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Herzlichen Glückwunsch!
Verfasst: 3. Oktober 2004, 10:55
von Heinrich Glumpler
Hi,
meinen herzlichen Glückwunsch an David Parlett für ein supergut gelungenes Spiel - und wer jetzt wieder mal eine Neuheit wittert, wird ein *bißchen* entschäuscht sein ;-) .
Ich habe gestern nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder "Hase und Igel" gespielt und das Spiel mit den Augen eines Autors betrachtet - die ich ja erst seit ein paar Jahren habe.
Das Spiel ist einfach super.
Ich denke, "Hase und Igel" ist nicht nur zu Recht "Spiel des Jahres" geworden, es ist seiner Zeit auch weit voraus gewesen - und es wird in diesem Jahr 30 Jahre alt!
Grüße
Heinrich
Re: Hase und Igel
Verfasst: 3. Oktober 2004, 11:22
von Franz-Benno Delonge
Hallo Heinrich,
es ist zwar nicht superaktuell, aber an Lobeshymnen für Hase und Igel beteilige ich mich immer gern. Es war eines der ganz wenigen Spiele, die einen echten Quantensprung dargestellt haben. Und im Gegensatz zu manchem anderen SdJ, das deutlich weniger Jahre auf dem Buckel hat, kann man es auch heute noch jederzeit bedenkenlos auf den Tisch legen.
Nur was das Alter des Spiels anbelangt, würde ich dir widersprechen und ihm nur 25 Jahre geben.
Schönen Gruß
Benno
Re: Hase und Igel
Verfasst: 3. Oktober 2004, 11:29
von Christian Hildenbrand
Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> Nur was das Alter des Spiels anbelangt, würde ich dir
> widersprechen und ihm nur 25 Jahre geben.
Und da wiederum, lieber Benno, mag ich Dir widersprechen ... und gleichzeitig auch Heinrich:
Herzlichen Glückwunsch zum [b]31.[/b] Geburtstag ! :-)
--> "Hare and Tortoise" von Intellect Games (1973)
Besserwisserische Grüße ! ;-)
Christian
"gamepunk"
Verfasst: 3. Oktober 2004, 12:57
von Heinrich Glumpler
Hi,
auf die 30 Jahre bin ich gekommen, weil auf der Seite des Autors 1974 angegeben ist:
http://www.davidparlett.co.uk/
Da ich mich gerade damit beschäftige -
- "Hase und Igel" ist eines der wenigen Spiele, die dem "Gamepunk" getrotzt haben - so würde ich (analog zum "Cyberpunk") das Phänomen bezeichnen, das Spieler von Spielentwicklungen überrollt werden, bzw. sich von ihr überrollen lassen.
Ich bin nur noch nicht sicher, wem der Gamepunk schadet -
- den Spielern, weil sie die Spiele nicht mehr ausloten und oftmals vorhandene Qualitäten gar nicht erkennen, weil sie "drüberschrubben", um möglichst schnell noch die nächste Schachtel aus dem Angebot rausziehen zu können
- den Spielverlagen, deren Spiele sich innerhalb von ein oder zwei Jahren rentieren müssen
- oder den Spielen selbst, weil vielleicht nur noch Spiele interessant sind, die auf irgendeine Art und Weise nur noch so entwickelt werden, dass sie dem aktuellen Trend genügen
Oder gibt es das Phänomen gar nicht und wir machen hier eine ganz normale Entwicklung durch?
Grüße
Heinrich
HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 09:31
von Martin Ebel
Mir ist der Spaß an HuI verdorben worden, nachdem ein Spieler die Strategie fuhr, immer hinten zu bleiben, bis er eine bestimmte Anzahl an Möhren in der Hand hatte, um mit einem Sprung im Ziel zu landen und nicht zu viele
Restmöhren auf der Hand hatte. Da half auch die Regel mit den drei Salaten nichts. Dieser Mensch, der das schöne Spiel kaputt machte war nicht zu stoppen.
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 12:46
von Heinrich Glumpler
Oh,
den Verdacht hatte ich zwar - und es klingt logisch. Ich bin nur davon ausgegangen, dass diese Strategie verliert, weil sie zu langsam ist.
Ist aber vielleicht eher ein Problem mit einem Spieler - als einem Spiel ;-)
Grüße
Heinrich
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 13:22
von Thomas O.
Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Oh,
>
> den Verdacht hatte ich zwar - und es klingt logisch. Ich bin
> nur davon ausgegangen, dass diese Strategie verliert, weil
> sie zu langsam ist.
> Ist aber vielleicht eher ein Problem mit einem Spieler - als
> einem Spiel ;-)
Hallo Heinrich,
bist du dir da sicher? Hat ein Spiel nicht ein Problem mit der Spielbalance, wenn es einem Spieler gelingen kann, mit einer extremen und einseitigen Spielweise das Spiel kaputt zu spielen? Muss ein gutes Spiel nicht unter allen denkbaren Umständen, und seien es noch so fragwürdige Strategien, sauber funktionieren und keine klare Gewinnstrategie zulassen?
Bei Martins Posting dachte ich spontan, oh, ein solches Erlebnis würde ich eher auf die (mangelnde) Spielbalance zurück führen und nicht auf den Spieler, der ja im Rahmen der Spielregel handelt ;-)
Gruß, Thomas
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 13:45
von Heinrich Glumpler
Hi,
eine "Killerstrategie" ist negativ zu bewerten - aber ich hab' die Erfahrung gemacht, dass manche Spiele trotz Killerstrategie sehr gut spielbar sind, wenn die Beteiligten mehr Wert auf den Spass dran legen als auf das Gewinnen.
Zudem ist manche Killerstrategie zeitaufwendig - für Grübler und Rechner eben. Wenn man hier eher aus dem Bauch rausspielt, kann ein solches Spiel immer noch funktionieren.
Bei Hase und Igel steht es natürlich jedermann frei, den "Igel" zu spielen - dann findet die Auseinandersetzung eben eher am Anfang der Laufleiste statt als am Ende.
Ich habe Hase und Igel vor langer Zeit relativ oft gespielt und hatte einen Heidenspass - weshalb ich gar nicht an einer zu genauen Analyse interessiert bin :-) - als Spieler.
Grüße
Heinrich
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 14:07
von Günter Cornett
Martin Ebel schrieb:
>
> Mir ist der Spaß an HuI verdorben worden, nachdem ein Spieler
> die Strategie fuhr, immer hinten zu bleiben, bis er eine
> bestimmte Anzahl an Möhren in der Hand hatte, um mit einem
> Sprung im Ziel zu landen und nicht zu viele
> Restmöhren auf der Hand hatte. Da half auch die Regel mit den
> drei Salaten nichts. Dieser Mensch, der das schöne Spiel
> kaputt machte war nicht zu stoppen.
Naja, wenn sich alle um die vorderen Plätze streiten, hat der Igel gute Chance zu gewinnen. Versuchen alle Spieler bis auf einen diese Strategie, dürfte der Hase bessere Chancen haben. Wo ist das Problem?
Gruß, Günter
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 15:33
von Heinrich Tegethoff
Hallo Martin,
nun, dies ist doch genau die Igelstrategie - Hase und Igel ist doch kein Rennspiel.
Ein einsamer Hase oder ein einsamer Igel gewinnen (meist), wo zwei sind, machen
sie sich gegenseitig das Leben schwer. Diese "Mega"-sprünge waren bei uns
recht häufig, aber sie sind sehr risikoreich. Schon einmal auf Feld Ziel-1 gelandet
und die Karte gezogen "Ihr letzter Zug kostet nichts", sprich: 250+ Möhren auf
der Hand?
Wenn also Dein Mitspieler als einziger eine Igelstrategie fährt: las Dich
einmal hinter ihn zurückfallen. Die Zahl seiner Möhren wird anders sein,
und die Absprungposition für ein bzw. zwei Großsprünge mit passendem
Zieleinlauf variiert bereits so stark, daß dies einige Runden hin- und zurück
kostet. Oder spielt einmal mit anderer Spielerzahl, wenn möglich!
Servus,
Heinz
Re: HuI Siegstrategie!
Verfasst: 4. Oktober 2004, 16:39
von Wolfgang
Hallo Martin,
wir haben HUI mit als studnetisches Projekt auf einem Atari implementiert und da hieß diese Strategie "Speicherstrategie". Die war zu langsam, weil man wahnsannig Karotten sammeln muss für die größen Sprünge. Gut wurde sie dann, wenn der Rechner mit halb-notwendiger Karottenzahl auf ein Hasenfeld ging, in der Hoffnung er bekommt "dein letzter Zug kostet nichts"
Wolfgang