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Unglaubliche Tatsachen

Verfasst: 22. Dezember 2004, 15:39
von Jeff Widderich
Ich habe keine genauen Numbern aber ich stelle unter euch (zur Diskussion) die Aussage, das meiner Meinung nach mehr wie die Haelfte der Nordamerikaner kein Schach oder Dominoes spielen koennen. Es ist eine unverschaemte Aussage aber ich glaube das ich 100% richtig bin, da ich fast jeden Tag in den Shopping Malls versuche Cardchess und Dominoes 2 unters Volk zu bringen. Was noch schlimmer ist, es sind Leute die in Brettspieleladen sind. Die Teenagers koennen fast alle Schach spielen es sind die 30 bis 50 jaehrige die keine Ahnung haben. Es sieht fuer mich so aus als wenn diese Generation sehr wenig Abwechselungsreiche Spiele gepielt hatt..

Mindestens sieht es so aus als wenn die naechste Generation in Nordamerika tuechtig speilt.


Wagt jemand eine deutsche Statistik hier zu praesentieren. 70% + ?

Jeff

Einfachere Spiele sind wirklich die Zukunft?

Re: Unglaubliche Tatsachen

Verfasst: 22. Dezember 2004, 15:55
von peer
Hi,
mmmh, zumindest die Domino-Zahl sollte hier höhere liegen - schliesslich hat das Domino in unseren Nachbar-Ländern ja eine lange Tradition. Und Schach hat in der Schule oft einen Platz, obwohl ich glaube dass viele Leute sich dem Schach verweigern (und wer kann es ihnen verdenken? Es kommt ja als fast schon als Arbeit daher*).
Allerdings hab ich den Eindruck gewonnen dass in Amerika in erster Linie gepokert wird, was so "Traditionals" beträgt. In Serien, Büchern, Filmen etc. Immer wird gepokert, als obs das einzuge Spiel wäre. Da zumindest haben wir in Deutschland mit Skat, Doppelkopf und vielleicht auch Schach etwas mehr "Hintergrundwissen" Oder täusche ich mich? Patriotische Verklärung? :-)

ciao
peer (fragt sich gerade was bei Dominoes 2 anders ist als beim ersten Teil)

Re: Unglaubliche Tatsachen

Verfasst: 22. Dezember 2004, 16:17
von LeFay
Also ich hab Schach von meinem Vater gelernt, der jetzt auch schon 65 ist. Ich habe es ein paar Mal gespielt, aber da es im Leben ausreichend Arbeit gibt, hab ich es nicht weiterverfolgt. Seit der 9. Klasse im Gymnasium wurde in der ganzen Stufe Skat nebst Canasta, Doppelkopf, Gießkanne (oder auch Aloch) gespielt, als Siedler rauskam, sofort das dazu. Man muß bemerken, daß viele Jungs gerade wegen dem gleichnamigen Computerspiel dazukamen!
Domino ist auch überall bekannt... nicht nur Domino Day in RTL *lol*

Weihnachtsgrüße
LeFay

Re: Unglaubliche Tatsachen

Verfasst: 22. Dezember 2004, 20:10
von Dr. Georg Holzgreve
Hallo Jeff,
die Intention deines Beitrags verstehe ich nicht ganz! Bei der Vielzahl von -modernen- Spielen ist es doch kein Wunder, wenn ein Großteil der Bevölkerung nicht unbedingt Mühle oder Schach kennt oder kennen muss. Es kennen auch viele nicht weitere klassische Spiele. Eine wichtige Funktion haben diese Spiele weiterhin um überhaupt an die Spieleszene herangeführt zu werden, vor allem bei Spielern älteren Jahrgangs. Allerdings geht das durchaus auch mit "moderneren" Klassikern.
Nice Dice
Georg

8 Millionen Deutsche = 10 Prozent

Verfasst: 22. Dezember 2004, 21:05
von SebastianD
Hallo!

Meines Wissens können ca. 8 Millionen Deutsche Schach spielen.
Dies entspricht 10 Prozent. Dazu gehört jedoch, dass man nicht nur die Figuren und (ungefähr) die Zugmöglichkeiten kennt. Sonst wäre die Zahl viel höher.

Der Deutsche Schachbund zählt ca. 97.000 Mitglieder. Kein Land der Welt hat mehr Spieler mit ELO-Zahl (internationale Spielstärkezahl).
www.schachbund.de

Schöne Grüße, frohes Fest
Sebastian

Re: 8 Millionen Deutsche = 10 Prozent

Verfasst: 23. Dezember 2004, 05:53
von Jeff Widderich
Ihr seid doch alle Spieler ist es nicht fuer euch nicht schon merkwuerdig, das jemanden durchs Leben gehen konnte ohne das sein Grossvater ihn hingesetzt hat und sei es auch gezwungen Schach beigebracht hat. Und ist es nicht normal, das jemand der zehn Jahre alt ist genuegend Intresse zeigt Schach zu lernen. Sei es mit anderen Kindern. Schach in vielen Laendern ist ein Teil der Vorbereitung von Kindern sich in der Welt durchzusetzen eine Art von Foerderung von logisches Denken.

Jeder der hier seine Meinung auessert hat jemanden gehabt der ihnen Schach oder etwas anderes vernuenftig beigebracht hat. Ihr koennt mir erzaehlen was ihr wollt, alle viel Spieler haben das Spielen gelernt. Es ist jetzt ein Eingebautes Teil ihres Wessens.

Es geht fuer mich bei dieser Diskussion wirklich darum das es eine riesen grosse Number von Menschen gibt die wirklich Angst haben etwas spielerisches anzufassen. Menschen die Angst haben sich mit einer Gruppe hinzustzen um Dominoes zu spielen, weil sie nie das spielen erlernt haben.

Viele dieser Menschen wollen unbedingt das ihre Kinder das spielen erlernen, da sie selbst das Vergnuegen nicht gehabt haben. Deshalb sind sie immer auf der suche fuer Spiele die ihre Kinder anreizen werden zum spielen.


Jeff

Re: 8 Millionen Deutsche = 10 Prozent

Verfasst: 23. Dezember 2004, 08:37
von RedPiranha
Jeff Widderich schrieb:
>
> Ihr seid doch alle Spieler ist es nicht fuer euch nicht schon
> merkwuerdig, das jemanden durchs Leben gehen konnte ohne das
> sein Grossvater ihn hingesetzt hat und sei es auch gezwungen
> Schach beigebracht hat

Ich weiß nicht ob meine Großväter Schach konnten, einer ist gestorben als ich 1, der andere als ich 7 Jahre alt war. Mein Vater konnte es auch nicht. Deshalb habe ich es mir später an Hand eines Buches selber beigebracht - da war es aber zu spät um gut darin zu werden. Mein Vater hat mir allerdings Mühle beigebracht, meine Großmutter spielte mit uns Rommé. Ich denke, dass man die "Spielfähigkeit" einer Generation nicht an einigen wenigen Spielen ausmachen sollte, mittlerweile gibt es so viele Spiele.

Re: 8 Millionen Deutsche = 10 Prozent

Verfasst: 23. Dezember 2004, 10:46
von peer
Hi,
RedPiranha schrieb:
> beigebracht, meine Großmutter spielte mit uns Rommé. Ich
> denke, dass man die "Spielfähigkeit" einer Generation nicht
> an einigen wenigen Spielen ausmachen sollte, mittlerweile
> gibt es so viele Spiele.

Tut er ja auch nicht wirklich - es geht ihm mehr darum dass jeder (so die These)Vielspieler jemanden hatte, der ihn "gezwungen" hat, ein Spiel zu lernen - ob Schach, Skat oder MÄDN ist dabei ersteinmal nebensächlich...

ciao
peer (der Schach mit 4 gelernt hat)

[OT] Streber

Verfasst: 23. Dezember 2004, 10:52
von Michael Weber
peer schrieb:
> peer (der Schach mit 4 gelernt hat)

Streber! ;-) :lol: :lol:

Michael
(hat Schach wie vieles etwas später gelernt)

Re: [OT] Streber

Verfasst: 23. Dezember 2004, 15:36
von peer
Hi,
Michael Weber schrieb:
>
> peer schrieb:
> > peer (der Schach mit 4 gelernt hat)
>
> Streber! ;-) :lol: :lol:

Was kann ich dafür, dass mein Vater dringend einen Schachpartner brauchte? ;-)

ciao
peer

RE: [OT] Streber

Verfasst: 23. Dezember 2004, 17:40
von Marten Holst
Moin,

wenn ich da dran denke, wie sich mein Vater und mein Opa geweigert haben, mir Skat oder Schach beizubringen bis ich etwa 8 war... ich sei noch nicht weit genug ;-)... statt dessen gab es dann Mühle, Dame, Halma, Canasta und ein Leiterspiel, das ich heiß und innig geliebt habe :-)

Tschüß
Marten

RE: 8 Millionen Deutsche = 10 Prozent

Verfasst: 27. Dezember 2004, 20:43
von Michael Andersch
"Jeff Widderich" hat am 23.12.2004 geschrieben:
> Ihr seid doch alle Spieler ist es nicht fuer euch nicht
> schon merkwuerdig, das jemanden durchs Leben gehen konnte
> ohne das sein Grossvater ihn hingesetzt hat und sei es auch
> gezwungen Schach beigebracht hat.

Gezwungen??? Was für ein Unsinn.

> Und ist es nicht normal,
> das jemand der zehn Jahre alt ist genuegend Intresse zeigt
> Schach zu lernen.

Nein. Abgesehen davon finde ich, dass es für einen zehnjährigen durchaus interessantere (und möglicherweise auch sinnvollere) Dinge geben könnte als Schach zu lernen.

> Jeder der hier seine Meinung auessert hat jemanden gehabt
> der ihnen Schach oder etwas anderes vernuenftig beigebracht
> hat. Ihr koennt mir erzaehlen was ihr wollt, alle viel
> Spieler haben das Spielen gelernt. Es ist jetzt ein
> Eingebautes Teil ihres Wessens.

Ja. Weil wir hier in einem Spielerforum sind. In einen Forum zu einem anderen Thema mag dies ganz anders aussehen.

> Es geht fuer mich bei dieser Diskussion wirklich darum das
> es eine riesen grosse Number von Menschen gibt die wirklich
> Angst haben etwas spielerisches anzufassen. Menschen die
> Angst haben sich mit einer Gruppe hinzustzen um Dominoes zu
> spielen, weil sie nie das spielen erlernt haben.

???
Nur weil irgend jemand ein Spiel nicht kennt kann man daraus doch nicht automatisch ableiten, dass er Angst davor hat damit in Berührung zu kommen.
Dies kann ich Dir ganz konkret für meine Person sagen: Ich weiß z.B. nicht, wie Domino funktioniert. Ich habe eine Vermutung, aber dieses Spiel hat mich einfach noch nie interessiert (auch nicht als zehnjähriger). Ich fürchte mich aber nicht davor, mit anderen Leuten Domino zu spielen - allerhöchstens befürchte ich, mich dabei möglicherweise massiv zu langweilen.

Etwas erstaunte Grüße,
Micha