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Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 09:48
von DocFriese
Negativ möchte ich das Verhalten einiger Verlage auf der diesjährigen Messen anmerken. Diese Kritik bezieht sich auf das Herausgeben von Spielen zur Ansicht bzw. zum (An-) Spielen auf der Messe, sprich am Stand.
Tilsit: Am Stand lagen für jeden sichtbar ca. 50 Exemplare von Himalaya. Dieses Spiel hat beim DSP 2005 meines Wissen den 5. Platz belegt. Für mich ein Grund mir dieses Spiel anzuschauen. Ein Mitarbeiter sagte uns, dass Spiel könne nicht geöffnet und gespielt werden, man habe es schließlich schon im letzten Jahr dabei gehabt.
Kosmos: Mich interessiert Amazonas. Das Spiel war nicht zu bekommen, da lt. einer Mitarbeiterin das Spiel schon zweimal (Respekt!) ausgpackt sei. Mehr habe man nicht dabei.
Days of Wonder: Memoir 44. Eine Mitarbeiterin erklärt, dass Spiel sei nicht für den deutschen Markt produziert und daher auch nicht anzuschauen bzw. zu spielen. Ich könne es aber kaufen.
Queen Games: Timubuktu schein mir ein interessantes Spiel zu sein. Die Frage, ob ich ein Exemplar zum Ausprobieren habe könne, wir verneint. Man könne doch nicht jedes Spiel öffnen.
Und dies sind nur 4 Beispiele ...
Da stellt sich mir die Frage, wer jetzt hier Kunde und wer König ist???
Lars war's
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 10:59
von Lothar Kothe
Hallo,
ich fände es fair, wenn man schon (auch vielleicht berechtigte) Kritik übt, diese auch mit seinem Namen zu signieren.
Viele Grüße
Lothar
PS. Jedesmal, wenn ich bei Queen Games vorbeikam, habe ich viele Leute gesehen, die Timbuktu gespielt (!) haben. Wie das???
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:05
von Alex
Lothar Kothe schrieb:
> ich fände es fair, wenn man schon (auch vielleicht
> berechtigte) Kritik übt, diese auch mit seinem Namen zu
> signieren.
War doch signiert!
Gruß Alex <- (meine Signatur)
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:05
von ode
naja, weiß nicht.
denke, die verlage haben auch nichts zu verschenken. hast du dir schonmal gedanken gemacht, dass viele der spiele auch nicht wieder zurückkommen?
bei queen games war es wohl so, dass die einige spiele hatten. von jedem spiel. und wenn die gerade ein geöffnetes hatten, dann bekam man das auch. und wenn die tische voll sind, brauchen die ja auch kein weiteres spiel rausgeben. der verdacht würde nah liegen, dass man da leicht mal mit ner kleinen kopie sich um die ecke verdrückt...
bei den anderen kann ich nicht mitreden, aber die aussagen hören sich schon recht merkwürdig an.
trotzdem würde ich da mal keine böse absicht, sondern eher vorsicht unterstellen. als wir so über die messe schlenderten und die ganzen unbeobachteten stapel mit feinsten spielen sahen, wunderten wir uns auch schon irgendwie, wie hoch hier wohl die verschwinderate hier so sei. da kann doch kein mensch drauf achten!!!
ode.
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:06
von Mols
Also ich weiss nicht, wie Du dich da
angestellt hast! Wir haben Amazonas
gespielt. Es war am Freitag noch
neu! Und da es schon wirklich etwas
aelter ist, kann der Verlag auch nicht
erwarten, dass es gleich jeder spielen wil.
Das war auch zu erkennen, wenn man einen
kurzen Blick ueber den Stand gemacht
hat. Ebenso bei Queen-Games. Ich
habe mindestens drei Tische mit Timbuktu
gesehen und dazu eine extra grosse Version
zum erklaeren.
Also bei diesen beiden Verlagen kann ich
Deine Kritik nicht bestaetigen!
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:07
von ode
lothar bemängelte glaube ich, dass er nur seinen vornamen, bzw. sein kürzel anbrachte, und nicht seinen kompletten, richtigen namen...
ode.<-- so wie bei mir...
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:10
von Conny
naja, aber wenn man seineremail adresse glauben schenken darf ist genügend erfahrbar.
OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:15
von Heinrich Glumpler
Hi,
Kosmos hat die Spiele ohne Schachteldeckel rausgegeben - scheint mir ein guter Kniff zu sein, um den Klau von Demospielen weniger attraktiv zu machen.
(bei meiner ersten Demo hab ich hektisch die ganze Umgebung des Tisches nach dem Deckel abgesucht, bis mir jemand sagte, dass die Deckel gar nicht rausgegeben werden :LOL: )
Grüße
Heinrich
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:18
von Conny
ich kann nur von meiner Erefahreng mit Kosmos berichten, und das auch nur von vor zwei Jahren. Da gab es überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil, ich habe innerhalb weniger Minuten dreimal das Spiel (also ganz anderes Spiel) getauscht zum Ausprobieren. Das war überhaupt kein Problem.
Auf einen bestimmten Spieltitel kann man ja auch mal warten, finde ich.
geöffnete und gespielte Timbuktus (Queen) habe ich auch gesehen.
Liebe Grüße
Conny
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:20
von Thomas O.
Heinrich Glumpler schrieb:
>
> (bei meiner ersten Demo hab ich hektisch die ganze Umgebung
> des Tisches nach dem Deckel abgesucht, bis mir jemand sagte,
> dass die Deckel gar nicht rausgegeben werden :LOL: )
>
> Grüße
> Heinrich
... und als du merktest, dass der Deckel nicht dabei ist, hast du das Spiel brav wieder zurück gegeben? Siehst du, wirkt doch ;-)
Gruß Thomas
RE: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 11:30
von Michael Andersch
Hallo Lars,
die Messe dient nun einmal dazu, in erster Linie NEUHEITEN eines Verlages vorzustellen. Den Verlag selbst möglicherweise auch, aber hauptsächlich eben Neuheiten (sowie Du auf der IAA sicher keine vor 2 Jahren erschienenen Fahrzeuge bewundern können wirst).
Vor diesem Hintergrund finde ich die Aussagen von Tilsit und Kosmos ganz ok, sofern sie freundlich erfolgt sind. Die Sache mit Timbuktu dagegen erstaunt mich etwas, da ich selbst es ebenso problemlos zum Spielen bekommen habe wie viele andere hundert Messebesucher wohl auch.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass oft vielleicht auch der Ton die Musik macht: So habe ich beispielsweise am Freitag gegen 10:00 am Stand von Tilsit zusammen mit 2 Erklärern auf Mitspieler für Key Largo gewartet. Just in diesem Moment kamen 3 Personen und fragten nach eben jenem von Dir erwähnten Himalaya, worauf der Erklärer in sachlichem Ton die von Dir geschilderte Antwort gab. Anstatt es dabei bewenden zu lassen oder (was ich z.B. gemacht hätte) vielleicht mal höflich nachzufragen, ob sich denn nicht am Stand möglicherweise doch ein geöffnetes Exemplar befände (zwecks Begutachtung Material, zwecks Ausleihe und Regelerarbeitung im "Selbststudium",...) hat der Frager dem Erklärer daraufhin durch eine eindeutige Handbewegung zu verstehen gegeben, was er von dessen Antwort und dessen geistigem Zustand hält.
Zufällig / seltsamerweise handelte es sich bei der fragenden Gruppe um 3 Personen (2m, 1w - leicht hinkend), mit denen ich am Vortag Big Kini gespielt hatte - in recht angenehmer Runde. Solltest Du Dich dabei ggf. wieder erkennen, dann möchte ich Dir hiermit sagen, dass ich Euer Verhalten am Tilsit-Stand schon etwas daneben fand, und dass es mich bei ähnlichem Verhalten an anderen Ständen nicht wundert, wenn Du auch dort mit Deinen Wünschen nicht erfolgreich warst. Falls Du nicht Mitglied dieser 3er-Gruppe warst: Vergiss diesen Absatz einfach ;-) !
Viele Grüße,
Micha
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 12:15
von Heinrich Glumpler
Fiesling!
*Das* Spiel musste ich nicht klauen - davon habe ich 20 Stück kostenlos geliefert bekommen ;-) ...
...und ansonsten hatte ich wenig Zeit, mir was anzusehen, geschweige was mitgehen zu lassen :-)
Grüße
Heinrich
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 12:18
von Klaus Knechtskern
Heinrich Glumpler schrieb:
> *Das* Spiel musste ich nicht klauen - davon habe ich 20 Stück
> kostenlos geliefert bekommen ;-) ...
>
Hm Heinrich,
ziemlich sinnlos 20-mal das gleiche Spiel geliefert zu bekommen...
beglückwünschende Grüße
Klaus
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 12:26
von yzemaze
schon mistig, wenn man als Autor in Naturalien bezahlt wird ;-)
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 12:31
von yzemaze
Lothar Kothe schrieb:
> PS. Jedesmal, wenn ich bei Queen Games vorbeikam, habe ich
> viele Leute gesehen, die Timbuktu gespielt (!) haben. Wie
> das???
Es gab bei Queen je Spiel scheinbar nur ein bestimmtes Kontingent an offenen Spielen, war dieses ausgereizt, hatte man einfach (für den Moment) Pech. (Ging meiner Testgruppe genauso, nach einer Runde Aqua Romana war dann aber auch wieder ein Timbuktu frei :-))
OT: falls jemandem die Signatur oder ein Klarname fehlen sollte, google hilft ;-)
Re: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 12:34
von yzemaze
ode schrieb:
> bei queen games war es wohl so, dass die einige spiele
> hatten. von jedem spiel. und wenn die gerade ein geöffnetes
> hatten, dann bekam man das auch. und wenn die tische voll
> sind, brauchen die ja auch kein weiteres spiel rausgeben. der
> verdacht würde nah liegen, dass man da leicht mal mit ner
> kleinen kopie sich um die ecke verdrückt...
Die vollen Tische spielten dabei allerdings keine Rolle, gegen einen PA als Pfand bekamen wir jedenfalls ohne weiteres ein Spiel, mit dem wir uns dann sogar vom Stand entfernten (um im sonnigen Innenhof zu spielen).
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 13:10
von Thomas O.
yzemaze schrieb:
>
> schon mistig, wenn man als Autor in Naturalien bezahlt wird ;-)
...und dann auch noch in Naturalien, die einem irgendwoher bekannt vorkommen... ;-)
Gruß Thomas (der gerne in Naturalien entlohnt wird, aber nur in unbekannten)
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 13:15
von Klaus Knechtskern
Bleibt nur noch die Frage ob das eine Bezahlung oder eine Bestrafung ist ;-)
Klaus
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 13:44
von Frank Biesgen
Heinrich Glumpler schrieb:
> Kosmos hat die Spiele ohne Schachteldeckel rausgegeben -
> scheint mir ein guter Kniff zu sein, um den Klau von
> Demospielen weniger attraktiv zu machen.
den :LOL: )
Moin Heinrich,
Kosmos war dieses Jahr wirklich extrem kreativ - auf die Idee, bei der Spieleausgabe einfach ein Viertel des Plans wegzulassen (Beowulf), ist vorher noch keiner gekommen. Und gerüchteweise kam mir zu Ohren, dass bei ZauberStauber erst gar kein Plan ausgegeben wurde... :)
Gruß FBI
[oT] lol
Verfasst: 20. Oktober 2005, 13:51
von Braz
*lol :)
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 13:55
von Heinrich Glumpler
Hehe,
bin schon froh, dass es überhaupt ausgegeben wurde - anfangs wurde es noch unter "Kinderspiele" ausgehängt - was ich guerillamäßig und eigenmächtig - äh - korrigiert hab :grin:
Da fällt mir ein... - aber da mach ich besser einen eigenen Thread auf...
Grüße
Heinrich
RE: Von der Selbstgefälligkeit (einiger) Verlage
Verfasst: 20. Oktober 2005, 14:01
von peer
Hi,
Michael Andersch schrieb:
>
> Hallo Lars,
> Ich muss allerdings dazu sagen, dass oft vielleicht auch der
> Ton die Musik macht: So habe ich beispielsweise am Freitag
> gegen 10:00 am Stand von Tilsit zusammen mit 2 Erklärern auf
> Mitspieler für Key Largo gewartet. Just in diesem Moment
> kamen 3 Personen und fragten nach eben jenem von Dir
> erwähnten Himalaya, worauf der Erklärer in sachlichem Ton die
> von Dir geschilderte Antwort gab. Anstatt es dabei bewenden
> zu lassen oder (was ich z.B. gemacht hätte) vielleicht mal
> höflich nachzufragen, ob sich denn nicht am Stand
> möglicherweise doch ein geöffnetes Exemplar befände (zwecks
> Begutachtung Material, zwecks Ausleihe und Regelerarbeitung
> im "Selbststudium",...) hat der Frager dem Erklärer daraufhin
> durch eine eindeutige Handbewegung zu verstehen gegeben, was
> er von dessen Antwort und dessen geistigem Zustand hält.
Oh ja. Einige Leute scheinen es auch für ihr verbrieftes Bürgerrecht zu halten, einen Zettel für die KleinverlagsRALLEY zu bekommen, ohne etwas tun zu müssen, ja sogar ohne freundlich sein zu müssen.
Eine Frau meinte "Gib mal den zettel her!" und als ich sagte, dass da eine kleine, lustige Aufgabe zugehörte meinte sie "Unverschämtheit! Euren S***** könnt ihr selber machen!" und dampfte ab.
Sicherlich ein Einzelfall, aber das Wort "bitte" hab ich bemerkenswert wenig gehört, in den 3 Tagen wo ich da war :-)
ciao
peer (der zeuge war, dass Günter Leute beim Buffett vorgelassen hat)
[OT] vor und quitt
Verfasst: 20. Oktober 2005, 14:26
von Michael Weber
Ja, da fällt es mir wieder ein. Ich sollte im Forum schreiben, dass Günter Gerlinde am Schmidt-Büffet vorgelassen hat. Damit sei er mit Michael Andersch quitt. Also, Michael, der Günter ist schon ein Guter :-)
Michael
(konnte immerhin Käse und Weißbrot essen)
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 14:30
von Michael Weber
Frank Biesgen schrieb:
> Kosmos war dieses Jahr wirklich extrem kreativ - auf die
> Idee, bei der Spieleausgabe einfach ein Viertel des Plans
> wegzulassen (Beowulf), ist vorher noch keiner gekommen. Und
> gerüchteweise kam mir zu Ohren, dass bei ZauberStauber erst
> gar kein Plan ausgegeben wurde... :)
WAS? Die haben mir bei der Reklamation erzählt, da ghöre gar keiner zu! Unglaublich! Ich fühle mich ungerecht behandelt!
:-D
Michael
(findet Zauber Stauber klasse)
Re: OT: der Trick mit dem Deckel
Verfasst: 20. Oktober 2005, 14:32
von Thomas
Frank Biesgen schrieb:
> Kosmos war dieses Jahr wirklich extrem kreativ - auf die
> Idee, bei der Spieleausgabe einfach ein Viertel des Plans
> wegzulassen (Beowulf), ist vorher noch keiner gekommen. Und
> gerüchteweise kam mir zu Ohren, dass bei ZauberStauber erst
> gar kein Plan ausgegeben wurde... :)
na und? Fehlendes Spielmaterial einfach bei Kosmos reklamieren, die schicken das doch bestimmt noch nach... ;-)