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1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 11:58
von Dieter Niehoff
"Der Preis des Spiels wird bei ca. 1.800,00 € liegen plus 16 % Mwst"
Diesen tollen Satz kann man der Neuheitenschau zum Verlag terra authentica entnehmen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann hat selbst Th. Fackler diese Preishöhe nicht erreicht?
Ist demnächst also ein neues Maximum für die SPIEL errecht?
Dieter Niehoff
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 12:22
von Markus N.
Genau das wollte ich auch gerade schreiben!
Ich denke, dass da ein Komma um eine Stelle verrutscht ist!
Und insgeheim hoffe ich, dass das komma sogar um zwei Stellen verrutscht ist,denn das Spiel klingt recht interessant!
Aber eben nur bei einer Versetzung des Kommas um zwei Stellen und zwar nach LINKS!!!
Grüße Markus
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 12:59
von Alterius Gawain
Da auf der Homepage des Verlags dieses Spiel bei "bestellen" mit der Preisangabe "auf Anfrage" ausgezeichnet ist vermute ich fast, dass die Preisangabe mit den 1.800,00 Eumeln korrekt ist...
Gawain
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 13:37
von Joachim Zischke
Liebe Spielefreunde,
ist es noch ein Spiel oder schon ein Kunstobjekt? Kann man mit Kunst überhaupt spielen? Wird man den Erfinder für verrückt erklären oder seinen Einsatz bewundern?
Als Gründer des Verlags und Autor des Spiels habe ich natürlich über diese Fragen nachgedacht. Und ich bin zum Ergebnis gekommen, dass das Spiel nur so sein kann, wie es sich jetzt präsentiert. Mit all den Farben, mit all den Spielelementen, in der gesamten Ausstattung.
Ich habe das Spiel aus Lust am Schönen und aufgrund meiner Faszination für das Thema "Wasser in der Wüste" kreiert. Das Spiel soll auch ein Zeichen setzen. Ein Signal, dass es immer noch eine Welt gibt, die jenseits von "Geiz ist geil" liegt.
Georg Popp, der ausführende Künstler, benötigt gut drei Tage, um die fünf einzelnen
Spielbretter vollflächig mit "Gesteinsfarben" sowie die 120 Spielsteine aus Terratin-Stein von Hand zu bemalen. Das erklärt vielleicht, warum das Komma schon an der richtigen Stelle sitzt.
Wer sich Basatiin al Djabriin in Essen ansehen will: Halle 9.1, Stand 18. Aber bitte nicht alle auf einmal...;-)
Viele Grüsse aus Lüneburg
Joachim Zischke
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 13:59
von Dirk Piesker
Hallo Joachim,
> Ein Signal, dass es immer
> noch eine Welt gibt, die jenseits von "Geiz ist geil" liegt.
Zwischen "Geiz ist geil" und einem Spiel für 1.800 € gibt's ja doch noch
etwas Luft.
Dirk
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 14:15
von Thomas O.
Dirk Piesker schrieb:
>
> Zwischen "Geiz ist geil" und einem Spiel für 1.800 € gibt's
> ja doch noch
> etwas Luft.
>
> Dirk
Genaus dasselbe habe ich auch gedacht! Nicht jeder, dem nicht mal eben 1.800 Flocken aus der Hosentasche fallen, kann als geizig abgestempelt werden. Da finde ich den Bezug zu den Trends der Konsumgesellschaft doch etwas weit hergeholt. Nichts desto trotz wünsche ich Joachim mit seiner Symbiose Kunst / Spiel viel Erfolg.
Thomas
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 14:48
von lol margue
Hallo,
Man kann auch der Meinung sein:
Wer 90 un- oder nichtmehrbe-spielte Spiele zu Hause rum liegen hat, hat auch soviel in Luft investiert.
Zum Glück habe ich weder das eine noch das andere aber auch keine 18oo euri locker
Gruß
LOL
Spielen mit Kunst?
Verfasst: 6. September 2004, 14:51
von Michael Weber
Gut finde ich, dass es trotz des enormen Aufwands möglich ist, das Spiel als "Kunstobjekt" zu produzieren und scheinbar gar nicht mal besonders teuer zu verkaufen.
NIcht gut finde ich, dass vielen Spielern ein möglicherweise gutes Spiel wegen eines Preises jenseits des Spielemarktes "durch die Lappen geht". Vielleicht ist es ja denkbar, eine entsprechend abgespeckte Auflage davon als Spiel und nicht als Kunst zu produzieren?
Und wer spielt schon ernsthaft mit Kunst? Das Spiel gehört eher in eine Vitrine.
Michael
(findet den Preis beim derzeitigen Informationsstand durchaus angemessen)
Re: Spielen mit Kunst?
Verfasst: 6. September 2004, 15:04
von Joachim Zischke
Hallo Michael,
wenn sich das Projekt, an dem ich noch arbeite, wie gewünscht realisieren lässt, wird es in dem Spiel "Al Aflaj" ein Pendant zu einem marktüblichen Preis geben. Es wird und kann natürlich nicht das gleiche wie Basatiin al Djabriin gleiche. Aber die grundsätzliche Idee wird den Spielefreunden nicht "durch die Lappen gehen".
Joachim Zischke
Re: Spielen mit Kunst?
Verfasst: 6. September 2004, 15:08
von Michael Weber
Na, dann können sich doch wahrscheinlich alle freuen.
Michael
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 15:09
von Andreas
Klingt doch gut!....ich bestell gleich drei! Sind bestimmt schnell vergriffen...oder der Verlag geht an die Börse......
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 15:16
von WeePee
Ich verstehe die Aufregung nicht. 1800 Euronen für ein Spiel sind zwar viel Geld, aber hey .... hier gibt es bestimmt viele, die legen alle 4 oder 5 Jahre 20000 Euronen für ein neues Auto hin .....
.... ganz abgesehen von den Unterhaltskosten für so ein Ding
Und nun schaut Euch mal zum Vergleich die Zahlen an!
Wer das Spiel sein eigen nennen möchte, der sollte halt beim nächsten Autokauf auf den größeren Motor verzichten (dabei schont er/sie dann auch noch die Umwelt)!
Gruß WeePee
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 15:51
von Mike
Hi
100% Zustimmung!
Jeder muß selber wissen, wo er spart und wo nicht, wo er sich mal was leistet und wo nicht.
Ich meine: Es ist gut, dass es auch solche Spiele gibt!
Mike
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 15:53
von Joachim Zischke
Andreas schrieb:
>
> Klingt doch gut!....ich bestell gleich drei! Sind bestimmt
> schnell vergriffen...oder der Verlag geht an die Börse......
Das ist ja eine Überraschung. Aber bitte zuerst die Reservierung ausfüllen, sonst klappt das nicht...;-)
Joachim
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:00
von Attila
WeePee schrieb:
> Ich verstehe die Aufregung nicht. 1800 Euronen für ein Spiel
> sind zwar viel Geld, aber hey .... hier gibt es bestimmt
> viele, die legen alle 4 oder 5 Jahre 20000 Euronen für ein
> neues Auto hin .....
Nunja, dieser vergleich hinkt ein wenig viel ...
> Wer das Spiel sein eigen nennen möchte, der sollte halt beim
> nächsten Autokauf auf den größeren Motor verzichten (dabei
> schont er/sie dann auch noch die Umwelt)!
Ich verzichte lieber auf das Spiel und hole mir für die 1800 Ocken ca. 50 andere Spiele, davon hab' ich mehr ...
Atti
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:01
von Attila
Mike schrieb:
> Jeder muß selber wissen, wo er spart und wo nicht, wo er sich
> mal was leistet und wo nicht.
Das ist wahr!
> Ich meine: Es ist gut, dass es auch solche Spiele gibt!
Wofür soll das gut sein?
Ich kann den nutzen solcher "Spiele" nicht erkennen - man kläre mich auf.
Atti
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:03
von WeePee
Wo liegt der Nutzen eines Ferraris?
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:06
von WeePee
Ich gebe zu, dass ich mit dem Kauf des Spieles geliebäugelt habe. Aber 1800 Euronen + 16% MwSt sind mir denn auch zu viel .....
Schade, aber vielleicht wird es in Zukunft eine low-cost-Variante geben.
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:13
von WeePee
Attila schrieb:
>
> WeePee schrieb:
>
> > Ich verstehe die Aufregung nicht. 1800 Euronen für ein Spiel
> > sind zwar viel Geld, aber hey .... hier gibt es bestimmt
> > viele, die legen alle 4 oder 5 Jahre 20000 Euronen für ein
> > neues Auto hin .....
>
> Nunja, dieser vergleich hinkt ein wenig viel ...
Es ist kein Vergleich. Dieses Statement soll nur die Verhältnismäßigkeit klar machen.
Viele Leute kaufen sich für 20000 Euronen oder mehr Autos und packen noch so intelligente Extras wie Sitzheizung (1500 Euro), Navi (2000 Euro), Skisack (...), den einklappbaren Außenspiegel (...), Tieferlegung, etc. hinein, aber auf der anderen Seite sind sie nicht bereit für die Tube Zahnpasta 1,2 Euro (statt 1,15 Euro) zu bezahlen.
Irgendwo fehlt mir da die Verhältnismäßigkeit.
> Ich verzichte lieber auf das Spiel und hole mir für die 1800
> Ocken ca. 50 andere Spiele, davon hab' ich mehr ...
>
> Atti
Das ist eine sinnvolle Einstellung ..... die ist nachvollziehbar. Ich selbst werde mir das Spiel auch nicht kaufen. Aber aus einem anderen Grund. Für 1800 Euro würde ich das Spiel nicht spielen, sondern in eine Vitrine stellen. Und DAS ist mir es nicht wert.
WeePee
AW: Wozu soll das gut sein
Verfasst: 6. September 2004, 16:29
von Immanuel
Hallo Atti,
der gefragte "Nutzen" ist nicht ökonomisch oder gar monetär zu bewerten. Vielmehr handelt es sich um eine kulturelle Bereicherung, und deren Wert lässt sich objektiv ebensowenig festmachen wie der eines Van Gogh (Sind dessen Gemälde den im Vergleich zu den Gemälden der meisten anderen Künstler wesentlich höheren bezahlten Preis wert?).
Auch, wer sich ein Siedler-Spiel für den Garten bastelt und dabei monatelange Arbeit investiert oder wer sich ein Schachspiel aus Holzfiguren kauft anstelle eines viel billigeren aus Plastik, stellt dabei ästhetische Ansprüche in den Vordergrund, die sich nicht über einen Kosten-Nutzen-Vergleich skalieren lassen.
Um zum Ausgangspunkt zurückzukommen, ist es wohl wirklich nur eine Frage der Kommasetzung (und der persönlichen finanziellen Verhältnisse), wie viel der/die Einzelne bereit ist, für seine ästhetischen Ansprüche zu "investieren". Mancher kauft sich halt ein altes Perlhuhn-Spiel, weil die Aufmachung "schöner" ist als bei anderen (billigeren) Ausgaben des gleichen Spiels.
Schließlich ist es deshalb gut, wenn es ein solches Spiel gibt, weil sich Leute, die es sich leisten können, daran freuen. Ob sie nun Freude empfinden, weil sie eine Riesensumme Geld dafür ausgegeben haben (und das Preisschild mit in die Vitrine stellen), oder einfach, weil ihnen ein in Erdfarben bemaltes Kunstwerk, mit dem man nebenbei auch noch spielen kann, einfach gut gefällt, müssen wir den Käufern eines solchen Spiels selber überlassen.
Es ist eben auch deshalb gut, weil sich die bildende Kunst - für manche schon an sich ein Genuss - mit dem Spielegenuss verbinden lässt.
Grüßle,
Immanuel
(Der sich, auch wenn er 1800 Oros (übrig) hätte, wohl kein einzelnes Spiel dafür kaufen würde. Dann doch lieber selber basteln.)
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 16:54
von Attila
Hiho,
Abgesehen das ein Ferrari nicht 20000 Euro kostet ist er immerhin ein Fahrzeug womit man von A nach B kommen kann und zudem könnte man als nutzen anbringen das so ein Gefährt angeblich eine gewisse Anziehungskraft auf das (jeweils) andere Geschlecht hat - auf diesen "nutzen" mögen manche keinen Wert legen, aber nichtsdesdotrotz ist es ein nutzen.
In einem einem 1800 Euro->Spiel< kann ich jedoch keinen nutzen erkennen, den nicht auch ein 18 Euro-Spiel erfüllt.
Atti
Re: AW: Wozu soll das gut sein
Verfasst: 6. September 2004, 17:01
von Attila
Immanuel schrieb:
> Schließlich ist es deshalb gut, wenn es ein solches Spiel
> gibt, weil sich Leute, die es sich leisten können, daran
> freuen.
Okay, das kann ich akzeptieren, aber das dann ja nichts mit dem *Spiel* zu tun!
> Ob sie nun Freude empfinden, weil sie eine
> Riesensumme Geld dafür ausgegeben haben (und das Preisschild
> mit in die Vitrine stellen), oder einfach, weil ihnen ein in
> Erdfarben bemaltes Kunstwerk, mit dem man nebenbei auch noch
> spielen kann, einfach gut gefällt,
Beides hat keinen Bezug mehr zum Spiel, bleibt die Frage wofür so ein *Spiel* gut sein soll also noch offen. Es mag ein tolles Kunstwerk sein, was 1800 Euro locker wert ist - als *Spiel* ist es das aber ganz, ganz sicher nicht.
> Es ist eben auch deshalb gut, weil sich die bildende Kunst -
> für manche schon an sich ein Genuss - mit dem Spielegenuss
> verbinden lässt.
Nunja, da habe ich doch gewisse Probleme das nachzuvollziehen ...
Atti
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 17:04
von Heinrich Tegethoff
Na ja, Autos fallen bei mir auch unter die Kategorie
"Langzeit-[b]Ver[/b]brauchs-Güter", Spiele sind bei vielen zum Sammeln da.
Es gab passend dazu vor kurzem einen vergleichbaren Cartoon in der c't,
online unter http://www.heise.de/ct/schlagseite/04/16/
"Case Modding" ist dabei das Verschöneren von sterilen PC-Gehäusen.
Was das mit Spielen zu tun hat? Ich hätte auch gerne eine Fackler, konnte
so ein Spiel auch schon im Einsatz sehen, und kenne jemanden, der so einen
3000-DMer für 27 € auf'm Flohmarkt erstand (im besten Zustand, versteht sich).
Aber bei aller Liebe zum schönen Spiel: das gibt die Kasse nicht her, und
Wunder sind zu selten.
Immerhin kenne ich jetzt die Benimmregeln, wie man ein so wertvolles Spiel
den dann spielt.
Servus,
Heinz
Re: 1.800,00 €
Verfasst: 6. September 2004, 17:04
von René P.
Eben....
es sind eben nicht 1.800,00 EUR, sondern läppische 2.088,00 EUR (bzw. 4.083,77 DM) für uns Privatleute!
nice dice
René
Re: Zischke, Fackler und co....
Verfasst: 6. September 2004, 18:53
von Sönke Weidemann
Hi!
Ein Spiel für 1800,00 EUR - da muß es ja hundertmal so gut sein wie ein Spiel für 18,00 EUR!
Das kann natürlich niemals der richtige Gedanke sein. Bei Fackler hatte ich auch gedacht, was um alles in der Welt das denn soll - bis ich die Abtei und die Oper in Essen spielen durfte. Vom Spielwert her waren beide nett, nicht mehr und nicht weniger. Und dennoch war es ein Genuß, beides zu spielen, Kunstwerke, die eben nicht nur in der Vitrine stehen müssen (obwohl ich sie dort auch aufbewahren würde).
Es sind halt Liebhaberstücke, die ihre Nischenkäufer hoffentlich finden (ich zähl da nicht zu). Für alle anderen haben diese Hochpreis-Spiele doch einen ganz anderen Effekt: Man kann davon träumen...!
Gruß Sönke (dessen teuerstes Spiel 450,00 DM gekostet hat und bei Nichtbenutzen als Bild an der Wand hängt)