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Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 18:28
von Frodo
Hallo
Heute abend soll das Spiel zum ersten mal auf den Tisch. Nach dem Regelstudium stellt sich mir aber eine Verständnisfrage; soweit ich Beschreibung und Regel richtig interpretiere, lebt das Spiel u.a. doch von dem Konflikt, in welchem Ausmaß ich während des Spiels Korruptionskarten einsetze; dabei habe ich den gegenwärtigen Vorteil abzuwägen gegen das Risiko , am Spielende den Krokodilen vorgeworfen zu werden. Nun erhalte ich aber am Spielende sowieso ein Korruptionsamulett für jede noch auf der Hand befindliche Korruptionskarte. Da das Ausspielen des überwiegenden Teils der Korruptionskarten ebenfalls ein Amulett kostet, stellt sich die Frage : warum sollte ich die Karten während des Spiels zurückhalten bzw. nicht ausspielen ? Aber wenn es keinen Sinn macht, die Karten nicht auszuspielen, dann geht doch ein interessantes Konfliktpotential bei der Entscheidungsfindung verloren. Oder ??
Habe ich da irgendetwas übersehen oder ein Brett vor dem Kopf oder ...... ?

Spielerische Grüße
Frodo

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 18:41
von Cäsar
Hallo Frodo,

soweit alles richtig, was du schreibst.
Darum ist es wichtig, das erst einmal zu spielen (natürlich genau nach den Regeln), dann merkst du die Feinheiten schon...

Stell dir vor, du hast 10 Karten auf der Hand, davon 4 Korruptionskarten, die du nicht spielen kannst/möchtest.

Wie bringst du sie los?
Ganz einfach:
Nimm am Markt den Stand auf mit zB. 6 Karten, erhalte EIN Amulett und gib die nichtbrauchbaren Karten ab bis auf 10 Karten.

Und weg sind sie, die bösen Amulettbringerkarten. ;-)

Viel Spass

Grüsse
Cäsar

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 18:53
von Attila
Hiho,

Naja, das ist nur bedingt richtig. Man hat ja durchaus die möglichkeit die Karten auch wieder loszuwerden. Wenn man mehr als 10 Karten hat muss man ja abwerfen. Das was du schreibst ist nur gegen Ende des Spieles anzuwenden - und auch dann kann es ja durchaus sein das man lieber was anderes ausspielt weil man dann mehr Geld bekommt.

Ganz so "Straigt-Forward" ist das nicht.

Atti

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 19:27
von Frodo
Hallo
Danke für die raschen Antworten.Ich habe schon die Möglichkeit gesehen,unerwünschte Karten über die regellimitierte Kartenhand wieder loszuwerden, dennoch denke ich, dass dem Grundkonflikt kurzfristiger Vorteil - langfristiges Risiko etwas von seiner Schärfe genommen wird, so nach dem Motto - wenn ich später eh ein Amulett erhalte, dann kann ich sie auch jetzt ausspielen. Der Umweg,diese Karten über ein Überziehen des Kartenlimits wieder loszuwerden, erscheint mir da irgendwie künstlich. Vielleicht ist das alles aber auch nur wirres Theoretisieren meinerseits - und das auch noch vor den ersten praktischen Erfahrungen !!! ( ein Verhalten, dass ich anderen sonst immer vorwerfe )
Ich freue mich jedenfalls auf die erste Partie - und wir werden es selbstverständlich zunächst einmal regelkonform angehen.

Einen schönen Wochenendeinstieg mit ebenso schönen Spielen
Frodo

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 20:19
von Bernd Schlüter
Frodo schrieb:
>

> ich, dass dem Grundkonflikt kurzfristiger Vorteil -
> langfristiges Risiko etwas von seiner Schärfe genommen wird,
> so nach dem Motto - wenn ich später eh ein Amulett erhalte,
> dann kann ich sie auch jetzt ausspielen.

so wird man halt zur dunklen Seite verführt :-)

In unserer ersten Partie sagte übrigens jemand nach dem Erklären der Regeln "Dann muss man ja nur warten, bis der erste ein Korruptionsamulett erhält und dann einfach keins bekommen" :-D

Viel Spaß mit Kleopatra,
Bernd

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 31. März 2006, 20:40
von Attila
Hiho,

Ja, nur woher nimmt man das Geld um beim Opfer erster zu sein? :-)

Atti

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 1. April 2006, 12:49
von Stefan-spielbox
Wenn du weniger Korruptionskarten haben willst nimm halt keine offenen Korruptionskarten aus dem Markt oder nur offene Rohstoffe.
Allerdings glaube ich nicht das man so gewinnt.
Ich hatte in unseren 1. Spiel die meisten (16 St.) Amulette konnte aber 8 in den Garten legen und bin mit 5 Talenten Rückstand 2. geworden.

Gruß Stefan

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 1. April 2006, 14:48
von tech7
Doch man kann durchaus so gewinnen, okay bin nur knapp zweiter geworden aber der andere war auch nicht der korrupteste ;) Ich konnte nämlich getrost mal auf eine größere Hand sparen und bei unseren beiden Opferungen zweimal 0 bieten das macht recht viel aus.

Re: Kleopatra u. die Baumeister

Verfasst: 1. April 2006, 20:11
von Mike
Hallo Frodo,

haben gerade wiedereinmal eine Partie 'Kleopatra' abgeschlossen, mit zwei
neuen Spielern, die das Spiel vorher nicht kannten. Ich habe vor Spielbeginn
darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig ist, so wenig Korruptionsamulette
zu bekommen, wie möglich. Sie haben das auch beherzigt und sind sparsam
mit den 'Dingern' umgegangen. Da ich der 'erfahrenere' Spieler war, hab ich sowieso
aufgepasst. Das Spiel hat wieder gezeigt, dass man ohne Einsatz der Korruptions-
karten nicht wirklich wegkommt. Im Ende hatten die 'Neulinge' jeweils 6 Amulette,
ich konnte wegen eines Heiligtums von 7 auf 4 reduztieren (in meinem letzten Spielzug) und auch die Gewinnerin hatte 4 Amulette. Das mit den Korruptionskarten
macht schon alles Sinn, und i.d.R. werde ich (wie schon in einem vorangegangenen Beitrag beschrieben) lästige Korruptionskarten durch die Aufnahme einer grossen Markt(karten)auslage wieder los (ablegen auf 10 Karten, 'ertragen' eines K-Amulettes).
Bei einem letzten Spielzug kann es dann Sinn machen, gewisse Korruptionskarten dann noch zum Bauen zu nehmen, denn es ist egal ob ich das K-Amulett bekomme,
weil ich die Karte auf der Hand habe, oder weil ich sie ausspiele und einsetze. Nehm ich sie zum Bauen, dann krieg ich wenigstens noch Talente dafür, oder im Falle eines Mosaiks (bei Bildung eines Heiligtums) werde ich soger noch welche los.

In jedem Fall ist das Spiel sehr gut abgestimmt und der Mechanismus funktioniert
hervorragend. Ähnlich wie beim 'Ringkrieg' (wo es darum geht, ob Frodo seinen Ring benutzen soll oder nicht) ist man stets gezwungen, abzuwägen, ob man nun
die Korruptionskarte spielen soll, um z.B. den letzten Obelisken zu bauen (12 Talente) oder doch nur eine mikrige Säulenwand o.ä.

Viel Spaß noch mit 'Kleopatra' und viel Glück bei den Krokodilen.
Gruß
Mike