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Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 14:08
von Pajdl
Hallo,
Bei den Regelfragen -unklarheiten, welche immer wieder herrschen, frage ich mich, weshalb es nicht für alle Spiele etwas im Stil von Klaus Teuber's Prof. Easy gibt.
Mit einem Beispiel, welches in irgendeiner Art kommentiert wird.
Es muss nicht mit animationen oder Aufwändigen DVD's sein, foto's mit kommentar müssten reichen.
Was haltet Ihr davon?
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 14:15
von Stefan-spielbox
Hi, Pajdl,
das hängt mit den Kosten zusammen :-(
Die Art Regel "Prof. Easy" ist sehr zeitaufwändig zu erstellen und muss häufig test-gelesen werden. Außerdem ersetzt sie in der Regel (sic!) nicht den ausführlichen Text (Ausnahme Piranha Pedro). Damit gibt es zusätzliche Produktionskosten.
Außerdem weiß man nie, was genau der Regel-Leser später mal nicht versteht, wenn man die Regel schreibt :-)
Stefan
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 14:17
von Attila
Hiho,
Das liegt vieleicht daran das viele Spiele nicht GANZ so simpel gestrickt sind wie die Teuber-Spiele.
Ich stell mir gerade ein Prof Easy für ein WW2 Spiel vor ... wie das Männchen wohl aussieht? ;-) ???
Atti
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 14:26
von Pajdl
Ganz ganze kann doch im Stil von der Spielregelshow sein.
http://www.spieleakademie.at/1/13_1/srs_2005_fenster.asp
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 14:31
von Pajdl
Hauptsächlich sind da die Regelleser schuld...ganz klar, aber man übersieht oder vergisst so schnell.
Die Männchen verkörpern die Spieler.
ich weiss nicht wie der typische WW2-Spieler aussieht.
ich weiss nicht mal was WW2 ist ;-)
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:18
von Pajdl
hmmm... was hab ich denn hier geschrieben...???
Kommt davon, wenn man 2PC's an einem Bildschirm hat und immer wieder die falsche Tastatur benutzt ;-)
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:19
von Mike Merten
Dem stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Als zusätzlichen Service finde ich solche Sachen absolut in Ordnung. Aber wenn ich mir ein Spiel kaufe, dann möchte ich ein komplettes Spiel haben. Also eines mit verständlichen Regeln, ohne Verweis auf das Internet. Zum einen kann ich eine gedruckte Regel überall lesen: Im Bus, im Zug und natürlich auch auf dem stillen Örtchen. Alles Orte, die ich zum Regelstudium tatsächlich nutze. Zum anderen habe ich das Internet nicht immer zur Verfügung. Zu Hause besteht schon das Problem, daß der Compi im Arbeitszimmer steht. Mein Spieltisch steht aber ganz woanders. Und last not least gibt es immer noch Spieler, die zu Hause keinen Internetanschluß haben.
Eine gute, alte FAQ hat gegenüber einer interaktiven Regelerklärung auch einen großen Vorteil: Man kann sie vernünftig ausdrucken.
nice dice
Mike
RE: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:27
von Marten Holst
Moin,
> ich weiss nicht mal was WW2 ist ;-)
naja, WK II halt ;-) - "World War 2", da die meisten diesbezüglichen Cosims / Wargames englischsprachigen Ursprungs sind, hat sich die dort übliche Abkürzung auch hier etwas eingeschlichen :-)
Tschüß
Marten
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:40
von Pajdl
Klar, das sehe ich auch so.
Beim Internet-Prof. Easy ist es ja auch "bloss" eine Ergänzung, aber eine sehr nützliche!
Für eine FAQ musst du das Spiel kennen, beim anderen, erschliesst sich einem das Spiel sehr schnell, ist nahe am Spiel erklähren lassen.
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:51
von Mike Merten
Stimmt. Eine FAQ ist natürlich nur nützlich, um Unklarheiten, Zweideutigkeiten denen gegenüber auszuräumen, die das Spiel bereits kennen.
Mir persönlich wäre das aber wichtiger als ein Prof. Easy, da ich immer gerne weiß, wie sich der Autor das Spiel eigentlich gedacht hatte.
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 15:57
von Pajdl
Versteh ich jetzt nicht ganz. Ich sehe Prof Easy als Einstiegshilfe, damit man sich schnell zurecht findet.
Bei Caylus zB brauchte ich ne weile, bis ich die regel Intus hatte.
Wie gehst du bei solchen Spielen vor?
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 16:28
von Mike Merten
Bei Prof Easy weiß ich bisher eigentlich nur, daß es ihn gibt. Gebraucht habe ich ihn noch nie. Bisher gelang es mir immer, mit Regeln klar zu kommen, auch wenn es manchmal etwas länger dauerte (z.B. bei Schwimmer in der Wüste). Für mich ist es weniger Aufwand, mich in der Eßecke noch mal mit Regeln und Spiel zu beschäftigen, als im Arbeitszimmer Platz zu schaffen, um mir dann im Netzt das Spiel von Prof Easy erklären zu lassen-
Aber das gilt natürlich nur für mich; deshalb meinte ich ja auch, daß ich gegen solche Hilfen nichts habe. Ich habe halt nur ein bißchen Angst, daß diese interaktive Regelerklärung dazu führen könnte, daß man auf die gedruckten Regeln (noch) weniger achtet. Dann wäre Prof Easy kontraproduktiv.
Die gedruckten Regeln sollten verbessert werden: Vernünftige Beispiele, Kurz-Übersicht auf der letzten Seite (nur als Ideen). Oder als Traum formuliert: Die gedruckten Regeln sollten so gut sein, daß weder ein Prof. Easy noch eine FAQ notwendig ist. Sie sind schließlich nur Krücken, die überflüssig sein sollten.
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 16:40
von Attila
Pajdl schrieb:
> Die Männchen verkörpern die Spieler.
Die Frage zielte darauf ab wie Prof Easy für ein solches Spiel aussieht.
> ich weiss nicht wie der typische WW2-Spieler aussieht.
> ich weiss nicht mal was WW2 ist ;-)
Marten hat natürlich recht - WK2 wäre richtiger ... Damit bezeichnet man Spiele die den 2. Weltkrieg als Thema hat.
Atti
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 16:41
von Attila
Hiho,
.... haben.
Atti
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 16:49
von Pajdl
Na das wärenatürlich das beste.
Da sind wir jedoch noch etwas davon entfernt.
Alle Kurzspielregeln und andere Zusätze, die man im Internet findet wären dann nicht mehr nötig.
Re: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 16:49
von Pajdl
Na das wäre natürlich das beste.
Da sind wir jedoch noch etwas davon entfernt.
Alle Kurzspielregeln und andere Zusätze, die man im Internet findet wären dann nicht mehr nötig.
RE: Spielregel
Verfasst: 28. Dezember 2005, 21:52
von Marten Holst
"Pajdl" hat am 28.12.2005 geschrieben:
> Na das wäre natürlich das beste.
> Da sind wir jedoch noch etwas davon entfernt.
> Alle Kurzspielregeln und andere Zusätze, die man im
> Internet findet wären dann nicht mehr nötig.
Naja, dann gibt es dennoch Spiele, die man kann, aber zwei Monate nicht gespielt hat, wo einem ein Detail fehlt, das ist noch etwas anderes.
Zum Beispiel Caylus: Das Spiel ist unglaublich einfach, aber sehr regelintensiv. Ich wüsste wirklich nicht, was man da machen soll, um es noch einfacher rüber zu bringen. Manche Dinge begreift man eben nicht auf absoluten Anhieb. Niemand kann Physik in einer Stunde begreifen, und kein Mensch lernt Geige spielen in zwei Tagen. Woher also diese Ansprüche an ein Spiel? Der menschlichen Aufnahmefähigkeit sind irgendwo Grenzen gesetzt, und komplexe Spiele überfordern die vielleicht.
Natürlich sollte man eifrig versuchen, da immer besser zu werden, aber vielleicht sind hier einfach auch die Ansprüche zu hoch?
Tschüß
Marten
RE: Spielregel
Verfasst: 29. Dezember 2005, 09:08
von Mike Merten
Hallo Marten,
zunächst hat das weniger mit der Komplexität eines Spieles zu tun als mit seiner Kompliziertheit. Go ist hoch komplex; man hat aber Probleme, mit den Regeln eine ganze DIN-A4-Seite zu füllen.
Auch sollte man neben Caylus ruhig mal Antike halten: Dann sieht man, wie sehr man ein solches Spiel unkomplizierter gestalten kann, ohne daß der Spielspaß darunter leidet.
Aber letztendlich geht es mir nicht darum, daß jedes Spiel mit wenig Regelseiten auskommt. Manchmal sollten die Regeln meiner Meinung nach ruhig doppelt so dick sein. Ausreichend Beispiele mit passenden Bildern benötigen ja auch ihren Platz. Wichtig ist mir nur, daß das Spiel möglichst komplett ist. Sechsseitige Würfel kann man von mir aus ruhig weglasssen. Davon habe ich zu Hause wirklich genügend. Aber die Regeln sollten so vollständig sein, daß weder eine interaktive Erklärung im Metz noch eine FAQ notwendig ist. Zumindest sollte man das anstreben.
nice dice
Mike
RE: Spielregel
Verfasst: 29. Dezember 2005, 13:45
von Marten Holst
Moin,
> zunächst hat das weniger mit der Komplexität eines Spieles
> zu tun als mit seiner Kompliziertheit. Go ist hoch komplex;
> man hat aber Probleme, mit den Regeln eine ganze
> DIN-A4-Seite zu füllen.
zugegeben, ein klassischer Lapsus, der mir da unterlief ;-) , ich meinte aber auch "kompliziert".
> Auch sollte man neben Caylus ruhig mal Antike halten: Dann
> sieht man, wie sehr man ein solches Spiel unkomplizierter
> gestalten kann, ohne daß der Spielspaß darunter leidet.
das sind allerdings dennoch zwei paar Schuhe: Antike hat einfache Regeln, Caylus nicht (naja gut, richtiger wäre "Caylus hat auch einfache Regeln, aber mit vielen Details" Es dürfte hier bessere Beispiele geben). Das ist keine Frage, wie gut die Regeln geschrieben wurden, sondern wie gut oder elegant das Spieldesign diesbezüglich ist. Ist Caylus ein schlechteres Spiel, weil die Regeln etwas Einarbeitung erfordern? Nein. Caylus ist ein Spitzenspiel, aber ich behaupte bis zum Beweis des Gegenteils, dass die Regeln, so wie sie sind, eben mit keiner didaktischen Trickserei mal so eben en passant erklärt werden können, und damit weiterhin, dass hier eventuell der Anspruch zu hoch ist, wenn Du geschrieben wird, dass Kurzregeln und FAQs im Idealfall überflüssig seien. Einige bis viele bis fast alle Spiele sind eben so regel- und detailerfüllt, dass man sie doch braucht. Zum Langhangeln, aber auch zum "wieder auffrischen" nach einer Spielpause.
Einig sind wir uns allerdings, dass alles in der Schachtel zu sein hat. Von obskuren Homepages Regelergänzungen runterzuladen, wie hier bei einigen Spielen schon empfohlen, kann zwar das Spiel retten, darf aber auf keinen Fall die Bewertung eines Spieles zum Beispiel durch Rezensenten nur einen Millimeter nach oben verschieben (diese absolute Aussage ist, wie alle absoluten Aussagen, also auch diese über absolute Aussagen, falsch). Allerdings hätte ich gerne auch W6 in der Schachtel, sonst muss man immer umpacken. Und ganz so billig wie Glomeor kaufe ich meine Würfel dann doch nicht :-)
Tschüß
Marten
RE: Spielregel
Verfasst: 30. Dezember 2005, 09:38
von Mike Merten
Marten Holst schrieb:
> (...)
> Caylus ist ein Spitzenspiel, aber ich
> behaupte bis zum Beweis des Gegenteils, dass die Regeln, so
> wie sie sind, eben mit keiner didaktischen Trickserei mal so
> eben en passant erklärt werden können, und damit weiterhin,
> dass hier eventuell der Anspruch zu hoch ist, wenn Du
> geschrieben wird, dass Kurzregeln und FAQs im Idealfall
> überflüssig seien.
Upps ... dann ist etwas falsch angekommen. Eine Kurzregel-Übersicht halte ich bei vielen Spielen für absolut sinnvoll! Es gibt sie weit seltener, als ich sie gerne hätte und mittlerweile habe. Ich hatte neben der FAQ solche interaktiven Regelerklärungen im Netz wie Prof. Easy gemeint. So etwas sollte nur Zusatz sein.
Allerdings führt bei mir persönlich mittlerweile eine zu hohe Kompliziertheit durchaus zu einer gewissen Abwertung. Das liegt möglicherweise daran, daß ich für Spiele mit einfacheren und damit schneller zu erklärenden Regeln mehr Spielmöglichkeiten habe.
> Allerdings hätte ich gerne
> auch W6 in der Schachtel, sonst muss man immer umpacken. Und
> ganz so billig wie Glomeor kaufe ich meine Würfel dann doch
> nicht :-)
>
Ok, dann nehme ich eben das berühmte Päärchen "Zettel und Stift" als Beispiel ;-)
Guten Rutsch und nice dice
Mike