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Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 11:22
von Wolfram Püchert alias WeePee
Hmmm,

angeregt durch die Diskussionen hier, muss ich sagen, dass mir seit 2000 (als Torres "ernannt" wurde) die Jury "Spiel des Jahres" relativ egal ist. Sie - die Jury - beeinflusst zwar den kommerziellen Markt, aber bei Weitem nicht mehr meine Meinung und schon gar nicht meine Entscheidung, ein Spiel zu kaufen.

Die Jury muss in ihren Entscheidungen vielen Herren dienen und verschiedenste Spielerstrukturen berücksichtigen. Gleichzeitig sind ihre Entscheidungen für außenstehende in keinster Weise nachvollziehbar.

Somit sind es - aus meiner Sicht - reine Willkürentscheidungen (auch wenn sich das einzelne Jury-Mitglied viele Gedanken gemacht haben sollte).

Und Willkürentscheidungen werde ich weder als Grundlage für "meine" Entscheidungen berücksichtigen noch im einzelnen interpretieren.

Sorry, aber das Spiel des Jahres hat für mich eindeutig an Wichtigkeit verloren. Genau genommen ist es uninteressant geworden.

Schade eigentlich.

Gruß Wolfram

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 11:46
von Droegi
Und jetzt ? Wie geht es weiter ?

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 12:00
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Droegi schrieb:
>
> Und jetzt ? Wie geht es weiter ?

Ist doch klar!
WeePee verlässt sich wieder auf das Urteil des Forums und nicht auf das der Jury. So wird er Bekannten eher eine Spieleempfehlung aus dem Forum, als von der Liste geben. Alternativ wird er sich auf sein eigenes Urteil stützen und das Wissen ob der Vorlieben der Bekannten.

Auf diese Weise wir er nur gute Spiele empfehlen - Ich finde, das ist ein guter Weg.

Und wer sich von ihm nicht beraten lassen will, kann immer noch ins Kaufhaus gehen und das SdJ kaufen.

Gruß Carsten (dessen Niagara kein SdJ-Logo hat)

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 12:51
von Droegi
ja, aber sollte man das nicht generell so machen ? Muß man dazu erst das SdJ doof finden ?

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 12:52
von André Michail
Hallo!

ich kann mich der Meinung von WeePee nur anschließen! Die letzten SdJ waren allesamt für den Massenmarkt!
Das neue (Niagara) ist zwar ganz nett, aber kommt bestimmt nur bei Familien auf den Tisch. Vielleicht sollte es noch eine Unterkategorie beim Spiel des Jahres geben. Neben dem Kinderspiel auch das Familienspiel des Jahres!

Dann hätten auch solche Spiele wie Puerto Rico und Sankt Petersburg, Raja und Funkenschlag mal eine Chance zu gewinnen!! Und die Autoren dieser Spiele hätten dann auch mal ein bisschen Geld verdient.

Ansonsten verlasse ichmich weiter auf die Foren und auf die teilweisen guten Test auf dieser Page!

MfG

André Michail

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 13:06
von Arby
Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> (dessen Niagara kein SdJ-Logo hat)

Genau deshalb habe ich dann doch aufgrund der Jury-Entscheidung "noch schnell" ein Niagara gekauft, denn haben wollte ich es so oder so. Schon gekauft hatte ich es bis dato nur noch nicht, weil das Geld derzeit leider nicht mehr so locker sitzt und andere Anschaffungen wichtiger sind. Aber ein Spiel ohne SdJ-Pöppel ist (mir) auch wichtig und so hat die SdJ-Jury-Entscheidung doch mein Kaufverhalten beeinflußt.

Ralf "Arby" Brostedt

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 13:08
von Werner Bär
> Vielleicht sollte es noch
> eine Unterkategorie beim Spiel des Jahres geben. Neben dem
> Kinderspiel auch das Familienspiel des Jahres!

Gibt es als Hauptkategorie: Spiel des Jahres

> Dann hätten auch solche Spiele wie Puerto Rico und Sankt
> Petersburg, Raja und Funkenschlag mal eine Chance zu
> gewinnen!!

Ach so, du wills eigentlich einen neue Unterkategorie: Spielfreak-Spiel des Jahres.
Und diese mit dem 'normalen' SDJ-Titel versehen, um potentielle Käufer hereinzulegen.

> Und die Autoren dieser Spiele hätten dann auch mal
> ein bisschen Geld verdient.

Nee. Nach dem Kauf des ersten derartigen Spiels würde der normale Käufer dann auf Spiele aus dieser Kategorie verzichten. Und die eigentliche Zielgruppe kauft sich solche Spiele unabhängig von einem Titel.

Man würde damit nur erreichen, daß der Titel SDJ bei normaler Kundschaft an Ansehen verliert.

Werner.

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 13:19
von Roland G. Hülsmann
André Michail schrieb:

> Hallo!

> ich kann mich der Meinung von WeePee nur anschließen! Die
> letzten SdJ waren allesamt für den Massenmarkt!

Also paßt es doch! Das ist genau die Zielgruppe des SdJ: Die Massen sollen zum Spielen bewegt werden!

> Das neue (Niagara) ist zwar ganz nett, aber kommt bestimmt
> nur bei Familien auf den Tisch.

Ich finde die Idee, daß NIAGARA Familien zum Spielen bewegt, ausgesprochen toll. Genau die Zielgruppe des SdJ! (BTW: Die allermeisten Menschen verbringen einen beträchtlichen Teil ihrer Lebensfreizeit in einewr Familie.)

Gruß
Roland

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 13:26
von Wolfram Püchert alias WeePee
Droegi schrieb:
>
> ja, aber sollte man das nicht generell so machen ? Muß man
> dazu erst das SdJ doof finden ?

Ich habe nicht gesagt, dass ich SdJ doof finde ..... ich habe gesagt, es ist mir egal und ich lasse mich davon in keinster Weise mehr beeinflussen.

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 13:34
von Thomas Nezold
Hi There !!!


Das Problem, das ich beim SdJ sehe, ist: Das Spiel muss immer schön braaaav, liiiieb und nett sein und darf keine Form von bösartiger Ironie zeigen. Meine Favoriten kommen nicht mal in die Auswahllisten, weil meine Lieblinge sind immer zu böse, kampfbetont oder englisch.

Um zu verdeutlichen was ich meine: Im Vorjahr wäre mein "Spiel des Jahres" Betrayal At House On The Hill gewesen. Kanns nit werden, da muss man kämpfen. Dass es eine neue Idee war (wie z.B. seinerzeit auch Knizias Herr der Ringe), is schon wieder nebensächlich.

Heuer is mein persönliches "SdJ" Fiese Freunde Fette Feten (dicht gefolgt von Arkham Horror). Nur das is ziemlich böse... no way !!!

Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 12. Juli 2005, 14:10
von Christian Hildenbrand
Hallo,

ich habe Wolframs Eröffnungsposting nicht im geringsten so verstanden, daß er das Spiel des Jahres ablehnen würde, er für sich lässt sich einfach nur nicht mehr davon beeinflussen. Das ist sein gutes Recht, denn ich denke, daß ein einzelnes Spiel niemals die Meinung aller wird abdecken können. Das war in der Vergangenheit nicht so, und das wird auch in Zukunft niemals so sein. Und das ist gut, denn das sichert in meinen Augen die Rechtfertigung für die Vielzahl an verschiedenen Spieleverlagen mit verschiedenen Verlagsprogrammen.

In diesem Forum tummeln sich viele Spieler (mich mit eingeschlossen), die sich nicht an dem aufgedruckten roten Pöppel orientieren beim Einkaufen. Dazu kennen wir alle zu viele veröffentlichte Spiele des letzten und auch der vorhergehenden Jahrgänge. Jedoch sind wir eine Minderheit unter den potentiellen Spielern. Der Löwenanteil dieser befindet sich außerhalb dieses illustren Kreises hier in den Familien - die Eltern mit ihren Kindern. Dazu Einrichtungen wie Kindergärten, Horts und ähnliche. Diese sind in den seltensten Fällen so gut informiert über Spiele wie wir es sind. Und eben an diese denkt die Jury mit dem Spiel des Jahres.

Ich wurde neben den Klassikern Monopoly und Risiko über die Spiele des Jahres von 1983 (Sagaland) bis 1990 (Adel verpflichtet) zum Spielen gebracht - so wie der der Rest meiner Familie zuhause auch. Wir haben jedes Jahr das Spiel des Jahres zu Weihnachten bekommen von den Arbeitgebern meiner Mutter, und meine Geschwister und ich haben diese Spiele mit Begeisterung gespielt. Zu dem Zeitpunkt kannte ich den Verlag Ravensburger und SchmidtSpiele ... und das wars. Verlage waren aber nicht wichtig, ebenso wenig Autoren, denn mich haben die Spiele an sich mit ihrer Abwechslung und ihrem "Familienanspruch" regelmäßig zu Würfel und Pöppel greifen lassen. Und das habe ich versucht als Jugendgruppenleiter an meine Schützlinge weiterzugeben. Inspiriert von den Spielen des Jahres habe ich "das Spielen" weitergetragen. Somit haben die SdJ-Spiele in der Zeit ihren Zweck exakt erfüllt: sie haben zum Spielen bewegt. Und zwar nicht diejenigen, die mehr oder weniger tief in der Szene stecken, sondern die Familien - mich und meine Geschwister (inkl. von Zeit zu Zeit meinen Eltern).

Für mich ist in dieser Hinsicht das "Spiel des Jahres" heute nicht mehr so wichtig, weil ich denke, daß ich den Überblick auch so problemlos habe. So kann ich regelmäßig bei Spieleabenden bei Heimatbesuchen das ein oder andere auf den Tisch bringen, von dem ich weiß, daß meine Eltern und meine Geschwister es auch mögen werden - auch wenn kein roter Pöppel drauf prangt. Das ist aber ein Ausnahmefall. Denn die meisten der Hauptkundschaft, die meisten derjenigen, die über Spielen zum "etwas gemeinsam tun in der Familie und im Freundeskreis" bewegt werden sollen, haben keinen Tutor, der ihnen etwas vorlegen kann. Für diese Gruppe ist es wichtig, daß es ein Erkennungszeichen gibt. Und eben jenes Zeichen wird nun seit 1979 von der Jury auf Spiele gepackt, die ihrer Meinung nach genau den Zweck erfüllen sollen wie es damals bei mir der Fall war: zum Spielen bewegen.

Wir hier, die nicht mehr zum Spielen bewegt werden müssen, haben andere Ansprüche über die Jahre entwickelt. Für uns scheint ein Alhambra oder ein Niagara zu banal, ein Carcassonne ohne Erweiterungen auf Dauer langweilig, ein Zug um Zug "abgekupfert von anderen Spielen". Wir sind aber nicht die Familie oder der Freundeskreis, der einmal im Monat sich zusammensetzt, der bei schlechtem Wetter eine Beschäftigung drinnen sucht, der mal zur Abwechslung einen ruhigen Abend in netter Gesellschaft verbringen will ohne gleich in die Kneipe zu sitzen.

Das Spiel des Jahres soll dazu animieren auch anderes mal auszuprobieren an Spielen. Das zumindest denke ich von der Auszeichung. Und das macht sie mit genau der Art von Spielen, die von der Jury Jahr für Jahr ausgezeichnet werden. Zugegeben, seit ich mehr spiele konnte ich auch die ein oder andere Entscheidung nicht nachvollziehen, weil es ein Spiel in dem entsprechenden Jahrgang gab, das ich lieber oben gesehen hätte, weil es mir besser gefallen hat. Jedoch zeigen mir Reaktionen aus meinem Umfeld der Gelegenheitsspieler immer wieder, daß die Entscheidungen richtig gewesen sein müssen, weil die Spiele des Jahres namentlich recht bekannt sind und immer wieder gerne gespielt werden - auch wenn dieses "immer wieder" vielleicht nur 4-5 Mal im Jahr ist. Das ist meines Erachtens aber schon ausreichend, denn wie gesagt: wir sind nicht der Maßstab!

Ein Spiel wie Puerto Rico - das ich selbst als eines der besten der letzten Jahre sehe als Spieler - mit der Auszeichnung zu "belasten", wäre meines Erachtens ein schwerer Schlag in die eigenen Kniekehlen. Man stelle sich die Situation vor, wie 1000e von Familien an Weihnachten das Spiel unter dem Christbaum liegen haben und nach dem Essen "mal schnell" eine Runde spielen wollen. Ich denke daß es in den seltensten Fällen wirklich zu einer Partie kommt, weil viele der Gelegenheitsspieler überfordert sein würden mit solch einer ausführlichen Spielregel, mit solch vielfältigen strategischen Möglichkeiten in einem Spiel. Die Spiele des Jahres zeichnen sich - mit wenigen Ausnahmen - dadurch aus, daß sie einen schnellen Einstieg liefern, daß man recht schnell drauf los spielen kann. Und das ist ihre große Stärke. Ein Spiel wie Puerto Rico würde eher abschrecken als motivieren - in meinen Augen.

Das "Spiel des Jahres" trägt eine Verantwortung, nämlich die möglichst viele Menschen groß und klein zum Spielen zu motivieren. Und das machen sie - so zumindest meine Erfahrungen draußen in der Welt außerhalb der Spieleforen ...

Nachdenkliche Grüße,

Christian

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 14:45
von Matthias Prinz
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> Ich habe nicht gesagt, dass ich SdJ doof finde ..... ich habe
> gesagt, es ist mir egal und ich lasse mich davon in keinster
> Weise mehr beeinflussen.

Hat denn jemand behauptet, man müsse SdJ-Spiele gut finden oder sich sogar davon beeinflussen lassen, welche Spiele man kauft?!

Eine solche Diskussion in einem Spieler-Forum anzusetzen, ist wenig sinnvoll. Wir Spieler wissen doch eh, was es für Spiele auf dem Markt gibt und wie diese unser Bedürfnis nach Unterhaltung am ehesten decken.

Der Preis SdJ zielt ja auch in die Richtung, dass Eltern im Geschäft mal eher zu einem ausgezeichneten Spiel greifen sollen, als den neusten Turbo-Plastik-Pogo für die Kleinen zu kaufen.
Es ist nun mal eine traditionell gehaltene Auszeichnung für Familienspiele. Das war er schon immer und sollte es auch bleiben.

Mir ist auch Piepegal, welcher Film wieviele Oscars gewonnen hat, ich gehe trotzdem in die Filme die mich interessieren.
Und trotzdem schreibe ich keinen Beitrag in einem Film-Forum um kundzutun, dass mir die Oscars seit der Verleihung an Tom Hanks für "Saving Private Ryan" schnurzegal sind.

Gruß
- Matthias

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 12. Juli 2005, 15:31
von Christian Daus
volle Zustimmung von mir.
Gruß Christian

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 12. Juli 2005, 15:40
von Harald
Beiträge wie dieser machen das Forum hin und wieder SEHR lesenswert. Danke!
Harald

100%-Zustimmung (k.T.)

Verfasst: 12. Juli 2005, 15:50
von VolkiDU
.

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 16:05
von Denis Fischer
Ich versteh die ganze Diskussion nicht. Für anspruchsvolle Spieler und für Familien, die gerne und viel Spielen gibts doch den "Deutschen Spielepreis". SdJ für die Massen (und das ist voll ok, wobei Niagara auch Vielspieler anspricht!) und den Spielepreis für die Spieler (und da finden sich ja auch Puerto Rico, St. Petersburg und all die anderen Spiele wieder, die wir lieben.)

SO. SCHLUSS.

Denis, der andern gerne Edelstein von den Booten klaut

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 16:43
von Jürgen Weissauer
Mein Vorschlag:

der "Deutsche Spielepreis" sollte nicht nur verliehen sondern auch mit dem Recht versehen werden, damit zu werben.
Dann würden in der Öffentlichkeit zwei Spielepreise bekannt werden.
Der bessere Spielepreis könnte sich dann durchsetzten.
Mittelfristig würde der Werbewert des "Spiel des Jahres" zerstört, was meiner Meinung nach lange überfällig ist.

Ein Preis, der nur noch die Gewinnmaximierung der Spieleindustrie im Blick hat, darf keinen Bestand mehr haben.

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 17:11
von Yossarian
Stimm dir voll und ganz zu! Cosims, Satire-spiele, u. ä. werd beim Spiel des Jahres aus grüden der political correctness nicht bedacht!

RE: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 17:59
von Marten Holst
Moin,

> Dann würden in der Öffentlichkeit zwei Spielepreise bekannt
> werden.
> Der bessere Spielepreis könnte sich dann durchsetzten.

und Du meinst echt, der Markt würde eher gen Spielepreisspiele schwenken? Glaube ich nicht. Wir "Interessierteren" sind sicherlich für die Verlage interessant, aber das "große Geld" wird mit anderem gemacht. Mit Spielesammlungen, lustigen Skatblättern, Uno-Solo-HittheDeck-Varianten, und einigen "seichteren" Familienspielen. Und das nicht nur wegen der Werbung oder Nichtwerbung.

Tschüß
Marten

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 18:47
von VolkiDU
Roland G. Hülsmann schrieb:
> Ich finde die Idee, daß NIAGARA Familien zum Spielen bewegt,
> ausgesprochen toll. Genau die Zielgruppe des SdJ! (BTW: Die
> allermeisten Menschen verbringen einen beträchtlichen Teil
> ihrer Lebensfreizeit in einewr Familie.)

Ja, und das ist genau der Punkt, warum in diesem Jahr "Jambo" nicht SdJ hätte werden können. Aber warum dann Zweier-Spiele überhaupt nominiert werden, verstehe wer will!

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 12. Juli 2005, 19:54
von Gerhard Passler
Hallo Christian!

Super Beitrag!!! 100 % Zustimmung! Deinen, mir aus der Seele geschriebenen Worten, ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Verspielte Grüße

Gerhard

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Verfasst: 12. Juli 2005, 21:50
von Attila
Hiho,

Wat?

Da weder Axis & Allies noch Europe Engulfed es *nichtmal* in die Auswahlliste geschafft haben (East Front übrigens auch nicht !!!!!!!!!!!!!!!), ist es doch offensichtlich das es sich hier um reine Willkürentscheidungen handelt!

Und es hat sich noch keiner der Jury-Mitglieder bei mir persönlich für die Wahl des SdJ entschuldigt! SKANDAL! WILLKÜR! ... PAH[tm]!

Und mir ist das ganz so egal, das ich der ganzen Welt mitteilen möchte wie egal mir das ist! - Leider liesst nicht die ganze Welt das Spielboxforum, aber irgendwie muss man ja anfangen, oder?

So, und weil mein Lieblingsspiel nicht SdJ geworden ist, ist es mir jetzt sogar doppelt-egal - also egal-egal! Jawohl!

Atti

PS: Der SdJ-Pöppel hat doofe Ohren! So!

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 12. Juli 2005, 23:08
von Ernst-Jürgen Ridder
Hallo Christian,

es ist doch immer wieder schön, einen solchen Beitrag lesen zu können.

Spielerische Grüße

Ernst-Jürgen

Apropos: Willkür

Verfasst: 13. Juli 2005, 05:58
von Peter Gustav Bartschat
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> Somit sind es - aus meiner Sicht - reine
> Willkürentscheidungen (auch wenn sich das einzelne
> Jury-Mitglied viele Gedanken gemacht haben sollte).

Das Wort "Wille" bedeutet "aus eigenem Antrieb heraus", "einem selbst gesetzten Ziel folgend".

Das mittelhochdeutsche Wort "Kür" bedeutet "Wahl", "Entscheidung".

Wer etwas "willkürlich" tut, hat sich also frei dafür entschieden, es zu tun: Er wurde weder bedroht, noch erpresst, noch bestochen, noch auf sonst eine Weise gezwungen, gegen sein Gewissen und oder die von ihm vertretenen Interessen zu handeln.

GRADE wenn eine Entscheidung willkürlich getroffen wird, ist es also angebracht, sich viele Gedanken darüber zu machen, während man über Entscheidungen, die man unter Zwang trifft, nicht lange nachdenken müsste.

Mögen nicht nur die Entscheidungen der Spiel des Jahres-Jury, sondern auch unsere jetzt und in aller Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes willkürlich sein und sein dürfen!

Mit einem lieben Gruß
Gustav

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Verfasst: 13. Juli 2005, 07:29
von Mick
Hallo Christian,

besser hätte ich es nicht formulieren können, genauso sehe ich es auch.

Gruß Mick