[Tipp] Canal Mania
Verfasst: 4. Oktober 2006, 18:52
Hiho,
Ich wollte mal eine Empfehlung für Canal Mania hier aussprechen (ja klar, ich bin mit dem Verleger verheiratet und der Autor ist mein Sohn ... ).
Es sieht ein bissl aus wie ein EIsenbahnspiel - und es könnte auch eins sein. Es Spielt nur vor dem "Goldenen Eisenbahnzeitalter" und hier muss man keine Eisenbahnen bauen, sondern Kanäle. (bzw. Flussläufe nutzbar machen)
Salopp gesagt ist es eine Mischung aus Zug um Zug und Age of Steam - ist ein bissl einfacher als AoS und hat auch was von ZuZ. Das wird dem Spiel natürlich nicht ganz gerecht, denn es es ist mehr als das.
Kurzer Abriss:
Gespielt wird auf einem Hex-Plan von England (zumindest einem Teil von England ;-) ) - dort legt man Kanalplättchen - in etwa so wie bei AoS. Die Flussläufe gibt es in zwei Varianten: Geradeaus und "leichte" Kurve - keine Kreuzungen, keine "scharfe" Kurven, etc.. Es gibt 2 Terraintypen: Leichtes Terrain und Schweres Terrain - zu jedem dieser Terrains gibt es passende Plättchen. Auf jedem Terraintyp kann man 2 mögliche "Kanaltypen" bauen (geradeaus oder um die kurve iss wurscht): Einen einfachen Kanal (Stretch) und einen Kanal mit Schleuse (Lock) in leichtem Terrain und ein Aquädukt und einen Tunnel in schwerem Terrain. Wenn man einen Kanal baut dürfen zwei gleiche Teile nicht hintereinender gebaut werden (d.h. Strech-Lock-Strech auf leichtem Terrain).
Baut man, bekommt man je nach Plättchen Siegpunkte: Für ein "Stretch" 0 Punkte, ein "Lock" 1 Punkt, ein Aquädukt 2 Punkte und ein Tunnel bringt 3 Punkte. Jeder Spieler hat zudem einen eigenen Satz an Plättchen und nur eine beschränkte Anzahl an zur verfügung - ist ein Typ alle, ist er halt alle.
Gebaut wird mit Baukarten. Davon liegen ähnlich wie bei ZuZ 5 Karten offen aus und man kann in der entsprechenden Phase ein paar Karten nehmen. Diese Karten zeigen genau die 4 Möglichkeiten der Strecken die man bauen kann: "Stretch", "Lock", Aquädukt und Tunnel - in entsprechender Verteilung ("Stretch" gibt es öfter als "Lock" öfter als Aquädukt, etc). - Joker soll es auch welche geben (Hab sogar schonmal welche ganz kurz gesehen ;-) ). Wenn man baut benutzt man diese Karten. Man legt dazu die benötigte Kartenzahl ab und legt dann das passende Plättchen. Im einfachen Terrain reicht eine Karte, wirds schwieriger, braucht man nicht nur die seltenere Karten, sondern man braucht gleich 2 oder 3 davon. Bauen kann man auch nicht beliebig, sondern man benötigt Aufträge. So ein Auftrag besagt z.B. das man von London nach Manchester (nein, diesen Auftrag gibt es nicht wirklich) einen Kanal bauen soll und dieser darf nicht länger als 5 Plättchen sein. i.d.R ist die vorgegebene Zahl eins über der minimalen Zahl an Plättchen die man brauchen könnte. Sobald man einen Auftrag hat, muss man einen "Bautrupp" losschicken - der fängt dann vorne oder hinten an - wie man will. Von diesen "Bautrupps" kann man 2 haben - also auch nur 2 Aufträge.
Zu guter letzt gibt es natürlich auch Waren die es zu transportieren gilt - wenn man eine Transportiert bekommt man so viele Siegpunkte wie man unterschiedlich farbige Städe man besucht - wobei jede Farbe auch nur einmal besucht werden darf. Man kann fremde Kanäle benutzen wie man will, es muss nur das letzte Stück der Strecke im eigenen Besitz sein. Die Fremden Streckenbesitzer werden nach dem gleichen Prinzip "entschädigt".
Spielt wird in 3 Phasen:
1) Ingenieursphase - hier kann man einen Auftrag nehmen (die liegen offen aus) oder seinen Inigeneur wechseln oder die offen ausliegenden Baukarten austauschen
2) Bauphase - hier kann man Baukarten nehmen oder mit Baukarten auf der Hand bauen
3) Transportphase - hier kann man eine Ware transportieren
In jeder Phase kann man alternativ auch eine Baukarte vom verdeckten Stapel ziehen.
Ingenieur ? - Jow - jeder Spieler hat einen von 5 Ingenieuren der einem etwas besonderes erlaubt (mehr Karten nehmen, weniger Karten zum Bauen benutzen, etc). Diesen Ingenieur zu tauschen ist nicht uniteressant, zumal dadurch auch die Spielreihenfolge festgelegt wird. Damit es nicht zu einfach wird ist jeder Spieler verpflichtet einen Vertrag zu nehmen, sobald er keinen mehr hat.
Das ganze wird auf eine bestimmte Siegpunktzahl gespielt - ist diese von einem Spieler erreicht gibt es noch 2 Runden und dann wird nocheinmal fleissig transportiert - allerdings etwas verschärft: Wenn man transportieren KANN, dann MUSS man es am Ende auch tun - ganz egal wer dadurch Siegpunkte bekommt und wer nicht. Hier kann man mit gut platzierten Strecken nocheinmal richtig Punkte holen. Dann gibt es noch ein paar Punkte für die erfüllten und nicht erfüllten Aufträge und wer dann vorne steht, der ist Sieger. Ganz simpel! ;-)
Mich hat das Spiel gleich mit der ersten Partie gepackt. Auf eine gewisse weise ist das teil noch genialer als AoS - kein Geld, keine rechnerei, perfekte Athmosphäre und trotzdem echt tiefgang.
Imo ein wirkliches Ausnahmespiel was die Ragnar Brother da geschaffen haben. Fans von Kanal-/Gleisbau-/Transportspielen sollte sich es mal anschauen.
Atti
Ich wollte mal eine Empfehlung für Canal Mania hier aussprechen (ja klar, ich bin mit dem Verleger verheiratet und der Autor ist mein Sohn ... ).
Es sieht ein bissl aus wie ein EIsenbahnspiel - und es könnte auch eins sein. Es Spielt nur vor dem "Goldenen Eisenbahnzeitalter" und hier muss man keine Eisenbahnen bauen, sondern Kanäle. (bzw. Flussläufe nutzbar machen)
Salopp gesagt ist es eine Mischung aus Zug um Zug und Age of Steam - ist ein bissl einfacher als AoS und hat auch was von ZuZ. Das wird dem Spiel natürlich nicht ganz gerecht, denn es es ist mehr als das.
Kurzer Abriss:
Gespielt wird auf einem Hex-Plan von England (zumindest einem Teil von England ;-) ) - dort legt man Kanalplättchen - in etwa so wie bei AoS. Die Flussläufe gibt es in zwei Varianten: Geradeaus und "leichte" Kurve - keine Kreuzungen, keine "scharfe" Kurven, etc.. Es gibt 2 Terraintypen: Leichtes Terrain und Schweres Terrain - zu jedem dieser Terrains gibt es passende Plättchen. Auf jedem Terraintyp kann man 2 mögliche "Kanaltypen" bauen (geradeaus oder um die kurve iss wurscht): Einen einfachen Kanal (Stretch) und einen Kanal mit Schleuse (Lock) in leichtem Terrain und ein Aquädukt und einen Tunnel in schwerem Terrain. Wenn man einen Kanal baut dürfen zwei gleiche Teile nicht hintereinender gebaut werden (d.h. Strech-Lock-Strech auf leichtem Terrain).
Baut man, bekommt man je nach Plättchen Siegpunkte: Für ein "Stretch" 0 Punkte, ein "Lock" 1 Punkt, ein Aquädukt 2 Punkte und ein Tunnel bringt 3 Punkte. Jeder Spieler hat zudem einen eigenen Satz an Plättchen und nur eine beschränkte Anzahl an zur verfügung - ist ein Typ alle, ist er halt alle.
Gebaut wird mit Baukarten. Davon liegen ähnlich wie bei ZuZ 5 Karten offen aus und man kann in der entsprechenden Phase ein paar Karten nehmen. Diese Karten zeigen genau die 4 Möglichkeiten der Strecken die man bauen kann: "Stretch", "Lock", Aquädukt und Tunnel - in entsprechender Verteilung ("Stretch" gibt es öfter als "Lock" öfter als Aquädukt, etc). - Joker soll es auch welche geben (Hab sogar schonmal welche ganz kurz gesehen ;-) ). Wenn man baut benutzt man diese Karten. Man legt dazu die benötigte Kartenzahl ab und legt dann das passende Plättchen. Im einfachen Terrain reicht eine Karte, wirds schwieriger, braucht man nicht nur die seltenere Karten, sondern man braucht gleich 2 oder 3 davon. Bauen kann man auch nicht beliebig, sondern man benötigt Aufträge. So ein Auftrag besagt z.B. das man von London nach Manchester (nein, diesen Auftrag gibt es nicht wirklich) einen Kanal bauen soll und dieser darf nicht länger als 5 Plättchen sein. i.d.R ist die vorgegebene Zahl eins über der minimalen Zahl an Plättchen die man brauchen könnte. Sobald man einen Auftrag hat, muss man einen "Bautrupp" losschicken - der fängt dann vorne oder hinten an - wie man will. Von diesen "Bautrupps" kann man 2 haben - also auch nur 2 Aufträge.
Zu guter letzt gibt es natürlich auch Waren die es zu transportieren gilt - wenn man eine Transportiert bekommt man so viele Siegpunkte wie man unterschiedlich farbige Städe man besucht - wobei jede Farbe auch nur einmal besucht werden darf. Man kann fremde Kanäle benutzen wie man will, es muss nur das letzte Stück der Strecke im eigenen Besitz sein. Die Fremden Streckenbesitzer werden nach dem gleichen Prinzip "entschädigt".
Spielt wird in 3 Phasen:
1) Ingenieursphase - hier kann man einen Auftrag nehmen (die liegen offen aus) oder seinen Inigeneur wechseln oder die offen ausliegenden Baukarten austauschen
2) Bauphase - hier kann man Baukarten nehmen oder mit Baukarten auf der Hand bauen
3) Transportphase - hier kann man eine Ware transportieren
In jeder Phase kann man alternativ auch eine Baukarte vom verdeckten Stapel ziehen.
Ingenieur ? - Jow - jeder Spieler hat einen von 5 Ingenieuren der einem etwas besonderes erlaubt (mehr Karten nehmen, weniger Karten zum Bauen benutzen, etc). Diesen Ingenieur zu tauschen ist nicht uniteressant, zumal dadurch auch die Spielreihenfolge festgelegt wird. Damit es nicht zu einfach wird ist jeder Spieler verpflichtet einen Vertrag zu nehmen, sobald er keinen mehr hat.
Das ganze wird auf eine bestimmte Siegpunktzahl gespielt - ist diese von einem Spieler erreicht gibt es noch 2 Runden und dann wird nocheinmal fleissig transportiert - allerdings etwas verschärft: Wenn man transportieren KANN, dann MUSS man es am Ende auch tun - ganz egal wer dadurch Siegpunkte bekommt und wer nicht. Hier kann man mit gut platzierten Strecken nocheinmal richtig Punkte holen. Dann gibt es noch ein paar Punkte für die erfüllten und nicht erfüllten Aufträge und wer dann vorne steht, der ist Sieger. Ganz simpel! ;-)
Mich hat das Spiel gleich mit der ersten Partie gepackt. Auf eine gewisse weise ist das teil noch genialer als AoS - kein Geld, keine rechnerei, perfekte Athmosphäre und trotzdem echt tiefgang.
Imo ein wirkliches Ausnahmespiel was die Ragnar Brother da geschaffen haben. Fans von Kanal-/Gleisbau-/Transportspielen sollte sich es mal anschauen.
Atti