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Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 11:33
von Thomas Tillich
Was geschieht bei Paris Paris, wenn auf den 5 Feldern, auf denen die nicht gewählten Plättchen abgelegt werden, alle von unterschiedlicher Farbe sind (es gibt ja genau 5 Farben)? Gibt es dann keine Große Tour und die Plättchen werden alle abgeräumt? Oder kommt die Große Tour dann in der nächsten Runde - je nach dem, welche Farbe nun übrig bleibt? Letzteres halte ich für wahrscheinlicher.
Eine weitere Sache: Macht das schwarze Säckchen (also die Geheimhaltung der "verdrängten" Steine) überhaupt einen Sinn? Im Spiel zu viert kommt jeder Spieler genau 12 Mal an die Reihe und setzt jedesmal einen Stein. Dann kann man doch sowieso jeder Zeit nachzählen, wer wieviel Steine im Säckchen haben muß. Hat ein Spieler dann z.B. am Ende 9 Steine auf dem Brett, müssen 3 von ihm im Säckchen sein. Demnach hält das Säckchen doch nur den Spielfluß etwas auf, weil die Spieler immer wieder mal mit nachzählen beschäftigt sind, oder sehe ich das falsch?
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 12:17
von Arne Hoffmann
Moin Thomas!
Thomas Tillich schrieb:
>
> Was geschieht bei Paris Paris, wenn auf den 5 Feldern, auf
> denen die nicht gewählten Plättchen abgelegt werden, alle von
> unterschiedlicher Farbe sind (es gibt ja genau 5 Farben)?
> Gibt es dann keine Große Tour und die Plättchen werden alle
> abgeräumt? Oder kommt die Große Tour dann in der nächsten
> Runde - je nach dem, welche Farbe nun übrig bleibt? Letzteres
> halte ich für wahrscheinlicher.
Ich denke auch, daß die Große Tour dann in der nächsten Runde kommt. Das widerspricht meiner Meinung nach auch nicht dem Regelpassus, daß das Plättchen auf ein freies [i]P[/i]-Feld gelegt wird - beide auslösenden Plättchen kommen danach ja aus dem Spiel, so daß ein neues freies Feld entsteht.
> Eine weitere Sache: Macht das schwarze Säckchen (also die
> Geheimhaltung der "verdrängten" Steine) überhaupt einen Sinn?
Die Geheimhaltung eigentlich nicht, da man jederzeit nachzählen kann, wer wieviele Steine im Einsatz oder im Vorrat hat. Für mich ist das Säckchen ein geeigneter Aufbewahrungsort für die verdrängten Steine, damit am Spielende die eventuellen Zusatzpunkte leichter vergeben werden können.
> Demnach hält das
> Säckchen doch nur den Spielfluß etwas auf, weil die Spieler
> immer wieder mal mit nachzählen beschäftigt sind, oder sehe
> ich das falsch?
Na ja, ob es den Spielfluß aufhält bezweifel ich - immer wieder nachzählen muß man die Anzahl meines Erachtens nach nicht. Ich bin selber nicht gerade ein Freund davon, mir Klötzchenmehrheiten zu merken (sei es bei Euphrat&Tigris, beim Castillo in El Grande oder sonstwo), aber bei Paris Paris ist das doch noch vergleichsweise einfach.
Tschö,
- Arne - (mag zwar nicht Paris, dafür aber Paris Paris :-D )
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 12:28
von Roman Pelek
Hi Thomas,
Thomas Tillich schrieb:
>
> Was geschieht bei Paris Paris, wenn auf den 5 Feldern, auf
> denen die nicht gewählten Plättchen abgelegt werden, alle von
> unterschiedlicher Farbe sind (es gibt ja genau 5 Farben)?
Das mit dem Ablegen ist so zu verstehen, dass nur dann abgelegt wird, wenn keine Farbübereinstimmung auftritt, sonst nimmt man einfach das "doppelte" Plättchen weg und legt es mit dem aktuellen beiseite - und es kommt immer sofort zur Großen Tour.
> Eine weitere Sache: Macht das schwarze Säckchen (also die
> Geheimhaltung der "verdrängten" Steine) überhaupt einen Sinn?
> Im Spiel zu viert kommt jeder Spieler genau 12 Mal an die
> Reihe und setzt jedesmal einen Stein. Dann kann man doch
> sowieso jeder Zeit nachzählen, wer wieviel Steine im Säckchen
> haben muß. Hat ein Spieler dann z.B. am Ende 9 Steine auf dem
> Brett, müssen 3 von ihm im Säckchen sein. Demnach hält das
> Säckchen doch nur den Spielfluß etwas auf, weil die Spieler
> immer wieder mal mit nachzählen beschäftigt sind, oder sehe
> ich das falsch?
Wenn man's mit Nachzählen macht, mag's durchaus auch aufhalten, ja. Für solche Runden kann man ja auch einfach offen spielen. An sich finde ich das Säckchen 'ne einfache Lösung zur separaten Aufbewahrung, und wenn man's mit Familien spielt, mag's ihnen entgegenkommen, das verdeckt zu machen. Dann ist keiner "eingeladen", explizit auf den aktuellen Stand der Dinge zu schauen und sich darüber Gedanken zu machen. Ich denke, das ist eine Mentalitätsfrage der betreffenden Spieler, was wem mehr entgegenkommt.
Ciao,
Roman
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 12:51
von Wolfgang Ditt
Hallo Thomas,
es sind 5 Plätze für bis zu 5 verschieden farbige Routen. Die große Tour muss dann zwangsläufig eine Runde später kommen. Wir sind nie auf die Idee gekommen, es anders zu spielen.
Was den Beutel angeht, kannst du natürlich nachrechen. Das tun vor allem Strategen. Das Spiel richtet sich aber weniger an Strategen (die Teilnehmer an der Deutshen Mannschaftsmeisterschaft werden es sicherlich strategischer spielen) als an Familien und für mich ist es ein sehr sehr gutes Familienspiel (kurze Regel, kurze Spieldauer, begrenzte Zugmöchlichkeiten, akzeptabler Glücksfaktor, genügend Einflussmöglichkeiten).
In Familienrunden wird nur wenig auf den Beutel geachtet und hier ist es angenehm, wenn nicht direkt ersichtlich ist, wer wie viel im Beutel hat. Es genügt meistens auch, den Punkte- und Spielstand anzuschauen, damit man weiß, wer in den Beutel gehört.
Wolfgang
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 13:02
von Markus N.
Ich sehe es genauso wie Wolfgang!
Wenn das sechste Plättchen kommt, gibt es spätestens die große Tour.
Das mit dem Sack kann man machen, muß man aber nicht! Man kann es auch offen spielen!
hast du Coloretto schon gespielt?
Welches Schacht - Spiel gefällt dir besser?
Markus
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 13:48
von michael schacht
zur grossen tour:
wenn 5 verschiedene plättchen abgelegt sind,
kommt die nächste grosse tour zwangsläufig am ende der nächsten runde
beim ablegen des nächsten plättchens.
zum säckchen:
abzählen kann man die steine nicht.
denn wenn ein spieler sich selbst verdrängt kommt sein
geschäftshaus nicht ins säckchen sondern in seinen vorrat zurück.
dann stimmt die anzahl der fehlenden steine auf dem spielbrett nicht mehr
mit dem inhalt des säckchens überein.
also muss man schon ein wenig aufpassen, was passiert.
Re: [RF] zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 14:29
von Volker L.
Suchfunktionsservice
Gruss, Volker
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 15:58
von Arne Hoffmann
Hallo Michael,
ist der Vorrat der Spieler nicht offen, oder habe ich jetzt was falsches im Kopf? (Ich moechte ja ungern dem Autor widersprechen ;-) ). Dann kann ich Vorrat und Spielbrett zusammenzaehlen und habe schwuppdiwupp die Anzahl Steinchen im Beutel heraus. Uebersehe ich hier etwas?
Schoene Gruesse,
- Arne -
michael schacht schrieb:
> zum säckchen:
> abzählen kann man die steine nicht.
> denn wenn ein spieler sich selbst verdrängt kommt sein
> geschäftshaus nicht ins säckchen sondern in seinen vorrat
> zurück.
> dann stimmt die anzahl der fehlenden steine auf dem
> spielbrett nicht mehr
> mit dem inhalt des säckchens überein.
> also muss man schon ein wenig aufpassen, was passiert.
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 16:59
von michael schacht
hallo arne!
mein vorschlag für eine hausregel:
1) die spieler sortieren ihren vorrat in klar getrennte 5er gruppen.
2) während du zählst ist reden grundsätzlich untersagt - stört die konzentration.
3) hände am vorrat und geheimvorräte in taschen werden streng bestraft ;-)
spielst du el grande eigentlich "offenem" castillo-inhalt?
grüsse vom brillenträger (leider kein "schwuppdiwupp")
michael
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 17:26
von Thomas Tillich
Also für El Grande könnte man diese tollen durchsichtigen Plexiglastürme verwenden, die es als "Plättchenstapelhalter" für Carcassonne zu kaufen gibt. ;-)
Re: Regelfrage zu Paris Paris
Verfasst: 27. Februar 2003, 17:41
von Arne Hoffmann
Moin Michael!
michael schacht schrieb:
>
> hallo arne!
>
> mein vorschlag für eine hausregel:
> 1) die spieler sortieren ihren vorrat in klar getrennte 5er
> gruppen.
> 2) während du zählst ist reden grundsätzlich untersagt -
> stört die konzentration.
> 3) hände am vorrat und geheimvorräte in taschen werden streng
> bestraft ;-)
Klingt nach guter Regel - dann wird das Spiel auch nicht durch das Nachzählen unterbrochen. :lol:
Um ein wenig ernsthafter zu werden an dem heutigen Tag: Versteh mich nicht falsch, ich zähl bestimmt nicht bei Paris Paris die Klötzchen nach, wenn ich den Überblick über den Beutelinhalt verloren habe - ich weiß normalerweise, wieviele ich im Beutel habe und habe einen groben Überblick darüber wer, mit wievielen Klötzchen die meisten da drin hat. Das ist die einzig für mich notwendige Information, damit ich absehen kann ob diese Bonuspunkte mir gefährlich werden können.
> spielst du el grande eigentlich "offenem" castillo-inhalt?
Nö, deswegen schau ich da meist auch blöd aus der Wäsche, wenn bekannt wird wieviel Klötzchen die anderen da nun drin hatten. :-)
> grüsse vom brillenträger (leider kein "schwuppdiwupp")
Bei mir auch nicht, trotz noch intakter Augen. ;-)
Tschö,
- Arne - (weder Klötzchen- noch Erbsenzähler)