Spielregel Guatemala Café [RF]
Verfasst: 31. März 2007, 11:47
Hi
Gestern spielten wir zu dritt Guatemala Café. Das Spiel machte Spass und Lust auf weitere Partien.
ABER:
Die Spielregel ist viel zu trocken gestaltet und motiviert nicht gerade, sich mit dem Spiel zu befassen. Wir hätten unsern Einstieg ins Spiel beinahe abgebrochen.
Die Spielregel enthält ausser mit zwei dürftigen Bildbeispielen gar keine Redundanz. Das führt beim Lernen des Spiels häufig zu Unsicherheiten, weil man vielleicht beim Durchlesen das entsprechende spielwichtige Regeldetail nicht ganz mitgekriegt hat und es eben an keiner andern Stelle noch einmal von einer andern Seite her beleuchtet wird.
Dabei ist die Spielregel bis auf einen Fehler beim Spielaufbau mit den Kaffesäcken (siehe A unten) und bis auf eine Ungenauigkeit beim Herausnehmen der gewerteten Schiffe (siehe B und in einem früheren Posting) korrekt.
Ich fände zum Beispiel folgende Einleitungsergänzung bei sinnvoll und sehr Verständnis fördernd:
"Mit der Wahl der Farbe des genommenen Kaffesacks legt der Spieler fest, welche Kaffesorte verkauft wird. Er erhält dafür auf jeden Fall einen konstanten Geldbetrag und alle Spieler, die eine Plantage dieser Farbe besitzen, erhalten Siegpunkte. Falls diese Plantage bereits durch einen Weg mit dem Hafen verbunden ist und dort Schiffe in dieser Wertungsfarbe stehen, vervielfachen sich die Siegpunkte sogar."
Übrigens konnte ich zuerst die für mich praktisch synonymen Begriffe "Pfad" und "Weg" nicht richtig auseinanderhalten. Zudem wird nicht zwischen Weg als ganzes und einem einzelnen Wegstück unterschieden. Warum nicht "Pfad" gegenüber "Strasse" mit einzelnen Strassenstücken?
A. Startaufstellung der Kaffeesäcke [RF]
Wenn ich so ein Spiel das erste Mal spiele, wähle ich zuerst eine Normaufstellung, bei der ich mich nicht selber entschieden muss, welches Teil wohin kommt. In der Anleitung wird aber zuerst die Wahlvariante beschrieben und diese enthält einen Fehler. Und in der folgenden Beschreibung der fixen Startaufstellung wird zum Teil auf diese variable und fehlerhafte Wahl-Aufstellung referenziert. Das ist methodisch schlecht!
Also bitte zuerst die fixe Startaufstellung vollständig (!) beschreiben und erst nachher die variable Variante als Ergänzung. Dann kann man wohl auch tatsächlich auf eine Abbildung der Startaufstellung verzichten. Besser wäre es allerdings schon mit einer zusätzlichen Abbildung, vor allem weil die Begriffe Anbaugebietsplan und Plantagenplan beim ersten Durchlesen der Regel nicht sehr eingängig sind. Eine Bidlegende schaffte hier Klarheit.
Also zu meiner Regelfrage mit den Kaffeesäcken : 6 Säcke kommen auf die 6 weiss umrandeten Felder so dass jede Sorte MINDESTENS einmal vertreten ist, stimmt das? Weitere 5 Säcke kommen in den Beutel und 24 Säcke werden auf die Mitspieler aufgeteilt. Macht total 35 Säcke. Und 35 Säcke enthält das Spiel (meines enthält zu allem Übel nur 30 Säcke, was den Spieleinstieg zusätzlich erschwerte...). Jetzt ist aber noch von einem weiteren Sack die Rede, der auf das letzte markierte Feld des Anbaugebietsplans gehört. Ein solches markiertes Feld kann ich nicht ausfindig machen. Ist meine Annahme richtig, dass ich den Satz über diesen 36. Kaffeesack einfach aus der Regel streichen kann, dass er irrtümlich da drin steht?
B. Wie Inka vor ein paar Tagen erläuterte, wird jeder Hafen separat gewertet, so dass gegebenfalls aus mehreren Häfen je das günstigst platzierte Schiff der Wertungsfarbe ausläuft.
Noch einmal: GC halte ich nach der ersten Partie für ein gutes Spiel mit sehr schönem Material. Wir werden es vermutlich noch sehr häufig spielen. Und die Spielregel ist durchaus in Ordnung, aber meiner Meinung für Durchschnittsspieler unnötig Einstieg erschwerend.
hannes
Gestern spielten wir zu dritt Guatemala Café. Das Spiel machte Spass und Lust auf weitere Partien.
ABER:
Die Spielregel ist viel zu trocken gestaltet und motiviert nicht gerade, sich mit dem Spiel zu befassen. Wir hätten unsern Einstieg ins Spiel beinahe abgebrochen.
Die Spielregel enthält ausser mit zwei dürftigen Bildbeispielen gar keine Redundanz. Das führt beim Lernen des Spiels häufig zu Unsicherheiten, weil man vielleicht beim Durchlesen das entsprechende spielwichtige Regeldetail nicht ganz mitgekriegt hat und es eben an keiner andern Stelle noch einmal von einer andern Seite her beleuchtet wird.
Dabei ist die Spielregel bis auf einen Fehler beim Spielaufbau mit den Kaffesäcken (siehe A unten) und bis auf eine Ungenauigkeit beim Herausnehmen der gewerteten Schiffe (siehe B und in einem früheren Posting) korrekt.
Ich fände zum Beispiel folgende Einleitungsergänzung bei sinnvoll und sehr Verständnis fördernd:
"Mit der Wahl der Farbe des genommenen Kaffesacks legt der Spieler fest, welche Kaffesorte verkauft wird. Er erhält dafür auf jeden Fall einen konstanten Geldbetrag und alle Spieler, die eine Plantage dieser Farbe besitzen, erhalten Siegpunkte. Falls diese Plantage bereits durch einen Weg mit dem Hafen verbunden ist und dort Schiffe in dieser Wertungsfarbe stehen, vervielfachen sich die Siegpunkte sogar."
Übrigens konnte ich zuerst die für mich praktisch synonymen Begriffe "Pfad" und "Weg" nicht richtig auseinanderhalten. Zudem wird nicht zwischen Weg als ganzes und einem einzelnen Wegstück unterschieden. Warum nicht "Pfad" gegenüber "Strasse" mit einzelnen Strassenstücken?
A. Startaufstellung der Kaffeesäcke [RF]
Wenn ich so ein Spiel das erste Mal spiele, wähle ich zuerst eine Normaufstellung, bei der ich mich nicht selber entschieden muss, welches Teil wohin kommt. In der Anleitung wird aber zuerst die Wahlvariante beschrieben und diese enthält einen Fehler. Und in der folgenden Beschreibung der fixen Startaufstellung wird zum Teil auf diese variable und fehlerhafte Wahl-Aufstellung referenziert. Das ist methodisch schlecht!
Also bitte zuerst die fixe Startaufstellung vollständig (!) beschreiben und erst nachher die variable Variante als Ergänzung. Dann kann man wohl auch tatsächlich auf eine Abbildung der Startaufstellung verzichten. Besser wäre es allerdings schon mit einer zusätzlichen Abbildung, vor allem weil die Begriffe Anbaugebietsplan und Plantagenplan beim ersten Durchlesen der Regel nicht sehr eingängig sind. Eine Bidlegende schaffte hier Klarheit.
Also zu meiner Regelfrage mit den Kaffeesäcken : 6 Säcke kommen auf die 6 weiss umrandeten Felder so dass jede Sorte MINDESTENS einmal vertreten ist, stimmt das? Weitere 5 Säcke kommen in den Beutel und 24 Säcke werden auf die Mitspieler aufgeteilt. Macht total 35 Säcke. Und 35 Säcke enthält das Spiel (meines enthält zu allem Übel nur 30 Säcke, was den Spieleinstieg zusätzlich erschwerte...). Jetzt ist aber noch von einem weiteren Sack die Rede, der auf das letzte markierte Feld des Anbaugebietsplans gehört. Ein solches markiertes Feld kann ich nicht ausfindig machen. Ist meine Annahme richtig, dass ich den Satz über diesen 36. Kaffeesack einfach aus der Regel streichen kann, dass er irrtümlich da drin steht?
B. Wie Inka vor ein paar Tagen erläuterte, wird jeder Hafen separat gewertet, so dass gegebenfalls aus mehreren Häfen je das günstigst platzierte Schiff der Wertungsfarbe ausläuft.
Noch einmal: GC halte ich nach der ersten Partie für ein gutes Spiel mit sehr schönem Material. Wir werden es vermutlich noch sehr häufig spielen. Und die Spielregel ist durchaus in Ordnung, aber meiner Meinung für Durchschnittsspieler unnötig Einstieg erschwerend.
hannes