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Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 27. Oktober 2006, 15:20
von Gregor Breckle
Hallo,

da ich dieses Jahr zu Silvester ein Krimispiel organisieren möchte, wollte ich mal nach euren Erfahrungen mit den Krimispielen der verschiedenen Anbieter fragen.
Als Anbieter habe ich bisher Krimi total (die in der Videohülle), Kupferberg kreativ und Mörderische Dinnerparty entdeckt. Die Spiele von Mörderische Dinnerparty scheinen sehr edel aufgemacht, sind aber auch die teuersten. Von daher nochmal die Frage, wer hat schon Erfahrungen in Punkto Aufmachung, Material und natürlich Spannung des jeweiligen Falles mit den einzelnen Anbietern - am besten sogar im Vergleich?

Vielen Dank und viele Grüße

Gregor

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 27. Oktober 2006, 15:31
von Sven
Unter http://www.5tegebot.de werden sehr viele Krimispiele beschrieben.
Mein Tipp ist 'Familie Seebrück' von Kupferberg. Es ist immer noch das lustigste, dass ich je gespielt habe.
Die Reihe von Mörderische Dinnerparty ist zwar in Punkto Aufmachung spitze, und sicherlich auch nicht schlecht; da wird mir persönlich aber zuviel vom Blatt abgelesen.
Von Krimi total habe ich die ersten drei gespielt: Waren alle klasse.

Sven

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 27. Oktober 2006, 16:09
von Tom
Hallo Sven,

kurze Frage - vielleicht ist das "vom Blatt ablesen" gar nicht so schlecht für unsere Gruppe. Wir haben noch nie so ein Krimispiel gespielt und vielleicht helfen uns ja gerade diese klaren Anweisungen um "Blut zu lecken".
In wieweit schätzt du die einzelnen Krimireihen als geeignet für Anfänger ein (alos Personen die sich eventuell nicht trauen von vornherein ziemlich frei in ihre Rolle zu schlüpfen?)

Bin gesapnnt (vielleicht schwenke ich dann doch noch um)

Tom

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 27. Oktober 2006, 16:49
von Martin
Hallo,

Kupferberg kreativ kannte ich noch gar nicht! Ich habe auch erst überlegt ob ich mir ein oder zwei Fälle der mörderischen Dinnerparty kaufen soll, da sie nun einmal die beste Austattung haben. Der günstigere Preis hat meine Wahl dann aber auf Krimi total fallen lassen. Zwar haben wir es bis jetzt noch nicht ausprobiert, aber wenn man mal von der schöneren Verpackung absieht, hat Krimi total (fast) alles zu bieten, was auch die mörderische Dinnerparty zu bieten hat (abgesehen von einer CD auf der die Anweisungen vorgelesen werden).

Mörderische Dinnerparty macht direkt Vorschläge zur Musikauswahl und den passenden Kostümen. Da aber auf der Videohülle von Krimi total einige Bilder abgedruckt sind, bekommt man auch dort Kostümvorschläge. Sich dann noch die passende Musik zu besorgen sollte nicht sonderlich schwer sein.

Da ich bis jetzt nur Krimi Total besitze kann ich mal aufzählen was sich in der Hülle alles befindet. Ihr bekommt die Einladungen mit Rollenbeschreibung, eine Karte des Tatortes, Hinweise und eine Spielanleitung (ich hoffe ich habe nichts vergessen). Zu manchen fällen kann man sich dann auf www.krimitotal.de noch zusätzliche Rollen downloaden, damit noch ein oder zwei weitere Personen mitspielen können. Außerdem kann man sich dort auch die Tischkarten downloaden. Für den Fall "Der Mythos der Familie", welcher in den 30er Jahren spielt und wo ihr in die Rollen von Mafiamitgliedern schlüpft, gibt es auch noch ein paar Vokabeln auf italienisch, damit ihr auch ordentlich fluchen könnt und der "Pate" noch realistischer wirkt. Diesen Fall werden wir als erstes ausprobieren, da er nach sehr viel Spaß klingt!

Wenn ich mich richtig informiert habe, ist bei der mörderischen Dinnerparty schon vorher bekannt wer der Mörder ist. Bei Krimi total ist dies nicht der Fall (bis zu einem bestimmten Zeitpunkt an dem einer erfährt das er der Mörder ist), also kann hier am Anfang jeder erst einmal mit ermitteln. Zu Krimi total habe ich mir auch sagen lassen das versucht wird, jedes halbe Jahr einen neuen Fall anzubieten. In welcher häufigkeit die anderen Anbieter neue Fälle präsentieren kann ich leider nicht sagen.

Letzten endes ist es sicher Geschmackssache und es kommt auch immer darauf an mit wem man so etwas veranstaltet. Ich hätte mir auf Grund der etwas besseren Ausstattung auch fast die mörderische Dinnerparty gekauft, aber Krimi total hat das Rennen gemacht, da es billiger ist und ich die Fälle einen kleinen Tick interessanter fand.

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 27. Oktober 2006, 18:13
von Sven
Tom schrieb:

> kurze Frage - vielleicht ist das "vom Blatt ablesen" gar
> nicht so schlecht für unsere Gruppe. Wir haben noch nie so
> ein Krimispiel gespielt und vielleicht helfen uns ja gerade
> diese klaren Anweisungen um "Blut zu lecken".
> In wieweit schätzt du die einzelnen Krimireihen als geeignet
> für Anfänger ein (alos Personen die sich eventuell nicht
> trauen von vornherein ziemlich frei in ihre Rolle zu
> schlüpfen?)

Wenn ich mich an meine erste Krimiparty erinnere (ist schon so 15 Jahre her) hatten wir auch mehr oder weniger das Problem, dass noch nie jemand so etwas gemacht hatte. Ich glaube beim ersten Mal ist es unvermeidlich, dass man kleine Fehler macht. Irgendeiner verplappelt sich oder es kommt die berühmte Antwort: 'Das steht hier nicht'. Nichtsdestrotz fanden wir es total geil und haben dann die beiden 'Täter unter uns'-Spiele von ASS und die beiden restlichen 'Krimiparty'-Spiele von Schmidt gekauft und gespielt. Ab dem zweiten Mal bist du dann eh schon Profi ....

Welchen Fall du als Anfänger machst ist da eigentlich egal. Die sind vom Aufbau relativ gleich. Bei Kupferberg und Mörderparty weiß der Mörder, dass er es auch ist. Bei Krimi total erfährt er es erst im weitern Verlauf des Spieles. Das 'vom Blatt ablesen' bei den Mörderpartyspielen bedeutet lediglich, dass zu Eröffnung jeder neuen Runde ein Dialog wie bei einem Theaterstück vorgegeben wird. Gerade bei einem Sylvesteressen ist das ein bisschen hinderlich, da man ständig das Charakerheft der eigen Figur zur Hand nehmen muss. Das ist bei Krimi total besser. Man liest sein Profil durch und kann dann (hand)frei spielen, was beim Fondue oder Raclette von Vorteil ist ...
Preis-Leistung sind mit Sicherheit bei Krimitotal und Kupferberg besser. Ist halt alles nicht ganz so professinell in der Ausstattung, wobei mir gerade 'Familie Seebrück' und 'Weltkonferenz' von Kupferberg auch optisch sehr gut gefallen haben. Das wird noch besser, wenn man sich hierfür noch die echten Gegenstände besorgt und sie als Beweise vorlegt ....

Kleiner Tipp zum ersten Spiel, der da oft falsch gemach wird: Wichtig ist, dass man immer die Wahrheit sagen muss (außer man ist der Mörder). Das bedeutet aber nur, dass Fakten, die man weiß, bei einer Anklage auch zugeben muß und nicht das Gegenteil vorlügen. Falls etwas nicht bekannt ist soll (muß) man etwas erfindern. Es ist ja eigentlich immer so, dass jeder etwas mehr oder weniger Dreck am Stecken hat. Das muss man natürlich auch versuchen irgendwie zu vertuschen und drumherumreden (wie im echten Leben). Auf konkrete Beschuldigungen muß dann aber die Wahrheit preisgegeben werden. Die Mitspieler bohren eigentlich solange nach bis man nicht mehr anders kann ... Der Satz 'Das steht hier nicht' ist ganz ganz schlecht ...

Sven

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 28. Oktober 2006, 16:05
von Jörg Meißner
Hallo Sven,

eine kleine Korrektur zu deinem umfangreichen Statement:

Bei KRIMI total weiß der Mörder von Anfang an, dass er der Mörder ist und lügen darf - bei Mörderischer Dinnerparty erfährt er es erst im Laufe des Spiels.

Viele Grüße
Jörg

Re: Apropos Krimispiele ...

Verfasst: 28. Oktober 2006, 16:11
von Jörg Meißner

Hallo Martin,

> Wenn ich mich richtig informiert habe, ist bei der
> mörderischen Dinnerparty schon vorher bekannt wer der Mörder
> ist. Bei Krimi total ist dies nicht der Fall (bis zu einem
> bestimmten Zeitpunkt an dem einer erfährt das er der Mörder
> ist), also kann hier am Anfang jeder erst einmal mit
> ermitteln.

Genau andersrum stimmts - bei KRIMI total weiß der Mörder von Beginn an, dass er es ist und auch lügen darf. Bei Mörderischer Dinnerparty erfährt er es erst im Laufe des Spiels.

Übrigens gibts auch bei KRIMI total Kostümierungsvorschläge - die stehen bei jeder Figur in der Rollenbeschreibung.

Viele Grüße aus Dresden
Jörg