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Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 4. Dezember 2006, 17:49
von Dieter Niehoff
Am letzten Wochenende konnte ich bei zwei IMPERIAL Partien (jeweils in Höchstbesetzung) mitmachen.

Interessant erscheint mir:
In beiden Partien gab es je einen Spieler, der es bewußt darauf angelegt hat, KEIN Land zu führen. Dieser kaufte dann stets (und natürlich regelgerecht auch ganz häufig) "kleine" Kreditbriefe. In 5 von 6 Ländern bekam er dadurch stets und stetig kleine bis mittelprächtige Investorerträge. Ersselbst tauschte seine "kleinen" Kreditbriefe nie ein, damit die anderen diese kleinen, aber zinsmäßig ja sehr lukrativen Kredtibriefre nicht werden bekommen können.
Erst ganz zum Schluß übernahm er kurz das Ruder in einem Land. Und vom "25er" Land (Spielende) hatte dieser Spieler überhaupt KEINEN Kreditbrief (aber eben in den 5 anderen Ländern, die alle auf Stufe 3 oderStufe 4 entwickelt wurden. Und mit 154 zu 155 Millionen hätte er dennoch fast sogar gewonnen.

In der ersten Partie hat dieser Spieler "ohne Land" (ca. 75 vonj 180 Minuten lang) übrigens gewonnen. (112 Millionen, der 2. Platz für 110 Millionen).

Ich muß gestehen, ob mir diese Strategie wirklich gefällt weiß ich noch nicht - oder ist das sowieso nur etwas, was in Höchstbesetrzung passieren kann. Ich denke, in einer 3er oder 4er - Runde ist es schwer, KEIN Land führen zu wollen, oder?

Kurzum: IMPERIAL scheint eine große Nummer zu sein. Uns allen hat es gut gefallen.

Gibt es andere Erfahrungen?
Wie ist es eigentlich zu zweit?

Dieter Niehoff

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 07:20
von Dirk Piesker
Hallo Dieter,

> Ersselbst
> tauschte seine "kleinen" Kreditbriefe nie ein, damit die
> anderen diese kleinen, aber zinsmäßig ja sehr lukrativen
> Kredtibriefre nicht werden bekommen können.

Das kommt mir spanisch vor. Spätestens, wenn ich ein zweites Mal
in ein Land investiere, muss ich den kleineren Kredit ja zurückgeben,
ich kann also immer nur 1 Kredit-Karte pro Land besitzen.


Viele Grüße,
Dirk

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 07:24
von Dieter Niehoff
Dirk Piesker schrieb:
>> in ein Land investiere, muss ich den kleineren Kredit ja
> zurückgeben,
> ich kann also immer nur 1 Kredit-Karte pro Land besitzen.

Wirklich?
Dann haben wir falsch gespielt. Zwar besitze ich das Spiel nicht, aber ich meine, dass man stets nur einen Kreditbrief kaufen darf - besitzen darf man doch beliebig viele, oder?

Dieter Niehoff

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 07:30
von Frank
Korrekt, besitzen kannst Du beliebig viele.
Dirk irrt. Und zwar völlig.

Gruß
Frank
(der gestern wieder verloren hat und das Spiel immer noch supergenial findet :-)) )

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 08:39
von Dirk Piesker
Hi Frank,

stimmt. Steht sogar so in der Regel. :-)

Das ist wohl die Gabe des selektiven Lesens.


Gruß,
Dirk

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 08:45
von Frank ( Dereinzigechte )
Hi,
bei uns hat in einer 5er Partie der Spieler, der nie ein Land geführt hat ( absichtlich, weil er mal sehen wollte ob man so auch gewinnen kann ) tatsächlich gewonnen.
Mehr Spaß am Spiel hatten aber wahrscheinlich die Spieler die auch mal aktiv ins Geschehen eingegriffen haben :-)

Absolut eines der besten Spiele in diesem Jahr !

Frank

Re: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 09:39
von 18xx
Bei mir war es fast ähnlich: Brachte in Land sehr gut auf Vordermann, war dann auch mit Stufe 5 Sieger. Aufgrund der ungünstigen Verzinsung der letzten Briefe aber klar nicht gewonnen. Ich war dann schon etwas entäuscht das beste Land unangefochten geführt zu haben, aber dann doch nicht gewonnen zu haben.

Fazit: Der %-Satz der Verzinsung scheint sehr wichtig zu sein, vielleicht etwas zu wichtig. Es lohnt sich die billigen Schuldscheine zu kaufen. Man wird dabei jedoch leicht angreifbar und verliert wieder Länder. So ganz glücklich bin ich über die Situation nicht, aber insgesamt doch ein gutes Spiel.

RE: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 14:16
von Marten Holst
Moin,

der Spieler, der in der Runde letzten Freitag zwischendurch komplett entstaatsoberhaupt wurde, der hatte leider daran auch keinen Spaß, abzuwarten und zu gewinnen, und wird es wohl nicht nochmal spielen wollen. Von daher erfordert dieses Spiel schon einen gewissen Spielertyp. Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass die heimliche Freude eines Spielers "im Windschatten" unerreicht sein kann, wenn er sieht, wie die Mächte doch tun, was er will. Und wenn es mal so aussieht als ob nicht, dann muss er irgendwo doch mal zuschlagen :-)

Tschüß
Marten

RE: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 5. Dezember 2006, 14:16
von Marten Holst
Moin,

> Fazit: Der %-Satz der Verzinsung scheint sehr wichtig zu
> sein, vielleicht etwas zu wichtig.

naja, wieso zu wichtig? Ich selber habe ja auch Probleme damit, ein Land herzugeben, das mir "gehört", aber das ist eben nicht Ziel des Spieles. Wie eben auch Antike, Zeitalter der Renaissance, mit Einschränkungen Vinci oder Mare Nostrum ist es eben eines der Spiele, die aussehen wie "halte Deinen Besitzstand" und daher in bester Risikomanier als Landeroberungsspiele angegangen werden, wobei der Kniff eben woanders liegt.

Tschüß
Marten

RE: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 7. Dezember 2006, 12:37
von 18xx
Bei 18xx beispielsweise kann man auf beide Arten gewinnen - Aktienhandel oder sich eine tolle Firma aufbauen. Nach nur 1x spielen läßt sich garantiert nichts sagen. Schön wäre es aber, wenn man auch bei Imperial gewinnen könnte, wenn man nur 1 Land führt und dieses auch sehr gut spielt und man nicht zum Spekulanten gezwungen wird.

RE: Imperial - ein paar Erfahrungen

Verfasst: 7. Dezember 2006, 17:46
von Marten Holst
Moin,

zum einen muss Imperial ja kein 18xx sein, wobei ich diese Doppelstrategie schon nett fände. Zum anderen denke ich (ich habe erst zwei oder drei Male ge18xxt, man korrigiere mich, wenn ich irre), dass Imperial einfach viel destruktiveres und aggressiveres Spiel der konkurrierenden Mächte zulässt, als es Eisenbahnen können (wenn die lukrative Strecke erst mal steht). Sprich: wer nur auf ein Land, zum Beispiel Russland, setzt, dem droht sehr zügig ein Besuch der D-Ö-Achse und die Entwicklung zum Sieg ist doch sehr gebremst, wenn man keine anderen Aktien hat. Klar steht ein Multiplikator, wenn er einmal da ist, aber ein Land alleine führen, dabei eventuelle Windschattenfahrer klein zu halten, und ohne größeres Engagement in anderen Ländern gewinnen, das sind drei Wünsche auf einmal, und die gehen nur in der Werbung fürchte ich.

Tschüß
Marten