Heroscape vs. Memoir'44
Verfasst: 3. März 2006, 21:37
Am letzten Spieleabend unserer Spielgruppe konnte ich das erste Mal 2 Partien
Heroscape (HS) absolvieren und deshalb aus erster Hand berichten, wie das
Spielgefühl war. Dies ist aber kein vollständiges Peep. Es geht mir vor
allem um den Vergleich mit Memoir'44, welches mir als erstes bekannt war
und durchaus geschätzt wird. Noch vor einer Woche hätte die Frage welches
Spiel wohl besser sei, klar ein Memoir'44 als Antwort abgerungen.
Obwohl nicht auf der Hand liegend, tue ich also HS mit Memoir'44 vergleichen,
weil es Gemeinsamkeiten gibt, wie der auf Hexfelder basierendes Spielareal,
Line of Sight-Regeln, Reichweite von Waffen und Hitpoints.
Das für mich überraschende war:
HS gefällt mir besser als M44, weil Du die Freiheit hast, Deine Figuren
dorthin zu bewegen wohin sie taktisch hinsollen (in M44 brauchst Du zuerst
passende Karten).
HS gefällt mir besser als M44, weil es echtes 3D Terrain in mehreren Stufen
hat (M44 ist hübsch, aber eher flach auch wenn es "Mountain"-Kärtchen gibt).
HS gefällt mir besser als M44, weil auch der Verteidiger Würfeln darf und
auch dieser von Vorteilen durch erhöhte Positionen ggü. dem Angreifer
profitieren darf (M44 kennt das nicht).
M44 hat den Vorteil, dass es historisch "korrekt" ist, während in HS
die Figuren bunt gemischt sind, was menschliche Zeitalter und Fantasy
anbelangt.
HS kennt das Squad-drafting (ähnlich Deck zusammenstellen bei Magic the
Gathering und ähnlichen CCG), bei M44 ist alles starr vorgegeben (was nicht
bedeutet, dass man nicht auch eigene Szenarien aufbauen dürfte).
Die Ausstattung und Qualität ist bei beiden gut. Ausserdem sind die HS-Figuren
wirklich toll bemalt. Einzig die grossen Drachen geben einem ein wenig das Gefühl
es mit Spielzeug zu tun haben anstatt einem "seriösen" Brettspiel ;)
Von den 2 gespielten Partien habe ich die erste wegen Anfänger-Fehler verloren,
die zweite konnte ich aber knapp für mich entscheiden. Knapp bedeutet "spannend
bis zum Schluss" und spannend bedeutet "gut & spaßig". Es ist genial, wenn ein Plan funktioniert. Beides sind gute Taktik-Spiele.
Per Fazit konnte ich HS mehr Spaß abgewinnen als M44 (was mich immer noch erstaunt), da der optische und haptische Effekt das Kind im Manne noch mehr anspricht als historische Richtigkeit.
Schade, dass es nicht nur hinsichtlich der Erweiterbarkeit mit Boostern als teuerer Spaß zu bezeichnen ist.
Gruß
Hendrik
Heroscape (HS) absolvieren und deshalb aus erster Hand berichten, wie das
Spielgefühl war. Dies ist aber kein vollständiges Peep. Es geht mir vor
allem um den Vergleich mit Memoir'44, welches mir als erstes bekannt war
und durchaus geschätzt wird. Noch vor einer Woche hätte die Frage welches
Spiel wohl besser sei, klar ein Memoir'44 als Antwort abgerungen.
Obwohl nicht auf der Hand liegend, tue ich also HS mit Memoir'44 vergleichen,
weil es Gemeinsamkeiten gibt, wie der auf Hexfelder basierendes Spielareal,
Line of Sight-Regeln, Reichweite von Waffen und Hitpoints.
Das für mich überraschende war:
HS gefällt mir besser als M44, weil Du die Freiheit hast, Deine Figuren
dorthin zu bewegen wohin sie taktisch hinsollen (in M44 brauchst Du zuerst
passende Karten).
HS gefällt mir besser als M44, weil es echtes 3D Terrain in mehreren Stufen
hat (M44 ist hübsch, aber eher flach auch wenn es "Mountain"-Kärtchen gibt).
HS gefällt mir besser als M44, weil auch der Verteidiger Würfeln darf und
auch dieser von Vorteilen durch erhöhte Positionen ggü. dem Angreifer
profitieren darf (M44 kennt das nicht).
M44 hat den Vorteil, dass es historisch "korrekt" ist, während in HS
die Figuren bunt gemischt sind, was menschliche Zeitalter und Fantasy
anbelangt.
HS kennt das Squad-drafting (ähnlich Deck zusammenstellen bei Magic the
Gathering und ähnlichen CCG), bei M44 ist alles starr vorgegeben (was nicht
bedeutet, dass man nicht auch eigene Szenarien aufbauen dürfte).
Die Ausstattung und Qualität ist bei beiden gut. Ausserdem sind die HS-Figuren
wirklich toll bemalt. Einzig die grossen Drachen geben einem ein wenig das Gefühl
es mit Spielzeug zu tun haben anstatt einem "seriösen" Brettspiel ;)
Von den 2 gespielten Partien habe ich die erste wegen Anfänger-Fehler verloren,
die zweite konnte ich aber knapp für mich entscheiden. Knapp bedeutet "spannend
bis zum Schluss" und spannend bedeutet "gut & spaßig". Es ist genial, wenn ein Plan funktioniert. Beides sind gute Taktik-Spiele.
Per Fazit konnte ich HS mehr Spaß abgewinnen als M44 (was mich immer noch erstaunt), da der optische und haptische Effekt das Kind im Manne noch mehr anspricht als historische Richtigkeit.
Schade, dass es nicht nur hinsichtlich der Erweiterbarkeit mit Boostern als teuerer Spaß zu bezeichnen ist.
Gruß
Hendrik