Lost Valley zu zweit!? - Richtig gut!
Verfasst: 15. Dezember 2004, 12:45
Hallo zusammen,
wir haben diese Woche zum wiederholten Mal Lost Valley (eigentlich für 3-4 Personen) zu zweit gespielt und dabei wieder folgende „selbst gebastelte“ Variante benutzt:
- jeder Spieler übernimmt zwei Goldsucher; von diesen beiden Goldsuchern eines Spielers bekommt jeweils einer ein Boot als zusätzliche Startausstattung und der andere ein Pferd, jeder der Goldsucher erhält als Startkapital ein Flussgoldplättchen mit zwei Nuggets, ansonsten die übliche Startausstattung;
- wer an der Reihe ist, wählt frei einen seiner beiden Goldsucher und führt mit diesem gemäß der normalen Regeln seinen Zug durch;
- das Spiel endet, wenn entweder der Eisblock am Wasserfall ankommt oder ein Goldsucher 12 (statt 10) Goldplättchen gesammelt hat und am Wasserfall das Spielende ausruft;
- gewertet wird dann wie folgt: von den beiden Goldsuchern eines Spielers muss derjenige mit mehr gesammelten Nuggets die Hälfte als "Schürfsteuer" abgeben. Die verbleibenden Nuggets beider Goldsucher eines Spielers werden zusammengezählt und ergeben seine Siegpunkte.
Darüber hinaus bauten wir noch die folgenden kleinen (aber effektiven) Regeländerungen ein:
- wer eine Mine baut, bekommt ein verdecktes Flussgoldplättchen als Belohnung;
- wer ein Landdreieck legen kann, darf einmal ablehnen, ehe er das zweite dann anlegen muss.
Das 2-Personen-Spiel hat uns großartig gefallen. Aufgrund der verbesserten Startausstattung läuft es von Anfang an sehr dynamisch und rund. Die Möglichkeit mit zwei Goldsuchern – der eine spezialisiert auf den Fluss, der andere fürs Hinterland – das Tal zu durchstreifen und dabei in der Regel mindestens einen Gegner auf den Fersen zu wissen, erzeugt eine tolle Spannung und harte Tacklings im Spielverlauf.
Das Spiel lässt in dieser Form für taktische Erwägungen einen enormen Spielraum, da man mindestens mit einem der beiden eigenen Helden (meistens aber mit beiden) immer irgendwo etwas Lukratives entdecken, vorbereiten oder dem Gegner wegschnappen kann und dabei natürlich selbst immer auf der Hut sein muss. Dabei hängt es von der Entwicklung der Landschaft und der Spielsituation ab, ob man seine beiden Goldsucher eher gemäß der speziellen Fähigkeiten (Boot bzw. Pferd) einsetzt oder sie z.B. bei der schnellen Ausbeutung einer günstig gelegenen Mine „kollaborieren“ lässt – wohl gemerkt mit der relativ sicheren Gewissheit ganz, ganz rasch den Atem gegnerischer Goldsucher im Nacken zu spüren. Der Spielablauf wird dadurch abwechslungsreich und spannend, die Handlungsmöglichkeiten wunderbar vielfältig.
Die sehr spezielle Wertung, die dazu zwingt, keinen der beiden Goldsucher zu vernachlässigen, funktioniert ebenfalls prächtig und sorgt am Ende für ein zusätzliches Spannungsmoment bei der Feststellung des Siegers.
Obwohl wir sehr anspruchsvolle Spieler von 2-Personen-Spielen sind, sind wir von Lost Valley in dieser Variante vollends begeistert – unser schönstes 2-Personen-Spieleabenteuer des Jahres!! Und „Abenteuer“ ist hier wirklich wörtlich zu nehmen, mit tollem Material und fabelhafter Atmosphäre.
Habt Ihr auch so positive Erfahrungen mit ähnlichen oder ganz anderen 2-Personen-Varianten für Lost Valley gemacht?
Und – falls ein Insider mitliest – wird die Erweiterung, die für Nürnberg angekündigt ist und für 5 und 6 Spieler gedacht ist, auch für unsere Art LV zu spielen etwas Neues bereithalten (außer dass man dann wohl auch zu dritt mit je zwei Goldsuchern ins Tal ziehen kann ;-))?
Gold suchende (und gefundene!!) Grüße,
Patrick.
wir haben diese Woche zum wiederholten Mal Lost Valley (eigentlich für 3-4 Personen) zu zweit gespielt und dabei wieder folgende „selbst gebastelte“ Variante benutzt:
- jeder Spieler übernimmt zwei Goldsucher; von diesen beiden Goldsuchern eines Spielers bekommt jeweils einer ein Boot als zusätzliche Startausstattung und der andere ein Pferd, jeder der Goldsucher erhält als Startkapital ein Flussgoldplättchen mit zwei Nuggets, ansonsten die übliche Startausstattung;
- wer an der Reihe ist, wählt frei einen seiner beiden Goldsucher und führt mit diesem gemäß der normalen Regeln seinen Zug durch;
- das Spiel endet, wenn entweder der Eisblock am Wasserfall ankommt oder ein Goldsucher 12 (statt 10) Goldplättchen gesammelt hat und am Wasserfall das Spielende ausruft;
- gewertet wird dann wie folgt: von den beiden Goldsuchern eines Spielers muss derjenige mit mehr gesammelten Nuggets die Hälfte als "Schürfsteuer" abgeben. Die verbleibenden Nuggets beider Goldsucher eines Spielers werden zusammengezählt und ergeben seine Siegpunkte.
Darüber hinaus bauten wir noch die folgenden kleinen (aber effektiven) Regeländerungen ein:
- wer eine Mine baut, bekommt ein verdecktes Flussgoldplättchen als Belohnung;
- wer ein Landdreieck legen kann, darf einmal ablehnen, ehe er das zweite dann anlegen muss.
Das 2-Personen-Spiel hat uns großartig gefallen. Aufgrund der verbesserten Startausstattung läuft es von Anfang an sehr dynamisch und rund. Die Möglichkeit mit zwei Goldsuchern – der eine spezialisiert auf den Fluss, der andere fürs Hinterland – das Tal zu durchstreifen und dabei in der Regel mindestens einen Gegner auf den Fersen zu wissen, erzeugt eine tolle Spannung und harte Tacklings im Spielverlauf.
Das Spiel lässt in dieser Form für taktische Erwägungen einen enormen Spielraum, da man mindestens mit einem der beiden eigenen Helden (meistens aber mit beiden) immer irgendwo etwas Lukratives entdecken, vorbereiten oder dem Gegner wegschnappen kann und dabei natürlich selbst immer auf der Hut sein muss. Dabei hängt es von der Entwicklung der Landschaft und der Spielsituation ab, ob man seine beiden Goldsucher eher gemäß der speziellen Fähigkeiten (Boot bzw. Pferd) einsetzt oder sie z.B. bei der schnellen Ausbeutung einer günstig gelegenen Mine „kollaborieren“ lässt – wohl gemerkt mit der relativ sicheren Gewissheit ganz, ganz rasch den Atem gegnerischer Goldsucher im Nacken zu spüren. Der Spielablauf wird dadurch abwechslungsreich und spannend, die Handlungsmöglichkeiten wunderbar vielfältig.
Die sehr spezielle Wertung, die dazu zwingt, keinen der beiden Goldsucher zu vernachlässigen, funktioniert ebenfalls prächtig und sorgt am Ende für ein zusätzliches Spannungsmoment bei der Feststellung des Siegers.
Obwohl wir sehr anspruchsvolle Spieler von 2-Personen-Spielen sind, sind wir von Lost Valley in dieser Variante vollends begeistert – unser schönstes 2-Personen-Spieleabenteuer des Jahres!! Und „Abenteuer“ ist hier wirklich wörtlich zu nehmen, mit tollem Material und fabelhafter Atmosphäre.
Habt Ihr auch so positive Erfahrungen mit ähnlichen oder ganz anderen 2-Personen-Varianten für Lost Valley gemacht?
Und – falls ein Insider mitliest – wird die Erweiterung, die für Nürnberg angekündigt ist und für 5 und 6 Spieler gedacht ist, auch für unsere Art LV zu spielen etwas Neues bereithalten (außer dass man dann wohl auch zu dritt mit je zwei Goldsuchern ins Tal ziehen kann ;-))?
Gold suchende (und gefundene!!) Grüße,
Patrick.