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Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 23. April 2006, 17:20
von Ina-spielbox
Hallo liebe Forumsleser,

in der letzten Woche wurde in Oberhof wieder der Pfefferkuchel gewählt. Diesen Preis gibt es seit nunmehr 3 Jahren. Alle Spieler, die in Oberhof sind, haben die Gelegenheit, am Ende der Woche ihre drei Favoriten zu wählen und jeweils 3, 2 und 1 Punkt zu vergeben. Unter allen Teilnehmern wurden 5 Spiele verlost, die die Firma Alea (Gewinner des Pfefferkuchels 2005 mit Louis XIV.) gestiftet hat - von hier aus nochmal ein herzliches Dankeschön an Stefan Brück.

Ja und hier nun die Sieger 2006:

Platz Titel Verlag Punkte
1 Thurn und Taxis Hans im Glück 157
2 Caylus Ystari 119
3 Dr. Schlüsselbart Zoch 35
4 Mauerbauer Hans im Glück 28
5 Blue Moon City Kosmos 25
6 Um Ru(h)m und Ehre alea 24
7 Mykerinos Ystari 23
8 Mesoptamien Phalanx 21
9 Antike Eggert Spiele 21
10 Oltre Mare Amigo 19
11 Hazienda Hans im Glück 19
12 Um Krone und Kragen Amigo 18
13 Kleopatra und die
Baumeister Days of Wonder 14
14 Ausgerechnet Buxtehude Huch und Friends 12
15 Hart an der Grenze Kosmos 11

Bei gleicher Anzahl Punkte wurde das Spiel mit den meisten Nennungen auf den besseren Platz gesetzt.

Übrigens: in den letzten 2 Jahren wurde der Preisträger des Pfefferkuchels auch 1. Sieger bei der Wahl zum Deutschen Spielepreis. Da sind wir ja mal gespannt!

Herzliche Grüße
Ina

[OT] Wo sind meine Formate ???

Verfasst: 23. April 2006, 17:23
von Ina-spielbox
Hallo nochmal,

da habe ich mir gerade so viel Mühe gegeben, meine kopierte Exceltabelle nochmal mit Leerzeichen zu formatieren, aber es war völlig sinnlos.

Ich hoffe, Ihr könnt alle gewünschten Informationen entnehmen, Peter Wenzel wird die Tabelle auch auf die Internetseite der Pfeffersäcke stellen.

Gruß Ina

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 23. April 2006, 18:40
von chris
Was ich mich bei Thurn und Taxis Frage ist ob das Spiel nicht doch nach einigen Partien nachläßt, da die Partien doch sehr ähnlich verlaufen. Die ersten Partien sind sehr gut aber denke das der Spielreiz doch nachläßt.Was denkt ihr?

Zu Doktor Schlüsselbart hat man bis jetzt noch garnichts gehört.
Scheint aber wohl ein ganz gutes Familienspiel zu sein. Hats schon wer gespielt?

Gruß,
chris

Dr. Schlüsselbart

Verfasst: 23. April 2006, 19:28
von Ina-spielbox
Hallo Chris,

Dr. Schlüsselbart ist ein sehr einfaches Spiel, das sowohl jung als auch "älter" zu unterhalten wußte und damit ein wunderschönes Familienspiel ist.

Dr. Schlüsselbart steht im Vorraum seines Schlosses und hat seinen Zauberspruch vergessen, nun braucht er eine Mischung aus 4 Elixieren, die in seinem Schloss auf die Räume verteilt sind. In jedem Raum gibt es mehrere Ausgänge, auf jedem ist die Form eines Schlüssels gemalt. Jeder Spieler hat ein Säckchen mit 12 Schlüsseln und wer zuerst einen Schlüssel aus seinem Säckchen "gefühlt" hat (wie bei Dschamal muss man hier fühlen, allerdings machen das hier alle gleichzeitig), darf Dr. Schlüsselbart in die Richtung ziehen, in welcher die Form abgebildet ist. Jeder Spieler hat eine verdeckte Karte mit einem Elixier (insgesamt 4 in 4 Farben) vor sich liegen und wenn er Dr. Schlüsselbart in einen Raum zieht, in dem das Elixier der eigenen Karte liegt, darf er die Karte umdrehen, eine neue ziehen. Das Elixier kommt in einen neuen Raum (auch dafür gibt es Karten). Wer zuerst vier Elixiere vor sich liegen hat, gewinnt.

Man braucht schon ein bisschen sensible Finger, um die Schlüsselform zu fühlen, aber es übt sich schnell und es hat Erwachsenen wie Kindern gleichermaßen Spaß gemacht. Ich kannte es vorher auch nicht, es hat mir gut gefallen.

Fühlende Grüße

Ina

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 23. April 2006, 21:30
von Heinrich Tegethoff
Hallo Ina et al,

1. Wie war noch gleich der Link zu den Pfeffersäcken?
Okay, google hier, google da, wird sich finden...

2. Man sollte die Zahlen weniger als Qualitätsmaßstab sehen, wenn
man denn zwei wichtige Einflüße des "Spielens in Oberhof" berücksichtigt:
Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Spiele sowie deren Spieldauer.

So weis halt niemand im Forum, dass nur ein Mesopotamien zur Verfügung
stand, und somit sind 21 Punkte viel.
TuT gab es reichlich, und es wurde viel gespielt (meine Liste zählt allein
8x TuT gespielt), und somit sind 72 Nennungen und dann 157 Punkte klar ein
"Qualitäts"-Merkmal, aber Caylus mit seinen 49 Nennungen bei
2- bis 3-facher Spieldauer ist auch nicht schlechter.
Der DSP hat da andere Gesetzmäßigkeiten - es bleibt spannend.
Antike wiederum wurde selten gespielt, wenig Nennungen, aber am Ende
doch vorne dabei.

Elasund stand zufällig fast gar nicht zur Verfügung. Ergo weis niemand,
wo es denn am Ende beim DSP steht, und wie es in Oberhof bei
ausreichender Stückzahl angenommen worden wäre.

Und interessant ist: Das SdJ fand sich in den letzten Jahren auch
unter den ersten 6 Titeln, oder?

Servus,
Heinz (immer noch erschöpft - aber selig - von Oberhof.
Und vielen Dank an die Pfefferkuchel'ler! )

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 23. April 2006, 22:56
von Wolfgang
Wer mehr zu Oberhof wissen und auch ein paar Bilder sehen möchte, der schaut hier:

http://www.poeppelkiste.de/artikel/2006/oberhof/oberhof.htm

Wolfgang

Oberhof goes Deutscher Spielepreis

Verfasst: 24. April 2006, 01:04
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
chris schrieb:
>
> Was denkt ihr?

Ich denke, daß [b]Caylus[/b] den Deutschen Spielepreis viel eher verdient hat, als [i]T+T[/i], denn hier ist der Spieler wirklich gefragt, während [i]T+T[/i] sich gute Chancen auf den Titel "Spiel des Jahres" ausrechnen kann (aber das ist ja (für uns Spieler)) auch nicht ganz so wichtig.

Wichtig fände ich nur, daß [b]Caylus[/b] den Deutschen Spielepreis schafft. Oder gibt es verständliche Gründe, die gegen [b]Caylus[/b] sprechen?

Gruß Carsten (der in Oberhof beim Kubb-Spielen seinen ersten kleinen Sonnenbrand im Gesicht bekommen hat)

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 08:14
von Eric
Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> So weis halt niemand im Forum, dass nur ein Mesopotamien zur
> Verfügung stand, und somit sind 21 Punkte viel.

Ich möchte doch sehr bezweifeln, dass die Anzahl der zur Verfügung stehenden Spiele Einfluss auf das Wertungsergebnis hat.

Bei einem mehrtägigen Spielewochenende dürfte das ja wohl überhaupt kein Argument sein, insbesondere wo das genannte Mesopotamien auch noch eine sehr kurze Spielzeit (45 Minuten) hat.


Eher schon könnte man darüber philosophieren, ob die Anzahl der vorhandenen Exemplare eines Spiels nicht schon eine Aussage über die Beliebtheit und Qualität des Spiels zulassen, aber das ist ebenfalls reine Spekulation.

Oberhof goes Spiel des Jahres

Verfasst: 24. April 2006, 10:00
von Jan Mirko Lüder
Hallo Carsten,

also für mich ist schon klar: Caylus erhält bei mir den vollen Zuschlag für den DSP, zur Zeit landet TuT aber direkt dahinter auf Platz zwei. Vor allem glaube ich, dass es Caylus schwer haben wird, wenn TuT tatsächlich Spiel des Jahres werden sollte (was ich zumindest nicht für unwahrscheinlich halte). Alleine schon das gute Abschneiden des letztjährigen SdJ ist für mich ein gutes Beispiel für diese Gefährdung des Titels (ich hätte und habe Niagara nicht gewählt). Die Zugkraft des roten Pöppels ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen. ;-)

Spielerische Grüße
Mirko (der natürlich auch auf den DSP für Caylus hofft)

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 12:14
von Guido
Hallo,

Was Heinrich einwirft, finde ich, ist ein wichtiger Einwand. Ich habe am Anfang nur gestaunt, dass TuT vor Caylus lag. Aber wenn man dann hört, dass TuT auch wesentlich öfters vorhanden ist....Wenn man eine Umfrage macht, sollte man solche Umstände wie Häufigkeit der zur Verfügung stehenden Spiele einfließen lassen. Ich denke, soetwas nennt man dann "gewichten". Es gibt doch immer wieder ein paar Mathematiker hier. Zumindest eine Art relative Häufigkeit der Nennung (Anzahl Stimmen durch Anzahl Spiele) sollte drin sein; vielleicht in einer extra Spalte? Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang auch sinnvoll(er) eine Liste zu führen, wie oft welche Spiele relativ zur Anzahl der zur Verfügung stehenden Exemplare gespielt worden sind. Man könnte dies auch anhand von Stichproben erledigen, aber das würde vielleicht dann doch etwas zu aufwendig.
Aber nun, es ist ja auch erstmal nur ein Liste, die sich gerne als "erstes Stimmungsbaromether" sieht. Hohe statistische Sicherheit brauch sie da erstmal wohl nicht abwerfen.
Aber damit nicht falsche Schlüsse gezogen werden, sollten o. g. Sachverhalte angegeben werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Teilnehmer des Spielewochenendes alle Spiele von vornherein kannten. Exemplarzahl in Abhängigkeit der Spielzeit ist da schon wichtig.

Gruß
Guido

RE: Oberhof goes Deutscher Spielepreis

Verfasst: 24. April 2006, 12:30
von Marten Holst
Moin,

> Oder gibt es verständliche Gründe, die
> gegen [b]Caylus[/b] sprechen?

im Prinzip ja jeder, der [b]für[/b] ein anderes Spiel spricht, oder? Es ist ja nicht so, dass jemand "Nicht-Caylus" wählen dürfte. Und mit guten Argumenten für ein paar andere Spiele könnte ich schon versorgen.

Tschüß
Marten

PS: Aus dem Keller dröhnt es dumpf: AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE; AN - TI - KE

Aber tippen würde ich schon auf Caylus oder ein SdJ-TuT

RE: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 12:30
von Marten Holst
Moin,

>> So weis halt niemand im Forum, dass nur ein Mesopotamien zur
>> Verfügung stand, und somit sind 21 Punkte viel.
>
> Ich möchte doch sehr bezweifeln, dass die Anzahl der zur
> Verfügung stehenden Spiele Einfluss auf das
> Wertungsergebnis hat.
>
> Bei einem mehrtägigen Spielewochenende dürfte das ja wohl
> überhaupt kein Argument sein, insbesondere wo das genannte
> Mesopotamien auch noch eine sehr kurze Spielzeit (45
> Minuten) hat.

Wenn die Leute konkret eines spielen wollen, dann nein. Aber man spielt halt, was man so spielt: welches Spiel ist gerade frei, wozu habt ihr Lust, lasst mal den Stapel ansehen? Es ist ja keine Kritikerumfrage mit Anspruch auf Objektivität, sondern eine Umfrage am Ende eines vergnüglichen Beisammenseins. Von daher denke ich schon, dass weniger Präsenz "abträglich" ist.

Gleichzeitig ist es natürlich so, dass viele Leute einige Spiele schon vorher kannten. Auch das zerrt ziemlich ver.

Bleibt zu sagen: Der Pfefferkuchel ist eine nette Spielerei, nicht komplett unsinnig und interessant, aber eben auch nicht eine Dissertation. Aber den Anspruch erhebt er auch gar nicht. Sonst wird auch für die Organisatoren das ständige Dr.Dr.Dr.Dr. vor dem Namen in der Unterschrift schnell lästig :-)

Tschüß
Marten

Mechanismen des Deutschen Spielepreises

Verfasst: 24. April 2006, 16:35
von Heinrich Tegethoff
Hallo Carsten,

ich vermute auch, dass Caylus es schafft. Die Frage ist nur: mit wieviel
Punkten Vorsprung? Diese Frage ist nicht wichtig aber interessant.

Denn selbst ein Abräumer wie Puerto Rico hatte "nur" einen Durchschnitt
von 3 Punkten pro Stimmzettel, ungefährdete Titel wie Louis XIV kamen
auf 1,2 Punkte - bei maximal 5 möglichen nicht wirklich viel.
In Jahren mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen wie StPetersburg vs. SanJuan
ist es dann kaum mehr, und der Sieger StP profitiere sicherlich von
der SdJ-Nomierung (wieviel ist streitbar).

Somit knabbern Titel wie TuT und Antike an den Punkten von Caylus.
Und auch wenn es spielerisch voll überzeugt: beim DSP gibt es auch
viele Spieler und Spieleprofis, die ein Spiel mit 3 Stunden Dauer nicht
auf den Tisch bringen (diejenigen, die das Spiel viel schneller spielen
können, zählen ohnehin schon auf der anderen Seite).

Somit ist TuT auch für Spieler ein Kompromiss. Caylus auf dem Wertungsbogen
ist dann wohl meist eine 5 oder 4. Aber auf wie vielen wird es drauf stehen?

Servus,
Heinz (weis bisher nur, dass Caylus, TuT und Antike auf seinem DSP-Bogen
stehen, aber mit wievielen Punkten?)

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 16:55
von Heinrich Tegethoff
Hallo Eric,

Eric schrieb:
> Ich möchte doch sehr bezweifeln, dass die Anzahl der zur
> Verfügung stehenden Spiele Einfluss auf das Wertungsergebnis
> hat.

doch, genau darum geht es. Denn bei einer Woche Spielen spielen viele
irgendwann das, was einfach viel gespielt wird. Und eine
Spielerunde einigt sich häufiger "auf Sicht" darauf, was man gerade
ausprobieren möchte. Da hat es deutlichen Einfluss, dass der
Nachbartisch gerade TuT spielte, während das einzige Mesopotamien
in einem anderen Raum ist - oder eben nicht mehr verfügbar ist wenn
man es probieren möchte.

Denn Oberhof ist keine Messe, auf die ich mit einem Wunschzettel
fahre. Verfügbarkeit ist ein limitierender Faktor. Und das ein Mesopotamien
45 Minuten mit Auf- und Abbau plus Spieleerklärung dauert, ist doch arg
unwahrscheinlich, denn häufig ist bei solchen Spielen ja ein Neuling dabei.

Und das Verfügbarkeit bereits etwas über die Qualität aussagt, das geht
schnell nach hinten los. Konkret war das einzige Mesop. ein Verlagsspiel.
Alle anderen Spiele sind freiwillige Mitbringsel der Teilnehmer. Und dass
dann ein neues Spiel mit vergleichsweise edlem Material eher geschont
(von Oberhof verschont) wird ist gut nachvollziehbar. Ich hatte einige Spiele
dabei, aber das materialmässig kritische MarQuis nur auf dem Zimmer.

Kein Elasung, kein MarQuis, ein Mesop, kaum Antike - wo sollen die
Punkte herkommen? Aber wenn ich gerade Mesopotamien auf dem
Tisch hatte, dann wurde ich dreimal gefragt, wann das Spiel wieder zur
Verfügung stehen würde.

Servus,
Heinz

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 17:14
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Heinrich Tegethoff schrieb:

> Kein Elasung, kein MarQuis, ein Mesop, kaum Antike - wo
> sollen die Punkte herkommen?

Als ich am Samstag bei Tichu (Ja, ich) zugeschaut habe, sind tatsächlich 2 Personen mit je einem Elasund unter dem Arm vorbei gekommen - scheinbar ist auch Elasund eines dieser wertvollen Spiele, die man hauptsächlich in seinem Zimmer lagert und nur auf Nachfrage herausgibt.

Gruß Carsten (der anfangs sein Wichtel-Spiel im Zimmer gelagert hat, es aber niemals heraus gegeben hätte)
--
PS: Ist der Tausch [b]Bali[/b] gegen [b]Minister[/b] ein guter Tausch?

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 17:34
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Guido schrieb:
>
> Ich habe am Anfang nur gestaunt, dass TuT vor Caylus lag.

Ich auch - und das soger mitten in der Tätigkeit des Auszählens.

> Aber wenn man dann hört, dass TuT auch wesentlich öfters
> vorhanden ist....Wenn man eine Umfrage macht, sollte man
> solche Umstände wie Häufigkeit der zur Verfügung stehenden
> Spiele einfließen lassen.

Quatsch. Ich will spielen, nicht den Spielern "Notwendigkeiten" zur Erstelleung einer alternativen Statistik auf die Augen drücken.


> Ich denke, soetwas nennt man dann "gewichten".

Das stimmt, aber darum geht es doch gar nicht.


> Es gibt doch immer wieder ein paar Mathematiker hier.

Nicht nur hier - auch in Oberhof. Aber meistens machen sie dort Urlaub und wollen eben nicht ausrechnen, ob rot öfter gewinnt, als grün Startspieler ist.


> Zumindest eine Art relative Häufigkeit der Nennung
> (Anzahl Stimmen durch Anzahl Spiele) sollte drin sein;

Du kannst ja gerne im nächsten Jahr mitkommen und die als "Statistiker der Veranstaltung" vorstellen. Zum Spielen wirst du dann wohl nicht viel kommen.


> wie oft welche Spiele relativ zur Anzahl der zur Verfügung
> stehenden Exemplare gespielt worden sind.

- Dann muß da noch die Abhängigkeit von der Tageszeit rein
- Dann muß da noch die Spielerzahl rein
- Dann muß da noch das Alter der Spieler berücksichtigt werden
- Dann muß ... [b]der Statistiker vergessen und einfach gespielt werden![/b]


> Man könnte dies
> auch anhand von Stichproben erledigen, aber das würde
> vielleicht dann doch etwas zu aufwendig.

Ach! :-)


> Aber nun, es ist ja auch erstmal nur eine Liste, die sich
> gerne als "erstes Stimmungsbaromether" sieht. Hohe
> statistische Sicherheit brauch sie da erstmal wohl nicht
> abwerfen.

Genau so ist es.


> Aber damit nicht falsche Schlüsse gezogen werden, sollten o.
> g. Sachverhalte angegeben werden.

Jeder kann immer und bei jeder Statistik falsche Schlüsse ziehen. Der einfachste Weg, dem entgegen zu wirken ist wohl das PS unter den Ergebnissen.


> Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Teilnehmer des
> Spielewochenendes alle Spiele von vornherein kannten.

Deswegen fahre ich doch auf so eine Woche, [b]damit[/b] ich hinterher mehr Spiele kenne und weiß, wie meine nächste Spielebestellung ob der Nürnberger Neuheiten aussehen muß. Und ich muß ein vorher vielgespieltes Caylus in Oberhof nicht so oft spielen, um zu wissen, daß mein Kauf richtig war. Wenn ich also TuT öfter spiele, dann weiß ich genau, warum - um die guten und schlechten Seiten des Spieles kennen zu lernen und mir meine Kaufentscheidung einfacher zu machen.

Und dann bekommt schon mal ein TuT mehr Punkte, als ein Caylus. Ganz einfach.


> Exemplarzahl in Abhängigkeit der Spielzeit ist da schon
> wichtig.

Wenn wir das noch mit der Wupptität der Erdkrümmung in Oberhof gewichten, kommt evtl. tatsächlich eine brauchbare Tabelle heraus. Nur leider ist dieser Faktor für Oberhof noch nicht ermittelt und wir müssen dumm sterben ;-)

Gruß Carsten (der in Oberhof u.a. für [b]Doktor Schlüsselbart[/b] gestimmt hat)

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 20:42
von Guido
Moooment mal...

...nett komentiert ;-), aber Du verdrehst da etwas ...

Ich hatte nichts davon gesagt, dass man jetzt ein hochkomplizierte Statistik hinlegen muss. Aber: Wenn ihr schon solch eine Liste macht und öffentlich anpreist, dann sollte sie auch solche "Kleinlichkeiten" ausdrücken/berücksichtigen. Wollte nur kleine und sicherlich nicht unmachbare Vorschläge machen. Mal kurz zählen, wieviele Exemplare pro Spiel da sind, sollte ja nicht das Problem sein. Denn ein solches Ergebnis unkommentiert zu lassen, bringt halt eben solches Erstaunen hervor. Denn für einen Nicht-Oberhof-Besucher ist es auf den ersten Blick eben sehr erstaunlich ist, dass der Favorit Caylus eben nicht ganz oben steht, sondern ein sog. "Glücksspiel" (TuT), dass bisher hier im Forum irgendwie eben meist nur als "nett" abgetan wurde.
Ich hatte ja eben auch ausdrücken wollen, dass viele nach Oberhof fahren um Spiele dort auszuprobieren (sie kenne die Spiele eben nicht). Und dann spielt es schon eine Rolle, wieviele Spiele da sind, denn diese werden rein hypothetisch auch öfters gespielt, was sich letztlich sicherlich auf dem Stimmzettel ausdrückt. Gerade auch, wenn das Spiel nicht drei Stunden, sondern deutlich unter einer Stunde durch ist.

Gruß
Guido

[OT] Spieletausch

Verfasst: 24. April 2006, 21:46
von Jan Mirko Lüder
Hallo Carsten,

> PS: Ist der Tausch [b]Bali[/b] gegen [b]Minister[/b] ein
> guter Tausch?

Hängt, davon ab, um welches [b]Minister[/b] es sich handelt. Bei einem Pelikan-Exemplar kennst du meine Antwort bereits ;-) - bei einem TM/Kosmos-Exemplar würde ich dir eher vom Tausch abraten. Zwar ist mein [b]Minister[/b] schon wesentlich häufiger zum Einsatz gekommen als die Staub ansetzende [b]Bali[/b]-Schachtel, aber das liegt wohl daran, dass ich Minister mittlerweile mehrfach an Nichtspielerhaushalte mit fast ausschließlicher Mädn-Erfahrung verliehen habe (dieser Status wird jetzt allerdings von Verflixxt angekratzt) und in eigenen Spielrunden meist eher auf vernichtende Urteile gestoßen bin. [b]Bali[/b] ist für meinen Geschmack das bessere Spiel!

Spielerisch grüßt
Mirko (der hofft, geholfen zu haben)

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 24. April 2006, 22:00
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Guido schrieb:
>
> Moooment mal...
>
> ...nett komentiert ;-), aber Du verdrehst da etwas ...

;-) - Das kommt schon mal vor...


> Mal kurz zählen, wieviele
> Exemplare pro Spiel da sind, sollte ja nicht das Problem
> sein.

Es sind nie alle Spiele im Spiele-Vorrats-und-Spiele-Raum. Somit ist das Zählen nicht so ganz leicht. Hätte es hier nicht jemand erwähnt (Heinz womöglich), so hätte ich auch nicht gewusst, daß Mesopotamien nur 1x vertreten war.

Das Einzige, was ich ab und an mal gezählt habe, ist die Anzahl der Spiele, die auf meinem Spiele-Mitbring-Tisch lag. Diese Zahl lag' meist unter der Zahl der Spiele, die ich mitgebracht hatte (logisch, denn die anderen wurden gespielt), aber auch über dieser Zahl (da war von irgendwo Zuwachs gekommen). Beim Packen waren dann alle bis auf ein Spiel wieder da und die, die ich nicht mitgebracht hatte, fanden auch Abnehmer. Das letzte fand' ich dann - einsam und allein - in einem anderen Spieleraum liegen. Ich habe es gezählt und eingepackt.

Gruß Carsten (der daheim alle Spiele gleich häufig im Schrank hat)

Re: [OT] Spieletausch

Verfasst: 24. April 2006, 22:04
von Carsten Wesel | FAIRspielt.de
Jan Mirko Lüder schrieb:
>
> Hallo Carsten,
>
> > PS: Ist der Tausch [b]Bali[/b] gegen [b]Minister[/b] ein
> > guter Tausch?
>
> Hängt, davon ab, um welches [b]Minister[/b] es sich handelt.
> Bei einem Pelikan-Exemplar kennst du meine Antwort bereits
> ;-) -

Huch, woher?


> [b]Bali[/b] ist für meinen Geschmack das bessere Spiel!

Und wenn ich Bali nicht mag, mag ich Minister erst recht nicht?
Obwohl: Ist es nicht egal, welches Spiel im Schrank verstaubt?
Auf jeden Fall hatten wir viel Spaß beim Schrott-Spiele-Wichteln.

Gruß Carsten (der dieses Event in Oberhof [b]wiederholenswert[/b] findet)

Re: Oberhof goes Deutscher Spielepreis

Verfasst: 25. April 2006, 01:04
von Roman Pelek
Hi Carsten,

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> Wichtig fände ich nur, daß [b]Caylus[/b] den Deutschen
> Spielepreis schafft. Oder gibt es verständliche Gründe, die
> gegen [b]Caylus[/b] sprechen?

Och, ich kenne da ein paar Grübler, die jedem passionierten, halbwegs flotten Caylus-Spieler den Spaß verderben können :-D Aber im Ernst: der SdJ-Nachzieheffekt ist nicht zu verachten. Wenn ein Spiel SdJ wird, das auch Spieler anspricht, wird's m. E. sehr, sehr schwierig für andere Titel beim DSP.

Aber nachdem ja allerorten schon fast ausgemacht ist, dass Caylus (oder TuT) den DSP und TuT das SdJ bekommt, würd's mich als subversives Element ja fast freuen, wenn die Erwartungshaltungen radikal über Bord geworfen werden würden ;-) Beim DSP sehe ich da aber eher weniger Chancen für Überraschungen, aber mal schauen, was das SdJ bringt :-)

Ciao,
Roman

Re: Oberhof goes Deutscher Spielepreis

Verfasst: 25. April 2006, 09:19
von Attila
Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:

> Wichtig fände ich nur, daß [b]Caylus[/b] den Deutschen
> Spielepreis schafft. Oder gibt es verständliche Gründe, die

Wieso ist es "wichtig" das Caylus den DSP "schafft"?

Leuchtet mir nicht ein.

Atti

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 25. April 2006, 13:03
von Werner Bär
Guido schrieb:
>
> Denn für einen
> Nicht-Oberhof-Besucher ist es auf den ersten Blick eben sehr
> erstaunlich ist, dass der Favorit Caylus eben nicht ganz oben
> steht, sondern ein sog. "Glücksspiel" (TuT), dass bisher hier
> im Forum irgendwie eben meist nur als "nett" abgetan wurde.

Wieso?
Für mich (als Nicht-Oberhof-Besucher) ist es überhaupt nicht überraschend.
Caylus ist ein recht gutes Spiel, aber für meinen Geschmack zu lang, und viel zu fizzelig/unelegant (eine die Mini-Aktion 'setze einen Arbeiter' beinhaltet die Zusatz-Aktivität 'bezahle Geld' sowie oft die Zusatzaktivität 'vergiß nicht, jemand anderem einen Siegpunkt zu geben').

Bei mir persönlich rangiert Thurn und Taxis zur Zeit deutlich vor Calyus. Sieht man auch daran, daß ich Caylus bisher insgesamt 4x gespielt habe, und TuT 11x.

> Und dann spielt es schon eine Rolle,
> wieviele Spiele da sind, denn diese werden rein hypothetisch
> auch öfters gespielt, was sich letztlich sicherlich auf dem
> Stimmzettel ausdrückt. Gerade auch, wenn das Spiel nicht drei
> Stunden, sondern deutlich unter einer Stunde durch ist.

Ich fahre auch regelmäßig auf andere Spiele-Wochenenden, und habe diese Erfahrung nicht gemacht. OK, wir sind normalerweise nur ca. 60 Leute, aber Caylus wurde letzten Herbst nur selten gespielt (obwohl mehrfach vorhanden). Dagegen wurde in früheren Jahren ein Zepter bzw. ein Puerto Rico gar nicht mehr abgebaut - wenn eine Partie fertig war, setzten sich andere Leute an den Tisch.

Werner.

Re: [OT] Spieletausch

Verfasst: 25. April 2006, 14:23
von peer
Hi,
Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:
> Und wenn ich Bali nicht mag, mag ich Minister erst recht nicht?

Naja, Bali und Minsiter sind doch sehr, sehr unterschiedlich. Bali ist deutlich komplizierter und verkopfter als Minister, dass eine lockere Würfelei sein will.

ciao
peer

Re: Pfefferkuchel 2006 in Oberhof - And the winner is ...

Verfasst: 25. April 2006, 14:26
von peer
Hi,
Guido schrieb:
>> sein. Denn ein solches Ergebnis unkommentiert zu lassen,
> bringt halt eben solches Erstaunen hervor. Denn für einen
> Nicht-Oberhof-Besucher ist es auf den ersten Blick eben sehr
> erstaunlich ist, dass der Favorit Caylus eben nicht ganz oben
> steht, sondern ein sog. "Glücksspiel" (TuT), dass bisher hier
> im Forum irgendwie eben meist nur als "nett" abgetan wurde.

Das liegt imho auch daran, dass
a) TuT neuer ist und damit auch häufiger gespielt wurde und damit frischer im Gedächnis ist.
b) in Oberhof (soweit ich weiss) Familienspiele häufiger gespielt werden als Scwhergewichte (sind halt viele Familien da), so dass TuT auch da einen kleinen Vorteil hat.
Beides lässt sich nicht in einer Statistik fassen.

Und ob Caylus nun den DSP bekommt ist ja auch noch nicht raus...

ciao
peer