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Bakerstreet - Erfahrungen???

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jan Ostmann

Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Jan Ostmann » 15. März 2003, 01:04

Hallo!

Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit dem neuen 2-Personenspiel "Bakerstreet" aus dem Hause Ravensburger gemacht?
Ich finde das Thema klingt sehr interessant - aber ist es das Spiel auch?

Jan

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Andreas Keirat/Claudia Schlee

Re: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 15. März 2003, 05:11

Jan Ostmann schrieb:
>
> Hallo!
>
> Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit dem neuen
> 2-Personenspiel "Bakerstreet" aus dem Hause Ravensburger
> gemacht?
> Ich finde das Thema klingt sehr interessant - aber ist es das
> Spiel auch?
>
> Jan

Hallo!

Ich persönlich mag das Spiel nicht so. Es ist halt ein typisches Merkspiel mit Bluffelementen. Man legt eine Karte an einen der 5 Buchstabenstapel und zieht dann eine neue Karte nach. Nun schnell den Gesamtwert aller Karten beider Spieler einschätzen und ansagen. Der Mitspieler kann diese Zahl glauben und seinen normalen Spielzug machen oder zweifeln. In letzterem Fall wird man nachschauen und der Gewinner des Zweifel-Duells darf einen der fünf Buchstabenstapel bestimmen, der gewertet werden soll. Da deckt man nacheinander die Karten auf und ermittelt denjenigen, der die höchste Punktzahl liegen hat. Durch Sondersymbole auf einigen Karten kann man das Werten eventuell vorher stoppen oder dafür sorgen, daß eigene Karten doppelt zählen. Vielleicht wird danach noch ein weiterer Stapel ausgewertet, wenn ein Pfeil-Symbol auf irgendeiner der gewerteten Karten erscheint.

Mag am Anfang recht nett sein, aber das Bluffen ging mir persönlich schnell auf den Geist. Wer Merkspiele mag, kann sich Bakerstreet anschauen. Ich würde in dieser Reihe jedoch Richelieu bevorzugen (Kardinal & König Kartenspiel mit scheinbar leicht veränderten Regeln). Zum dritten Spiel der Serie kann ich noch nichts sagen, denn Crazy Chicken ist gerade gestern erst eingetroffen.

Ciao,

Andreas Keirat

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Jan Ostmann

RE: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Jan Ostmann » 15. März 2003, 10:44

Danke Andreas!

Klingt ja fast so als wäre dem Spiel das Detektiv-Thema nur aufgepfropft worden. Schade :-).

Jan

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Thomas Hittmeyer

RE: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Thomas Hittmeyer » 15. März 2003, 13:25

Hallo Jan,

kann mich dem Statement von Andreas nur anschließen. Ich habe das Spiel am
Mittwoch bei Spielemax in Bremen für ca. EUR 11,00 erstanden. Nach Lesen der
Anleitung bemerkte ich keinen "Verräter".

Man kann ein Spiel einfach nicht mehr blind kaufen. Nur noch nach Machart: kauf,
spiel und stirb.

Gruß
Thomas

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Jan Ostmann

RE: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Jan Ostmann » 15. März 2003, 13:58

Hallo Thomas.


>Nach Lesen der Anleitung bemerkte ich keinen "Verräter".

Wie meinst Du das?

Gruß, Jan

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peer

RE: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon peer » 15. März 2003, 14:09

Hi,
vermutlich bezog er sich darauf, dass der Autor das sehr gute "Verräter" mit dem genialen Rollenwahlprinzip erfand - und Bakerstreet einfach nicht diese Qualität hat.

ciao
Peer (freut sich, dass andere Leute Spiele noch blind kaufen, so dass er von deren Erfahrungen profitieren kann) (Und das ist nicht schadenfroh gemeint)

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Mifu

Re: Bakerstreet - Erfahrungen???

Beitragvon Mifu » 15. März 2003, 18:03

Tja, da will ich doch auch einmal eine andere Meinung bieten :

Bakerstreet hat mir sehr gut gefallen : ich mag eben Bluffspiele
und Kartenspiele :-)

Sicher ist es kein "Superspiel" - aber was ist schon ein "Superspiel" ?
Ich kaufe Spiele, damit ich einen schönen Abend verbringe,
vergleichbar mit einem Kinobesuch. Dort schaue ich mir auch einen
Film an, den ich mir - gefiel er mir gut - auch später noch einmal auf
Video anschaue. So denke ich, ist das mit Spielen ebenso.
Kaufe ich ein Spiel - wie zum Beispiel : "Bakerstreet" und verbringe
damit mit meiner Frau einen schönen Abend - hat sich der Zweck
des Kaufs gelohnt. Dann weine ich nicht den 10,-- Euro nach - die
ich auch beim Kinobesuch ausgegeben hätte, und ich weine auch nicht
nach, wenn ich dieses Spiel vielleicht nicht mehr spielen werde.

Bakerstreet haben wir aber noch mehrmals gespielt und somit :
was will ich noch mehr !! Selbst wenn Bakerstreet jetzt nur noch im
Schrank stehen würde, hat sich die Anschaffung für mich gelohnt.

Wenn Du meine Rezension lesen willst :
http://www.startspieler.de/bakerstreet.htm

Viel Spaß - wenn Du es kaufen solltest und einen schönen Abend.

Mit spielerischen Grüßen
Mifu

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Thomas Rosanski

"Superspiel" :-) (RE: Bakerstreet - Erfahrungen???)

Beitragvon Thomas Rosanski » 16. März 2003, 09:25

"Mifu" hat am 15.03.2003 geschrieben:
> Sicher ist es kein "Superspiel" - aber was ist schon ein
> "Superspiel" ?

Hmm, um das herauszufinden, könnte RTL doch einfach eine "Deutschland sucht das Superspiel"-Show auf die Beine stellen, oder? ;-)

Ob dann wohl ein auf Siedler basierendes "Abenteuer Tierwelt" gegen ein Plättchenlegespiel "Raumfahrer & Sternensammler " ins Finale kommen würden? Oder doch eher ein MädN-Verschnitt gegen ein "Mit dem Würfel bis zum Ziel und Gehe-Zurück-Aktionsfeldern"-Spiel?

Nicht ganz ernst gemeinte Grüße,

Thomas
--
http://thomas-rosanski.de/

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Marcel-André Casasola Merkle
Brettspieler
Beiträge: 62

Wann passt ein Thema?

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 16. März 2003, 13:02

Jan Ostmann schrieb:

> Klingt ja fast so als wäre dem Spiel das Detektiv-Thema nur
> aufgepfropft worden. Schade :-).

Hallo Jan,

natürlich denken die meisten Menschen bei einem Detektivthema an ein Deduktionsspiel - und das ist "Bakerstreet" ja nicht. Ich denke trotzdem, dass wir bei "Bakerstreet" das richtige Thema gewählt haben, denn die Hauptelemente des Spiel beziehen sich recht gut auf die Hintergrundwelt.

Im Vordergrund steht der Spürsinn der Spieler:
Man muss sein Gegenüber genau einschätzen, hinters Licht führen und bluffen. Dabei gilt es, genau zu beobachten, denn verräterisch (wenn ich mir das Wortspiel erlauben darf) ist oft auch die Auswahl der ausgespielten Karten.

Mit der Ablage der Karten kann man einige Winkelzüge durchführen (die Pfeilkarten aktivieren gleich mehrere Stapel). Wer sich merkt, wo welche Indizien liegen und gezielt aktiv wird, hat Vorteile.

Dabei nehme ich als Spieler das Merkelement nie so ernst, dass es zur Rechenaufgabe wird, sondern lasse mich eher von meinem Gefühl leiten. Schließlich gewinnt der Spieler mit der besseren "Nase" und das ist auch die Vorgehensweise, die Sherlock Holmes bevorzugt hat.

Viele Grüße
Marcel-André Casasola Merkle

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Marten Holst

RE: Wann passt ein Thema?

Beitragvon Marten Holst » 16. März 2003, 14:16

Moinle,

zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich Dich bislang immer falsch geschrieben habe (ein Bindestrich zu viel, ich glaube auch ein s...).

Und dann, völlig OT:

> Dabei nehme ich als Spieler das Merkelement nie so ernst,
> dass es zur Rechenaufgabe wird, sondern lasse mich eher von
> meinem Gefühl leiten. Schließlich gewinnt der Spieler mit
> der besseren "Nase" und das ist auch die Vorgehensweise,
> die Sherlock Holmes bevorzugt hat.

Naja, der ist mittlerweile 160 Jahre und tot und kann nichts mehr dazu sagen, aber wenn ich mich nicht sehr täusche, war er doch jemand, der zeitweise sehr gegen "Nase" und "Gespür" geschimpft hat, oder?

Spürnasige Grüße
Marten (war mal Sherlock Holmes auf einer Bühne)

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Marcel-André Casasola Merkle
Brettspieler
Beiträge: 62

RE: Sherlocks Vorlieben

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 16. März 2003, 15:00

Hallo Marten,

> Naja, der ist mittlerweile 160 Jahre und tot und kann nichts
> mehr dazu sagen, aber wenn ich mich nicht sehr täusche, war
> er doch jemand, der zeitweise sehr gegen "Nase" und "Gespür"
> geschimpft hat, oder?

Tja, da hast du mich doch tatsächlich als Sherlock-Holmes-Laie geoutet. Werd ich dir nie verzeihen ;)

Was sagt den Watson dazu?

Gruß Marcel-André
P.S. Naja, immerhin schreibst du jetzt meinen Namen richtig :)

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Marten Holst

RE: Sherlocks Vorlieben

Beitragvon Marten Holst » 16. März 2003, 21:18

Moinle M-A CM,

> Was sagt denn Watson dazu?

Wenn ich die Bücher richtig in Erinnerung habe, dann so etwas ähnliches wie "Ja Sherlock", "Du bist der Größte Sherlock", "Wie Du das wieder gemacht hast, Sherlock", "Ich will ein Kind von Dir, Sherlock" ;-)

Naja, er war Mediziner, wird sich also bei letzterem keine Hoffnung gemacht haben.

> P.S. Naja, immerhin schreibst du jetzt meinen Namen richtig
> :)

Siehst Du, war mein Sonntag doch nicht völlig sinnlos... ;-)

Sinn gefunden habende Grüße
Marten (dem beim Fußball heute jemand auf den Fuß getreten ist, und der jetzt ganz dolle aus hat :-( )

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LuckyLuke

Jäger des verlorenen Schatzes

Beitragvon LuckyLuke » 17. März 2003, 20:20

Hallo auch!

Die Einstellung finde ich genau richtig. Spiele mit einem Abend im Kino zu vergleichen. Ich finde die 10 € auch gut angelegt für ein Spiel, auch wenn es nicht so oft auf den Tisch kommt. Wobei ich Bakerstreet sicher nicht verstauben lassen werde und das Geld hier gut investiert ist.
Hat Sherlock Holmes eigentlich nur Gangster gejagt oder auch Elche, Nashörner, Vampire oder Schnäppchen auf einem Trödelmarkt............??
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Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.
Novalis, eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg (1772 - 1801), deutscher Lyriker
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cu Lucky Luke

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Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

Kaufempfehlung -> trotz Themaverfehlung

Beitragvon Braz » 18. März 2003, 02:33

Hallo,


also ich finde das Spiel nicht schlecht, wennglwich ich die Thematik weniger gelungen finde, impliziere ich mit dem Namen "Bakerstreet" doch eher : Scharfsinn-Spürsinn-Denksport....quasi eine Art "Sherlock Holmes-Criminal Cabinet".
Das Kartenspiel geht nun leider so gar nicht in diese Richtung. Ich finde sogar, daß die Theamitk ein wenig verfehlt ist, denn was hat eine Art Bluff-Spiel mit dem Spürsinn eines Sherlock Holmes zu tun ?!...ja ja ich weiß...diverse Erklärungen bzw. Erklärungsversuche gab es schon in diversen Posts vorher...nur: Wenn ich ein Spiel kaufe, welches eine Art detektivischen Spürsinn in mir weckt und dann diesen einfach nicht erhalte, dann bi ich doch von der Themtikwahl mehr als enttäuscht.

JEDOCH :
Finde ich das Spiel trotzdem gelungen ! Wieso ? Nun, weil es ein endlich mal ein Spiel als eine Art "Bluff" als 2-Personene-Variante ist und das finde ich mehr als gelungen. Wie gesagt: Das Spiel als solches ist -so finde ich zumindest - klasse, wenngleich das Theam meines Erachtens verfehlt wurde.
Wie auch immer-Thema Verfehlung hin oder her- : Für mich trotzdem eine Kaufempfehlung und zwar für jeden, der das Spiel "Bluff" oder andere Bluff-Spiele mochte/mag, jedoch einen 2-Personen-Abend bevorzugt.

nochmals: Spiel klasse. Thema unpassend.
trotzdem alles in allem: Feines Spiel -> Kaufempfehlung !


Gruß
Braz


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