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Gestern in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 2. November 2003, 13:37
von Paul
Gestern waren wir also in Stuttgart, da Carcassonne eines untererer Lieblingsspiele ist - also hin zum Stand und wollten dort die Burg ausprobieren...
tja - das eine Spiel welches auslag war in Beschlag - mehr gab es nicht.. die Leute dort am Stand waren (es war knapp 10 Uhr morgens) recht unfreundlich... mehr packen wir nicht aus - hiess es..
Ich fragte nach König und Späher... : hams se nicht... kurz drauf sahen wir - wie es doch jemand bekam...
Gut nächster Versuch gegen Mittag - tja wieder war das eine Burgspiel belegt. Amun Re auch.... was blieb war Ohne Furcht und Adel.. fragten ob wir das spielen könnten - und vorallem ob es uns jemand erklärt : Antwort: ich kann es nicht.. der Kollege war an einem Tisch mit einem weiteren Mitarbeiter vom Stand selber am Spielen... nunja... soviel zu Hans-Im Glück...

Einen tollen MEsseauftritt stelle ich mir als Kunde anderst vor....

Paul

Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 4. November 2003, 09:39
von Immanuel
Hallo Paul,

Sonntagmittag, gleicher Stand:
Wir hatten zu dritt tatsächlich endlich einen Tisch ergattert, um endlich Attika auszuprobieren. Da aber gleichzeitig an vier anderen Tischen Attika gespielt wurde, gab es keines mehr.
Armes Deutschland, wenn ein Verlag nur vier Testspiele einer Sorte auf die Spielemesse mitnimmt.
So mussten wir uns eben bei der Konkurrenz vergnügen, denn AmunRe kannten wir schon und zu dritt war ja die Burg auch keine echte Alternative.
Vielleicht schenkt mir ja jemand ein Attika zu Weihnachten, damit ich es auch mal probieren kann.

Immanuel

Re: Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 4. November 2003, 10:07
von Michael Andersch
Immanuel schrieb:
>
> Sonntagmittag, gleicher Stand:
> Wir hatten zu dritt tatsächlich endlich einen Tisch
> ergattert, um endlich Attika auszuprobieren. Da aber
> gleichzeitig an vier anderen Tischen Attika gespielt wurde,
> gab es keines mehr.

Naja, Sonntag Mittag ist nicht unbedingt der Zeitpunkt, zu dem man mit leeren Ständen, freien Sitzplätzen und quasi unendlich vielen Vorführexemplaren gerechnet werden kann.

> Armes Deutschland, wenn ein Verlag nur vier Testspiele einer
> Sorte auf die Spielemesse mitnimmt.

Wieso? HiG hatte glaube ich 6 Tische. Und da man ja schliesslich auch noch was anderes zeigen wollte (nehme ich zumindest mal an) sind 4 Attikas doch ausreichend, oder?
In Essen ist es auch nicht besser, und auf anderen Spielemessen möglicherweise auch nicht.
Wenn Du gezielt ein Spiel spielen willst, dann ist die einzig sichere Vorgehensweise eigentlich gleich morgens an den gewünschten Stand zu gehen.

Abgesehen davon bin ich mir fast sicher, dass man Attika auch am Stand des Spielearchivs ausleihen konnte (weiss aber nicht wie viele - aber zumindest habe ich an den zugehörigen Tischen eine Partie Attika laufen sehen).

> Vielleicht schenkt mir ja jemand ein Attika zu Weihnachten,
> damit ich es auch mal probieren kann.

Es gibt auch andere Möglichkeiten.
Siehe meine Antwort auf Dein Posting im Spielertreffen-Forum.

Micha

Re: Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 4. November 2003, 20:29
von Frank Schaubrenner
am spielearchiv wurde eines oder zwei *grübel* Ausgegeben

und das ziemlich oft :-)

ist aber auch ncith ganz so wichtig , übrigens finde ich auch das bei 5-6 Tischen 4 exemplare von einem Spiel doch Ausreichend ist, sicher ärgerlich für den betreffenden, aber der Stand hatte eben mehr Neue sachen die auch gezeigt werden wollen...

Gruss
FRank

ps.nach 15-20 mal erklären immer noch nicht schlüssig wie man am einfachsten /schnellsten Attika erklärt ;-)

Re: Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 5. November 2003, 08:21
von Paul
Hallo,
aber was mich verwunderte war auch die "unwissenheit" zum Teil (das Spiel kann ich nicht erklaren) und die Unfreundlichkeit bzw die Ungepflegtheit.
Sowie das drei Mitarbeiter an einem Tisch wohl mit Bekannten zusammen spielten -
Ebenso war es das es nur zwei CC-Burgen gab.
Und sorry was macht es aus - wenn der eigene Verlag einfach noch ein Schachtel mehr ausgibt....

Frü mich war das kein toller Messeauftritt den man loben kann.
Paul

Re: Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 6. November 2003, 11:03
von Nicole
Ich kann mich nur der Meinung von Paul anschliessen: auch ich war von der Messe in Stuttgart enttäuscht. Personal teilweise sehr lustlos und unfreundlich. Es kann doch nicht sein, dass wenn man auf einer Messe Interesse an einem Spiel hat, dass es dann heisst: mehr Exemplare packen wir nicht aus. Ich erinnere mich noch an die ersten Jahre der Messe: da waren die Spiele sehr schön aufgebaut und die Verlage kamen sogar auf einen zu, ob man sich nicht setzen und spielen möchte.
Was mich am meisten stört ist, dass die meisten Leute die Spielregeln selbst lesen müssen, weil nicht genügend Personal da ist oder die Erklärer selbst nicht richtig Bescheid wissen. Dann kann ich mir das Spiel auch so kaufen, ohne auf der Messe Eintritt zu zahlen, und mir dann zuhause die Regel selbst durchlesen.
Die Atmosphäre auf der Messe hat auf jeden Fall nachgelassen.

Re: Sonntag in Stuttgart - Spielemesse

Verfasst: 7. November 2003, 07:36
von Gabi
besser noch - Spielregeln FALSCH erklären.
Passiert bei QueenGames :-(
Wir haben uns Alhambra erklären lassen. Der "richtige" Erklärer war beschäftigt - drum erklärte es uns eine Dame (die aber eher für den Verkauf zuständig war) - leider total falsch... wir lasen dann selbst nach.. und konnten es richtig stellen.
Bzw fragten dann beim richtigen nach..
die dort waren im Gegensatz zu HiG sehr nett - aber ich denke so grosse fehler (es waren keine Kleinigkeiten welche sie uns falsch erklärt hat) dürften nicht passiern, dann lieber sagen: das man kurz warten soll - dafür hätten wir mehr verständnis gehabt.

Tja ich denke auch das es vor ein paar Jahren besser war, aber vielleicht meinen sie sie haben es nicht mehr nötig.
Einzige Ausnahme war Ravensburger. Nett Kompetent und wirklich gut erklärt und vorallem jede Menge spiele - welche auch extra geholt wurden, wenn man einen extra wunsch hatte :-)

Gabi

Verlage auf Messen

Verfasst: 7. November 2003, 08:28
von Michael Andersch
"Gabi" hat am 07.11.2003 geschrieben:
> besser noch - Spielregeln FALSCH erklären.
> Passiert bei QueenGames :-(

Das ist natürlich immer blöd. Gut, wenn man's selber noch merkt, aber prinzipiell schon schlecht.
Passiert aber überall und immer wieder.

> dann
> lieber sagen: das man kurz warten soll - dafür hätten wir
> mehr verständnis gehabt.

Geht jetzt nicht gegen Dich, aber ich greife einfach den Satz mal auf: Genau so wie einige Leute ja meckern, dass nicht jeder Verlag alle Spiele unendlich oft offen rumliegen hat, genau so wird dann in so einem Fall gemeckert: "schlechter Service, da haben sie die Spiele offen rumliegen, aber viel zuwenige Erklärer..."

> aber vielleicht meinen sie sie haben es nicht mehr nötig.

Das sicher nicht. Aber vielleicht kann man es sich nicht leisten?


> Einzige Ausnahme war Ravensburger. Nett Kompetent und
> wirklich gut erklärt und vorallem jede Menge spiele -
> welche auch extra geholt wurden, wenn man einen extra
> wunsch hatte :-)

OK, von Ravensburger bekamen wir letztes Jahr ein Spiel so erklärt, dass wir uns die Regel dann lieber selber durchgelesen haben.
Bzw. machen wir das öfter so: während der Erklärer erklärt liest einer die Regel mit und ergänzt / korrigiert hinterher das, was der Erklärer weggelassen oder u.U. falsch erklärt hat.


Seht es doch mal ganz einfach so:
Fast alle Verlage sind SEHR klein. Ausnehmen würde ich da jetzt mal nur Ravensburger, Amigo und Kosmos.
Sehr klein bedeutet: Nur wenige Personen, die sich aber um alles kümmern müssen (Spieleauswahl, Redaktion, Marketing, Messeauftritte, Verwaltung, Bestellabwicklung,...). Sehr klein bedeutet auch, dass sie es größtenteils finanziell nicht allzu dick haben, und folglich auch keine hauptberuflichen Superduperhochglanzspieleerklärer immer und überall parat haben, zusammen mit ausreichend offenen Spielen und einem fussballfeldgroßen Stand, damit auch wirklich jeder immer einen Sitzplatz findet und niemand auch nur eine Minute warten muss.
Das geht einfach nicht, aber viele Leute haben hierfür kein Verständnis - vielleicht auch deswegen, weil die Produkte sehr professionell wirken und man einfach nicht glauben kann, dass dahinter nur eine sehr kleine Organisation steckt...

Also: Seht es doch den Verlagen nach (auch den größeren) wenn nicht immer alles perfekt ist.
Oder: Geht doch mal auf die andere Seite - einige Verlage suchen ja für die örtlichen Messen gelegentlich Erklärer. Da werden sich einige Dinge wohl deutlich zurechtrücken...


Wie gesagt: Das ging jetzt nicht gegen Dich, auch wenn ich auf Dein Posting geantwortet habe. Ich finde es mittlerweile einfach etwas unschön, wie einige Leute alles und jedes kritisieren, immer nur "haben wollen" (neue Spiele, tolle Spiele, schöne Spiele, große Spiele), aber billig soll es bitteschön schon sein - dafür darf der "Service" keinerlei Anlaß zur Kritik geben.
Das geht halt so nicht, bzw. nur begrenzt.

Jetzt geht's mir besser,
Micha

Re: Verlage auf Messen

Verfasst: 7. November 2003, 10:24
von Heinrich Glumpler
Hi Michael,

da sprichst du mir ein biszchen aus der Seele :-)

Ich selbst werde des oefteren gelobt fuer meine Spiele-Erklaererei, aber selbst ich finde auf Messen erst nach etwa 10 Erklaerungen den "idealen Weg" ein Spiel zu erklaeren - und dann ist es noch mein eigenes!!

Dementsprechend schwer stell' ich es mir fuer einen angeheuerten Spieleerklaerer vor.

Gruesze
Heinrich

Re: Verlage auf Messen

Verfasst: 7. November 2003, 11:35
von Ina-spielbox
Hallo Michael,

da hast Du mir auch wirklich aus der Seele gesprochen. Dieses "Meckern auf allerhöchstem Niveau", bei dem fast alles selbstverständlich ist - nur kein Verständnis - hat sich hier ziemlich eingebürgert und ist manchmal echt nervig.

Ina