entpinnen. Der steht immer ganz oben in der Forenübersicht, obwohl da niemand was neues postet.
Zuletzt geändert von Dee am 18. März 2018, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Lehni
Kennerspieler
Beiträge: 299

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lehni » 4. März 2018, 11:49

Tiefseeabenteuer

Spiele-Offensive
Dee, ich greife mal 2 deiner Spiele auf, die wir auch gespielt haben:
Tiefseeabenteuer in größerer Runde: Spielkonzept hat überzeugt, aber irgendwie waren die 2 gespielten Partien nicht so toll. Vielleicht lag das daran, dass wir viele Leute waren? Vielleicht haben viele zuviel riskiert? Aber gewonnen hat, wer nur 2x runter getaucht ist und dann umgekehrt ist. Das war ein Mini-Teil des ausgelegten Weges und hat sich viel zu früh angefühlt. Natürlich, wenn einer 2x taucht und die anderen 5x, dann werden sich die anderen die Luft wegnehmen und nur einer überlebt. Aber so extrem war es bei uns nicht. Naja, hat halt nicht so gezündet bei uns.

Charterstone: Der Spaß ist schon da. Liegt aber einfach auch daran, dass Worker Placement an sich ein gutes Konzept ist und Spaß macht. Spielerisch ist Charterstone wenig innovativ, macht aber auch wenig falsch. Ich meine jetzt das Spiel an sich. Trotzdem würde wir es wohl auch am Ende der Kampagne nicht weiter spielen. So wurde es ja auch beworben, man könne es am Schluß beliebig oft spielen. Dazu ist es dann doch zu herkömmlich. Der Legacy Aspekt ist nicht besonders. Ich bin mit meinen Gebäuden und Karten schon vor Beginn des Spiels auf eine Strategie festgelegt und die spiele ich runter. Das machen auch die anderen. Und das Endergebnis war deshalb jetzt die letzten 3 Partien sehr ähnlich. Raum auszubrechen gibt es nicht viel. Irgendwie bin ich auch froh, wenn es denn vorbei ist. Klingt vielleicht etwas härter als es gemeint ist, weil die Partie an sich ja schon Spaß macht.

Benutzeravatar
Emirio
Kennerspieler
Beiträge: 351
Wohnort: Pforzheim, Enzkreis
Kontakt:

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Emirio » 5. März 2018, 08:33

Ich habe gestern eine Solopartie mit Automa gewagt...

Die Rede ist von Scythe mit der Erweiterung "Kolosse der Lüfte".
Ich wollte mal den Automa des Spiels ausprobieren und eben auch die Erweiterung kennenlernen. In der Anleitung steht man solle dringend mit der einfachsten Schwierigkeitsstufe anfangen, also habe ich das getan, auch wenn ich normalerweise immer mit "Normal" beginne.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mit 79 zu 23 gewonnen. Der Automa hat sich tatsächlich sehr sinnlos auf der Karte bewegt und seine Arbeiter haben sich auf einem Feld angehäuft. Seinen Anführer habe ich zweimal und seinen Mech einmal aufs Tabloe zurück verbannt. Mehr konnte er auch nicht gegen mich setzten.
Zugegeben, vielleicht habe ich etwas falsch gespielt. Die Bedingungen welche Aktion was jetzt genau mit welcher Figur macht wenn dies oder jenes Ereignis eingetroffen ist hat den Spielfluss sehr gestört und auch null Spaß gemacht. Da kann es schon sein dass ich was falsch gespielt habe, auch wenn ich mir Mühe gegeben habe es richtig zu tun.

Wie sich die Erweiterung nun anfühlt kann ich nichtmal sagen, da sich dass Spiel so eigenartig spielte.
Schade eigentlich!
Ich werde heute oder morgen nochmal eine Partie spielen und zwar mit beiden Erweiterungen, nur ohne Automa sondern in Mehrspielersimulation (zum kennenlernen ist das besser).
Das habe ich damals auch schon mit dem Grundspiel allein so gemacht und das Spiel weiß zu gefallen. Mir gefällt es sehr gut.
Es ist kein episches 4X Spiel, es kann sogar recht zügig vorbei sein. Der Glücksanteil ist äußerst gering und die Fraktionen haben schöne Sonderfähigkeiten (bei denen man denken könnte sie wären alle Überpowert!)

Also, jeder der in meiner Nähe wohnt ist eingeladen mitzuspielen :)

Sven

Benutzeravatar
Dee
Kennerspieler
Beiträge: 1076

Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 5. März 2018, 21:17

Und das Endergebnis war deshalb jetzt die letzten 3 Partien sehr ähnlich.
Das war bei uns auch so bei Spiel 3-5. In Spiel 6 ging es aber irgendwie mal wieder anders, sodass andere Spieler vorne lagen. Insgesamt ist es bei uns sogar relativ ausgeglichen, was die Anzahl Siege angeht.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste