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Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 04:20
von Jürgen Simon
Hallo zusammen!

Ich komme gerade vom munteren Treiben in einem Dorfe Düsterwald....

Ja,es geht mal wieder ums Werwolfspielen. Eben habe ich erlebt, dass es ja sogar ein Unentscheiden geben kann, was mir vorher nie aufgefallen war.

Sollte das schon unzählige Male diskutiert worden sein, so bitte ich mir zu verzeihen, es ist mir jetzt echt zu spät zum Suchen. ;-)

Folgende Situation:

Es sind noch 5 Spieler dabei, darunter 2 Werwölfe und auch das Liebespaar.

Das Liebespaar besteht aus einem Bürger und einem Werwolf.

Ein Bürger wird nach der Diksussion getötet. Der Spielleiter lässt die Dorfbewohner (trotz Diskussion, dass es doch fertig sei;-) wieder einschalfen. Die Wölfe erwachen. Wolf 1 weiss logischerweise, dass Wolf 2 Teil des Liebespaars ist und weigert sich jemanden umzubringen. Am Morgen (es wurde niemand von den Wölfen getötet) meldet sich Werwolf 1 und sagt laut, ich bin ein Werwolf. Ich weiss jedoch dass der zweite Werwolf mit einem Bürger ein Liebespaar ist. ich appeliere an den Bürger, der kein Liebespaar ist, mit mir auf den zweiten Wolf zu zeigen.
Das Liebespaar wird sich nun also darauf einigen, dass sie auf einen der beiden zeigen. So kommt es auch bei der Abstimmung zum Unentschieden.

Das ganze kann sich endlos fortsetzen.

Voraussetzung ist wohl, dass Wolf 1 das ganze an den Bürger, der nicht verliebt ist, rüberbringt.

Denn wenn dieser ihn umbringt, ist er auf jeden Fall tot.

Heikle Sache, aber irgendwie ist doch so ein Unentscheiden drin,oder?


So,ich geh jetzt schlafen....
Ich freue mich auf heiteres Diskutueiren oder auch Érmahnungen, dass wir das schon unzählige Male hatten (wiess nicht, ob ich alle Werwolfsdiskussionen gelesen habe....aber manchmal kann man es auch nicht mehr lesen*g)

Jürgen.

RE: Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 09:26
von Stephan Zimmermann
"Jürgen Simon" hat am 07.02.2004 geschrieben:

> Es sind noch 5 Spieler dabei, darunter 2 Werwölfe und auch
> das Liebespaar.
>
> Das Liebespaar besteht aus einem Bürger und einem Werwolf.
>
> Ein Bürger wird nach der Diksussion getötet. Der
> Spielleiter lässt die Dorfbewohner (trotz Diskussion, dass
> es doch fertig sei;-) wieder einschalfen. Die Wölfe
> erwachen. Wolf 1 weiss logischerweise, dass Wolf 2 Teil des
> Liebespaars ist und weigert sich jemanden umzubringen. Am

Wieso weiss er das "logischerweise"?
Könnten doch auch die beiden Bürger ein Liebespaar sein...


> Morgen (es wurde niemand von den Wölfen getötet) meldet
> sich Werwolf 1 und sagt laut, ich bin ein Werwolf. Ich
> weiss jedoch dass der zweite Werwolf mit einem Bürger ein
> Liebespaar ist. ich appeliere an den Bürger, der kein
> Liebespaar ist, mit mir auf den zweiten Wolf zu zeigen.
> Das Liebespaar wird sich nun also darauf einigen, dass sie
> auf einen der beiden zeigen. So kommt es auch bei der
> Abstimmung zum Unentschieden.

Abstimmung mit Unentschieden?
Spielt mit Hauptmann, dann gibt's keine Unentschieden mehr.
(So, dass er bei Unentschieden entscheiden kann)

Grüße, Stephan

Re: Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 09:26
von Arne Hoffmann
Hallo Simon,

eine Frage: woher weiß Wolf 2, dass Wolf 1 einen Teil des Liebespaares stellt? In dem Moment, wo noch 2 Bürger und 2 Werwölfe mit im Spiel sind, können doch noch beide Bürger ineinander verliebt sein. Insofern denke ich nicht, dass es so "leicht" zu einem Unentschieden kommen kann. Theoretisch konstruierbar ist das nun schon, aber in der Praxis habe ich so etwas bisher noch nicht erlebt (und Wolf 2 müßte wirklich gute Überredungskünste haben, denn er könnte ja auch bluffen ;-) ).

Schöne Grüße

- Arne -

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 09:34
von Jost Schwider
"Jürgen Simon" hat am 07.02.2004 geschrieben:

> Ja,es geht mal wieder ums Werwolfspielen. Eben habe ich
> erlebt, dass es ja sogar ein Unentscheiden geben kann, was
> mir vorher nie aufgefallen war.

Bei einem Unentschieden hat der Hauptmann (diese Karte bekommt ein Spieler zusätzlich zu seiner Rolle) automatisch eine Stimme mehr. Dieser entscheidet also dann das Spiel...

Bedenke auch: Falls der Hauptmann selbst getötet wird, so muss er noch seinen Nachfolger benennen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 11:12
von Marten Holst
Moin Jost,

> Bei einem Unentschieden hat der Hauptmann (diese Karte
> bekommt ein Spieler zusätzlich zu seiner Rolle) automatisch
> eine Stimme mehr. Dieser entscheidet also dann das Spiel...

Ja, wenn man mit Hauptmann spielt ;-)

Die von Jürgen beschriebene "Pattsituation" hatte ich auch schon einmal als nicht verliebter Wolf forciert, vor etwa einer Woche. Dass mein Kollege verliebt ist, ist zum einen relativ wahrscheinlich, zum anderen gab er aber auch den Hinweis, als er in den letzten beiden Nächten sich weigerte, einen bestimmten "Liebling" unter den Bürgern anzufallen.

Tagsüber musste man dann den nicht-verliebten Bürger noch überzeugen, und das ohne das (in dieser Runde verpönte) Rollenouting, dass er als einziger verbliebener keinerlei Siegchance mehr hat. Also überlegt man sich laut die allgemeine Spielsituation und was nun für wen am besten sei - war witzig, gerade so mit Mathematen :-)

Tschüß
Marten

Re: Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 14:47
von Werner Bär
Bei uns kan auch einmal ein 'Unentschieden' vor.
Szenario:
Am letzten Morgen leben noch das Liebespaar (Bürger+Werwolf) und der Jäger.

RE: Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 7. Februar 2004, 16:34
von Stephan Zimmermann
"Werner Bär" hat am 07.02.2004 geschrieben:
> Bei uns kan auch einmal ein 'Unentschieden' vor.
> Szenario:
> Am letzten Morgen leben noch das Liebespaar
> (Bürger+Werwolf) und der Jäger.

Das würd ich aber nicht "Unentschieden" nennen.
Eher vielleicht "Alle haben verloren" ;-D

Grüße, Stephan

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 8. Februar 2004, 17:06
von Guido
Hallo,

Marten Holst schrieb:
> Tagsüber musste man dann den nicht-verliebten Bürger noch
> überzeugen, und das ohne das (in dieser Runde verpönte)
> Rollenouting, dass er als einziger verbliebener keinerlei
> Siegchance mehr hat. Also überlegt man sich laut die
> allgemeine Spielsituation und was nun für wen am besten sei -
> war witzig, gerade so mit Mathematen :-)
>
> Tschüß
> Marten

Oh, habe ich da bisher immer was falsch verstanden? Wieso folgt daraus ein Untentschieden? Wenn ein B¨¹rger und ein Werwolf ¨¹berbleiben, dann hat der Werwolf doch gewonnen, denn in der n0Š1chsten Nacht.... wieso hat er da alleine keine Siegchance mehr?
Siegbedingung ist doch alle Werw0‹2lfe austopfen oder alle B¨¹rger auffuttern oder das Liebespaar ¨¹berlebt. Es wird solange gespielt, bis eines dieser Dinge eingetroffen ist.
Was habe ich jetzt ¨¹bersehen?

Gru0‰8
Guido

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 8. Februar 2004, 23:01
von Marten Holst
Moin Guido,

bei der Konstellation "Werwolf verliebt", "Bürger verliebt", "Werwolf enthaltsam", "Bürger enthaltsam" (Wv, Bv, We, Be) an einem Morgen hat "Bürger enthaltsam" keine Siegchance mehr:

Es wird jemand erschossen, dieses kann sein
(a) Wv oder Bv (der andere stirbt ja vor Kummer mit). Es verbleiben We und Be, in der Nacht frisst We den Be und gewinnt.
(b) Be - dann hat er eh nicht gewonnen (in diesem Fall gewinnt das Paar, denn die Wölfe werden sich nachts nicht einig werden und am nächsten Tag wird We erschossen)
(c) We - nun wird Be in der nächsten Nacht (von Wv) gefressen, und erneut gewinnt das Paar.

Daraus folgt noch kein Unentschieden. Nur hatte in diesem Fall ich (als We) auch keine echte Siegchance, denn Fall (a) ist unrealistisch. Um erschossen zu werden, bedarf es hier mindestens zweier Stimmen. Da die verliebten einander nicht erschießen werden, müssten es also Be und We sein. Gleichzeitig sollte es in dieser Konstellation aber dem Pärchen möglich sein, sich auch abzusprechen, sodass sie zumindest ein 2:2-Patt erzwingen können, sodass keiner von ihnen erschossen werden wird, und (a) ausscheidet.

Gibt es also hier Gewinner, können es nur die Verliebten sein. Daraus folgt für die beiden Nichtverliebten, dass sie beim "Erschießen" den selben zum Opfer machen müssen (sonst ist einer von ihnen dran, und gleich darauf der andere). Wie sie dies tun, das sei ihnen überlassen (Überzeugungskraft muss sein). Wichtig ist für mich im Vorfelde zu wissen, dass ich nicht alleine schieße.

Was passiert nun, wenn diese Linie durchgehalten wird? Am Tage wird keiner erschossen, denn es bleibt beim 2:2 auch in der zweiten Abstimmung. In der nacht wird niemand gefressen, denn Wv wird sich weigern, Bv zu fressen, ebenso wird We nicht seine "Lebensversicherung" Be verspeisen wollen (als We muss man nur rechtzeitig heraus bekommen, welcher Bürger welcher ist, Abstimmungs- und Abschussverhalten ist hier hilfreich). Also einigen sich die Wölfe nicht, keiner wird gefressen und am nächsten Morgen ist die alt bekannte Situation des Vortages eingetreten.

Man kann das nun beliebig fortführen (das Spiel endet nun nicht), oder sich auf Unentschieden einigen, auch wenn die Regeln das nicht vorsehen.

Das "Unentschieden" ist also nicht erzwungen, sondern lediglich die "beste Taktik" von Be und We.

Das gilt alles nur, falls man ohne Hauptmann spielt. Mit Hauptmann hat dieser ja - je nach Regelauslegung - 1,5 bzw. 2,5 (letzteres ist meines Erachtens die richtige) Stimmen.

Hier passiert übrigens folgendes: ist der Hauptmann verliebt, gewinnt das Liebespaar, ist der Hauptmann "enthaltsam", so wird Be zum "Königsmacher": er hat nach wie vor keine Siegchance (die obige Argumentation bleibt bestehen), aber sein Abstimmungsverhalten beim "Erschießen" entscheidet, ob das Pärchen oder We gewinnt - unabhängig davon, ob er selber oder We Hauptmann ist.

Alles in allem: verfahrene Situation ;-)

Tschüß
Marten

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 9. Februar 2004, 00:00
von Guido
Moin Marten,

na sowas.... ich merke, dass ich WvD (ach, diese Abk¨¹rzungen) noch nicht oft genug gespielt habe. Aber die Situation hat schon was. Unter solchen Umst0Š1nden ist also ein Unentschieden m0‹2glich. Sehr interessant, aber irgendwie unbefriedigend, nicht?
Ich finde ¨¹brigens auch, dass der Hauptmann 2,5 Stimmen hat. Ist in den Regeln ja auch recht eindeutig beschrieben.

Gru0‰8
Guido

OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 06:04
von Peter Gustav Bartschat
Marten Holst schrieb:
> Mit Hauptmann hat dieser ja - je nach Regelauslegung - 1,5 bzw.
> 2,5 (letzteres ist meines Erachtens die richtige) Stimmen.

Das ist, um es mal öffentlich anzuerkennen, die zweitbeste Regelinterpretation nach "Wenn bei den Siedlern die Sieben kommt und ich stecke meine Rohstoffkarten in die Tasche, dann sind es keine Handkarten mehr und ich brauche nicht die Hälfte abzugeben." :-)

Da steht also im Regelheft der "Werwölfe":

"Die Stimme des Hauptmanns zählt doppelt"

Hmm ... schade, da steht keine Zahl. Müssen wir uns also selbst ausrechnen, wieviel Stimmen der Hauptmann hat. Mal sehen. Also, normaler Weise hat jeder 1 Stimme. Das müssen wir jetzt verdoppeln. Rechnen wir mal. Los geht´s: 1 x 2 ist gleich ... äh ... na ja ... entweder 1,5 oder 2,5


:-) (SCNR) :-)

Tschuldigung. Ich weiß natürlich, worum es geht, nämlich um den Regelsatz: "Bei Gleichstand entscheidet die Stimme des Hauptmanns, wenn er für einen dieser Spieler gestimmt hat."

Da steht nichts von 0,5 Stimmen addieren oder subtrahieren, da steht, dass seine Stimme BEI GLEICHSTAND entscheidet, WENN DER HAUPTMANN FÜR EINEN DER AM GLEICHSTAND BETEILIGTEN GESTIMMT HAT.

Das ist was ganz anderes und widerspricht der Aussage, dass der Hauptmann 2 Stimmen hat, nicht.

Dazu ein Beispiel:

Wenn 8 Spieler abstimmen, 3 Verdächtige stehen zur Auswahl, und auf jeden entfallen 3 Stimmen (da die Stimme des Hauptmanns DOPPELT - also mit einem Wert von ZWEI STIMMEN zählt), dann wird der Verdächtige, für den der Hauptmann gestimmt hat, hingerichtet. Weil es sich um einen GLEICHSTAND handelt und weil DER HAUPTMANN FÜR EINEN DER AM GLEICHSTAND BETEILIGTEN GESTIMMT hatte. Das und nichts anderes steht in der Regel.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 9. Februar 2004, 08:50
von Stephan Zimmermann
Hallo Guido,

"Guido" hat am 09.02.2004 geschrieben:
> Abk ¨ ¹ rzungen)
> Umst 0Š1 nden m 0‹2 glich.
> Ich finde ¨ ¹ brigens

ich glaub mit Deinen Umlauten stimmt was nicht - ich kann sie weder
mit dem IE noch mit dem Offlinereader lesen - oder geht das nur mir so?


> auch, dass der Hauptmann 2,5
> Stimmen hat. Ist in den Regeln ja auch recht eindeutig
> beschrieben.

Wer von Euch spielt denn mit 2,5? Wir fanden das immer deutlich zu stark
und spielen mit 1. Bei Unentschieden darf der Hauptman dann den
Urteilsspruch fällen (was anders ist als 1,5 Stimmen, denn der Hauptmann
könnte ja für keinen der beiden mit den meisten Stimmen gestimmt haben).

Grüße, Stephan

RE: OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 08:50
von Stephan Zimmermann
"Peter Gustav Bartschat" hat am 09.02.2004 geschrieben:

> Wenn 8 Spieler abstimmen, 3 Verdächtige stehen zur Auswahl,
> und auf jeden entfallen 3 Stimmen (da die Stimme des
> Hauptmanns DOPPELT - also mit einem Wert von ZWEI STIMMEN
> zählt), dann wird der Verdächtige, für den der Hauptmann
> gestimmt hat, hingerichtet. Weil es sich um einen
> GLEICHSTAND handelt und weil DER HAUPTMANN FÜR EINEN DER AM
> GLEICHSTAND BETEILIGTEN GESTIMMT hatte. Das und nichts
> anderes steht in der Regel.

Wie spielst Du es denn, wenn 2 Verdächtige die meisten Stimmen
bekommen, der Hauptmann aber für wen anders gestimmt hat?
Werden dann beide oder keiner gehängt/erschossen?

Grüße, Stephan

RE: OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 09:04
von Peter Gustav Bartschat
Stephan Zimmermann schrieb:
> Wie spielst Du es denn, wenn 2 Verdächtige die meisten Stimmen
> bekommen, der Hauptmann aber für wen anders gestimmt hat?
> Werden dann beide oder keiner gehängt/erschossen?

Dann spiele ich es so, wie es die Regel vorschreibt (was ich in jeder anderen Situation auch mache :-) ): In diesem Fall muss neu abgestimmt werden.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 9. Februar 2004, 10:50
von Jost Schwider
"Stephan Zimmermann" hat am 09.02.2004 geschrieben:

> "Guido" hat am 09.02.2004 geschrieben:
>> Abk ¨ ¹ rzungen)
>> Umst 0Š1 nden m 0‹2 glich.
>> Ich finde ¨ ¹ brigens
>
> ich glaub mit Deinen Umlauten stimmt was nicht - ich kann
> sie weder mit dem IE noch mit dem Offlinereader lesen -
> oder geht das nur mir so?

Mir geht es genau so!

>> der Hauptmann 2,5 Stimmen hat

> Wer von Euch spielt denn mit 2,5? Wir fanden das immer
> deutlich zu stark und spielen mit 1.

100% ACK!
Auch mit "1,5-Stimmen" ist der ("einfache") Hauptmann m.E. schon stark genug...

> Bei Unentschieden darf der Hauptman dann den
> Urteilsspruch fällen (was anders ist als 1,5 Stimmen,
> denn der Hauptmann könnte ja für keinen der beiden
> mit den meisten Stimmen gestimmt haben).

Beide Varianten ergeben ein absolut gleiches Resultat - Aber mit 1,5 (bei "einfachem" Hauptmann, sonst 2,5) kann man m.E. viel leichter rechnen...

Beispiel (ohne Hauptmann):
Auf Spieler A fallen 3 Stimmen, auf Spieler B ebenfalls 3, auf Spieler C nur 2. Patt-Situation, also neue Abstimmung.

Gleiches Beispiel (mit Hauptmann votiert für A):
A = 3,5 Stimmen, B = 3 Stimmen, C = 2... also hängt A.
Das gleiche Ergebnis entstünde, wenn man dem Hauptmann nur bei Gleichstand eine Entscheidung zubilligt.

Gleiches Beispiel (mit Hauptmann votiert für C):
A = 3 Stimmen, B = 3 Stimmen, C = 2,5... also Patt-Situation.
Das gleiche Ergebnis entstünde, wenn man dem Hauptmann nur bei Gleichstand eine Entscheidung zubilligt (dürfte er aber nur, wenn er seine Stimme einem der beiden Kandidaten gegeben hätte).

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

RE: Werwölfe: Hinreichende vs. notwendige Bedingungen

Verfasst: 9. Februar 2004, 10:50
von Jost Schwider
"Peter Gustav Bartschat" hat am 09.02.2004 geschrieben:

>> Mit Hauptmann hat dieser ja - je nach Regelauslegung - 1,5 bzw.
>> 2,5 (letzteres ist meines Erachtens die richtige) Stimmen.

"2,5" ist vielleicht die nominell richtige, "1,5" aber die spielerisch sinnvollere Interpretation.

> Da steht nichts von 0,5 Stimmen addieren oder subtrahieren,
> da steht, dass seine Stimme BEI GLEICHSTAND entscheidet,
> WENN DER HAUPTMANN FÜR EINEN DER AM GLEICHSTAND
> BETEILIGTEN GESTIMMT HAT.

:-O Warum schreist du denn so? :-? ;-)

Im Ernst:
Die beiden Aussagen (immer 0,5 Stimmen mehr vs. nur bei Gleichstand eine Stimme mehr) sind hinreichende Bedingungen zur selben Entscheidung: Der Hauptmann bestimmt im Zweifelsfall, wer gehängt wird.

> Wenn 8 Spieler abstimmen, 3 Verdächtige stehen zur Auswahl,
> und auf jeden entfallen 3 Stimmen (da die Stimme des
> Hauptmanns DOPPELT - also mit einem Wert von ZWEI STIMMEN
> zählt), dann wird der Verdächtige, für den der Hauptmann
> gestimmt hat, hingerichtet. Weil es sich um einen
> GLEICHSTAND handelt und weil DER HAUPTMANN FÜR EINEN
> DER AM GLEICHSTAND BETEILIGTEN GESTIMMT hatte. Das und
> nichts anderes steht in der Regel.

Das selbe Ergebnis bei der "+0,5"-Regel: Der Spieler, für den der Hauptmann stimmt, erhält dann eben 3,5 Stimmen und wird ebenfalls gehängt.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

RE: Werwölfe: Hinreichende vs. notwendige Bedingungen

Verfasst: 9. Februar 2004, 10:52
von Peter Gustav Bartschat
Jost Schwider schrieb:
> :-O Warum schreist du denn so? :-? ;-)

Weil ich die Funktion UNTERSTREICHEN nicht hingekriegt habe.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

RE: OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 11:33
von Marten Holst
Huntheitle Peter,

verzeih, ich bin ein Mathemat. Wir müssen alles in Formeln fassen, sonst begreifen wir die Welt doch nicht ;-)

Was ich eben meinte ist zum einen, dass es zwei Regelinterpretationen beim Hauptmann gibt:

(a) Der Hauptmann gibt bei der Abstimmung 2 Stimmen ab (für dasselbe Opfer allerdings, also "seine Stimme zählt doppelt), zusätzlich wird bei einem Patt das von ihm gewählte Opfer togeschießt (allerdings nur, wenn es überhaupt im Patt drin war). Dieses ist m.E. die "richtige" Interpretation im Sinne von "die Regeln wollen das so".

(b) Das "zählt doppelt" ist nur eine saloppe Formulierung für die Tatsache, dass der zuerst "normal" stimmende Hauptmann später beim Patt gegebenenfalls auflösen kann. Diese Interpretation ist m.E. falsch aber, hier stimme ich Jost zu, besser für das Spiel.

Wie Jost schon zeigte, ist (a) gleichbedeutend damit, den Hauptmann von vornherein mit "2,5" Stimmen zu zählen (oder auch 2,71631415908154711), und (b) damit, ihn mit "1,5" Stimmen zu zählen. Da ich es - als Spielleiter - einfacher finde, den Hauptmann in einer größeren Runde gleich "abzuklären", als ihn bei einem Patt nochmal zu fragen, wohin er gerade geschossen habe, zähle ich dann auch gleich entsprechend. Deswegen diese Formulierung, die vielleicht regeltechnisch nicht hervorkommt ;-)

Ceterum censeo: Hauptmann sowieso doof est.

Tschüß
Marten

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 9. Februar 2004, 11:46
von Stephan Zimmermann
"Jost Schwider" hat am 09.02.2004 geschrieben:

>> Bei Unentschieden darf der Hauptman dann den
>> Urteilsspruch fällen (was anders ist als 1,5 Stimmen,
>> denn der Hauptmann könnte ja für keinen der beiden
>> mit den meisten Stimmen gestimmt haben).
>
> Beide Varianten ergeben ein absolut gleiches Resultat -

Nein. Siehe unten.


> Gleiches Beispiel (mit Hauptmann votiert für C):
> A = 3 Stimmen, B = 3 Stimmen, C = 2,5... also
> Patt-Situation.
> Das gleiche Ergebnis entstünde, wenn man dem Hauptmann nur
> bei Gleichstand eine Entscheidung zubilligt (dürfte er aber
> nur, wenn er seine Stimme einem der beiden Kandidaten
> gegeben hätte).

Wir spielen so, dass er jetzt oberster Richter zwischen A und B spielt
(auch wenn er vorher für C gestimmt hatte).

Viele Grüße, Stephan

RE: Werwölfe: Hinreichende vs. notwendige Bedingungen

Verfasst: 9. Februar 2004, 13:32
von Thomas Altmeyer
> > Wenn 8 Spieler abstimmen, 3 Verdächtige stehen zur Auswahl,
> > und auf jeden entfallen 3 Stimmen (da die Stimme des
> > Hauptmanns DOPPELT - also mit einem Wert von ZWEI STIMMEN
> > zählt), dann wird der Verdächtige, für den der Hauptmann
> > gestimmt hat, hingerichtet. Weil es sich um einen
> > GLEICHSTAND handelt und weil DER HAUPTMANN FÜR EINEN
> > DER AM GLEICHSTAND BETEILIGTEN GESTIMMT hatte. Das und
> > nichts anderes steht in der Regel.
>
> Das selbe Ergebnis bei der "+0,5"-Regel: Der Spieler, für den
> der Hauptmann stimmt, erhält dann eben 3,5 Stimmen und wird
> ebenfalls gehängt.
>

Hmm Mathematik war zwar nie mein bestes Fach aber nach meiner Rechnung bekommt der Spieler, für den der Hauptmann gestimmt hat nur 2,5 Stimmen, wird also nicht gehängt

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 9. Februar 2004, 13:50
von Roland G. Hülsmann
Stephan Zimmermann schrieb:

>> Umst 0Š1 nden m 0‹2 glich.

> ich glaub mit Deinen Umlauten stimmt was nicht - ich kann sie
> weder
> mit dem IE noch mit dem Offlinereader lesen - oder geht das
> nur mir so?

Nein, auch ich rätsele jedesmal aufs Neue, was da wohl hinpassen würde. Ich tippe auf eine fehlerhafte Einstellung des Browsers.

Gruß
Roland

Re: OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 16:19
von Volker L.
Marten Holst schrieb:
>
> Huntheitle Peter,
>
> verzeih, ich bin ein Mathemat. Wir müssen alles in Formeln
> fassen, sonst begreifen wir die Welt doch nicht ;-)
>
> Was ich eben meinte ist zum einen, dass es zwei
> Regelinterpretationen beim Hauptmann gibt:
>
> (a) Der Hauptmann gibt bei der Abstimmung 2 Stimmen ab (für
> dasselbe Opfer allerdings, also "seine Stimme zählt doppelt),
> zusätzlich wird bei einem Patt das von ihm gewählte Opfer
> togeschießt (allerdings nur, wenn es überhaupt im Patt drin
> war). Dieses ist m.E. die "richtige" Interpretation im Sinne
> von "die Regeln wollen das so".

Korrekt.

> (b) Das "zählt doppelt" ist nur eine saloppe Formulierung für
> die Tatsache, dass der zuerst "normal" stimmende Hauptmann
> später beim Patt gegebenenfalls auflösen kann. Diese
> Interpretation ist m.E. falsch aber, hier stimme ich Jost zu,
> besser für das Spiel.
>
> Wie Jost schon zeigte, ist (a) gleichbedeutend damit, den
> Hauptmann von vornherein mit "2,5" Stimmen zu zählen (oder
> auch 2,71631415908154711), :-? :-? :-?

Aber Maten, von einem Mathemarten hätte ich an dieser Stelle eher eine Zahl
erwartet, die sich ab der 3.Nachkommastelle ein wenig von Deiner Angabe unterscheidet :lol: ;-)

> und (b) damit, ihn mit "1,5"
> Stimmen zu zählen. Da ich es - als Spielleiter - einfacher
> finde, den Hauptmann in einer größeren Runde gleich
> "abzuklären", als ihn bei einem Patt nochmal zu fragen, wohin
> er gerade geschossen habe, zähle ich dann auch gleich
> entsprechend. Deswegen diese Formulierung, die vielleicht
> regeltechnisch nicht hervorkommt ;-)

:-) ___
99,9% Zustimmung

> Ceterum censeo: Hauptmann sowieso doof est.

Gruß, Volker (ceterum censeo centurio non stupido est)

RE: OT: Düsterwalder Multiplikation und Aussagenlogik

Verfasst: 9. Februar 2004, 17:03
von Marten Holst
Moin Volker,

>> Wie Jost schon zeigte, ist (a) gleichbedeutend damit, den
>> Hauptmann von vornherein mit "2,5" Stimmen zu zählen (oder
>> auch 2,71631415908154711), :-? :-? :-?
>
> Aber Maten, von einem Mathemarten hätte ich an dieser
> Stelle eher eine Zahl
> erwartet, die sich ab der 3.Nachkommastelle ein wenig von
> Deiner Angabe unterscheidet :lol: ;-)

Bezüglich der dritten Nachkommastelle gebe ich Dir recht, ein Tippfehler, sollte eine 8 sein.

Alle Stellen danach sind allerdings mein voller Ernst ;-)

Eben nicht nur Eulersche, sondern unter anderem auch Ludolphsche Grüße
Marten

Re: Werwölfe: Unentschieden

Verfasst: 10. Februar 2004, 09:13
von Jürgen Simon
Hm,da habe ich doch nun glatt die eigene Diskussion verpennt...

Also nach den Ausführungen von Marten (genau so habe ich das gemeint), endet die Situation mit einem Unentscheiden, weil sowohl in der Nacht als auch am tag keiner getötet wird.

Jürgen.

RE: Werwölfe: Kein unentschieden

Verfasst: 10. Februar 2004, 16:09
von Guido
Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Nein, auch ich rätsele jedesmal aufs Neue, was da wohl
> hinpassen würde. Ich tippe auf eine fehlerhafte Einstellung
> des Browsers.
>
> Gruß
> Roland

Hallo,

ach verdammt... ja, ich weiss... hatte nicht daran gedacht, dass da bei mir irgendwas verkehrt laeuft... Kann mir jemand helfen? Diese fehlerhafte Darstellung mit den Umlauten habe ich, seit dem ich den chinesischen Zeichensatz auf meinem PC (abrufbar unter Windows) installiert habe. Seitdem bekomme ich es nicht so hin, dass ich den Zeichensatz nutzen kann und gleichzeitig aber auch Umlaute darstellen und lesen kann.
Hoffe, es kennt sich jemand mit der Materie aus, damit mich wieder alle Leut' verstehen.

Gruss
Guido