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Australia - erste Erfahrungen?
Verfasst: 22. Januar 2005, 13:11
von Dieter Niehoff
AUSTRALIA konnte nun sicherlich bereits auf manchen Spieltischen ausprobiert werden.
Wie sind denn die ersten Eindrücke?
Die Schachtelgröße ist ja leider anders als bei TIKAL, MEXICA und JAVA.
Dabei hatte ich gedacht, dass der Verlag seine kleine "Weltreise" mit Kramer/Kiesling als Serie weiterführen wollte.
Dieter Niehoff
Re: Australia - erste Erfahrungen?
Verfasst: 22. Januar 2005, 19:51
von Dino
Wir haben es gestern abend zu viert gespielt. Ist ganz nett. Durch das Einsetzen von Rangern werden jedoch teilweise 'Kettenwertungen' ausgelöst, so dass man ganz schön den Überblick behalten muss. Ausserdem spielt das Kartenglück eine große Rolle. Wir waren uns einig: An Tikal, Java und Mexica kommt es nicht ran! Aber solide Familienunterhaltung!
Dino
Re: Australia - erste Erfahrungen?
Verfasst: 22. Januar 2005, 21:27
von Peter Steinert
Hallo Dieter, hallo Dino,
ich habe ja neulich schon einen ganz ähnlichen Eindruck von Australia gehabt wie Dino:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=104754&t=104746
Dieser hat sich auch bei uns nach einigen weiteren Partien gefestigt. Als Fan von "Tikal" und besonders "Mexica" bin ich - wie übrigens auch schon von der "Versunkenen Stadt" - etwas enttäuscht von Australia. Im Grunde ist das Spiel wegen seines hohen Glücksanteils eher Familienkost. Andererseits wird es wegen der genannten Kettenwertungen schnell unübersichtlich und verlangt daher höchste Konzentration. Die Regel ist zwar nicht sehr umfangreich, hat aber ein oder zwei Stolpersteine parat, die man unbedingt genau studieren sollte, um alles richtig zu machen.
Unschlüssig bin ich auch bei der so genannten Profi-Regel von Australia. Wer hier einen höheren Taktikanteil erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Regel bietet eine weitere Wertungsoption, was die Übersicht noch diffiziler gestaltet, außerdem kommt auch noch ein weiterer Glücksfaktor hinzu.
Vielleicht könnte man hier auch diskutieren, was eine "Profi-Regel" überaupt ist und in einem Spiel bieten sollte. In diesem Fall ist es für mich lediglich eine Regel-Erweiterung oder auch Variante.
Insgesamt finde ich Australia etwas besser als "Die versunkene Stadt", aber deutlich schwächer und auch optisch unattraktiver als beispielsweise "Mexica".
Gruß
Peter
Stolpern?
Verfasst: 23. Januar 2005, 00:14
von Dieter Niehoff
Peter Steinert schrieb:
>. Die
> Regel ist zwar nicht sehr umfangreich, hat aber ein oder zwei
> Stolpersteine parat, die man unbedingt genau studieren
> sollte, um alles richtig zu machen.
Wo kann man denn stolpern?
fragt
Dieter Niehoff
Re: Stolpern?
Verfasst: 23. Januar 2005, 10:28
von Peter Steinert
Hi Dieter,
zumindest in unseren (wechselnden) Gruppen gab es stets eine Diskussion, wann genau es einem Spieler gestattet ist, in der "Profiregel" Ranger auf die Rangerleiste zu setzen. Von zwei möglichen Situationen wird in der Spielregel ausgerechnet die verschachteltere nicht durch ein Bildbeispiel untermauert.
Beim Verwenden des Farbenjokers mit 3 Dollars hätte auch erwähnt werden können, dass man das Gold auf der Karte unmittelbar danach wieder kassiert.
Zugegeben, letzteres ist vielleicht Haarspalterei. Und insgesamt macht die Regel dennoch einen soliden Eindruck.
In wie weit Dir das jetzt weiterhilft, ohne das Spiel zu kennen, weiß ich nicht.
Gruß
Peter
Erste Erfahrungen!
Verfasst: 24. Januar 2005, 07:50
von Dieter Niehoff
Dieter Niehoff schrieb:
> Wie sind denn die ersten Eindrücke?
>
Zwei Tage später auf die eigene Frage antworten .... Mal was Neues für mich ...
Gestern konnte ich erstmals AUSTRALIA (zu dritt, incl. "Profispiel") probieren. Und es hat durchaus positiv überrascht.
Mich erinnerte es vom Spielgefühl her an SAMURAI und andere gute Einsetzspiele.
Das eigene Tun wird zwar stark von den gezogenen Karten gesteuert. Da ich aber zuvor selbst wählen darf, welche Kartenart ich gerne hätte, belibt nur die Ungewissheit über die Kartenfarbe. Das Kartenglück (oder Pech) kann mit Einsatz eigenen Geldes aber verändert werden. Da aber jede Karte für den Besitzer "positiv" ist, kommt es darauf an, die Karten optimal zu nutzen.
Auf dem Spielplan selbst ist man absolut beweglich. Sprünge von einem Ende zum anderen sind möglich (nete Idee: Jeder hat ein kleines Flugzeug als Spielfigur). Ob sie auch sinnvoll sind, das ist das Problem. Denn die Anzahl der eigenen Spielsteine ist begrenzt. Und nichts scheint bei AUSTRALIA übler, als "gute Karten", aber nicht mehr ausreichend Spielsteine. Diese müssen dann mühsam, also zeitraubend wieder eingesammelt werden. Unsere Partie gewann übrigens derjenige (mit unglaublichem Abstand), der den besten Blick fürs Optimale auf dem Brett hatte und stets das Windrad (Profiregel) unglaublich pfiffig bediente.
Erstes Fazit nach nur einer Partie: AUSTRALIA ist reizvoll. Bin gespannt auf die nächste Partie.
Die kurze Spielregel hat uns vor keine Probleme gestellt.
Dieter Niehoff