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Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 11:24
von Frank Biesgen
Moin zusammen,

am Wochenende geht es im "Tigerentenclub" um den "Neuen Trend: Brettspiele". Zu Gast sind Reiner Knizia und Klaus Teuber. Der SWR schreibt:

"Spiele haben eine Jahrtausende alte Tradition und erfreuen sich auch heute noch weltweit großer Beliebtheit. Neben Klassikern wie 'Schach', 'Mensch ärgere dich nicht' oder 'Monopoly' sind auch viele Neuheiten heiß begehrt. Mehrere hundert Brettspiele kommen jedes Jahr auf den Markt.
Als Studiogäste begrüßen wir die erfolgreichen Spieleautoren Reiner Knizia (zum Beispiel 'Der Herr der Ringe') und Klaus Teuber, der mit seinem Werk 'Die Siedler von Catan' einen Kult-Hit landen konnte. Die beiden zeigen, wie sie arbeiten, wie man selbst Spiele erfindet und was in diesem Jahr besonders gefragt ist."

Klingt zunächst einmal ja nicht übel, auch wenn die Platzierung in gerade dieser Sendung natürlich demonstriert, daß das Spielen immer noch in erster Linie als Kinderkram angesehen wird. Aber immerhin, vielleicht kommt ja einige so auf den Geschmack.

Ausgestrahlt wird die Aufzeichnung Samstag im KiKa (15:30 Uhr) und noch einmal Sonntag früh in der ARD (9:03 Uhr).

Gruß FBI

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 11:26
von Thomas O.
Danke für den Tipp!! Hoffentlich kommt RK nicht wieder aus dem Karton gesprungen ;-)

> Gruß FBI

Gruß TOD

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 12:06
von Helmut Lehr
Frank Biesgen schrieb:
>
> Moin zusammen,
>
> am Wochenende geht es im "Tigerentenclub" um den "Neuen
> Trend: Brettspiele".


Was heißt denn hier "neuer Trend"?

>
> Klingt zunächst einmal ja nicht übel, auch wenn die
> Platzierung in gerade dieser Sendung natürlich demonstriert,
> daß das Spielen immer noch in erster Linie als Kinderkram
> angesehen wird.

Dass ich mit meinen 57 Jahren ein Exot bin, weiß ich doch schon lange.
Skat-Spielen ja, aber alles andere, darüber schüttelt man höchstens den Kopf!
VG
Helmut

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 12:45
von Martin Ebel
Wieso im Kinderprogramm? Mal abgesehen davon, daß es sich hier auch um einen wirtschaftlichen Aspekt handelt - beide Autoren haben den Verlagen zu großen Umsätzen verholfen- ist das für mich der beweis, das Spiel als Kulturgut in der Öffentlichkeit immer noch nicht angekommen ist.
Auch wenn es gelegentliche Gegenbeispiele gibt, das Kinder auch spielen können und nicht ständig versuchen, sich über das Spiel Fähigkeiten anzueignen oder mit Erwachsenen zusammen etwas zu tun: Meine these ist: Nur der Erwachsene kann wirklich spielen, weil er sich dann bewusst aus dem realen Arbeitsalltag herausnimmt und mit aller energie und fähigkeit einem Ziel nachjagt, dessen Erfüllung ohne eine Bedeutung ist (außer der Befriedigung für einen selber). Übrigens: das mit dem Alter kann ich toppen: Mit 61 bin ich auch schon in dem Alter, mit diesem Alter anzugeben
Gruß Martin

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 12:57
von Thomas O.
Martin Ebel schrieb:
>
> Auch wenn es gelegentliche Gegenbeispiele gibt, das Kinder
> auch spielen können

:-?

> Meine these ist: Nur der Erwachsene
> kann wirklich spielen

:-? :-?

> und mit aller energie und
> fähigkeit einem Ziel nachjagt, dessen Erfüllung ohne eine
> Bedeutung ist (außer der Befriedigung für einen selber).

:-? :-? :-?

Mit Verlaub: eine etwas eingeschränkte Defintion von "spielen" :-O

Verwunderte Grüße, Thomas (der viele Kinder kennt, die bisher glaubten, spielen zu können, und der es wichtig findet, dass im Kinderprogramm mal nicht nur von Gameboys und PC-Spielen die Rede ist, sondern auch von schönen Brettspielen)

Nur der Erwachsene kann wirklich spielen?

Verfasst: 21. Mai 2004, 13:03
von Maja Dorn
Deine These "Nur der Erwachsene kann wirklich spielen" halte ich für sehr fragwürdig.
Spielen (und dabei sind Brettspiele nur ein kleiner Teil) ist etwas für Kinder, und die ich denke die Mehrheit der Erwachsenen kann nicht wirklich spielen. Meiner Meinung nach spielen Kinder aus reinem Spaß, ohne Ziel. Und das Aneignen von Fähigkeiten beim Spiel geschieht doch immer unbewußt.

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 13:32
von Helmut Lehr
Martin Ebel schrieb:
>
>
> Übrigens: das mit dem Alter kann ich toppen: Mit 61 bin ich
> auch schon in dem Alter, mit diesem Alter anzugeben
> Gruß Martin

Na, da bin ich ja nicht der einzige alte "Spinner" hier!

Helmut (der meint, dass Martin mit seiner These so Unrecht nicht hat)

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 14:30
von Frank"Riemi"Riemenschneider
Helmut Lehr schrieb:
>
> Dass ich mit meinen 57 Jahren ein Exot bin, weiß ich doch
> schon lange.
> Skat-Spielen ja, aber alles andere, darüber schüttelt man
> höchstens den Kopf!
>
Spielt den keiner mehr mit Dir weil Du schon so alt bist? ;-)
Ich kann mit Skat und Doppelkopf nichts anfangen und Schachspieler sind mir eh verdächtig. Die sind so schön schnell beleidigt. :-)

Wir sehen uns zur Messe.

Gruß

Riemi (Klammer sind schön)

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 21. Mai 2004, 16:01
von Helmut Lehr
Frank"Riemi"Riemenschneider schrieb:
>
> Helmut Lehr schrieb:
> >
> > Dass ich mit meinen 57 Jahren ein Exot bin, weiß ich doch
> > schon lange.
> > Skat-Spielen ja, aber alles andere, darüber schüttelt man
> > höchstens den Kopf!
> >
> Spielt den keiner mehr mit Dir weil Du schon so alt bist? ;-)
>
Doch, doch! Ich habe ja meinen Spielkreis, aber sonst, wenn ich mit gleichaltrigen spreche, werde ich immer belächelt.

Ich kann mit Skat und Doppelkopf nichts anfangen und
> Schachspieler sind mir eh verdächtig. Die sind so schön
> schnell beleidigt. :-)

Doch, Skat kann ich auch, habe es aber noch nie mit eingefleischten Skatspielern gespielt. Doppelkopf mal vor 15 Jahren... bevor ich mit dem Rezensieren angefangen habe.
Wir spielen mit einem befreundeten Ehepaar hier in der Nähe das US-Kartenspiel "500". Mit 45 Karten angefangen mit den roten Dreiern bis As und dazu ein Joker.

> Wir sehen uns zur Messe.

Spätestens. Letztes Jahr musste ich um 13 Uhr nach Hause, weil mein Vater im Sterben lag...

> Riemi (Klammer sind schön)
Ja!
Helmut (ohne Text)

Re: Nur der Erwachsene kann wirklich spielen?

Verfasst: 21. Mai 2004, 20:09
von Dino
Recht hast Du, Maja!
Mich wundert es immer wieder, dass Ole (11 Jahre) mich in Sankt Petersburg immer wieder abzieht. Kinder kommen ab und zu viel schneller hinter den Spielmechanismus. Bei meiner Frau sehe ich immer noch Fragezeichen in den Augen, wenn ich mit den Kiddis StP spielen.

Verspielte Grüße aus Sankt Teufelsmoor bei Bremen


Dino

RE: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 22. Mai 2004, 01:34
von Marten Holst
Moin Frank,

> Schachspieler sind mir eh verdächtig. Die sind so schön
> schnell beleidigt. :-)

He, das nehme ich jetzt persönlich ;-)

Tschüß
Marten

Re: die nächste Spielergeneration

Verfasst: 22. Mai 2004, 20:37
von Peter Steinert
Frank Biesgen schrieb:

> Klingt zunächst einmal ja nicht übel, auch wenn die
> Platzierung in gerade dieser Sendung natürlich demonstriert,
> daß das Spielen immer noch in erster Linie als Kinderkram
> angesehen wird.

Hm... ich glaube, da wird so kein Schuh draus. Viel eher ist es doch wohl eine richtige und wichtige Überlegung, gerade die "Nintendo-Generation" weiterhin wirksam für das Thema Gesellschaftsspiel zu sensibilisieren. Von einer Fehlplatzierung des Themas kann zumindest für mich hier keine rede sein. Ich begrüße ich derartige Beiträge im Kinderprogramm sehr und grüße hiermit alle zukünftigen Siedler und Löwenherzen ;-)

Peter

Re: Teuber und Knizia im Fernsehen

Verfasst: 23. Mai 2004, 13:31
von Muadh
Hallo Martin,

wie so einige andere auch, will ich natürlich Deine These nicht unwidersprochen lassen.
In unser heutigen Zeit macht die Hektik des Alltags leider auch vor Kindern nicht mehr halt. Mein Sohn hat z.B. in der Grundschule bis zu 8 Stunden Unterricht täglich. Wenn er dann nach Hause kommt, spielt er ganz bewusst, weil er sich damit aus seinem realen Alltag herausnimmt.
Ein Unterschied zu Erwachsenen mag ich nicht erkennen können und kann mich daher Deiner Meinung nicht anschließen.
Viele Grüße
aus Berlin-Neukölln
Muadh

[OT]8 Stunden GS-Unterricht???

Verfasst: 23. Mai 2004, 17:20
von Helmut Lehr
Muadh schrieb:
Mein Sohn hat z.B. in der
> Grundschule bis zu 8 Stunden Unterricht täglich.

Wo ist denn so was möglich? 8 Stunden Unterricht in der Grundschule?
Wohl die Betreuung mit eingerechnet?

VG
Helmut

Re: [OT]8 Stunden GS-Unterricht???

Verfasst: 23. Mai 2004, 17:28
von Muadh
Hallo Helmut,

das ist doch möglich. Es handelt sich in dem Fall um eine Privatschule, die in der 5 Klasse mit Erweiterungen auf 40 Unterrichtsstunden in 5 Tagen kommt. Das hat aber mit meiner Antwort nur am Rande etwas zu tun, weil auch ein Kind mit weniger Stunden das abtauchen in die Spielewelt genauso wie ein Erwachsener genießen wird.
Viele Grüße
Muadh

Re: [OT]8 Stunden GS-Unterricht???

Verfasst: 23. Mai 2004, 18:01
von Helmut Lehr
Ach ja, Berlin hat ja das, was es in Hessen leider nicht gibt: die 6-jährige Grundschule... beneidenswert...
VG
Helmut

Re: die nächste Spielergeneration

Verfasst: 23. Mai 2004, 21:12
von Arby
Peter Steinert schrieb:

> Viel eher ist
> es doch wohl eine richtige und wichtige Überlegung, gerade
> die "Nintendo-Generation" weiterhin wirksam für das Thema
> Gesellschaftsspiel zu sensibilisieren.

Da gebe ich dir zwar recht, aber deinen Einwand kann ich trotzdem nicht so stehen lassen. Andersherum würde ich gerne fragen, warum die "Nintendo-Generation" erst dafür sensibilisiert werden muss? Weil einige Eltern es einfacher finden, ihre Kinder mit Nintendo, PS-2 und X-Box in die Ecke zu setzen, als mit ihnen Gesellschaftsspiele zu spielen, was meiner Erfahrung nach auch damit zusammenhängt, dass das "Spielen" in unserer Gesellschaft leider immer noch "Kinderkram" ist: Ich renne in der Firma oft genug mit meinen auf der Spiel 2000 "gewonnenen" RoboRally-T-Shirts rum, habe auf meinem Auto einen Aufkleber "Vorsicht Spieler!" und mache keinen Hehl daraus, daß ich in meiner Freizeit gerne und viel spiele - ich bin nicht doof und weiss, welche Blicke und Belächelungen ich bei manchen der Kollegen damit ernte, aber ich sehe dadurch auch, was "Spielen" hier noch größtenteils bedeutet.
Ich hoffe, ich konnte damit zeigen, daß diese "Generationenfrage" doch etwas vielschichtiger ist als manche es hier leichtfertig ;-) annehmen.

Gruß,
Ralf "Arby" Brostedt (der sich noch gut an den Blick der Vermieterin erinnern kann, als wir - gerade vom KSK-Con zurückgekommen - dabei waren, den PKW-Anhänger leerzuräumen, der vor allem 12 dieser 30-Liter-Klappboxen enthielt, allesamt vollgestopft mit Spielen... Ich glaube, wenn wir sie gefragt hätten, ob wir unseren Müll bis zum Abfuhrtermin in ihrem Wohnzimmer lagern dürften, hätte sie ihre Nase nicht so stark gerümpft wie nach ihrem Blick in diesen Hänger)