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Phalanx Games

Verfasst: 28. Oktober 2003, 13:03
von Susanne
Hallo an alle,

kann schon jemand was zu den neuen Phalanx-Spielen sagen???

Viele Grüße,
Susanne

Erster Eindruck: Borgia

Verfasst: 28. Oktober 2003, 14:51
von Michael Schmidt
Wir haben Borgia auf der Messe gespielt, waren aber nicht besonders beeindruckt.

Gespielt werden drei Runden, wobei in jeder Runde eine gewisse Anzahl an Aktionskarten versteigert wird (bei 3 Spielern 12 Karten). Ist man am Zug deckt man eine Karte auf und diese wird dann versteigert. Geboten wird mit Geld, das aber am Ende auch noch Siegpunkte wert ist. Dannach kann man eine Karte auspielen. Man bringt damit neue Künstler, Ämter oder Familienkarten ins Spiel von denen man je eine mit einer Stadt beschützen kann. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, andere Spieler anzugreiffen und deren Karten zu übernehmen. Am Ende der Runde wird dann ein neuer Papst gewählt. Der Papst kann selbst keine Ämter behalten und muss diese beliebig an ihm loyale Spieler verteilen. Zum Schluss einer Runde gibt es dann Siegpunkte für das übrige Geld, Siegpunkte für manche Karten sowie Sondersiegpunkte für den Papst. Dann sammelt man sein Einkommen ein und die neue Runde beginnt.

Da jeder Spieler eine Karte versteigert wirkt das Spiel etwas träge, da alle immer überlegen müssen was die Karte wohl für sie wert ist. Uns ist es oft passiert, dass man in einer Runde überhaupt keine interessanten Karten ersteigern konnte und somit einfach nur zugeschaut hat und sich das Geld/Siegpunkte einfach gespart hat. Wie das halt immer mit Bietspielen ist, muss man es wohl öfters spielen, um den wirklichen Wert besser einschätzen zu können.
Andererseits kann man den Bietmechanismus auch nicht weglassen und einfach jede Runde eine Karte ziehen, da manche Karten sehr stark sind und das ganze sehr glücksabhänig wäre. Es wirkt einfach ein bischen so, als ob Borgia als reines Kartenspiel zu unausgeglichen war und man einfach den Bietmechanismus aufgesetzt hat. Somit bleibt es den Spielern überlassen, das Spiel auszubalancieren. Dies funktoniert mit Sicherheit recht gut, hat uns aber bei unserem ersten Spiel nicht gefallen. Allerdings waren wir auch schon etwas gelangweillt von den vielen Bietspielen dieses Jahr.

Das Spiel erinnert etwas an Princes of the Renaissance( - Light), gerade da hier auch ein ähnlicher Bietmechanismus zum Ausgleichen des Spiels verwendet wird. Wem PotR gefällt, wird vielleicht auch an Borgia seine Freude haben. Obwohl es im Spiel zu dritt nicht so recht funktioniert hat, hat uns der Junta-Effekt bei der päpstlichen Ämterverteilung ganz gut gefallen. Auch die Aufmachung ist wie von Phalanx gewohnt, sehr nett ausgefallen...

Re: Erster Eindruck: Borgia

Verfasst: 31. Oktober 2003, 09:04
von Susanne
Vielen Dank, Michael!

RE: Erster Eindruck: Borgia

Verfasst: 31. Oktober 2003, 09:36
von Hanno Schwede
Borgia

wir haben es damals auf einem Workshop einen Prototypen spielen können, im grossen und ganzen freue ich mich seit dem darauf das fertige Spiel auf Herz und Nieren testen zu können.

Mein Eindruck damals war, das man im ersten Spiel es nur schafft die verschiedenen Regeln und Kartenkombinationen kennen zu lernen. Die im ersten Spiel doch ein wenig überfordern. In weiteren Spielen könnte man diesbezüglich anders agieren und eventuell auch auf manches Experiment des ersten Spiels verzichten, bzw. andere Wagnisse eingehen.

Meines Erachtens ist Borgia ein Spiel für eine kleine Menge an Leuten, die Spass an fiesen gemeinen intriganten Spielen haben, also Intrige, Junta und ähnliche sollten hier als Beispiel gelten.

Grüsse

Hanno, der seine Hoffnungen vor allem auf das andere kleine Phalanx Spiel setzt.....
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