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das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 12:07
von Gerd
Hallo,
neulich am Spieltisch: es gilt Punkte von auf dem Tisch liegenden Karten zusammenzuzählen. Ein Mitspieler macht das in der Art, dass er aus Kopfhöhe mit ausgestrecktem Arm und ausgefahrenen Krallen wie ein Adler im Sturzflug auf die Karten einschlägt.
Sicherlich überspitzt formuliert. Tatsache ist jedoch, dass die Fingernägel sich auf den Karten in Form von Vertiefungen verewigt haben.
Anderes Beispiel: wenn es Figuren zu setzen oder über eine Zählleiste zu bewegen gibt, so reicht es diesem Spieler nicht aus, dies wie (fast) jeder andere zu tun. Für ihn ist das stets mit einem größeren Kraftaufwand verbunden und natürlich wird immer zuerst die Ecke oder Kante auf bzw. in den Spielplan gepresst. Resultat: siehe oben (zumindest bei weicherem Karton wie z.B. bei Goa). Böse Absicht ist sicherlich nicht damit verbunden. Vielleicht eine Form, um die Anspannung während des Spielens zum Ausdruck zu bringen... ;-) Keine Ahnung.
Ich weiss schon, dass Spiele Gebrauchsgegenstände sind, und entsprechende Spuren sind zwangsläufig mit dem Gebrauch verbunden.
Als "Vielspieler" habe ich jedoch eine gewisse "Bindung" zu den Spielen und versuche sie auch einigermaßen zu erhalten (gegessen und getrunken wird übrigens auch nebenher).
Nun kann man gegen feuchte Hände, die die Karten zusammenkleben lassen, nichts tun. Im oben beschriebenen Fall könnte man das Quälen des Spielmaterials jedoch auf einfache Art verhindern..
Bin ich da zu kleinlich? Kennt ihr auch solche Fälle? Sollte ich da mal Klartext mit meinem Mitspieler reden (bisher nicht passiert)?
Grüße,
Gerd
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 12:25
von Norman Bates
hallo Gerd,
leider handelt es sich dabei um keinen Einzelfall. Vielmehr um ein bestes Beispiel für ein lebendes Exemplar dieser Spezies in freier Wildbahn. Merkwürdigerweise gehen diese Mitmenschen mit anderen Alltagsgegenständen weitaus sorgsamer um. (Nun gut, sicherlich nicht mit ALLEN. Ist halt eine Frage der Wertschätzung....)
Andere Beispiele:
- Der Fingernagel-auf-den-Spielplan-Hämmerer. Er braucht keine Pöppel und auch keinen echten Anlass. Hat er eine Frage, wird der widerstandsfähigste (grösste) Fingernagel auf die entsprechende Stelle gebohrt - egal ob Spielplan oder Karte.
- Der Karten-Knicker. 5 Minuten genügen ihm, um die ihm anvertrauten Spielkarten für ihren Lebtag zu zeichnen. Seine genetisch misgestalteten Finger scheinen ihm keine Möglichkeit zu geben, Spielkarten "normal" in der Hand zu halten.
- Der Chips&Co-Verschlinger. Kennt keine Servietten und braucht diese auch nicht. Schliesslich kann er seine fettigen Finger ja auch am Spielplan etc. reinigen.
- Der Regel-Knitterer. Es gibt Leute, die geheftetes oder gebundenes Papier (Bücher, Zeitschriften, Regelhefte,...) grundsätzlich gegen die Heftung falten müssen. Lässt man diese Leute zu oft ran, nennt man schon bald eine Lose-Blatt-Sammlung sein eigen.
Und nun zu Deiner Frage: Nein, zu kleinlich wohl kaum. Aber mach Deinen Mitspieler doch einfach drauf aufmerksam! Bestimmt zeigt er Einsicht und achtet künftig darauf.(*)
cheers,
N.B.
(* Nein, ich glaub auch nicht dran. :( )
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 12:46
von Simon-spielbox
Von wegen Einsicht: Ich hab letzten Spieleabend mal die alte deluxe Ausgabe von Fury of Dracula hervorgeholt und gesagt man sollte ein bischen vorsichtig damit umgehen - der Spass aller war dann natürlich absichtlich schnippische Kommentare bzw. angedeutetes nicht-vorsichtiges Handeln. (naja, war aber auch nicht wirklich ernsthaft schlimm).
Ich an deiner Stelle würde es auf jeden Fall mal offen ansprechen. Ein bischen Einsicht kann man ja schon verlangen wenn Leute mit meinem (deinem) Eigentum rumhantieren.
p.s. meine kleine Cousine hat immer in Karten gebissen wenn sie nicht wußte was sie tun soll! Hab jetzt teilweise Bissspuren auf den Kuhhandel karten!
Ciao,
Simon
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 12:52
von heino
hi alle,
bin zwar nicht genetisch verunstaltet, aber als spastiker und als spieleabend-organisator mit behinderten kenne ich miich da bestens aus.
spieelregeln werden von mir mit einen laminiergerät eingeschweisst, solange es das format zulässt
"kartenspiele" sollten generell "nassfest sein. zumindest die karten, die in der regel auf der hand gehalten werden..
san juan und kakerlakenpoker sehen bei mir schon nach wenigen spieelen "benutzt" aus. bei letzteren arg problematisch... gibt aber diesen schönen gelben kartenhalter, aber wer will schon als zu blöd dastehen...
ansonssten bin ich auch empfindlich, wenn ich sehewie das material leidet
die qualität der spielpläne schwangt ja leider immer noch. ist bei kleinverlagen ja nachvollziehbar.
was das kleckern etc. anbetrifft: zum spieleabend kommen bei uns keine ffettigfen und tropfenden sachen auf den tisch, auch getränke nicht.
hat alles auch wieder eein bisschen mit barrierefreiheit zu tun...
gruss
heino
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 12:57
von Marko
Norman Bates schrieb:
> - Der Karten-Knicker. 5 Minuten genügen ihm, um die ihm
> anvertrauten Spielkarten für ihren Lebtag zu zeichnen. Seine
> genetisch misgestalteten Finger scheinen ihm keine
> Möglichkeit zu geben, Spielkarten "normal" in der Hand zu
> halten.
Hier eine weitere Spielart des Kartensadismus:
Sie halten die Karten während des gesamten Spieles in der gekrümmten, schwitzenden Hand. :-(
Anschließend erkennt man *jede* so misshandelte Karte an ihrer brückenförmigen Wölbung und aufgequwollenen Struktur.
In diesem Sinne
Marko
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 13:24
von Chris
Nicht zu vergessen die Option: ich werfe jetzt mein volles Glas
Apfelschorle um...
(Okay, Anfängerfehler. Getränke auf dem Spieltisch?...)
:-)
So war das zumindest gestern...
Chris
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 13:57
von Fritz Boldt
Hallo,
hier noch ein Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz. Wir spielten MotorChamp (AZA-Spiele) und darin enthalten sind doch diese schnuckeligen HERPA-Autos.
Wie geschaffen, um stilvoll damit vorwärtszuziehen. Aber nein, eine Mitspielerin presste das Auto in ihre Faust und bumm - bumm - bumm wurde es auf dem Spielplan vorwärtsbewegt. Dass die Räder das ausgehalten haben grenzte an ein Wunder. Damals ist mir auch zum ersten Mal aufgefallen, dass es eine Fraktion der "ich zieh mit der Spielfigur..." und eine Fraktion der " ich hüpf mit der Spielfigur.." gibt. Gerade bei Autorennspielen sieht das "Gehüpfe" schon seltsam aus, wobei es bei Pferderennspielen fast schon was autentisches hat.
Gruß Fritz
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 14:21
von leo-spielbox
Ich empfehle einen Wechsel/Austausch/Entfernung der Spielkamerad/innen... Oder spiel doch mit nur mit d e r e n Spielen (ggfs. Gummihandschuhe dabei anziehen oder Sagrotan benutzen) und heb Deine für besser erzogene Spieleabende auf! Die Leute, die am heikelsten/anspruchsvollsten bei den eigenen Sachen sind, es bei anderer Leute Kram nicht sooooo eng sehen.
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 14:49
von Guido
Schön, dass das auch mal (wieder?) angesprochen wird.
Mich stört es sei längerem, dass andere Leute scheinbar nicht gewillt sind, rücksicht auf den Spielebesitz des anderen zu nehmen. Es seien ja schließlich nur Spiele!
Diese Kartenknicker und -abknabberer kenne ich zur genüge. Den Fingernagelbohrer weniger, aber es gibt da eine Mutation aus Pizzafutterer und unbedingt den Finger auf's Spielbrett drücken, um zu zeigen/fragen, wie sie jetzt vorgehen...(ähnlich den Leuten, die immer ihren Finger auf den Bildschirm drücken müssen, um zu zeigen, dass sie was lesen konnten...)
Generel habe ich immer mehr Panik vor (fremden) Leuten, die meinen, unbedingt beim Spielen essen zu müssen. Nein, keine Knabbereien, sondern richtiges Essen. Da sieht man meist noch so eine Geste, die so aussieht, als wolle man die Finger an der eigenen Kleidung abwischen, aber sowas stellt sich als reine Formübung heraus, die obligatorisch in rudimänteren Zügen erledigt wird, bevor dann die Karten das Fett und sonstige Essenreste in vollem Umfang begüßen dürfen.
Manche finden sie es auch total o.k, ein Spiel, egal ob alt oder neu, in die Bier- und Essensreste auf dem Tisch zu legen.
Daneben gibt es noch die Larifari-Spieler, die es cool finden, möglichst lässig mit allem umzugehen. Also Chips schmeißen, die Regel lässig gegen die Falz zu knicken (siehe auch anderern Thread hier) und auch an dieser möglichst aerodynamische (Un)Kenntnis zu demonstrieren. Gerne werden da auch Karten zwischen zwei Händen hin und her geknickt (manchmal ist auch das Kinn sehr gefragt), und Getränke möglichst schnell und über dem Spielbrett einzugießen, auch wenn das Gebot existiert, Getänke nicht neben dem Brett zu postieren.
Es gibt da auch noch die Fraktion, die glaubt, Kartenprofi zu sein und Karten mit dieser zwei-Stapel-ineinander-Daumenkino-misch-technik gemischt werden.( Hoffe, Ihr wisst, was ich meine). Leider ist es so, dass nur die wenigsten diese Technik wirklich gut beherrschen und das Resultat sind geknickte, gebogene, machmal sogar tatsächlich eingerissene Karten, weil, wenn es dann nicht so dolle geklappt hat, der Rest krampfhaft ineinander gedrückt wird. Egal wie gut oder schlecht jmd die Technik beherrscht, es ist eine Art, ein Kartenspiel über den Jordan zu schicken. Merkt man dies an, ist man sowas wie ein Penetrant.
Viele meinen ja, man könne sich Spiele ja neu kaufen, wenn sie zu abgenutzt sind. O.k., sollen sie. Bei Skatspielen,etc. die ich mir für nen 1.50 neu kaufen kann, finde ich das auch ok. Aber wenn ich an San Juan denke, wo ein Spiel sofort 15+ Euro (Ladenpreis) kostet, tut mir mein Herz weh.
Ich gebe zu, dass ich etwas penibel in Bezug auf meine Spiele bin. Aber das liegt daran, dass ich viel Geld in diese Dinge investiert habe. Ich will mir keine Spiel nochmal kaufen, nur weil gewisse Honks nicht einsehen wollen, dass es blöd ist, ein Spiel zu versauen. Sagt man etwas, wird man ungläubig angeguckt, so als ob man vorher irgendwas auf Chinesisch gesagt hat. Schlicht, man wird ignoriert, so wie man Kinder ignoriert bzw. nicht ernst nimmt, wenn diese irgendwas sagen.
Sagt man wieder was, wird einem unterstellt, man unterstelle anderen, das Material absichtlich oder auch nur grobfahrlässig zu misshandeln (schon passiert!). Und was macht man da?
Somit beschränke ich mich seitdem nur noch auf "kalte" Argumente, wie geknickte/beschmutzte Karten lassen wissen, was sie verbirgt. Sowas wird meist akzeptiert. Alles andere endet in Sticheleien, wie sie schon in einem anderen Thread hier erwähnt worden sind.
Solcherlei Diskussionen habe ich wohlgemerkt eigentlich nur, wenn ich mit sog. Gelegenheitsspielern spiele. Andere, die diesem Hobby ähnlich fröhnen, wie ich selber, gehen (meist) von vornherein sorfältiger mit dem Material um. Komisch, nicht?
Gruß
Guido
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 14:52
von Rudi
Es gibt auch Mitspieler, die vor jedem Zug erstmal die Karte oder den Pöppel an die Lippen führen.
Gut, dass es in dem Moment nicht meine Spiele sind.
Etwas ekelige Unart.
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 15:04
von Niccolo
Rudi schrieb:
> Es gibt auch Mitspieler, die vor jedem Zug erstmal die Karte
> oder den Pöppel an die Lippen führen.
Welche Lippen?
Gut, geb es zu - ist von M.A.S.H. geklaut.
> Gut, dass es in dem Moment nicht meine Spiele sind.
> Etwas ekelige Unart.
Auf jeden Fall hast eine tief vergrabene Erinnerung hochgerufen in mir.
Da war ich als Kind im Spital und spielte mit der Bettnachbarin Mensch Ärger Dich Nicht.
Die mußte mir da unbedingt zeigen, wie geschickt sie mit ihren Zehen ist. Und ich war als Kind noch viel heikler als ich es heute bin. *bibberrr*
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 16:41
von brucelee
Jaaaaa, jaa, ja,
GENAUSO IST ES! Alles wurde in allen Beiträgen dieses Threads gesagt.
Mir geht es genauso!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Man so ein Thread kann so gut tun.
Da fühle ich mich aufgehoben.
Das ist mein Volk, die Spielboxler und alle peniblen Spieler,
die in Ihre Spiele verliebt sind!
Geliebte Mitbürger und Mitbürgerinnen, wir schließen auch Leute aus unserem Freundeskreis aus, wenn´s sein muß! Jawoll! SO ist das!
Keiner versteht uns wirklich; keiner!
Nur was tut man, wenn man diesem Ignorantenvolk aus einer anderen Galaxie begegnet? Wahrt man die Form und lässt sich quälen oder sagt man in vernünftigem Ton: " Könntest du bitte die Karten nicht so knicken?!"
Obwohl man ihn/sie mit dem Laserschwert auseinander dividieren möchte.
Das mit der Vernunft und dem Ton ist echt schwierig. Vor allem für so harmoniebedürftige wie mich.
Ich sag dann erst mal nix, in der Hoffnung, es möge vorbei gehen.
Und nachdem es natürlich nicht vorbei geht, sondern immer schlimmer wird,
bekommt man so nen komischen, schnippischen, penetranten Ton.
Da denkt man dann: "War ich das gerade eben?"
Anschliessend ist der Abend gelaufen, aber das Spiel noch nicht.
Und man wird dann bis zum nicht-kommen-wollenden Schluß des abends malträtiert; sowohl mit angeblich witzigen Kommentaren als auch mit komischen
Blicken bei jeder (!) Handlung.
Am besten wäre es, wenn Gleichgesinnte einem Beistehen, und zwar gleich bei der ersten Äußerung, die auch gleich beim ersten Knicken, Einfetten, Daumen lutschen, etc. kommen müßte. So glaube ich könnte es funktionieren.
Viele Grüße an mein Volk
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 16:41
von Attila
heino schrieb:
> was das kleckern etc. anbetrifft: zum spieleabend kommen bei
> uns keine ffettigfen und tropfenden sachen auf den tisch,
> auch getränke nicht.
> hat alles auch wieder eein bisschen mit barrierefreiheit zu
> tun...
Grundsätzlich verstehe ich dich - aber hier muss ich mal nachhacken: Den Leuten das Essen bestimmter Dinge und grundsätzlich Trinken am Spieltisch zu verbieten hat was mit "barrierefreiheit" zu tun? - So auf den ersten Blick muss ich über solche Einschränkungen im zusammenhang mit dem Wort "Freiheit" doch schmunzeln.
Atti
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 16:54
von Attila
Guido schrieb:
> Mich stört es sei längerem, dass andere Leute scheinbar nicht
> gewillt sind, rücksicht auf den Spielebesitz des anderen zu
> nehmen. Es seien ja schließlich nur Spiele!
Hat aber nix mit Spielen speziell zu tun. Mich wundert ein wenig das manche scheinbar immer wieder mit den entsprechenden Personen gewillt sind zu spielen. Das grenzt ja schon ja Masochismus.
> Es gibt da auch noch die Fraktion, die glaubt, Kartenprofi zu
> sein und Karten mit dieser zwei-Stapel-ineinander-Daumenkino-misch-technik
> gemischt werden.
Beim Ersten Versuch gibt es eine Verwarnung, beim zweiten die Rote Karte. Wenn man das weiss, wieso lässt man diese Leute noch mischen??? Kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
> dass nur die wenigsten diese Technik wirklich gut beherrschen
> und das Resultat sind geknickte, gebogene, machmal sogar
> tatsächlich eingerissene Karten, weil, wenn es dann nicht so
> dolle geklappt hat,
Naja, selbst wenn man diese Technik beherrscht, ist es nicht besonders gut für die Karten.
> investiert habe. Ich will mir keine Spiel nochmal kaufen, nur
> weil gewisse Honks nicht einsehen wollen, dass es blöd ist,
> ein Spiel zu versauen.
Dann spiel doch einfach nicht mit diesen Honks !!!!!!
> gesagt hat. Schlicht, man wird ignoriert, so wie man Kinder
> ignoriert bzw. nicht ernst nimmt, wenn diese irgendwas sagen.
Da fehlt dir wohl etwas an Durchsetzungsvermögen!
> was sie verbirgt. Sowas wird meist akzeptiert. Alles andere
> endet in Sticheleien, wie sie schon in einem anderen Thread
> hier erwähnt worden sind.
Irgendwie hast du die falschen Mitspieler.
Atti
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 17:14
von Guido
*lol*
:-)
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 17:26
von Heinrich Tegethoff
Hallo Gerd,
ich kenne dieses Verhalten zwar nur selten, aber dann bleibt es hängen.
Vor allen Dingen: ich verliere dann eher den Respekt vor diesen Mitspielern,
da ich solch ein Verhalten sonst nur von Kindern kenne bzw. da in deren
Grenzen akzeptiere.
Klar, unser Hickhack iGw ist auch schon das zweite - jüngere Kinderhände
plus Spielhäufigkeit forderten ihren Tribut. Sehe ich aber Erwachsene, die
an den Karten herumknabbern oder CC-Männchen zwischen die Zähne
nehmen, dann müßte ich die doch wie Kinder erziehen. Mach ich aber nicht.
Im Spieletreff kann ich solche Mitspieler meiden, aber dann sind es auch
nicht meine Spiele und die übliche eigene Angegriffenheit fällt aus. Meine
Freunde schätzen Spiele als etwas wertvolles, ob teuer oder nicht- Vielleicht
habe ich meine Mitspieler-Freunde über die Zeit auch schon gefiltert, wer weis?
Servus,
Heinz
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 18:29
von Attila
Heinrich Tegethoff schrieb:
> fällt aus. Meine Freunde schätzen Spiele als etwas wertvolles, ob teuer
> oder nicht- Vielleicht habe ich meine Mitspieler-Freunde über die Zeit auch
> schon gefiltert, wer weis?
Korrekt. Macht ja auch sinn. Wieso sollte ich meine Zeit damit verbringen mich über Person XYZ zu ärgern.
Sicherlich gibt es da eine Grauzone - es gibt durchaus Leute mit denen ich nicht so besonders gerne Spiele, aber ich Spiele halt mit ihnen (nicht aus Mitleid oder so :-) ) - da ist das verhalten dieser aber absolut tolerabel und ich kann auch nicht sagen das es nicht Spass macht mit denen zu spielen - mit anderen kommt aber halt noch das quäntchen mehr Spass auf. Da ist man halt irgendwie auf einer "Wellenlänge" und auch das schrottigste Spiel ist ein Riesengaudi - und darauf kommt es doch wohl an.
Mit Spielern die mir den Spass verderben Spiele ich schlichtweg einfach nur zweimal: Das erste und letzte mal (ist aber super-extrem-selten) - da ist mir meine Zeit zu schade für.
Ich würde auch alle "Mitspieler-Freunde" auch durchweg als Freunde bezeichnen - das hat nix mit dem Spielen zu tun (auch wenn man sie darüber kennen gelernt hat).
Atti
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 20:07
von Sarah
Hallo!
Ich werde mir ein neues TransAmerica zulegen. Hatte es mit bei einer Spielergruppe, die sonst nicht spielt und mal mein Hobby kennenlernen wollte mitgebracht. Vielleicht habe ich deswegen auch nichts gesagt als jemand gesalzene Erdnuesse gegessen hat und keine Serviertte benutzt hat. Jedenfalls sind die Karten jetzt superekelig und verhunzt. Ich mag nicht mehr damit spielen.
wenigstens habe ich jetzt als Ergebnis eine neue Mitspielerin (die keine Karten kaut).
Ich moechte mal wissen wie andere darauf reagieren wenn ich mit einem Schluessel an ihrem neuen Auto entlanggehe - ist ja schliesslich auch nur ein Gebrauchsgegenstand.
Es ist wahr viele respektieren das nicht, wenn ich sage - bitte nimm die Karten nicht in den Mund. Ich solle mich dann nicht so anstellen. Mit einigen Leuten spiele ich halt nur ein mal...
Spiele werden halt nicht als Wert gesehen. Aber mich stoert es schon wenn Karten kleben oder Leute, die ich kaum kenne darauf herumgekaut haben.
Besonders da man fuer Out of Print Spiele nur schwer Ersatz bekommt. Dann muss man eins bei Ebay ersteigern - da steht dann mint und bekommt ein gammeliges und nach Rauch riechendes Kellerexemplar....
Viele Gruesse, Sarah
Hoffentlich sind die Leute in Aachen keine Kartenesser - werde bald wieder in Deutschland sein und ca. Juli nach Aachen ziehen...aber erstmal muss der Ueberseecontainer ohne Wasserschaden ueberkommen....
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 31. März 2006, 23:36
von heino
Attila schrieb:
> Grundsätzlich verstehe ich dich - aber hier muss ich mal
> nachhacken: Den Leuten das Essen bestimmter Dinge und
> grundsätzlich Trinken am Spieltisch zu verbieten hat was mit
> "barrierefreiheit" zu tun? - So auf den ersten Blick muss ich
> über solche Einschränkungen im zusammenhang mit dem Wort
> "Freiheit" doch schmunzeln.
tu das,
ich schrieb: auf den tisch- es gibt doch noch eckbank, fussboden etc.
den fess- und saufftrieb grenz ich nicht ein ;-))))))
aber fettige oder matscchige sachen wie zsaziki.... och ne.
heino
[OT] Kartenesser in Aachen
Verfasst: 1. April 2006, 00:56
von Stefanie
> Hoffentlich sind die Leute in Aachen keine Kartenesser -
> werde bald wieder in Deutschland sein und ca. Juli nach
> Aachen ziehen...
Da kann ich Dich beruhigen, zumindest die Aachener, die ich kenne, essen keine Karten ;-)
Cheers,
Stefanie
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 1. April 2006, 15:09
von LeFay
Ich mach mir mein Spielamterial immer selbst kaputt:
Ich schwitze mit den Fingern bis zum geht nicht mehr. Habe schon die Kahuna-Karten und die Union-Pacific-Karten durchgeweicht, langsam passiert das auch mit den Zug-um-Zug und BigCity-Karten.
Ich versuche jetzt den Kontakt damit möglichst gering zu halten, die Karten lange abzulegen oder in ner Schachtel abzustützen. Immerhin mache ich sonst meine eigenen Sachen kaputt *heul*.
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 1. April 2006, 16:27
von Cäsar
LeFay schrieb:
>
> Ich mach mir mein Spielamterial immer selbst kaputt:
> Ich schwitze mit den Fingern bis zum geht nicht mehr. Habe
> schon die Kahuna-Karten und die Union-Pacific-Karten
> durchgeweicht, langsam passiert das auch mit den Zug-um-Zug
> und BigCity-Karten.
>
> Ich versuche jetzt den Kontakt damit möglichst gering zu
> halten, die Karten lange abzulegen oder in ner Schachtel
> abzustützen. Immerhin mache ich sonst meine eigenen Sachen
> kaputt *heul*.
Für solche Fälle gibts den Kartenhalter von Amigo.
Grüsse
Cäsar
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 2. April 2006, 16:26
von Gabi Goldschmidt
Hallo Attila,
ich bekenne: ich gehöre dazu:
> Karten mit dieser zwei-Stapel-ineinander-Daumenkino-misch-technik
zu mischen. In der Schüler und Studentenzeit gehörte das Mischen der Doppelkopfkarten in dieser Technik einfach dazu, um die Pausen mit Spielen und nicht mit Mischen in der "Loriottechnik" zu verbringen ;-).
Das ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich auch bei den Kartenspielen meiner Mitspieler immer wieder erinnert werden muss, nicht die Daumenkino-Technik zu wählen.
Ich weiß auch nicht, ob ich diesen "Charakterfehler" noch jemals in meinem Leben ablegen werde.
(Mein "San Juan" ist nach ca. 150 Partien aber immer noch gut spielbar mit glatten Karten)
Ciao Gabi
Re: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 2. April 2006, 18:04
von Angela
Hallo Gabi,
ich bekenne mich ebenfalls Schuldig. Ist mir gestern beim Kartenmischen aufgefallen. Liebe Mitspieler, macht mich bitte darauf aufmerksam, ich möchte keinem der Spiele Gewalt antun. War letztens auch etwas angesäuert, als meine jungfräulichen Thurn und Taxis Städtekarten von meiner Schwester in Apfelschorle ertränkt wurden. Habe dabei aber festgestellt, dass andere auch den Wert eines Spiels zu schätzen wissen. 3 Leute sprangen panikartig vom Tisch auf, um in Rekordzeit aus sämtlichen entlegenen Winkeln der Wohnung Rettungsmaterial wie Zewarolle, Handtücher, Toilettenpapier etc. heranzuschaffen. Puh, alles gerettet.
Gruß, Angela
RE: das Spielmaterial quälende Mitspieler
Verfasst: 3. April 2006, 10:41
von Hartmut
Hi zusammen,
verspätet auch mein "Senf", wo ich am WE mal offline war...
Gerd spricht mir aus der Seele, es tut schon weh, wenn man derartige Misshandlungen aus Rücksicht auf die liebe Freundschaft besser unkommentiert lässt und sich dann später still ärgert, im umgekehrten Fall aber leider auch, nur dann über die "unverständigen" Reaktionen, weil der Angesprochene offenbar andere Wertmaßstäbe hat, sonst würde er dies nicht tun. Bei MItspielern aus dem Spielekreis scheue ich mich keineswegs um entsprechende Aufforderungen, da erwarte ich das nötige Verständnis.
Ist's ein Spiel, das eh viel gespielt wird und auch nicht die Welt kostet (Beispiel: Tichu), dann ist's mir wurscht. Betroffen sind aber meist teurere Brettspiele mit Kartensatz. Tief sitzt noch die Erinnerung, als das damals auf der SPIEL für stolze 79 DM (!) neu erworbene El Grande nach einer Partie einen versauten Kartensatz aufwies, da ein Mitspieler offenbar nicht viel von Hygiene hielt und die Karten die ganze Zeit über gestapelt in der halbgeschlossenen Hand hielt. Nach anderthalb Stunden Handschweißbad waren die Kanten unwiderbringlich verdreckt, gewölbt und aufgequollen. Neben dem reinen Sachschaden mag man als Folgespieler sich auch mit Ekel abwenden, wenn einem solche Karten zum Spielen angeboten werden.
> "kartenspiele" sollten generell "nassfest sein. zumindest
> die karten, die in der regel auf der hand gehalten werden..
Gilt aber nur für die *Flächen*, nicht für die *Schnittkanten* der Karten, das ist das blanke Papier/Pappe und saugt Handschweiß und Dreck mit Freude auf, so dass die Karten neben der Verschmutzung auch tatsächlich Schaden nehmen. Daher bitte ich bei Beobachtung der beschriebenen Unsitte um *bestimmungsgemäßen* Gebrauch, und das heißt für mich: Karten auffächern und mit der Hand auf die *Flächen* packen - das meinetwegen auch stundenlang, nicht aber den Stapel in der Hand walken - dann kann man die Karten auch besser gleich auf dem Tisch ablegen und wieder aufnehmen, wenn man an der Reihe ist.
Auch manches Werfolf-Spiel sah nach einer Runde schon mies aus, weil man ja nur eine Karte hält und lange Zeit still herumsitzt, da muss man doch aus lauter Langeweile ständig dran kneten und biegen :-( Das ist eben so ein für mich halbwegs erträglicher Grenzfall, weil das Spiel (a) nicht schwer zu ersetzen ist, (b) Preis-Leistungsverhältnis die Neubeschaffung nach vielen Stunden Spielspaß rechtfertigen und (c) Zinkerspuren an den Karten aufgrund der räumlichen Distanz der Spieler nicht unbedingt auffallen, ansonsten wär das schon übel. Bei Spielen wie "Inkognito" oder "Sleuth" gibt's dann auch über den Umgang mit den Karten keine Diskussionen, da werden versuchte Quälereien offen angesprochen - höflich und sachlich, das versteht sich, und guten Argumenten dürfte sich niemand entziehen können.
Hartmut