Preis Image Preis, die 2.
Verfasst: 12. Januar 2003, 14:11
Erst einmal vielen Dank für die vielen engagierten Äußerungen zu meinem Artikel
„Preis Image Preis“.
Was mir aufgefallen ist, daß sich die meisten von uns schon ein klein wenig mehr Anerkennung für ihr „Hobby“ wünschen, aber doch nicht so viel, daß es „lästig“ wird.
Nürnberg wäre ein guter Termin!
Aber kann man Spiele über den Fernseher rüberbringen?
Mehrere Preise wären gut!
„Spielt“ die Jury mit?
Reicht die Quote?
Und, wer soll das bezahlen?
Kann sich einer von euch vorstellen, daß es Anfang der Achtziger so gut wie keine Spielekritiken in deutschen Tageszeitungen gab. (u. a., Bernward Thole in der Rundschau und der Zeit!). Spiele waren für Tageszeitungen kein Thema!
Und heute?
Könnt ihr Euch vorstellen, daß die ersten beiden Spielertage in Essen (83, 84) in der Volkshochschule stattfanden? (War aber spitze!).
Und als die Spielertage in die Gruga umgezogen waren, unkten viele, diese Riesenhalle kriegt der Friedhelm nie voll.
Und heute?
Als ich 1985 zum ersten Mal das Wiesbadener Drachenfest veranstaltete, es gerade mal noch drei oder vier weitere Rollenspielertreffen (im Jahr) in Deutschland gab.
Und heute?
Es hat sich viel getan in Deutschland!
Weil viele andere, genau wie ich, einen Spieleclub gegründet haben, allen voran die Nordrhein-Westfalen. Weil viele andere, genau wie ich, von Jugendzentrum zu Jugendzentrum gezogen sind und Spiele vorgestellt haben. Spieletreffen veranstaltet, einen Spieleverleih gegründet, eine Postspielzeitung herausgebracht (war der Knut schuld) und einen Spieleladen eröffnet haben und mit ihren Aktivitäten auch andere angesteckt haben. All diesen vielen unbekannten Spielern/innen ist es zu verdanken, daß wir heute so viele gute Spiele haben.
-Also, es wurde viel erreicht, laßt uns die Hände in den Schoß legen und das was geschafft wurde bewundern! Worüber beklagst du dich!-
Damit wir weiterhin gute Spiele haben, brauchen wir eine breite Basis an Spielern (Pyramidenmodel). Wird die Basis kleiner (z. B., durch Konsolen, Computer oder fehlendem Image) sinkt automatisch das Niveau.
Die großen Verlage bedienen hauptsächlich den größten Teil der Basisspieler. Die mittleren und kleinen Verlage versuchen auch in diesen Bereich vorzustoßen, dies gelingt nur selten und zwar dann, wenn diese Verlage den Preis „Spiel des Jahres“ erhalten. Somit besteht das Klientel der kleinen bis mittleren Verlagen aus der Mitte und der Spitze der Pyramide (häufig und viel Spieler).
Wird die Basis kleiner, müssen die großen Verlage versuchen auch Kunden im mittleren Bereich zu bedienen. Aufgrund ihrer finanziellen Mittel ist es für die großen Verlage ein leichtes kleinere Verlage vom Markt zu verdrängen oder aufzukaufen. Damit wird das Angebot verkleinert. Ein weiterer Teil der Interessenten wendet sich von den Brettspielen ab, die Pyramide rutscht zusammen.
Die medienwirksame Vergabe von Spiele-Preisen würde in jedem Fall die Basis verbreitern.
Ein Auftritt im Fernsehen verbessert das Image (siehe, „Wer wird Millionär“, das kann ich überall hin mitnehmen und anschließend spielt jeder, ohne zu murren, „Anno Domini“ und findet es besser. Versucht es einmal umgekehrt.)
Ein Auftritt im Fernsehen zeigt auch den ausländischen Spielern, wie wichtig wir in Deutschland das Brettspiel nehmen.
Wahrscheinlich wird eine solche Verleihung erst einmal in einem 3. Programm laufen. Die Kosten sind finanzierbar!
Und habt ihr wirklich so wenig Fantasie euch vorzustellen, es wäre nicht möglich mit Brettspielen, eine spannende Spieleshow zu inszenieren? Ich kann mir das schon vorstellen (Jürgen von der Lippe hat das Thema Spielshow immer wieder gut umgesetzt)!
Was eine solche Veranstaltung uns nicht erspart, ist die Aufgabe, auch weiterhin in „atmosphärischer Kleinarbeit“ neue Freunde/innen für das Brettspiel zu gewinnen, was ja in der Regel auch Spaß macht.
Viele Grüße
Lutz Stepponat
„Preis Image Preis“.
Was mir aufgefallen ist, daß sich die meisten von uns schon ein klein wenig mehr Anerkennung für ihr „Hobby“ wünschen, aber doch nicht so viel, daß es „lästig“ wird.
Nürnberg wäre ein guter Termin!
Aber kann man Spiele über den Fernseher rüberbringen?
Mehrere Preise wären gut!
„Spielt“ die Jury mit?
Reicht die Quote?
Und, wer soll das bezahlen?
Kann sich einer von euch vorstellen, daß es Anfang der Achtziger so gut wie keine Spielekritiken in deutschen Tageszeitungen gab. (u. a., Bernward Thole in der Rundschau und der Zeit!). Spiele waren für Tageszeitungen kein Thema!
Und heute?
Könnt ihr Euch vorstellen, daß die ersten beiden Spielertage in Essen (83, 84) in der Volkshochschule stattfanden? (War aber spitze!).
Und als die Spielertage in die Gruga umgezogen waren, unkten viele, diese Riesenhalle kriegt der Friedhelm nie voll.
Und heute?
Als ich 1985 zum ersten Mal das Wiesbadener Drachenfest veranstaltete, es gerade mal noch drei oder vier weitere Rollenspielertreffen (im Jahr) in Deutschland gab.
Und heute?
Es hat sich viel getan in Deutschland!
Weil viele andere, genau wie ich, einen Spieleclub gegründet haben, allen voran die Nordrhein-Westfalen. Weil viele andere, genau wie ich, von Jugendzentrum zu Jugendzentrum gezogen sind und Spiele vorgestellt haben. Spieletreffen veranstaltet, einen Spieleverleih gegründet, eine Postspielzeitung herausgebracht (war der Knut schuld) und einen Spieleladen eröffnet haben und mit ihren Aktivitäten auch andere angesteckt haben. All diesen vielen unbekannten Spielern/innen ist es zu verdanken, daß wir heute so viele gute Spiele haben.
-Also, es wurde viel erreicht, laßt uns die Hände in den Schoß legen und das was geschafft wurde bewundern! Worüber beklagst du dich!-
Damit wir weiterhin gute Spiele haben, brauchen wir eine breite Basis an Spielern (Pyramidenmodel). Wird die Basis kleiner (z. B., durch Konsolen, Computer oder fehlendem Image) sinkt automatisch das Niveau.
Die großen Verlage bedienen hauptsächlich den größten Teil der Basisspieler. Die mittleren und kleinen Verlage versuchen auch in diesen Bereich vorzustoßen, dies gelingt nur selten und zwar dann, wenn diese Verlage den Preis „Spiel des Jahres“ erhalten. Somit besteht das Klientel der kleinen bis mittleren Verlagen aus der Mitte und der Spitze der Pyramide (häufig und viel Spieler).
Wird die Basis kleiner, müssen die großen Verlage versuchen auch Kunden im mittleren Bereich zu bedienen. Aufgrund ihrer finanziellen Mittel ist es für die großen Verlage ein leichtes kleinere Verlage vom Markt zu verdrängen oder aufzukaufen. Damit wird das Angebot verkleinert. Ein weiterer Teil der Interessenten wendet sich von den Brettspielen ab, die Pyramide rutscht zusammen.
Die medienwirksame Vergabe von Spiele-Preisen würde in jedem Fall die Basis verbreitern.
Ein Auftritt im Fernsehen verbessert das Image (siehe, „Wer wird Millionär“, das kann ich überall hin mitnehmen und anschließend spielt jeder, ohne zu murren, „Anno Domini“ und findet es besser. Versucht es einmal umgekehrt.)
Ein Auftritt im Fernsehen zeigt auch den ausländischen Spielern, wie wichtig wir in Deutschland das Brettspiel nehmen.
Wahrscheinlich wird eine solche Verleihung erst einmal in einem 3. Programm laufen. Die Kosten sind finanzierbar!
Und habt ihr wirklich so wenig Fantasie euch vorzustellen, es wäre nicht möglich mit Brettspielen, eine spannende Spieleshow zu inszenieren? Ich kann mir das schon vorstellen (Jürgen von der Lippe hat das Thema Spielshow immer wieder gut umgesetzt)!
Was eine solche Veranstaltung uns nicht erspart, ist die Aufgabe, auch weiterhin in „atmosphärischer Kleinarbeit“ neue Freunde/innen für das Brettspiel zu gewinnen, was ja in der Regel auch Spaß macht.
Viele Grüße
Lutz Stepponat