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Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 04:43
von peer
Hi,
was fuer Spiele kennt ihr, bei denen "richtig" Politik gemacht wird?
Mir fallen ein:
- Oekolopoly
- Republic of Rome
- Buendnis fuer Arbeit (wobei ich das noch nicht gespielt habe)
Und ich meine weder Kriegs/Diplomatiespiele ala Diplomacy, Kreml etc noch reine Aufbauspiele wie Puerto Rico.
ciao
Peer
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 07:45
von Mike
- Europa 1945-2030
- Liberté
- 1848
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 08:01
von Joshua
Auf alle Fälle:
- Die Macher
Dann wird es aber auch schon dünne. Bei den Konfliktbetonten würde ich vielleicht noch
- Twilight Imperium
hinzufügen
Grüße Joshua
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 08:18
von Dirk Piesker
Hi Peer,
Warrior Knights von Games Workshop.
Dirk
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 09:13
von Thomas O.
Hi Peer,
Global Powers von eggertspiele. Politik, Konflikt, Resourcenmanagement und Weltherrschaft.
Gruß, Thomas
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 09:24
von Oliver
Guten Morgen Peer,
mir fielen da noch folgende Titel ein:
- Junta (ASS)
- Europa 1945- 2030 (Eurogames)
- Koalition (Hexagames)
- Putsch (Queen Games)
Gruß
Oliver
Re: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 11:05
von Carsten S.
Hallo,
als unbekannten "Klassiker" kann ich noch das Spiel
Glasnost
vorbringen. Wie der Titel schon andeutet, geht es um die Verständigung der ehem. UdSSR mit der westlichen Welt. Ende der 80er, Anfang der 90er.
Schönen Tag noch,
Carsten
RE: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 11:18
von Lukas Merlach
> was fuer Spiele kennt ihr, bei denen "richtig" Politik
Vertigo (uraltes Eurogames)
da kannst Du Deine Pöppel (ausgebildete Leute) entweder in die Fabriken stellen oder in die Uno entsenden. Die Uno kann dann ganz einschneidende Beschlüsse fällen...
Gruss Lukas
RE: Politikspiele
Verfasst: 24. November 2003, 11:38
von Dirk Piesker
Hallo Lukas,
das steht noch unbespielt bei mir im Schrank.
Macht das Spass?
Dirk
RE: Politikspiele-die keinen Spaß machen!
Verfasst: 24. November 2003, 12:01
von Ralph Obkircher
... also lang ist's her, dass ich mein VERTIGO gespielt habe, aber nach spielspaß haben wir damals vergebens gesucht. erst vor kurzem hielt ich das teil in händen und hab mir überlegt, ob ich die spielregel wieder einmal durchstudieren soll aber dann kamen diese wenig begeisterten gedanken von damals und ich hab's wieder gut verpackt unterm bett verstaut.
also, wenn man mich fragt, würde ich sagen, dass VERTIGO nicht gerade das gelbe vom ei ist, genauso wie übrigens ein anderes politikspiel von eurogames namens EUROPA 1945 - ...! dazu hab ich auch nur schlechte erinnerungen!
PUTSCH, das ja eigentlich garnicht so komlex ist und durchaus lustig sein kann, wird aber auch dank der überaus komplizierten regel bei uns nur selten gespielt. das gleiche gilt für JUNTA und VERSAILLES 1682, die ebenfalls aufgrund der eigenartig gestalteten spielregeln bei uns wenig anklang fanden.
ich würde noch den KÖNIG VON ALBA erwähnen, der zwar toll klingt aber auch schon wieder mit einer spielregel aufwartet, die man den mitspielern nicht zumuten kann.
ich komme zu dem schluss, dass entweder alle von uns ausprobierten politikspiele (mit außnahme von TWILIGTH IMPERIUM! das gefällt uns, ist aber wohl nicht hauptsächlich politik!) nicht die totalen hits sind, oder dass wir nicht geeignet sind für diese spiele. ich möchte letzteres glauben und nehme mir gleich noch einmal die spielregel von JUNTA vor, und hoffe mit mir und meinen mitspielern diesesmal auf eine grünen zweig zu kommen!
tschüß
der ralph.
RE: Politikspiele-die keinen Spaß machen!
Verfasst: 24. November 2003, 14:36
von Rainer Fieseler
Ralph Obkircher schrieb:
>
> ... also lang ist's her, dass ich mein VERTIGO gespielt habe,
> aber nach spielspaß haben wir damals vergebens gesucht. erst
> vor kurzem hielt ich das teil in händen und hab mir überlegt,
> ob ich die spielregel wieder einmal durchstudieren soll aber
> dann kamen diese wenig begeisterten gedanken von damals und
> ich hab's wieder gut verpackt unterm bett verstaut.
> also, wenn man mich fragt, würde ich sagen, dass VERTIGO
> nicht gerade das gelbe vom ei ist, genauso wie übrigens ein
> anderes politikspiel von eurogames namens EUROPA 1945 - ...!
> dazu hab ich auch nur schlechte erinnerungen!
Hi Ralph,
das ist seltsam, VERTIGO gehört für mich zu dem besten was Eurogames so gemacht hat - und ich bin nicht der der einzige - es ist eigentlich in jeder Spielunde gut angekommen. Gut, die Regel ist nicht so dolle, aber nichts, was man nicht mit gesundem Menschenverstand regeln könnte. Der Reiz liegt in der Frage, ob ich noch "Dreckschleudern" bauen kann, oder ob ich lieber in umweltschonende Techniken investiere, bevor die Erde vor die Hunde geht. Und Akademiker hat man ja auch ständig zu wenig...
Probier's noch mal und geh "unvoreigenommen" ran (sonst wird's dir natürlich wieder nicht gefallen) und wenn du Fragen hast, sprich mich an.
gruß rainer
RE: Politikspiele
Verfasst: 25. November 2003, 09:53
von Lukas Merlach
Hallo Dirk,
> Vertigo
> das steht noch unbespielt bei mir im Schrank.
> Macht das Spass?
Ja.
Ich würde es vielleicht nicht jede Woche spielen, aber macht durchaus Spass.
Eigentlich ein durchschnittliches Wirtschaftsspiel, mit einer gut simulierten Politik-Komponente, bei welcher Du einige Pöppel (die auch kosten und knapp sind) in die UNO entsendest, wo sie vielleicht ganz nutzlos sind...
Es sind verschiedene Strategien möglich, z.B. kannst Du am Anfang nur "saubere" Fabriken bauen (mit wenig Gewinn) und viele Leute in die UNO stellen. Dann beschliesst die UNO per Mehrheitsentscheid (resp. Du), das sauberste Land mit Subventionen zu überhäufen. - Mit diesem Geld kaufst Du dann Dreckschleudern (Fabriken, die viel Gewinn abwerfen aber viel verschmutzen.)
Ebenfalls eine schöne politische Komponente hat das UMWELTSPIEL (Ökotopia), das dann aber letztendlich nicht funktioniert und damit nicht Spass macht...
(Beschreibung aus dem Gedächtnis, d.h. vielleicht in einzelnen Details nicht ganz richtig aber der Gesamteindruck stimmt schon):
Da zieht man (gegen Geld, wie in Hase & Igel) mit seiner Spielfigur vorwärts. Stehenbleiben auf gewissen Feldern gibt neues Geld und zwar auf ökologischen Feldern wenig Geld oder auf unökologischen viel Geld. Wenn jemand auf unökologischen Feldern Geld nimmt, werden gewisse Felder (weiter vorne auf dem Spielplan) verschmutzt und dürfen nicht mehr betreten werden. Die Spieler müssen also gemeinsam versuchen, nicht allzu viele Felder zu verschmutzen. Da aber die individuelle Optimierung (auch ein beliebtes Thema!) eher dafür spricht, viel Geld zu nehmen, endet das Spiel meistens damit, dass immer grössere Blöcke von Feldern verschmutzt sind und letztendlich niemand genügend Geld hat, um all diese Felder in einem Zug zu überspringen... D.h. das Spiel endet nicht. Ist aber gruppendynamisch durchaus interessant, wie sich die individuelle Optimierung gegenüber der Vernunft langsam durchsetzt....
Gruss Lukas