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FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 15:14
von Ralf Arnemann
Am Wochenende hatte ich beim Darmstädter Spielefest (Achtung Schleichwerbung: Es war eine sehr gelungene Veranstaltung) das erste Mal Gelegenheit, Friedemanns neues Highlight "Fische, Fluppen, Frikadellen" zu spielen.
Und zwar gleich in der Variante, die als besonders innovativer Höhepunkt gilt: Mit mehreren Tischen, zwischen denen die Spieler wechselten.
Das Spiel selber hat mich etwas ratlos zurückgelassen: Sehr originell, aber doch etwas chaotisch. Wobei unter der witzigen und bunten Oberfläche ja eigentlich ein knallhartes Wirtschaftsspiel mit Optimierungsstrategien steckt. Ich wäre nicht überrascht, wenn es nach einigen Spielen Erfahrung etwas dröge würde, werde aber auf jeden Fall noch einige Partien machen wollen, bevor ich darauf näher eingehe.
Die Mehrspielervariante scheint mir dagegen mehr ein Gag zu sein als eine funktionsfähige Variante.
Denn die verschiedenen Tische laufen ja völlig unsynchronisiert nebeneinander her. Und das bedeutet bei verschiedenen Spielgeschwindigkeiten an den verschiedenen Tischen, daß die schnelleren Runden ganz entscheidend im Vorteil sind.
Wenn eine Runde flott zur Sache geht, können die Spieler dort recht bald nicht nur ihren Fetisch kaufen, sondern vor allem einen schönen Vorrat an Geld und Waren anlegen, bevor sie an den Konkurrenztisch wechseln.
Und wenn dort der notorische Langsamdenker des Spielerclubs das Tempo bestimmt, kommen dort so schnell keine Spieler in die Nähe der Siegbedingungen.
Die neu hinzukommenden Spieler vom schnellen Tisch machen die Runden natürlich noch langsamer - können das aber leichter vertragen, weil sie dank ihrer Vorräte oft nur wenige Züge brauchen, um ihren zweiten Fetisch zu kaufen.
Mit anderen Worten, in das taktische Denkspiel kommt durch die Unterschiede zwischen den Tischen eine Glückskomponente, die recht extrem bis spielentscheidend werden kann.
Falls ich da nicht etwas völlig falsch verstanden habe, wäre das ein ziemliches KO-Kriterium für FFF, zumindestens in der Mehrfach-Variante.
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 15:28
von Hanno Schwede
Hy Ralf
Nach einer Partie, mit nur einem Spiel kam bei uns auch die Befürchtung auf das beim mehrere Spiele Spiel unterschiedlich schnell laufende Tische ein Problem darstellen können.
Ich habe dagegengehalten, das sich die schnellen Spieler von den langsamen Tischen schnell an den schnell spielenden Tischen einfinden werden.
Naja, wir haben heute "Brot und Spiele" da werde ich das ganze mal mit den Gästen und 2 Tischen testen.
Eine oder 2 Sanduhren pro Tisch werde ich aber auch einpacken, eine Minute sollte langen.
ZITAT:
"Ich wäre nicht überrascht, wenn es nach einigen Spielen Erfahrung etwas dröge würde, werde aber auf jeden Fall noch einige Partien machen wollen, bevor ich darauf näher eingehe."
Die gefahr das es dröge wird sehe ich nicht so, da es doch (Aufgabe an Mathematiker) X verschiedene Standkombinationen gibt, die alle neu entdeckt werden wollen.
mmm x=36 oder so??
Hanno
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 15:48
von Michael Andersch
Ralf Arnemann schrieb:
>
> Wobei unter der
> witzigen und bunten Oberfläche ja eigentlich ein knallhartes
> Wirtschaftsspiel mit Optimierungsstrategien steckt. Ich wäre
> nicht überrascht, wenn es nach einigen Spielen Erfahrung
> etwas dröge würde
Denke ich nicht. Die quasi-Zufällige Anordnung der Händler sowie v.a. die Aktionen der Mitspieler verhindern m.E. zuverlässig, dass jeder nur so ein bisschen vor sich hin optimiert und das Spiel mit der Zeit "eingefahren" wird.
> Die Mehrspielervariante scheint mir dagegen mehr ein Gag zu
> sein als eine funktionsfähige Variante.
Kann ich bisher nicht bestätigen.
> Denn die verschiedenen Tische laufen ja völlig
> unsynchronisiert nebeneinander her. Und das bedeutet bei
> verschiedenen Spielgeschwindigkeiten an den verschiedenen
> Tischen, daß die schnelleren Runden ganz entscheidend im
> Vorteil sind.
Stimmt. Aber das muss man eben in seinen Spielzug einkalkulieren. Sitzt am anderen Tisch ein Schnarchheimer, dann bleibe ich solange es geht am aktuellen Tisch und schaffe mir bestmögliche Vorasusetzungen für den anderen Tisch. Geht's hier langsam sehe ich zu, dass ich schleunigst Land gewinne.
> Wenn eine Runde flott zur Sache geht, können die Spieler dort
> recht bald nicht nur ihren Fetisch kaufen, sondern vor allem
> einen schönen Vorrat an Geld und Waren anlegen, bevor sie an
> den Konkurrenztisch wechseln.
Stimmt.
> Und wenn dort der notorische Langsamdenker des Spielerclubs
> das Tempo bestimmt, kommen dort so schnell keine Spieler in
> die Nähe der Siegbedingungen.
Stimmt ebenfalls. Und ist tatsächlich ein Kritikpunkt den ich teile.
Allerdings:
Sitze ich mit jemandem am Tisch, der ewig überlegt und kostbare Spielzeit "vergeudet" und somit die Gelegenheit zum Aufholen ggü. den Mitspielern am anderen Tisch verplempert versuche ich zumindest verbal, ihm etwas Feuer unterm Hintern zu machen.
Abhilfe schafft hier neben massivem Drängeln höchstens: Zusehen dass man an den anderen Tisch kommt und/oder ein Hinweis darauf, dass man seinen Zug ja sehr oft schon überlegen kann, wenn der Vordermann dran ist.
Viele Grüße,
Micha (Dem FFF bislang in jeder Besetzung gefallen hat und leider noch nicht in den Genuß von 3 Tischen gekommen ist)
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 16:48
von Roman Pelek
Hi Ralf,
Ralf Arnemann schrieb:
> Ich wäre
> nicht überrascht, wenn es nach einigen Spielen Erfahrung
> etwas dröge würde, werde aber auf jeden Fall noch einige
> Partien machen wollen, bevor ich darauf näher eingehe.
Bei fixem Aufbau: ja. Zum Glück wechselt der aber. Wir hatten aber auch einige Einzeltischpartien, bei dem schnell lukrative Ecken entdeckt wurden, und derjenige der diese am besten genutzt hat, lag vorne und gewann, teilweise sehr schnell (45 Min.). Aber es gibt sicher Aufbauten an Einzeltischen, die wenig spannend sind und nicht unbedingt optimalen Spielgenuß bescheren. Nicht immer, aber manchmal.
> Denn die verschiedenen Tische laufen ja völlig
> unsynchronisiert nebeneinander her. Und das bedeutet bei
> verschiedenen Spielgeschwindigkeiten an den verschiedenen
> Tischen, daß die schnelleren Runden ganz entscheidend im
> Vorteil sind.
Wenn die schnellen Runden sich ihren Tischwechsel lange aufsparen, um Geld und Waren zu sammeln, wie hier beschrieben, dann sehe ich auch die Gefahr. Allerdings bremsen dann die anderen langsamen am Tisch wechselnde schnelle ja auch irgendwann aus, aber ob es genügt? Insofern teile ich Deine Bedenken und es hat sich bei uns auch bewahrheitet - mal sehen, was zukünftige Partien bringen.
> Mit anderen Worten, in das taktische Denkspiel kommt durch
> die Unterschiede zwischen den Tischen eine Glückskomponente,
> die recht extrem bis spielentscheidend werden kann.
Nun ja - Glück? Es könnte sich höchstens herausstellen, dass man auf Dauer ähnlich schnelle Mitspieler braucht, was in der Praxis natürlich schwierig wird. Ich bin mal gespannt, ob es für die obigen Bedenken, die ich bislang teile, eine sinnvolle Widerlegung gibt.
Ciao,
Roman
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 16:52
von Roman Pelek
Hi Hanno,
Hanno Schwede schrieb:
> Die gefahr das es dröge wird sehe ich nicht so, da es doch
> (Aufgabe an Mathematiker) X verschiedene Standkombinationen
> gibt, die alle neu entdeckt werden wollen.
>
> mmm x=36 oder so??
Wenn ich mich spontan nicht irre (haut mich, wenn ja), sollte es 36x12! mögliche verschiedene Aufbauten geben, da jeder Aufbau mit einem der 36 Stände beginnen kann (und dann die 11 folgenden kommen) und die 12 Plätze auf dem Plan 12x11x...x2 Verteilungen dieser 12 Stände ermöglichen. Das macht dann insgesamt etwas mehr als 17 Milliarden, sofern kein Denkfehler drin ist.
Ciao,
Roman
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 17:26
von Hanno Schwede
Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Hanno,
>
> Hanno Schwede schrieb:
>
> > Die gefahr das es dröge wird sehe ich nicht so, da es doch
> > (Aufgabe an Mathematiker) X verschiedene Standkombinationen
> > gibt, die alle neu entdeckt werden wollen.
> >
> > mmm x=36 oder so??
>
> Wenn ich mich spontan nicht irre (haut mich, wenn ja), sollte
> es 36x12! mögliche verschiedene Aufbauten geben, da jeder
> Aufbau mit einem der 36 Stände beginnen kann (und dann die 11
> folgenden kommen) und die 12 Plätze auf dem Plan 12x11x...x2
> Verteilungen dieser 12 Stände ermöglichen. Das macht dann
> insgesamt etwas mehr als 17 Milliarden, sofern kein
> Denkfehler drin ist.
Ich glaube es ist ein Denkfehler, wenn ich die mir nicht vorliegenden Regeln aus dem Gedächnis heranziehe, meine ich mich an sortieren und einmaliges Abheben erinnern zu können..... Dann gibt es aber nur 36 Möglichkeiten da es dann nur 36 obenliegende Karten geben kann..
Ausserdem kann Siebzehn Milliarden gar nicht stimmen, da dort im gegemsatz zu Sechsunddreifffig gar kein F forkommt.
Hanno, heute mal wieder das Kulturgut Spiel verbreitend
Aufbauten bei FFF
Verfasst: 11. November 2002, 17:36
von Roman Pelek
Moin Hanno,
Hanno Schwede schrieb:
> Ich glaube es ist ein Denkfehler, wenn ich die mir nicht
> vorliegenden Regeln aus dem Gedächnis heranziehe, meine ich
> mich an sortieren und einmaliges Abheben erinnern zu
> können..... Dann gibt es aber nur 36 Möglichkeiten da es dann
> nur 36 obenliegende Karten geben kann..
Es gibt in der Tat 36 verschiedene Verteilungen an Ständen, die auf dem Plan liegen können, da ja nur abgehoben und nicht gemischt wird.
Die 12! sind die Möglichkeiten, eine solche Verteilung auf dem Plan zu platzieren (1. Stand: 12 freie Möglichkeiten, 2. 11 freie Plätze, 3. 10 usw.). Das heißt es gibt, beides multipliziert, >17 Milliarden mögliche Aufbauten. Wie die Stände zueinander stehen finde ich nämlich eigentlich auch nicht unerheblich für den Spielverlauf... ;-)
> Ausserdem kann Siebzehn Milliarden gar nicht stimmen, da dort
> im gegemsatz zu Sechsunddreifffig gar kein F forkommt.
Ohne Gebiff: Fiebfehn Filliarden - alfo wo ifft daf Problem? :-))
Ciao,
Roman (geht auch gleich spielen, aber mit bereits "Infizierten")
Mahlzeit!
Verfasst: 11. November 2002, 18:51
von Michael Schramm
Hi Micha,
> (Dem FFF bislang in jeder Besetzung gefallen hat und
> leider noch nicht in den Genuß von 3 Tischen gekommen ist)
nach diesem Mahl würde ich denn auch erstmall Frischfisch oder Frischfleisch empfehlen, damit der Eisenhaushalt nach soviel Holz wieder ins Lot kommt!
nife dife
Michael
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 19:02
von Ralf Arnemann
Hallo Roman,
natürlich bietet der wechselnde Spielaufbau viele Kombinationsmöglichkeiten. Das ist ja ganz pfiffig konstruiert, so daß nach dem Abheben jede 12-er-Folge Produktion, Kauf, Verkauf und Preisanpassungen für jede Warensorte hat.
Die "dröge"-Befürchtung hat einen anderen Hintergrund. Man muß ja die Produktionszyklen recht genau analysieren, um seine Spielzüge halbwegs zu optimieren. Andererseits gibt es genügend Chaos-Einflüsse durch die anderen Spieler, daß man die Überlegungen auch dauernd wieder wegwerfen muß. Ob das reizvoll oder frustrierend ist, wird sich noch rausstellen.
Es könnte sein, daß man das Spiel nicht locker-lustig spielen kann - weil man ohne intensives Planen automatisch verliert. Aber daß umgekehrt auch die gute Planung nicht wirklich hilft, weil der Gewinner eher zufällig durch die Chaos-Aktionen ermittelt wird. Wohlgemerkt ist das nur eine ganz ungeprüfte Befürchtung aus dem Bauch heraus.
> Allerdings bremsen dann die anderen langsamen am Tisch
> wechselnde schnelle ja auch irgendwann aus,
Kaum. Wenn ich aus einer richtig schnellen Runde kommend den Tisch wechsele, dann habe ich auch einige Waren und eine gute Handvoll Geld dabei. Und brauche vielleicht kaum einen Händler-Zwischenstop, um den nächsten Fetisch zu erwerben. Und tschüß - dann sind die "Bummler" wieder unter sich.
Für den dritten Tisch langen dann die Reserven natürlich nur noch teilweise - aber man ist schon verdammt im Vorteil.
> Es könnte sich höchstens herausstellen, dass man auf Dauer
> ähnlich schnelle Mitspieler braucht, ...
Das muß noch gar nichts heißen. Der Klublangweiler war ja nur das Extrembeispiel. Aber die Tische selber sind ja unterschiedlich schnell, je nach Verteilung der Händler. Ohne es nachprüfen zu können habe ich den Eindruck, daß da sowohl Kombinationen möglich sind, die sehr schnell zu Reichtum führen, wie solche, bei denen man endlos rumziehen muß, bis mal was zusammenkommt.
> Ich bin mal gespannt, ob es für die obigen Bedenken, die ich
> bislang teile, eine sinnvolle Widerlegung gibt.
Ich hoffe es sehr. Wäre doch wirklich schade um diese originelle Idee.
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 11. November 2002, 20:02
von Wolfgang Ditt
Hallo Ralf,
FFF funktioniert sehr gut an mehreren Tischen und gerade ein odre zwei Langweiler sind eine gewisse Würze. Man hat das Gefühl, es würde Zeit vergeudet, aber machst du deinen Zug schneller, nur weil an anderen Tischen schneller gespielt werden könnte? Wenn du meinst, dein Tisch ist zu langsam, wechsle ihn und ud wirst feststellen, der andere ist nichts besser.
Etwas anderes ist die Anzahl wenn man z. B. ein VErhältnis von 8:2 Spielern in einer 2-Tisch-Partie hat, dann ist das ein schlechtes Verhältnis und einige Spieler sollten vielleicht mal den Tisch wechseln.
Zum Inhalt: es ist durchaus ein Wirtschaftsspiel für optimale Strategie, aber es ist nicht so leicht planbar, gerade weil die Mitspieleraktionen nicht immer genau vorherberechnet werden können. Gerade gestern hatte wir einen Spieler, der hatte einen Fetisch, vier Fische, aber kein Bargeld. So schnell habe ich die Spieler noch nie Fisch abgeben sehen, damit der Kurs auf 10 ging... (-:
Zum Chaos: besonders chaotisch ist der Händlertauscher #36. Also wer Chaos will, sollte ihn unbedingt auf den Plan bringen. Am meisten Planung erfordert nach meiner Erfahrung Friedemann als Fetischverkäufer. Viel Spaß mit FFF.
Wolfgang
Re: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 12. November 2002, 00:23
von Roman Pelek
Hi Ralf,
Ralf Arnemann schrieb:
> Die "dröge"-Befürchtung hat einen anderen Hintergrund. Man
> muß ja die Produktionszyklen recht genau analysieren, um
> seine Spielzüge halbwegs zu optimieren.
Hm, nuja, so anders der Hintergrund nicht unbedingt... Meine letzten beiden Einzeltischpartien - in denen ich das mal bewusst verfolgt habe, weil ich diese Befürchtung hegte - liefen darauf hinaus, dass es lukrative Ecken gab, in denen man viele Waren anhäufen konnte und der Spieler sehr schnell gewann, der sich dort gut einnisten konnte. Das war zwar zu stören, aber nicht genug. Was ich mich frage, ist Folgendes: waren es Extrembeispiele der Anordnung auf dem Plan oder ist das mit vielen Kombinationen möglich und es kommt darauf an, wer's zuerst kapiert und sich dort festsetzt? Ich finde es jedenfalls interessant, dass andere Spieler aus ganz anderen Runden auch auf diese Idee kommen, bislang hatte ich das abwartenderweise unter "Dumm gelaufen, nächstes Mal läuft's anders" verbucht.
> > Allerdings bremsen dann die anderen langsamen am Tisch
> > wechselnde schnelle ja auch irgendwann aus,
> Kaum. Wenn ich aus einer richtig schnellen Runde kommend den
> Tisch wechsele, dann habe ich auch einige Waren und eine gute
> Handvoll Geld dabei. Und brauche vielleicht kaum einen
Das ist richtig. Zumindest der zweite Fetisch kann so leichte Beute sein und mal ist schnell wieder weg. Aber dann kommen vielleicht die anderen, langsameren Spieler mit nur 1 Fetisch zu einem...
> Für den dritten Tisch langen dann die Reserven natürlich nur
> noch teilweise - aber man ist schon verdammt im Vorteil.
Man führt, aber reicht's? Was ist, wenn jemand bewusst noch später an den anderen Tisch wechselt, um dann dort quasi alleine zu spielen, sich den zweiten Fetisch schnappt und erst spät wieder zurückkehrt, um am Ende den 3. Fetisch schnell abzugreifen? Könnte auch noch reichen. Auf jeden Fall wären das auch Überlegungen, die auf "Schnelle Tisch - viele Waren/Kohle scheffeln und spät wechseln" hinausliefen. Also wie gehabt zumindest in Richtung: schnell spielen lohnt.
> > Es könnte sich höchstens herausstellen, dass man auf Dauer
> > ähnlich schnelle Mitspieler braucht, ...
> Das muß noch gar nichts heißen. Der Klublangweiler war ja nur
> das Extrembeispiel. Aber die Tische selber sind ja
> unterschiedlich schnell, je nach Verteilung der Händler. Ohne
Bei "schnellen" Händlerkombis sollte man aber bedenken, dass diese Kombis nicht von allen am Tisch gleichzeitig genutzt werden können, sonst werden sie unattraktiv (keine Waren da, hohe Preise...). Aber manchmal mag's dann auch für die anderen reichen, wenn der eine weg ist, der einiges blockiert hat und die ziehen dann schnell nach... Hm...
> > Ich bin mal gespannt, ob es für die obigen Bedenken, die ich
> > bislang teile, eine sinnvolle Widerlegung gibt.
> Ich hoffe es sehr. Wäre doch wirklich schade um diese
> originelle Idee.
Dito, ganz Deiner Meinung. Ich hoffe wie Du sehr auf gegenteilige Erfahrungsberichte und Argumentationen ;-)
Ciao,
Roman
Mehrtisch FFF kein Erfahrungsbericht
Verfasst: 12. November 2002, 06:35
von Hanno Schwede
> Naja, wir haben heute "Brot und Spiele" da werde ich das
> ganze mal mit den Gästen und 2 Tischen testen.
Leider waren nur 4 Besetzte Tische Da, die alle ihre festen Spiele wünsche hatten, so daß ich leider nur einen Tisch zu FFF´s FFF überreden konnte
Hanno
Re: Mehrtisch FFF kein Erfahrungsbericht
Verfasst: 12. November 2002, 09:08
von friedemann
>
> Leider waren nur 4 Besetzte Tische Da, die alle ihre festen
> Spiele wünsche hatten, so daß ich leider nur einen Tisch zu
> FFF´s FFF überreden konnte
Ich glaube, da ist ein F zuviel.
Ihr freundlicher F-Wart.
friedemann friese
Re: Mehrtisch FFF kein Erfahrungsbericht
Verfasst: 12. November 2002, 09:33
von Hanno Schwede
friedemann schrieb:
>
>
> >
> > Leider waren nur 4 Besetzte Tische Da, die alle ihre festen
> > Spiele wünsche hatten, so daß ich leider nur einen Tisch zu
> > FFF´s FFF überreden konnte
>
> Ich glaube, da ist ein F zuviel.
>
> Ihr freundlicher F-Wart.
>
> friedemann friese
Hey Friedemann
natürlich ist das kein F zufviel:
FFF´s FFF
fantastischen Frisemann Friese´s Fische Fluppen Frikadellen oder auf Fanta 6 genannt...
Hanno
Re: FFF an mehreren Tischen - total Klasse
Verfasst: 12. November 2002, 11:48
von Gerald Rüscher
Ralf Arnemann schrieb:
> Die Mehrspielervariante scheint mir dagegen mehr ein Gag zu
> sein als eine funktionsfähige Variante.
> Denn die verschiedenen Tische laufen ja völlig
> unsynchronisiert nebeneinander her. Und das bedeutet bei
> verschiedenen Spielgeschwindigkeiten an den verschiedenen
> Tischen, daß die schnelleren Runden ganz entscheidend im
> Vorteil sind.
Das ist ja gerade der Gag.
Endlich mal eine Spielvariante bei der schnelles Spielen eindeutig belohnt wird und Grübler klar im Nachteil sind (vor allem bei drei Tischen).
Jerry (Bekennender Schnellspieler, verachtet Zugoptimierer)
Re: FFF an mehreren Tischen - total Klasse
Verfasst: 12. November 2002, 12:57
von Michael Andersch
Gerald Rüscher schrieb:
>
> Endlich mal eine Spielvariante bei der schnelles Spielen
> eindeutig belohnt wird und Grübler klar im Nachteil sind
Aber leider auch Schnellspieler "in Mitleidenschaft ziehen" können.
> Jerry (Bekennender Schnellspieler, verachtet Zugoptimierer)
Wo wohnst Du? Wann spielen mir mal was zusammen?
Gleichgesinnte Grüße,
Micha
Re: FFF an mehreren Tischen - total Klasse
Verfasst: 12. November 2002, 13:51
von Ralf Arnemann
> Endlich mal eine Spielvariante bei der schnelles Spielen
> eindeutig belohnt wird und Grübler klar im Nachteil sind (vor
> allem bei drei Tischen).
Das ist es ja nicht!
Im Nachteil bist auch Du als Schnellspieler, wenn Du am selben Tisch mit den Grüblern bist oder auch wenn die Händlerkombination an Deinem Tisch nicht so lukrative Produktionszyklen hergibt wie am Nebentisch.
Diese Nachteile kannst Du durch eigene schnelle Züge überhaupt nicht ausgleichen.
Nachfrage
Verfasst: 12. November 2002, 14:06
von Ralf Arnemann
Natürlich ist die korrekte Zahl von Fs der wichtigste Aspekt ;-)
Aber vielleicht kannst Du uns als wohl Erfahrenster hier noch etwas weiterhelfen (Erleuchte uns, Oh Meister ;-).
Meine Vermutung war ja, daß FFF an einem Tisch im Grundsatz ein Tüftelspiel ist, und durch mehrere Tische eine Glückskomponente hinzukommt, die bei großen Geschwindigkeitsunterschieden sehr heftig werden kann.
Erste Frage: Ist das überhaupt richtig (ich habe das ja nur einmal spielen können)?
Und dann: Gibt es vielleicht gegenläufige Effekte, die ich übersehen habe?
Und zuletzt: Ist das nun "Bug" oder "Feature", d.h. wolltest Du eine Auflockerung durch Glückselement, oder war es eine bedauerliche, aber unvermeidliche Nebenerscheinung?
Re: Nachfrage
Verfasst: 12. November 2002, 15:01
von friedemann
>
> Erste Frage: Ist das überhaupt richtig (ich habe das ja nur
> einmal spielen können)?
Das ist schon irgendwie richtig und ich habe die Fortschrittsmarker drin, damit es auch an einem Tisch kein reines Grübelspiel ist.
> Und dann: Gibt es vielleicht gegenläufige Effekte, die ich
> übersehen habe?
Wenn man das mit dem Tischwechsel richtig ausnutzt, wechselt man nicht nur, um Fetische zu kaufen, sondern auch zum "richtigen" Handeln. In Essen hat einer (ich glaube es war Jost) gewonnen, weil er ca. 6 mal den Tisch wechselte und somit die Vorteile von jedem Tisch genutzt hat. Man muß keinen Fetisch haben, um den Tisch zu wechseln,
> Und zuletzt: Ist das nun "Bug" oder "Feature", d.h. wolltest
> Du eine Auflockerung durch Glückselement, oder war es eine
> bedauerliche, aber unvermeidliche Nebenerscheinung?
Es ist natürlich als Nebenerscheinung aufgetreten, aber ich fand die zustätzliche Komponente, bewusst zu wechseln, um sich so Vorteile zu schaffen sehr schön.
friedemann
RE: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 12. November 2002, 15:26
von Jost Schwider
"Ralf Arnemann" hat am 11.11.2002 geschrieben:
> Das Spiel selber hat mich etwas ratlos zurückgelassen: Sehr
> originell, aber doch etwas chaotisch.
Ein bißchen trägt dazu m.E. auch die sehr witzige, aber etwas unübersichtliche Grafik bei.
> Die Mehrspielervariante scheint mir dagegen mehr ein Gag zu
> sein als eine funktionsfähige Variante.
:-O Nein! :-O
Gerade durch schnelles (und geschicktes) Wechseln kann man einen Tempo-Gewinn machen, der über den Sieg entscheiden kann.
Kannst du auf deinem Brett (ich nenne das immer Insel) nicht günstig einkaufen? Wechsle die Insel!
Kannst du auf deinem Brett nicht teuer verkaufen? Wechsle die Insel!
> Denn die verschiedenen Tische laufen ja völlig
> unsynchronisiert nebeneinander her. Und das bedeutet bei
> verschiedenen Spielgeschwindigkeiten an den verschiedenen
> Tischen, daß die schnelleren Runden ganz entscheidend im
> Vorteil sind.
Sind dir die Leute zu langsam? Wechsle die Insel!
> Und wenn dort der notorische Langsamdenker des Spielerclubs
> das Tempo bestimmt, kommen dort so schnell keine Spieler in
> die Nähe der Siegbedingungen.
Wechsle die Insel! :-D
> Mit anderen Worten, in das taktische Denkspiel kommt durch
> die Unterschiede zwischen den Tischen eine
> Glückskomponente, die recht extrem bis spielentscheidend
> werden kann.
Ich würde es nicht Glück nennen, sondern eine wichtige taktische Komponente.
Viele Grüße
Jost aus Soest (hüpft gerne von Insel zu Insel - ähh FFF-Tisch)
RE: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 12. November 2002, 15:26
von Jost Schwider
"Ralf Arnemann" hat am 11.11.2002 geschrieben:
> Ohne es nachprüfen zu können habe ich den Eindruck, daß da
> sowohl Kombinationen möglich sind, die sehr schnell zu
> Reichtum führen, wie solche, bei denen man endlos rumziehen
> muß, bis mal was zusammenkommt.
Hier liegt m.E. eher eine (kleine) Krux im argen...
Der "Verdoppler" (Name???) etwa ist eine sehr mächtige Möglichkeit, beliebige Rohstoffe schnell zu produzieren.
Aber auch hier hilft: Wechsle den Tisch!
(...und zwar früh, um dich schnell zu informieren!)
Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")
RE: FFF an mehreren Tischen - total Klasse
Verfasst: 12. November 2002, 15:26
von Jost Schwider
"Gerald Rüscher" hat am 12.11.2002 geschrieben:
> Das ist ja gerade der Gag.
Eben! :-))
> Endlich mal eine Spielvariante bei der schnelles Spielen
> eindeutig belohnt wird und Grübler klar im Nachteil sind
> (vor allem bei drei Tischen).
Nicht unbedingt, man kann ja "hinter" einem Grübler sitzen... :-/
> Jerry (Bekennender Schnellspieler, verachtet Zugoptimierer)
Viele Grüße
Jost aus Soest (schnellspielender Zugoptimierer - braucht aber lange, wenn er aus mehreren schlechten Alternativen aussuchen muß...)
Re: Nachfrage
Verfasst: 12. November 2002, 15:38
von Ralf Arnemann
> Man muß keinen Fetisch haben, um den Tisch zu wechseln, ...
Aaaah!!!
So eine kleine Zusatzinfo kann wirklich sehr viel verändern ...
Da der Wechsel ja weder teuer noch zeitintensiv ist, ist ja damit das automatische Regulativ schon eingebaut und alle Befürchtungen fallen in sich zusammen.
Die Nachfrage hat sich gelohnt!
RE: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 12. November 2002, 15:43
von Ralf Arnemann
Wie schon oben zu "Nachfrage" geschrieben: Die Möglichkeit des freiwilligen Wechselns ändert alles.
Wir sind davon ausgegangen, daß man erst und nur nach Erwerb eines Fetischs wechseln darf. Das kann natürlich verdammt restriktiv sein.
Bei korrekter Regelauslegung dagegen ist das natürlich nicht nur viel entspannter, sondern man hat in der Tat enorme zusätzlich taktische Möglichkeiten.
Man muß sich natürlich merken können, welche Händlerkombinationen an den anderen Tischen möglich sind ...
Aber mit dieser Erläuterung hat FFF einen deutlichen Sprung auf meiner nach oben offenen "Haben will"-Skala gemacht ;-)
RE: FFF an mehreren Tischen
Verfasst: 12. November 2002, 19:31
von friedemann
.
>
> Aber mit dieser Erläuterung hat FFF einen deutlichen Sprung
> auf meiner nach oben offenen "Haben will"-Skala gemacht ;-)
Also: sofort kaufen ;-)
friedemann