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Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 10. Dezember 2003, 13:38
von Christian Hildenbrand
Hallihallo !

So, nachdem Essen jetzt ja schon wieder ein paar Wochen her ist, ist es auch wieder an der Zeit, alte Spiele aus dem Regal zu ziehen, um sie endlich mal zu spielen. :-)

Nach dem Regelstudium von "Greyhounds" (Hans im Glück) kam bei mir eine Frage auf:

Ich denke, daß sich Brunnhofer & Co. damals beim Verfassen der Regeln schon so ihre Gedanken gemacht haben, vor allem zu der Verteilung des Geldes zu Beginn des Spiels. Aber genau hierzu meine Frage:

Ist das so ausgeglichen mit der Verteilung an Geld an Spieler und an Wettbüro-Verwalter ? Oder zeigt bei einem von Euch die Erfahrung, daß es für eine der beiden Seite einfacher oder schwerer ist zu gewinnen ?

Freu mich auf Eure Erfahrungen !

Ciao, Christian (... hatte gestern einen Spieleabend (fast) ohne Mitspieler ... :cry: )

Re: Ausgeglichenheit bei

Verfasst: 10. Dezember 2003, 15:05
von Rainer Fieseler
Hi Christian,
mit der Ausgeglichenheit bei GREYHOUNDS ist das so eine Sache. In unseren Runden war der Buchmacher eigentlich immer im Nachteil. Vielleicht haben wir das Spiel nicht genau genug analysiert und immer nur zu sehr aus dem Bauch heraus gespielt, aber es hat auf die Dauer keinen Spaß gemacht, immer schon von vorneherein zu wissen, wer verliert. So sind wir schließlich dazu übergegangen, die Gewinnprämien nicht mehr dem Buchmacher anzulasten, sondern aus der "Kasse" zu bezahlen - was uns auch gar nicht so unrealitisch schien. Der Veranstalter, der die Preisgelder zahlt, ist ja nicht unbedingt mit dem Buchmacher identsch. In dieser Variante, kam es dann öfter zu ausgeglichenen Partien.
Allerdings ist GREYHOUNDS, gleichgültig wie man es spielt, einSpiel, das immer durch eine ungünstige Kartenzusammenstellung (grade im dritten Rennen) total kippen kann. Dennoch unter vielen Rennspielen eins der besten und leider viel zu wenig bekannt.

gruß rainer

PS: Es kann sein, dass sie die Ausgeglichenheit mit dem Add-On, in dem der Buchmacher mehr Freiheiten hat, eher gegeben ist, wir haben das aber (bisher ) noch nie gespielt.

Re: Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 10. Dezember 2003, 16:31
von Ralf Arnemann
Es ist wohl nicht möglich, eine so ungewöhnliche Kombination (daß ein Spieler gegen die drei anderen spielt) wirklich ausgeglichen zu gestalten.
Bei anderen Spielen dieser Art (z. B. Scotland Yard) wird das gar nicht erst versucht, da spielt man halt mehrere Partien, wenn man wirklich vergleichen will.

Bei Greyhounds ist durchaus eine erstaunlich gute Annäherung an Ausgeglichenheit gelungen, ein gewisses Maß an Vergleichbarkeit bietet das Geld-Ergebnis schon.
Und interessant ist auch, daß die Meinungen ziemlich auseinander gehen, ob nun der Buchmacher oder die Wetter im Vorteil sind.

M. E. kommt das sehr auf die konkreten Mitspieler und ihre Spielerfahrung an.
Zuerst einmal versuchen die Wetter natürlich, möglichst viel Geld abzuzocken, dann kann der Buchhalter in Probleme kommen.
Aber mit einiger Erfahrung achtet man auch darauf, daß die Mitwetter nicht größere Vorteile abgreifen als man selber. Und dann wird halt etwas getrickst, und da kann dann oft der Buchhalter der lachende Dritte sein, weil er halt den besten Überblick hat.

Die neuen Wettarten der Erweiterung helfen auf jeden Fall auch, weil der Buchhalter damit auf eindeutige Kartenverteilungen besser reagieren kann.

RE: Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 10. Dezember 2003, 17:25
von Christian Hildenbrand
Wo kann ich an diese "Erweiterung" rankommen ?

Viele Grüße !

Ciao, Christian

RE: Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 11. Dezember 2003, 11:31
von Ralf Arnemann
Vielleicht mal direkt beim Verlag (Hans im Glück) fragen.

Zur Not kann man sich das auch selber basteln.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, waren das eigentlich nur neue Plättchen mit anderen Wettverhältnissen.

RE: Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 11. Dezember 2003, 11:37
von Rainer Fieseler
Hi Chrisitian,
im Büro habe ich kein GRYHOUNDS dabei, aber ich sehe heute abend mal nach, ob ich die erweiereung finde und maile sie dir dann morgen. Ich glaube, es gibt sie nicht mehr, aber Ralf hat Recht, man kann sie sich leicht selbdt basteln.

gruß rainer

Re: Ausgeglichenheit bei "Greyhounds" (HiG)

Verfasst: 12. Dezember 2003, 00:35
von Eugen
Hallo Christian,

Den Antworten von Rainer Fieseler und Ralf Arnemann zu GREYHOUND kann ich nur zustimmen, möchte aber trotzdem meine Erfahrungen anfügen:

Generell ist es für die Ausgeglichenheit von Vorteil, wenn derjenige Spieler den Buchmacher-Part übernimmt, der das Spiel am besten kennt, resp. meisten gespielt hat. Daraus folgt, dass man den Anfängern quasi zeigen muss, dass es möglich ist, auch als Buchmacher zu gewinnen - auch ohne Erweiterung!!
Dabei ist es als Buchmacher zwar wichtig, dass man die vorliegenden Renn-Karten der Mitspieler genau analysiert (Karten mit gleichen Werten sind z.B. sehr anfällig für Patts), aber noch viel wichtiger ist es, wie man die Hunde platziert. Man kann da durchaus versuchen, die Mitspieler fehlzuleiten, indem man im einen Rennen den vermuteten Einlauf setzt, im anderen Rennen aber absichtlich anders als vermutet. Dies funktioniert besonders dann sehr gut, wenn man im ersten Fall einigermassen richtig lag!!!

Da wir in unserem Spielekreis das Spiel mittlerweile alle sehr gut kennen (nach über 50 Partien), hat sich bei uns eine "absolut ausgeglichene" Spielart bewährt: wir spielen immer 4 Partien, damit jeder Spieler einmal der Buchmacher gewesen ist. Die erreichten Beträge aller 4 Partien werden dann zusammen gezählt, um den Sieger zu ermitteln. Dabei braucht man nicht unbedingt alle 4 Partien am selben Abend zu spielen...

Viel Spass Eugen