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Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 20. Dezember 2004, 21:21
von peer
Hi,
gerade bei Colossal Arena: "Ist ja bestimmt ein schönes Spiel, wenn man nur das hat und sich da ganz reinfuchst. das ist ja der Nachteil wenn man do viele Spiele hat wie du: Man spielt immer was neues aber nix richtig".

Oha. Schwerer Vorwurf! Natürlich würde ich gerne alles neue spielen UND alles oft spielen - aber so viel Zeit habe ich nicht. Naja ich schon, aber meine Mitspieler nicht :-) Sagen sie jedenfalls :-D

Wieviel Zeit räumt ihr so dem einzelnen Spiel ein? Genauer dem/der
-interessanten, einfachen Neuheit
- anspruchsvollen Neuheit
- gutem Klassiker (Absacker)
- Gutem Klassiker (vollspiel)
- Nicht-Schlechtem-Spiel
- Vollzeitprodukt egal ob neu oder alt (also Spielzeit von 4 Stunden und mehr)

ciao
peer

Re: Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 20. Dezember 2004, 22:01
von Joshua
Klare Antwort: Viel zu wenig! :)

Aber im Ernst. Ich kenne das Problem nur zur Genüge. Meine Sammlung ist mittlerweile bei rund 350 Titel angelangt. Gespielt davon sind denk ich mal grob die Hälfte. (warum ich trotzdem noch immer neue Spiele kaufe ist eine nicht zulässige Frage *g)
Pro Woche komme ich denk ich auf durchschnittlich 2 Spieleabende an denen jeweils mindestens ein neues Spiel gespielt werden sollte. Dass dann je nach Spielverlauf auch gerne der Kommentar (bevorzugt gegen Ende einer Partie, bei aussichtslosem Stand für den jeweiligen Spieler) kommt, daß man ja ach so selten bekanntes spielt, ist klar. Tatsächlich aber haben kurze Spiele eine gar nicht so schlechte Chance häufiger auf den Tisch zu kommen.

Je länger allerdings die Spielzeit, umso schwieriger wird die Geschichte (auch umso weniger abwechslungsreich der Aufbau - Siedler mit ständig neuem Spielfeld/Szenario nur als Gegenbeispiel). Civilization spielen wir z.B. seit ca. 10 Jahren mindestens einmal im Jahr zu 5-7., aber das ist halt auch ein Spiel, was Ruckizucki erklärt und begonnen ist (für eines dieser Spieldauer).
Meine erste Revolutions-Runde dürfte hingegen ein echtes Problem werden, und für Twilight Imperium und auch Age of Renaissance hat es bisher in 3 Jahren erst einmal gelangt...

Nun hab ich halt eine feine aber auch kleine Spielegruppe von ca. 7 Leuten am Start, die jeweils ersteinmal mit ihren jeweils eigenen Hobbys (jaja, ich versteh das ja auch nicht warum die das noch brauche ;) ) unter einen Hut gebracht werden müssen, aber generell lässt sich glaub ich sagen, je länger ein Spiel dauert und je mehr Mitspieler es braucht um seinen eigenen Charme zu entwickeln, je weniger Chancen hat es, häufiger als dreimal auf den Tisch zu kommen.

Das dabei dann wiederum Ausnahmen die Regel bestätigen, ist keine Frage. Puerto Rico ist nachwievor noch ein Dauerbrenner - was bedeutet, daß es mittlerweile noch immer ca.5-6 mal im Jahr auf den Tisch kommt und dabei möglichst auch neue Leute erreichen soll (Einstiegsdroge).

Leute die es schaffen tatsächlich fachkundige Kommentare zu allen Formula De Strecken zu geben und trotzdem noch mehr als 50 Spiele besitzen kann ich nur beneiden, diese schöne Ausgangsbasis geht mir leider ab.

Als letztes vielleicht noch ein Wort zu den Neuheiten. Da bin ich bisher zum Glück auch noch etwas verschont, was den gespielt-muß-man-innerhalb-von14-Tagen-die-folgenden-30-Neuerscheinungen-haben-Hype angeht. Dadurch, daß ich erst seit ca. 2,5 Jahren das Brettspiel als zentrales Hobby wiederentdeckt habe, habe ich noch soviel an Nachholbedarf, daß mich im Zweifel zwar Candamir reizen mag, ich aber trotzdem ersteinmal Goa oder Händler von Genua gespielt haben möchte. (In diesem Fall hab ich durch diese Ausgangslage sogar noch 16,99 Euro gespart)

Nun denn, allen die zum spielen kommen, speziell über die Feiertage mit den neu ausgepackten Schätzen, sei nice dice gewünscht und ich verziehe mich zu meiner morgigen Runde Warcraft und Colossal Arena :)

Gruß Joshua

Re: Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 20. Dezember 2004, 22:29
von WeePee alias Wolfram Püchert
Hmm, schwierige Frage, eigentlich viel zu viel :-)

Ich habe früher aktiv Schach gespielt, Skat ist ein Dauerbrenner (leider ist die Skatrunde nach 5 Jahren beendet worden), Doppelkopf spiele ich seit der Studentenzeit nicht mehr.

Aktiv spiele ich in einer Spielerunde - http://www.puechert.de/weepee/we_spiel.html - in der wir viele taktische und strategische Spiele spielen (aber nicht nur) und auf Gesamtwertung spielen. Diese Runde trifft sich ca. 12 mal im Jahr.

Bis vor 6 Monaten habe ich auch noch in einer Rollenspielrunde mitgespielt und eine weitere selbst geleitet. Naja, ab Januar steige ich wieder als Spieler ein.

Mit einer guten Bekannten spiele ich viele Zweierspiele, mit ihren Kindern (dann sind wir zu viert) auch größere Spiele.

Ich spiele Billard und Badminton - Bowling ist wieder eingeschlafen.

Dann bin ich ab und zu in der Brettspielwelt (DoKo, Transamerica, Siedler, Cartagena, Manhattan) und Computerspiele (Battlefield1942, Warcraft) spiele ich auch noch. Nicht zu vergessen die MMOG (Uga-Agga, x-wars).

Nebenbei entwickle ich noch mein eigenes MMOG und würde gerne noch viel mehr spielen. ;-)

Neben dem Spielen habe ich ein zweites großes Hobby: Musik hören (früher auch mal selbt Musik machen, das ist aber eingeschlafen). Beide Hobbies lassen sich natürlich gut verbinden = doppelte Freude.

DVDs schaue ich auch ganz gerne (gerade LCD-Fernseher angeschafft).

Achja, dann habe ich natürlich wie jeder andere noch einen 40 Stunden Job.

Hmmm, was mag ich besonders gerne?
- In der Brettspielerunde spielen wir taktische Spiele
- Rennspiele (Formula De oder Um Reifenbreite) spiele ich auch ganz gerne
- Kooperative Spiele (mit den richtigen Partnern) sind meine Leidenschaft

- Interessant finde ich "Aufbauspiele" mit Kampfcharakter (z.B. Wildlife, Warcraft)
oder
- die ganz großen Spiele (Civilization, Shogun, Hannibal, Ringkrieg), die ich leider kaum spielen kann (mangels Mitspieler)
oder
- die "schönen" Spiele (Ringgeister, Middle Earth Kartenspiel, Ohne Furcht und Adel), bei denen es alleine schon wegen des schönen Spielmaterials Spaß macht das Spiel zu spielen.

Gruß Wolfram

Re: Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 20. Dezember 2004, 23:05
von Gerhard Passler
Hallo peer!

> Wieviel Zeit räumt ihr so dem einzelnen Spiel ein?

Der Einfachheit halber teile ich das Ganze jetzt nicht in Stunden und Minuten ;) auf, sondern in Prozentzahlen.

> Genauer dem/der
> -interessanten, einfachen Neuheit

10 % der Zeit.

> - anspruchsvollen Neuheit

10 % der Zeit.

> - gutem Klassiker (Absacker)

25 % der Zeit.

> - Gutem Klassiker (vollspiel)

35 % der Zeit.

> - Nicht-Schlechtem-Spiel

15 % der Zeit.

> - Vollzeitprodukt egal ob neu oder alt (also Spielzeit von 4
> Stunden und mehr)

5 % der Zeit.

... und infolgedessen - und falls ich richtig gerechnet habe - verschwende ich noch 5 % meiner wertvollen Zeit zum Spielen von schlechten Spielen. :eek:

Gruß

Gerhard

Re: Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 20. Dezember 2004, 23:14
von Dieter Niehoff
Wenn ich mich neugieriig (also: mit "neuer" "Gier") mich auf die Spätwinter-Neuheiten und Essen-Neuheiten eines Jahres werfe, dann kaufe ich (mittlerweile weniger ...) Spiele, die mich lt. Thema, Autor oder sonstiger Vorinfos interessieren etwas leichtsinnig ein.

Wenn dann nach maximal zwei Partien sich Enttäuschung breit macht, dann:
........... weg damit. So z. B. unlängst geschehen bei "Dos Rios" oder "In 80 Tagen um die Welt".

Bei meinen "Neugierkäufen" ist meine Geduld also sehr, sehr gering.

Ansonsten:

Eine Neuheit, die bei der ersten Partie überzeugt wird so fix als möglich wieder und wieder gespielt. Wohl so lange, bis wir was Neuse gefunden haben. Dann kommt es lange Zeit nicht mehr auf den Tisch, bleibt aber trotzdem eine "Zierde" im Spieleregal (z. B. Puerto Rico, Morgenland, San Francisco, Mc MUlti u. v. a.) . So wie ein gutes Buch, was einem nach der Lektüre gerne in Erinnerung bleibt und seinen Platz im Bücherregal gefunden hat.

Dieter Niehoff
(bin mir aber jetzt gar nicht mehr so sicher, ob ich Deine Frage überhaupt richtig verstanden habe ...)

Re: Wieviel Zeit räumt ihr euren Spielen ein?

Verfasst: 21. Dezember 2004, 02:13
von Roman Pelek
Hi Peer,

peer schrieb:

> gerade bei Colossal Arena: "Ist ja bestimmt ein schönes
> Spiel, wenn man nur das hat und sich da ganz reinfuchst. das
> ist ja der Nachteil wenn man do viele Spiele hat wie du: Man
> spielt immer was neues aber nix richtig".

Ja, so ist das mit uns Spielern ;-) Wenn man sich mal (gewollt oder ungewollt) intensiv mit manchen Spielen auseinandersetzt, kann sich das Bild manchmal stark wandeln - sowohl zum Positiven als auch zum Negativen.

> Oha. Schwerer Vorwurf! Natürlich würde ich gerne alles neue
> spielen UND alles oft spielen - aber so viel Zeit habe ich
> nicht. Naja ich schon, aber meine Mitspieler nicht :-) Sagen
> sie jedenfalls :-D

Darf ich diese dreiste Ausrede gelegentlich mitbenutzen oder hast Du sie schon patentiert? :-))

> Wieviel Zeit räumt ihr so dem einzelnen Spiel ein? Genauer
> dem/der
> -interessanten, einfachen Neuheit

Hm, bis man sie "kaputt gespielt" hat. Dauert häufig gar nicht so lange *seufz*

> - anspruchsvollen Neuheit

So viel wie möglich, wenn halt die richtigen Runden dafür da sind.

> - gutem Klassiker (Absacker)
> - Gutem Klassiker (vollspiel)

Selten, wenn's nicht grade Tichu ist, wo wir unsere speziellen Freakrunden für haben. Ältere Spiele spiele ich meist in der BSW, am PC oder in Familienrunden, die sich die betreffenden Spiele explizit wünschen (weil sie wissen, dass ich sie sonst zu neuem Übel verdonnere).

> - Nicht-Schlechtem-Spiel

Muss in letzter Zeit meist anderen Vertretern (neuer und/oder besser) weichen.

> - Vollzeitprodukt egal ob neu oder alt (also Spielzeit von 4
> Stunden und mehr)

Hm, hier liegt noch ein "Ringkrieg", der bislang 2x nur halb gespielt wurde, ich hoffe, der Weihnachtsurlaub gibt noch genug Zeit (und Muße) her, wenn ich zwei neue Rechner installiert und den ekligen Fehler in meiner Digikam genauer lokalisiert habe (kann man mikroprozessorgesteuerte Geräte eigentlich nicht einfach mal generell verbieten - das Zeug schmiert eh immer nur ab, wenn Du dringend drauf angewiesen bist, und lacht sich eins ins Fäustchen, wenn Du jemandem den Fehler zeigen willst, denn dann tritt er hundertprozentig nich' auf)...

Ciao,
Roman

[völlig OT] Digicams

Verfasst: 22. Dezember 2004, 16:03
von peer
Hi,
Roman Pelek schrieb:
>> Darf ich diese dreiste Ausrede gelegentlich mitbenutzen oder
> hast Du sie schon patentiert? :-))

Die Wahrheit hab ich mir noch nicht patentieren lassen... :P

> installiert und den ekligen Fehler in meiner Digikam genauer
> lokalisiert habe (kann man mikroprozessorgesteuerte Geräte
> eigentlich nicht einfach mal generell verbieten - das Zeug
> schmiert eh immer nur ab, wenn Du dringend drauf angewiesen
> bist, und lacht sich eins ins Fäustchen, wenn Du jemandem den
> Fehler zeigen willst, denn dann tritt er hundertprozentig
> nich' auf)...

Hardware oder Software? Bei meiner hab ich mal den Fehler gemacht, die Daten mit Drag&Drop auf meine Festplatte zu ziehen. Da wurde der Computer so langsam, dass er eine Verknüpfung auf der Flashcrad erstellen wollte. Das geht nicht, weil die Kamera offensichtlich mit allem Probleme hat, dass keine Bilddatei ist. Resultat: Flashcard im Eimer alle Bilder futsch, neue Card musste her - Urlaubsbilder immer noch weg...

ciao
peer

Re: [völlig OT] Digicams

Verfasst: 24. Dezember 2004, 02:10
von Roman Pelek
Hi Peer,

peer schrieb:

> Hardware oder Software? Bei meiner hab ich mal den Fehler
> gemacht, die Daten mit Drag&Drop auf meine Festplatte zu
> ziehen. Da wurde der Computer so langsam, dass er eine
> Verknüpfung auf der Flashcrad erstellen wollte. Das geht
> nicht, weil die Kamera offensichtlich mit allem Probleme hat,
> dass keine Bilddatei ist. Resultat: Flashcard im Eimer alle
> Bilder futsch, neue Card musste her - Urlaubsbilder immer
> noch weg...

Respekt, damit auch noch die Flashcard zu schrotten ist schon eine nette Anekdote ;-) Nein, ich les' immer über Kartenleser, damit ich nicht von der Lahmheit, Akku und Macken der Kamera abhängig bin. Das Problem ist eher kameraspezifisch und sehr speziell: bei Nahaufnahmen Innenraum mit Lanzeitbelichtung bei ISO 80 (Stativ) und höchster Auflösung im TIFF-Format (sprich: hochauflösende Detailaufnahmen von Brettspielen, um den Hauch eines On-Topic zu wahren und ehrlicherweise den Anlass zu nennen) nimmt die Kamera manchmal nur ein blauschwarzes Bild auf und speichert das auch "sauber" auf der Karte (und das bisher reproduzierbar nur per Fernauslöser...). Nur kann das alles sein: Firmware, versehentlicher "Absturz", Fokus-Problem, Belichtungsproblem, Speicherproblem, sprich: echter Defekt, unauffällige Software-Macke oder Pech - zumal in allen anderen Umständen die Kamera 100% einwandfrei arbeitet.

Sei's drum, kehren wir nach dem kurzen Exkurs über computerproblembehaftete Spieler wieder zu den eigentlichen Brettspielen zurück, denen ich mich nach 6,5 halben Herzinfarkten (macht 3,25 echte Lebensverkürzer) mit neuem Rechner zu Weihnachten auch sehr gerne wieder widme (ich warte nur paranoiderweise noch auf "Boardgames_at_Christmas.exe caused an exception at 0x24122004 - player.sys: interaction overflow").

In diesem Sinne frohe und ver(brett-)spielte Weihnachten,
Roman