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Baron

Verfasst: 12. Juni 2006, 11:15
von Frank
Hi,
morgen steht unsere erste Partie "Baron" auf dem Programm und ich kann unseren potentiellen Baronen das Spiel erklären.
Die Regel ist ja ganz gut verständlich, leider stellt sich mir eine Sinnfrage:
Wenn man eine Baronie gründet, die an eine andere Baronie grenzt, kommt es zum Kampf. Gewinnt man diesen, muß der Gegner seinen Donjon-Baron entfernen.
Okay.
Aber da man mit dem Donjon Punkte macht und in einem 4er-Spiel nur 3 Donjons zur Verfügung hat, ist das für den Gegner doch eher von Vorteil oder ? Schließlich hat er mit diesem Donjon schon Punkte für seine Baronie gemacht und kann nun mit ihm neu auf Punktejagd gehen.
Hier habe ich ein echtes Sinnproblem !
Was sagt Ihr ?

Gruß
Frank

Re: Baron

Verfasst: 12. Juni 2006, 11:51
von Michael Weber
Das gesamte Spiel hat ein wenig das Sinnproblem ;-)

Sicher ist es von Vorteil, einen Turm zurückzubekommen. Andererseits verliert dieser Spieler im Idealfall damit auch Punkte (Schlachtfeld). Und ohne jemanden rauszukegeln, wird es schwer, überhaupt Punkte zu sammeln. Angriff ist deshalb meist der einzige Weg. Klarer Vorteil für den ersten Turmbauer, der nicht immer Startspieler sein muss.

Das Spiel macht auf mich den Eindruck einer guten Idee mit schwacher Ausführung. Außerdem wäre es erster Kandidat für den Preis der hässlichsten Illustration ;-)

Michael
(der an der Spielboxseite verzweifelt)

Re: Baron

Verfasst: 12. Juni 2006, 13:02
von Niccolo
Michael Weber schrieb:

> Das Spiel macht auf mich den Eindruck einer guten Idee mit
> schwacher Ausführung. Außerdem wäre es erster Kandidat für
> den Preis der hässlichsten Illustration ;-)

Ist das schon das PEEP?

Eigentlich hab ich zu Baron rübergeschielt... :o(

Re: Baron

Verfasst: 12. Juni 2006, 13:27
von Michael Weber
Niccolo schrieb:
> Ist das schon das PEEP?

Natürlich nicht ;-)

> Eigentlich hab ich zu Baron rübergeschielt... :o(

Hm. Sagen wir mal so. Was Bruno unten schrieb, stimmt natürlich schon. Carcassonne mit harten Bandagen. Aber bei weitem nicht so interessant, abwechslungsreich, verständlich und gut. Im Gegenteil. Ich finde das Spiel nach meiner ersten Partie nicht nur dröge, sondern zu wenig ausgearbeitet. Ich behaupte mal, dass kein deutscher Verlag es so veröffentlicht hätte. Es ist ein völlig verkopftes Spiel, das es nur schwer ermöglicht, einen einmal Führenden einzufangen. Wenn man kein Glück beim Plättchenaufdecken hat, kann man keine punkteträchtige Baronie aufholen, da man weder dort den Baron verjagt bekommt, noch selbst eine starke ohne Gegenwehr der Mitspieler aufbauen kann. Und für Kleinvieh als Ersatz ist die entstehende Landschaft zu klein. Kämpfe an allen Orten. Nur, wer einmal auf einer Baronie mit vielen Punkten sitzt, muss kaum noch etwas fürchten.

Michael
(fand Baron sogar unterdurchschnittlich)

Baron vs. Carcassonne

Verfasst: 13. Juni 2006, 06:59
von Norman Bates
So, jetzt reichts! :)

Baron mit Carcassonne zu vergleichen, ist purer Frevel! :-O
Nur weil man Plättchen zieht und diese anlegt? Pah! Der wesentliche Unterschied: Bei Carcassonne bin ich gewissen Restriktionen unterworfen wo ich anlegen darf, und jedes Plättchen ist ungefähr gleich viel wert - bei Baron darf jeder jedes Plättchen überall hin legen und die Wertigkeit schwankt erheblich (600% - von +3 bis -2).
Daraus ergibt sich dann auch der Glücksfaktor beim ziehen.

Im Übrigen ist die Verarbeitung von Baron wirklich mangelhaft - sieht aus wie ein Prototyp aus den 80er Jahren.

NB (der Baron ansonsten gar nicht soooo schlecht fand, aber Carcassonne trotzdem jederzeit bevorzugen würde)

Re: Baron vs. Carcassonne

Verfasst: 13. Juni 2006, 13:05
von Jürgen W.

Darum stammt Baron auch von Tilsit und nicht von Hans im Glück.
Erstgenannte machen besser den gleichnamigen Käse, oder waren das dann doch die Schweizer :grin: