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Piratengold - Eindrücke
Verfasst: 31. Oktober 2004, 15:05
von Matthias Schmidt
Hallo,
hatte jemand schon Gelegenheit "Piratengold" zu spielen und Lust, einige kurze Eindrücke zu posten? Ich finde das Spiel macht einen interessanten Eindruck, hatte aber leider keine Gelegenheit, es in Essen zu spielen.
Schöne Grüße
Matthias
Re: Piratengold - Eindrücke
Verfasst: 31. Oktober 2004, 15:54
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Matthias Schmidt schrieb:
>
> Hallo,
>
> hatte jemand schon Gelegenheit "Piratengold" zu spielen
Ich selber nicht, aber ein Teil meiner Spielerunde. Irgendwer meinte, daß Spielplan und Material echt prima sind und sich mal jemand neue Regeln ausdenken sollte, damit das Spiel spielerisch so schön wie optisch wird.
Gruß Carsten (der's trotzdem spielen will - er will ja richtig mitreden können)
Re: Piratengold - Eindrücke
Verfasst: 31. Oktober 2004, 19:33
von Robert Vötter
Also das Spiel ist eigentlich recht einfach:
1: Windrichtung würfeln
2: Alle dürfen Karten spielen
3: Das eigene Schiff wird bewegt nach Windrichtung
4: Alle dürfen Karten spielen
5: Aktion ausführen (Karte nehmen,Gold aufnehmen oder Gold abgeben)
Es kommt auf die Spielerzusammensetzung an:
Ist man friedlich und jeder schippert nur vor sich her ist das Spiel sehr schnell vorbei und sehr,sehr langweilig.
Hat man aber eine "böse Ader" und schmeißt den Gegnern laufend "Steine" (in Form von Karten,die Windrichtung etc verändern) in den Weg ist es ein sehr lustiges und interessantes Spiel. Besonders wenn man öfter spielt und die Karten sehr gut kennt wird es umso interessanter.
Ich selbst mag es sehr gerne und es kommt gerne auf den Tisch. Alleine,weil man sehr schnell die Spielregel beschreiben bzw. verstehen kann.
Re: Piratengold - Eindrücke
Verfasst: 1. November 2004, 09:19
von Tanja Sepke
Hallo Matthias,
Piratengold ist aus meiner Sicht ein gutes Familienspiel mit wunderschönem Material. Spielerisch würde es m.E. gut in die Winning Moves-Reihe (Trans America, Cartagena, Kurier des Zaren) passen.
Wenn man natürlich einen Strategie-Hammer erwartet, wird man enttäuscht. ;-).
Das Spiel ist u.a. auch schon für Kinder ab 8 Jahren geeignet.
Wir hatten in einer Runde das Problem, daß eine Mitspielerin 3 Schätze gehoben hat, 9 Punkte hatte und sehr schnell wieder im Hafen war. Die anderen Mitspieler hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine passenden Karten, um sie aufzuhalten. :-( In der anschließenden Revanche-Runde haben wir nur wenige 3er-Dukaten auf das Spiel gelegt (einfach vorher aussortiert) und schon hatten wir eine Menge mehr Spaß, die Spieldauer erhöhte sich von ca. 15 Minuten auf angenehme 45 Minuten.
Es fand eine Menge Interaktion statt (Karten) und wir haben uns teilweise dadurch ganz schön geärgert.
Mein Fazit: klasse Familienspiel ab 8 Jahren mit superschönem Material. Ich bin immer zu einer neuen Runde bereit, zumal es auch ein Familienspiel ist, also auch von "Nichtspielern" angenommen wird. ;-) :-) Wie sooft sollte man vor einem Fazit immer auch die Zielgruppe bedenken ;-).....
Grüße aus Soest
Tanja
Re: Piratengold - Eindrücke
Verfasst: 1. November 2004, 12:47
von Heinrich Tegethoff
Hallo Matthias et al,
wir haben es letzte Woche im Spieletreff mit 4 Vielspielern gespielt.
Entsprechend wenig "geruhsam" gingen wir mit unseren Mitspielern um.
Das Spiel hat wunderschönes Material und daraus spielt es sich gern.
Der Mechanismus nutzt sich in Vielspielerrunden aber doch schnell ab.
Zuviel Würfel-, Karten- und Dublonenglück sind nur kurzzeitig durch
Kartenaktion zu manipulieren, und bald schon nervte das ständige "Passe",
oder das Warten darauf. Für ein schönes oder witziges Glücksspiel war uns
der Spannungsbogen nicht groß genug, so daß ich es wohl als Familienspiel
nicht mit meinen Kindern spielen werde. Das ist, ehrlich gesagt, schade.
Es gab aber einige herrliche Überraschungen im Spiel, die zwar den
Spielausgang effektiv wenig beeinflußten, aber Spaß machen. Beispiel: ein
Spieler "springt" durch Karte auf mein Schiff, zieht die "Überfall-Karte",
klaut mir eine Dublone, und dann kontere ich mit drei dieser Karten, plündere
sein Schiff, werf gar eine seiner Dublonen ungenutzt über Bord, und fahre
von dannen. Das machte Spaß. Gewonnen wurde dabei aber woanders.
Servus,
Heinz