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Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 10. Februar 2003, 18:06
von Kathrin Nos
Hi,
im Wirtschaftsspiele-Thread oben werden die Händler mit der Derek-Carver-Zusatzregel erwähnt. Ich nehme an, es handelt sich um das Spiel von Kramer und Ulrich bei Queen Games?
Damit unsere (Z-Ecke hat auch danach gefragt) Frage nicht untergeht, einfach im separaten Thread ;-)
Wie lautet denn diese Regel und wie verändert sich das Spielgefühl?
Alles Gute wünscht
Kathrin.
Re: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 10. Februar 2003, 20:40
von Erhard Portner
Hallo Kathrin,
Derek Carver schlägt folgende Änderungen des Spiels DIE HÄNDLER vor:
1. Sämtliche Ausstattungs- und Einflusskarten werden aus dem Spiel genommen.
2. Es gibt weder Sonderfähigkeiten noch den Kurier.
3. Die Phasen 4 (Preisänderung) und 5 (Verkauf)) werden vertauscht.
4. Jeder erhällt ein Startkaapital von 7000 (statt 5000) Gulden.
Mit verspieltten Grüßen
Erhard
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 10. Februar 2003, 21:54
von Jan Ostmann
Wow ! Diese Variante klingt ja ganz nach Kastration. :-) Aber mal im Ersnst: Da werden doch schon ganz wesentliche Spielelement weggelassen. Daher stellt sich mir die Frage, was vom Spielerlebnis übrig bleibt.
Welche Vorteile bietet diese Variante denn? Und welche Spielerfahrungen hast Du (oder jemand anders) damit gemacht?
Ich bin schon gespannt auf die Antwort.
Ebenfalls verspielte Grüße, aber von Jan (der gerade etwas skeptisch ist, weil im Die Händler auch so schon sehr gut gefällt)
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 10. Februar 2003, 22:26
von Erhard Portner
Hallo Jan,
ich selbst habe die Variante nie gespielt.
Derek Carver hat diese Variante in der Februar 2000 Ausgabe des Counter Magazines vorgestellt.
Zu der Ausgabe siehe den folgenden Link:
http://kumquat.com/cgi-kumquat/funagain/08100?NTRme2R2;;169
DIE HÄNDLER wird durch die Änderungen nach Dereks Meinung allerdings erheblich verbessert.
Mit verspielten Grüßen
Erhard
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 10. Februar 2003, 23:03
von Stephan Zimmermann
"Erhard Portner" hat am 10.02.2003 geschrieben:
> Derek Carver schlägt folgende Änderungen des Spiels DIE
> HÄNDLER vor:
> 1. Sämtliche Ausstattungs- und Einflusskarten werden aus
> dem Spiel genommen.
> 2. Es gibt weder Sonderfähigkeiten noch den Kurier.
> 3. Die Phasen 4 (Preisänderung) und 5 (Verkauf)) werden
> vertauscht.
> 4. Jeder erhällt ein Startkaapital von 7000 (statt 5000)
> Gulden.
Hört sich nach:
"wie mach ich aus einem komplexen Strategiespiel ein Malefiz" scnr
1. braucht man wohl in Dereks englischsprachigem Kreis
2.-4. braucht man wohl um das ganze mit Kindern oder Wenig-Spielern
spieln zu können.
Grüße, Stephan
Re: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 11. Februar 2003, 09:38
von Bernd Menzel
Erhard Portner schrieb:
>
> Derek Carver schlägt für DIE HÄNDLER vor:
>
> 1. Sämtliche Ausstattungs- und Einflusskarten kommen aus dem Spiel.
> 2. Es gibt weder Sonderfähigkeiten noch den Kurier.
> 3. Phase 4 (Preisänderung) und 5 (Verkauf)) werden vertauscht.
> 4. Jeder erhällt ein Startkaapital von 7000 (statt 5000) Gulden.
Also ich kannte die Derek-Carver-Version bis jetzt nicht, wir sind aber auch auf Punkt 1+2 gekommen. Die Ausstatungskarten sind auch nach unserer Meinung einfach zu unausgewogen!! (Insbesondere, das ein Spieler den Wert ein Ware vom Maximum auf's Minmum (oder umgekehrt) setzen kann, war doch des öfteren sehr frustrierend.)
Es gibt da aber noch eine Variante von Godwin Solcher, die besagt:
Einmal benutzte oder nicht mehr gewollte Karten werden zurück in die Schachtel gelegt. Zu Beginn der folgenden Runde werden die zurückgelegten Karten neu versteigert, wobei das Mindestgebot der Hälfte des aufgedruckten Preises entsprechen muss. Niemand darf mehr als 2 Aktionskarten auf einmal besitzen.
Habe ich aber noch nicht ausprobiert...
Bernd Menzel
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 11. Februar 2003, 10:06
von Kathrin Nos
Hallo Erhard,
vielen Dank für diese Informationen :-)
Jaja, Die Händler leiden dasselbe Schicksal wie viel zu viele gute Spiele - wir müssten es unbedingt mal wieder spielen. Unsere Vornahme fürs Neue Jahr ist aber, alle unsere Spiele (wir sind noch eine Grössenordnung unter Deiner Sammlung - unsere ist erst bei um die 200) mindestens einmal zu spielen (wir sind gerade bei ca. 75-80).
Alles Gute wünscht
Kathrin.
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 11. Februar 2003, 12:31
von Dieter Niehoff
Jan Ostmann schrieb:
>
Daher stellt sich mir die Frage,
> was vom Spielerlebnis übrig bleibt.
>
> Welche Vorteile bietet diese Variante denn? Und welche
> Spielerfahrungen hast Du (oder jemand anders) damit gemacht?
Wir spielen es seitdem nur noch nach dieser "abgespeckten" (statt kastrierten)Form. Die Unausgewogenheit der Karten fällt weg. Alles wird leichtgängiger und zugleich beieinflussbarer, also taktischer. Die wesentlichen Elemente eines Wirtschaftsspiels (Angebot und Nachfrage, biullig kaufen, transportieren, mit Gewinn verkaufen) kommen gekonnt zum Vorschein. M. E. zeigt sich die wahre Klasse dieses Spiels in seiner Vereinfachung. Derek Carver gebührt für dieses wegnehmen von Regelnwerk (bei welchen Spiel gibt es dann schon als Verbesserung?) ein großes Lob.
Ich denke ein Versuch lohnt.
Übrigens ist es keine Vereinfachung um es "kindgerecht" zu machen.
Grüsse
Dieter Niehoff
[OT] RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 11. Februar 2003, 22:43
von Erhard Portner
Kathrin Nos schrieb:
>
> Unsere Vornahme fürs Neue Jahr ist aber, alle unsere Spiele
> (wir sind noch eine Grössenordnung unter Deiner Sammlung -
> unsere ist erst bei um die 200) mindestens einmal zu spielen
> (wir sind gerade bei ca. 75-80).
>
Na denn weiterhin viel Spaß beim Sammeln und Spielen.
Mit verspielten Grüßen
Erhard
RE: Die Haendler - Derek-Carver-Zusatzregel?
Verfasst: 11. Februar 2003, 23:45
von Stephan Zimmermann
"Bernd Menzel" hat am 11.02.2003 geschrieben:
> Die
> Ausstatungskarten sind auch nach unserer Meinung einfach zu
> unausgewogen!! (Insbesondere, das ein Spieler den Wert ein
> Ware vom Maximum auf's Minmum (oder umgekehrt) setzen kann,
> war doch des öfteren sehr frustrierend.)
Die Karten müssen doch gar nicht ausgewogen sein.
Sie sind keineswegs ausgewogen - ganz im Gegenteil.
ABER: wenn man das Spiel ein paar mal gespielt hat, dann weiss
man was die Karten wert sind!
Und demzufolgen sollten dann auch die Preise bei der Versteigerung
sein!
Wen jemand für < 2000 zwei gute Karten bekommt - da kann ich nur
sagen: selber schuld, wenn die anderen verlieren.
Umgekehrt: werden sehr hohe Preise bezahlt für die gute Karten bezahlt,
dann kann man auch mit 2*200 für die schlechten Gewinnen.
FAZIT: Die Spieler sorgen für die Ausgewogenheit. Wer sich über den
Tisch ziehen läßt verliert.
Grüße, Stephan